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29.08.2018
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Meteoritenfall bei Simbach • Stubenberg Meteorit (2/2) • Live im Hörsaal | Dieter Heinlein

Fortsetzung vom Freitag von Dieter Heinleins Meteoriten-Vortrag beim Astronomischen Kolloquium der Sternwarte Rosenheim. Die spannende Geschichte zum Fund des Stubenberg-Meteoriten bei Simbach. Im Anschluß folgt die Fragerunde.

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  • Hallo UWudL-Team,
    ein wirklich sehr sehr angenehmer sachlich und fachlich fundierter Vortrag – angenehm ruhig und trotzdem abwechslungsreich – wirklich top.
    Am Anfang überlegte ich hin und her, ob ich mir die Zeit für den Vortrag nehme - „Meteoriten“ sind nicht so mein Ding. Doch es kann anders. Der Vortrag war gut strukturiert, nicht überfordernd, enthielt alle Fakten, die ich mir erhofft hatte und klärte selbst Dinge, die ich hätte nie gefragt. Dieter Heinlein überzeugte mit seiner ruhigen Redeart für kaum nennenswerte Kritikpunkte. OK es gab mal die Tschechoslowakei und auch die Tschechei (wer erstes noch kannte überhörte dies wahrscheinlich) und manchmal brach die bayerische Grammatik durch – alles kein Beinbruch.
    Sehr schön fand ich auch die Offenheit, wie man mit diesen Meteoriteneinschlägen umgeht. So erwähnte Dieter Heinlein, dass Wissenschaftler nicht die Zeit haben sich tage-/wochenlang auf die Suche nach so kleinen Meteoritenbruchstücken zu machen und das man daher die Kenntnisse der Öffentlichkeit zugänglich macht. Was zunächst für mich wie Normalität aussah, stellte sich in der Fragerunde doch als sehr bemerkenswert heraus. So war mir die Wertigkeit von Meteoriten nicht geläufig – bei Preisen von einigen hundert Euro pro Gramm, dann ist zum Beispiel so ein stolzes Fragment wie Neuschwanstein III fast schon einen Nobelpreis „wert“. Desto ehrvoller ist der freie Umgang mit dem berechneten Datenmaterial.
    Etwas eigentümlich finde ich hingegen die doch schon sehr veraltete Erkennungstechnik in Deutschland im Gegensatz zur Tschechei (und Österreich). Ich liebe analoge Technik. Wie man hörte muss das Feuerkugelnetz schon ca. 50 Jahre so in Betrieb sein – eine Betriebszeit, die mit digitaler Technik wohl nie zu halten wäre (von der Nachhaltigkeit ganz abgesehen) – Respekt. Doch für digitale Erfassung und Weiterverarbeitung mit IT sind anlog gesammelte Daten oftmals nur aufwendig verwertbar – ganz abgesehen von der höheren Detektions- und Meldegeschwindigkeit von Ereignissen. Da sollte der Bund schon einmal Mittel zur Erneuerung zur Verfügung stellen. Aus dem Bauch heraus scheinen die Kosten pro Station nicht in die Millionen zu gehen – eine gute Bilderserie vom Inneren und Äußeren so einer digitalen Feuerkugelstation (NÖ) habe ich dazu hier gefunden: http://www.astronomisches-buero-wien.or.at/feuerkugel/rueckblick5.htm

    Von mir einen Daumen hoch für diesen Beitrag.