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THEMA: Voraussetzungen des Anfangs mit Quantenfluktuationen

Voraussetzungen des Anfangs mit Quantenfluktuationen 23 Sep 2017 16:00 #19629

Im Buch wird gesagt: Man muss die Kröte schlucken, dass man die Quantenmechanik voraus setzen muss, um den Vorgang der Entstehung aus Quantenfluktuationen zu beschreiben. Nun besteht die Physik sicher aus mehr als Quantenmechanik, aber es ist doch ein Rückgrat der modernen Physik. Setzt man damit nicht schon ein Großteil dessen voraus, was das Universum ausmacht? .Sicher fehlen die vier Grundkräfte und deren Größenordnungen, auch die ART ist da nicht drin. Meine Frage ist vielleicht mehr philosophisch als physikalisch, mir geht es darum, dass das eine gewaltige Kröte ist, in der das (gefühlt) halbe Universum hinein passt. Mit Loriot gefragt: Stimmt etwas mit meinen Gefühlen nicht?
Ich will neben dem philosophischem Gefühl noch konkrete Fragen nachschieben:
1) Wird das Wirkungsquantum h voraus gesetzt? (Falls ja, würde das einen Rattenschwanz von Fragen nach sich ziehen)
2) Wird eine unendliche Potentialität voraus gesetzt? Ich meine damit das Potential zu Quantenfluktuationen, das mit dem Gleichnis vom unendlich lange tippenden Affen dargestellt wird. Potentialität nicht als Energie / Potential im physikalischen Sinn, sondern als Möglichkeitsform des Daseins. Ein nichts mit unendlicher Möglichkeit erinnert mich doch sehr an Mythen, in der das All aus einem Ei (als Symbol der verborgenen Möglichkeiten) ausgebrütet wird.
3) Quantenfluktuationen beobachtet man in Raum und Zeit, man kann sie in statistischer Weise messen und Energiedichte pro Kubikmeter angeben. Wird aber hier nicht eine Extrapolation durchgeführt, bei der man Raum und Zeit wegnimmt und behauptet, dass da trotzdem Quantenfluktuationen stattfinden? Diese Extrapolation kommt mir wie ein Taschenspielertrick vor (das soll nicht die Leistung der Theoretiker herabwürdigen, sondern mein Unverständnis ausdrücken).
4) Fragen 2) und 3) zusammen genommen: In dem Nichts gibt es keinen Raum, in dem man von mehreren Fluktuationen nebeneinander sprechen kann und keine Zeit, in der man von einem gleichzeitigen oder Nacheinander dieser Fluktuationen reden kann. Verstehe ich richtig, dass man Zeit und Raum jeweils mit begrenzten Möglichkeiten gleichsetzt und die Abwesenheit davon jeweils mit unendlichen Möglichkeiten? Normalerweise sagt man: Wenig Zeit bzw. Raum gleich wenig Möglichkeiten. Nun ist "kein Raum" sicher etwas anderes wie "unendlich kleiner Raum" - aber wer will das sagen? Sind hier nicht Entscheidungen /Setzungen vorausgesetzt?
Gibt es irgendwo eine Auflistung von all den philosophischen und physikalischen Voraussetzungen, die man mitschleift (Kröten, die man schlucken muss) für dieses Modell der Weltentstehung?

Wer meint, er habe etwas erkannt, der weiß noch nicht, wie man erkennen soll.
1. Brief des Paulus an die Korinther 8, 2

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Voraussetzungen des Anfangs mit Quantenfluktuationen 16 Okt 2017 15:07 #20585

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"Gewöhnlich glaubt der Mensch, wenn er nur Worte hört, es müsse sich dabei doch auch was denken lassen", bemerkte Goethe einst ironisch und ahnte nicht, daß einmal ein Mann namens Valentin Ludwig Fey die Bühne der Welt betreten würde.
"Die Zukunft war früher auch besser"
Herrn Wittgenstein: "Die Ergebnisse der Philosophie sind die Entdeckung irgendeines schlichten Unsinns und Beulen, die sich der Verstand beim Anrennen an die Grenzen der Sprache geholt hat."
___________________________________________________________________________________________________

Ich möchte nur zu deinen einführenden Worten sprechen, Martin, zur „Kröte“ an sich…
Herr Gaßner selber beschreibt sein Unbehagen im Video URKNALL, dass Quantenfluktuationen die QM voraussetzen. -

Für den Moment, sehe ich in Herrn Gaßners Aussage, sicher völlig unbeabsichtigt von ihm, dass sie mir im Vergleich zu Aristoteles' „Erstbeweger“ keinen deutlichen Wesensunterschied zeigt.
Nach den Hauptsätzen der Thermodynamik ist es für mich (eigentlich unnötiger Weise) SOGAR bewiesen, dass es Energie schon immer gab. Die „Einen“ sagen Gott dazu, Milliarden Menschen um genauer zu sein - die „Anderen“ sagen, salopp gesprochen „Was Anderes!“ -

Ich lasse mich gern eines Besseren belehren, es muss mich aber überzeugen!
Bis auf Weiteres gilt sonst für mich die Allgegenwart der Energie - in der Ewigkeit.

Ich tue mich mit Anfang und Ende, denke ich an das Universum, SEHR schwer. Klar kann ich sagen, ich bin dann und dann geboren… Aber wäre es klug zu sagen, „die Menschheit“ begann am 16. Oktober vor vielen Jahren? Beim Universum dito? -
Nein, eine Form von Energie, die sich teilweise oder komplett - u.U.- E=mc2 - in Materie UMWANDELN kann. (ich schrieb das Wort so groß, weil ich immer wieder von „erzeugter“ Energie lese, was für Lernende zu ungenau ist) Materie, die wie es scheint, in den nächsten Jahrmilliarden, hypothetisch, wieder vollkommen zu Energie verstrahlt.

Ich sehe keinen Gott als Person hinter diesem Wort, für mich ist ER eine Idee, die vielfältig benutzt wird und über die ich nicht weiter sprechen will.
Mehr noch kann ich eine Art Matrix, selbsterschaffene Software mit dieser Idee assoziieren.
-
Martin, ohne Erstbeweger, ohne QF, bleibt nur, sich vorzustellen und das soll im XX. JH eine lange Weile auch gegolten haben, dass „ALLES“ aus buchstäblich „NICHTS“ entstand, im Sinne eines völlig leeren Vakuums, eines, ohne die leiseste Ahnung eines Energie-Bits oder Qu-Bits.
Du weißt, zu welchem Ulk dies Fred Hoyle verleitete, und zu welchem E. P. Fischer Ähnliches einfiel.
Das „explodierende“ Nichts, das Ideale Vakuum“, 0 Druck und 0 Moleküle und unendliche mittlere freie Weglänge…

Chalawan

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Voraussetzungen des Anfangs mit Quantenfluktuationen 16 Okt 2017 16:12 #20594

Man muss die Kröte schlucken, dass man die Quantenmechanik voraus setzen muss, um den Vorgang der Entstehung aus Quantenfluktuationen zu beschreiben. Nun besteht die Physik sicher aus mehr als Quantenmechanik, aber es ist doch ein Rückgrat der modernen Physik. Setzt man damit nicht schon ein Großteil dessen voraus, was das Universum ausmacht?[…]

Die Kröte von der die Rede ist, ist das Quantenvakuum und der Gedanke, dass da niemals ein „Nichts“ war. Natürlich fällt es uns schwer uns vorzustellen, dass Etwas aus dem Nichts heraus entstehen kann. Man muss die Möglichkeit in Betracht ziehen, dass es immer schon etwas gab, und niemals nichts.

Unser Gehirn hat immense Schwierigkeiten damit die Quantenphysik zu verstehen, außerordentlich schwerwiegende Probleme sogar. Doch auch hier gilt: Nur weil wir uns eine Sache nicht anschaulich vorstellen können ist das kein Beweiß außer dem, dass unser Vorstellungsvermögen nicht ausreicht.

Die einzigen „Kröten“ die wir (er)tragen müssen sind die aus unserer Realität abgeleiteten Trugschlüsse. Bei der Gelegenheit würde mich deine Definition von „Nichts“ und deine Version von der Entstehung von „Etwas“ brennend interessieren.

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Voraussetzungen des Anfangs mit Quantenfluktuationen 16 Okt 2017 16:22 #20595

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Madouc99 schrieb:

Doch auch hier gilt: Nur weil wir uns eine Sache nicht anschaulich vorstellen können ist das kein Beweiß außer dem, dass unser Vorstellungsvermögen nicht ausreicht.

GENAU DAS WOLLTE HEISENBERG NICHT!!!
Du kennst doch seine einsamen (und bekannten Wanderungen auf Helgoland), WEIL er zu einer völlig neuen Einsicht kam, die Quanten sich eben nicht vorzustellen…

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Voraussetzungen des Anfangs mit Quantenfluktuationen 16 Okt 2017 16:28 #20597

Martin-O schrieb: Im Buch wird gesagt: Man muss die Kröte schlucken, dass man die Quantenmechanik voraus setzen muss, um den Vorgang der Entstehung aus Quantenfluktuationen zu beschreiben.

Also ich persönlich bin nicht bereit, diese Kröte zu schlucken.

Martin-O schrieb: 1) Wird das Wirkungsquantum h voraus gesetzt? (Falls ja, würde das einen Rattenschwanz von Fragen nach sich ziehen)

Ja sicher.

Martin-O schrieb: 3) Quantenfluktuationen beobachtet man in Raum und Zeit, man kann sie in statistischer Weise messen und Energiedichte pro Kubikmeter angeben.

Problem ist nur, dass die theoretisch angenommene Energiedichte der Quantenfluktuationen um den Faktor \(10^{120}\) höher liegt, als das, was tatsächlich gemessen wird. Das nenne ich mal daneben getippt.

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Voraussetzungen des Anfangs mit Quantenfluktuationen 16 Okt 2017 16:29 #20598

Michael D. schrieb: Problem ist nur, dass die angenommene Energiedichte der Quantenfluktuationen um den Faktor \(10^{120}\) zu hoch liegt.


Und darauf kommst du weil....???

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Voraussetzungen des Anfangs mit Quantenfluktuationen 16 Okt 2017 16:41 #20600

Der tatsächlich gemessene Wert der Vakuumenergiedichte ist um den Faktor \(10^{120}\) niedriger, als der Wert, den das Standardmodell postuliert. Woher soll also die Energie für den Urknall herkommen? Aus Quantenfluktuationen jedenfalls nicht.

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Voraussetzungen des Anfangs mit Quantenfluktuationen 16 Okt 2017 17:05 #20604

Wenn h bereits festgelegt war, dann gehört es also nicht zu den Grundkonstanten, die erst durch den tippenden Affen festgelegt werden? Wieso lässt er sich das h von der Schreibmaschine klauen? Also, die Kröte wird immer ekliger, wer will das schlucken? Ich frage mal meinen Frisör occham um Rat, was der dazu sagt.
Und überhaupt: ich gucke mir die metrischen Größen, aus denen h zusammen gesetzt ist, an und staune, was da schon alles vorhanden ist! Herrn Gaßner habe ich so verstanden, dass innerhalb von der Planck-Größe keine Entropie zunimmt du also auch keine Zeit verrinnt, auch wenn die Fluktuation einen Augenblick stattfindet. Von der Makro-Zeitbetrachtung ist da nichts, es gab also keinen Raum und keine zeit, weil h nicht zählt. Das kann ich also gerne schlucken.
Ich frage nur: Damit ´trotz der Energiemenge des Universums h nicht überschritten werden kann: Wie schnell muss die Fluktuation sein? Oder ist diese winzigst-Zeit wieder eine Makro-zeit-Betrachtung, die verboten ist?

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Voraussetzungen des Anfangs mit Quantenfluktuationen 16 Okt 2017 18:04 #20610

Wie ich bereits versucht habe anzudeuten: Wir müssen uns wahrscheinlich damit abfinden, dass es ein Nichts niemals nicht gegeben hat, sondern immer etwas war.

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Voraussetzungen des Anfangs mit Quantenfluktuationen 16 Okt 2017 18:09 #20612

Madouc99 schrieb: Wie ich bereits versucht habe anzudeuten: Wir müssen uns wahrscheinlich damit abfinden, dass es ein Nichts niemals nicht gegeben hat, sondern immer etwas war.

...oder aus etwas Übergeordnetem entstanden ist. Von nix kommt nix.

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Voraussetzungen des Anfangs mit Quantenfluktuationen 16 Okt 2017 18:36 #20618

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Das Problem mit "etwas Übergeordnetem" ist, dass man dies wiederholen kann:
Universum bedeutet DAS GANZE
Multiversen sind salonfähig geworden.
50 Jahre weitergedacht, wenn einem nichts mehr einfällt,
wird wieder jemand "einen Kreis um das Ganze ziehen" - und weiß der Geier, Mega-Universum nennen...
Hihi, meinst du nicht auch, Mic, deep in your mind?

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Voraussetzungen des Anfangs mit Quantenfluktuationen 16 Okt 2017 19:02 #20625

Chalawan2000 schrieb: Hihi, meinst du nicht auch, Mic, deep in your mind?

Klar kann das erstmal so weitergehen. Nur der Herrgott weiss es. Aber sieh es doch mal aus der Perspektive eines Atoms. Die kleinen String-Wesen darin denken auch, dass ihr Atom das ganze Universum ist. Weit gefehlt. Vielleicht ist das ganze Universum wiederum nur ein Elementarteilchen. Mich interessiert nur die nächsthöhere Ebene und deren Einfluss auf unser Universum.

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Voraussetzungen des Anfangs mit Quantenfluktuationen 16 Okt 2017 19:17 #20628

Ich freu mich über den regen Austausch.
Mir ging es aber nicht darum, von einer Spekulationsebene auf die nächste zu kommen, sondern ganz nüchtern zu fragen: Was haben wir bereits im Gepäck, wenn wir Quantenfluktuationen voraus setzen? Denn die Antwort: NIx ist doch britisches Understatement. Dass das mit der Quantenfluktuation insgesamt eine Spekulation ist, muss man hinnehmen, weil man nichts Besseres hat. Man nimmt die Raumzeit weg und damit die Gravitation. Übrig bleibt die Quantenwelt. Aber das ist deutlich mehr als nichts. Mir ging es darum, dies präzise wie möglich fest zu halten.
Diese Frage reizt natürlich, zu spekulieren. Wenn das so stimmen sollte: Hat es denn dann jemals die die Quantengravitation gegeben, wo doch die Quanten ohne auskommen konnten? Das ist so eine Frage, wo ein Narr mehr fragen kann als...

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Voraussetzungen des Anfangs mit Quantenfluktuationen 16 Okt 2017 19:49 #20631

Michael D. schrieb: Von nix kommt nix.

Ist kein physikalisches Gesetz. Bevor du jetzt mit Newton 2 ankommst: Nix ist physikalisch nicht definiert und existiert nicht. Wenn ein Physiker von Nichts redet meint er meist etwas völlig anderes als der Pfarrer oder Philosoph.

Dazu ein Zitat aus dem Internet:

Nach dem religiösen Glauben existierte einst ein »Nichts« in dem keine Regelwerke galten, und aus dem nichts entstehen konnte. Das Nichts war ohne Raum, Zeit, Materie oder Energie. Vor allem gab es keinerlei gültige Regeln.

Außer der Regel »von Nichts kommt nichts«. Woher stammt die? Keine Eigenschaften zu haben ist die Definition  der Nichtexistenz. Was behauptet wird lautet: Es gab »Etwas«, was alle Eigenschaften der Nichtexistenz besaß, nicht existieren konnte, und in dem keinerlei Regeln galten, außer der, dass nichts daraus werden konnte. Das ist selbstwidersprüchlich im Quadrat.


Quelle: Dittmar

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Voraussetzungen des Anfangs mit Quantenfluktuationen 17 Okt 2017 12:49 #20676

Madouc99 schrieb:

Michael D. schrieb: Von nix kommt nix.

Ist kein physikalisches Gesetz.

Doch, der Energieerhaltungssatz.

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Voraussetzungen des Anfangs mit Quantenfluktuationen 17 Okt 2017 13:38 #20680

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ich finde Quanten sind viel zu Groß als das sie für Anfang des Universums verantwortlich sein können, die haben bereits Substanz. Also die aussage der Quantenfluktuation gleich zu setzen mit Vakuumfluktuation bereitet mir an manch so einem Punkt Kopfschmerzen.

Urknall ist immer noch die Differenz zwischen etwas, was aber so nicht mehr da ist.

Nichts: ist die Abwesenheit eine Vergleichsgröße. Also 0 Ist nicht Nichts, es ist eindeutig mehr als -1 :D

Ja ich kann alles, sogar definieren was ich nicht kann.

Man muss noch Chaos in sich haben, um einen tanzenden Stern gebären zu können.
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Voraussetzungen des Anfangs mit Quantenfluktuationen 17 Okt 2017 14:37 #20690

Madouc schrieb: „Bei der Gelegenheit würde mich deine Definition von „Nichts“ und deine Version von der Entstehung von „Etwas“ brennend interessieren“

Das Problem ist, dass Nichts immer im Vergleich zu etwas bestimmten „etwas“ steht.
Zum Beispiel im Vergleich zu etwas Energie, dann bedeutet es. Null Energie. Dann kann man vom Energie-Erhaltungssatz reden oder von Quantenfluktuationen und einem mexikanischem Potential-Hut.
Zum Absoluten nichts reicht es nicht, alle Parameter auf Null zu stellen, sondern die Dimensionen dieser Parameter auch noch abzuräumen. Es wäre ein Nichts, dass nirgendswo drin wäre, zu dem nichts zu sagen ist. Das ist weder vorstellbar noch ist sonst irgend etwas damit anzufangen, es ist ein Gedanken-Experiment, das immer scheitert.
Deswegen kann ich auch nicht sagen, wie aus dem dann „etwas“ geworden ist.

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Voraussetzungen des Anfangs mit Quantenfluktuationen 17 Okt 2017 14:38 #20691

Ich möchte noch einmal zu Punkt 2 meines Eingangs-Postings zu sprechen kommen:
Wegen fehlender Entropie / Zeit wird Quantenfluktuationen ein Reservoir von unendlichen Möglichkeiten zugesprochen. Meine Frage: Sollte man auch bei Hypothesenaufstellung und Spekulationen nicht vorsichtiger sein mit der Einführung des Unendlichen?

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Voraussetzungen des Anfangs mit Quantenfluktuationen 17 Okt 2017 15:08 #20692

Die Hypothese lautet, dass ein Universum in dem wir existieren nur so sein kann wie das unsere.

"Das Universum ist so wie es ist, weil es so ist wie es ist" - Harald Lesch

Ob es gleich beim ersten mal so geklappt hat weil es nicht anders gehen konnte, oder ob es nahezu unendlich viele Versuche mit zufälligen Konstanten gebraucht hat die alle wieder zum Kollaps geführt haben, oder ob unendlich viele Multiversen entstanden sind, ist alles wilde Spekulation.

Sicher, es hört sich vernünftig an und das Gleichnis mit dem tippenden Affen der unendlich viel Zeit und Versuche hat macht es sogar dem letzten Einfaltspinsel deutlich, das heißt aber nicht, dass wir hier von gesicherten Annahmen sprechen dürfen.

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Voraussetzungen des Anfangs mit Quantenfluktuationen 17 Okt 2017 17:57 #20706

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Martin-O schrieb: Ich möchte noch einmal zu Punkt 2 meines Eingangs-Postings zu sprechen kommen:
Wegen fehlender Entropie / Zeit wird Quantenfluktuationen ein Reservoir von unendlichen Möglichkeiten zugesprochen. Meine Frage: Sollte man auch bei Hypothesenaufstellung und Spekulationen nicht vorsichtiger sein mit der Einführung des Unendlichen?


Was heisst denn hier "vorsichtiger"?
Seriös wird sich diesbezüglich da ohnehin eher so geäussert: Wenn man davon ausgeht, dass noch keine Zeit existierte, dann hätte man sozusagen "unendlich" viel Zeit bzw. Versuche. Das ist also ganz klar als eine Vermutung gekennzeichnet.
Vorsichtiger wäre ich da viel eher mit irgendwelchen Schöpfungsspekulationen oder höheren Mächten, die dann gerne dazu postuliert werden, weil man halt eine endgültige "Erklärung" basteln will.

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Voraussetzungen des Anfangs mit Quantenfluktuationen 17 Okt 2017 18:39 #20709

@ Rupert

Im Buch von Lesch / Gaßner wird die unendliche Zeit fraglos voraus gesetzt, da finde ich nicht das Wort "Vermutung".

Im mathematischen Thread (Unendlichkeiten im Titel) postete neulich jemand:
Physiker mögen kein Unendlich -- und das aus gutem Grund
Das habe ich einfach nur auf dieses Thema übertragen.

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Voraussetzungen des Anfangs mit Quantenfluktuationen 17 Okt 2017 19:22 #20711

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Martin-O schrieb: @ Rupert

Im Buch von Lesch / Gaßner wird die unendliche Zeit fraglos voraus gesetzt, da finde ich nicht das Wort "Vermutung".

(...)


Das kann ich mir ja beim besten Willen nicht vorstellen, dass die Herren Lesch und Gassner diese Hypothese, dass sich das Universum aus einem unendlichen Quantenfluktuationsprozess aufeinmal ins Dasein geworfen hat, zu einer gesicherten Wahrheit erheben. Es ist ein gedankliches Modell, das auf zahlreichen Überlegungen und Erkenntnissen der theoretischen Physik beruht und die eben auf die "Zeit vor dem Urknall" übertragen wurden. That's all. Eine experimentelle Bestätigung oder eine Bestätigung durch wiederholbare Beobachtungen gibt es dazu ja nicht.
Und damit sind wir wieder bei der Hypothese, die mit wenn beginnt: "Wenn man davon ausgeht, dass noch keine Zeit existierte, dann hätte man sozusagen "unendlich" viel Zeit bzw. Versuche." Dass die Bedingung hinter dem "wenn" tatsächlich und unumstößlich in der Wirklichkeit gegeben ist, weiß man eben nicht, denn das beruht auf Annahmen.

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Voraussetzungen des Anfangs mit Quantenfluktuationen 17 Okt 2017 19:29 #20713

Madouc99 schrieb: Sicher, es hört sich vernünftig an und das Gleichnis mit dem tippenden Affen der unendlich viel Zeit und Versuche hat macht es sogar dem letzten Einfaltspinsel deutlich, das heißt aber nicht, dass wir hier von gesicherten Annahmen sprechen dürfen.


Aber mit dem 5 cm Fischernetz hast du ein Problem ?
Das mit den Affen ist für dich in Ordnung ? Weil man die Affen auch durch Engel ersetzen könnte oder gleich durch Gott .
In der Physik gibt es kein unendlich höchstens ein unbegrenzt .

Woher kommen die Affen und die unendliche Zeit .

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Voraussetzungen des Anfangs mit Quantenfluktuationen 17 Okt 2017 19:33 #20714

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Sollten wir nicht jedwede Zitate mit den dazugehörenden Links versehen? Bei Büchern die Seitenzahl, Titel usw. ?

Ruperts Aussage unterstreiche ich!

Im Video (Urknall Stand 2015) sprach Herr Gaßner davon, dass die Zeit mit dem Urknall begann und "davor" Ewigkeit herrschte. Diesem Zeitpunkt ist extrem schwer beizukommen.

Chalawan

Danke & bye-bye,
Chalawan

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Voraussetzungen des Anfangs mit Quantenfluktuationen 17 Okt 2017 19:51 #20717

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Danke, dass Du meine Aussage nochmal wiederholst ;)
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Voraussetzungen des Anfangs mit Quantenfluktuationen 17 Okt 2017 21:01 #20724

heinzendres schrieb: Woher kommen die Affen und die unendliche Zeit .

Wenn man annähme das es noch keine Zeit gab so hätten die Affen davon unendlich viel gehabt... aber das bleibt ein Gleichnnis und es ist so doof wie das mit dem Fischernetz.

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Voraussetzungen des Anfangs mit Quantenfluktuationen 17 Okt 2017 21:21 #20728

Da endet mein Verständnis , von etwas unendlich viel zu haben das es aber nicht gibt . Ohne Zeitpfeil keine Veränderung .

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Voraussetzungen des Anfangs mit Quantenfluktuationen 17 Okt 2017 23:14 #20736

Im Buch Urknall, Weltall und das Leben (ich habe die 4. Auflage)
Kapitel 2.6 Verschnaufpause (beginnt S. 80)
S. 81 wird von einer quantenmechanischen Spielwiese gesprochen, ohne Spuren, reversibel, ohne Entropie / Zeitpfeil. Dann heißt es:
Gaßner: Nichts! Folgerichtig muss der erste Evolutionsschritt – neben dem Etwas, was es zu entwickeln gibt – auch den zugehörigen Taktgeber, die Zeit, erst mitkreieren. Vor dem Urknall befindet sich das Universum [sic!] somit in einem Zustand, der sich zwar laufend ändert, aber doch ewig besteht.
Lesch: Aber die Quantenfluktuationen benötigen doch Zeit für ihr Werden und Vergehen.
Gaßner: Richtig – streng genommen unterscheidet man deshalb zwischen der sogenannten Mikro- und Makrozeitskala. Quantenfluktuationen laufen auf der Mikrozeitskala ab, unterhalb der Unbestimmtheitsrelation von Energie und Zeit, ohne dass sich dabei Entropie ändert.

Im darauf folgendem Kapitel 2,7 Die Entstehung von allem aus dem Nichts heißt es S. 87:
Gaßner: Wir legen uns also wieder auf die Lauer und verfolgen abermals geduldig das Treiben der Quantenfluktuationen. Eine Ewigkeit vergeht, ohne dass der Begriff „Zeit“ eine Berechtigung hätte, Endlich ist es soweit:

Viel mehr ist in dem Buch nicht dazu zu finden. (Zitate eingetippt, evtl. Tippfehler sind von mir)

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Voraussetzungen des Anfangs mit Quantenfluktuationen 17 Okt 2017 23:47 #20738

Martin-O,

verstehen kann man diesen Dialog nur, wenn man wenigstens halbwegs die Quantenmechanik und hier insbesondere die Unschärfebeziehungen verstanden hat.
Und wenn man dann diese Zusammenhänge gedanklich vor den Urknall teleportiert, dann kommt man einem Verständnis des Dialogs schon sehr nahe.

Grüße
Thomas

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Voraussetzungen des Anfangs mit Quantenfluktuationen 18 Okt 2017 00:20 #20743

@ Thomas
Es ging in der Diskussion nicht darum, den Inhalt zu verstehen, sondern ob in dem Buch markiert wurde, dass das nur Vermutungen sind oder sonst modal unterschieden ist von wissenschaftlichen Theorien.
Da wurde gefragt, was Gaßner / Lesch wirklich sagen und es wurde um links (bei Videos) und Textstellen (bei Büchern) gebeten. Deswegen habe ich das eingestellt.
Die Frage ist doch, ob das, was man in dieser Raumzeit beobachten und mittels Theorien beschreiben kann, auch so einfach „vor“ den Urknall extrapolieren kann, bzw. was es heißt, dass das nicht in der Zeit abläuft. – vor allem für die Aussagekraft dieser gedanklichen Teleportation.

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