04.10.2017
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Neue Welten - Exoplaneten: Fragerunde (3/3) • Live im Hörsaal | Lisa Kaltenegger

Fragerunde zum Vortrag von Lisa Kaltenegger im Rahmen des Astronomischen Kolloquiums der Sternwarte Rosenheim.
Der Vortrag gliedert sich in drei Teile:
1.) Grundlagen und Suchmethoden
2.) Suche nach Leben im All (8. Oktober, 19:00 Uhr)
3.) und Fragerunde (10. Oktober, 19:00 Uhr)

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Weitere Informationen

  • Schwierigkeitsgrad: - Leicht
  • Dauer (min.): 35
  • Format/Stil: Live-Vortrag
  • Astronomie: Exoplaneten
  • Leben: Extraterrestrisches Leben
  • Serien: Live im Hörsaal
  • Weiterführende Links:
    Lust mal live dabei zu sein? Weiterführende Information zum Astronomischen Kolloquium der Sternwarte Rosenheim finden Sie auf:
    http://www.sternwarte-rosenheim.de/vortraege

Personen in dieser Konversation

  • Hallo,

    eigentlich könnte ich meinen Kommentar von hier wiederholen: https://urknall-weltall-leben.de/component/k2/item/319-planetenentstehung-tw-hydrae-live-im-hoersaal-barbara-ercolano#kmt-416

    Frauen scheinen in meinen Augen irgendwie eine andere Herangehensart an Wissenschaft zu haben.
    Auffällig ist, das Frauen (zumindest die hier bisher gesehenen) etwas aufgelockerter fast schon lustiger wirken wollen als Männer in den Vorträgen.
    Männer machen so unterschwelligen Humor ohne direkt über sich zu lachen, Frauen witzeln mehr und wirken amüsiert. Das mag auf den ersten Blick etwas albern wirken, scheint wohl aber ein Tribut zu sein, wenn man in der Männerdomäne bestehen will. Männer mögen ja meist so lustige und fröhliche Frauen und damit fegen Frauen auch mal kleine Lapsus hinweg. Wäre daher mal interessant einen Kommentar von einer Frau zu hören.

    Faszinierend war in diesem Zusammenhang was Frau Kaltenegger mit Ihren Händen und Fingern macht. Da braucht es keine Orange! ;-)
    Ich bangte manchmal um einen Knoten in den Fingern. ;-)

    Was ich nett fände, wenn man zur/m Vortragenden vorab noch etwas mehr Background bekäme. Vielleicht in Form von Link bei der Videobeschreibung.
    Es erscheint mir wichtig zu wissen, um wen es sich im Vortrag handelt und welche Reputation die/derjenige genießt. Ganz klar wurde Lisa Kaltenegger kurz angekündigt - a' klanes bisl' mehr wäre nicht schlecht gewesen.

    Für mich: Gern mal wieder!

  • Hallo olir

    Zu Ihrem Wunsch nach mehr "Background Geschichte" des Vortragenden: Da sollte man, meiner Meinung nach, insbesondere in der Wissenschaft sehr, sehr, ..., sehr zurückhaltend sein. Menschen lassen sich sehr leicht durch "Experten" beeindrucken mit der Folge, dass sie das gesagt nicht weiter hinterfragen (Wissenschaft) sondern einfach glauben (Religion).
    Nur weil jemand "viel Reputation" hat, heißt es nicht, dass das gesagt wahr ist. Es gibt z.B. Nobelpreisträger, die dir einen von der flachen Erde erzählen... Andererseits bedeutet "wenig Reputation" nicht, dass das gesagt Unsinn ist, vgl. den Student, von dem sie erzählt hat, der den ersten Planeten entdeckte.
    Man sollte nicht so sehr darauf achten, WER etwas sagt, sondern WAS gesagt wird.

    Zu "das Frauen [...] aufgelockerter fast schon lustiger wirken wollen als Männer in den Vorträgen. Männer machen so unterschwelligen Humor ohne direkt über sich zu lachen, Frauen witzeln mehr und wirken amüsiert." würde ich Sie gerne (rhetorisch) Fragen, wie viele Videos Sie denn schon von unserem lieben Prof. Dr. Josef M. Gaßner gesehen haben. Also eigentlich ist die Frage, warum Sie das bei ihm nicht so sehen? :-)

    Unabhängig von diesem einem Beispiel: Falls Sie Recht haben und es diesen Unterschied gibt, würde ich mal die steile These wagen (stark vereinfacht): Wir Wissen: Frauen in der Wissenschaft haben sich schon einmal über eine soziale Konvention hinweggesetzt und "was vernünftiges :-)" studiert. Wir Folgern also, dass es nahe liegt, dass eine Frau ganz spezielle Charaktereigenschaften (insb. sowas wie nicht so viel auf "die Meinung anderer" geben) haben muss, um überhaupt auf die Idee zu kommen, Wissenschaftler zu werden. Männer hingegen verhalten sich "normgerecht", da hat man halt den ganzen "Blumenstaus".
    Es wäre also eine "Selektion" vor der wissenschaftlichen Kariere und kein "Formen" während dieser.

    Zum Schluss noch (und ich schreiben es an den Schluss, weil die reale Gefahr besteht, dass Sie nicht weiter lesen) stellt sich mir die Frage, ob man wirklich eine "globale Weltverschwörung des Patriarchats" bemühen sollte, um Unterschiede im Sozialverhalten von Mann und Frau zu erklären oder ob nicht auch biologische oder evolutionäre Ansätze eine wesentlich einfachere Erklärung bieten? Sie verfolgen ja auch AzS, wissen also: 2 Theorien, die eine ist "sparsamer", usw. ;-)

    Und den wirklich letzten Satz haben Sie sich nur verdient, falls Sie weiter gelesen haben: Ich finde es toll, dass Sie trotz der Verständnisschwierigkeiten, von denen Sie ab zu berichten, konsequent dabei bleiben. Man merkt eben, dass Sie den Themen Folgen und "es" verstehen wollen! (Das ist eine wichtige Charaktereigenschaft, und hat mich immerhin so motiviert, mir die Mühe zu mache, fast 3000 Zeichen zu schreiben.)

  • Danke @franzgeorg

    ich möchte in den Kommentaren keine Diskussion anstoßen - weil offtopic. Verstehe aber sehr wohl worum es Ihnen inhaltlich geht. Seien Sie Gewiss, dass ich nie einer Religion hinterher rennen würde, selbst wenn in der Religionsgemeinschaft nur Jungfrauen vertreten wären *grins* Meine Weltanschauung musste ich leider in früheren Jahren schmerzhaft ablegen. Seit dem drifte ich eher wie das letzte Raumschiff von "Silent Running" im Weltraum umher und glaube an nichts mehr. Ich habe mich mit quasi jeder Form/Theorie des aktuellen Daseins abgefunden - egal ob Prinzip Urknall, Gott geschaffen Kreationismus allgemein, Matrix, Beobachterselektionseffekt usw. usw. - egal ob zyklisch oder endlich, ob parallel oder multivers - für mich zähle ich nur als Mensch im Heute und Jetzt.

    Mein Wunsch nach Background kommt daher immer alles (möglichst neutral) von allen zu hinterfragen (auch wenn es mir zumindest aus mathematischer Sicht nicht immer tiefgründig gelingt). Es ist für mich wichtig zu wissen, wer der/die Vortragende ist. Ich will und muss den Menschen der seine Anschauungen vorträgt erkennen und verstehen können. Ich will den Menschen sehen, erkennen und verstehen, eigentlich nicht das, was er vorträgt. Dies führt bei mir weder dazu jemanden zu vergöttern noch zu verabscheuen. Ja und ich lasse mich gern von Begeisterung mitreißen, wenn es meinen Vorstellungen der Welt entspricht. Was nicht heißen soll der Begeisterung schlussendlich zu erliegen. Im praktischen heißt dies, gäbe es keinen Prof. Gassner wäre ich hier auf der Webseite wohl nicht aktiv. Ich erachte Prof. Gassner als einen der "guten" Menschen. Was nicht heißt Ihm willenlos in seinen Ausführungen zu folgen. Ich kaufe keinen "Zehnerpack Eselshaar Wolldecken" nur weil mir angenommen fünf Verkäufer immer und immer wieder die Vorteile dieser darstellen. Würde Prof. Gassner angenommen ähnliches abfälliges in etwaigen Scheidungspapieren wie Einstein von seiner Frau verfassen wäre ich wohl der erste der diese Webseite/Forum verlassen würde. Schlussendlich würde ich mich ärgern, so in einem Menschen getäuscht zu haben. Was im Umkehrschluss heißt, ein guter Mensch (mit allem rund um dran) ist mir wichtiger als ein Nobelpreisträger der die Menschheit angeblich "vorangebracht" hat. Mich plagen da immer die Zweifel ob irgendein wissenschaftlicher Fortschritt wirklich gut für die Menschheit ist oder ob das nur vom Menschsein an sich ablenkt. Wenn die Jugend quasi nur noch Smartphone-gesteuert durch die Welt läuft und nicht mal mehr mit einem Schraubendreher umgehen kann, wenn Kinder in Kongo in Kobaltminen für einen Hungerlohn arbeiten müssen, damit u.a. deutsche Jugendliche schick immer ein neues Smartphone schön billig kaufen können (mein Vorschlag an die Bildungsministerien wäre einen "Schüleraustausch" mit diesen Kindern aus Kongo zu veranlassen, dies dürfte deutschen Schülern/innen in ihren Weltanschauungen deutlich nachhaltiger weiter helfen als easy Schüleraustausch mit England/Frankreich etc.) , wenn Agrochemieriesen durch Forschung und Entwicklung von Herbiziden und Pestiziden der Meinung sind die Ernährungsprobleme der Menschheit zu lösen - wofür brauchen wir denn schon die störenden Insekten, wenn Pharmakonzerne Medikamente herausbringen, deren Nebenwirkungen mit noch mehr Medikamenten in Zaum gehalten werden müssen, wenn sich Menschen durch die Möglichkeiten des Klonen das eigene Haustier immer und immer wieder nach dem Tod des bisherigen neu erschaffen lassen, wenn durch Waffenexporte in Krisenregionen der Welt in Deutschland nicht nur Mrd. verdient sondern auch Mrd. an Steuergeldern eingenommen werden, aber kein Platz für Flüchtlinge dieser Kriege in Deutschland mehr sein soll, wenn deutsche Autobauer durch eigenfinanzierte wissenschaftliche Studien die Gesundheitsfreundlichkeit von Dieselabgasen belegen wollen, dann darf man sich immer und immer wieder Fragen stellen, was der Mensch eigentlich für ein Lebewesen ist - das sich anmaßt als seie es der Schöpfer der Natur persönlich, alles erkennen, alles beherrschen, alles nach seinem Gunsten umgestalten usw. usw. - fasst man all dies zusammen und betrachtet im Vergleich das ausgewogene seit Millionen Jahren eingependelte Gleichgewicht in Natur, dann kann das Urteil gegenüber den Menschen nur vernichtend sein. Ich kann keinen Fortschritt bei den Menschen entdecken, die mehr und mehr Ihre eigene Umwelt zerstören und immer vorgeben, mit neuen wissenschaftlichen Erkenntnissen alles viel viel besser als früher zu machen.

    Ohne meine Ansichten in einen Quader mit 1 mm Kantenlänge zu stopfen: Ein Wissenschaftler der nur für Ruhm und Ehre skrupellos unter Ausnutzung aller seiner Beziehungen und Möglichkeiten sich zum Nobelpreis durchkämpft, wäre für mich unten durch. Ein Mensch der nur Mensch ist, wäre für mich on the top.

    Schlussendlich halte ich meinen Geist immer offen (selbst wenn er mit zunehmenden Alter zu einer gewissen Verklumpung neigt - ich weis ja wovon das kommt :-)).

    Eines würde mich zum Schluss noch interessieren anhand Ihrer Aussage: Welcher Nobelpreisträger erzählt aktuell was von flacher Erde?

  • Wenn ich da gewesen wäre, hätte ich 1 Frage gestellt: Mal angenommen, die Planetensucher beobachten mit den gleichen Teleskopen und dem Wissen von heute aus einem Abstand von mindestens 4 Lichtjahren unser Sonnensystem. Mir ist klar, das unserer Sonnensystem dazu in einer perfekten Position sein muß, um Planeten mit "Sternewackeln" oder Verdunklung nachweisen zu können. Sollte das funktionieren, könnten Sie dann 4 Gesteinsplaneten, einen Asteroidengürtel und 4 Gasplaneten und Leben auf dem 3. Planeten entdecken? Eigentlich meine 2. Frage: Gibt es bisher bei der Planetensuche etwas, was man mit unserem Sonnensystem vegleichen könnte?

  • Würden Aliens unser System (mit unserer Technologie und unserem Wissen) beobachten, hätten Sie das Problem, dass das Massenverhältnis fürs "Wackeln" und das Größenverhältnis für "Verdunkeln" Erde/Sonne zu klein ist für ihre (unsere) Messinstrumente.
    Also: Jupiter, Saturn, Neptun und Uranus würden sie wahrscheinlich entdecken können. Die vier "kleinen Hüpfer" eher (noch) nicht.