Helmut Preisinger 02.01.2017
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Wie geht's jetzt weiter? Harald Lesch und Ernst Ulrich von Weizsäcker zur Lage der Menschheit (2)

Fortsetzung des Gesprächs zwischen Harald Lesch und Ernst Ulrich von Weizsäcker zu den Perspektiven unseres Planeten und unserer Gesellschaft.

 

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Weitere Informationen

  • Schwierigkeitsgrad: - Leicht
  • Dauer (min.): 29
  • Format/Stil: Interview
  • Grundlagen: Natur/ Nachhaltigkeit
  • Leben: Leben auf dem Planeten Erde

Personen in dieser Konversation

  • "...der größte Zeitverlust ist Euer Pessimismus...", sagte doch der Herr von Weizsäcker. Wer bin ich, ihm zu widersprechen?

  • Was die längere Zukunft der Menschheit angeht, so bin ich absolut pessimistisch. Die Entwicklung gerade der unmittelbaren Vergangenheit zeigt, dass nicht nur in autoritären Systemen, sondern auch in Demokratien, unlogische Entscheidungen getroffen werden. Zudem sehe ich kein Argument dafür, dass die Menschheit in der Lage sein sollte, koordinierte Schritte zur Lösung der globalen Probleme (Klime, Veränderung unserer Umwelt usw.) zu machen. In der Vergangenheit sind Zivilisationen ausgestorben. Es gibt keine Grund warum das in der Zukunft anders sein sollte.

  • Hallo Herr Gassner,

    sicherlich ist die Verwendung von Kampfbegriffen wie "Gutmensch" oder "Wutbürger" nicht in diesem Rahmen angemessen. Ob der Fauxpas eine Vorrede von 7 Minuten zum 2. Teil rechtfertigt (am Thema vorbei: es ging im 1. Teil nicht darum, das gleiche Wahlrecht in Frage zu stellen), nebst Distanzierung von der Arbeit des Kollegen spricht nur gegen den Vorredner selbst. Sie verteidigen genau jene antidemokratischen Kräfte, deren Auswüchse Flüchtlingsheime abbrennen, weil sie ihre Rechtfertigung und Motivation dem unausgegorenen Ansichten dieser Herrschaften entnehmen. Die Leute, welche Sie hier mit falsch verstandener Toleranz verteidigen, werden als erstes mit alternativen Fakten agieren und politisch missliebige Forschung einstellen.
    Eine Aufgabe der Wissenschaft ist die Politikberatung, eine andere ist die Information der Öffentlichkeit, dazu gehört die Position, so sie zwingend aus den Ergebnissen ableitbar ist. Wenn jemand die Messreihen und Erkenntnisse zum Klimawandel lesen und fachlich interpretieren kann, ist er auch verpflichtet, die Öffentlichkeit zu informieren und Stellung zu beziehen.

    Grüsse vom Sterngucker

  • Vielen lieben Dank für die kleine Vorrede. Ich persönlich begrüße es sehr, wenn aus dem Kernthema "Urknall, Weltall und das Leben" soweit wie möglich alle politischen Dinge herausgehalten werden. Sicherlich steht die Wissenschaft auch immer Kontext der geweiligen Politik, doch wenn die Kanäle separiert werden, schafft dies für alle mehr Transparenz. Überschneidende Themen (im Kern wissenschaftlicher Natur), die ohne Berücksichtigung der Politik nicht umfassend erörtert werden können, sollten trotzdem weiterhin gebührenden Einfluss finden.
    Mich langweilten meist diese politischen Themen, die vorrangig im Irrealis geführt wurden. Das wird dann meist absurd unrealitisch (und damit auch unwissenschaftlich) und führt im praktischen Sinne zu keinerlei Nutzen oder brauchbaren Folgerungen.

    Daher bitte: Back to the roots! :-))