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THEMA: quantenradierer

quantenradierer 14 Nov 2018 03:14 #44905

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Hi MrQubit,

Korrekt, es geht um zusätzliche Freiheitsgrade.
Aber die Unterscheidung zu "Dimensionen" ist nicht immer einfach...


Finde ich ziemlich treffend formuliert.. Um in diesem Kontext mal einen "experimentellen Gedanken" in den Raum zu werfen, da hier des öfteren der Begriff , zusätzliche (Dimensionen/Freiheitsgrade).. argumentiert wird.

Man könnte die Verschränkung von n Teilchen zu einem System, dem entsprechend auch als Reduktion im Konfigurationsraum, bzw. des Phasenraums betrachten. Da die Teilchen des verschränkten Systems im Grunde nicht mehr unabhängig voneinander, sondern im Mischzustand überlagernd sobald verschränkt.

Dem zu Folge könnte man argumentieren, das Teilchen sobald verschränkt anteilig Freiheitsgrade "verlieren", diese zumindest nicht mehr eindeutig besitzen bis Dekohärenz eintritt. Bohm macht mM. ähnliches, indem er den Ursprung des Impulses der Teilchen auf die Führungswelle verlagert und den Teilchen selbst zunächst nur einen, deren Ort zuweist, solange das System ungestört.

Jeweilige Teilchen-Orte existieren dem entsprechend weiterhin innerhalb 3 räumlichen Dimensionen (+1), während die Änderung deren Impulses (im Falle der Dekohärenz des Systems) sich scheinbar nicht mehr durch diesen Raum ausbreitet, da instantaner Wirkung auf alle Teilchen-Orte.
Statt einer Superposition vermeintlich aller möglichen Zustände des Systems im 3D, könnte man sich somit vorstellen das nun ein Teil der möglichen Zustände (Information) auf eine Dimension reduziert, welche alle Orte miteinander zeitlos verbindet.

Ein "Gedanken-Beispiel" für ein solches Gebilde wäre der eindimensionale Faden (Ring) eines Kerr-SL, welcher alle Freiheitsgrade der Teilchen die die Singularität bildeten innerhalb einer fadenförmigen Dimension vereint, bzw. (temporär) auslöscht. Wobei festzustellen das diesen Falles die vormaligen Teilchen-Orte, nun singulär, zu einem eindimensionalen Faden reduzieren, während die Information (die man mit dem Bohmschen Impuls vergleichen könnte) auf 2 Dimensionen kodiert am EH verbleibt (2D Sphäre).

In dem Sinne erscheint zumindest mir, die angedachte gedankenexperimentelle Reduktion, als ähnlich interessante "Krücke"... wie ein zusätzlicher Freiheitsgrad. :blink:
NGse Z.

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quantenradierer 14 Nov 2018 07:19 #44907

Thomas schrieb: MisterQubit,

Warum unter Forumsneuigkeiten? Naja, weil das Thema auf das letzte Video von Josef Bezug nimmt.
Zum Erscheinungszeitpunkt waren das Neuigkeiten.
Wo sollte das Thema denn deiner Meinung nach verortet sein?

Thomas


Moin Thomas!

Hier:
uwudl.de/urknall-weltall-leben-forum/akt...r-stringtheorie.html
mit der Kategorie
uwudl.de/urknall-weltall-leben-forum/6-quantenmechanik
Und dort wurde ja auch schon zu dem Quantenradierer-Video gepostet.

„Forum-Neuigkeiten“ scheint mir ein Auffangbecken für all das geworden zu sein, wo man keinen Gebrauch von bestehenden Kategorien machen wollte…
Was ja auch erstmal kein Drama ist. Und „Neu“ ist ein Thema am Anfang ja immer ;)
Aber es spricht doch nichts dagegen, die Threads dann später zu verschieben, oder?
Denn für einen Bereich, der ja ursprünglich wohl nur für Organisatorisches vorgesehen war („Themen über euch Nutzer und das Forum“), hat sich nach meinem Eindruck dort einfach zu viel angesammelt.

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quantenradierer 14 Nov 2018 09:06 #44908

Lulu schrieb: Mit ein paar essentials aus der Klassischen Mechanik, wie Konfigurationsraum, Kontinuitätsgleichung, Hamilton-Jacobi Gleichung usw,. ist man, wenn es um das Verständnis von Schrödinger, Bohm & Co. geht, klar im Vorteil.

Ist kalter Kaffee für mich. Hab ich im Studium alles gehabt.

Der Konfigurationsraum hat nichts mit zusätzlichen Raumdimensionen zu tun.

Ist ja alles schön und gut. Aber real abstrakte Wechselwirkungen kann es nicht geben und wenn der Konfigurationsraum noch so aufgebläht wird. Real sind 3 Raumdimensionen. Wenn also eine nicht-lokale WW stattfindet, muss es eine zusätzliche reale Dimension geben. Über einen mathematisch abstrakten Konfigurationsraum gibts keine WW. Es sei denn wir leben in einem Quantencomputer. Und wenn man nicht sagt, woraus die Bohmsche Führungswelle real bestehen soll, dann ist die Bohmsche Theorie keinen Deut besser als die Wahrscheinlichkeitsinterpretation. Die ist mir dann sogar noch lieber als ein unendlich aufgeblähter abtrakter Konfigurationsraum.

Z. schrieb: Jeweilige Teilchen-Orte existieren dem entsprechend weiterhin innerhalb 3 räumlichen Dimensionen (+1), während die Änderung deren Impulses (im Falle der Dekohärenz des Systems) sich scheinbar nicht mehr durch diesen Raum ausbreitet, da instantaner Wirkung auf alle Teilchen-Orte.

Logisch.

Statt einer Superposition vermeintlich aller möglichen Zustände des Systems im 3D, könnte man sich somit vorstellen das nun ein Teil der möglichen Zustände (Information) auf eine Dimension reduziert, welche alle Orte miteinander zeitlos verbindet.

Genau das ist eine zusätzliche Dimension. Und zwar eine zusätzliche verbindende zeitlose Raumdimension.

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quantenradierer 14 Nov 2018 09:39 #44909

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Michael D. schrieb:

Lulu schrieb: Mit ein paar essentials aus der Klassischen Mechanik, wie Konfigurationsraum, Kontinuitätsgleichung, Hamilton-Jacobi Gleichung usw,. ist man, wenn es um das Verständnis von Schrödinger, Bohm & Co. geht, klar im Vorteil.

Ist kalter Kaffee für mich. Hab ich im Studium alles gehabt (...)


Dann allerdings verstehe ich Deinen unteren Beitrag zur Dimension des Konfigurationsraums gar nicht, wenn Du das so gut weisst wie der definiert ist:

Michael D. schrieb: Also sogar mehr Dimensionen wie Teilchen? Das stellt ja sogar die Stringtheorie weit in den Schatten. (...)

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quantenradierer 14 Nov 2018 10:00 #44910

Rupert schrieb: Dann allerdings verstehe ich Deinen unteren Beitrag zur Dimension des Konfigurationsraums gar nicht, wenn Du das so gut weisst wie der definiert ist:

Ein abstrakter aufgeblähter Konfigurationsraum, der keinen Bezug zu Dimensionen hat, ist Bullshit.

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quantenradierer 14 Nov 2018 10:05 #44911

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Dann ist ja auch die ganz klassische Mechanik Bullshit, denn da hängt die Dimension des Konfigurationsraumes auch von der Anzahl der Körper ab.

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quantenradierer 14 Nov 2018 10:07 #44912

Rupert schrieb: Dann ist ja auch die ganz klassische Mechanik Bullshit, denn da hängt die Dimension des Konfigurationsraumes auch von der Anzahl der Körper ab.

Man sieht, dass Du keine Ahnung von Mathematik hast. Ich halte mich an Differentialgleichungen mit 3+1 Dimensionen. Du kannst Dir von mir aus konfigurieren was Du willst.

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quantenradierer 14 Nov 2018 10:17 #44913

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Michael D. schrieb:

Rupert schrieb: Dann ist ja auch die ganz klassische Mechanik Bullshit, denn da hängt die Dimension des Konfigurationsraumes auch von der Anzahl der Körper ab.

Man sieht, dass Du keine Ahnung von Mathematik hast. Ich halte mich an Differentialgleichungen mit 3+1 Dimensionen. Du kannst Dir von mir aus konfigurieren was Du willst.


Ah, wieder mal das letzte Zucken, indem Du, wie immer um Dich schlagen musst, Dein Weltbild nach vorne bringst und die anderen als ahnungslos bezeichnest - Hybris, ole :D

Zum Konfigurationsraum, wie er halt nun mal in der Mechanik definiert ist:
www.spektrum.de/lexikon/physik/konfigurationsraum/8266

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quantenradierer 14 Nov 2018 10:24 #44914

Ach Rupert, was willst Du denn?;)
Ein Konfigurationsraum ist ein abstrakter Raum. Da stehts ja. Mehr muss man dazu nicht sagen. Egal was man da berechnet, es muss am Ende doch wieder auf 3+1 Dimensionen runtergebrochen werden. Die Verwendung abstrakter Räume ist immer ein Zeichen dafür, das die zugrunde liegende Physik nicht wirklich verstanden wurde. Man kann zwar damit rechnen, aber was bringt das am Ende? Doch nur "shut up and calculate". Für Dich mag das reichen, wenn Du denn wenigstens mal rechnen würdest...:P Für mich reicht das aber nicht. Ich will die zugrunde liegende Physik verstehen. Ich wünsch Dir noch viel Spass beim Rumirren in Deinen abstrakten Räumen. Konfigurier mal schön. :)

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quantenradierer 14 Nov 2018 10:36 #44915

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Hau rein, bin ja Fan von Dir und Deiner Breakthrough-ToE, die Du ja so in 9 Jahren an den Start bringen willst; wolltest ja, wenn ich mich recht entsinne, nicht so lange brauchen wie Einstein :D

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quantenradierer 14 Nov 2018 10:41 #44917

Rupert schrieb: Hau rein, bin ja Fan von Dir und Deiner Breakthrough-ToE, die Du ja so in 9 Jahren an den Start bringen willst; wolltest ja, wenn ich mich recht entsinne, nicht so lange brauchen wie Einstein :D

Ja, wahrscheinlich bin ich schneller als Einstein. ;)

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quantenradierer 14 Nov 2018 22:12 #44924

Moderatorenhinweis:

hab das Thema in die Quantenmechanik verschoben. Vorerst ist es da gut beheimatet.
Wenn die Quantenelektrodynamik und die Quantenfeldtheorie dran waren, dann den Quantenradierer nochmal zu beleuchten, ist sicherlich wert, nochmal einen eigenen Thread zu eröffnen, falls diese Notwendigkeit dann jemand sieht.:)

Thomas

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quantenradierer 15 Nov 2018 09:42 #44930

Fürs Verständnis:

1) Wenn man die Detektoren D1-D4 aus diese Versuch vollständig entfernen würde, würde man dann nicht auf D0 ein reines Interfernzmuster sehen?

2) Wenn man nur die Detektoren D3 und D4 im Versuch hat (kein D1,D2 und keine halbdurchlässigen Spiegel) hat man dann auf D0 einen reinen Klumpen?

3) Wenn man nur die Detektoren D1 und D2 im Versuch hat (kein D3, D4 und die vorderen Spiegel durch nichtdurchlässige Spiegel ersetzt) hat man dann auf D0 wieder ein reines Interfernzmuster sehen?

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quantenradierer 15 Nov 2018 10:11 #44931

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Nur zur Anschaulichkeit:

Wurde es vom Detektor D3 oder D4 registriert, so musste es vom Atom A bzw. B gekommen sein. Damit stand auch die Herkunft des ersten Photons fest, sodass keine Interferenz möglich war.
Wurde das zweite Photon hingegen vom Detektor D1 oder D2 registriert, so trat der Quantenradierer in Aktion, der die Information über die Herkunft dieses Photons auslöschte.
Wenn man aus den Photonen, die vom Detektor D0 registriert wurden, nur die auswählte, bei denen auch der Detektor D1 bzw. D2 ein Photon registriert hatte, so wurde beim Verschieben von D0 quer zur Strahlrichtung in beiden Fällen an der D0-Zählrate ein Interferenzmuster sichtbar.

Es kann natürlich auch eine falsche Formulierung vorliegen, aber die Worte "nur die auswählte" bedeuten, dass immer ein Heap vorliegt und die Ergebnisse (Treffer) auf D0 nachträglich herausgerechnet werden, wenn D1 oder D2 betroffen waren und somit eine Interferenz (rein rechentechnisch) sich ergeben hätte.

PS:
Was würde eigentlich passieren, wenn man die Ergebnisse für D3 und D4 herausrechnen würde?
Ein weniger intensiver Heap? Oder eine umgekehrte Interferenz?

MfG
WL01

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quantenradierer 15 Nov 2018 11:03 #44932

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Lulu schrieb:

wl01 schrieb: Wie diese Orte verknüpft sind ist natürlich offen. Vielleicht über deine postulierte 4. Raumdimension (Konfigurationsraum??)?
Also aufgrund verborgener Variablen, die jedoch nichtlokal sein müssen.

Mit ein paar essentials aus der Klassischen Mechanik, wie Konfigurationsraum, Kontinuitätsgleichung, Hamilton-Jacobi Gleichung usw,. ist man, wenn es um das Verständnis von Schrödinger, Bohm & Co. geht, klar im Vorteil. Der Konfigurationsraum hat nichts mit zusätzlichen Raumdimensionen zu tun.

Ein Konfigurationsraum ist lediglich eine Projektion vom 4D Zustandsraum in eine fiktive Eindimensionalität, um damit leichter rechnen zu können. Ein Konfigurationsraum ändert aber nichts an der der Realität des 4 (oder eines theoretisch möglichen 5) D-Raumes! Und ob man dazu Dimensionen, nicht detektierbare Teilchen, verborgende Variablen, Raumzeit oder Freiheitsgrad spricht, ist lediglich eine sprachliche Krücke.

MfG
WL01

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quantenradierer 15 Nov 2018 12:50 #44933

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Moin Micha,

Genau das ist eine zusätzliche Dimension

Eben nicht unbedingt....ich sprach ja von Reduktion, nicht zusätzliche....
Kann man noch drüber philosophieren..

Aber eigentlich hatte ich ne Antwort auf den Post hier erwartet..
urknall-weltall-leben.de/urknall-weltall....html?start=60#44897

...muss nicht.
LGse Z.

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quantenradierer 15 Nov 2018 13:46 #44935

YxTerWd schrieb: Fürs Verständnis:

1) Wenn man die Detektoren D1-D4 aus diese Versuch vollständig entfernen würde, würde man dann nicht auf D0 ein reines Interfernzmuster sehen?

2) Wenn man nur die Detektoren D3 und D4 im Versuch hat (kein D1,D2 und keine halbdurchlässigen Spiegel) hat man dann auf D0 einen reinen Klumpen?

3) Wenn man nur die Detektoren D1 und D2 im Versuch hat (kein D3, D4 und die vorderen Spiegel durch nichtdurchlässige Spiegel ersetzt) hat man dann auf D0 wieder ein reines Interfernzmuster sehen?


Einfach mal in die Beschreibung vom Original-Experiment reinschauen:

en.wikipedia.org/wiki/Delayed-choice_qua..._eraser#Significance

„The total pattern of all signal photons at D0, whose entangled idlers went to multiple different detectors, will never show interference regardless of what happens to the idler photons.

Der Grund liegt in der Phasenverschobenheit von R01/R02 (und eigentlich auch bei R03/R04).
Im Video von Herrn Gassner sieht man das zwar auch kurz, aber es wird nicht gesondert darauf hingewiesen.

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quantenradierer 15 Nov 2018 14:08 #44936

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wl01 schrieb: Ein Konfigurationsraum ist lediglich eine Projektion vom 4D Zustandsraum in eine fiktive Eindimensionalität, um damit leichter rechnen zu können. Ein Konfigurationsraum ändert aber nichts an der der Realität des 4 (oder eines theoretisch möglichen 5) D-Raumes! Und ob man dazu Dimensionen, nicht detektierbare Teilchen, verborgende Variablen, Raumzeit oder Freiheitsgrad spricht, ist lediglich eine sprachliche Krücke.


Die Dimension eines Konfigurationsraumes in der Mechanik macht eine Aussage über die Zahl der Freiheitsgrade. Das isses halt, wie Lulu ja schon anfangs anmerkte.

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quantenradierer 15 Nov 2018 15:22 #44938

Zu der Dimensions-/Konfigurationsraum-Debatte: Ich selber bin durchaus auch für „verborgene Variablen“ zu haben – einfach aus der allgemeinen Überzeugung heraus, dass es immer Dinge geben wird, die existieren, aber die wir nicht messen können.
Andererseits sollten wir uns nicht in völliger mathematischer Abstraktion verlieren, sondern doch um konkrete, physikalisch-intuitive Beschreibungen bemühen.

Der Weg zur Auflösung der (vermeintlichen) Nicht-Lokalität liegt meines Erachtens eher in einer vereinheitlichten Quantengravitations-Theorie. Eine, die auf den Vakuumfluktuationen der QFT aufsetzt und in der man sich auch nicht mit Einstein anlegen muss.

Ich hatte deshalb nicht ohne Grund in dem anderen Quantenradierer-Thread den „ER=EPR“-Ansatz von Maldacena/Susskind angesprochen ;)

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quantenradierer 15 Nov 2018 15:56 #44939

MrQubit schrieb: „The total pattern of all signal photons at D0, whose entangled idlers went to multiple different detectors, will never show interference regardless of what happens to the idler photons.


D.h. Allein das anbringen des Kristalls verändert schon das Ergebniss auf D0 obwohl nicht demessen wird?

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quantenradierer 15 Nov 2018 18:33 #44940

"D.h. Allein das anbringen des Kristalls verändert schon das Ergebniss auf D0 obwohl nicht demessen wird?"

Hätte ich auch gerne gewusst! :)

Ist nicht allein das Anbringen des Doppelspaltes schon eine Messung?
www.urknall-weltall-leben.de/urknall-wel...s-messung.html#29632

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quantenradierer 15 Nov 2018 18:45 #44941

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MrQubit schrieb:

Zu der Dimensions-/Konfigurationsraum-Debatte: Ich selber bin durchaus auch für „verborgene Variablen“ zu haben – einfach aus der allgemeinen Überzeugung heraus, dass es immer Dinge geben wird, die existieren, aber die wir nicht messen können.


Warum sollten "verborgene Variablen" die "Eigenschaft" besitzen nicht messbar zu sein??
Gibts da bitte mal ein Beispiel zu?

V.D.i.v Z.

Ps.:

Ich hatte deshalb nicht ohne Grund in dem anderen Quantenradierer-Thread den „ER=EPR“-Ansatz von Maldacena/Susskind angesprochen

Ja ist interesssant, deshalb wurde es hier auch schon angebracht... dort findest auch das alte Paper zu..
urknall-weltall-leben.de/urknall-weltall....html?start=30#44702

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quantenradierer 15 Nov 2018 18:47 #44942

YxTerWd schrieb:

MrQubit schrieb: „The total pattern of all signal photons at D0, whose entangled idlers went to multiple different detectors, will never show interference regardless of what happens to the idler photons.


D.h. Allein das anbringen des Kristalls verändert schon das Ergebniss auf D0 obwohl nicht demessen wird?


Hmmm..auch wenn man den Versuchsaufbau hinter dem Kristall entfernt, werden die idler-Photonen ja trotzdem irgendwann irgendwo auftreffen... das lässt sich ja gar nicht verhindern. Und in dem Moment wird die "Welcher-Weg"-Information verfügbar (=> keine Interferenz). So würde ich das mal interpretieren.

seb110: Der Doppelspalt selber stellt noch keine Messung dar, weil er nicht zur Informationsabgabe zwingt.
Im klassischen Doppelspalt-Experiment positioniert man meines Wissens dazu einen Polarisationsfilter in die Nähe des Spaltes.

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quantenradierer 15 Nov 2018 18:58 #44943

Warum sollten "verborgene Variablen" die "Eigenschaft" besitzen nicht messbar zu sein??
Gibts da bitte mal ein Beispiel zu?

z.B. Startpunkt der Trajektorien im Rahmen der Bohmschen Mechanik?

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quantenradierer 15 Nov 2018 21:45 #44946

Hi MrQubit

danke für die Antwort. Aber hätten wir dann nicht ohne den Zusammenbruch einer Wellenfunktion die Information dass zwischen Quelle und Schirm irgend ein Gegenstand (Spalt oder nach Babinetschem Theorem Stecknadel) befindet?

viele Grüße

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quantenradierer 15 Nov 2018 22:44 #44948

YxTerWd schrieb: Fürs Verständnis:

1) Wenn man die Detektoren D1-D4 aus diese Versuch vollständig entfernen würde, würde man dann nicht auf D0 ein reines Interfernzmuster sehen?

2) Wenn man nur die Detektoren D3 und D4 im Versuch hat (kein D1,D2 und keine halbdurchlässigen Spiegel) hat man dann auf D0 einen reinen Klumpen?

3) Wenn man nur die Detektoren D1 und D2 im Versuch hat (kein D3, D4 und die vorderen Spiegel durch nichtdurchlässige Spiegel ersetzt) hat man dann auf D0 wieder ein reines Interfernzmuster sehen?

1) man hätte keine Versuchsobjekte (Photonen) mehr die man sauber messen könnte denn man braucht für eine Koinzidenzmessung derer Zwei. D0 ist kein Schirm sondern ein verschiebbarer Detektor der eine Strecke abfährt um Photonen zu zählen. Es wäre trotzdem interessant zu wissen ob man dann ein Interferrenzmuster hätte oder ob bereits das Prisma das die "welcher Weg" Information gewinnt dies verhindert;

2) Ja; bzw. eigentlich die Überlagerung von zwei Klumpen ;)

3) Vermutlich Nein, denn bei diesem Versuchsaufbau überlagern sich die Muster die mit D1 und D2 verknüpft sind. Die Überlagerung ergibt einen Klumpen.

assume good faith

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quantenradierer 16 Nov 2018 02:33 #44949

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Moin.. MrQubit,

z.B. Startpunkt der Trajektorien im Rahmen der Bohmschen Mechanik?


Die "verborgenen Variablen" innerhalb Bohmscher Interpretation sind die Orte, die Koordinaten besagter Teilchen, jedoch nur solange, bis diese zur Messung kommen. Da eine deterministische Interpretation anliegt (kontinuierliche Entwicklung/ auch zeitlich), die Teilchen also vorher real existierten, auf realen Bahnen propagieren (was in der QM nicht gegeben ist und somit die Bohmschen "Orte" aus dieser Sicht zu verborgenen Variablen macht), lässt sich anhand der von Bohm angedachten Bewegungsgleichungen, deren Trajektorie nachvollziehen.
Soweit ich verstanden..

Das was sich bzgl. Bohm (ua. Sicht der QM) als verborgene Variable bezeichnen lässt, kann man also messen und folgend die Bahn berechnen.
NGse Z.

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quantenradierer 16 Nov 2018 06:20 #44952

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Z. schrieb: Moin.. MrQubit,

z.B. Startpunkt der Trajektorien im Rahmen der Bohmschen Mechanik?


Die "verborgenen Variablen" innerhalb Bohmscher Interpretation sind die Orte, die Koordinaten besagter Teilchen, jedoch nur solange, bis diese zur Messung kommen. Da eine deterministische Interpretation anliegt (kontinuierliche Entwicklung/ auch zeitlich), die Teilchen also vorher real existierten, auf realen Bahnen propagieren (was in der QM nicht gegeben ist und somit die Bohmschen "Orte" aus dieser Sicht zu verborgenen Variablen macht), lässt sich anhand der von Bohm angedachten Bewegungsgleichungen, deren Trajektorie nachvollziehen.
Soweit ich verstanden..

Das was sich bzgl. Bohm (ua. Sicht der QM) als verborgene Variable bezeichnen lässt, kann man also messen und folgend die Bahn berechnen.
NGse Z.

Die verborgenen Variablen ergeben sich aus den Anfangszuständen der Teilchen, die der Führungswelle folgen, wozu auch die Orte gehören. Doch dieser Anfangszustand der Teilchen ist eben nicht zur Gänze messbar (z.B. Spin und exakter Aufenthalt der Teilchen vor der Trennung im Kristall,...). Allerdings könnte man, wenn man wüsste. Deshalb ergibt sich das selbe Problem wie bei der Kopenhagener Deutung mit der Wahrscheinlichkeit.

MfG
WL01

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quantenradierer 16 Nov 2018 07:02 #44953

Moin zusammen,

seb110 schrieb: Hi MrQubit

danke für die Antwort. Aber hätten wir dann nicht ohne den Zusammenbruch einer Wellenfunktion die Information dass zwischen Quelle und Schirm irgend ein Gegenstand (Spalt oder nach Babinetschem Theorem Stecknadel) befindet?

viele Grüße


Wir schon, aber das Photon nicht ;)
Spass beiseite. Informationsaustausch findet letztendlich nur dann statt, wenn die Information a) empfangen und b) auch verstanden werden kann.
Nicht jede „Wechselwirkung“ ist gleich eine Messung. Das Prinzip des Quantencomputers basiert ja gerade darauf, dass man verschiedene Operatoren auf ein Qubit bzw. verschränktes Quantenregister anwendet, ohne dass diese gleich in |0> bzw. |1> kollabieren. Weil dann ist die Show vorzeitig zu Ende.
Auch beim Doppelspalt-Experiment muss man auf Abstand und Spaltengröße achten, sonst wird man keine Interferenz erhalten.

Schönes Wochenende
Folgende Benutzer bedankten sich: seb110

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quantenradierer 16 Nov 2018 09:31 #44957

Woraus besteht denn nun die Führungswelle, der die Bohmschen Teilchen folgen?

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