08.06.2017
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Quasar 3C186 • Neues aus dem Universum | Josef M. Gaßner

In acht Milliarden Lichtjahren Entfernung treibt der Quasar 3C186 sein Unwesen. Er zählt zu den sogenannten „wandernden Schwarzen Löchern“. Sowohl seine Masse als auch seine Geschwindigkeit lassen aufhorchen – stolze drei Milliarden Sonnenmassen pflügen mit 2.140 km/s durch den ehemaligen Galaxien-Merger. Welcher Prozess kann eine derartige Masse auf diese Geschwindigkeit beschleunigen? Josef M. Gaßner erklärt die Zusammenhänge.

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  • Interessanter Beitrag, der allerdings die eine oder andere Frage bei mir hinterlassen hat.

    Wenn ich diesen Beitrag richtig verstanden habe, dann entstand 3C186 (theoretisch) durch das verschmelzen von zwei "etwas" (wenn auch unterschiedlich großen) größeren schwarzen Löchern mit unterschiedlichen Drehrichtungen.
    Die bei der Verschmelzung entstehenden Gravitationswellen waren aufgrund der unterschiedlichen Drehrichtung gerichtet und beschleunigten das neu entstandene schwarze Loch (mit 3.000.000.000 Sonnenmassen) innerhalb von Sekundenbruchteilen auf die 2.140 km/s. Das heißt die Wellen haben einen Energieimpuls mit einem gewissen Bumms erzeugt.
    Wie ist die Auswirkung dieses Energieimpulses auf den Rest der Galaxie - ich meine 3C186 fliegt in die eine Richtung aus dem Zentrum seiner "Heimatgalaxie" und der Impuls geht in die andere Richtung los. Herr Gaßner hat so treffend gesagt 3C186 pflügt durch diese Galaxie - ergo müsste doch auch dieser gerichtete Impuls durch diese Galaxie pflügen, nur eben in die umgekehrte Richtung - was sind die Auswirkungen, wenn dieser Impuls auf eine Sonne oder einen Gasnebel trifft? Wie weit ist seine "wirksame" Reichweite? Wie groß waren die "Ursprungslöcher"? Also alles zumindest Theoretisch.