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Die ersten 3 minuten 03 03. 2020 06:25 #66098

robosoft schrieb: ich hoffe, ich habs irgendwie kapiert. Das heißt für mich also: Ja, es gab eine Zeit, aber wir können nichts darüber sagen. Warum können wir dann aber sagen, dass es drei Minuten waren?


Das mit den drei Minuten wäre, genau formuliert, etwa so:

"Drei Minuten nach der Singularität in der ART-Lösung ohne Inflation". Also von einer Lösung, von der wir sicher wissen, dass sie zumindest in einer Umgebung der Singularität falsch ist.

Ist natürlich in der Form ein bisschen irreführend. Vielleicht hilft auch die folgende Umformulierung weiter:

"Bei einer Dichte der Materie, wie sie in der ursprünglichen ART-Lösung ohne Inflation drei Minuten nach der Singularität vorhanden wäre". Das, was bei bestimmten Materiedichten passiert, verstehen wir ja ganz gut. Und in der ursprünglichen ART-Lösung ohne Inflation kann man die Materiedichte halt leicht in eine "Zeit nach dem Urknall" umrechnen.

Ach so, nicht mal das "ja es gab eine Zeit" wissen wir sicher, einfach weil wir ohne Theorie dazu gar nichts wissen. Wenn wir, sagen wir, eine normale Quantentheorie annehmen, gibt es in ihr keinen Beginn der Zeit. Wenn wir LQG folgen, gab es dort, wo die ART nichts mehr taugt ("vor der Planck-Zeit") gar keine Zeit im klassischen Sinn (als kontinuierlicher Parameter). Wir wissen es einfach nicht.

Lorentz-Äther Interpretation für Gravitation: ilja-schmelzer.de/gravity/ und SM: ilja-schmelzer.de/matter/ .

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Die ersten 3 minuten 03 03. 2020 10:18 #66104

  • Marvin
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Diese Frage beschäftigt mich auch schon lange und ich hatte hier im Forum schon öfters versucht sie einzubringen, wahrscheinlich auf die falsche Art und Weise.
Mich hat schon immer gestört, dass man die Maßstäbe unserer heutigen Zeit zurückrechnet und dann solcherlei Größen, Massen und eben Zeitangaben macht.
Nun bin ich wahrlich nicht Einstein oder ein anderer kluger Physiker, gar kein Physiker.
Aber mir sagt meine subjektive Logik, dass man eben solche Maßstäbe in den allerersten Anfang des Universums nicht einfach so zurückrechnen kann, was man sicher auch nicht so macht.
Es stört mich halt, wenn man von Plancklänge und vom kürzest möglichen Zeitintervallen spricht in einer Phase des Anfangs des Universums, zu dem wir wahrscheinlich nie einen Einblick haben werden können.
Andere Zustände der Elementarteilchen (oder deren Vorphasen) haben andere Auswirkungen betreffs der Natugesetze welche wir heute kennen.
3 Minuten sind 180 Sekunden und die lassen sich mit Hilfe von Atomuhren sehr genau definieren.
Aber eine Atomuhr ist an Schwingungen gekoppelt, welche unseren heutigen gültigen Naturgesetzen folgen- daher 3 Minuten sind heutige 3 Minuten.
Vielleicht wäre es besser (und vielleicht wird es auch schon getan?) dass man einen anderen Maßstab für diese Phase benutzt.

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Die ersten 3 minuten 03 03. 2020 11:30 #66105

Marvin schrieb: Vielleicht wäre es besser (und vielleicht wird es auch schon getan?) dass man einen anderen Maßstab für diese Phase benutzt.

Wozu soll das gut sein?
Wenn alle -- und ich meine wirklich alle -- zeitlichen Abläufe in einem anderen Maßstab ablaufen kann man genausogut den bekannten Maßstab weiter benutzen. Das erspart mühsame Transformation die sich dann eh wieder wegkürzt.

Zumindest würde ich das für die Zeit nach der Inflationsphase so sehen.

Marvin schrieb: Aber mir sagt meine subjektive Logik, dass man eben solche Maßstäbe in den allerersten Anfang des Universums nicht einfach so zurückrechnen kann, was man sicher auch nicht so macht.

"allerersten Anfang" meint wohl T=0?
Ich sehe das so: wenn man eine Uhr auf TPlanck stellt, dann startet und laufen lässt ist über die Zeit davor überhaupt nichts gesagt. Ob das nun eine zeitlose Ewigkeit ist oder nur 10-44 Sekunden weis man nicht.

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Die ersten 3 minuten 03 03. 2020 15:12 #66114

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Hi Rainer,

Das ist doch (im Prinzip) ganz einfach, lass Dich nicht von Z verunsichern!


Könntest du solche abwegigen Anmerkungen bitte unterlassen!!
Ich habe meine Gründe warum ich bzgl. Robosoft genau so formulierte:

OK Robosoft,
aber.. da bist du nicht der einzige.. mal grundsätzliche Literatur.
www.zeuthen.desy.de/~kolanosk/astro0506/skripte/kosmos01.pdf


Zudem ist ein ausführliches Paper von Desy verlinkt, welches seine Frage bestens, exakt und schnellstens erklärt.

Danke für die Aufmerksamkeit.
Z.


"Die reinste Form des Wahnsinns ist es, alles beim Alten zu lassen und gleichzeitig zu hoffen, dass sich etwas ändert". Albert Einstein

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