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THEMA: Große Durchbrüche in den letzten 50 Jahren.

Große Durchbrüche in den letzten 50 Jahren. 21 03. 2016 20:39 #4218

Die Art und Weise wie Wissen vermittelt wird, spielt auch eine große Rolle.
Absolut oder Anbietend. Herr Josef M. Gaßner sehe ich als Anbietender, was mir persönlich viel mehr zusagt als die absolute Wissensvermittlung.

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Große Durchbrüche in den letzten 50 Jahren. 21 03. 2016 21:23 #4223

Spacerat schrieb: Man hatte die Quantenmechanik und die Relativitätstheorie als Standardmodell und damit versuchte man das Gravitationsgesetz zu retten - grob fahrlässig, wie ich finde. Die überragenden Denker der alten Zeit durften sich niemals geirrt haben - und btw. Newton hat sich für die damaligen Umstände auch nicht geirrt.

Die SRT und die Quantenmechanik haben sich zunächst unabhängig voneinander entwickelt. Die Beschreibung der physikalischen Vorgänge folgt den Ergebnissen der Experimente. Die Einsteinsche Gravitationstheorie (ART) enthält die Newtonsche Gravitationstheorie im Spezialfall wenn es sich um vergleichsweise geringe Massen handelt. Aber auch hier liefert die Einsteinsche Gravitationsphysik schon genauere Berechnungen z.B. zur Perihledrehung des Merkur in unserem Sonnensystem. Die Einsteinsche Graviationstheorie ist bestens durch Beobachtungen bestätigt: Lichtablenkung im Schwerefeld, Periheldrehung des Merkur, Darüberhinaus wurden neue Vorhersagen der Einsteinschen Gravitationstheorie, welche die Newtonsche Gravitationsphysik nicht erklären könnte, bestätigt: Lense Thirring Effekt, Shapiro Experiment, Messung von Gravitationswellen
Ich gehe davon aus, dass eine neue Gravitationstheorie die Einsteinsche Gravitationsphysik ebenfalls als Spezialfall enthalten muss. Welches der Spezialfall dann sein wird und welche Phänomene eine übergeordnete Theorie der Graviation dann imstande ist zu beschreiben, das kann ich nicht sagen. Bisher hat noch kein Experiment der Einsteinschen Gravitationsphysik widersprochen! Momentan laufen interessante Experimente am LHCb am CERN zur Messung gravitativer Wechselwirkungen im Atombereich, z.B: AEGIS.

Spacerat schrieb: Ich bin mir fast sicher, dass Newton, Coulomb, Mach und Einstein zusammen garantiert einen Weg gefunden hätten, die Einführung von DM/DE zu verhindern.

Die DM/DE wurde nicht eingeführt. Es sind Bezeichnungen für Beobachtungen die eine physikalische Erklärung haben müssen. Diese hat man noch nicht gefunden. Man ist doch gerade auf der Suche nach den Ursachen für die Phänomene die von DE/DM ausgelöst werden.

Spacerat schrieb: Evtl. hätte der Weg etwa so ausgesehen, wie meine EFa-Theorie - wer weiß.

Auf welchen Axiomen basiert deine Theorie? Auf welche experimentellen ergebnissen beruht deine Theorie? Welche anerkannten physikalischen Theorien enthält deine Theorie im speziellen Fall? Wie sieht dieser aus? WElche Prognosen liefert deine Theorie? Welche Experimente schlägst du vor, die deine Theorie untermauern bzw. falsifizieren können?
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Große Durchbrüche in den letzten 50 Jahren. 21 03. 2016 21:54 #4226

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Emanrov schrieb: Ich gehe davon aus, dass eine neue Gravitationstheorie die Einsteinsche Gravitationsphysik ebenfalls als Spezialfall enthalten muss.

Das sehe ich ein wenig anders. Eine neue Theorie muss sämtliche Experimente, die bisher durchgeführt wurden, bestätigen und Erklärungen für Dies und Jenes liefern, z.B. der Perihelfrehung des Merkur und das vollkommen unabhängig von existierenden Theorien. Wenn dies einmal der Fall ist, ist es vollkommen egal, welche Theorien diese neue Theorie erweitert oder vereint.

Was DM/DE angeht, so ist mir vollkommen klar, dass sie bisher nicht gefunden wurde. Sie dient als ad hoc Erklärung für - ich sage mal - umgekehrte Massendefekte auf kosmologischer Ebene.

Der Grundsatz und die Intention meiner Theorie ist, wie oben bereits steht, umfassende Erklärungen für alle Experimente und Phänomene zu beinhalten - unabhängig davon, aus welcher Theorie sie einst hervorgingen. Aus sogenanntem gesicherten Wissen mache ich mir dabei relativ wenig, denn es könnte bereits falsch sein - wie z.B. das Gravitationsgesetz bzw. die Gravitationskonstante.

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Große Durchbrüche in den letzten 50 Jahren. 21 03. 2016 23:11 #4232

Wenn ich behaupte , alle Schwäne sind weiß , und ich finde einen Schwan, der schwarz ist, spätestens dann ist meine Behauptung durch die Beobachtung widerlegt. Bitte orientiert euch hier an den experimentellen Ergebnissen der Wissenschaftsgeschichte der letzten 500 Jahre. Das ist ein weites Feld aber mit großartigen Aha Erlebnissen verbunden. Man lernt dort, wie mühsam es für die Menschen war, die Beobachtung in ein theoretisch begleitendes Gedankengebäude zu gießen . Auf diesen Schultern stehen wir heute. Das alles weg zu diskutieren würde bedeuten, den vormaligen Generationen in Gänze reine Blödheit zu unterstellen. Wer also zu diesem Standpunkt neigt, setzt sich selbst einer ungeheuerlichen Zustandsbeschreibung seiner Selbst aus, denn er ist ja selbst Erbträger seiner Vorfahren. :huh:
Viele Grüße
Thomas

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Große Durchbrüche in den letzten 50 Jahren. 22 03. 2016 02:57 #4236

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Thomas schrieb: Das alles weg zu diskutieren würde bedeuten, den vormaligen Generationen in Gänze reine Blödheit zu unterstellen.

Auch das sehe ich (vollkommen) anders.

Wer vor ca. 300 Jahren ein Gravitationsgesetz entwickelt hat, hatte sicher keine Ahnung von genau jenen Problemen, die sich uns heute in den Weg stellen. Mit Blödheit hat dies nichts zu tun.
Wenn einer rd. 100 Jahre später auch noch auf genau dieses Gesetz zurückgreift, statt selbst alle Daten (in diesem Fall die Beschleunigung) experimentell festzustellen, hatte ebenso wenig Ahnung davon, was ihn in unserer Gegenwart erwartet hätte. Auch dies hat nichts mit Blödheit zu tun.
Einstein überspringe ich an dieser Stelle mal - er wäre eigentlich der Erste gewesen, dem etwas hätte auffallen müssen. Aber wahrscheinlich war das Gravitationsgesetz schon zu Alt und zu bewährt, als dass man es noch anzweifeln könnte. Betriebsblindheit im Anfangsstadium, würde ich es nennen, aber mit Blödheit hat auch dieses mal wieder nichts zu tun.
Als Betriebsblinheit im fortgeschrittenen Stadium bezeichne ich mal die Phase, in welcher DM und DE gefordert wurde, mit welcher die fehlende Masse bei sich zu langsam drehenden Objekten (Galaxien) ausgeglichen werden sollte. Wie oben... auch da ist keine Blödheit zu erkennen.
Heute hat man es, wie schon damals zur Zeit der kopernikanischen Revolution, mit Betriebsblinheit im Endstadium zu tun und da es immer noch die selbe Krankheit ist, greift auch hier der Ausdruck Blödheit nicht. Einzig die Betriebsblinden fühlen sich dadurch meistens auf den Schlips getreten und meinen, man wolle sie für Dumm verkaufen - das ist aber gar nicht meine Absicht und ich denke, da spreche ich auch im Namen anderer Kritiker.

Ich gehe inzwischen stark davon aus, dass der Übeltäter in dem ganzen Dilemma einerseits (also schwarzer Schwan Nummer Eins) tatsächlich die Gravitationskonstante ist und diese Einstellung hatte ich schon lange bevor ich A. Unzicker gelesen hatte. Deswegen habe ich auch nie zuvor irgend etwas von einer modifizierten newtonschen Dynamik gehört oder gelesen und von Anfang an recht holprig selbst etwas zusammen gestrickt, was langsam Form annimmt - Die Gravitationskraft geht in der Ferne fließend in die Coulombkraft über, was aber keinesfalls heißt, dass in dieser Ferne auch plötzlich Coulombkraft (EM-WW) wirkt. Andererseits (schwarzer Schwan Nummer Zwei) bin ich auch vollkommen unzufrieden mit dem Gedanken, dass Bewegungen (sozusagen) ihre Bestandteile Strecke und Zeit beeinflussen dürfen. Wenn Bewegungen etwas beeinflussen dürfen, dann höchstens die Mechanik, also letztendlich jene Geräte, mit denen Zeit - und damit auch zurückgelegte Strecken - gemessen wird. Wer nun die ganze SRT in Gefahr sieht, irrt gewaltig - mit der Lorentz-Transformation dürfen Bewegungen auch weiterhin in ein absolutes Bezugssystem (Vakuum) hinein und auch wieder heraus transformiert werden.
Leider stoße ich zuweilen aber immer noch an meine Grenzen - ob finaziell, experimentell, Unkenntnis oder der Gleichen, irgend was ist immer.

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Große Durchbrüche in den letzten 50 Jahren. 22 03. 2016 05:58 #4239

Ich stimme Thomas mit seinem vorherigen Kommentar vollkommen zu, will aber wieder zurück sum Thema finden:

Ein weiteres Problem, warum es so wenig große Theorien aus den letzten 50 Jahren gibt, ist: Theorien brauchen Zeit, um bewiesen zu werden. Man schaue sich bloß das Alter der Nobelpreisträger an: Alles alte Knacker ;) Die älteren Theorien hatten diese Zeit schon, und den Ingenieuren wurde auch genug Zeit gegeben, um daraus Nutzen zu ziehen, aber prominente Beispiele wie die Hawking Strahlung wurden einfach noch nicht bewiesen, weil es uns an Glück oder Möglichkeiten mangelt. Ich glaube, wenn man sich 1930 anschauen würde, welche Theorien bis dahin im 20. Jahrhundert anerkannt wären, würde man ähnliche Trugschlüsse ziehen. Alles eine Frage der Zeit.

@Emanrov: Als (noch) Schüler in einem Gymnasium möchte ich deinen Vorschlag kritisieren: Das Gymnasium dient dazu, ein Grundwissen zu vermitteln... Wenn ihr Vorschlag umgesetzt würde, hätten literarisch begabte Schüler echte Schwierigkeiten, versetzt zu werden, einfach weil der Physikunterricht so anspruchsvoll ist. Im Gegenzug würden dann alle andern Fächer den Lehrplan auch anziehen, und dass wäre eine furchtbare Überforderung der Schüler, und am Ende wären wir dümmer als zuvor. Aber natürlich hast du inhaltlich recht. Wie man sieht, ist dieses Problem auch in diesem Forum präsent. Manche Amateure (mich eingeschlossen) kamen nie über Oberstufe Physik hinaus (oder noch nicht...), andere hingegen haben vielleicht sogar in Physik promoviert. Dadurch git es große Niveauunterschiede, und wenn Amateure Theorien veröffentlichen, die die Experten widerlegen können, der Gegenbeweis aber zu kompliziert für Amateure ist zu verstehen, kann das zu Problemen führen, wie man hier oft gesehen hat. Einstein war zwar, als er die RT aufgestellt hat, im Patentamt arbeitend, hatte aber sehr wohl Physik mit Bravour studiert und hatte daher das nötige Fachwissen.

@Rene: Können sie ihre Sticheleien einstellen. Mir werden sie langsam unerträglich. Man erkennt, dass sie unzufrieden sind mit der Art, wie mit ihnen umgegangen wurde, und es gibt auch einen von Ihnen gestarteten Thread, in dem man u.a. unsere widerlegen der Theorien, ihre Unzufriedenheit und unsere Rechtfertigung lesen kann. Sticheleien wie

Ich kläre das nicht mehr hier, weil man hier im Forum nur über das reden darf was allgemein anerkannt ist.

sind einfach allgemein im Forum und in diesem Thread fehl am Platz. Es tut mir leid, dass so deutlich sagen zu müssen!

Viele Grüße,
Nirusu

"Wir stehen selbst enttäuscht und sehn betroffen
Den Vorhang zu und alle Fragen offen"
- Berthold Brecht, Der Gute Mensch von Sezuan

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Große Durchbrüche in den letzten 50 Jahren. 22 03. 2016 09:27 #4244

Zum erwähnten Autor "Alexander Unzicker" habe ich die folgende Buchbesprechung gefunden:
scienceblogs.de/astrodicticum-simplex/20...nall-zum-durchknall/
Psiram hat auch einen Artikel zu dem Autor:
www.psiram.com/ge/index.php/Alexander_Unzicker

Gruß Thomas
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Große Durchbrüche in den letzten 50 Jahren. 22 03. 2016 09:42 #4245

Oh Gott,
mit scheint, Herr Unzicker hatte als kleines Kind den Traum, der nächste Einstein zu sein, und die Physik zu reformieren, aber dummerweise wurde die Physik zu kompliziert für ihn, so dass er aufgab. Seitdem scheint er gezeichnet zu sein, und versucht nun, anderen, die vielleicht begabter oder im Feld der Physik geeigneter waren als er den Ruhm wegzuklauen und seine Theorien an den Mann zu bringen. Ich verstehe nicht, wie er dennoch promovierter Physiker, und, viel schlimmer, Gymnasiallehrer sein kann. Ich bin froh, nicht auf seine Schule zu gehen...
Vielleicht sollten Forumsteilnehmer ihre Quellen vorher überprüfen, einen bekennten Verschwörungstheoretiker ("THE HIGGS FAKE - How Particle Physicists Fooled The Noble Prize Committee") in einem wissenschaftlichen Forum zu zitieren ist schon ein gutes Stück. Mal ganz abgesehen von seinen Aussagen, es gibt aber sicher renommiertere Quellen, die man da angeben kann. Man gibt ja im Deutschaufsatz auch nicht die Bild am Sonntag als Quelle an, egal ob sie mit ihrem Artikel richtig oder falsch liegt...

Danke für den Hinweis Thomas!

Viele Grüße,
Nirusu

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Große Durchbrüche in den letzten 50 Jahren. 22 03. 2016 15:30 #4269

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ThomasS. schrieb: Zum erwähnten Autor "Alexander Unzicker" habe ich die folgende Buchbesprechung gefunden:
scienceblogs.de/astrodicticum-simplex/20...nall-zum-durchknall/
Psiram hat auch einen Artikel zu dem Autor:
www.psiram.com/ge/index.php/Alexander_Unzicker

Gruß Thomas

Sorry, ich mache mir auch nichts aus öffentlichen Denunzierungen von Kritikern - Ich lese selbst und ziehe meine eigenen Schlüsse.

Nirusu schrieb: Oh Gott, mit scheint, Herr Unzicker hatte als kleines Kind den Traum, der nächste Einstein zu sein

Enerseits: Wer träumt nicht davon, berühmt berüchtigt zu sein?
Andererseit: Wenn Herr Unzicker abitioniert wäre, der neue Einstein zu werden, hätte er in seinen Büchern evtl. eigene Theorien publizieren müssen, statt nur bestehende zu vergleichen. Im "Holzweg" und im "Durchknall" hat er dies jedoch nicht getan, stattdessen schwärmt er für Paul Diracs Large Number Hypothesis, welche in M.O.N.D. verwendung findet. Herr Unzicker hat, soweit ich das herauslesen konnte, im Gegensatz zu mir, gar keine eigenen Ideen, geschweige denn Theorien.
Prinzipiell stimme ich mit seiner Meinung bis auf M.O.N.D. überein, weil ich, als ich seine Bücher vor ca. einem Monat las, bereits selbst eine Idee hatte. Wenn also Ideen wie die meine oder auch jene von M.O.N.D. gründlich übersehen oder gar klein geredet werden obwohl sie sogar für Otto Normal leicht verdaulich und vor allem ebenso verständlich sind, kann es dafür nur drei Gründe geben. Erstens Betriebsblindheit, zweitens Ignoranz und daraus folgend tatsächlich Dummheit und drittens Verschwörung. Bevor ich mich aber auf die letzteren beiden Arumente einlasse, versuche ich es zunächst erst mal mit ersterem. Wenn das nicht greift, weiß ich genau, wie es um die Physik und Kosmologie bestellt ist. Der aktuelle Mainstream wird dem Druck der Öffentlichkeit mit simplen Aussagen, dass Otto Normal davon mal sowas von gar nichts versteht, jedenfalls nicht mehr allzu lange standhalten können. Letzten Endes werden es dann wohl oder übel Physiker und Kosmologen sein, die sich fügen müssen.

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Große Durchbrüche in den letzten 50 Jahren. 22 03. 2016 15:49 #4274

Wie gesagt, der Mann scheint mir sehr verbittert zu sein, so was in seinen Büchern drinnen steht. Gegen öffentliche Berichte von CERN zu protestieren ist schon ein gutes Stück.

Ich will hier gar nicht groß gegen ihn Stimmung machen, es wäre bloß hilfreich, ihn nicht als Quellenangabe zu verwenden, weil er mir nicht seriös genug erscheint. Wenn du über Dirac redest, zitiere dich gleich Dirac und nicht ihn zuerst. Vielleicht bin ich da etwas voreingenommen, aber die Begriffe "Verschwörungstheoretiker" oder "Aufklärung" oder "Antiestablishement" lösen bei mir ähnliche Emotionen aus wie die Nennung der Bildzeitung. Ich bin aber auch leicht links angesiedelt.

Wie gesagt, keine Kritik an deinen Kommentaren, die sicher ihre Gültigkeit haben, nur an der Quellenangabe.

Gute Nacht,
Borussia

PS: Ich lebe in einer anderen Zeitzone, hier isses schon zappenduster!

Nochmal Nachtrag: Ich habe noch weiter vorne etwas anderes geschrieben, eine "Entschuldigung", warum Durchbrüche anscheinend fehlen. Vielleicht kann man die ja auch noch in Betracht ziehen, die Quelle wurde hier ja jetzt auch schon wieder relativ ausgelutscht.

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Große Durchbrüche in den letzten 50 Jahren. 22 03. 2016 16:50 #4280

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Nirusu schrieb: Ich will hier gar nicht groß gegen ihn Stimmung machen, es wäre bloß hilfreich, ihn nicht als Quellenangabe zu verwenden, weil er mir nicht seriös genug erscheint. Wenn du über Dirac redest, zitiere dich gleich Dirac und nicht ihn zuerst. Vielleicht bin ich da etwas voreingenommen, aber die Begriffe "Verschwörungstheoretiker" oder "Aufklärung" oder "Antiestablishement" lösen bei mir ähnliche Emotionen aus wie die Nennung der Bildzeitung.

Zunächst einmal habe ich Dirac nur genannt, weil Herr Unzicker anscheinend sehr von ihm schwärmt, anstatt eigene Vorstellungen einzubringen. Paul Dirac muss zu dieser Vermutung nicht zitiert werden. So ganz seriös erscheint Herr Unzicker wohl niemandem - ich denke, das liegt allein daran, dass er keinerlei eigene Ideen, Hypothesen oder gar Theorien hat. Seine Argumente sind jedoch durchaus zutreffend, mMn.
Was den Verschwörungstheoretiker angeht, so habe ich meine Haltung dazu schon dargelegt - es gibt nur drei Gründe, warum es in der Physik und Kosmologie eben so zugeht, wie es zugeht und einer davon ist eben Verschwörung. Wenn man feststellt, dass man mit dem banalen Vorwurf der Betriebsblindheit nicht weiter kommt, bleiben Angesichts der um einiges verdaulicheren und einfacheren Erklärungen für Phänomene halt nur noch die Vorwürfe Dummheit, Ignoranz und Verschwörung übrig. Selten gesteht sich ein Physiker oder Kosmologe (oder überhaupt irgend ein Mensch) diese Betriebsblindheit selber ein und schon gar nicht dann, wenn dies bedeutet, dass man sogenanntes gesichertes Wissen in Frage stellen muss. Der von Thomas erwähnte Aha-Effekt bleibt auf Seiten der Physiker und Kosmologen leider immer aus. das ist und bleibt, wie gesagt, sehr frustrierend.

BTW.: Für einen Teil meiner EFa-Theorie habe ich bereits einen Faden erstellt: Wer braucht denn Dunkle Materie?
Für den Rest muss ich mir noch ein paar Zeilen einfallen lassen, wie man es am günstigsten rüber bringt, dass die SRT ein Hybrid aus Äther- (mit Vakuum als Äther) und Emissionstheorie (mit zwei zu unterscheidenden Geschwindigkeitstypen) darstellt, wie Masse aus Ladungen entsteht und warum ich das Ganze überhaupt EFa-Theorie genannt habe.
Deine anderen Fragen beantworte ich per PN, sobald ich wieder an mein Postfach komme.

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Große Durchbrüche in den letzten 50 Jahren. 22 03. 2016 17:28 #4283

Natürlich sorgen gewisse Undurchsichtigkeit auf Seiten der Physik dazu, dass viele Menschen entweder z.B. die Stringtheorie nicht verstehen (oder nicht verstehen wollen), oder gar nicht wissen, wofür Steuergelder in der Forschung ausgegeben werden.
Ich halte es aber für bedenklich, wenn man als Amateur der Meinung ist, den Physikern sagen zu dürfen, wohin es lang geht. Daher habe ich auch mein Problem mit Herrn Unzicker: Er wirft als Laie einem Betrieb Betriebsblindheit vor, und dass der Betrieb das als schlechten Scherz abtut, ist irgendwie klar, vor allem wenn der ganze Kommentar von Hybris durchsetzt ist.
Es ist anmaßend, wenn unsereins meint, dass man den Physikern erklären könnte, was sie zu tun haben, oder dass sie "falsch" forschen!
Was aber hilft ist, wenn wie hier das Team von Urknall, Weltall und das Leben Physiker den "kleinen Mann" (und die kleine Frau) mit ins Boot nehmen und ihnen die Physik versuchen nahezulegen. Falls jemand mit der Physik unzufrieden ist: Wechsle in die Physik!
Es gibt einen tollen Sprch während der WM 2014: Über Nacht wurde jeder Deutsche zum Fußballtrainer.
Solche Aufklärungsversuche bürgen auch immer die Gefahr, dass manche Individuen der Meinung sind, jetzt auf einmal über Physik Bescheid zu wissen und daher ihren eigenen Mist überall rumerzählen zu müssen. Aber ich denke, der positive Aspekt überwiegt bei weitem.

Jetzt aber wirklich genug davon!

Zurück zum Thema, ich kann mich nur wiederholen:

Ein weiteres Problem, warum es so wenig große Theorien aus den letzten 50 Jahren gibt, ist: Theorien brauchen Zeit, um bewiesen zu werden. Man schaue sich bloß das Alter der Nobelpreisträger an: Alles alte Knacker

Die älteren Theorien hatten diese Zeit schon, und den Ingenieuren wurde auch genug Zeit gegeben, um daraus Nutzen zu ziehen, aber prominente Beispiele wie die Hawking Strahlung wurden einfach noch nicht bewiesen, weil es uns an Glück oder Möglichkeiten mangelt. Ich glaube, wenn man sich 1930 anschauen würde, welche Theorien bis dahin im 20. Jahrhundert anerkannt wären, würde man ähnliche Trugschlüsse ziehen. Alles eine Frage der Zeit.

Dazu würde ich auch noch gerne jedermanns Meinung hören...

Viele Grüße,
Nirusu

PS: Jetzt habt ihr mich doch wachgehalten!

PPS: Sobald ich Zeit habe, (und aufgewacht bin) lese ich mir das mit der DM mal durch. Hört sich ja vielversprechend an!

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Große Durchbrüche in den letzten 50 Jahren. 22 03. 2016 18:01 #4286

Physik ist ein Wechselspiel aus Hypothesen/Theorien und Experimenten. Solange eine Theorie sinnvolle Vorhersagen machen kann und nicht experimentell widerlegt ist, macht diese Theorie Sinn.

Solange man keine andere Theorie hat, macht es auch Sinn, bestehende Theorien durch weitere Annahmen zu erweitern, etwa das Standard-Modell um das Higgs-Feld oder die ART um die Annahme Dunkler Materie.

Die Erfahrung zeigt, dass wenn die Zeit reif ist, es jemanden gibt, der eine neue bessere Theorie postuliert - beispielsweise Einstein (ein Physiker aus der zweiten oder dritten Reihe) gegenüber der Newtonschen Gravitationstheorie.

Mit zunehmenden Experiment-Ergebnissen wird dies nur immer schwieriger, etwas fundamental Neues zu entdecken. Beispielsweise sprechen die Beobachtungen am Bullet-Cluster, wo die größte Gravitation nicht dort ist, wo sie anhand der sichtbaren Materie sein müsste, doch sehr für die Annahme von "unsichtbaren Gravitationsquellen".

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Große Durchbrüche in den letzten 50 Jahren. 22 03. 2016 18:09 #4288

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Nirusu schrieb: Es ist anmaßend, wenn unsereins meint, dass man den Physikern erklären könnte, was sie zu tun haben, oder dass sie "falsch" forschen!
Was aber hilft ist, wenn wie hier das Team von Urknall, Weltall und das Leben Physiker den "kleinen Mann" (und die kleine Frau) mit ins Boot nehmen und ihnen die Physik versuchen nahezulegen.

Ich denke, du hast das Problem "Betriebsblindheit" nicht wirklich durchschaut. Anmaßend ist man erst, wenn man Physikern und Kosmologen die beiden verbleibenden Vorwürfe macht.
Ich habe z.B. in meiner beruflichen Laufbahn schon ein bis zwei mal mit einem Auszubildenden "angelegt" - ihn also gefragt, was er da wohl tue, denn es ginge ganz anders - und mich hinterher gewundert, warum er seine Arbeit schneller macht, als ich oder gleichgestellte Mitarbeiter. Am Ende hat dieser Azubi eine Wegoptimierung in der gesamten Produktionskette genutzt, die nicht mal REFA-Spezialisten eingefallen wäre. Betriebsblindheit kann also (mMn) nur von "Frischlingen" in einer Materie entlarvt werden. Das ist aber leider bei Frontalunterricht an Schulen kaum möglich - da ist nicht Mitdenken oder sich Materie selbst aneignen gefragt, sondern stures Pauken von sog. gesichertem Wissen. Ich habe nichts dagegen, wenn mir Physiker die Physik näher bringen wollen, aber dann doch bitte von Anfang bis Ende - also angefangen bei der kopernikanischen Revolution bis hin zur String-Theorie - dann hat man wenigstens stets die Möglichkeit, Einwände einzubringen, wenn es zum Stoff DM/DE kommt. Genau da setzt meine Kritik ja an: Wenn sich ein Gesetz als Unbrauchbar erweist, weil es auf größeren oder anderen Skalen Zusatzannahmen benötigt, dann gehört es grundsätzlich überarbeitet. Physiker aber bestreiten dies bzw. sagen sie, sie hätten nichts Anderes. Ich bin sozusagen noch "Laie", habe aber etwas Anderes, aber gerade weil ich "Laie" bin, denken Physiker gar nicht daran, über meine Theorie zu sinnieren. Stattdessen gehen sie davon aus, ich würde mich nicht auskennen oder gar nicht im Geringsten etwas von Physik verstehen. Es bleibt frustrierend - ein Leben lang.

ClausS schrieb: Mit zunehmenden Experiment-Ergebnissen wird dies nur immer schwieriger, etwas fundamental Neues zu entdecken.

Um etwas fundamental Neues zu entdecken, muss es gestattet sein, das Bestehende in Frage zu stellen. Wenn man da beim Gravitationsgesetz von Newton bzw. seiner Gravitationskonstante anfängt, um DM/DE auszuschalten, bleibt vieles von dem, was darauf aufbaut, nun mal auf der Strecke. Warum macht es den Eindruck, dass solche Gedanken gar nicht erst gedacht werden dürfen?

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Letzte Änderung: von Spacerat. (Notfallmeldung) an den Administrator

Große Durchbrüche in den letzten 50 Jahren. 22 03. 2016 18:19 #4290

Stimmt, das kann durchaus frustrierend sein.
Um ehrlich zu sein und ohne ihnen jetzt persönlich auf den Schlips zu treten: Sie scheinen nicht Physik studiert zu haben. Von daher sind sie in den Augen von renommierten Physikern doch eher auf der unwissenden Seite. Wie hat es Thomas so schön erklärt: Um die Physik verbessern zu können, muss man erst verstanden haben, warum wir heute hier sind.
Oder mit einem Spruch, der auf Englisch irgendwie besser klingt wie im Deutschen: "Odds are, that mathematicians developer new mathematical formulas and solve riddles. Odds are, that a journalist writes the best article in the news paper. Odds are, that an actor wins the oscar. Odds are, that only a physicist comes up with a ToE" Seit der Spezialisierung in der Steinzeit ist der durchschnittliche Mensch nur in einem Feld herausragend. Es mag ja sein, dass Sie die lebende Ausnahme sind, ich hoffe aber, sie verstehen, warum Physiker sie vielleicht etwas pauschal in eine Schublade stecken. Herr Gassner hat selbst erzählt, er erhält unzählige Briefe tagtäglich, die behaupten, Einstein liege falsch. Man hat gar nicht die Zeit, jeden einzelnen Kommentar durchzulesen, um herauszufinden, ob da etwas dran ist ode nicht.
Aber dafür sind wir hier ja da!
Jetzt wollen wir dieses Thema aber wirklich bei Seite legen und uns selbst mit dem Erfolg in den letzten 50 Jahren beweihräuchern, oder ;)?? Aber, ich will nett sein und lasse dir das letzte Wort.

Ich hoffe, ich bin dir hier nicht zu Nahe getreten,
Viele Grüße,
Nirusu

Okay, Nachtrag: Ich bin Realist und Pessimist. Bitte bitte bitte lass dich von mir nicht davon abbringen, weiter nachzudenken und dich für die Physik zu interessieren!

"Wir stehen selbst enttäuscht und sehn betroffen
Den Vorhang zu und alle Fragen offen"
- Berthold Brecht, Der Gute Mensch von Sezuan

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Große Durchbrüche in den letzten 50 Jahren. 22 03. 2016 19:13 #4294

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Nirusu schrieb: Stimmt, das kann durchaus frustrierend sein.

Es kann nicht nur, es ist.
Ich sage ja nicht, dass Einstein falsch liegt, sondern lediglich, dass er gar nicht richtig liegen konnte, weil man erstens vom Äther fälschlicherweise erwartet hat, er müsse detektierbar sein (SRT) und zweitens, weil schon Newton falsch lag (ART), was man ihm aber nicht vorwerfen kann, selbst wenn er noch leben würde. Ich gehe stark davon aus - und das mit Recht, dass wenn Newton bei der ad hoc Erklärung für fehlende Masse in Galaxien dabei gewesen wär, er für sein Gravitationsgesetz höchst persönlich den Anker geworfen und sich mit Coulomb kurzgeschlossen hätte - evtl. auch noch mit Lorentz, denn das Gesetz der Lorentzkraft (Definition der Stromstärke) ähnelt dem Gravitationsgesetz auch sehr.

BTW.: Warum plötzlich per Sie? Lass den Quatsch. ;)

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Große Durchbrüche in den letzten 50 Jahren. 22 03. 2016 20:52 #4300

Spacerat schrieb:

Nirusu schrieb: Stimmt, das kann durchaus frustrierend sein.

Es kann nicht nur, es ist.
Ich sage ja nicht, dass Einstein falsch liegt, sondern lediglich, dass er gar nicht richtig liegen konnte, weil man erstens vom Äther fälschlicherweise erwartet hat, er müsse detektierbar sein (SRT) und zweitens, weil schon Newton falsch lag (ART), was man ihm aber nicht vorwerfen kann, selbst wenn er noch leben würde. Ich gehe stark davon aus - und das mit Recht, dass wenn Newton bei der ad hoc Erklärung für fehlende Masse in Galaxien dabei gewesen wär, er für sein Gravitationsgesetz höchst persönlich den Anker geworfen und sich mit Coulomb kurzgeschlossen hätte - evtl. auch noch mit Lorentz, denn das Gesetz der Lorentzkraft (Definition der Stromstärke) ähnelt dem Gravitationsgesetz auch sehr.

BTW.: Warum plötzlich per Sie? Lass den Quatsch. ;)


Von welcher Ähnlichkeit zwischen Gravitationsgesetz und Lorentz-Kraft sprichst du??? Nur ein Genie oder ein Wahnsinniger kann hier meines Erachtens eine Ähnlichkeit erkennen.

Die Lorentzkraft kann mit der Lorentz-Transformation aus dem Coulomb-Gesetz und dem Biot-Savart-Gesetz abgeleitet werden. Der Zusammenhang von elektrischem- und magnetischem Feld ist meiner Meinung nach erst durch die SRT korrekt erklärbar. Wenn du einmal versuchst mit der SRT die Trägheitskräfte auf einer rotierenden Scheibe zu beschreiben, dann wirst du sehen, dass es einfach notwendig ist, die Metrik der flachen Raumzeit zu ändern. Man braucht hier keine elektromagnetischen Felder als Erklärung für die Krümmung der Raum-Zeit. Wenn du dich so sehr für elektromagnetische Felder und Raumzeit interessierst, dann sieh dir mal die Kerr-Metrik an oder gleich die Arbeiten von Roy Kerr. Es gibt ein sehr interessantes Interview mit Roy Kerr über seine Entwicklung der Kerr Metrik auf einer allseits bekannten Internetseite.

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Große Durchbrüche in den letzten 50 Jahren. 22 03. 2016 22:51 #4306

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Emanrov schrieb: Von welcher Ähnlichkeit zwischen Gravitationsgesetz und Lorentz-Kraft sprichst du??? Nur ein Genie oder ein Wahnsinniger kann hier meines Erachtens eine Ähnlichkeit erkennen.


Es ist immer dieses Muster und das Ergebnis immer eine Kraft
Gravitation:

Coulombkraft:

Lorentzkraft (Definition der Einheit Ampere):


Und btw. Lorentz-Transformation bedeutet nicht zwangsläufig SRT. ;)
Ich muss nicht die Metrik einer Raumzeit ändern oder eine Raumzeit krümmen, um die Zusammenhänge zu sehen - Ich erkläre schlicht die Gravitationskonstante für überholt. Diese Lösung scheint mir um Einiges effektiver, als Jahrhunderte lang (also etwa solange wie die Theorie des geozentrischen Weltbilds anhielt) nach DM/DE suchen zu müssen.

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Große Durchbrüche in den letzten 50 Jahren. 24 03. 2016 18:51 #4376

Hallo Spacerat,

das ist nicht die Lorentz-Kraft:-)

Deine Kraft-Formel sagt, dass 2 linear von einem Strom I1 bzw. I2 durchflossene Leiter sich anziehen/abstoßen.
Die Lorentzkraft wäre jedoch eher jene Kraft, die ein geladenes teilchen außerhalb eines stromdurchflossenen Leiters spürt. Das Magnetfeld eines einzelnen stormdurchflossenen leiters versucht eine ladung, die sich außerhalb des leiters bewegt, auf eine kreisbahn um den leiter zu zwingen.

Sie lautet : F=Q*(E+vxB), wobei Q: Ladung , E: Elektrischer Feldstärkevektor , "v": GEschwindigkeitsvektor "x":Kreuzprodukt "B":Magnetische Induktions-Vektor

Man kann aus der Coulombkraft diese Lorentz-Kraft mit der Lorentz-Transformation direkt ableiten.

Die Lorentz-Transformation bedeutet zwar nicht direkt SRT aber, sie bedeutet nach den momentanen experimentellen erkenntnissen EINES: ENTWEDER SRT ODER die Lorentz-Poincare-Hypothesen wonach es einen absolut ausgezeichnetes Inertialsystem gibt.
Und da hat die SRT mit seinem Relativitätsprinzip wonach die Messgeräte nicht aufgrund von Inertial-bewegungen zerstört werden, die eindeutig besseren Karten!

Deiner mehrfach geäußerten Meinung nach, werden ja Messgeräte verändert wenn sie sich relativ zueinander gleichförmig bewegen, anstatt dass du der seit 1905 berechtigten Meinung wärst dass sich der Zeitmaßstab ändert, stimmts?

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Große Durchbrüche in den letzten 50 Jahren. 24 03. 2016 21:57 #4394

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Emanrov schrieb: das ist nicht die Lorentz-Kraft...

Ja, ok. Da habe ich mich wohl verdrückt ausgekehrt und deswegen im Klammern stets explizit "Definition der Einheit Ampere" dahinter gehängt. Diese Definition findet man bei Wikipedia nun mal unter Lorentz-Kraft.

Aber trotzdem danke, für den Gedächtnisrefresh. ;)

Uns was deine Frage angeht: Ja, ich bin fest davon überzeugt, dass eine Bewegung keinesfalls ihre "Bestandteile" beeinflussen kann, weil daraus eben das Paradox entsteht, dass sich Photonen in jedem Inertial- oder Bezugssystem mit c bewegen, sie sich selbst gegenüber anderen Objekten jedoch nicht bewegen können. Aus diesem Grunde betrachte ich das Vakuum als den damals vermissten Äther - genau darin bewegen sich EM-Wellen wie z.B. Schall in Luft und Objekte relativ dazu und all dies gemäß der Galilei-Transformation. Vakuum hat logischerweise auch die Eigenschaft undetektierbar zu sein.

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Große Durchbrüche in den letzten 50 Jahren. 18 04. 2020 12:01 #67577

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badhofer schrieb: Noch nie in der Geschichte der Menschheit waren Umfang und Geschwindigkeit an Erkenntnissen so groß wie in den letzten 50 Jahren. Das lässt darauf schließen, dass das Ziel bald erreicht wird. Erst dann, wenn man das Ziel erreicht hat, kommt der Wert der Erkenntnisse zur Geltung. Vorher erscheint es, wie wenn sich da nicht viel tut.


Na wenn das der Masstab ist, dann sind wir längst am Ziel vorbeigeschossen.
Ein bischen Geschichtsbewusstsein hilft hier enorm.
Herrn Plank wurde von einem Physikstudium abgeraten weil da nichts mehr zu holen sei.
Alles Grundlegende war ja bekannt, nicht zu letzt aufgrund der letzten 50 Jahre

Glaubt hier irgend jemand, dass sagen wir mal um 1900 oder um 1930 die Physik Experten das obige nicht unterschrieben hätten?
Was stimmt ist dass immer mehr produziert wird und natürlich auch immer mehr Hypothesen in die Welt gesetzt werden und natürlich auch immer mehr Schrott, an den sich dann später keiner mehr erinnert.

Mich überzeugt das überhaupt nicht, sagt nur etwas über die Hybris der Menschen, die ihr eigenes Wissen und damit ihre Gegenwart immer schon masslos überschätzt haben.

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Große Durchbrüche in den letzten 50 Jahren. 18 04. 2020 12:54 #67580

Es ist immer schwer zu sagen, welche Fortschritte in den nächsten Jahren und Jahrzehnten zu erwarten sind. Die meisten bisherigen Fortschritte waren totale Überraschungen für die jeweilige Zeit (z.B. Heliozentrisches Weltbild, Konstanz der Lichtgeschwindigkeit, Verhalten im Mikrokosmos, beschleunigte Expansion des Universums, ...).

Der hauptsächliche Treiber für Fortschritt waren experimentelle Befunde, die sich mit den bisherigen Theorien nicht oder sogar falsch beschreiben ließen. Diese lassen sich nicht vorhersagen.

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Große Durchbrüche in den letzten 50 Jahren. 18 04. 2020 16:17 #67589

Als Treiber für die Gewinnung neuer Erkenntnisse würde ich anführen (Beispiele in Klammern)

  • Zweifel am status quo (Nikolaus Kopernikus)
  • Neugier (Alexander von Humboldt)
  • Ruhm/Ehre/Anerkennung (N.N.)
  • wirtschaftliche Interessen (Chipforschung)
  • militärische Interessen (Edward Teller)
  • Leidensdruck (Virologie)

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Große Durchbrüche in den letzten 50 Jahren. 18 04. 2020 17:32 #67591

rhm schrieb:
Herrn Plank wurde von einem Physikstudium abgeraten weil da nichts mehr zu holen sei.
Alles Grundlegende war ja bekannt, nicht zu letzt aufgrund der letzten 50 Jahre

Wenn sich das als falsch herausgestellt hat, bedeutet das nicht, dass sich das ewig lang als falsch herausstellt. Springe ich aus 100 Meter in die Tiefe, dann ist es 99 x jeden Meter falsch zu sagen, dass das eh nicht tödlich ist. Daraus kann man nicht schließen, weil es 99 x nicht tödlich war, dass das nie tödlich sein wird.
Können wir die Welt verstehen? Ja, wenn auch nicht alles und das, was wir verstehen, wir nur ungefähr verstehen. Lassen wir das weg, was ohnehin nicht verstanden werden kann, dann können wir die Welt bereits sehr, sehr gut verstehen. Sagst du heute einem alten erfahrenen Physiker, du möchtest Physik studieren, um neue Naturgesetze zu entdecken, dann wird er dir sagen: „Studiere Physik, das ist ein sehr interessantes Gebiet und öffnet dir viele Wege, aber ich rate dir ab, Physik nur deswegen zu studieren, um neue Naturgesetze zu entdecken, denn die Wahrscheinlichkeit, dass du das tun wirst, ist nahe bei Null denn wir können die Welt bereits sehr sehr gut verstehen."

rhm schrieb: Mich überzeugt das überhaupt nicht, sagt nur etwas über die Hybris der Menschen, die ihr eigenes Wissen und damit ihre Gegenwart immer schon masslos überschätzt haben.

Ich denke mir, das ist genau umgekehrt. Der Mensch glaubt, dass er sich durch ständigen Wissenszuwachs über die Naturgesetze erheben kann. Das ist die maßlose Überschätzung.

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Große Durchbrüche in den letzten 50 Jahren. 18 04. 2020 17:56 #67594

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badhofer schrieb:

rhm schrieb:
Herrn Plank wurde von einem Physikstudium abgeraten weil da nichts mehr zu holen sei.
Alles Grundlegende war ja bekannt, nicht zu letzt aufgrund der letzten 50 Jahre

Wenn sich das als falsch herausgestellt hat, bedeutet das nicht, dass sich das ewig lang als falsch herausstellt. Springe ich aus 100 Meter in die Tiefe, dann ist es 99 x jeden Meter falsch zu sagen, dass das eh nicht tödlich ist. Daraus kann man nicht schließen, weil es 99 x nicht tödlich war, dass das nie tödlich sein wird.
Können wir die Welt verstehen? Ja, wenn auch nicht alles und das, was wir verstehen, wir nur ungefähr verstehen. Lassen wir das weg, was ohnehin nicht verstanden werden kann, dann können wir die Welt bereits sehr, sehr gut verstehen. Sagst du heute einem alten erfahrenen Physiker, du möchtest Physik studieren, um neue Naturgesetze zu entdecken, dann wird er dir sagen: „Studiere Physik, das ist ein sehr interessantes Gebiet und öffnet dir viele Wege, aber ich rate dir ab, Physik nur deswegen zu studieren, um neue Naturgesetze zu entdecken, denn die Wahrscheinlichkeit, dass du das tun wirst, ist nahe bei Null denn wir können die Welt bereits sehr sehr gut verstehen."

Da ist doch genau der Punkt. Praktisch alle Physiker meinten immer schon die Welt sehr gut zu verstehen. Psychologisch wundert das nicht. Wir sind nicht die rationale Wesen für die wir uns gerne halten. Ungewissheit mögen wir nicht. Wir konstruieren uns unsere Welt und was wir nicht wissen ergänzen wir mit Vorurteilen.
Wo ist da der prinzipielle Unterschied zwischen dem 21. und dem 19. Jahrhundert?
Natürlich findet nicht jeder Physiker neue Naturgesetze. Aber die Hybris wir wüssten sie alle schon teile ich keineswegs. Vor gut 100 Jahren war uns von den 4 Grundkräften nur 2 bekannt, wobei ich hier rmal Gravitation als eine Grundkraft sehe.
Was gibt uns die Hybris zu glauben wir wüssten jetzt schon alles Wesentliche?
Natürlich war das mit Plank ein Irrtum. Deswegen habe ich es ja aufgeführt. Aber was macht Sie so sicher, dass wir heute nicht in diesem Zustand sind. Ich habe diese Hybris nicht.

rhm schrieb: Mich überzeugt das überhaupt nicht, sagt nur etwas über die Hybris der Menschen, die ihr eigenes Wissen und damit ihre Gegenwart immer schon masslos überschätzt haben.

Ich denke mir, das ist genau umgekehrt. Der Mensch glaubt, dass er sich durch ständigen Wissenszuwachs über die Naturgesetze erheben kann. Das ist die maßlose Überschätzung.

Das ist natürlich noch einfältiger. Aber selbst wenn wir uns nicht erheben aber meinen wir wüssten schon alles Wesentliche über die Naturgesetze zeigt ein ahistorisches Verständnis. Auch wenn ich es nicht beweisen kann und auch nicht erleben werde, ich bin mir ziemlich sicher, dass zukünftige Gernerationen ebenso mitleidig auf unser Wissen und unsere Illusionen herabschauen werden wie wir auf vergangene Generationen, auch was unser Physik Verständnis anbetrifft.

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Große Durchbrüche in den letzten 50 Jahren. 18 04. 2020 18:27 #67596

rhm schrieb: Auch wenn ich es nicht beweisen kann und auch nicht erleben werde, ich bin mir ziemlich sicher, dass zukünftige Gernerationen ebenso mitleidig auf unser Wissen und unsere Illusionen herabschauen werden wie wir auf vergangene Generationen, auch was unser Physik Verständnis anbetrifft.

Ich verstehe Deine Intention und bin auch der Meinung, dass es noch etliche revolutionäre neue Erkenntnisse geben wird - leider wohl nach meiner Zeit.
Mit Deiner Formulierung "mitleidig" kann ich nicht mitgehen. Ich bin immer wieder begeistert, welche Erkenntnisse unsere Vorfahren mit den primitiven technischen Mitteln, die ihnen zu ihrer Zeit zur Verfügung standen, gewinnen konnten. Vor 2.200 Jahren ermittelte Eratosthenes den Erdumfang ziemlich genau, für mich eine geniale Leistung. So könnte man Beispiel an Beispiel reihen. Und im Jahr 3.000 n.Chr. wird man ebenso ehrfürchtig bestaunen, was wir bis zum Jahr 2020 an Ideen und Konzepten zusammengetragen haben, ohne all den Schnickschnack, über den man im Jahr 3.000 verfügen wird. Manche Konzepte werden Bestand haben, manche modifiziert oder gar widerlegt werden. Ich plädiere für "Ehrfurcht" an Stelle von "Mitleid".
Folgende Benutzer bedankten sich: UN

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Große Durchbrüche in den letzten 50 Jahren. 18 04. 2020 18:34 #67597

Mit jeder Physiker Generation haben wir neue Erkenntnisse, die sich zumindest wesentlich nicht mehr ändern werden.

Aber schauen wir uns doch die aktuelle Lage an:

Nach allgemeiner Anschauung besteht das Universum zu 95% aus Dunkler Materie und Dunkle Energie. Über beides wissen wir sehr wenig.

Die beiden Haupttheorien Standardmodell und ART passen nicht zusammen, wir wissen nur nicht welche an welchen Stellen falsch ist.

Daran sieht man exemplarisch, wie wenig wir derzeit wissen.


PS: Wir sprechen heute voll Achtung und Bewunderung von Pionieren wie Demokrit, Galilei und Newton.

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Große Durchbrüche in den letzten 50 Jahren. 18 04. 2020 18:47 #67599

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Ich stimme zu. "Mitleid" war der absolut falsche Begriff.
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Große Durchbrüche in den letzten 50 Jahren. 18 04. 2020 18:49 #67600

FeederLP schrieb: Hey,

was sind für tolle falsifizierbare Durchbrüche in der Physik seit den letzten 50 Jahren nachzuweisen, ist es eher so, dass die Physik momentan an Fortschritten nicht viel aufzuweisen hat. Ist es eher eine Ruhe vor dem Sturm oder eher das Problem das es an Experimenten und Genauigkeit fehlt um zusagen: "Ja, hier kann man ansetzten". Ich meine seit der Quantenmechanik ist auf fundamentaler Ebene nicht alt so viel passiert oder? Die elktroschwache Wechselwirkung?

Gibt es Ansätze für eine quantisierte Relativitätstheorie.

Liebe Grüße Niclas


In den letzten 50 Jahren hat sich enorm viel getan. AdS/CFT ist erst gut 20 Jahre her und eine der wichtigsten Entdeckungen in der Physik überhaupt mit Anwendung etwa auf QCD und Festkörperphysik. Das ist mal nur ein (besonders wichtiges) Beispiel.

PS:

Selbst das Standardmodell ist noch nicht soo alt.

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Große Durchbrüche in den letzten 50 Jahren. 18 04. 2020 19:44 #67603

ClausS schrieb:
Nach allgemeiner Anschauung besteht das Universum zu 95% aus Dunkler Materie und Dunkle Energie. Über beides wissen wir sehr wenig.

Also, statistisch gesehen wissen wir 5 % vom Universum. Der Mensch stellt Fragen an die Natur und die Natur gibt (manchmal) Antworten. Nehmen wir eine beliebige Zahl an, sagen wir 1 Million Antworten hat die Natur bereits gegeben (mit allen Antworten, z.B. auch, warum Blätter im Herbst braun werden, warum Fliegen fliegen usw.) Also, allem in allem mit allen noch so winzigen Antworten 1 Million. Wenn die 5%, die wir wissen sehr wenig sind,nämlich nur 1 Million Antworten, dann verbergen sich in der dunklen Materie und der dunklen Energie noch 20 Millionen Antworten.
Nimmt man das so an?

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