Schwarze Löcher Physiknobelpreis Sternkollisionen Sagittarius A* | Andreas Müller

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Andreas Müller beantwortet Kommentare zum Video "Nobelpreis für Physik 2020"(https://youtu.be/t15hVfNGLpo). Es geht unter anderem um Zusammenstöße von Galaxien; Gezeiteneffekte bei Sagittarius A*; rasende Sterne, die fast so schnell sind wie das Licht; Neid unter Wissenschaftlern; Streit der hawaiianischen Ureinwohner mit Astronomen; Anmerkungen zu Penrose-Diagramme. Er kommentiert auch Fragen wie: Besteht Dunkle Materie aus Schwarzen Löchern (Sterne und Weltraum 2/2020, S. 23 – 25)? Wann bekommt man einen Nobelpreis? Ist der aktuelle Nobelpreis gerechtfertigt?

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Nobelpreis für Physik 2020 | Andreas Müller

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Der Physik-Nobelpreis 2020 wurde an Wissenschaftler verliehen, die Schwarze Löcher erforschen: Roger Penrose (University of Oxford, Theoretiker), Reinhard Genzel (Max-Planck-Institut für extraterrestrische Physik, Garching bei München) und Andrea Ghez (University of California, Los Angeles) – beide Beobachter. Penrose hat sich um die Singularitätentheoreme verdient gemacht, die besagen, dass Singularitäten Schwarzer Löcher im Gravitationskollaps eines massereichen Sterns entstehen müssen. Genzel und Ghez beobachten seit fast 30 Jahren das Zentrum unserer Galaxis. Ihre Beobachtungen von dort befindlichen, rasend schnellen Sternen lassen keinen Zweifel daran, dass das massereiche kompakte Zentralobjekt ein supermassereiches Schwarzes Loch von vier Millionen Sonnenmassen sein muss. Andreas Müller stellt die Preisträger sowie ihre prämierte Forschung vor und kommentiert diesen Nobelpreis.

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Sagittarius A* • Vermessung des supermassereichen Schwarzen Lochs | Wolfgang Brandner

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Unsichtbar für unsere optischen Teleskope treibt im Zentrum unserer Milchstraße das supermassive Schwarze Loch Sagittarius A sein Unwesen. Das Instrument GRAVITY und die am MPIA gebauten Coudé Infrarot-Systeme zur Adaptiven Optik ermöglichen seit 2016 erstmals die simultane interferometrische Beobachtung des galaktischen Zentrums mit den vier 8m-Teleskopen des Very Large Telescope Interferometers der Europäischen Südsternwarte. Schwerpunkt der Beobachtungen sind die Vermessungen der Umlaufbahnen und die Untersuchung von Helligkeitsausbrüchen in unmittelbarer Nähe des schwarzen Lochs, und ein Vergleich mit den Vorhersagen von Einsteins spezieller und allgemeiner Relativitätstheorie.

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Milchstraße • die Vermessung unserer Heimatgalaxie | Joachim Block

Milchstraße • die Vermessung unserer Heimatgalaxie | Joachim Block

Das leuchtende Band der Milchstraße hat die Menschen am Nachthimmel von jeher fasziniert. 250 Jahre nach der kopernikanischen Revolution erkannte Herschel, dass die Milchstraße eine riesige linsenförmige Ansammlung von Sternen ist, innerhalb derer sich unser eigenes Sonnensystem befindet. Die Vermessung ihrer Größe und die Bestimmung der Position unserer Sonne darin wurde erstmals zu Beginn des 20. Jahrhunderts möglich, nachdem Henrietta Leavitt eine Methode der absoluten Entfernungsmessung mittels bestimmter veränderlicher Sterne (Delta-Cepheiden) entwickelt hatte. Die Entzentralisierung der Position der Sonne (und damit der Erde und des Menschen) im kosmischen Geschehen machte weitere Fortschritte, als Edwin P. Hubble in den 1920er Jahren zeigen konnte, dass die sogenannten "Spiralnebel" weit entfernte andere Galaxien sind und dass sie sich in kosmischem Maßstab voneinander entfernen. Gleichzeitig lernte die Astronomie die Entwicklung der Sterne zu verstehen. Gas- und Staubwolken, die mit schwereren Elementen als Wasserstoff angereichert sind, Spiralarme in den Galaxien und supermassive Schwarze Löcher in den galaktischen Zentren sind Folgen der Sternentwicklung. Zum Schluss des Vortrags nimmt Joachim Block unsere kosmische Zukunft ins Visier: Wird die Milchstraße mit der Andromeda-Galaxie kollidieren? Wie wird sich unsere Sonne bis dahin entwickelt haben? Werden fernere Galaxien durch die kosmische Expansion irgendwann "außer Sicht" geraten?

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