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THEMA:

Körnung des Universums 21 12. 2019 03:25 #62538

Hallo liebe Leute diese Frage geistert mir schon einige Zeit im Kopf rum...

Wenn es eine Minimale Länge mit der Planck Länge gibt und damit verbunden eine minimale Zeiteinheit dann gibt es ja auch eine minimale Beschleunigung. Das müsste doch dann auch bedeuten, dass es eine minimale Kraft gibt die überhaupt auf ein Objekt wirken kann. Also wenn jetzt eine Feder am anderen Ende eines leeren, sich nicht expandierenden Universums aus dem nichts entsteht und sich relativ zu mir nicht bewegt dann müsste sie doch trotzdem in meine Richtung fallen (und ich in ihre)? Und wenn dies nicht passiert, und es wirklich eine minimale Kraft gibt ist diese minimale Kraft dann das graviton? Und erst wenn ein graviton von mir die Feder trifft und ein graviton von der Feder mich trifft fangen wir an uns zu bewegen? Und weil ich vor der Feder da war kann ja nur die Feder in meine Richtung fallen und nicht in ihre...

vielleicht ist das alles ja der Grund für die Expansion für das Universum? Also sobald etwas zu weit weg ist, sodas die Gravitationskraft unter dieses Minimum fällt , fliegt etwas einfach weg? (Also ich weiß das es nicht so ist weil ich kein Wissenschaftler bin sondern nur nen Typ der vor 5 JahrenPhysik, wegen einem doofen Lehrer abgewählt hat , aber jetzt bitte erklärt mir mal wieso) oder ist die Planck Kraft einfach so fein, dass die Gravitation immer stärker sein wird egal wie weit weg alles ist?

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Körnung des Universums 21 12. 2019 10:41 #62546

Die Planck Länge und die Planck Zeit ergeben sich aus der Extrapolation unserer heutigen Theorien auf das Ultra-Mikroskopisch-Kleine.

Was dort genau passiert, ist uns auch in absehbarer Zukunft experimentell nicht zugänglich. Somit können wir keine echte Aussage darüber treffen. Ob Länge und Zeit kontinuierlich oder gequantelt sind, wissen wir nicht.

Gravitonen sind hypothetische Teilchen, die man bislang experimentell nicht gefunden hat.

Die Gravitationskraft gilt überall im Universum. Wenn ein Körper zu weit weg ist, beträgt die Gravitationskraft aus einem anderen Grund 0. Nämlich genau dann, wenn die Information über die Existenz dieses Körpers mich mit Lichtgeschwindigkeit noch nicht erreicht hat.

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Körnung des Universums 21 12. 2019 16:06 #62554

Philh409 schrieb: Wenn es eine Minimale Länge mit der Planck Länge gibt und damit verbunden eine minimale Zeiteinheit dann gibt es ja auch eine minimale Beschleunigung. Das müsste doch dann auch bedeuten, dass es eine minimale Kraft gibt die überhaupt auf ein Objekt wirken kann.

Interessante Frage, abgesehen von Claus' Antwort, dass die Planckgrößen keine Quantelung implizieren sondern nur eine Unschärfe, denn das ist nicht das Gleiche, sondern teils eher das Gegenteil.

Allerdings muss ich Dich sowieso enttäuschen, denn die Planckbeschleunigung ist kein Minimum sondern eher ein Maximum:

aP = rP/tP² = 5,5609181e+51 m/s²

Bei Planckgrößen muss man immer aufpassen, was im Nenner und was im Zähler steht. h im Zähler ist ein Minimum, h im Nenner hingegen ein Maximum und bei c ist es genau anders herum. Bei G bin ich mir nicht so sicher, ob man das als Minimum bezeichnen kann, und die Coulombkonstante
kC = 1/4ε°π = c²re·me/e²
wurde sowieso nur gewählt, um Coulombkraft und Gravitationskraft zu vergleichen.
mP²G = qP²kC
qP = ²(G/kC)mP = e/²α
mP = me/²αg = mp/²αG
Die Boltzmannkonstante ist hingegen in einigen Formeln ein Minimum.

Zum Beispiel sind alle Elementarteilchen und sogar die zusammengesetzten Protonen und Neutronen um viele Größenordnungen deutlich kleiner als die Planckmasse. Allerdings kann man wohl davon ausgehen, dass ein SL die Planckmasse als Mindestgröße aufweist. Das ergibt sich schon aus dem Radius rsP = 2rP und der UR, aber auch aus anderen Überlegungen.

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Körnung des Universums 21 12. 2019 16:31 #62556

Ja, diese Frage beschäftigt uns schon länger hier im Forum. Es ist nicht komplett auszuschliessen, dass der Raum gekörnt bzw. diskretisiert ist. Es spricht allerdings ein starkes Argument dagegen. Bei einer noch so feinen Körnung müssten die entfernten Bilder des Hubble-Weltraumteleskops eigentlich unscharf sein. Das wird aber nicht beobachtet. Daher müsste der Raum schon so beschaffen sein, dass er so gekörnt ist, dass die elektromagnetische Strahlung nicht "mitgekörnt" wird.

Nachvollziehbare Mathematik ist notwendige Grundlage zur Beurteilung von physikalischen Modellen.

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Körnung des Universums 21 12. 2019 17:57 #62561

Michael D. schrieb: Ja, diese Frage beschäftigt uns schon länger hier im Forum. Es ist nicht komplett auszuschliessen, dass der Raum gekörnt bzw. diskretisiert ist. Es spricht allerdings ein starkes Argument dagegen. Bei einer noch so feinen Körnung müssten die entfernten Bilder des Hubble-Weltraumteleskops eigentlich unscharf sein. Das wird aber nicht beobachtet. Daher müsste der Raum schon so beschaffen sein, dass er so gekörnt ist, dass die elektromagnetische Strahlung nicht "mitgekörnt" wird.

Das verstehe ich jetzt nicht ganz. Die Bilder vom Hubble-Teleskop sind ja viel kleiner als das Original. Das verkleinerte Bild verkleinert auch die Streuung der elektromagnetischen Strahlung durch eine Körnung des Raumes, sodass die Körnung eventuell unerkannt bleibt, weil durch das kleine Bild die Unschärfe nicht zu tragen kommt.

Angenommen, der Mond ist gekörnt, Korngröße 1m3. Wenn du mit dem Hubble-Teleskop hier von der Erde aus (ohne Atmosphäre) den Mond betrachten würdest, wäre er genauso scharf wie ohne Körnung, weil das Bild relativ zum Original viel zu klein ist.

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Körnung des Universums 21 12. 2019 18:39 #62564

badhofer schrieb: Angenommen, der Mond ist gekörnt, Korngröße 1m³. Wenn du mit dem Hubble-Teleskop hier von der Erde aus (ohne Atmosphäre) den Mond betrachten würdest, wäre er genauso scharf wie ohne Körnung, weil das Bild relativ zum Original viel zu klein ist.

Das ist aber der falsche Vergleich.
Nimm die Atmosphäre hinzu, dann stimmt es schon eher, denn es geht (Michael) ja nicht um die Körnung in der Ferne sondern auf dem Übertragungsweg.

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Körnung des Universums 21 12. 2019 19:27 #62567

ra-raisch schrieb:
badhofer schrieb: Angenommen, der Mond ist gekörnt, Korngröße 1m³. Wenn du mit dem Hubble-Teleskop hier von der Erde aus (ohne Atmosphäre) den Mond betrachten würdest, wäre er genauso scharf wie ohne Körnung, weil das Bild relativ zum Original viel zu klein ist.

Das ist aber der falsche Vergleich.
Nimm die Atmosphäre hinzu, dann stimmt es schon eher, denn es geht (Michael) ja nicht um die Körnung in der Ferne sondern auf dem Übertragungsweg.

So hat es Michael gemeint, das war mir schon klar. Mit dem Vergleich wollte ich aussagen, dass das Größenverhältnis zu einem Objekt, z,B. einer Galaxie relativ zum empfangenen Bild so unterschiedlich ist, dass die Streuung vielleicht gar nicht sichtbar wird. Man kennt ja die Korngröße des Universums, falls es eine Körnung gibt, nicht. Außerdem wäre eine Körnung auch dann unsichtbar, wenn der leere Raum den elektromagnetischen Wellen ohnehin nichts entgegensetzt, was man ja annimmt, sonst würden wir überhaupt kein Bild von einer entfernten Galaxie erhalten. Das Licht ermüdet ja auch nicht, wahrscheinlich aus dem Grund, dass der leere Raum dem Licht nichts entgegensetzt. Und wenn der leere Raum dem Licht nichts entgegensetzt, dann wäre eine Körnung des leeren Raumes für das Licht auch bedeutungslos. Aber, wahrscheinlich denke ich da eh falsch.

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Körnung des Universums 21 12. 2019 19:42 #62569

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Michael D. schrieb: Bei einer noch so feinen Körnung müssten die entfernten Bilder des Hubble-Weltraumteleskops eigentlich unscharf sein. Das wird aber nicht beobachtet.

Was ist "unscharf" ?
Das Hubble-Teleskop bildet einen Ausschnitt des Universums in einer Matrix mit x*y Pixeln ab. Da der beobachtete Raumausschnitt 10n mal mehr an Informationen enthält, als sich in dieser vergleichsweise bescheidenen Matrix abbilden lassen, ist die Aufnahme zwangsläufig unscharf, weil sie 10n Informationen zu einem einzigen Pixel verdichtet..
Überdies liegt uns meines Wissens kein Vergleich vor, anhand dessen wir die "Schärfe" der Hubble-Bilder ganz konkret messen könnten.

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Körnung des Universums 21 12. 2019 22:16 #62572

Ich nehme einmal an, dass das Licht auf dem Weg von einer fernen Galaxie zu uns deshalb nicht ermüdet, weil es mit dem, was dazwischen liegt, nicht wechselwirkt. Und wenn es mit dem Dazwischenliegenden ohnehin nicht wechselwirkt, macht es auch keinen Unterschied, ob das Dazwischenliegende gekörnt ist oder nicht. Für Neutrinos, die durch einen Sandhaufen fliegen, macht es auch keinen Unterschied, ob der Sand fein oder grobkörnig ist. Das Bild, das sich durch die Neutrinos ergibt, ist nach dem Sandhaufen genauso scharf wie vorher.

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Körnung des Universums 21 12. 2019 22:29 #62573

badhofer schrieb: Ich nehme einmal an, dass das Licht auf dem Weg von einer fernen Galaxie zu uns deshalb nicht ermüdet, weil es mit dem, was dazwischen liegt, nicht wechselwirkt.

Das ist aber nicht richtig.
Das Licht folgt sehr wohl der Raumzeitgeometrie.
Wäre die Raumzeit gekörnt, wäre das Bild nicht nur verzerrt sondern je unschärfer, je weiter der Weg.
Allerdings kommt es wohl auch auf das Verhältnis zwischen Wellenlänge und Körnungsgröße an.
Wie ist denn die Körnungsgröße bei Glas?
Glas unter der Röntgenlupe www.weltderphysik.de/gebiet/materie/glaeser/

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Körnung des Universums 21 12. 2019 22:58 #62575

ra-raisch schrieb:
badhofer schrieb: Ich nehme einmal an, dass das Licht auf dem Weg von einer fernen Galaxie zu uns deshalb nicht ermüdet, weil es mit dem, was dazwischen liegt, nicht wechselwirkt.

Das ist aber nicht richtig.
Das Licht folgt sehr wohl der Raumzeitgeometrie.

Dass das Licht der Raumzeitgeometrie folgt, weiß man vom Gravitationslinseneffekt. Ist das richtig? Wenn ja, wie ist es z.B. mit den Neutrinos? Folgen die auch der Raumzeitgeometrie? Man wird das wohl kaum messen können, aber was nimmt man da an?

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Körnung des Universums 21 12. 2019 23:03 #62576

Selbstverständlich

Auch GW müssen der Raumzeitkrümmung folgen, sonst wären sie schneller als das Licht.

Die Raumzeitkrümmung beträgt
R = c²/g
k = 1/R = g/c²

Die Geodätenkrümmung ist
R = 1/g(1/v²+1/c²)
k = 1/R = v²/g+c²/g

also für Licht (bzw v→c)
k = 2g/c² = 2rs/r²
R = c²/2g = r²/2rs
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Körnung des Universums 21 12. 2019 23:33 #62579

Die Überlegungen der Unschärfe des Lichts von weit entfernten Objekten kommt aus Überlegungen, die der Quantengravitation entstammen.

Dort heißt es, dass eine Quantelung der Raumzeit zu einem Auseinderfliesen der Photonen einer Punktquelle führen sollte,

Und genau das wird nicht gesehen.

Für die Annahme einer Quantenkörnigkeit der Raumzeit sind diese Bilder zu scharf.

Thomas

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Körnung des Universums 22 12. 2019 00:04 #62581

Michael D. schrieb: Es spricht allerdings ein starkes Argument dagegen. Bei einer noch so feinen Körnung müssten die entfernten Bilder des Hubble-Weltraumteleskops eigentlich unscharf sein. Das wird aber nicht beobachtet.

Nachdem Michael D. lediglich von einem starken Hinweis spricht und nicht von einem Beweis, sind alle bisherigen Begründungen eh ausreichend. Trotzdem möchte ich noch etwas drauflegen: Streuung setzt immer eine Reflexion voraus. Gestreut werden Photonen dadurch, dass sie unterschiedlich reflektiert werden. Um unterschiedlich reflektiert werden zu können, bedarf es jedoch Grundsätzlich einer Reflexion. Gibt es eine Beobachtung, aus der hervorgeht, dass die Raumzeit reflektiert?

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Körnung des Universums 22 12. 2019 00:14 #62582

Hallo miteinander!
ClausS schrieb: Die Planck Länge und die Planck Zeit ergeben sich aus der Extrapolation unserer heutigen Theorien auf das Ultra-Mikroskopisch-Kleine.
Was dort genau passiert, ist uns auch in absehbarer Zukunft experimentell nicht zugänglich. Somit können wir keine echte Aussage darüber treffen. Ob Länge und Zeit kontinuierlich oder gequantelt sind, wissen wir nicht.

Seit Berechnung der Plancklänge existiert vielleicht schon ein Ansatz zur Lösung dieser interessanten Frage. Sehen wir den Wald vor lauter Bäumen nicht?
Immer wieder liest man, dass Experimente im Größenordnungsbereich dieser Länge wahnsinnig viel Energie erfordern würden. Strings oder Quantenschaum,... werden aber in dieser Größenordnung postuliert. Die Schleifenquantengravitation kann ihre Beschreibung mit einem Netzwerk beginnen, welches Raum und Zeit erst mit den eintretenden Ereignissen erzeugt. Vereinfachte solcher, sich beim Mittelpunktsabstand ihres Durchmessers berührender, "Planckobjekte" können einfach beschrieben werden. Ihre Masse wäre viel kleiner (<10-75 kg) als die Planck-Masse. Stabile Strukturen sich berührender Planckobjekte mit der Planck-Masse (2,176· 10−8 kg) können nicht entstehen. Sie würden durch Außenstöße zerstört.
Der Nachweis entstehender stabiler Strukturen wie im Standardmodell der Elementarteilchen und anderer Voraussagen zu Naturkonstanten, rätselhaften beobachteten Phänomenen,... ist eine riesige Aufgabe für weitere Forschung.
Frohe Weihnachten,
Lothar W.

Können Planckobjekte, mit einfacher Wechselwirkung bei Berührung, diskrete Erweiterungen der Standardphysik vereinfachen?

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Können Planckobjekte, mit einfacher Wechselwirkung bei Berührung, diskrete Erweiterungen der Standardphysik vereinfachen?

Körnung des Universums 22 12. 2019 00:21 #62583

Die Streuung von Photonen gehört zum Elektromagnetismus der uns bekannten Materie.

Das müssen wir wegdenken.

Die Photonen erfahren auf ihrer langen Wegstrecke eben keine WW mit der uns bekannten Materie.

Die postulierte Dispersion sollte aus der Körnigkeit der Raumzeit hervorgehen.

Und das sieht man nicht

Thomas

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Körnung des Universums 22 12. 2019 00:34 #62584

badhofer schrieb: Gibt es eine Beobachtung, aus der hervorgeht, dass die Raumzeit reflektiert?

Naja .... Jedes Photon kann an jedem Raumpunkt als Punktquelle eines Photons angesehen werden. Allerdings folgt dies den Gesetzen der Wahrscheinlichkeit und interferiert sich gegenseitig wieder weg. Aber an sich kann man jeden Punkt als Diffusion betrachten.

Aber bei langen Wegen müßte sich eine noch so feine Körnigkeit schon bemerkbar machen. Auch die Interferenzen wären dann wohl nicht vollständig möglich.

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Körnung des Universums 22 12. 2019 17:47 #62597

ra-raisch schrieb: Naja .... Jedes Photon kann an jedem Raumpunkt als Punktquelle eines Photons angesehen werden.

Kann man sagen, dass Licht und Luft ebenfalls gekörnt sind und dass die Körnung des Lichtes wesentlich kleiner ist als die Körnung der Luft?
Wenn ja, ergäbe das folgende Frage:
Licht wird gestreut, wenn es sich durch die Luft bewegt. Wird auch die Luft gestreut, wenn es sich durch das Licht bewegt? Ein Luftstrahl bewegt sich vom Mond zur Erde (die Erde ohne Atmosphäre) Würde man den gesamten Weg der Luft von der Erde aus beleuchten, würde dann der Luftstrahl dadurch, dass er sich durch ein gekörntes Medium bewegt, gestreut werden? Ergibt so ein Vergleich überhaupt einen Sinn?

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Körnung des Universums 22 12. 2019 21:54 #62600

badhofer schrieb:
Michael D. schrieb: Es spricht allerdings ein starkes Argument dagegen. Bei einer noch so feinen Körnung müssten die entfernten Bilder des Hubble-Weltraumteleskops eigentlich unscharf sein. Das wird aber nicht beobachtet.

Nachdem Michael D. lediglich von einem starken Hinweis spricht und nicht von einem Beweis, sind alle bisherigen Begründungen eh ausreichend. Trotzdem möchte ich noch etwas drauflegen: Streuung setzt immer eine Reflexion voraus. Gestreut werden Photonen dadurch, dass sie unterschiedlich reflektiert werden. Um unterschiedlich reflektiert werden zu können, bedarf es jedoch Grundsätzlich einer Reflexion. Gibt es eine Beobachtung, aus der hervorgeht, dass die Raumzeit reflektiert?


Man bedenke, dass diese Bilder alle softwaretechnisch korrigiert sind, also keinesfalls ein 1:1 Abbild liefern

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Körnung des Universums 23 12. 2019 00:54 #62617

badhofer schrieb: Kann man sagen, dass Licht und Luft ebenfalls gekörnt sind und dass die Körnung des Lichtes wesentlich kleiner ist als die Körnung der Luft?

Ja, gute Idee.
Ja klar ist Luft "gekörnt", die einzelnen Moleküle, und diese können auch durch das Licht einen Impuls erhalten.
Und auch das Licht ist gekörnt, es hat die Frequenz, die die Ausdehnung vorgibt, also eine indiviuelle Körnung je nach Energiegehalt.
badhofer schrieb: würde dann der Luftstrahl dadurch, dass er sich durch ein gekörntes Medium bewegt, gestreut werden?

Also wie gesagt, Lichtstrahlung würde den Luftstrahl streuen, wobei es eben auf die Abmessungen ankommt, wie eben Röntgenstrahlung durch weiches Materiel hindurchgeht und Radiowellen durch Mauern, Wärmestrahlung aber in der Atmospähre steckenbleibt, Mikrowellen in Feuchtigkeit etc.

Wenn die Strahlung mit der Luft wechselwirkt, hat es Auswirkungen auf beide Beteiligte. Wenn sie ungestört passiert, dann bleibt auch die Luft unbeeindruckt.
zB der Absorptionskoeffizient ist von der Frequenz f = 2π·ω abhängig
αn = 2nxI·ω/c
mit dem Materialparameter Imaginärteil des Brechungsindex nxI

Bei der Lichtablenkung durch die Metrik handelt es sich allerdings um eine einseitige Wirkung. Das wäre ja auch bei einer Körnung des Raumes denkbar. Eine Richtungsänderung muss ja keine Energieänderung beinhalten. Auch mit der Metrik der Raumzeit ändert sich ja nicht die Energie des Lichtes sondern nur die Lichtgeschwindigkeit.

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Körnung des Universums 24 12. 2019 00:13 #62645

ra-raisch schrieb:
badhofer schrieb: Kann man sagen, dass Licht und Luft ebenfalls gekörnt sind und dass die Körnung des Lichtes wesentlich kleiner ist als die Körnung der Luft?

Ja, gute Idee.
Ja klar ist Luft "gekörnt", die einzelnen Moleküle, und diese können auch durch das Licht einen Impuls erhalten.
Und auch das Licht ist gekörnt, es hat die Frequenz, die die Ausdehnung vorgibt, also eine indiviuelle Körnung je nach Energiegehalt.

Wenn sich 2 Medien ineinander Bewegen und sich durch verschiedene Korngrößen gegenseitig beeinflussen, warum sollte es nicht sein können, dass der Unterschied der Korngrößen so groß ist, dass das Medium mit den kleineren Körnern das Medium mit den größeren Körnern überhaupt nicht beeinflussen kann.

Eine Ameise (kleines Korn) auf einem Gleis kann eine Lokomotive (großes Korn) nicht aus seiner Bahn werfen. Dazu ist sie zu klein. Und wenn eine es nicht schafft, dann schaffen es die Millionen, die Millimeterweise hintereinander Tausende Kilometer lang auf dem Gleis liegen, auch nicht.

Wenn das Universum keine Körnung hat, dann müsste es eigentlich in der Praxis das Maß „unendlich klein“ geben. Aber, was wäre das nächst größere Maß? „2 x unendlich klein“? Das wäre genauso unendlich klein. 100 x unendlich klein? oder 1000 x? Nein, auch nicht. Um auf ein nächst größere Maß zu kommen, müsste man schon einmal einen Sprung machen und schon hat man ein Korn. Dasselbe gilt für die Zeit. Wäre die Zeit nicht getaktet, müsste es in der Praxis die Zeitspanne „unendlich kurz“ geben. Was wäre dann die nächst größere Zeitspanne? „2 x unendlich kurz“? Wäre auch dasselbe. Um auf die nächst größere Zeitspanne zu kommen, müsste man einen Sprung machen und schon hat man einen Takt. Eigentlich müsste das Universum getaktet und gekörnt sein. So wie ein Filmprojektor, der ein getaktetes und körniges Bild an die Wand wirft, nur mit dem Unterschied, dass sich das Universum in sich selbst projiziert.

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Körnung des Universums 24 12. 2019 00:35 #62646

Wir haben ja eigentlich keine Evidenz, die zu erklären wäre, sondern nur eine Idee. Das ist brotlose Kunst.

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Körnung des Universums 24 12. 2019 17:33 #62689

Hallo,
was spricht eigentlich für eine Körnung des Universums?
Und was spricht gegen eine Körnung des Universums?

Könnte das Universum aus einer Dunklen Phase entstanden sein? Könnten die fünf Prozent unseres beobachtbaren bunten Universums ziemlich genau mit Methoden beschrieben werden können, welche die Infinitesimalrechnung voraussetzen? Und die Dunkle Phase würde neue Ideen erfordern? Etwa so:
Stöße postulierter Planckobjekte erzeugen Naturgesetze im ganz Kleinen (links).
Erste Strukturen entstehen als Scheiben (rote Pfeile) kalter Dunkler Materie durch Gravitation
unter Erzeugung von Dunkler Energie (grüne Pfeile im hellgrauen Hintergrund). Dunkle Galaxien
bilden sich zuerst, emittieren Jets, welche bei ihrer Expansion Elementarteilchen und dann auch
Moleküle,... kondensieren lassen. In den Molekülwolken kollabieren Teile zu Sternen, Planeten,...,
die Galaxien entwickeln sich in ihrer bunten Vielfalt. Aus der Dunklen Phase des Universums wird
die beobachtbare bunte Evolutionsphase (rechts) mit ihrem dunklen Hintergrund.

Können Spekulationen, egal wie sinnvoll sie vielleicht sind, deshalb hier nicht diskutiert werden, weil keine Veröffentlichungen dafür bekannt sind?
Nochmals FROHE WEIHNACHTEN
Lothar W.

Können Planckobjekte, mit einfacher Wechselwirkung bei Berührung, diskrete Erweiterungen der Standardphysik vereinfachen?

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Können Planckobjekte, mit einfacher Wechselwirkung bei Berührung, diskrete Erweiterungen der Standardphysik vereinfachen?

Körnung des Universums 24 12. 2019 20:34 #62692

Da ist ein Netzwerk :D... lass uns da mal drüber reden.

Ja ich kann alles, sogar definieren was ich nicht kann.

Man muss noch Chaos in sich haben, um einen tanzenden Stern gebären zu können.
**Der Friedrich**

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Ja ich kann alles, sogar definieren was ich nicht kann.

Man muss noch Chaos in sich haben, um einen tanzenden Stern gebären zu können.
**Der Friedrich**

Körnung des Universums 25 12. 2019 15:57 #62710

Das Universum ist in der Sprache der Mathematik geschrieben. Zumindest deutet alles darauf hin. Auch wenn nicht hinter jeder richtigen Mathematik eine Realität stecken muss, so muss doch hinter jeder Realität eine richtige Mathematik stecken.

In einem ungekörnten und ungetakteten Universum sind die Grundgrößen von Raum und Zeit NULL. Was wäre dann die nächst größere Größe von Raum und Zeit nach NULL aufsteigend, die mathematisch richtig wäre? (Davon ausgehend, dass so ein Gedankengang überhaupt auf diesen Sachverhalt anwendbar ist).

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Körnung des Universums 26 12. 2019 12:29 #62730

badhofer schrieb: In einem ungekörnten und ungetakteten Universum sind die Grundgrößen von Raum und Zeit NULL. Was wäre dann die nächst größere Größe von Raum und Zeit nach NULL aufsteigend, die mathematisch richtig wäre? (Davon ausgehend, dass so ein Gedankengang überhaupt auf diesen Sachverhalt anwendbar ist).

Das ist demnach ein Argument für ein gekörntes Universum.
Im Standardmodell der Elementarteilchen wird ein Abschneidefaktor (cut off) verwendet, welcher die Singularitäten verhindert.
Eine kleinste Körnung könnte in der Größenordnung der Plancklänge liegen. Sowohl die Stringtheorien als auch die Schleifenquantengravitation nehmen das an. In der letzeren wird sogar mit einem Netzwerk begonnen, das vereinfacht so aussehen könnte:
Netzwerk kausaler Trajektorien mit Nummer des verfolgten Planckobjekts. Berührungen
erzeugen Knicke mit je zwei ein- und auslaufenden Linien in den Knoten verschiedener zeitlicher
Ebenen. Abzählbar (unendlich) viele solche Objekte können nebeneinander existieren. Zur
Beschreibung der Natur müssen aber mathematisch beherrschbar viele ausgewählt werden.
Dabei entsteht eine diskrete Raumzeit mit sehr sehr (unendlich) kleinen Sprüngen. Die Stoßachse
der elementaren Geschwindigkeitsüberträge bei Berührung ist im ZOOM- Bild gestrichelt.
MfG
Lothar W.

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Körnung des Universums 26 12. 2019 17:44 #62740

Innerhalb der Plancklänge wird sowieso alles unscharf.

Um feinere Strukturen zu analysieren oder festzustellen benötigt man Frequenzen größer als die Planckfrequenz fP=1/(2π·tP) was zu Energien größer als die Planckenergie h·fP=EP=ℏ/tP führt....

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Körnung des Universums 26 12. 2019 19:26 #62748

Thomas schrieb: Die Streuung von Photonen gehört zum Elektromagnetismus der uns bekannten Materie.

Das müssen wir wegdenken.

Die Photonen erfahren auf ihrer langen Wegstrecke eben keine WW mit der uns bekannten Materie.

Die postulierte Dispersion sollte aus der Körnigkeit der Raumzeit hervorgehen.

Und das sieht man nicht

Thomas


Der Leyman-Alpha-Wald ist doch aber die Summe der, wenn auch wenigen, aber stattfindenden Wechselwirkungen des Lichtes mit interstellarer Materie, nämlich der, je weiter rotverschoben, je weiter besagte Materie, z.B. einer interstellaren Gaswolke, entfernt ist.
Also ist da schon ab und an was im Wege, was die Bildschärfe aber nicht sonderlich zu beeinflussen zu scheint, was m.E. eine Körnung der Raumzeit nicht ausschliesst.

"`Oh dear,' says God, `I hadn't thought of that,' and promptly vanished in a puff of logic.

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Körnung des Universums 26 12. 2019 19:31 #62750

badhofer schrieb: Das Universum ist in der Sprache der Mathematik geschrieben. Zumindest deutet alles darauf hin. Auch wenn nicht hinter jeder richtigen Mathematik eine Realität stecken muss, so muss doch hinter jeder Realität eine richtige Mathematik stecken.


Die aber auch nicht unbedingt immer befriedigende Aus- und vor Allem, Vorhersagen zu treffen im Stande ist. Ich darf auf das Dreikörperproblem verweisen?

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Körnung des Universums 26 12. 2019 20:09 #62757

derwestermann schrieb: Also ist da schon ab und an was im Wege, was die Bildschärfe aber nicht sonderlich zu beeinflussen zu scheint, was m.E. eine Körnung der Raumzeit nicht ausschliesst.

Das kann man aber nicht vergleichen, die Dichte des Staubes ist sehr gering, die Körnung wäre aber überall und zwar je kleiner je mehr.
Aber wie ich schon sagte, müßte Licht ggf sehr hochfrequent sein, um überhaupt zu interagieren, und wie es nicht empfangen wird, da es gar nicht vorhanden ist.
Andererseits ist eine Körnung, die nicht interagiert quasi gar nicht vorhanden.

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