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Quantenmechanik Interpretation 22 03. 2020 00:14 #66715

rai-raisch:
Nein, das kommt zweimal ins Spiel. Wenn Du v=c annimmst, musst Du auch die Masse γ·m hochsetzen (γ→∞), dann wird die Strecke kürzer, weil die Zeit sinkt (t→0). Das ist ja der Witz bei v=c/²2 das ist die optimale Geschwindigkeit für die längste Strecke.

Reden wir aneinander vorbei ? Ich rechne doch mit γ = ²2, also mit v = 212132 km/s und nicht mit c.
Die Formeln hast du angegeben in #66704 und ich gehe damit dakor:

γ·m·c²t = ℏ/2
t = ℏ/(2γ·m·c²)

Nur dann irritiert mich, dass du plötzlich t·v schreibst, wo m.E. doch t·c stehen muss aufgrund der vorherigen Formeln:

s = t·v = ℏ·c/(2γ·m·c²) = ℏ/(2γ·m·c)

Jedenfalls komme ich mit γ = ²2 auf 5,2e-16 m für 135Me/c2. Du gibst dafür in #66704 als R = 1,46e-15 m an. Damit passt es doch rein rechnerisch, denn jetzt haben wir einen Faktor von ca. 2,8, der daraus resultiert, dass oben ℏ/2 eingesetzt und auch γ = ²2 berücksichtigt wird, während du in #66704 mit h/2π und ohne dieses γ gerechnet hast.
Löse ich dann nach der Zeit auf, indem ich die Strecke durch die Geschw. teile, dann muss ich m.E. wieder wegen der Formel durch c teilen und nicht v, denn das habe ich bereits in γ berücksichtigt und damit Reichweite und auch Lebensdauer verringert. Ich sehe nicht, warum v zweimal ins Spiel käme. Mit c komme ich dann auf eine Zeit von 1,7e-24 sec.

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Quantenmechanik Interpretation 22 03. 2020 11:45 #66723

Hm ja, stimmt, Du hast Recht, das ist nicht konsequent, war mir bisher gar nicht aufgefallen.

Im Normalfall müßte man ja rechnen UR ≥ Δs·Δp mit p = γ·β·c·m⇒c·m also s ≤ UR/(c·m) und man ist wieder am Ausgangspunkt...allerdings hat sich v und t geändert.
Für das selbe Ergebnis ℏ/(²2c·m) müßte man dann UR=ℏ/²2 ansetzen, liegt ja auch schön zwischen ℏ und ℏ/2. Aber wie ich schon sagte, sind diese Reichweiten nur ein Anhaltspunkt und kein echter Maximalwert. Nach welcher Kurve die Wirkung genau abfällt, ist wohl nicht bekannt. Wenn ich nicht irre, wird das durch Lennard-Jones-Potential, Mie-Potential, Yukawa-Potential etc beschrieben.
VY = -g²/(r·exp.(m·c·r/ℏ))
Aber wie die Eichparameter g genau aussehen habe ich noch nicht herausbekommen, das variiert wohl auch je nach Anwendung, weil sie immer einfach g genannt werden. Jedenfalls taucht hier die Masse m des Eichbosons auf. Für Gravitationsfeld und Coulombfeld ergibt sich mit m=0 jedenfalls V=-g²/r. Mit
ge=²(4π·α)=0,303 ergibt sich V=-0,091809/r aber was diese Zahl dann bedeuten soll .... jedenfalls ist das dann der übliche 1/r-Abfall.

Jedenfalls ergibt der Faktor exp.(m·c·r/ℏ) dass für 1=(m·c·r/ℏ) die Wirkung um den Faktor 1/e (zusätzlich zu 1/r) abgeschwächt wird, also bei r=ℏ/mc.

Aber ob das Yukawa-Potential durch viele Messungen belegt ist oder nach wie vor nur eine Abschätzung ist, kann ich nicht sagen.
Folgende Benutzer bedankten sich: Ganymed19

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Quantenmechanik Interpretation 22 03. 2020 13:08 #66726

Danke, ra-raisch, für die ergänzenden Ausführungen, aber je tiefer wir wohl hier zu blicken suchen, umso unschärfer wird es.....wie passend zur QM.
Halten wir es abschließend mit Nietzsche:
"Die Welt ist tief, und tiefer als der Tag gedacht....."
Und:
„Wer mit Ungeheuern kämpft, mag zusehen, dass er nicht dabei zum Ungeheuer wird. Und wenn du lange in einen Abgrund blickst, blickt der Abgrund auch in dich hinein."

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Quantenmechanik Interpretation 23 03. 2020 11:23 #66733

Nochmal zurück zur makroskopischen Sicht...

Ganymed19 schrieb:

ClausS schrieb:
In der Realität bedeutet Zufall, dass das nächste Ereignis völlig unabhängig vom letzten Ereignis eintritt. Rot-schwarz ist beim Roulette genau so wahrscheinlich wie Rot-rot.
Auf den Alltag kann man dieses nicht wirklich übertragen. Da kommen psychologische Aspekte hinzu:
- Die Wahrnehmung ist stimmungsabhängig. Ob man etwas als Glück oder Pech wahrnimmt, ist daher nicht objektiv sondern subjektiv.
- Das persönliche Selbstvertrauen beeinflusst Erfolg oder Misserfolg und daher ein in beide Richtungen verstärkender Effekt.


Sehe ich auch so.
Bei Häufung von Glück oder Pech im Alltagsleben kommen Effekte wie selektive Wahrnehmung oder auch der berühmte Beobachter-Ausschlusseffekt ins Spiel.
Warum hängen in Hafenkirchen nur Votivtafeln von in Seenot geretteten rum? Weil alle jene, die auch in Seenot inbrünstig beteten, aber doch ertrunken sind, nie eine Gelegenheit mehr hatten, eine eigene Votivtafel zu stiften. Daraus zu schließen, dass alle in Seenot Betenden gerettet werden, wäre fast noch naiver als der Glaube des Mönches an eine 1 zu 1 Chance. [...] Gerade auch beim Gedankenexperiment des sog. Quantenselbstmords käme er zum Tragen.

Ganymed19, den Sachverhalt mit den Votivtafeln oder den Einschusslöchern bei Flugzeugen kann man nicht als Gegenbeispiel heranziehen. Natürlich ist hier durchaus kein Zufall im Spiel. Hier möchte ich direkt mit einem Beitrag aus einem anderen Thread entgegnen:
ra-raisch schrieb: Nach meiner Ansicht verwechselst Du das, was wir makroskopisch "Zufall" nennen mit dem "Zufall", der der Gegensatz zum Determinismus ist.

[...] Auch in einem chaotischen System wie dem Wetter ist nichts zufällig sondern kausal, nur eben so komplex und vor allem instabil, dass es nicht mehr (exakt) berechenbar ist. Das nennt man dann zwar "zufällig" aber eben aus einer makroskopischen Sicht heraus, ohne dabei den Determinismus in Frage zu stellen. Nur wenn es an die Unschärferelation herangeht, und das kann dann natürlich makroskopische Entwicklungen zur Folge haben, ist es echter "Zufall".

Was ich mit zufälligen Ereignissen im Alltag meine, sind unabhängige, im Einzelnen aber durchaus deterministische, z.B. wenn einem Programmierer nach 3-wöchiger Arbeit gerade dann die Hardware versagt, wenn er dabei ist, die letzten kleinen Fehler in seinem Programm zu beseitigen, das er unbedingt zwei Stunden später noch ausliefern muss, und das, obwohl die Hardware seit Jahren reibungslos funktioniert hat. Der Zeitpunkt des Versagens ist dann einfach besonders ungeschickt und völlig zufällig: Der Rechner hätte ja auch zu einem passenderen Zeitpunkt ausfallen können. Natürlich hat der Ausfall irgendwelche deterministischen Gründe, aber das ist hier völlig irrelevant für die Beurteilung der Zufälligkeit des konkreten Ereignisses. Da hat er einfach Pech gehabt und sein Kunde wird wohl "not amused" sein, wenn er sich die vermeintliche Ausrede anhören muss.
So ein Ereignis ist dann nicht subjektiv oder selektiv wahrgenommen, auch nicht wenn mich z.B. der objektiv stärkste Regen des Jahres gerade dann im Freien erwischt, wenn ich ausnahmsweise keinen Schirm dabei habe, oder wenn ich zum Glück gerade den Zug verpasse, der später schwer verunglückt. Solche völlig unabhängigen Ereignisse treten zwangsläufig, weil sie eben zufällig sind, immer wieder mal geballt auf, obwohl man sich natürlich im Einzelfall nicht darauf verlassen kann. Es ist und bleibt Zufall, aber wie oben gezeigt, müssen eben deswegen auch Ballungen auftreten.

Ganymed19 schrieb:

rai-raisch:
Naja Fehler ist das nicht, manchen rechnen so manche so.

Ja wenn das so ist, dann lobe ich mir meine Geisteswissenschaften auch wieder. Dort sagen wir auch so und die anderen so :)

Na also, geht doch ;)

Also sprach das Photon: Wo wir sind ist vorne! Und sollten wir mal hinten sein, dann ist hinten vorne!

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Quantenmechanik Interpretation 24 03. 2020 00:18 #66734

Es gibt zwei Unschärferelationen:

- Energie und Zeit
- Ort und Impuls

die erstere ist die dominierende, die zweite folgt aus der ersteren.

Das Wirkungsquantum, mit h bezeichnet, das diese Größen verbindet, zeigt nur auf, dass wir mit keiner Messung da mehr hinkommen.

Dahinter können wir mit Messmethoden nicht mehr schauen!

Thomas

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Quantenmechanik Interpretation 24 03. 2020 12:02 #66736

Thomas schrieb: Es gibt zwei Unschärferelationen:
- Energie und Zeit
- Ort und Impuls
die erstere ist die dominierende, die zweite folgt aus der ersteren.

Dominanz würde ich das nicht nennen.
Jede beliebige Kombination aus zwei Eigenschaften eines Teilchens, die die Dimension [h]=m²kg/s ergibt, unterliegt der UR. Mir fällt zwar im Moment auch keine andere (sinnvolle) Paarung ein, außer zB aus dem Impuls (bzw aus der Energie) die Geschwindigkeit oder die Masse auszuklammern.
ΔmΔt = ℏ/2c²
ΔvΔm = ℏ/2r
aber man kann leicht andere Größen paaren:
ΔfΔJ = ℏ/2
ΔQΔΦm = ℏ/2
ΔAmΔpe = ℏ/2
ΔUΔt = ℏ/2e

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