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THEMA: Mexican Hat

Mexican Hat 01 Nov 2015 12:24 #1076

Im Kapitel Vom "Phasenübergang zur Symmetriebrechung" wird der erste Phasenübergang im Universum mit Hilfe des Mexican Hats beschrieben.

Im Kapitel "Die Entstehung von allem aus dem nichts" wird beschrieben, wie zwischen 10^(-35) s und 10^(-32) s nach dem Urknall dieser Phasenübergang zu einem falschen Vakuum und somit zur kosmischen Inflation geführt hat.

Wenn ich den Mexican Hat richtig verstehe, müsste gelten:
- Es ist im Vorfeld unbestimmt, in welcher Richtung die Kugel den zentralen Energieberg verlässt.
- Alle Richtungen sind erstmal gleichwahrscheinlich.
- Je nach Richtung müsste sich eine (auf irgendeine Art) unterschiedliche Physik implementiert haben.
- Im frühen Universum muss es sehr viele Kristalisationskeime gegeben haben, an denen der Phasenübergang zuerst stattgefunden hat.
- Das zwischen diesen Kristalisationskeimen keinen Informationsaustausch (Lichtgeschwindigkeit) gegeben haben konnte, müssten sich diese einzelnen Phasenübergänge in unterschiedlichen Richtungen implementiert haben.
- Die Information, an welchem Ort welcher Phasenübergang stattgefunden hat, konnte bis heute mit Lichtgeschwindigkeit nicht alle Punkte der Universums erreichen.

Hieraus resultieren für mich die Fragen:
- Kann es tatsächlich sein, dass sich aufgrund dessen in anderen entfernten Regionen des Universums eine (auf irgendeine Art) unterschiedliche Physik implementiert hat?
- Was dürfte an den Übergangszonen passiert sein, wo Regionen mit unterschiedlichen Phasenübergängen aufeinander getroffen sind?

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Mxican Hat 02 Nov 2015 23:47 #1104

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ClausS schrieb: - Kann es tatsächlich sein, dass sich aufgrund dessen in anderen entfernten Regionen des Universums eine (auf irgendeine Art) unterschiedliche Physik implementiert hat?

Eigentlich bin ich nicht der, der hier Fragen beantworten kann, da ich nur an der Oberfläche gekrazt habe.

Du sprichst von "anderen entfernten Regionen des Universums". Ich habe es so verstanden, dass unser Universum == unsere Raumzeit ist, sie ist quasi an einem Punkt aus einem falschen Vakuum in einem mexikanischen Hut entstanden, sie dehnt sich seit ihrer Entstehung aus und in ihr gelten überall die gleichen physikalischen Gesetze. Oder?

Um das Infinite-Monkey-Theorem zu strapazieren: Aber falls der Affe auch noch andere sinnvolle Sätze geschrieben hat, könnten dabei ja vielleicht andere Raumzeiten (Universen) mit unterschiedlicher Physik entstanden sein. :unsure:

Nur zum Verständnis: Quatenfluktuationen habe ich doch sicher auch in meinem Vorgarten. Vor meiner Haustür ist nur deshalb noch keine neue Raumzeit entstanden, weil es so selten ist, dass der Affe einen sinnvollen Satz schreibt, oder?

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Mxican Hat 03 Nov 2015 01:19 #1111

Dieser mexikanische Hut und das daraus folgende Entscheidung Problem, verbinde ich sehr mit Depression. Aber ob Teilchen Depressiv sein können... Ich lach mich kaputt :D

ClausS recht hast du, ABER eine andere Physik, ist da nicht sondern ein dichte unterschied. Der diese Voids da verursacht hat.

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Mxican Hat 03 Nov 2015 01:37 #1112

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Chris schrieb: … eine andere Physik, ist da nicht …

Aber vielleicht eine Antibaryonenasymmetrie, also zugunsten der Antimaterie? Nur so eine Idee …

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Mexican Hat 03 Nov 2015 18:59 #1121

Torsten C schrieb: Du sprichst von "anderen entfernten Regionen des Universums". Ich habe es so verstanden, dass unser Universum == unsere Raumzeit ist, sie ist quasi an einem Punkt aus einem falschen Vakuum in einem mexikanischen Hut entstanden, sie dehnt sich seit ihrer Entstehung aus und in ihr gelten überall die gleichen physikalischen Gesetze. Oder?


Das Universum ist nach der im Buch vorgestellten Theorie quasi an einem Punkt entstanden. Dann dehnte es sich aus und kühlte sich dabei ab. Nach 10^(-35) Sekunden kam es dann zu dem Phasenübergang (Mexican Hat). Wegen diesem Phasenübergang kam es dann zu einer ganz kurzen aber sehr heftigen kosmischen Inflation, in der sich das Universum um den Faktor 10^50 ausgedehnt hat. Nach 10^(-32) Sekunden war der Phasenübergang dann vollzogen und die Inflation beendet.

Ob überall im Universum der gleiche Phasenübergang vollzogen wurde und ob somit überall die gleichen physikaltschen Gesetze gelten, ist meine Frage.

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Mexican Hat 05 Nov 2015 00:29 #1129

Wie sich so andere Physikalische Gesetze entwickeln und vor allem bemerkbar machen:
Tagesspiegel.de - lichtgeschwindigkeit-schneller-als-einstein-erlaubt Jedoch bin ich sicher das die Geschichte mit Cäsium gas. bekannt ist. Daher andere Gesetze das so eine Ansichtssache.
Der tatsächliche zustand vor Ort ist mir jedoch auch nicht bekannt. Es läuft immer auf dem Tiefsten punkt hinaus daran ändert auch der Betrachtung Winkel nix.

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Mexican Hat 15 Jan 2018 09:47 #25979

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Hi,

Ist zwar schon bissl älter der Thread, aber macht ja nix, ich les mich halt so durchs Forenuniversum.

ClausS schrieb: Wenn ich den Mexican Hat richtig verstehe, müsste gelten:
1- Es ist im Vorfeld unbestimmt, in welcher Richtung die Kugel den zentralen Energieberg verlässt.
2- Alle Richtungen sind erstmal gleichwahrscheinlich.
3- Je nach Richtung müsste sich eine (auf irgendeine Art) unterschiedliche Physik implementiert haben.
4- Im frühen Universum muss es sehr viele Kristalisationskeime gegeben haben, an denen der Phasenübergang zuerst stattgefunden hat.
5- Das zwischen diesen Kristalisationskeimen keinen Informationsaustausch (Lichtgeschwindigkeit) gegeben haben konnte, müssten sich diese einzelnen Phasenübergänge in unterschiedlichen Richtungen implementiert haben.
6- Die Information, an welchem Ort welcher Phasenübergang stattgefunden hat, konnte bis heute mit Lichtgeschwindigkeit nicht alle Punkte der Universums erreichen.

Hieraus resultieren für mich die Fragen:
7- Kann es tatsächlich sein, dass sich aufgrund dessen in anderen entfernten Regionen des Universums eine (auf irgendeine Art) unterschiedliche Physik implementiert hat?
8- Was dürfte an den Übergangszonen passiert sein, wo Regionen mit unterschiedlichen Phasenübergängen aufeinander getroffen sind?


(hab mir mal erlaubt Nummern einzufügen)

Punkte 1 bis 3 Konsens.
Punkt 4 hätte ich anders verstanden: pro Universum gibt es nur einen 'Kristallisationspunkt'
Ergo:
Punkt 7: Ja, Lesch: Paralleluniversen
Punkt 8 : interessante Frage, was passiert wenn sich Paralleluniversen mit verschiedenen 'Physiken' 'begegnen' ...u.U. könnten sie gar unbemerkt ineinander existieren (reine Phantasie von mir)

...Mutti würde vmtl. sagen, dann kocht die Milch über ... o.s.ä. :)


mvg Philzer

Das Unverzichtbare ist nutzlos - F.J.Hinkelammert

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Mexican Hat 15 Jan 2018 18:00 #26004

Da zitierst du 3 Jahre alte Fragen von mir :cheer: .

Beantworten kann ich sie nach wie vor nicht.

Wenn sich die Information über einen erfolgten Phasenübergang nur mit Lichtgeschwindigkeit ausgebreitet hätte, dann wäre unser Universum heute keinesfalls so homogen.

Zudem ist das, was Du beschreibst, ein Teil unseres Universums mit anderer Physik, aber kein eigenständiges Paralleluniversum.

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Mexican Hat 15 Jan 2018 20:14 #26008

ist der mexican hat nicht ein spezielles thema von gaßner?
ich meine es ist eines seiner spezialgebiete und er hat da auch arbeiten drüber geschrieben.

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Mexican Hat 04 Feb 2018 17:04 #27214

ClausS schrieb: Hieraus resultieren für mich die Fragen:
- Kann es tatsächlich sein, dass sich aufgrund dessen in anderen entfernten Regionen des Universums eine (auf irgendeine Art) unterschiedliche Physik implementiert hat?
- Was dürfte an den Übergangszonen passiert sein, wo Regionen mit unterschiedlichen Phasenübergängen aufeinander getroffen sind?


Ich hatte beim Vortrag von Josef gestern die Gelegenheit, danach zu fragen (hat thematisch gepasst).

Physikalisch interessant ist (um in dem Bild Mexican Hat zu bleiben) nur, wann und wie der Ball fällt. Die Richtung, in der er fällt, ist dagegen egal. Eine andere Richtung bedeutet nicht eine andere Physik. Daher gibt es auch keine Probleme an eventuellen Übergangszonen.

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