07.02.2018
Artikel bewerten
(2 Stimmen)

Fusionsforschung am ASDEX Upgrade | Hartmut Zohm

Hartmut Zohm - Direktor am Max Planck Institut für Plasmaphysik führt durch die Forschungsanlage in Garching: den sogenannten ASDEX Upgrade. Das Herz der Fusionsanlage vom Typ Tokamak hat einen Radius von 5 Metern und ein Gesamtgewicht von 800 Tonnen. Das Plasma wird darin mittels Ohmscher Heizung, elektromagn. Wellen und eingeschossenen Neutralteilchen auf Zündtemperatur gebracht.

Video ansehen

Weitere Informationen

Personen in dieser Konversation

  • Hallo UWL-Team,

    Prof. Zohm ist immer wieder gern von mir gesehen und gehört! So sollte ein „Leiter“ sein.
    Wissend aber nicht überheblich, fachlich gut und trotzdem fachlich leicht verständlich erklärend und vor allem diese gewisse seriöse Ruhe ausstrahlend. Mit Prof. Zohm bei UWL kann man quasi nie was falsch machen!
    Was mich interessieren würde, wären Fragen zu den zwei verschiedenen Fusionsreaktortypen. Gut für mich zu wissen, wären die Vor- und Nachteile der beiden Systeme im Detail. Ebenfalls die brennt die Frage, warum der Stellartor gerade solch eigenartig geschwungenen Magnetfeldspulen besitzen muss. Wie verläuft hier im Inneren der Plasmafluss? Wird der in sich gedreht und verwunden?
    Eine generelle Frage zum Schluss. Die Sache Kernfusion selbst erscheint mir mittlerweile wie ein alter Hut – so wie ich es Prof. Zohm Äußerungen entnehme, ist das Prinzip und die Funktion klar, Plasma Generierung kein Thema, hohe Temperaturen auch nicht, der Plasmabehälter und die Wärmedämmkachel hingegen recht kompliziert, schlussendlich müsste wohl lediglich zur Energiegewinnung das Ganze nur noch größer skaliert werden. Wo liegen denn aktuell die kompliziertesten Probleme am Fusionsreaktor (außer den Thema Geld), damit man hier zügiger zu einer praktischen Nutzung kommt?
    Freue mich immer auf neue Videos zu diesem Thema.

  • Vielen Dank für Ihre interessanten Einblicke in das Garchinger Experiment zur Fusionsforschung und die verständlichen Erläuterungen!

    - Sie sagten ja, dass (aktuell) max. 10% der eingebrachten Energie zurückgewonnen werden kann. Das sind ja auch schon ein paar Megawatt. Was geschieht mit dieser Energie? Wird diese an die Umgebung abgegeben (Luft/Atmosphäre, Wasser/Isar)?
    - Gibt es Forschungsansätze zur sinnvollen Kombination von Kernspaltung bzw. Neutronenstrahlung (--> FRM II) mit der Kernfusion (MPI), die einen wissenschaftlichen/energetischen/technischen Mehrwert bringen würden?
    - Wie hoch ist denn das Jahresbudget und wie langfristig ist die Finanzierung gesichert? Wer ist/sind der/die Geldgeber?
    - Wie viele Kollegen arbeiten am Garchinger Experiment und wie hoch ist dabei der Anteil der Wissenschaftler, der Ingenieure/Techniker und der Anteil Verwaltung?

    Freue mich auf weitere Videos zum Thema!