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THEMA:

Warum als 4. Dimension die Zeit 18 08. 2020 20:30 #74839

Als Leihe in der komplexen Welt der Physik, hat mich die Zeit schon immer fasziniert. Diese aber in Sekunden zu unterteilen, nicht.
Mit steigender Erkenntnis wurde aus Blitz und Donner, nur eine strahlende Impulsfrequenz einer Entladung.
Diese Kausalität wiederholte sich, mit Zeit und Gravitation. Beide reagieren auf Materie, Zeit vergeht schneller und Gravitation sinkt zur Entfernung im Quadrat.

Warum aber wird die Wirkung einer Ursache vorgezogen und zur Dimension gemacht. Könnte man mit Materie weiterkommen, wo Zeit und Gravitation versagen? (Oder wie im ersten Beispiel, zur Frequenz vereinen.)
Gerade in der Welt der kleinsten Teilchen, haben diese beiden Halunken eventuell ein unberechtigte Existenz.

Schönen Gruß aus dem Rheinland,
Aekkim

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Warum als 4. Dimension die Zeit 18 08. 2020 23:11 #74842

aekkim schrieb: Warum aber wird die Wirkung einer Ursache vorgezogen und zur Dimension gemacht. Könnte man mit Materie weiterkommen, wo Zeit und Gravitation versagen? (Oder wie im ersten Beispiel, zur Frequenz vereinen.)
Gerade in der Welt der kleinsten Teilchen, haben diese beiden Halunken eventuell ein unberechtigte Existenz.

Die Bühne unserer Welt sind Zeit und Raum. Daher sind sie nötig, um ein Ereignis zu definieren. Ohne die 4 Dimensionen wäre das nicht eindeutig.

Was dies mit Wirkung oder Ursache zu tun hätte, wäre mir zwar nicht klar. Materie ist hingegen gar nicht eindeutig definert. Und die Masse ist sowieso eine grundlegende Eigenschaft, ohne die die Welt nicht beschrieben werden könnte.

Wir hatten dieses Thema erst vor kurzem.
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Warum als 4. Dimension die Zeit 19 08. 2020 23:56 #74860

Naja, ohne die Zeit gäbe es ja gar keinen Ursache Wirkungszusammenhang, sprich Kausalität.
Erst die Zeit sagt, das war jetzt und daraus folgt demnächst.

Thomas

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Warum als 4. Dimension die Zeit 22 08. 2020 20:06 #74917

aekkim schrieb: Warum aber wird die Wirkung einer Ursache vorgezogen und zur Dimension gemacht. Könnte man mit Materie weiterkommen, wo Zeit und Gravitation versagen? (Oder wie im ersten Beispiel, zur Frequenz vereinen.)
Gerade in der Welt der kleinsten Teilchen, haben diese beiden Halunken eventuell ein unberechtigte Existenz.


Also von "Halunken" zu sprechen halte ich sowieso schon für unangebracht :whistle:
Und wie schon meine Vorredner und verdienten Forumsmitglieder gesagt haben, braucht man beides.
Freilich braucht man die Zeit nicht in Sekunden einteilen, viel kleinere und größere Einheiten machen da mehr Sinn physikalisch.
Im Kleinsten wie z.B. im CERN in Genf und im Größten wenn man von Millionen oder Milliarden von Jahren spricht.
Aber selbst im Sport bei Olympia etc. braucht man sie wieder, ob wir in der physikalischen Forschung Olympia brauchen ist natürlich eine andere Sache.
Die Zeit gibt es zweifelsfrei, unser gesellschaftliches Leben und fast alle Errungenschaften gibt es nur, weil sich Menschen zum gleichen ZEITpunkt verabredet haben.
Wenn wir in Jahrhunderten denken hilft uns aber unser Zeitverständnis zu verstehen, dass wir gerade erst damit begonnen haben, die Zeit zu verstehen.
In der Menschheitsgeschichte bzw. Forschung ist die Relativitätstheorie von Einstein ziemlich "frisch" und erst ein paar Stunden alt im Vergleich zu Aristoteles.

@aekkim @Thomas @ra-raisch

Man kann wissen, dass man nichts weiß außer, wer noch weniger weiß...

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Warum als 4. Dimension die Zeit 26 08. 2020 22:42 #75233

aekkim schrieb: A
Warum aber wird die Wirkung einer Ursache vorgezogen und zur Dimension gemacht. Könnte man mit Materie weiterkommen, wo Zeit und Gravitation versagen?

In 32 Kilo wird es schwer die Felder zu bestellen damit wir 33 Kilo schwerer eine ordentliche Ernte einfahren können....
Hey, wir sollten mal wieder ins Kino. Wie wärs 2 Kilo 30 am Zoopalast? Läuft ein schöner Film...

Na wie blod klingt das denn? Perioden die man zählen kann (Jahreszeiten, Mondphasen, Sonnenauf/Untergänge) oder deren Bruchteile kommen mir da doch etwas geeigneter vor den geeigneten Ort in der Raumzeit zu bezeichnen um die Saat auszubringen oder sich am Kino zu treffen..

assume good faith

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Warum als 4. Dimension die Zeit 26 08. 2020 22:57 #75234

Ich habe gestern ein Video von Brian Green gesehen, wo er kurz erwähnte, dass es durchaus Überlegungen gibt, dass die Zeit gar nicht rudimentär ist sondern andere Ursachen hat, so wie die Temperatur auch bekanntlich nur eine emergente Eigenschaft ist, sich also zB auf Molekularbewegungen zurückführen läßt.

Insofern müßte man dann eben wie bei der Temperatur zwischen der nützlichen Einheit der Zeit in Sekunden und der Frage unterscheiden, ob sie durch andere Zusammenhäng quasi wie eine Illusion erzeugt wird. Solange es dazu aber keine Ansätze gibt, erübrigt es sich insoweit allerdings auch, über etwaige Konsequenzen nachzudenken.

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Warum als 4. Dimension die Zeit 26 08. 2020 23:50 #75238

Ich erinnere, hatten wir alles schon, die Zeit, als Ding an sich, gibt es nicht.

Es gibt nur Prozesse, also Wechselwirkungen von Energie und Materie, die in eine Richtung ablaufen.

Und wenn wir wissen wollen, in welche, dann ist ein Vergleichsmaßstab, also Uhren, ein sinnvolles Instrument, um diese Prozessabläufe einem Vergleichsmaßstab zu unterwerfen.

Es gibt nur Prozesse, nicht die Zeit als etwas Selbstständiges, also als eine eigenständige Wesenseinheit.

Thomas
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Warum als 4. Dimension die Zeit 27 08. 2020 07:23 #75240

ra-raisch schrieb: Insofern müßte man dann eben wie bei der Temperatur zwischen der nützlichen Einheit der Zeit in Sekunden und der Frage unterscheiden, ob sie durch andere Zusammenhäng quasi wie eine Illusion erzeugt wird.

Antwort: c
Zeit ist eine Illusion die dadurch erzeugt wird das sich Wirkungen nur mit einer endlichen Geschwindigkeit räumlich ausbreiten.
Im Minkowskidiagramm schreibt man ct an eine Achse, nennt sie die Zeitachse obwohl das ja eigentlich eine Länge ist.

Die Konvention abzählbare Perioden als Basis für eine grundlegende Dimension zu nehmen hat sich als so nützlich herausgestellt das nahezu die ganze (klassische) Physik darauf aufbaut. Die meisten Vorgänge lassen sich durch Differentialgleichungen beschrieben mit einem dt im Nenner.

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Warum als 4. Dimension die Zeit 27 08. 2020 09:51 #75244

Merilix schrieb: Zeit ist eine Illusion die dadurch erzeugt wird das sich Wirkungen nur mit einer endlichen Geschwindigkeit räumlich ausbreiten.

Wenn Zeit eine Illusion ist, dann ist auch Geschwindigkeit eine Illusion, und wenn es Geschwindigkeit gibt, dann gibt es auch die Zeit.
Du kannst natürlich die Zeit von der Geschwindigkeit ableiten, aber wie ich bereits anderweitig ausführte, behinhaltet die Geschwindigkeit neben der Zeitkomponente weitere Informationen über den Raum (zB Richtung) und ist somit komplexer. Zudem ist die Geschwindigkeit immer objektbezogen, also alles andere als objektiv.

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Warum als 4. Dimension die Zeit 27 08. 2020 20:32 #75276

ra-raisch schrieb:

Merilix schrieb: Zeit ist eine Illusion die dadurch erzeugt wird das sich Wirkungen nur mit einer endlichen Geschwindigkeit räumlich ausbreiten.

Wenn Zeit eine Illusion ist, dann ist auch Geschwindigkeit eine Illusion, und wenn es Geschwindigkeit gibt, dann gibt es auch die Zeit.
Du kannst natürlich die Zeit von der Geschwindigkeit ableiten, aber wie ich bereits anderweitig ausführte, behinhaltet die Geschwindigkeit neben der Zeitkomponente weitere Informationen über den Raum (zB Richtung) und ist somit komplexer. Zudem ist die Geschwindigkeit immer objektbezogen, also alles andere als objektiv.

Ich schreche ausdrücklich von c, der Geschwindigkeit mit der sich Wirkungen ausbreiten. dieses c ist meines Wissens keine vektorielle Größe. Eine Richtung bekommt die Wirkung (nicht c) erst wenn da irgendwo im Raum etwas ist an dem sich eine Wirkung zeigt.
Schmeis mal einen Stein in einen spiegelglatten Teich, du wirst sehen, die Wirkung des Steinwurfs hat bezüglich Quelle der Wirkung (Einschlag) keine Richtung sondern einen Abstand, der mit der Zeit wächst.

Zwei Begriffe noch in dem Zusammenhang wo ich jetzt zu faul bin das auszuformulieren ;):
- Huygenssches Prinzip
- Zeigermodell der QM

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Warum als 4. Dimension die Zeit 27 08. 2020 20:34 #75277

Und was geschieht mit Wirkungen, die langsamer als c sind? Eine rollende Kugel? Eine Gewehrkugel? Planeten? Galaxien?

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Warum als 4. Dimension die Zeit 27 08. 2020 21:01 #75280

ra-raisch schrieb: Und was geschieht mit Wirkungen, die langsamer als c sind? Eine rollende Kugel? Eine Gewehrkugel? Planeten? Galaxien?

Sind sie das denn? Breitet sich denn da eine Wirkung so langsam aus oder nur ein Objekt auf das Wirkungen einwirken?
Also ein Elektron z.B bewegt sich meines Wissens nur mit 100µm/sekunde im Kupferdraht, aber die Wirkung auf ihre Umgebung ist um einiges schneller. Das die Netto nur 2/3 Lichtgeschwindigkeit ist liegt wohl an den Wechselwirkungen innerhalb des Kupferdrahts. Aber das müssen wir hier nicht weiter vertiefen.

Ich hatte allerdings primär den subatomaren Bereich im Sinne. Fast überall taucht direkt oder indirekt in den Beschreibungen das c auf.. Warum wohl?

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Warum als 4. Dimension die Zeit 27 08. 2020 21:19 #75281

Merilix schrieb:

ra-raisch schrieb: Und was geschieht mit Wirkungen, die langsamer als c sind? Eine rollende Kugel? Eine Gewehrkugel? Planeten? Galaxien?

Sind sie das denn? Breitet sich denn da eine Wirkung so langsam aus oder nur ein Objekt auf das Wirkungen einwirken?
Also ein Elektron z.B bewegt sich meines Wissens nur mit 100µm/sekunde im Kupferdraht, aber die Wirkung auf ihre Umgebung ist um einiges schneller. Das die Netto nur 2/3 Lichtgeschwindigkeit ist liegt wohl an den Wechselwirkungen innerhalb des Kupferdrahts. Aber das müssen wir hier nicht weiter vertiefen.

Ich hatte allerdings primär den subatomaren Bereich im Sinne. Fast überall taucht direkt oder indirekt in den Beschreibungen das c auf.. Warum wohl?

Nein es geht schon um die Wirkung, die von Objekten ausgeht, und da denke ich vor allem an die Schwerkraft.

Egal wie schnell die Signalgeschwindigkeit ist, können die Signale ja nur die Änderungen verbreiten, die stattgefunden haben, und zwar deutlich langsamer stattgefunden haben.

Aber Du kannst gerne auch den Impulsübertrag betrachten, der ebenfalls von der relativ langsamen Geschwindigkeit von Objekten abhängt.

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Warum als 4. Dimension die Zeit 27 08. 2020 21:26 #75282

ra-raisch schrieb: ... und da denke ich vor allem an die Schwerkraft.

Wenn die Sonne plörtzlich verschwände würde es nochmal wie lange dauern bis dies eine Wirkung auf uns hätte?

PS:
es geht nicht darum wie schnell Änderungen an Objekten stattfinden sondern wie schnell Wirkungen propagieren, also schon so etwas ähnliches wie Signalgeschwindigkeit (nur ähnlich weil die Signalgeschwindigkeit natürlich gebremst sein kann; vieleicht müssen örtlich erst viele "Wirkungen" zusammenkommen bis Kräfte überwunden sind die ein Signal weiter propagieren lässt)

(Warum werden schwere Güterzuge vor dem Abfahren so zusammengedrückt das die Kupplungen locker durchhängen?)

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Warum als 4. Dimension die Zeit 27 08. 2020 21:47 #75283

Merilix schrieb: es geht nicht darum wie schnell Änderungen an Objekten stattfinden sondern wie schnell Wirkungen propagieren

Nein, es geht um beides. Wenn sich nichts ändert, brauchst Du auch keine Signale. Die Änderung entwickelt sich aber langsamer, zum Beispiel gar nicht. Und zwei Änderungen erfolgen unterschiedlich schnell. Ohne dies gäbe es zB auch keinen Dopplereffekt, keine kinem.Rotverschiebung, keine stabilen Orbits. Stell Dir einfach einmal vor, alles würde sich mit c bewegen....ohne Higgsfeld. Es gäbe nichtmal mehr Masse. Oder wolltest Du alles statisch einfrieren? Dann brauchst Du auch keine Signale mehr, alles bleibt unverändert. Licht könnte weder reflektiert werden noch absorbiert, da es ja sonst den Impuls verletzt. Also hätten wir DM, die nicht reagiert....nichtmal gravitativ in diesem Fall.

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Warum als 4. Dimension die Zeit 27 08. 2020 22:02 #75284

Nein, es geht um die Zeit, nicht darum wie schnell sich Objekte bewegen. Es geht darum wie die universelle und endliche Wirkungstransportgeschwindigkeit c die Zeit in die Welt bringt.
Und es geht ein wenig darum das diese Wirkungstransportgeschwindigkeit c keine gerichtete Geschwindigkeit von Objekten ist.

Du denkst mir in dem Zusammenhang vie zu sehr an Objekte die man anfassen, auf die man (zumindest im Prinzip) mit dem Finger zeigen kann... doch darum geht es nicht bzw. erst in zweiter Instanz..

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Warum als 4. Dimension die Zeit 27 08. 2020 22:56 #75288

Bei der Zeit geht es um die Beschreibung unserer Welt und nicht nur um Wirkungen.

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Warum als 4. Dimension die Zeit 27 08. 2020 23:03 #75290

Du entäuscht mich. Hätt dir eigentlich zugetraut den Zusammenhang zwischen Lichtgeschwindigkeit und räumlichen Abstand selber zu kennen aber lass gut sein. Ist nicht mein Thread hier.

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Warum als 4. Dimension die Zeit 27 08. 2020 23:21 #75293

Merilix schrieb: Zusammenhang zwischen Lichtgeschwindigkeit und räumlichen Abstand

Wenn jede Sekunde ein Atom zerfällt, dann hat das gar nichts mit Abstand zu tun, sondern nur mit Zeitabstand. Wenn Du das gleich nennen willst, ist es gut, aber nicht sinnvoll. Und wenn ein Objekt langsam seinen räumlichen Abstand verändert, dann hat das eben mit Zeit zu tun. Klar läßt es sich vierdimensional auch als Zeitabstand mit der Maßeinheit einer Länge darstellen, das ändert aber nichts. Genauso kannst Du auch Masse mit der Maßeinheit einer Länge darstellen und die Ladung ebenfalls. Nichts anderes macht man, wenn man SL betrachtet. Auch die Rotation bekommt die Maßeinheit einer Länge. Aber dadurch wird weder die Masse noch die Ladung noch die Zeit eine Länge.

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Warum als 4. Dimension die Zeit 27 08. 2020 23:40 #75295

Hm?

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Warum als 4. Dimension die Zeit 28 08. 2020 00:18 #75296

Nochmal, mir geht es nicht um die geschwindigkeit mit der Objekte ihren räumlichen Abstand ändern sondern die Geschwindigkeit mit der eine Änderung sich der Umgebung mitteilt.
Ändert ein Elektron z.B. seinen Ort wird sich die Bewegung der Ladung nur mit Lichtgeschwindigkeit der Umgebung mitteilen. Dabei ist es unerheblich wie schnell oder langsam das Elektron oder eine Gewehrkugel die zufällig vorbei fliegt ist.

Genauso ist es unerheblich wie schnell ein Doppelsternsystem mit einem weißen Zwerg unterwegs ist, Wenn der Zwerg explodiert wird der Begleiter zunächst weiter seine Runde drehen bis er merkt das der andere nicht mehr da ist und tangential davonfliegen. Das (er das merkt) geschieht wie schnell? Mit c natürlich.

Gleichfalls die Gravitationswellen die vorher abgestrahlt wurden. die hören plötzlich auf und wie schnell merkt das die Umgebung und der Rest des Universums? Wieder mit c... Alle Wirkungen breiten sich mit maximal (ich vermute sogar generell) mit c aus.

Oder nimm das Zeigermodell und die Pfadintegrale mit denen Joseph in die QFT eingeführt hat. Weglänge der Pfeile mal Lichtgeschwindigkeit zusammen mit der Frequenz ergibt die Phasenlage die sich mt anderen Pfeilen entweder weginterferriert ("wegkringelt") oder "Strecke macht"...

Räumlichen Abstand und Lichtgeschwindigkeit kann man also durchaus als fundamental für zeitliche Prozesse begreifen.

Mensch Rainer, es nervt langsam das man immer wieder seitenweise Beiträge tippen muss um etwas zu vermitteln was eigentlich banal ist.

assume good faith

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Warum als 4. Dimension die Zeit 28 08. 2020 00:48 #75297

Merilix schrieb: Räumlichen Abstand und Lichtgeschwindigkeit kann man also durchaus als fundamental für zeitliche Prozesse begreifen.

Das ist eben nur richtig, wenn sich der Ort des Objektes nicht ändert. Die Postiion des Objektes zum fraglichen Zeitpunkt hängt nunmal von der Relativbewegung ab. Auch der Dopplereffekt von Wirkungen hängt vom Dopplereffekt ab. In einer statischen Welt wäre die Zeit in der Tat überflüssig.

Ich habe zwar den Eindruck, dass wir aneinander vorbeireden.
Mit dem Threadthema hat das aber wohl ohnehin nicht direkt etwas zu tun?

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Warum als 4. Dimension die Zeit 28 08. 2020 10:18 #75308

ra-raisch schrieb: Mit dem Threadthema hat das aber wohl ohnehin nicht direkt etwas zu tun?

Na aber sowas von... Ich versuche eine Erklärung zu geben wodurch Zeit in die Welt kommt.
ra-raisch schrieb: Das ist eben nur richtig, wenn sich der Ort des Objektes nicht ändert. Die Postiion des Objektes zum fraglichen Zeitpunkt ...

Ich habe keine Ahnung an welches Objekt du da denkst. Das Objekt das Quelle einer Wirkung is t ist ja immer in Ruhe bezüglich sich selbst
Zu einer Wirkung gehören aber immer mindestens Zwei und es ist völlig egal ob die sich bereits relativ zueinander bewegen oder nicht. Relativbewegung spielt erst eine Rolle wenn man die benötigte Zeit quantifizieren will.

Ein anderes Beispiel das vieleicht verständlicher macht was ich meine:
Ursache: letzte Streuung eines Photons der Hintergrundstrahlung, Wirkung: Wechselwirkung des Photons mit der Antenne des Planck-Satelliten.
Die Wirkung (letzte Streuung) teilt sich dem Planck-Sateliten über eine räumliche Distanz von 13.8 Mrd Lj 13,8 Mrd. Jahre später mit. (nicht 42Mio Lj oder 46 Mrd Lj sondern 13.8 Mrd Lj!)
Dabei ist völlig unerheblich wie schnell sich das Teilchen an dem das Photon zuletzt streute oder der Satellit bewegte oder das Universum ausdehnte. Das ist nur für die Quantität bedeutend, nicht für die Qualität. Ohne c gäbe es die Hintergundstrahlung nicht, sie wäre instantan weg.
ra-raisch schrieb: In einer statischen Welt wäre die Zeit in der Tat überflüssig.

Wer redet den davon das die Zeit überflüssig sei? Um Himmels willen, so mißverständlich kann ich mich doch garnicht ausgedrückt haben.

Ich erwähne es nochmal, primär denk ich eigentlich an Vorgänge im subatomarn Bereich, da wo Teilchen miteinander wechselwirken. Wenn z.B. ein Proton und ein Neutron im Kern die Rolle (und damit den Platz) tauschen wird sich die Ladungsbewegung den Elektronen in der Hülle auch nur nach einer endlichen Zeit mitteilen...

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Warum als 4. Dimension die Zeit 28 08. 2020 11:34 #75309

Hinsichtlich der Wirkung kommt es auf die ruhende Quelle an, das ist richtig, aber nicht nur. Es kommt für den bzw wegen des Dopplereffekts immer auch auf den Bewegungszustand des Empfängers relativ zur Quelle an. Auch die Entfernung (und somit Laufzeit) kann sich während der Wirkungsentfaltung (Signalübertragung) ändern.

Merilix schrieb: Wer redet den davon das die Zeit überflüssig sei? Um Himmels willen, so mißverständlich kann ich mich doch garnicht ausgedrückt haben.

Dein erster Post in dieser Serie klang mir schon danach:

Merilix schrieb: Zeit ist eine Illusion die dadurch erzeugt wird das sich Wirkungen nur mit einer endlichen Geschwindigkeit räumlich ausbreiten.
....
Die Konvention abzählbare Perioden als Basis für eine grundlegende Dimension zu nehmen hat sich als so nützlich herausgestellt das nahezu die ganze (klassische) Physik darauf aufbaut. Die meisten Vorgänge lassen sich durch Differentialgleichungen beschrieben mit einem dt im Nenner.

Diesen Post habe ich genau so verstanden, wie die Temperatur emergent ist wäre auch die Zeit emergent, also praktisch aber nicht notwendig.

Außerdem habe ich das Threadthema genau so verstanden.

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Warum als 4. Dimension die Zeit 28 08. 2020 12:06 #75311

Merilix schrieb:

Wer redet den davon das die Zeit überflüssig sei? Um Himmels willen, so mißverständlich kann ich mich doch garnicht ausgedrückt haben.

Ich erwähne es nochmal, primär denk ich eigentlich an Vorgänge im subatomarn Bereich, da wo Teilchen miteinander wechselwirken. Wenn z.B. ein Proton und ein Neutron im Kern die Rolle (und damit den Platz) tauschen wird sich die Ladungsbewegung den Elektronen in der Hülle auch nur nach einer endlichen Zeit mitteilen

...
Na, vielleicht brauchst du gar nicht so leugnen. Die Sicht auf auch grundsätzliche wissenschaftliche Theorien werden auch dann nicht mehr mit Zwangsmaßnahmen geahndet, wenn sie nicht vorherrschender Lehrkanon sind (jedenfalls nicht immer ;) ). Stichwort Wheeler-DeWitt-Gleichungen und folgender Artikel aus Andreas` Lexikon:
www.spektrum.de/lexikon/astronomie/wheeler-dewitt-gleichung/529 oder auch
www.heisenberg-gesellschaft.de/uploads/1...er_praesentation.pdf
Das Stichwort hier ist, dass Ursache und Wirkung nicht aus der Zeit ableitbar sind. Dies ergibt sich aus der quantenkosmologischen Sichtweise (auf die schon hinwiest), bei der die Zeit verschwindet. An ihre Stelle tritt die Foliation. Sozusagen ein Blättern wie im Daumenkino, wo die Abfolge auch nicht aus der Zeit bestimmt wird, sondern eben aus der Anordnung der einzelnen Blätter.
Leichter rechnen lässt sich wohl so ziemlich alles, wenn ich der Zeit eine kanonische Objektivität zuordne.


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Warum als 4. Dimension die Zeit 28 08. 2020 13:09 #75313

D.Rajic schrieb: An ihre Stelle tritt die Foliation.

Die Foliation ist ja in der Regel die Zeitabfolge aus Sicht des gewählten Beobachters und nichts anderes.

en.wiki:
In some papers on general relativity by mathematical physicists, the term foliation (or slicing) is used to describe a situation where the relevant Lorentz manifold (a (p+1)-dimensional spacetime) has been decomposed into hypersurfaces of dimension p, specified as the level sets of a real-valued smooth function (scalar field) whose gradient is everywhere non-zero; this smooth function is moreover usually assumed to be a time function, meaning that its gradient is everywhere time-like, so that its level-sets are all space-like hypersurfaces.

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Warum als 4. Dimension die Zeit 28 08. 2020 17:38 #75338

ra-raisch schrieb:

Die Foliation ist ja in der Regel die Zeitabfolge aus Sicht des gewählten Beobachters und nichts anderes.

Vorab soll festgestellt sein, dass wir hier nicht am Punkt sind eine endgültige Antwort auf das Sein der Zeit zu finden. Wir sprechen über die Sicht aus der Wheeler-DeWitt-Gleichung bzw. zu deren grundsätzlichen Grundlage.
Sowohl du wie auch der Wiki-Eintrag weisen darauf hin, dass die Foliation wie eine sehr relative, bloß bedingte Nähe zur Zeit hat. Eine kanonische Zeit lässt sich aber hier nicht ableiten.


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Warum als 4. Dimension die Zeit 28 08. 2020 18:13 #75344

D.Rajic schrieb: eine sehr relative, bloß bedingte Nähe zur Zeit hat. Eine kanonische Zeit lässt sich aber hier nicht ableiten.

Wieso ableiten. Die Raumzeit ist vierdimensional, ich kann jederzeit die Foliation durch die Zeitkoordinate eines beliebigen Beobachters (IS) definieren, oder etwa nicht?

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Warum als 4. Dimension die Zeit 28 08. 2020 21:05 #75357

ra-raisch schrieb:

D.Rajic schrieb: eine sehr relative, bloß bedingte Nähe zur Zeit hat. Eine kanonische Zeit lässt sich aber hier nicht ableiten.
Wieso ableiten. Die Raumzeit ist vierdimensional, ich kann jederzeit die Foliation durch die Zeitkoordinate eines beliebigen Beobachters (IS) definieren, oder etwa nicht?

Siehe Lexikon von Andreas Müller. Die Wheeler-DeWitt-Gleichung funktioniert gerade damit, dass Raum und Zeit wieder getrennt werden. An sich nur so ergeben sich eben die Hyperflächen. Also insoweit magst du die Zeitkoordinate insoweit definieren, weil du sie eben als Hilfe für "deine" Art zu rechnen nutzt.


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Warum als 4. Dimension die Zeit 28 08. 2020 21:20 #75359

Ok, soweit sind wir uns einig.

Und nun lege ich die Foliation so, dass sie durch eine Raumachse eines beliebigen Beobachters definiert ist. Wozu sollte soetwas nützlich sein?

Die letzte Variante wäre dann, eine Lichtachse zur Definition zu benützen, ergibt dies einen interessanten Anwendungsfall?

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