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THEMA: starre Lichtwege

starre Lichtwege 25 Okt 2016 19:48 #9077

Hallo Welt,
eigentlich ist mein Thema im Kleinsten, uns Bekannten, beheimatet. Da Wir aber schon von sowas wie einer fraktalen Ähnlichkeit, zwischen Kleinstem und Größtem, sprechen können, frage Ich mich ob es im Weltall ähnliche Effekte gibt, wie Diesen, nun folgend, einfach dargestellten.
Nehmen Wir an, Wir haben eine Eisenbahnbrücke. Eine Hängebrücke zwischen zwei festen Punkten, massiven Bergen oder Ähnliches. 100km lang, von mir aus und aus weichem elastischem Metall. Wenn diese Brücke schwingt, verändert sich ihre Länge immer aufwärts. Sie wird beim Schwingen stets länger, ausgenommen bei einer reinen Longitudinalwelle, also einer Längswelle. Nur diese eine Wellenform, welche exakt entlang ihrer Fahrbahnlinie schwingt, wird ihre Fahrbahnlänge, im Mittel, nicht beeinflussen. Alle anderen Schwingungen lassen den Weg, zwischen den Bergen, länger erscheinen, als er in Wirklichkeit ist.
Wenn Wir nun 100 Locks mit gleicher Geschwindigkeit und im gleichen Abstand zueinander, über diese Brücke fahren lassen, kommen sie nur, in dieser Anfangsaufstellung wieder an, wenn die Brücke nicht schwingt. Wenn die Brücke schwingt, wird sich der Abstand zwischen den Locks, stets vergrößern. (Rotverschiebung)
Unsre Locks sind natürlich voll mit Graffitis und die Künstler haben, aus den 100 Locks, so etwas wie ein Daumenkino gezaubert. Ein Film läuft, vor unseren Augen ab und das mit einer bestimmten Geschwindigkeit. Wenn sich aber der Abstand zwischen den Locks vergrößert (durch das Schwingen der Brücke) ist der Film, nach überqueren der Brücke, länger und langsamer als zuvor. (Längenkontraktion, Zeitdilatation)
Nun könnten Wir, am Zielbahnhof, auf die Idee kommen, der Raum und die Zeit wären gestreckt wurden. In Wirklichkeit wurde allerdings nur unsre Eisenbahnstrecke (Lichtweg) gestreckt und zwar durch Schwingungen.
Ich hoffe es kann mir Jemand folgen. Ich kann mir nämlich so gar nicht vorstellen, dass diese elendig langen Lichtwege starr sind. Die Vorstellung, dass diese Lichtwege selbst stets in Schwingung sind, will mir einfach nicht aus dem Kopf (gravitative Ab- Umlenkung z.B. Gravitationslinsen usw., welche ja sicherlich nicht stille stehen) . Kann mir da mal jemand helfen, die Sache mit der beschleunigt ausgedehnten Raumzeit, näher zu bringen?
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starre Lichtwege 25 Okt 2016 21:09 #9080

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Hallo Dymatent

Veränderte Lichtwellen lassen sich durch ein interferometer nachweisen. Also Wellenfronten kommen verändert an. Sie werden verglichen und dadurch kann man eine Veränderung feststellen. Das ist ja auch das Prinzip des Gravitationswellennachweises.
Wenn es so ist, wie Du beschreibst, dann sollte man das auch auf diese Art schon festgestellt haben. Ich weiß, dass es schon Versuche in dieser Richtung gab, dass man Licht von mehreren Mrd Lj Entfernung dahingehend untersucht hat und sage und schreibe nichts feststellen konnte. Über diese Entfernungen.
Ich hoffe, ich habe Dich richtig verstanden und ich hoffe dann ich konnte Dir ein wenig weiterhelfen.

Gruss Ralf

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starre Lichtwege 26 Okt 2016 08:26 #9087

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Hallo Dymatent,
ich verstehe das, was du hier vorbringst, als eine Variation der Lichtermüdungstheorie (-> www.urknall-weltall-leben.de/urknall-wel...chtermuedungstheorie ). Und der Einwand wäre hier derselbe wie dort: wie erklärt deine Theorie den Umstand, dass sehr alte Uhren schneller ticken? Nach deiner Theorie wären die Wege gestreckt und sehr alte Prozesse müssten von heute aus gesehen langsamer erscheinen. Das Gegenteil ist der Fall. (-> www.urknall-weltall-leben.de/videos/item...y-state-oder-urknall bei 35:00)

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starre Lichtwege 27 Okt 2016 08:48 #9113

Dymatent schrieb: Kann mir da mal jemand helfen, die Sache mit der beschleunigt ausgedehnten Raumzeit, näher zu bringen?


Echt ein sehr interessantes Beispiel!

Helfen wohl leider sicherlich nicht, aber mir fällt dazu ergänzend ein, dass es vielleicht eine Überlagerung geben könnte.
Da wo die Brücke welche schwingt, den Weg sowieso immer länger erscheinen lässt, zusätzliche Dehnung erfährt, weil der Winter zuende geht und es gerade Sommer wird.
Somit käme dann ja durch die Hitzedehnung der Brücke zusätzlich, am Ende sowas ähnliches wie "Der Weg wird nicht nur stets länger, sondern er verlängert sich auch immer schneller" bei heraus...

Hoffe, dass ist nachvollziehbar und keine Kaffeemangel-Halluzination. :S

Weil dies bestärkte dann nämlich auch meine Annahme, es wäre eine oszilierende Expansion / Inflation.

Viele Grüße!

1
______
998001

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998001

starre Lichtwege 27 Okt 2016 10:47 #9117

Hi Dymatent,

deine Bedenken klingen für mich nach "typisch Realität", und dafür gibt es in der Physik auch zig Beispiele. Es ist halt nichts wirklich so simpel wie in den Formeln, wenn du dir z.B. die Aerodynamik anschaust, kannst ja mal versuchen präzise die Verwirbelungen von Luftströmen vorherzusagen. das führt dann alles Richtung Doppelpendel und Chaostheorie.

Ich denke - wie du - dass die Formeln alleine, die simplen Vereinfachungen die wir immer ganz lapidar als Rahmenbedingungen annehmen ("unbewegtes Vielteilchensystem im perfekten Vakuum") niemals die ganze Realität abbilden, sondern immer nur Näherungswerte ergeben. Doch mittlerweile sind wir mit unseren Näherungswerten schon ganz nah dran an der Realität, wie z.B. ein Bruchteil eines Protonendurchmessers beim Gravitationswellennachweis.

Vermutlich hast du sogar Recht, und kein Lichtweg im Universum ist genau wie der andere, selbst wenn zwei Lichtwellen nacheinander von A nach B reisen. Allerdings hat auch dein tolles Beispiel einen Schwachpunkt, nämlich deine Berge, die sind in Relation zueinander ortsfest, im All findest du zwei solche Punkte nicht. Nichts ist jetzt genau da wo es war, als du angefangen hast meinen Textes zu lesen.

Grüße
Madouc

S = k log W

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S = k log W

starre Lichtwege 28 Okt 2016 02:43 #9128

Hallo Dymatent,

Dymatent schrieb: ...Wenn sich aber der Abstand zwischen den Locks vergrößert (durch das Schwingen der Brücke) ist der Film, nach überqueren der Brücke, länger und langsamer als zuvor. (Längenkontraktion, Zeitdilatation)

Der Begriff "Längenkontraktion" steht eigentlich für eine Verkürzung und nicht Verlängerung des Weges.

Dymatent schrieb: Die Vorstellung, dass diese Lichtwege selbst stets in Schwingung sind, will mir einfach nicht aus dem Kopf (gravitative Ab- Umlenkung z.B. Gravitationslinsen usw., welche ja sicherlich nicht stille stehen).

Müsste daraus nicht eine Unschärfe folgen die so jedoch nicht beobachtet wird? Die Bilder von Hubble aus den Anfängen der Galaxienentwicklung sind gestochen scharf.

Gruß
Merilix

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starre Lichtwege 28 Okt 2016 17:06 #9135

Merilix schrieb:

Dymatent schrieb: Die Vorstellung, dass diese Lichtwege selbst stets in Schwingung sind, will mir einfach nicht aus dem Kopf (gravitative Ab- Umlenkung z.B. Gravitationslinsen usw., welche ja sicherlich nicht stille stehen).

Müsste daraus nicht eine Unschärfe folgen die so jedoch nicht beobachtet wird? Die Bilder von Hubble aus den Anfängen der Galaxienentwicklung sind gestochen scharf.


Alle Bewegungen von Objekten "in der Sichtlinie" sind deutlich kleiner als die Lichtgeschwindigkeit. Daher spricht in meinen Augen nichts gegen scharfe Bilder.

Nicht extra gekennzeichnete Beiträge sind normale private Beiträge. Sie sollten genauso diskutiert und kritisiert werden wie alle anderen Beiträge auch.

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starre Lichtwege 28 Okt 2016 19:46 #9137

Na ich hab das so verstanden das es um schwingende Wege des Lichts geht und nicht die Objekte von denen das Licht ausgeht.

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starre Lichtwege 01 Nov 2016 14:49 #9227

Merilix schrieb: Na ich hab das so verstanden das es um schwingende Wege des Lichts geht und nicht die Objekte von denen das Licht ausgeht.


Also ich kann mir das schon gut vorstellen. Man hat ja auch 1915 bei der berühmten Sonnenfinsternis ein scharfes Bild erhalten, nur eben abgelenkt und daher scheinbar von etwas weiter links/rechts als wenn unsere Sonne nicht im weg gestanden hätte.

Wenn Gravitation tatsächlich immer wirkt, dann kann es eigentlich keine Stelle in der Raumzeit geben die nicht gekrümmt ist.

Die Massen welche die Ursachen für die Gravitation sind sind aber immer in Bewegung, folglich ist die Raumzeit auch permanent in Veränderung, die Krümmungen, Beulen und Dellen verändern sich ständig.

Also kann kein Lichtweg A->B genau der selbe sein wie bei t-1 oder t+1.

Man kann also durchaus von veränderlichen Wegen sprechen, oder meinetwegen auch "Schwingungen".

Wir sehen die Dinge nur nicht dort wo sie wirklich sind, nicht mal dort wo sie waren als das Licht sie verließ. Alles ist im Fluss.

"Deine Wahrnehmung bestimmt deine Realität"
- Qui-Gon Jinn

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starre Lichtwege 01 Nov 2016 16:07 #9231

Da wäre interessant welche Wellenlängen Dymatent im Sinn hatte.
Ich dachte eher an kurze und nicht die langen von Gravitation erzeugten. Klar, die langen machen nur Verzerrung aber keine nennenswerte Unschärfe.

assume good faith

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