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THEMA: Nernst

Nernst 27 04. 2020 23:16 #68093

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Arrakai schrieb: In Century of Lambda konnte ich nichts finden, was deine Aussage stützt. Dafür aber folgendes zum Vakuum (natürlich im Weltall): "The Heisenberg uncertainty principle and quantumfield theory are today the theoretical basis for understanding of the physical nature of vacuum." (Seite 6)


Zitat Seite 8: So far, it has been possible to reduce the discrepancy from 123 orders of magnitude to 56 [Koksma 2011]. The problem remains, but this is not so much a problem of cosmological constant as a problem of quantum field theory. ......

T.S.

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Nernst 27 04. 2020 23:24 #68095

Ggra schrieb: Die Forums regeln lauten:

Wenn es interessant wird.... mal sehen, worauf Du hinaus willst. Ich habe sowieso die Frage bzw den Sinn des Threads bisher nicht verstanden. Vorerst kann ich nicht sagen, dass der Thread gegen die Regeln verstößt, mangels Diskussion über Dein Thema....

Ggra schrieb: Zitat Seite 8: So far, it has been possible to reduce the discrepancy from 123 orders of magnitude to 56 [Koksma 2011]. The problem remains, but this is not so much a problem of cosmological constant as a problem of quantum field theory. .....

Dies betrifft die theoretische Berechnung gegenüber den tatsächlichen Messungen und somit betrifft es nur die Theorie und nicht die Empirie. (Ich sehe dazwischen im Gegensatz zu Arrakai einen kleinen Unterschied)

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Nernst 27 04. 2020 23:42 #68098

Ggra schrieb:

Arrakai schrieb: In Century of Lambda konnte ich nichts finden, was deine Aussage stützt. Dafür aber folgendes zum Vakuum (natürlich im Weltall): "The Heisenberg uncertainty principle and quantumfield theory are today the theoretical basis for understanding of the physical nature of vacuum." (Seite 6)


Zitat Seite 8: So far, it has been possible to reduce the discrepancy from 123 orders of magnitude to 56 [Koksma 2011]. The problem remains, but this is not so much a problem of cosmological constant as a problem of quantum field theory. ......

T.S.


Hier wird lediglich in Frage gestellt, ob die Nullpunktsenergie tatsächlich ein Kandidat für die Dunkle Energie ist. Dabei geht es also um λCDM.

Was bitte hat das mit Quantenfluktuationen zuntun? Oder der Theory of Everything? Oder der Planckwelt? Oder der Frage, ob es ein perfektes Vakuum gibt? Oder dem dritten Hauptsatz der Thermodynamik?

Was sollte nochmal das Thema sein?
ra-raisch schrieb: [(Ich sehe dazwischen im Gegensatz zu Arrakai einen kleinen Unterschied)


Vorschlag: Bevor du jetzt der Versuchung nachgibst, weiterhin kleine Seitenhiebe zu verteilen, mach doch einfach eine eigene Diskussion auf. ;)

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Nernst 27 04. 2020 23:52 #68102

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@ra-raisch @Arrakai ich habe mich auf das aktuelle Video Aristoteles zur Stringtheorie 58 gefragt, ob der 3. Hauptsatz der Themodynamik nicht eine brauchbare untere Schranke in Josef Gassners Stausee sein könnte. Bisher kann ich hierauf auch noch keine brauchbaren Antworten sehen. Natürlich habe ich Hintergründe, wie ich zu der Frage komme. Es wäre hilfreich wenn wir wieder zum Ursprung zurückkommen würden.

T.S.

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Nernst 28 04. 2020 00:00 #68103

Ggra schrieb: @ra-raisch @Arrakai ich habe mich auf das aktuelle Video Aristoteles zur Stringtheorie 58 gefragt, ob der 3. Hauptsatz der Themodynamik nicht eine brauchbare untere Schranke in Josef Gassners Stausee sein könnte. Bisher kann ich hierauf auch noch keine brauchbaren Antworten sehen. Natürlich habe ich Hintergründe, wie ich zu der Frage komme. Es wäre hilfreich wenn wir wieder zum Ursprung zurückkommen würden.

T.S.


Unter den von dir gegebenen Rahmenbedingungen eher nicht, ggf. ja jemand anders.

Man kann ja Themen abgrenzen und Antworten im Rahmrn der RT, der Quantenphysik oder der klassischen Physik suchen. Aber bei einer Frage aktueller Forschung die Physik auf eine Epoche und wenige Wissenschaftler eingrenzen?

Eine vollkommen willkürlich gezogene Grenze *] zwischen erwünscter und unerwünschter Physik erstickt jede sinnvolle Diskussion und wird bei einem solch grundlegenden Thema auch zu keinem sinnvollen Ergebnis führen.

*):Besser: bisher auf mich willkürlich wirkend

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Nernst 28 04. 2020 00:09 #68104

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Hallo Arrakai,

wo ist der Unterschied, ob ich mich auf eine Epoche beschränke oder auf die sogenannte "Klassische Physik"? oder ein willkürlich definiertes anderes Gebiet in der Epoche sind die aktuellen Grundlagen aller nicht klassischen Physikdisziplinen gelegt worden. Wenn ich erst mal eine Personengruppe vorschlage, alle Gründer waren, ist dies doch keine nennenswerte Einschränkung.

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Nernst 28 04. 2020 00:32 #68105

Ggra schrieb: @ra-raisch @Arrakai ich habe mich auf das aktuelle Video Aristoteles zur Stringtheorie 58 gefragt, ob der 3. Hauptsatz der Themodynamik nicht eine brauchbare untere Schranke in Josef Gassners Stausee sein könnte.

Naja es geht ja genau darum. Rechne doch einfach mal vor.

wiki:
Nach dem dritten Hauptsatz der Thermodynamik ist der absolute Nullpunkt ein idealer Wert, welcher nicht erreichbar ist; jedoch können reale Temperaturen unbegrenzt nahe dem absoluten Nullpunkt realisiert werden.

Man kann "berechnen", dass der Wert größer als Null sein muss, aber der Wert kann ansonsten "beliebig klein" sein. Ähnlich ist es bei der Nullpunktsenergie. Sie wird ohne zusätzliche Grenzen beliebig groß.

wiki:
Thermodynamische Aussagen über den Nullpunkt im Zusammenhang mit der Entropie macht das Theorem von Nernst. Perfekte Kristalle erreichen beim Nullpunkt für die Entropie S einen konstanten Wert S = kB ln.1 = 0, da die Entropie gemäß der statistischen Definition als der mit der Boltzmannkonstanten kB multiplizierte Logarithmus der Anzahl der möglichen Mikrozustände definiert ist und es nur eine mögliche Realisierung des beobachteten Makrozustands gibt. Bei (amorphen) Gläsern gibt es mehrere gleichenergetische Realisierungen eines Zustands mit T = 0 K, so dass die Entropie von null verschieden ist.

Mir hilft das Theorem von Nernst bei der Frage nicht weiter.

wiki:
Das Nernstsche Theorem, oft auch Nernstscher Wärmesatz genannt (nach dem deutschen Physiker Walther Nernst), ist eine andere Bezeichnung für den dritten Hauptsatz der Thermodynamik. Er sagt aus, dass der absolute Nullpunkt der Temperatur nicht erreicht werden kann.
Der Satz kann unter Zuhilfenahme der Quantenmechanik bewiesen werden

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Nernst 28 04. 2020 00:47 #68107

Ggra schrieb: Hallo Arrakai,

wo ist der Unterschied, ob ich mich auf eine Epoche beschränke oder auf die sogenannte "Klassische Physik"? oder ein willkürlich definiertes anderes Gebiet in der Epoche sind die aktuellen Grundlagen aller nicht klassischen Physikdisziplinen gelegt worden. Wenn ich erst mal eine Personengruppe vorschlage, alle Gründer waren, ist dies doch keine nennenswerte Einschränkung.


Wenn du dich auf klassische Physik beschränkst, dann weiß jeder, was du meinst. Und auch wenn damals Grundlagen gelegt wurden, die Welt hat sich weiterentwickelt, das ist das Wesen der Wissenschaft. Virtuelle Teilchen sind ein Konzept von Feynman aus dem Jahr 1949. Also ab 1949 alles streichen?

Es wäre übrigens an dir, zu erläutern, was das „Gleichgewicht der Sonnenatmosphäre“ mit der Theory of Everything, der Planckwelt, dem Vakuum zu tun hat. Spannend fände ich auch, weshalb sich “ohne Vakuum ... alle Singularitäten auf[lösen]“ sollten.

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Nernst 28 04. 2020 22:16 #68128

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Gut, wenn es euch interessiert fange ich mal von vorne an:
Vor gut 3,5 Jahren ging ich von der Terrasse durch mein Wohnzimmer, als mich aus meinen Fernseher vor dem mein Sohn saß der Satz an tönte: Somit wird Licht nur durch den Einfluss der Gravitation von der Sonne abgelenkt. Ich drehte mich zu meinem Sohn um und sagte Ihm. Diese Aussage sei nicht vollständig, da ich weiß, dass es einen Sonnenwind gäbe und ich als Hochfrequenz-Ingenieur definitiv wisse, dass jede Art der Materie Licht bei der Passage beeinflusse. Der Sonnenwind könne ja nicht irgend wo aus dem nichts entstehen und müsse somit dem 1/r² Gesetz folgen. Somit sei er in der Nähe der Sonne dichter und weiter Weg weniger dicht. Dieser Dichteunterschied bilde einen Gradienten, der das Licht ablenke. Die Frage sei nur wie groß die Ablenkung sei. In den folgenden Wochen musste ich mit Ernüchterung feststellen, dass diese Ablenkung nicht in der Literatur nachgerechnet wurde. Allerdings fand ich Berechnungen von Einstein und weiteren Personen, die die Ablenkung lediglich mit Hilfe der Gravitation berechneten. Die Beobachtungen wären mit den gemessenen Werten stimmig. So fängt meine Odysee an. In diesem Zusammenhang bin ich auch auf Robert Emdens Gaskugeln gestoßen, der bereits den angeblich 1958 durch Parker entdeckten Sonnenwind als möglich bezeichnete. Gleichzeitig musste ich feststellen, dass der "Entdecker" der "Schwarzen Löcher" Karl Schwarzschild diese Entdeckung seines Schwagers Robert Emdem bekämpfte. Ich stellte mir nun die Frage, wie dieser Kampf zwischen diesen Beiden den Lauf der Physik beeinflusst hat. Nach meiner Meinung wäre es besser gewesen, Karl Schwarzschild hätte seinen Schwager nicht mit "gut gemeinten Räten" in Zweifel versetzt. Denn ich denke dann hätten wir heute eine stimmige TOE. Somit stelle ich die Diskussion in den Raum: die Physik ist zu einem entscheidenden Zeitpunkt auf eine Parallelfahrbahn gelangt, von der Sie nun sehr schwer herunterkommt. Deswegen der Wunsch einfach noch einmal mit der Diskussion vor 100 Jahren anfangen. Hierbei muss klar festgestellt werden: eine Parallelfahrbahn betrachtet über lange Strecken die selbe Landschaft, biegt dann allerdings irgendwann einmal ab, oder kann einer Biegung nicht folgen. Somit stelle ich die restlichen Erkenntnisse nicht in Frage. Ich möchte keine neuen Theorien aufstellen sondern lediglich klären, ob eine Rechnung durch Konzentration auf Massepunkte physikalisch sinnvoll ist. Mathematisch macht eine solche Vereinfachung einiges Einfacher. Ist die Vereinfachung deswegen auch physikalisch korrekt? Die Ablenkung des Lichts konnte ich auch nicht berechnen die Numerik sprengte meine Rechnerkapazitäten. Um nicht 0=0 als Ergebnis zu erhalten rechnete ich mit 300 Stellen Tiefe, die allerdings nicht ausreichten. Allerdings konnte ich Rechnungen mit der Erdbahn machen. Die Ergebnisse habe ich bereits weiter oben gepostet.
T.S.

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Nernst 28 04. 2020 22:29 #68129

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ra-raisch schrieb: Naja es geht ja genau darum. Rechne doch einfach mal vor.

wiki:
Nach dem dritten Hauptsatz der Thermodynamik ist der absolute Nullpunkt ein idealer Wert, welcher nicht erreichbar ist; jedoch können reale Temperaturen unbegrenzt nahe dem absoluten Nullpunkt realisiert werden.
...
Der Satz kann unter Zuhilfenahme der Quantenmechanik bewiesen werden[/i]


Ich denke die Formulierung in den Buch, das ich in meinem Post vom 25 04. 2020 19:51 zittert habe ist neuer und fundierter und weitreichender als die Wikipedia Formulierungen.

T.S.

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Nernst 28 04. 2020 22:57 #68132

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Arrakai schrieb: Es wäre übrigens an dir, zu erläutern, was das „Gleichgewicht der Sonnenatmosphäre“ mit der Theory of Everything, der Planckwelt, dem Vakuum zu tun hat. Spannend fände ich auch, weshalb sich “ohne Vakuum ... alle Singularitäten auf[lösen]“ sollten.


Wenn Du die Videos von Josef Gassner gesehen hat oder dich aber z.B. mit den Papers, die ich in meinem Post vom 27 04. 2020 19:20 erwähnt habe, beschäftigt hast, wirst Du feststellen, dass die Relativitätstheorie super gut bewiesen ist und zugleich viele Fragen aufwirft. Eine besonders beliebte weil faszinierende Singularität ist das Schwarzeloch. Das zwar nicht offiziell nach Karl Schwarzschild benannt ist. Das Wortspiel verleitet allerdings dazu , dass der Erstberechner nicht ganz unschuldig für den Namen sein könnte. Was wäre herausgekommen, wenn Herr Schwarzschild die Masse zwischen den Punkten nicht zu null angesetzt hätte, sondern seinem Schwager folgend mit einer irgendwie gearteten Dichteverteilung? Aus meiner Sicht hätte Schwarzschild dies wie es auch Einstein angenommen hatte nicht einfach berechnen gekonnt. Weiterhin würde die Dichteverteilung, die durch die Thermik dominiert wird, verhindern, dass die Massepunkte unendlich dicht werden könnten. Das Schwarze Loch besser der Schwarzschildradius wäre ein deutlich anderer.

T.S.

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Nernst 29 04. 2020 01:01 #68137

Ggra schrieb: Somit wird Licht nur durch den Einfluss der Gravitation von der Sonne abgelenkt. Ich drehte mich zu meinem Sohn um und sagte Ihm. Diese Aussage sei nicht vollständig, da ich weiß, dass es einen Sonnenwind gäbe und ich als Hochfrequenz-Ingenieur definitiv wisse, dass jede Art der Materie Licht bei der Passage beeinflusse. Der Sonnenwind könne ja nicht irgend wo aus dem nichts entstehen und müsse somit dem 1/r² Gesetz folgen. Somit sei er in der Nähe der Sonne dichter und weiter Weg weniger dicht. Dieser Dichteunterschied bilde einen Gradienten, der das Licht ablenke. Die Frage sei nur wie groß die Ablenkung sei. In den folgenden Wochen musste ich mit Ernüchterung feststellen, dass diese Ablenkung nicht in der Literatur nachgerechnet wurde.

wiki:
Der Sonnenwind besteht hauptsächlich aus ionisiertem Wasserstoff (Protonen und Elektronen)
In Erdnähe hat der Sonnenwind eine Dichte von ungefähr 5 · 106 Teilchen pro Kubikmeter.

Das dürften dann in Sonnennähe ca n=23·10¹°/m³ sein. Na, was meinst Du wohl, wie stark der Sonnenwind Licht ablenken wird? Du scheinst das besser berechnen zu können als ich. Ich denke aber eher, dass der Sonnenwind einen Lichtstrahl eher diffus reflektieren würde als ihn abzulenken.

Kann es sein, dass der Gradient ∇ n(Ro) = -660 1/m⁴ beträgt?

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Nernst 29 04. 2020 06:38 #68138

Ggra schrieb: da ich weiß, dass es einen Sonnenwind gäbe und ich als Hochfrequenz-Ingenieur definitiv wisse, dass jede Art der Materie Licht bei der Passage beeinflusset.


Das beste Argument Gegen eine Theorie mit dem Sonnenwind, ist das erst vor kurzen erschienene Video zur Vermessung des Schwarzen Loches in unserer Milchstraße.
Dort gibt es keinen Sonnenwind und die ART ist klar bestätigt. Daher kann ich der Argumentation nicht folgen.

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Nernst 29 04. 2020 13:03 #68142

Cossy schrieb: Dort gibt es keinen Sonnenwind

Wie meinst Du das? Sonnenwind bei einem SL? Meinst Du die Akkretionsscheibe bzw in diesem Fall die kreisenden Sterne?

Dass der Sonnenwind praktisch keinen messbaren Effekt haben wird, dürfte eigentlich klar sein, aber ich kann mir schon vorstellen, dass dies grundsätzlich einen Effekt haben könnte, vielleicht bei einer Supernova?

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Nernst 29 04. 2020 15:18 #68146

Ggra schrieb: Was wäre herausgekommen, wenn Herr Schwarzschild die Masse zwischen den Punkten nicht zu null angesetzt hätte, sondern seinem Schwager folgend mit einer irgendwie gearteten Dichteverteilung? Aus meiner Sicht hätte Schwarzschild dies wie es auch Einstein angenommen hatte nicht einfach berechnen gekonnt. Weiterhin würde die Dichteverteilung, die durch die Thermik dominiert wird, verhindern, dass die Massepunkte unendlich dicht werden könnten. Das Schwarze Loch besser der Schwarzschildradius wäre ein deutlich anderer.


Da käme keine Lösung der Einstein'schen Feldgleichungen bei raus. Wie stellst du dir diese Verteilung denn (ansatzweise) vor? Wenn die Dichte überall homogen ist, passiert nichts. Sobald sie variiert, wird etwas passieren. Wenn die Dichte z.B. nach innen zum Zentrum hin größer wird, dann muss dies auch für den Druck gelten. Und Druck fließt direkt in den Energie-Impuls-Tensor ein, erhöht die Gravitation, die weiter außen gelegene Materie wird gebunden, und das setzt sich vor Ort. Bis die Masse bei hinreichender Größe zum Schwarzen Loch kollabiert. Im Prinzip entsteht so jedes Schwarze Loch laut ART, der Raum rund um die r = 0 ist ja vor der Entstehung nicht leer und hat damit immer irgendeine Dichte.

(Wenn du kein Vakuum nimmst, kommt die Schwarzschildlösung übrigens gar nicht erst in Betracht. Schwarzschildlöcher werden über die äußere Schwarzschildlösung beschrieben, und das ist nun einmal eine Vakuumlösung.)

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Nernst 29 04. 2020 15:29 #68147

Arrakai schrieb: (Wenn du kein Vakuum nimmst, kommt die Schwarzschildlösung übrigens gar nicht erst in Betracht. Schwarzschildlöcher werden über die äußere Schwarzschildlösung beschrieben, und das ist nun einmal eine Vakuumlösung.)

Du bekommst ein SL mit
ρ*r²*4π/3 > 2c²/G
bzw
rs = ²(3c²/(2πρ))

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Nernst 29 04. 2020 15:30 #68148

ra-raisch schrieb:
Arrakai schrieb: (Wenn du kein Vakuum nimmst, kommt die Schwarzschildlösung übrigens gar nicht erst in Betracht. Schwarzschildlöcher werden über die äußere Schwarzschildlösung beschrieben, und das ist nun einmal eine Vakuumlösung.)

Du bekommst ein SL mit
ρ*r²*4pi/3 > 2c²/G


Was willst du mit damit genau sagen? :)

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Nernst 29 04. 2020 15:31 #68149

Nur dass ein SL auch "ohne Vakuum" geht.

Aber es stellt sich natürlich die Frage, was ein derartiges SL ohne Anziehungskraft dann darstellt.

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Nernst 29 04. 2020 15:32 #68150

ra-raisch schrieb: Nur dass es auch "ohne Vakuum" geht.


Ein SL natürlich schon, dann aber nicht beschrieben mit der äußeren Schwarzschildlösung, denn die ist eine reine Vakuumlösung der Feldgleichungen.

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Nernst 29 04. 2020 15:34 #68151

Arrakai schrieb:
ra-raisch schrieb: Nur dass es auch "ohne Vakuum" geht.


Ein SL natürlich schon, dann aber nicht beschrieben mit der äußeren Schwarzschildlösung, denn die ist eine reine Vakuumlösung der Feldgleichungen.

Eine Äußere Lösung ist bei einer grenzenlosen homogenen Dichte natürlich illusorisch. Die Formel ist aber dennoch anwendbar. Was das dann wäre, ist die andere Frage. Zeitdilatation ohne Vergleichsmaßstab ist überflüssig und Raumdehnung entfällt mangels Zentrum...

Das erinnert mich jetzt ein bisschen an die Expansion des Universums...

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Nernst 29 04. 2020 20:13 #68162

Gawith schrieb: Nun ist es doch möglich, dass das eine Wasserstoffatom den definierten m3 Raum verlässt aber noch kein weiteres den m3 „betreten“ hat (würde erst 1 sekunde später reinkommen, einfach ein statistisches ereignis).


Da wende ich aber ein, dass das Wasserstoffatom ja ein quantenmechanisches Objekt ist und somit die Wellenfunktion einer Aufenthaltswahrscheinlichkeit, mit der das Atom, messbar wäre. Somit kann das Wasserstoffatom den kubikmeter nicht wirklich verlassen, es sinkt nur die Wahrscheinlichkeit, dass es sich in unserem Kubikmeter aufhält. Somit ist dieser Kubikmeter kein perfektes Vakuum, da sich das Wasserstoffatom ja mit geringerer werdender Wahrscheinlichkeit entfernt, aber erst wenn diese unterhalb der Plancklänge ankommt, könnte man sagen, dass es unseren Kubikmeter verlassen hat. Bis dahin ist aber vermutlich aber immer noch, oder schon wieder, ein anderes Atom, mit einer, die Plancklänge überschreitenden Wahrscheinlichkeit, in das Universum unseres, fast leeren Kubikmeters, sich in selbigem befindent.
Ich mache die Doppelspalt-Experimente zur Grundlage meiner Überlegungen.

"`Oh dear,' says God, `I hadn't thought of that,' and promptly vanished in a puff of logic.

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Nernst 29 04. 2020 21:30 #68164

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Cossy schrieb:
Das beste Argument Gegen eine Theorie mit dem Sonnenwind, ist das erst vor kurzen erschienene Video zur Vermessung des Schwarzen Loches in unserer Milchstraße.
Dort gibt es keinen Sonnenwind und die ART ist klar bestätigt. Daher kann ich der Argumentation nicht folgen.


Hallo Cossy, ich empfehle Dir mal "Stellar winds near massive black holes: The case of the S-stars." von Nora Lützgendorf et al. zu lesen. dass es dort keinen Sonnenwind gibt, gibt dieser Artikel überhaupt nicht her. Bei der Schlussfolgerung von Frau Lützgendorf bezüglich des Einflusses der Winde sollte man allerdings die zugrunde liegenden Simulatoren bezüglich Ihrer Rechengenauigkeit in Anzahl der signifikanten Stellen beachten. den der Einfluss ist wirklich gering und liegt aus der Analogiebetrachtung mit unserem Sonnensystem weit unterhalb der Rundung, die durch die beschränkte Stellenanzahl vorgegeben wird. Im Sonnensystem benötige ich geschätzte 40 signifikante Stellen, der Simulator hat allerdings nur 15.....

T.S.

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Nernst 29 04. 2020 21:53 #68165

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Arrakai schrieb: Wenn die Dichte überall homogen ist, passiert nichts. Sobald sie variiert, wird etwas passieren. Wenn die Dichte z.B. nach innen zum Zentrum hin größer wird, dann muss dies auch für den Druck gelten.


Hallo Arrakai,
wenn Du den Modellen in "Influence of global cosmological expansion on local dynamics and kinematics" von Matteo Carrera und Domenico Giulini folgst, hast du Recht. Hast Du mal selbst gerechnet? Du wirst überrascht sein: Der Druck des Sonnenwinds ist nach außen gerichtet, da der Sonnenwind sich mit 450 km/s von der Sonne entfernt und somit das Gravitationsfeld der Sonne für immer verlässt. Die Zahlen kannst du z.B. "Solar-wind predictions for the Parker Solar Probe orbit - Near-Sun extrapolations derived from an empirical solar-wind model based on Helios and OMNI observations" von M. S. Venzmer and V. Bothmer entnehmen. Ich hatte sie bereits am 26 04. 2020 11:48 in einem Post verwendet. in diesem Post hängt auch eine Simulation an, die zeigt, welche Strecke der Sonnenwind im Laufe der Zeit so überbrückt. Die Wirkung diese Drucks habe ich bereits am 25 04. 2020 23:31 in meinem Post in Relation zu gravitativen Effekten gesetzt.

T.S

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Nernst 29 04. 2020 21:57 #68166

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derwestermann schrieb: Somit kann das Wasserstoffatom den kubikmeter nicht wirklich verlassen, es sinkt nur die Wahrscheinlichkeit, dass es sich in unserem Kubikmeter aufhält. Somit ist dieser Kubikmeter kein perfektes Vakuum, ...


Danke an derwestermann für die Argumentationshilfe.

T.S.

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Nernst 29 04. 2020 22:00 #68168

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ra-raisch schrieb: Das erinnert mich jetzt ein bisschen an die Expansion des Universums...


Hallo ra-raisch,

Kannst Du mal näher beschreiben was Du da denkst?

T.S.

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Nernst 29 04. 2020 22:14 #68169

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ra-raisch schrieb: wiki:
Der Sonnenwind besteht hauptsächlich aus ionisiertem Wasserstoff (Protonen und Elektronen)
In Erdnähe hat der Sonnenwind eine Dichte von ungefähr 5 · 106 Teilchen pro Kubikmeter.

Das dürften dann in Sonnennähe ca n=23·10¹°/m³ sein. Na, was meinst Du wohl, wie stark der Sonnenwind Licht ablenken wird? Du scheinst das besser berechnen zu können als ich. Ich denke aber eher, dass der Sonnenwind einen Lichtstrahl eher diffus reflektieren würde als ihn abzulenken.


Hallo ra-raisch,
die Dichte des Sonnenwinds hatte ich bereit im meinem Post vom 26 04. 2020 11:48 beschrieben. Bei der Berechnung der Lichtablenkung bin ich wie bereits an 28 04. 2020 22:16 geschrieben gescheitert. Der Grund war wie bereits beschrieben die nummerische Genauigkeit, die nicht ausreichte, um bestimmte trigeometrische Funktionen in einem kleinen Winkelbereich zu rechnen.

Allerdings hatte ich hier im Thread bereits einen Einfluss des Sonnenwinds nummerisch präsentiert. (25 04. 2020 23:31 )

T.S.

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Nernst 29 04. 2020 22:21 #68172

Ggra schrieb: Der Druck des Sonnenwinds ist nach außen gerichtet, da der Sonnenwind sich mit 450 km/s von der Sonne entfernt und somit das Gravitationsfeld der Sonne für immer verlässt.


Wenn ich nicht irre, definiert die Heliopause den Bereich, an welchem der Sonnenwind dergestalt wirkungslos wirkt, als dass dort die Partikel des Sonnenwindes nicht mehr weiterkommen, weil sie dann mit irgendwas dort befindlichen wechselwirken und somit nicht mehr weiterkommen, zumindest nicht gerichtet. Das ist der Bereich, an welchem die Aufenthaltswahrscheinlichkeiten der Partikel die schon da sind und die Aufenthaltswahrscheinlichkeit , der von der Sonne einströmenden Partikel, sich annähern.

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Nernst 29 04. 2020 22:38 #68176

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derwestermann schrieb:

Ggra schrieb: Der Druck des Sonnenwinds ist nach außen gerichtet, da der Sonnenwind sich mit 450 km/s von der Sonne entfernt und somit das Gravitationsfeld der Sonne für immer verlässt.


Wenn ich nicht irre, definiert die Heliopause den Bereich, an welchem der Sonnenwind dergestalt wirkungslos wirkt, als dass dort die Partikel des Sonnenwindes nicht mehr weiterkommen, weil sie dann mit irgendwas dort befindlichen wechselwirken und somit nicht mehr weiterkommen, zumindest nicht gerichtet. Das ist der Bereich, an welchem die Aufenthaltswahrscheinlichkeiten der Partikel die schon da sind und die Aufenthaltswahrscheinlichkeit , der von der Sonne einströmenden Partikel, sich annähern.


Hallo, derwestermann,
Genau hier fängt es an spannend zu werden. Laut den Paper, die ich in meine Post vom 26 04. 2020 12:40 angeführt habe dehnt sich der Sonnenwind ins unendliche aus. (Was übrigens auch die ursprüngliche Erkenntnis von Emden in "Gaskugeln" war.) Wie man in den Simulationen von Edwin van der Helm allerdings sehen kann, bildet sich an den Fronten immer ein Wulst. Gehen wir somit einmal davon aus, jede Sonne/Stern hat einen Wind, der ins Unendliche strebt, so müssen diese Winde doch irgend wo zusammen treffen und interferieren. Was, wenn der sogenannte Bereich der Heliopause eine Erscheinung eines Interferenzmusters ist? Die Daten der Voyager Sonden voyager.gsfc.nasa.gov/ ; omniweb.gsfc.nasa.gov/coho/helios/heli.html im LA1 Kanal lassen den Schluss zu, dass an dieser Stelle Partikel von außen in die Heliosphäre vordringen. Die Partikeldichtefunktion hat einen Knick auf Entfernung der Uranus-Bahn.

T.S.

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Nernst 29 04. 2020 22:49 #68179

Dann haben wir ja ein kompatible Version der Heliopause. Was aber nicht die Frage klärt, was denn wäre, würde der Sonnenwind sich tatsächlich bis ins unendliche, was er ja per definitionem gar nicht kann, ergösse.

"`Oh dear,' says God, `I hadn't thought of that,' and promptly vanished in a puff of logic.

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"`Oh dear,' says God, `I hadn't thought of that,' and promptly vanished in a puff of logic.

Nernst 29 04. 2020 22:51 #68180

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