07.05.2018
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Breakthrough Starshot • Vollbremsung bei Alpha Centauri (2/2) • Live im Hörsaal | Michael Hippke

Teil zwei des Vortrags von Michael Hippke inklusive Fragerunde aus dem Astronomiemuseum Sonneberg. Die Initiative "Breakthrough Starshot" entwickelt eine Kombination aus extrem leichtem Sonnensegel und leistungsstarkem Laser um eine wenige Gramm leichte Sonde zu beschleunigen und sie innerhalb von 20 Jahren zu unserem Nachbarstern zu fliegen.
René Heller und Michael Hippke haben nun vorgeschlagen, auf den teuren Laser zu verzichten. Man könnte stattdessen die Leuchtkraft unserer Sonne verwenden, losfliegen, und die Bremskraft des Dreifachsternsystems Alpha Centauri verwenden, um in einen Parkorbit um den bekannten Exoplaneten Proxima b einzuschwenken. Michael Hippke erläutert dieses komplizierte Manöver.

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Personen in dieser Konversation

  • Zunächst danke für das interessante Video.

    Ich finde den Kommentar von "582 Olir" bereits sehr passend.

    Reichtum verpflichtet - zumindest theoretisch: Die Menschen, die finanzielle Mittel angehäuft haben - was meist anonym auf Kosten der Natur und/oder anderer Menschen geschieht - sollten es meiner Meinung nach hauptsächlich in Projekte für den Planeten Erde zurückgeben bevor wir flüchten um neue Sterne/Planeten zu erkunden. Es wäre doch zielführender, zuerst die Priorität auf eine Überlebensfähigkeit der Spezies zu setzen um dann die Neugier zu befriedigen und nach den Sternen zu greifen in Form von Breakthrough Starshot o.ä.

  • Hallo UWudL-Team,

    vor allem danke an Michael Hippke. Bisher kannte ich den Begriff "gentleman scientist" gar nicht. Dies wäre mir fortfolgend mal eine tiefergehende Erklärung wert.
    Ich fand den Beitrag und auch die Ausführungen sehr sehr interessant. Generell finde ich Michael Hippke nach diesen zwei Beitragsteilen einen interessanten Menschen mit scheinbar sehr guten Ansichten.
    Daher würde ich den Ausführungen beipflichten und die Frage nach der Sinnigkeit dieses Vorhabens fragen. Die Fragen, die so eine Mission klären könnte sind aus meiner Sicht eher gering. Eine Überlegung wäre die Funktion als "Leuchtturmprojekt" - dies wäre evtl. das einzige, was für mich Sinn machen würde. Stellt sich trotzdem die Frage – ähnlich dem Vorschlag der Marsbesiedlung, ob man dafür die endlichen Ressourcen unserer Erde verwenden/vergeuden sollte.
    Klar Menschen neigen dazu, dass was machbar erscheint realisieren zu wollen ohne auf die Endlichkeit der natürlichen Ressourcen zu achten. Für mich stellt sich auch nicht die Frage, dass die Klärung der Gewissheit, ob die Menschen nun einmalig im Universum sind oder nicht gar nicht. Die Szenarien, was passiert, wenn man im 8-10 Ly einen bewohnten Planeten mit Lebewesen die sogar fast so aussehen wie wir, findet sind für mich schlussendlich auszumalen.
    Ins Geheim hoffen wohl viele (vor allem die Geldgeber) deutlich fortgeschrittenere Lebensformen zu treffen, um dessen Technologie gewinnbringend für den Menschen der Erde umsetzen kann - sprich einen wirtschaftlichen Vorteil – schlussendlich Machtvorteil zu erlangen. Stößt man auf Lebewesen 1:1 wie wir (im Entwicklungsstand) und dies vielleicht sogar in großer Menge, könnte das Selbstbewusstsein der Menschen kippen (vielleicht gar nicht so schlecht) – schlussendlich liefe dies dann eventuell ähnlich wie die „Entdeckung“ Amerikas durch Columbus ab – nur auf Augenhöhe. Da kann man sich Ergebnisse in allen Richtungen für die Menschheit ausmalen. Bei gleicher technischer Entwicklung blieben trotzdem gegenseitige Besuche reine Utopie. Sich gegenseitig wissenschaftliche Erkenntnisse austauschen wäre nicht schlecht, wenn die Physik aber überall gleich wäre und der Entwicklungsstand 1:1 – ist es wohl einfache auf der Erde die Gemeinschaft und Zusammenarbeit der Menschen zu fördern und zu bewahren, als mit Außerirdischen.
    Sehe ich die aktuellen Entwicklungen, wo selbst die Menschen auf der Erde nicht mehr miteinander können und massenhaft stumpfsinnige Aktionen gegeneinander ausführen, dann brauchen wir nicht mit Außerirdischen zu reden - das endet nur noch schlimmer.
    Ich denke das Geld für die „Breakthrough Starshot“ Initiative wäre viel sinnvoller ausgegeben, in dem man sich Gedanken über die Zukunft der Menschen auf der Erde und Strategien zur Weiterentwicklung machen würde. Wo sind die Vordenker wie Marx, Engels, Hegel usw.?
    Anderenfalls sendet die Sonde von Alpha Centauri irgendwann zurück auf die Erde, nur keiner ist mehr da um diese zu empfangen…