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THEMA: Wenn die Zeit nicht vergeht ...

Wenn die Zeit nicht vergeht ... 17 11. 2017 18:35 #22560

Ferragus schrieb:

Heinz Jürgen schrieb:
Grundsätzlich ist mir klar, die SRT sagt, Eigenzeit des Photons ist 0, Wegstrecke ist 0. Aber: wie ist es als Quantenobjekt im Hinblick auf die Unbestimmtheit?

Wie gesagt, das Photon hat keine Eigenzeit, weil es kein Ruhesystem hat. Was du mit "Wegstrecke ist 0" meinst, weiß ich leider nicht.

Was meinst du mit "Im Hinblick auf die Unbestimmtheit"?


Ich meine damit, aus Sicht des Photons hat die Wegstrecke von seinem Entstehungsort bis zu seinem Endort die Länge 0 (maximale Längenkontraktion). Aber eine Länge 0 ist quantenmechanisch problematisch, da diese unterhalb der Plancklänge liegt. Auch die "gefühlte" Lebenszeit des Photons liegt bei 0, also unterhalb der Planckzeit. Abgesehen von der Frage, wie das Photon die eigene Geschwindigkeit sehen würde (0 geteilt durch 0), frage ich mich, wie aus Sicht des Photons die Unbestimmtheit des Weges und der Zeit und damit der Kausalität aussieht.

Glaube nichts, weil ein Weiser es gesagt hat. Glaube nichts, weil alle es glauben. Glaube nichts, weil es geschrieben steht. Glaube nichts, weil es als heilig gilt. Glaube nichts, weil ein anderer es glaubt. Glaube nur das, was Du selbst als wahr erkannt hast.

Buddha

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Wenn die Zeit nicht vergeht ... 17 11. 2017 23:10 #22566

Wie gesagt: es gibt kein "aus Sicht des Photons". Es gibt kein Ruhesystem für das Photon. Und ebenfalls wie gesagt: Photonen werden ja im Rahmen der Quantentheorie beschrieben - die Quantenfeldtheorien sind ja relativistisch. Probleme gibt's da keine :)

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Wenn die Zeit nicht vergeht ... 19 11. 2017 20:07 #22673

Guten Abend
Also ich habe hier mal mitgelesen, und habe mir ein Bild machen können (denke ich).
Ich würde das für mich gerne rekapitulieren.
Aber zuerst möchte ich etwas korrigieren, was ich geschrieben habe, und zwar das für das Photon "alle" Längen zu Null kontraktiert wären (das hat aber eh keiner wirklich im Sinne der Worte ernst genommen. Es kann sich ja nur um die Längen in der Bewegungsrichtung handeln (da bleibt dann nur eine Fläche über, was mich irgendwie an die 2D-Flachländer, aus verschiedenen Büchern, wie z.B. der kurzen Geschichte der Zeit, erinnert).
Aber da, wie geschrieben wurde, selbst Einstein ein Bezugssystem für das Photon ausschließt, scheint mir der Gültigkeitsbereich der Lorentztransformation nur bis kurz vor die Lichtgeschwindigkeit zu gelten. Ohne Bezugssystem ist eine Transformation halt schwer durchführbar :-) Damit erübrigt sich auch die Betrachtung, wie die Welt für das Photon, abgeleitet aus der Lorentztransformation, aussieht. Da warte ich jetzt auf die, von meinem Vorschreiber erwähnten, Quantenfeldtheorien.

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Wenn die Zeit nicht vergeht ... 19 11. 2017 20:45 #22676

Hallo James,

gestatte eine kleine Zusatzbemerkung:
die Protonen, die man am CERN auf fast LG beschleunigt, erscheinen im Augenblick ihrer Kollision scheibchenförmig. Die Durchmesser der Scheibchen stehen senkrecht auf der Ausbreitungsrichtung. Längenkontraktion von materiebehafteten Teilchen!
Denk mal darüber nach, ob die Längenkontraktion sowohl für materiebehaftete Teilchen, also für Teilchen mit einer Ruhemasse und damit mit einer räumlichen Ausgedehntheit gilt und ob sie das auch für ein Photon, also ein Teilchen mit Ruhemasse null gilt. Was kann denn da aus Sicht des Beobachters kontrahiert werden?
Anders gesagt: was versteht man unter beiden Teilchensorten (Fermionen und Bosonen) als punktförmig?

Wie also wirkt sich die Längenkontraktion und die Zeitdilatation auf beide Teilchensorten aus der Sicht des Beobachters aus?

VG
Thomas

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Wenn die Zeit nicht vergeht ... 19 11. 2017 21:16 #22677

  • Tobias
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Ich denke nicht, dass man das Konzept "hat eine Ruhemasse" mit "hat eine räumliche Ausdehnung" und/oder "ist ein Boson bzw. Fermion" gleichsetzen darf.

Schließlich gibt es sowohl Fermionen mit Ruhemasse (Elektron) als auch ohne (Phononen), ebenso wie es Bosonen mit Ruhemasse (W-Boson) und ohne (Photon) gibt.

Auch gibt es sowohl zusammengesetzte Fermionen (Proton, Neutron, Pentaquark) als auch zusammengesetzte Bosonen (He4-Kern). Und elementare sowieso.

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Wenn die Zeit nicht vergeht ... 19 11. 2017 21:39 #22678

Hallo Tobias,

ja, du hast schon recht, wenn du die Fermionen und die Bosonen genau betrachtest.
Das Elektron wird als punktförmig betrachtet. Und die W -und Z Bosonen haben eine Masse.
Man kann also Fermionen und Bosonen nicht gleichsetzen mit Ruhemasse > 0 und Ruhemasse =0
Aber man kann die Frage stellen, was macht der Gammafaktor mit Teilchen, die über eine Ruhemasse verfügen und solchen, die über keine Ruhemasse verfügen?
So hab ich es eigentlich gemeint.
VG
Thomas

PS Phononen sind Schallwellen in Materie, keine Fermionen

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Wenn die Zeit nicht vergeht ... 19 11. 2017 21:50 #22679

  • Tobias
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Ah, verstehe! Du meinst die Ausdehnung in Längsrichtung...

Mit masselosen Teilchen macht der Gammafaktor natürlich nichts, weil sie kein Ruhesystem besitzen.

Thomas schrieb: PS Phononen sind Schallwellen in Materie, keine Fermionen

Stimmt, Phononen sind bosonisch.

Weyl-Fermionen wären als Beispiel hier zutreffend gewesen.

Grüße
Tobias

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Wenn die Zeit nicht vergeht ... 19 11. 2017 22:41 #22680

Hallo Tobias,

Mit ruhemasselosen Teilchen macht der Gammafaktor natürlich nichts.
Kann er auch nicht, weil Photonen, wenn sie entstehen, instantan mit LG unterwegs sind. Ein Verhältnis von V zu c gibt es hier nicht.
Gut gesehen. Freu mich.
Was folgt aber daraus?
Die SRT untersucht nur die Verhältnisse zwischen massebehafteten Teilchen und erkennt c als Grenzgeschwindigkeit, die nur von ruhemasselosen Teilchen erreicht wird.
VG
Thomas

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