04.08.2017
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Elektromagnetismus • Aristoteles ? Stringtheorie (10) | Josef M. Gaßner

Bereits Ende des 18. Jahrhunderts werden elektrische und magnetische Kraft offenbar. Ursächlich sind Ladungen, wobei die magnetische Kraft nur auf bewegte Ladungen wirkt. Schließlich entdeckt Michael Faraday die Induktion und stösst damit das Tor weit auf für Fortschritt und Technik. Millikan und Fletcher vermessen die Elementarladung und James Clerk Maxwell vereinigt die beiden Kräfte zum Elektromagnetismus und identifiziert das Licht als elektromagnetische Welle.

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Weitere Informationen

  • Schwierigkeitsgrad: - Leicht
  • Dauer (min.): 41
  • Format/Stil: Josef M. Gaßner solo
  • Serien: Von Aristotheles zur String-Theorie

Personen in dieser Konversation

  • Dieses Mal plagen mich etwas gemischte Gefühle bei diesem Video.
    Zu einem war es von Drehbuch etwas hakelig, der Schnitt machte es nicht runder. An manchen Stelle fehlte mir der Bezug und es ging mir irgendwie viel zu schnell mit manchen Formeln. Einige Formeln rieselten vom Himmel herunter und ich konnte nicht den Zusammenhang erkennen - da gab es für mich (leider) Null-Durchblick. Hier hätte ich das Schleudersymbol vermisst.

    Was mich aber seit Jahren an der physikalischen Darstellung (Modell) der Elektrizität irre macht, sind die Ladungstypen.
    (Schon meine Physiklehrer konnten mir dies nie vollständig erklären.)

    Negative Ladungen erscheinen mir klar, Prof. Gassner benennt diese auch konkret bei 33:56 min. mit "Elektronen".
    Elektronen sind Elementarteilchen - alles gut.

    Die dargestellten positiven Ladungen, Prof. Gassner benennt diese (lustigerweise) bei 34:03 min. mit "Rest".

    Was sind also die positiven Ladungen für Teilchen?
    Nur ein Hilfskonstrukt im Modell der Elektrizität?

    So wie es mir geläufig ist, können sich nur Elektronen frei zwischen Atomen bewegen bzw. durch den Raum driften (z.B. emittiert durch eine Braunsche Röhre).
    Der "Rest" der Elementarteilchen sitzt doch im Atomkern, wenn wir mal vereinfacht von einem festen Leiter wie Kupfer ausgehen und alles andere rings rum ignorieren. Das Atom inkl. Kern selbst sitzt fest im Atomgitter, das bewegt sich doch nicht - zumindest nicht im Sinne eines positiven Flusses.
    Damit sind dann die positiven Ladungen nur der positiv geladene "Rest" (Ion) vom Atom, der von seinen/m Elektron beraubt wurde und quasi fest sitzt.

    Jetzt wird es spannend und für mich die Krux der Sache. Prof. Gassner selbst zeichnet dann ab 37:19 min. die positiven Ladungen als bewegend ein und spricht davon.
    Ja OK er sagt, der Leiter bewegt sich. Das trifft es aber nicht vollständig, weil er auch meint, die negativen Ladungen stehen still. Da passt doch was nicht zusammen? Also wenn ich einen Leiter bewege, mal angenommen ohne EM-Feld, dann bewegen sich negative wie positive Ladungen doch synchron zu einander. Ich kann da nicht erkennen, warum das nicht so sein sollte. Ja und selbst wenn ein EM-Feld extern anläge und der Leiter würde in diesem EM-Feld bewegt, dann bewegen sich doch trotzdem nur die Elektronen und nicht die Ionen, sonst würde doch der Leiter im EM-Feld zerfallen/auflösen.

    Nun weiß ich nicht, ob ich hier eine falsche Denke habe, oder ob es nur modellhaft zu sehen ist. Die Darstellung im Video macht mich - egal wie irgendwie - wuschig.

    Also mich würde es freuen, wenn mal diese Sache mit der positiven Ladung aufgeklärt wird.


    P.S. Ja! ... und ich war in der Schule meist nur die zweit- oder dritthellste Kerze auf der Torte. Macht aber nix!