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THEMA: Nernst

Nernst 22 05. 2020 16:47 #69030

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Ggra schrieb: Ich finde in dem Artikel aus 1964 auch nicht ansatzweise die Gravitationskonstante oder ein Gravitationpotential lediglich dem Term \(r^2\).

Korrektur, die Gravitationskonstante ist doch erwähnt allerdings in einem für unsere Frage nach dem Brechungsindex irrelevanten Textabschnitt.

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Nernst 22 05. 2020 18:32 #69034

Danke jetzt hab ich ihn.

Gut er sagt, dass die 1964 verfügbare Frequenz nicht geeignet ist. (Der Fehlerbalken wäre also größer als das Messergebnis)
For the Arecibo Ionospheric Observatory's frequency of 430 Mc/sec, the lowest at which interplanetary timedelay measurements are currently being made,

Er beschreibt ausdrücklich, dass es mit anderen Frequenzen ohne weiteres möglich ist, die Messung durchzuführen.
This plasma effect will be reduced by a factor of almost 400 (and will therefore be unimportant) for measurements made at the 8350-Mc/sec frequency of the newly constructed, but not yet fully instrumented, Haystack radar of MIT's Lincoln Laboratory.

Der fragliche aussagekräftige Test wurde aber 1970 (wohl unter seiner eigenen Mitwirkung) durchgeführt.
ui.adsabs.harvard.edu/abs/1971PhRvL..26.1132S/abstract
I. Shapiro, M. E. Ash, R. P. Ingalls, W. B. Smith, D. B. Campbell, R. B. Dyce, R. F. Jurgens und Gordon Pettengill: Fourth Test of General Relativity: New Radar Result. In: Physical Review Letters. Band 26, Nr. 18, 3. Mai 1971, S. 1132–1135,

Achso dieses Paper hattest Du ja schon mit Shapiro1971 zitiert. "Fourth Test of General Relativity: New Radar Result"
The new Jet Propulsion Laboratory Goldstone 210-ft-diam antenna and radar system will yield an increase in sensitivity of more than an order of magnitude, but operates at the relatively low frequency of 2388 MHz
Diese niedrige Frequenz war immer noch problematisch, schreibt er.
However, the Goldstone system has been modified so that it can also receive radar echoes at the 7840 MHz frequency at which the Haystack transmitter operates.

Und In jüngerer Zeit wurde mit dem Cassini-Satelliten ein ähnliches Experiment durchgeführt, dessen maximale Abweichung von der ART gar nur 0,002 % betrug.[26][27]
B. Bertotti, L. Iess, P. Tortora: A test of general relativity using radio links with the Cassini spacecraft. In: Nature. Band 425, 2003, S. 374, doi:10.1038/nature01997, bibcode:2003Natur.425..374B.
Two carriers at 7,175 MHz (X-band) and 34,316 MHz (Ka-band)are transmitted from the ground; whereas, in addition to thedownlink carriers at 8,425 MHz and 32,028 MHz locked on boardto the X and the Ka signals respectively, a nearby Ka-band downlinkcarrier coherent with the X-band uplink is also transmitted back

S. M. Kopeikin et al.: Gravimagnetic effect of the barycentric motion of the Sun and determination of the post-Newtonian parameter γ in the Cassini experiment. In: Physics Letters A. Band 367, 2007, S. 76, doi:10.1016/j.physleta.2007.03.036, arxiv:gr-qc/0604060, bibcode:2007PhLA..367..276K.
Dies beschreibt den selben Test.

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Nernst 23 05. 2020 11:57 #69069

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Hallo ra-raisch,
erst einmal Danke für die kritische aber konstruktive Diskussion. Selbst nachdem ich die Shapiro-Papers schon mindestens 20 Mal gelesen hatte, ist mir noch ein weiteres Detail darin aufgefallen, das ich bisher übersehen hatte - ohne die Diskussion wäre es noch immer verborgen.

Die Cassini-Paper hatte ich vor ca. 2 Jahren auch schon mal gelesen, allerdings für meine Beweiskette als unbrauchbar erachtet, da die Fehlerrechnung für mich nicht (vollständig) verständlich war. Deswegen komme ich schon wieder auf "alte Kamelle" zurück, da Shapiro seine Rechnung offen legt und als "Gründer" gilt.

Aus Sicht von Shapiro hast Du gut zitiert und auch sein Anliegen verstanden. Allerdings ging es nicht darum Shapiro zu rezitieren, sondern um Deine Frage nach dem Brechungsindex, die ich mit Verweis auf die Shapiro-Papers beantwortet hatte urknall-weltall-leben.de/forum/aktuell/n...html?start=150#69002 . Deine Frage nach dem Brechungsindex wird seitens Shapiro in seiner Fehlerrechnung betrachtet. Also legen wir doch mal das Augenmerk auf die Fehlerrechnung, denn etwas was als systematischer Fehler nachgewiesen wurde ist gleichzeitig ein Beweis. Während ein statistischer Fehler eher negativ zu werten ist.

Weiterhin sollte ich nochmals mein Verständis des Worts "Licht" klar legen: Für mich als HF-Ingenieur, gibt es keinen Unterschied zwischen Lang- und Kurzwellen-Rundfunkfrequenzen und Gammastrahlen sofern sie als sogenannte Wellen 3.Art vorliegen. Alle diese Wellen sind Elekromagnetische-Wellen, wie auch das sichtbare Licht. Zwischen dem was umgangssprachlich als Licht oder Radiowellen bezeichnet wird liegt lediglich die Terrahertz-Lücke. Somit ist Langwelle für mich auch Licht.

Beweise aus der Fehlerrechnung:
1. Es gibt ein Plasma das mit einer \(r^{-2}\)- Verteilung den innerplanetaren Raum füllt, wie es von Emden erahnt und von Schwarzschild verneint wurde. Somit ist Schwarzschilds Grundannahme, dass der Raum zwischen den Planeten leer sei, falsifiziert. Weiterhin sind alle Formel-Anpassungen, die Emden unter dem Eindruck von Schwarzschilds Erfolg gemacht hat, zumindest kritisch zu überprüfen.
2. Für niedrige Frequenzen ist der Einfluss des Plasmas deutlich dem der Gravitation überwiegend. Somit ist die Aussage, dass der Sonnenwind doch zu vernachlässigen sei nicht für diesem Frequenzbereich des Lichts anwendbar.
3. Es gibt einen systematischen Fehler, den Shapiro \(\lambda\) nannte und den er nicht unter der Annahne eines statischen interplanetarem Medium aus Plasma aufklären konnte. \(\lambda\) liegt bei +2%.

\(\lambda\) ist der Wert, den ich bisher überlesen hatte. Seit heute nehme ich an, dass er durch die Dopplershift des niedrigfrequenten Lichts im antigravitativen Medium Sonnenwind hervorgerufen wird. (Ich hatte noch keine Zeit zu rechnen.)

Ich werte die Fehlerrechnung von Shapiro als eindeutiges Indiz zu Gunsten meiner neuen Art.

Thomas Schano

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Nernst 23 05. 2020 13:52 #69072

Ggra schrieb: Ich werte die Fehlerrechnung von Shapiro als eindeutiges Indiz zu Gunsten meiner neuen Art.

Was soll das Ganze denn mit ART zu tun haben?
Meinst Du, dass durch den Sonnenwind die Zeitdilatation verursacht wird?

Was Du meinst, kann doch wohl nur sein, dass es keine ART gäbe, weil sich die Messungen anders erklären lassen.

Also gut, Du meinst also dass Shapiro Mist gerechnet hat. Ich schaue mir das nachher an.

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Nernst 23 05. 2020 15:37 #69075

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ra-raisch schrieb: Was Du meinst, kann doch wohl nur sein, dass es keine ART gäbe, weil sich die Messungen anders erklären lassen.
Also gut, Du meinst also dass Shapiro Mist gerechnet hat. Ich schaue mir das nachher an.


Nein, das wäre eine Überinterpretation! Ich hatte in meiner neuen Art zusätzliche Energien eingebracht und diese durch die Anpassung der Gravitationskonstante kompensiert. Wenn ich dies tue, muss ich anhand der Tests der Art diesen Eingriff rechtfertigen. Alles was ich sage ist: Mein Eingriff wird durch Shapiros Messungen und Rechnungen unterstützt.

Ein Nachrechnen Deinerseits ist hier nicht schädlich und somit äußerst wünschenswert!

Thomas Schano

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Nernst 23 05. 2020 15:41 #69076

Ggra schrieb: Alles was ich sage ist: Mein Eingriff wird durch Shapiros Messungen und Rechnungen unterstützt.

Du sagst, dass seine Messungen falsch sind, naja eigentlich sagst Du, dass die Interpretation der Daten falsch ist.
Aber Der Sonnenwind bzw das Medium des Alls ist keine Eigenschaft des Raumes sondern lediglich Parameter, das hat mit ART überhaupt nichts zu tun.

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Nernst 23 05. 2020 15:49 #69077

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ra-raisch schrieb: dass die Interpretation der Daten falsch ist.

korrekt! Die Interpretation ist nicht gänzlich falsch sondern nur nicht allumfassend.
ra-raisch schrieb: Aber Der Sonnenwind bzw das Medium des Alls ist keine Eigenschaft des Raumes, das hat mit ART überhaupt nichts zu tun.

Und warum gibt es dann diesen "Zusatzterm" wie Arrakai ihn in seinem Post nennt urknall-weltall-leben.de/forum/aktuell/n...html?start=150#68864 ?

Thomas Schano

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Nernst 23 05. 2020 15:55 #69080

Wenn Du Λ meinst, dann ist das eine Konstante und kein ortsabhängiger Parameter wie der Sonnenwind.

∫ f(x) = F(x) + C

Du kannst natürlich G(x) = F(x)+C definieren, wie ich es Arrakai gegenüber vorgschlagen habe, aber das ändert nichts daran, dass es irgendeine Funktion X(x) gibt, die durch einen konstanten Parameter D ergänzt werden kann G(x) = F(x)+C = X(x)+D

Einstein hat nur eine Funktion GE=T(ξ)=R(ξ)+R·g(ξ)/2±Λ·g(ξ) ausgetüftelt und die Konstante Λ offen gelassen, grob skizziert.

Es kann ja sein, dass Λ=0 und die Messungen und Phänomene anderweitig erklärbar sind, also in R(ξ) bzw T(ξ) drinstecken. Das würde aber nichts an der ART ändern. Wenn also die ART bereits (ohne Λ) ein Phänomen erklärt oder behauptet, dann wäre ein zusätzlicher wesentlicher Parameter des Phänomens ein Gegenargument gegen die ART und kein Ansatz für eine Modifikation.

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Nernst 23 05. 2020 16:06 #69081

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ra-raisch schrieb: Wenn Du Λ meinst, dann ist das eine Konstante und kein ortsabhängiger Parameter wie der Sonnenwind.

Meinst Du das so wie z.B. ein realer Widerstand konstant ist, weil da jemand einen Wert aufgedruckt hat? So ein Teil ist alles andere als konstant und eignet sich zum messen nahezu aller mechanischen und thermischen Größen.
ra-raisch schrieb: Einstein hat nur eine Funktion GE vorgegeben und den Parameter Λ offen gelassen.

und ich fülle den offen gelassenen Wert gerade in begründeter Weise mit einem Tensor. (So wie es das Schicksal vieler Verlegenheitskonstanten ist.)

Thomas Schano

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Nernst 23 05. 2020 16:11 #69082

Ggra schrieb: Meinst Du das so wie z.B. ein realer Widerstand konstant ist, weil da jemand einen Wert aufgedruckt hat? So ein Teil ist alles andere als konstant und eignet sich zum messen nahezu aller mechanischen und thermischen Größen.

ra-raisch schrieb: Einstein hat nur eine Funktion GE vorgegeben und den Parameter Λ offen gelassen.

und ich fülle den offen gelassenen Wert gerade in begründeter Weise mit einem Tensor. (So wie es das Schicksal vieler Verlegenheitskonstanten ist.)

Thomas Schano

Nein, der Sonnenwind ist prinzipiell nicht konstant über das Weltall, der Widerstandswert eines Ohmschen Widerstands verhält sich hingegen gemäß den Naturgesetzen konstant, also temperaturabhängig etc aber vom Ort unabhängig.

Der Widerstand ist vom Strom abhängig, aber es wird trivial, wenn Du sagst, dass der Sonnenwind vom Sonnenwindstrom abhängt.

Λ ist in der Formel jedenfalls eine absolute Konstante, von nichts abhängig. Λ ist das Relikt eines Integrals, das kann man nicht einfach durch eine variable Formel (Tensor) ersetzen. Alle variablen Einflüsse müssen in T(ξ) erfasst werden. Natürlich kannst Du nach Gusto T aufsplitten, klar.
T = T¹+T²+T³+...+Tª
So ähnlich rechnet man ja auch in der Kosmologie, Masse und Photonen separat.

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Nernst 23 05. 2020 16:38 #69083

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ra-raisch schrieb: Λ ist in der Formel jedenfalls eine absolute Konstante, von nichts abhängig. Λ ist das Relikt eines Integrals, das kann man nicht einfach durch eine variable Formel (Tensor) ersetzen.

Na ja, das sehe ich nicht ganz so. Eine der Lieblingsdisziplinen vom Prof. Domenio Giulini (Uni-Hannover) ist es die ART aus der Hamiltonsche Mechanik herzuleiten. Da wird dann tatsächlich irgendwann in der Herleitung ein kompletter Term zu Λ vereinfacht.
Ansonsten hatte ich schon mehrfach auf Lavina Heisenberg und Bohdan Novosyadlyj verwiesen, die von Λ ein sehr uneinheitliches Bild zeichnen das Gegenteil von konstant.

Thomas Schano

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Nernst 23 05. 2020 16:55 #69084

Ggra schrieb: die von Λ ein sehr uneinheitliches Bild zeichnen das Gegenteil von konstant.

Das hat dann nichts mehr mit den Einsteinschen Feldgleichungen zu tun.

T ist die individuelle (Feld) Quelle, Λ ist eine allgegenwärtige Konstante. Man kann natürlich mit Λ alles bezeichnen was man will, das ist dann aber nicht das Λ aus der Gleichung sondern ist ein Teil von T.

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Nernst 23 05. 2020 17:15 #69085

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ra-raisch schrieb: Das hat dann nichts mehr mit den Einsteinschen Feldgleichungen zu tun.....
Λ ist eine allgegenwärtige Konstante.

Wenn Du das so meinst, muss ich leider darauf hinweisen, dass Λ auch nichts mit den Einsteinschen Feldgleichungen zu tun hat und von Einstein nachträglich hinzugefügt wurde. Dann hat Einstein irgend wann diesen Term auch wieder weg gewünscht. Also in kurzen Worten Einstein war sich selbst nicht grün mit Λ. So wie es die Wissenschaft bis heute nicht ist. arxiv.org/pdf/1712.09845.pdf Wenn ich mich umschaue ist mein Vorschlag aktuell der Vorschlag, der die wenigsten Widersprüche beinhaltet. (Zur Beurteilung dieser Behauptung reicht es nicht aus einzelne Posts zu bewerten. Alle meine Posts stehen im Zusammenhang zueinander.)

Thomas Schano

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Nernst 23 05. 2020 18:36 #69088

Ggra schrieb: Wenn Du das so meinst, muss ich leider darauf hinweisen, dass Λ auch nichts mit den Einsteinschen Feldgleichungen zu tun hat und von Einstein nachträglich hinzugefügt wurde

Selbst wenn Einstein Λ nicht hinzugefügt hätte, wäre dies eine konsistente immanente Erweiterung. Λ kann ja Λ=0 sein, das ist ja auch nicht verboten. Aber Λ kann kein Tensor sein (der nicht seinerseits eine Konstante wäre), sonst ist es keine Komponente der Gleichung sondern konzeptionell ein Bestandteil von T.

Du kannst natürlich T beliebig aufteilen, wie ich schon sagte, und etwa jedem Elementarteilchen seinen eigenen Tensor geben T = t¹ + t² + t³ + ... + tª aber das wäre wohl kaum im Sinne einer allgemein verwendbaren Formel sondern trivial. Wie bei Φ = -G ∫ m/D = -GM/r ist eine Zusammenfassung und allgemeine Formulierung ggf für typische idealisierte Konstellationen das Ziel. Das Zusammensetzen aus den Einzelteilen ist die Aufgabe und nicht, diese Aufgabe ungelöst weiterzugeben. Aber das kannst Du natürlich machen wie Du willst. Es wird dadurch aber keine andere Gleichung.

Lass mich das mit einem Volumen vergleichen, zB in einem Zimmer. Ich rechne da gerne H·L·B = V, aber Du kannst natürlich auch den leeren Raum berechnen zzgl das Volumen der Moleküle im Raum, allerdings wird sich dadurch das Gesamtvolumen V nicht ändern, die Rechnung wird nur deutlich komplizierter, fehleranfälliger, ungenauer....temperaturabhängig, druckabhängig, gravitationsabhängig .....

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Nernst 23 05. 2020 19:22 #69090

Ggra schrieb:

ra-raisch schrieb: Einstein hat nur eine Funktion GE vorgegeben und den Parameter Λ offen gelassen.

und ich fülle den offen gelassenen Wert gerade in begründeter Weise mit einem Tensor. (So wie es das Schicksal vieler Verlegenheitskonstanten ist.)


Nein, das geht auf diese Weise eben nicht, wie Rainer bereits geschrieben hat. Ich hatte es ja einige (eher viele) Beiträge weiter oben bereits geschrieben.

Es gilt \( \rho_{\Lambda} = \frac{c^2 \Lambda}{8\pi G} \), das ist schon mal alles konstant, außer ggf. \( \Lambda \). Wie du in den Feldgleichungen siehst, ist \( \Lambda \) proportional zur Metrik. Das bedeutet, dass die Krümmung der Raumzeit an sich beschrieben wird. D.h. es handelt sich um einen Beitrag zur Krümmung, der an jedem Punkt der Raumzeit gleichmäßig sein muss und zum Energie-Impuls-Tensor hinzukommt, der die Energie/Masse in der Raumzeit beschreibt. Wenn der Wert nicht gleichmäßig wäre, dann wäre die Lorentzinvarianz verletzt, da die Raumzeitkrümmung an sich nicht mehr proportional zur Metrik wäre und daher aus jedem (näherungsweisen) Inertialsystem anders aussehen würde.

The truth is often what we make of it; you heard what you wanted to hear, believed what you wanted to believe.

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Nernst 24 05. 2020 00:05 #69095

Wie war das nochmal, als Einstein sein Lambda einfügte.

Er wollte damals, gemäß der Vorstellung, dass Raum und Zeit unendlich und stabil seien, eigentlich seine Gleichung darauf trimmen. Daher das Lambda.

Heute hat man das Lambda von der linken Seite der Gleichung auf die rechte verschoben, um der Expasionsenergie damit Rechnung zu tragen.

Schon erstaunlich, welchen Wandel das Lambda durchgemacht hat.

Mit Nernst, also dem Titel des Fadens hat das allerdings gar nichts zu tun.

Thomas

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Nernst 24 05. 2020 00:33 #69097

Thomas schrieb: Heute hat man das Lambda von der linken Seite der Gleichung auf die rechte verschoben, um der Expasionsenergie damit Rechnung zu tragen.

Die Seite der Gleichung spielt keine Rolle, ebenso wird das Vorzeichen gerne unterschiedlich notiert, das muss natürlich dann mit den eingesetzten Werten korrespondieren, aber die Gleichungen sehen halt dann rein optisch unterschiedlich aus.

Ansonsten stimmt das natürlich, dass das Λ nun dazu dient, die Expansion zu modellieren und nicht wie Einstein zuerst dachte die Stabilität.

Ggra schrieb: Ansonsten hatte ich schon mehrfach auf Lavina Heisenberg und Bohdan Novosyadlyj verwiesen, die von Λ ein sehr uneinheitliches Bild zeichnen das Gegenteil von konstant.

Naja, da hat sich Frau Heisenberg ja etwas vorgenommen, viel Glück:
Lavinia Heisenberg ist theoretische Physikerin. Sie will nicht akzeptieren, dass die Allgemeine Relativitätstheorie das Universum nur unter der Annahme von exotischen Materien und Energien beschreiben kann. Deshalb arbeitet sie an der Erneuerung von Einsteins Theorie.

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Nernst 24 05. 2020 00:48 #69099

Naja, wenn’s nur optisch gut passen muss, dann ist das wohl ein juristisches Urteil, jedenfalls kein physikalisches!

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Nernst 24 05. 2020 00:53 #69100

Thomas schrieb: Naja, wenn’s nur optisch gut passen muss

Was meinst Du denn damit? Was muss optisch passen?

Ich sagte, dass die Formeln von manchen Physikern anders aussehen, weil sie sie umstellen, es ändert aber nichts an der Gleichung.

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Nernst 24 05. 2020 10:54 #69103

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Thomas schrieb: Mit Nernst, also dem Titel des Fadens hat das allerdings gar nichts zu tun.


Na, ja aus der optischen Sicht auf Formeln hat das nichts mit Nernst zu tun. Da gebe ich Dir Recht.

Allerdings hatte ich im Post mit meinem Formel-Vorschlag darauf verwiesen, das diese Formel der mathematische Beweis für das Nernst-Theorem sei. Da bei meiner vorgeschlagenen Interpretation von Λ die Temperatur im Nenner zu stehen kommt. Das Ganze hatte ich physikalisch begründet und auf Plausibiltät mit anerkannten Messwerten verglichen, womit dies auch im Sinne der Forums juristisch korrekt ist.

Thomas Schano

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Nernst 24 05. 2020 14:03 #69113

Ggra schrieb: Da bei meiner vorgeschlagenen Interpretation von Λ die Temperatur im Nenner zu stehen kommt.

Temperatur ist ortsabhängig, somit von Haus aus keine Konstante, und als Energie in T zu berücksichtigen. Außerdem ist die Temmperatur ein Skalar, das Temperaturfeld also ein Skalarfeld. Mit Λ hat das also aus sehr vielen Gründen überhaupt nichts zu tun und sollte daher lieber Θ genannt werden als Λ. Außer Du hast es gerade auf Begriffsverwirrung abgesehen.


Was Du damit willst ist mir immer noch schleierhaft. Eine ggf fehlerhafte Berücksichtigung der Temperatur schafft keine Raumkrümmung sondern beeinflusst allenfalls die entsprechenden Messungen. Die Lichtgeschwindigkeit c=c°/n in einem Medium hat nichts mit der lokalen Lichtgeschwindigkeit c' = c°σ zu tun. Die Lichtgeschwindigkeit im Medium ist selbstverständlich immer geringer als die lokale Lichtgeschwindigkeit. Die lokale Lichtgeschwindigkeit ist die Signalgeschwindigkeit, die Lichtgeschwindigkeit im Medium ist lediglich die Schallgeschwindigkeit des Lichtes dort.

Wenn ich die Lichtgeschwindikgeit in einem Vakuum messe, erhalte ich die lokale Lichtgeschwindigkeit c' und messe sie lokal immer mit dem Wert von c°. Im Medium messe ich nur c ohne dass sich dabei c' verändert. Dir ist doch sicher bekannt, dass Tscherenkovstrahlung entsteht, weil Elektronen sich im Medium schneller als c bewegen aber natürlich nicht schneller als c' bzw gemessen c°, dem lokalen Messwert von c'.

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Nernst 24 05. 2020 15:24 #69119

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ra-raisch schrieb: Temperaturfeld also ein Skalarfeld..... Außer Du hast es gerade auf Begriffsverwirrung abgesehen.

Ich glaube Du solltest Dir mal die Definition eines Tensors ansehen. Was Du meinst ist ein Tensorfeld. de.wikipedia.org/wiki/Tensor
Was ich beschrieben habe ist durchaus ein Tensor: de.wikipedia.org/wiki/Tensor#Begriffsgeschichte
ra-raisch schrieb: Was Du damit willst ist mir immer noch schleierhaft.

Diesem Eindruck kann ich mich auch nicht erwehren. Nach meinem Eindruck ließt Du nur oberflächlich. Das beste Beispiel hierfür ist, dass ich Dich bereits mehrfach darauf verwiesen habe, dass es nicht angebracht ist einzelne Posts separiert zu betrachten. Statt mal zu lesen erforschst Du die Vita von Frau Heisenberg. Ich hatte allerdings explizit auf einen einzigen Artikel im Physik-Jounal verwiesen und mir somit nach den wissenschftlichen Gepflogenheiten auch nur den Inhalt dieses Artikels zu eigen gemacht. urknall-weltall-leben.de/forum/naturwiss...n/3799-nernst/#68079

Wenn ich mich in einzelnen Punkten auf Frau Heisenberg beziehe, ist Sie eine äußerst renormierte Professorin auf dem Gebiet der Gravitationstheorien wofür Sie sogar von der Deutschen Physikalischen Gesellschaft geehrt wurde. www.dpg-physik.de/auszeichnungen/dpg-pre...z-preis/preistraeger

Thomas Schano

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Nernst 25 05. 2020 20:45 #69147

Der Thread kommt mir eher vor wie ein Arbeitsbeschaffungsprogramm. Statt kurz und schlüssig dazulegen, worum es geht, sprichst Du in Rätseln, einmal von Gravitationswellen, dann von Lichtablenkung an der Sonne, dann von Sonnenwind und von einer Ergänzung der ART, dann wieder von Radarmessungen, die falsch ausgewertet wurden. Ich habe jedenfalls keine Ahnung, zu welchem höheren Zweck ich diese Werte hier berechnet habe.

Es stimmt, dass ich ein paar Posts überschlagen habe, als Du mit Arrakai diskutiert hast und ich keine Zeit hatte. Es ist allerdings höchst mühsam, das nachzublättern, vor allem, wenn Du dann sagst, Shapiro hätte falsch gerechnet und das aber weder belegst noch zitierst. Beim Überfliegen sahen seine Formlen nicht gerade griffig aus. Ich bin mir nicht sicher, ob ich allzuviel davon verstehen würde, wie sich der Sonnenwind auf Radarmessungen auswirken könnte. Wurde denn der Miführeffekt, der Dichtegradient, der Brechfaktor berücksichtigt?

Wenn man etwas derartig komplexes anhand von diversen Abhandlungen kritisieren will, muss man jeder Aussage ein Zitat mit Seite, Absatz und Zeile beifügen, zum Nachlesen und verlgleichen, sonst musst Du es eben wörtlich zitieren oder völlig frei formulieren.

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Nernst 25 05. 2020 21:47 #69154

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ra-raisch schrieb: Der Thread kommt mir eher vor wie ein Arbeitsbeschaffungsprogramm. Statt kurz und schlüssig dazulegen, worum es geht, sprichst Du in Rätseln, einmal von Gravitationswellen, dann von Lichtablenkung an der Sonne, dann von Sonnenwind und von einer Ergänzung der ART, dann wieder von Radarmessungen, die falsch ausgewertet wurden. Ich habe jedenfalls keine Ahnung, zu welchem höheren Zweck ich diese Werte hier berechnet habe.

Ich habe die Tests der Art auf meine postulierte Gleichung angewendet. de.wikipedia.org/wiki/Tests_der_allgemei...tivit%C3%A4tstheorie hier geht es um: Bahndaten und Beeinflussung von Licht.
ra-raisch schrieb: Es stimmt, dass ich ein paar Posts überschlagen habe, als Du mit Arrakai diskutiert hast und ich keine Zeit hatte.

Akzeptiert.
ra-raisch schrieb: Es ist allerdings höchst mühsam, das nachzublättern

Korrekt das ist es, ist aber nötig um den Zusammenhang zu verstehen.
ra-raisch schrieb: Ich bin mir nicht sicher, ob ich allzuviel davon verstehen würde, wie sich der Sonnenwind auf Radarmessungen auswirken könnte. Wurde denn der Miführeffekt, der Dichtegradient, der Brechfaktor berücksichtigt?

Ich denke das habe ich ausführlich dargelegt: Gradient, ja, Brechfaktor Gruppengeschwindigkeit ja, Mitführung nein!
ra-raisch schrieb: Wenn man etwas derartig komplexes anhand von diversen Abhandlungen kritisieren will, muss man jeder Aussage ein Zitat mit Seite, Absatz und Zeile beifügen, zum Nachlesen und verlgleichen, sonst musst Du es eben wörtlich zitieren oder völlig frei formulieren.

Dies mag die Art sein, wie in der Juristerei zitiert wird. In der Naturwissenschaft sollte man eher die angegebenen Quellen lesen.

Thomas Schano

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Nernst 26 05. 2020 01:24 #69168

Ggra schrieb: Dies mag die Art sein, wie in der Juristerei zitiert wird.

Wenn Du ein vollständiges, zusammenhängedes, aus sich heraus verständliches Paper lieferst natürlich, genau dies wollte ich Dir ersparen, zumal Du Dich bereits geweigert hast, Dir bekannte Formeln anzugeben.
Und Nein, in der Juristerei wird immer zusammenhängend, vollständig, aus sich heraus verständlich, strukturiert argumentiert und zusätzlich nur exakt passende Zitate verwendet, wenn es um Beurteilungsfragen geht.

Ggra schrieb: In der Naturwissenschaft sollte man eher die angegebenen Quellen lesen

Wenn Du das meinst, dann bist Du auf dem Holzweg. Natürlich wird auf Ergebnisse zurückgegriffen aber ganz sicher nicht ein Aufsatz als fehlerhaft gerügt, mit der Begründung: "Lies doch selber". Aber Du kannst das natürlich halten wie Du willst, nur dann ohne mich und nicht hier im Forum.

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