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THEMA: Erwartungen

Erwartungen 13 Apr 2016 11:29 #5482

Erwartungen über Erwartungen an die Springtheorie. Stringtheorie

Ich habe große Hoffnung auf sie. Gibt es denn schon mathematische Ansätze, diese Strings (oder Branes) zu beschreiben? Und sind wir irgendwie weiter als vor 20 Jahren?

(Sehr verwandt mit Torsten Cs "Paralleles Universum", ich wollte den Thread aber nicht kapern)

Jegliche Abstecher im Bereich der Springtheorie. Stringtheorie sind erlaubt und werden unterstützt!

Viele Grüße und ich hoffe auf Antworten,
Nirusu

"Wir stehen selbst enttäuscht und sehn betroffen
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- Berthold Brecht, Der Gute Mensch von Sezuan

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Erwartungen 13 Apr 2016 13:09 #5485

Nirusu schrieb: Erwartungen über Erwartungen an die Springtheorie.



Viele Grüße und ich hoffe auf Antworten,
Nirusu


Meinst du jetzt "Stringtheorie" oder "Springtheorie"?

Bei letzterem kann ich dir nicht helfen, die kenne ich nicht, oder hat das was mit "Frühling" zu tun?

Ich vermute aber mal stark, dass du ersteres meinst, also die gute, alte Stringtheorie.

Welche Erwartungen hast du denn? Mathematisch gibt es da ja diverse Arten von Stringtheorien, es gibt ja auch die Schleifenquantentheorie und vieles mehr, alles in sich vollkommen logisch und mathematisch stimmig berechnet.

Der Nachteil ist nur, dass man diese mathematischen Kunstgriffe nicht experimentell überprüfen kann.

Bis es soweit ist, dass man auch praktisch eine 5., 6. oder höhere Dimension nachweisen kann oder die Existenz von Multiversen, kann man da nur ............. warten.

Bis zum Beweis des Gegenteils verhält es sich mit diesen Stringtheorien so, wie mit Schrödingers Katze, erst, wenn man nachschaut, weiß man, ob sie noch existiert. Wir brauchen "nur" jemanden, der in der Lage ist, den Deckel anzuheben.


Insofern erübrigen sich Diskussionen über Sinnhaftigkeit oder Richtigkeit dieser Stringtheorien zum jetzigen Zeitpunkt.


Grüße
Udo

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Erwartungen 13 Apr 2016 13:15 #5486

udogigahertz schrieb: Mathematisch gibt es da ja diverse Arten von Stringtheorien, es gibt ja auch die Schleifenquantentheorie und vieles mehr, alles in sich vollkommen logisch und mathematisch stimmig berechnet.
[...]
Grüße
Udo


Ich hoffe, dass irgendein armer Vogel versucht, mir das Mathematische zu erklären. Einem Kerl, der nur niedrige Ableitung kennt1. Wer will das versuchen? :unsure: Mein Beileid im Vornherein

1: Hab' aber noch Potential, bin auch erst in der 10. Klasse :)

Grüße,
Nirusu

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Erwartungen 13 Apr 2016 13:49 #5489

Hallo Nirusu,
ich denke, du freust dich wie wir alle über den Frühling, gemeint ist also die Stringtheorie :) Mein Beitrag zu Strings ist auf die Suche nach einer verdaulichen Vorstellung gerichtet, die aber vor allem kein Widerspruch zur Logik/Mathematik/ART sein darf.
Wir sehen Strings als eindimensionale Objekte, denen ein Erregungszustand zugeordnet sein kann. Branes sehen wir als zwei- und mehr dimensionale Objekte. Gerade die Branes lassen m. E. etwas Verdauliches entwickeln. In meiner Vorstellung von zweidimensionalen Branes haben diese vor allem das Merkmal, dass sie zwei Seiten voneinander trennen (rechts-links, oben-unten etc.). Als geschlossene Oberflächen können Branes auch als Abgrenzung eines Raumteils vorgestellt werden. Dann würden sie ein Innen von einem Außen trennen. Öffnet weite Spielwiese für alle Arten von Modell-Interpretationen. Genau das hilft vielleicht ein gutes Stück in Richtung verdaulicher Vorstellung. Hinzu kommen Strings, die mit ihren Enden Branes berühren. Dann ließen diese sich als Merkmale eines Körpers oder einer Trennebene verstehen … oder auch als Interaktion mit der Umwelt. Geschlossene Strings könnten einer Vorstellung von Quantenfluktuation und virtuellen Teilchen weiterhelfen. In einem Gedankenexperiment nehme ich einmal die dreidimensionale Gestalt eines Ikosidodekaeders als Basis (besteht aus 6 Zehnecken um einen gemeinsamen Mittelpunkt). Dessen Oberfläche könnten wir einmal als eine Brane sehen. Hinzu kommen 60 Strings, deren Enden die Oberfläche (und je drei Nachbar-Strings) berühren und die wir uns als Kanten des Ikosidodekaeders vorstellen können. Jetzt haut es mir um die Ohren, aber allein mit der Zahl 10 (von den Zehnecken) für eine Vorstellung von differenzierbaren Zuständen und der Anzahl 6 gelange ich mit einer darauf aufgebauten Modellvorstellung ( www.integration4.com ) zu folgender auf über neun Dezimalstellen präzise Formeldarstellung:
((5000 ∙ Φ²) / (1 – 1/50000) + 1/(1 – 1/500))⁶ = Jm / (h ∙ c)
mit h ∙ c = 1,986445824 ∙ 10 ̄ ²⁵ Jm, Φ = 1,6180339887
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Erwartungen 13 Apr 2016 14:15 #5490

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Erwartungen 13 Apr 2016 14:24 #5491

freue mich über dein Feedback ...
stimmt, mit der Idee auf Grundlage des Ikosidodekaeders stehe ich allein auf weiter Flur. Wirklich das einzige, was die Idee zu bieten hat ist die Präzision von über 9 Dezimalstellen und dass die Modellüberlegung wenigstens keine inneren Widersprüche hat.
Jetzt aber gute Nacht und weiterhin gutes Gelingen
Bruno

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Erwartungen 13 Apr 2016 16:55 #5492

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Nirusu schrieb: Sehr verwandt mit Torsten Cs "Paralleles Universum", ich wollte den Thread aber nicht kapern.

Um diesen Ball aufzunehmen: Wir können versuchen, die Themen zu trennen, um damit die Threads übersichtlich zu halten, z.B.:

Nirusu schrieb: Jegliche Abstecher im Bereich der Springtheorie sind erlaubt und werden unterstützt!

Cool. B)
Ich lese seit gestern „Die verborgene Wirklichkeit” von Brian Greene und bin erst in Kapitel 2.
Immer, wenn ich was lese, was in eines der entsprechenden Threads passt, werde ich es dort schreiben, oder vorzugsweise hier. Versprochen.
Der Anfang klingt spannend… [ Zum Anzeigen klicken ]

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Erwartungen 13 Apr 2016 19:32 #5497

Ich denke schon, dass eine Stringtheorie auch derzeit zumindest indirekt verifiziert werden könnte.

Dazu müsste sie die bestehenden Theorien, insbesondere Quantenmechanik und ART, vollständig beeinhalten und darüber hinaus Vorhersagen machen, die sich experimentell überprüfen lassen. Würde derartiges gelingen, dann hätte diese Stringtheorie auch heute schon eine Berechtigung.

Nach meiner Info ist dies aber noch keiner Stringtheorie gelungen oder?

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Erwartungen 13 Apr 2016 21:41 #5502

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ClausS schrieb: Nach meiner Info ist dies aber noch keiner Stringtheorie gelungen oder?

Ich warte immer darauf, dass jemand mit einem entsprechenden Experiment hinterm Busch hervorspringt.

Da Gravitonen als einzige Teilchen (geschlossene Strings) nicht an Branen haften, sind sie die einzigen Teilchen, die wir auf unserer Bran (in unseren 3+1 Dimensionen) aus anderen Branen detektieren könnten. Daher sah ich in der exakteren Messung von Gravitonen bisher die größten Chancen für eine bestätigte Vorhersage und daher auch meine Ungeduld bei den DAMPE-Ergebnissen .

Aber es wird immer wieder gesagt, die Stringtheorie könnte das prominente Hierarchieproblem lösen. Was ich dabei nicht verstehe: Die Gravitation nimmt mir r2 ab. In einem 4- oder Noch-mehr-dimensionalen Raum würde die Gravitation jedoch mit r3, r4, r5 usw. abnehmen.

Wie soll die Stringtheorie dann das Hierarchieproblem lösen?
Hat das jemand verstanden?

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Erwartungen 13 Apr 2016 22:38 #5503

Hallo,

also ich habe mir dieses video nicht nur mehrmals angesehen, sondern sogar ein handschriftliches Skript dazu angefertigt:
. Ich habe mir auch das Skript mehrmals dann durchgelesen, aber ich verstehe trotzdem nur die Hälfte. Klingt jedoch alles wohl durchdacht und es ist nicht die Rede von 10 Dimensionen oder so. Dagegen beruft sich Witten z.B. auf die Mathematik des 19. Jahrhunderts die den eigentlichen Clou der Stringtheorie ermöglicht. Das ist verblüffend:-)

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Erwartungen 13 Apr 2016 23:35 #5506

Klingt wohl sehr durchdacht, aber ich verstehe trotzdem nur die Hälfte


Genau das Gefühl habe ich bei Stringtheorien und Frühlingstheorien auch ;)
Von Dummies für Dummies: Die Stringtheorie?
Brain Greene habe ich auch gerade gelesen, dass Buch ist sehr empfehlenswert.

Zu dem Hierarchieproblem: Nee, ich kann's nicht lösen, denke aber weiter und mache mich schlau

Viele Grüße,
Nirusu

Zum Video: Oh Gott ist das kompliziert. Das verstehe ich nicht mehr, dx/dt geht über mein mathematisches Wissen, auch das tolle F. Aber ich bin schon beim Nachschlagen ;)

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Erwartungen 14 Apr 2016 13:55 #5515

Torsten C schrieb: Aber es wird immer wieder gesagt, die Stringtheorie könnte das prominente Hierarchieproblem lösen. Was ich dabei nicht verstehe: Die Gravitation nimmt mir r2 ab. In einem 4- oder Noch-mehr-dimensionalen Raum würde die Gravitation jedoch mit r3, r4, r5 usw. abnehmen.

Wie soll die Stringtheorie dann das Hierarchieproblem lösen?
Hat das jemand verstanden?


Bis zum Beweis (Nachweis, direkt oder indirekt, experimentell und jederzeit wiederholbar), dass es mehrere Dimensionen gibt, dass also eine der vielen Stringtheorien jedenfalls "nicht so ganz falsch" sein kann, muss man objektiverweise auch die Möglichkeit ins Auge fassen, dass alle Stringtheorien einschließlich der Schleifenquantentheorie falsch sind.

Damit erübrigt sich das Kopfzerbrechen über das Hierarchieproblem hinsichtlich der Gravitation.

Bis jetzt sind alle, nennen wir sie mal: weiterführenden Denkmodelle vollkommen unbewiesen, da zur Zeit noch nicht falsifizierbar.

Wobei hier die Beweislast bei denjenigen liegt, die diese Theorien aufgestellt haben.

Als neutraler Beobachter würde ich da mal zunächst die Füße still halten und mir erst dann ernsthafte weiterführende Gedanken drüber machen, WENN eine dieser Theorien aus dem Stadium der Spekulation herausgekommen ist. Es führt ja zu nichts, wenn man sich gedanklich mit Dingen beschäftigt, deren Existenz noch nicht bewiesen ist.


Grüße
Udo

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Erwartungen 14 Apr 2016 14:34 #5516

DIESER BEITRAG IST REINES HERUMVERMUTEN UND NICHTS WISSENSCHAFTLICHES

Ich rätsele hier mal an dem Hierarchieproblem rum.

Anmerkung: Ich habe noch nie in höheren Dimensionen als 3 gerechnet, weiß daher nicht wirklich, wie man das macht.
Falsche Rechnungen bitte kritisieren!


Also, so weit ich das verstanden habe, gibt es mehr "Raum", in den sich z.B. Energie ausbreiten kann (+ Dimensionen), daher ist der von uns in 3D gemessene Energiebeitrag daneben. Die Frage, die sich mir stellte, ist: Wie viel größer ist der Raum?

Nehmen wir also an, alle Dimensionen an sich seien gleich groß (Ich glaube, das heißt jeweils 90º verschoben):

Dann vergleiche ich Quadratmeter mit Kubikmeter, also Äpfel mit Birnen. Das darf man nicht, ich hätte aber einen Trick:

2m x 2m = 4m^2 I Zwei Quadratmeter sind doppelt so groß wie zwei Meter (x2)
4m^2 x 4m = 16m^3 I 4 Kubikmeter sind vier mal so groß wie 4 Quadratmeter (x4)
16m^3 x 16m = 2m^4 I 16 Tesserameter? sind sechzehnmal so groß wie 16 Kubikmeter (x2)
...

Allgemein gilt folgendes Verhältnis:
ym^n x ym = y^2m^n+1 (xY)

Anmerkung: Frühere Versionen hatten falsche Zahlen dastehen

Das kann für die Stringtheorie nicht sein (viel zu viel Energie versteckt). Was aber, wenn eine Dimension nur "halb so groß" ist?
Dann würde das so aussehen:
4m x 4m = 16m^2 (x4)
16m^2 x 16m = 256m^3 (x16/2 = x8)
Auf einmal habe ich doppelt so viel Raum, aber gleichen Platz, ich kann also deutlich weniger Energie hineinstecken.

Wie soll man das aber nun visualisieren? Mein Vorschlag ist folgender:
Hier ein 2D Abbild eines 3D Würfel:

Das 3D Abbild nimmt schätzungsweise 120% des Originalbildes (2D) ein.
Nun verringere ich den Winkelunterschied zur dritten Dimension, das ganze geht also "steiler" in die Tiefe:

Das verkleinerte 3D Abbild nimmt schätzungsweise 115% des Originalbildes (2D) ein. Der Winkelunterschied sollte statt 90º nur 45º sein [so etwas ist schwer zu malen]. Nun wissen wir, dass ein kleinerer 2D Schatten auch bedeutet, der Köper ist kleiner, (vorausgesetzt der Schatten fällt aus gleicher Richtung). Daher muss also "weniger" Platz beim 2. Versuch da sein.

So, scheint mir, versucht man das mit 11D: Sie sind alle ganz klein zusammengerollt. Allerdings kann ich auch total falsch liegen, bitte um Aufklärung!

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Letzte Änderung: von Nirusu. Begründung: Mathematik (Notfallmeldung) an den Administrator

Erwartungen 14 Apr 2016 17:01 #5519

Nirusu, ich denke mit solchen Grafiken kommt man diesen abstrakten Raumvorstellungen nicht unbedingt näher, da zusätzliche Dimensionen mit zusätzlichen Freiheitsgraden einhergehen. Hilfreich ist hier lediglich der übergang der uns noch vorstellbaren 2. in die 3. Dimension (s. Dr. Quantum in Flachland auf youtube). Alle höheren Dimensionen sind rein mathematische Hilfskonstruktionen und einfach unserer Vorstellung nicht zugänglich.

Ich kämpfe derzeit damit, eine Vorstellung der imaginären Zeitaxe als Distanz im Raum zu begreifen, auch ausserhalb unseres Vorstellungsvermöfens.

Mit deiner Mathematik komme ich aber in der Tat nicht klar?

2m x 2m = 2m^2

?

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Erwartungen 14 Apr 2016 23:50 #5526

Sorry, da habe ich wohl echt geschlafen als ich den Text geschrieben habe...
Die Mathematik ist korrigiert! Danke für den Hinweis

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Erwartungen 15 Apr 2016 09:33 #5534

Nirusu, mir sind Deine Gedanken nachvollziehbar, ich habe selbst (und wahrscheinlich jeder der erstmalig damit konfrontiert wurde) einmal vor langer Zeit die mich damals erziehen sollenden davon überzeugen wollen, dass man mit viel Phantasie und hinreichender künstlerischer Hingabe sich zusätzliche Raumdimensionen zugänglich machen kann.
Beruhigend ist, dass all diese theoretischen Gebilde nur dann einen Sinn machen werden, wenn daraus letztendlich irgendwelche Erkenntnisse ableitbar sind, die den uns erschlissbaren 3-dimensionalen Raum (oder die Raumzeit) in irgendeiner Form direkt betreffen. Vielleicht hierzu folgende Analogie: Man kann im Raum der Complexen Zahlen sehr elegant elektrische Wechselstromschwingkreise berechnen, das macht aber nur Sinn, weil man aus den Ergebnissen die real benötigten Bauteile (Spulen, Kondensatoren, ...) zum Bau e.g. des Radios ableiten kann.

Aber zurück zu zusätzlichen realen Dimensionen: Man hat festgestellt, dass bei zahlreichen auf dem Boden lebenden Tierarten (so z.B. bei Mäusen) stets identische Hirnteile aktiviert werden, wenn sie an einem Punkt in der 2-dimensionalen Ebene sind, unabhängig von der Höhe (also der 3. Dimension), der Maus ist also der Freiheitsgrad Höhe einfach vom Gehirn her nicht zugänglich. Setzt man nun diese Maus in eine Spirale mit 5 Etagen, so ist sie nach ihrem "Weltbild" jedesmal am gleichen Punkt, wenn sie genau eine Etage erklommen hat (gleicher Punkt in der Ebene aber andere Höhe). Legen wir nun auf der 3. Etage einen Käse, so wird die Maus beim Vorbeilaufen einen Teil abknabbern, weiterlaufen und genau am gleichen Punkt auf der 4. Etage keinen Käse finden.
Die Maus aus ihrer 2-dimensionalen Sicht wird aber jetzt nicht denken, sie sei an einem anderen Ort sondern sie wird meinen der Käse sei "auf magische Weise" verschwunden. Ebenso wird sie beim zurücklaufen meinen, dass er "auf ebenso magische Weise" zurückgekommen ist.
Was aber bedeutet das in Analogie zur Suche nach zusätzlichen Raumdimensionen: Wir sollten sie dort vermuten wo Dinge auf "magische Weise" in unsrer 3-dimensionalen Welt erscheinen oder verschwinden.

Sind da Quantenfluktuationen geeignete Kandidaten? Es gibt aber einen wesentlichen Unterschied: Die Maus kann sich beliebig lange beim Käse aufhalten, wenn sie ihn einmal gefunden hat (das Verschwinden des Käses in Abhängigkeit von der Zeit auf offensichtliche Weise sei hier vernachlässigt), während Quantenfluktuationen eine extrem kurze Erscheinung sind (und wohl auch nur wegen der heftigen Materie-/Antimaterie-Reaktionen überhaupt beobachtbar sind. (Sicherlich ein extrem interessantes Thema an sich).
Folgende Benutzer bedankten sich: Nirusu

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Erwartungen 15 Apr 2016 13:43 #5551

Hallo hiausly,
dass mit den Mäusen wusste ich nicht, dass ist interessant. Ich hoffe aber, dass unsere Vorstellungskraft groß genug ist, zumindest das Konzept von höheren Dimensionen sich vorstellen zu können. Man muss es ka nicht visualisieren können, aber logisch verstehen.

Zu den Quantenfluktuationen: Was ist, wenn andere Dimensionen kurz "überfließen" (die Idee habe ich aber nur vom Namen: Fluktuation), wenn der Energiedruck zu hoch ist? Quasi kurz in eine andere Dimension überschwappen? Hat da irgendjemand etwas darüber gelesen? Ich werde mich schlau machen.

Viele Grüße,
Nirusu

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Erwartungen 15 Apr 2016 16:21 #5556

Nirusu schrieb: Ich hoffe aber, dass unsere Vorstellungskraft groß genug ist, zumindest das Konzept von höheren Dimensionen sich vorstellen zu können. Man muss es ka nicht visualisieren können, aber logisch verstehen.


Viele Grüße,
Nirusu



Unsere Vorstellungskraft ist dazu wohl nicht fähig, sich andere Dimensionen vorstellen zu können. Berechnen kann man diese, aber sich vorstellen? Sich etwas im Geiste bildlich vorstellen zu können .......... das nennt man auch "visualisieren", das ist nur ein anderes Wort für das gleiche.

Man wird allerhöchstens die Mathematik, die dahintersteht verstehen können, das wars dann aber auch schon.

Nimm doch mal die Analogie eines 2-dimensionalen Wesens, das sich wohl eine dritte Dimension ausrechnen könnte, sich dann aber darunter absolut nichts vorstellen kann. Wir würden als dreidimensionale Wesen darüber lächelnd den Kopf schütteln und meinen: "Du brauchst doch nur den Kopf anzuheben, dann siehst du direkt in die dritte Dimension", was das zweidimensionale Wesen aber weder sinngemäß verstehen noch gar machen kann, da es ja an seine 2 Dimensionen gebunden ist.

Ohne Zusatzorgan, das in der Lage wäre, "den Kopf zu heben" und damit in die vierte (oder fünfte) Dimension zu schauen, wird das wohl nix.

Zu den Quantenfluktuationen: Was ist, wenn andere Dimensionen kurz "überfließen" (die Idee habe ich aber nur vom Namen: Fluktuation), wenn der Energiedruck zu hoch ist? Quasi kurz in eine andere Dimension überschwappen?


Interessanter Gedanke, dann müsste es aber andere Universen geben, in denen eben NICHT der Satz gilt: "Die Gesamtenergie im Universum ist Null", dann müsste es ganz andere Universen geben, die ganz anders aufgebaut sind, in denen andere Naturgesetze gelten. Wenn das stimmt (was ich nicht glaube), dann wären jegliche Experimente damit sehr gefährlich.


Grüße
Udo

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Erwartungen 15 Apr 2016 18:08 #5557

Ein wie ich meine sehr eindrucksvolles Beispiel dafür wie unsere Hirnstruktur der Anschaulichkeit im Wege steht scheint der Tesseract zu sein. Es gelingt ja noch einigermaßen aus diesem 4D-Objekt eine animierte 2D Projektion zu machen die in unserem Hirn wieder zu einer anschaulichen, wenn auch paradoxen, 3D-Projektion wird. Doch gelingt es auch direkt eine echte 3D Projektion davon herzustellen?

assume good faith

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Erwartungen 15 Apr 2016 19:38 #5560

Nachdem die Diskussion über Dimensionen recht weit vom Thema des Threads abgeglitten ist hat mich jetzt doch die offensichtlich enge Beziehung zwischen Hirnstruktur und Begreifen der Umwelt schwer zum Nachdenken gebracht.

Zunächst müssen wir wohl froh sein, dass wir als nicht ursprünglich zum Fliegen konstruierte Kreaturen überhaupt von der Anlage des Gehirns her zur (vollständigen) 3-dimensionalen Wahrnehmung fähig sind. Und jetzt wird es in der Tat rein hypotetisch:

Nehmen wir an es gäbe eine reale 4. Raumdimension und im Rahmen genetischer Mutationen (sie kommen auch beim Menschen vor) wäre ein Mensch (oder auch nur sehr wenige) in der Lage auch nur den Schatten dieser 4. Dimension wahrzunehmen ...
DANN würde dieser doch unweigerlich auf dem Scheiterhaufen (oder in humaneren Zeiten in einer Anstalt) landen, weil er einfach nicht in der Lage ist den übrigen 3-dimensional befähigten Menschen klarzumachen, was er wahrnimmt. Damit würde dann aber auch gleichzeitig die Verbreitung einer solchen Veranlagung von vorne herein unterbunden und eine derartige Weiterentwicklung ausgeschlossen..

Wen das nicht nachdenklich macht, der hat die Freiheitsgrade zusätzlicher Dimensionen noch nicht verstanden.

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Erwartungen 15 Apr 2016 20:09 #5562

hiausly schrieb: Nehmen wir an es gäbe eine reale 4. Raumdimension und im Rahmen genetischer Mutationen (sie kommen auch beim Menschen vor) wäre ein Mensch (oder auch nur sehr wenige) in der Lage auch nur den Schatten dieser 4. Dimension wahrzunehmen ...
DANN würde dieser doch unweigerlich auf dem Scheiterhaufen (oder in humaneren Zeiten in einer Anstalt) landen, weil er einfach nicht in der Lage ist den übrigen 3-dimensional befähigten Menschen klarzumachen, was er wahrnimmt. Damit würde dann aber auch gleichzeitig die Verbreitung einer solchen Veranlagung von vorne herein unterbunden und eine derartige Weiterentwicklung ausgeschlossen..

Wen das nicht nachdenklich macht, der hat die Freiheitsgrade zusätzlicher Dimensionen noch nicht verstanden.


Gäbe es eine 4. Raumdimension (was es nicht tut), dann würde ihr Erkennen wohl einen Evolutionsvorteil darstellen, da der Erkennende sich die zu Nutze machen könnte.

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Erwartungen 16 Apr 2016 00:02 #5563

ClausS schrieb:
Gäbe es eine 4. Raumdimension (was es nicht tut),.................................


Ist das so?

Woher weißt du das so genau? Kannst du deine Behauptung falsifizieren?

Angenommen, du hättest recht damit, dann wären jegliche Theorien, die unbedingt zusätzliche Dimensionen benötigen, hinfällig, dann könnten wir diesen Thread hier an dieser Stelle abbrechen und alle theoretischen Physiker, die sich mit dieser Thematik befassen (manche ihr ganzes Forscherleben lang), ab sofort entlassen, nicht mehr weiterbeschäftigen, mit anderen Aufgaben betrauen, denn damit wären all diese Arbeiten für die Tonne.

Ich persönlich halte gar nichts von solchen Pauschalaussagen mit endgültigem Charakter über noch völlig im Raum stehenden Theorien, weil man sie ZUR ZEIT noch nicht falsifizieren kann.

Man sollte sich als außen Stehender damit nicht allzu viel befassen, so lange diese Theorien noch nicht ansatzweise falsifizierbar sind, man sollte aber auch nicht den Fehler machen, sie deshalb schon als falsch einzustufen.


Grüße
Udo

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Erwartungen 16 Apr 2016 00:16 #5564

Na Udo, jetzt übertreibst du aber auch ein bisschen. Das manche mathematische Modelle mehr als 3 Raumdimensionen brauchen bedeutet ja noch lange nicht das diese auch physikalische Realität sind und umgedreht bedeutet 3D noch nicht das solche Modelle gänzlich für die Tonne sind. Dann sind sie vielleicht einfach nur (ähnlich wie die Epizyklen als Fourier-Aproximation an Planetenbahnen) Annäherung an die Realität und insofern richtig bis etwas besseres gefunden wurde. Auf der Suche nach etwas besseren darf man sicher auch sagen das es nur 3D gibt. Und naja... 1/r²... starkes Argument wie ich meine.

Nachtrag:
Fortsetzung der Diskussion hier → Was ist gesichertes wissen?

assume good faith

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Erwartungen 16 Apr 2016 19:36 #5580

udogigahertz schrieb:

ClausS schrieb:
Gäbe es eine 4. Raumdimension (was es nicht tut),.................................


Ist das so?

Woher weißt du das so genau? Kannst du deine Behauptung falsifizieren?

Angenommen, du hättest recht damit, dann wären jegliche Theorien, die unbedingt zusätzliche Dimensionen benötigen, hinfällig, dann könnten wir diesen Thread hier an dieser Stelle abbrechen und alle theoretischen Physiker, die sich mit dieser Thematik befassen (manche ihr ganzes Forscherleben lang), ab sofort entlassen, nicht mehr weiterbeschäftigen, mit anderen Aufgaben betrauen, denn damit wären all diese Arbeiten für die Tonne.


Als ich das geschrieben hatte, hatte ich makroskopische Größenordnungen im Kopf. Und hier können wir denke ich in der Tat ausschließen, dass der Raum mehr als 3-dimensional ist.

Über zusätzliche miroskopisch eingerollte Dimensionen kann ich in der Tat keine Aussage treffen. Diese sind im Moment nicht überprüfbar.

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Erwartungen 17 Apr 2016 00:49 #5599

Hallo Nils,
Ich hoffe, du bist nicht von den makroskopischen Quantenfluktuationen, sprich Erdbeben in Japan betroffen. Melde dich mal und schildere uns deine Erfahrungen.
Grüße
Thomas

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Erwartungen 17 Apr 2016 00:57 #5600

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Jetzt aber zurück zu den mikroskopischen Quantenfluktuationen und der Frühlings- und Fadentheorie :)
Nirusu

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Erwartungen 17 Apr 2016 01:22 #5603

Freut mich, zu lesen, dass es dir gut geht.
Ja, die mikroskopischen Quanten sind jetzt im Frühling besonders beschäftigt und bescheren uns blühende Bäume und reichlich Pollenflug.
Grüße nach Japan
Thomas

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