10.11.2017
Artikel bewerten
(8 Stimmen)

Fehlende baryonische Materie im Universums gefunden • Neues aus dem Universum | Josef M. Gaßner

ENDLICH! Nach jahrzehntelanger Suche wurde die fehlende baryonische Materie im Universum aufgespürt. Sie befindet sich - extrem verdünnt - in den gewaltigen Filamentstrukturen zwischen den Galaxien (-clustern). Josef M. Gaßner stellt die Ergebnisse der aktuellen Publikation von Anna de Graaff et al. und die Großrechnersimulationen "Millennium-Simulation", "Millennium II" und "Bolshoi-Simulation" gegenüber.

Video ansehen

Weitere Informationen

Personen in dieser Konversation

  • Hallo UWL Team,

    begeisternd! Irgendwie beschleicht mich ein warmer Schauer, dass die ersten zwei Anfangsjahrzehnte eines Jahrhunderts immer so einen richtigen wissenschaftlichen Schub bringen. Blickt man auf das 20. Jahrhundert zurück so z.B. auf Planck und Einstein waren dies wahre Highlights. Und jetzt im 21. Jahrhundert Higgs-Teilchen/Feld, Gravitationswellen und nun noch der "Rest" der baryonischen Materie. Das geht ja richtig Schlag auf Schlag! Da wird die (Er-)Klärung der dunklen Materie vermutlich nicht mehr lange auf sich warten lassen. Steht nur noch die dunkle Energie im Raum!?

    Trotz all des Erkenntniszugewinns befällt mich aber auch ein kalter Schauer. So einfach wird es uns die Natur nicht machen! Vielleicht ereilt uns kurz vor der erhofftem End-Erkenntnis über das Ganze und Umfassende eine neue bisher unbekannte Barriere mit neuen unbekannten Ereignissen. Irgendwie wäre es doch öde, wenn es uns in 10-20 Jahren so ergehen sollte wie damals Max Planck zum Start seines Physikstudiums - Hätten wir wirklich schon alles grundlegende bald erkannt oder wirft uns vielleicht irgendeine Schleifenquantengravitation komplett an den Anfang der Erkenntnis zurück.

    So schön neuer Erkenntnisgewinn bzw. Bestätigung ist, so schön und spannend ist und bleibt auch das Unbekannte.
    Wie öde würde es denn sein, wenn wir als Menschen feststellen "alles" zu wissen und kommen trotzdem von unserer Erde nicht recht weg. Einfach weil alles andere viel zu weit weg und nicht erreichbar ist. Aber vielleicht täte dieses Erkenntnissende vielen Menschen besser und man würde sich um unsere Erde kümmern und diese hegen und pflegen, anstatt in Hirngespinsten davon zu träumen, wenn unsere Erde nicht mehr bewohnbar ist, dann siedeln wir halt mal schnell auf einen anderen Planeten um. Einfach weil die Wissenschaft schon was entdecken wird, wie man schneller als Licht reist oder Beamen kann.
    Aus dieser Sicht wäre ein "Ende" der Erkenntnis gar nicht so schlecht. Besser in Sicht auf die Erhaltung unsere Erde auf jeden Fall.

    Ein schönes Wochenende!