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THEMA: Gefangene Strahlung

Gefangene Strahlung 15 Nov 2016 19:49 #9576

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Von Herrn Gaßner habe ich gelernt, dass das Universum in einer frühen Phase eine Orange war. :—) Aber schon zu diesem Zeitpunkt muss es sich um ein Raumgebiet gehandelt haben, in dem die uns bekannten Naturgesetze gültig waren. Also auch die Lichtgeschwindigkeit. Nach dem Ende der Inflation hat sich das Universum weiter ausgedehnt aber nicht mit Lichtgeschwindigkeit. Was geschah (geschieht) mit den Photonen die den Rand dieses Raumgebiets erreichen?
Werden sie reflektiert oder ist die Raumzeit da draußen so gekrümmt, dass das Licht nie auf einen wie immer auch gearteten Rand trifft. Eines scheint mir ziemlich sicher. Die Strahlung muss in unserem Universum verbleiben. Wäre das anders, gäbe es uns sicherlich nicht.

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Gefangene Strahlung 15 Nov 2016 21:23 #9580

Über die Frage eines Randes des Universums ist hier schon öfter diskutiert worden.

Tatsache ist, dass wir bislang keinen Rand beobachten können. Daher dürfte alles, was wir über einen Rand schreiben, Spekulation sein.

Für mich ist ein Rand des Universums nicht vorstellbar. Wie soll dieser denn aussehen?

Daher hat die Meinung vorgeherrscht, dass das Universum endlich, flach und ohne Rand ist. Wie das genau aussehen soll, weiß ich nicht.

Zudem darf man nicht vergessen, dass wir (wie jeder andere Beobachter oder jedes Teilchen) ja nicht den Raum sehen, sondern einen Ausschnitt aus der Raumzeit.

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Gefangene Strahlung 15 Nov 2016 21:46 #9581

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Hallo,

wenn sich ein Photon nur in der Raumzeit ausbreiten kann, so wäre das ja wie ein Äther.

Gruß 1234

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Gefangene Strahlung 16 Nov 2016 08:49 #9584

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ClausS schrieb: Für mich ist ein Rand des Universums nicht vorstellbar. Wie soll dieser denn aussehen?

Ich würde meinen, der Urknall ist eine Art Rand. Und das wirft etliche Probleme auf.

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Gefangene Strahlung 17 Nov 2016 12:30 #9642

So wie ich das bis jetzt verstanden habe geht die Wissenschaft von einem von Anfang an unendlichen Universum aus.
Unendlich aber auf einen (unscharfen) Punkt konzentriert. Nur der (bereits unendliche) Raum expandiert.

Wie man sich das vorstellen soll da hab ich keine Ahnung. Das erscheint mir viel eher ein logisches Paradox zu sein.
Unendlichkeit im Endlichen -- Endlichkeit im Unendlichen...

Die Grenzen zum Spekulativen sind da sehr fließend und manch Erklärung wirkt (auf mich) eher etwas künstlich.
Wie ein Puzzleteil das zwar an sämtliche Seiten einer Lücke passt aber nicht an alle gleichzeitig.

Eine Grenze der Erkennbarkeit (nach dem \(\lambda\)CDM Modell) ist jedoch recht scharf , bei ca 46Mrd. Lichtjahren ist Schluss. Ob das Universum hinter dieser Grenze wirklich genauso aussieht wie hier bleibt letztlich nur eine (wohl begründete) Annahme.

Gruß
Merilix

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Gefangene Strahlung 17 Nov 2016 17:13 #9657

Merilix schrieb: So wie ich das bis jetzt verstanden habe geht die Wissenschaft von einem von Anfang an unendlichen Universum aus.


Hier scheint es meines Wissens verschiedene Meinungen zu geben. Wissen kann es niemand.

Wenn die Hypothese von Herrn Gaßner stimmt, kann das Universum eigentlich nicht unendlich sein. Oder wie sollte ein unendliches Universum aus einer Quantenfluktation entstehen?

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Gefangene Strahlung 18 Nov 2016 19:08 #9701

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Wenn der "Rand" des Universums ein Übergang in einen Bereich anderer Dimensionen sein sollte, dann wird sich, je näher man diesem Übergang kommt, sich die Raumzeit ins Unendliche unserer Dimension ausdehen, bzw. so verhalten. Also kann man den "Rand" nie erreichen. Was machen die Photonen des UKlls? Sie bewegen sich immer weiter in Richtung der anderen Dimension, ohne je anzukommen.

Spekulation Nr. 345

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Letzte Änderung: von Ralf. (Notfallmeldung) an den Administrator

Gefangene Strahlung 23 Nov 2016 15:45 #9877

ClausS schrieb:

Merilix schrieb: So wie ich das bis jetzt verstanden habe geht die Wissenschaft von einem von Anfang an unendlichen Universum aus.


Hier scheint es meines Wissens verschiedene Meinungen zu geben. Wissen kann es niemand.

Wenn die Hypothese von Herrn Gaßner stimmt, kann das Universum eigentlich nicht unendlich sein. Oder wie sollte ein unendliches Universum aus einer Quantenfluktation entstehen?


Meine Antwort bezog sich auf Quellen wie diese hier . Ist zwar schon etwas älter (1998) aber ich habe diese Sichtweise auch schon andernorts gesehen.

Dieselbe Quelle beantwortet die Frage nach der Unendlichkeit allerdings einschränkend mit "We have observations that say that the radius of curvature of the Universe is bigger than 70 billion light years." und "So we know empirically that the volume of the Universe is more than 20 times bigger than volume of the observable Universe."
Wohlgemerkt, die Seite ist 18 Jahre alt, gibt aber meiner Meinung nach einen guten Einstieg zum Verständnis des Lambda CDM-Modells und Kosmologie.

Gruß
Merilix.

PS: Die Seite wird auch weiterhin gepflegt und ist nicht beim Stand 1998 stehengeblieben.

Bei mir streikt die Vorstellungskraft bei "Unendlichkeit in der Endlichkeit eines winzigen Punktes allerdings auch ^^

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assume good faith

Gefangene Strahlung 23 Nov 2016 18:08 #9880

Das Thema heißt ja eigentlich: gefangene Strahlung.
In was oder worin sollte sie denn gefangen sein?
Eingesperrt im Gefäß Universum? Ne, denn dann hätte ja das Universum tatsächlich einen Rand.
Einstein kam nach Aufstellung seiner ART zu dem Schluss, dass das Universum endlich sei aber unbegrenzt. Damals dachte man noch, dass das Universum auch noch statisch sei, also unveränderlich. Deshalb fügte er ja noch dieses Lambdaglied hinzu, das das Ganze statisch machte. Aber irgendwie war das auch wieder unverständlich, denn bei so einem Gebilde genügt ja nur eine kleine gravitative Verdichtung und schon stürzen die Massen ineinander, da Gravitation immer anziehend wirkt.
Der Hubble Edwin hat ja dann einige Jahre später die Expansion nachgewiesen, zwar noch nicht ganz richtig, aber prinzipiell. Damals ahnte man schon, dass die Fluchtgeschwindigkeit nicht die Folge einer Explosion sein konnte, sondern dass es der Raum selbst ist, der sich ausdehnt.
Wenn das so stimmen sollte, war das Universum also früher kleiner und noch früher noch kleiner und konsequent zu Ende gedacht, kommt man zu einem sehr kleinen Anfang. 13,82 Mrd. Jahre liegt dieser Anfang zurück. Es gab also einen zeitlichen, räumlichen und materiellen Anfang. Diese drei Eigenschaften sind seither miteinander unauflösbar verbunden Nimmt man eine Eigenschaft weg, verschwinden auch die anderen beiden. Auch eine Folge der Erkenntnisse der ART.
Das Universum expandiert also in einer endlichen Zeit, in einem endlichen Raum und mit einem endlichen Energieinhalt. Ein außerhalb kann es deshalb nicht geben, weil dort keine der drei Eigenschaften mehr existiert.
Die Photonen der Hintergrundstrahlung füllen die Raumzeit vollständig aus. Sie werden mit der Ausdehnung quasi mitexpandiert und verlieren dabei Energie, was zur Folge hat, dass ihre Wellenlängen gestreckt werden.
Das Maß für die Streckung ist dabei direkt proportional zur Änderung der Expansionsgeschwindigkeit. Dehnt sich das Universum beschleunigt aus, dann erfolgt auch die Streckung der Wellenlängen beschleunigt.
Die Strahlung ist also nicht in der Raumzeit gefangen, sondern an dieselbe gebunden.
Grüße
Thomas

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