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Logik als wissenschaftl. Denkmuster, Evolution bilateraler Symmetrie d. Lebewesn 09 05. 2020 12:11 #68634

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In der Wissenschaft erscheinen gerade die grundsätzlichen Fragestellungen als unerreichbar. Selbst dann, wenn durch induktive wissenschaftliche Arbeit eine Fülle an Informationen bereits zusammengetragen wurde, scheint der Sprung zu einer verallgemeinerbaren Kernaussage eine harte Nuss zu sein. Am Beispiel der Evolution bilateral-symmetrischer Körperformen ab dem Kambrium unserer Entwicklungsgeschichte lässt sich das möglicherweise wie folgt nachvollziehen?

Lebewesen sind selbst-organisierende, komplexe Strukturen. Ist es möglicherweise erst ihre fertige Form, welche die Komplexität so undurchdringlich erscheinen lässt? Der Evolutionsschritt zu bilateral-symmetrischen Körperformen vollzog sich in zeitlicher Nähe zum Aufkommen zentraler Nervensysteme und des Blutkreislaufs. Ausgangspunkt für den mit diesem Artikel formulierten Zusammenhang ist der durch Proteine im Ablauf gesteuerte Zellzyklus bei der Zellteilung. Ein kontrolliertes und im Ergebnis symmetrisches Wachstum könnte durch den axonalen Transport über Nervenfasern von Proteinen er¬möglicht werden. Kern des besprochenen Mechanismus ist ein körperseiten-überbrückender Kreislauf für den Protein-Transport. Eine Pumpwirkung wird über Agonist-Antagonist-Organpaare erzeugt und die Umlaufrichtung über Nervenreize festgelegt.

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Synchronisation der Partner-Organe beider Körperseiten erfolgt nach einfachem Prinzip.

Meine Idee ist: Gleiche Organe auf der Basis gleicher Zelltypen, die später paarig auf der linken und rechten Körperseite auftreten, müssen ihre jeweiligen Zellzyklen gegenseitig steuern. Die separate Lage der paarigen Organe erfordert eine im ganzen Körper und schon embryonal im Bereich der Keimblätter weitreichende Signalübertragung. Das Wesen der Sache ist eine selbst-organisierte Steuerung. Linkes und rechtes Partner-Organ oder -Muskel nehmen im Wechselspiel die Rollen des Steuerns und Gesteuert-werdens an. Die Funktion des Steuerns wird durch Proteine vermittelt. Die Evolution hatte bereits vor der bilateralen Symmetrie einen über Phasen gesteuerten Zellzyklus entwickelt, in dessen Rhythmus sich ganze Bündel an Zellen synchron teilen. Erst wenn die Reife für den Eintritt in eine neue Phase erreicht ist, wird die Erzeugung von jeweils passenden Cyclin-Proteinen beobachtet, die den Start der Phase begleiten. Annahme für den Mechanismus zur bilateralen Symmetrie: Mit dem Evolutionsschritt kommt die Hemmung eines bestimmten, für den Start einer Zellzyklusphase benötigten Cyclins stärker zur Geltung, wenn einem Organ ein passendes Cyclin von außen zugeführt wird. Angenommen wird, dass diese Bereitstellung von außen durch das kontralaterale Partner-Organ erfolgt. In der Folge ist ein kontrolliertes und möglicherweise auch effizienteres Wachstum zu erwarten. [attachment=null]null[/attachment] [attachment=null]null[/attachment]

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Letzte Änderung: von bruno. Begründung: Bild zur Darstellung des Protein-Kreislaufs (Notfallmeldung) an den Administrator

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Logik als wissenschaftl. Denkmuster, Evolution bilateraler Symmetrie d. Lebewesn 09 05. 2020 14:03 #68636

Bruno schrieb:
In der Wissenschaft erscheinen gerade die grundsätzlichen Fragestellungen als unerreichbar. Selbst dann, wenn durch induktive wissenschaftliche Arbeit eine Fülle an Informationen bereits zusammengetragen wurde, scheint der Sprung zu einer verallgemeinerbaren Kernaussage eine harte Nuss zu sein.

Ich glaube, dass man mit der Methode der Reduktion nur dann zu verallgemeinerbaren Kernaussagen kommt, wenn man das reduzierte irgendwann auch wieder zu dem ursprünglich großen ganzen zusammensetzt. Und das wird nicht wirklich konsequent gemacht. Eine Kernaussage zu treffen, warum ein Flugzeug fliegt, kann man nicht dadurch, dass man das Flugzeug bis zu jedem einzelnen Schrauben zerlegt und jeden einzelnen Schrauben hinterfragt, warum er fliegt.

Mit dem großen ganzen hat die Wissenschaft so ihre Probleme. Meine Meinung ist, dass das große ganze früher ein Gebiet der Religion war und man es deswegen nicht anrühren wollte, weil man damals mangels ausreichender Kenntnis der Naturgesetze immer wieder bei Gott gelandet wäre. Als Gott naturwissenschaftlich überwunden war, war man mit der Methode der Reduktion bereits so erfolgreich, dass man es nicht mehr als Sinnvoll erachtete, sich mit dem großen ganzen auseinanderzusetzen und hat es deswegen in die Esoterik hineingeschoben und dort zusammen mit der Esoterik verdammt. Und jetzt hat man Probleme, es hervorzuholen denn dann holt man auch sein eigenes Verdammtes hervor. Und wenn sie nicht gestorben sind, untersuchen sie heute noch Schrauben, warum sie nicht fliegen :) Das ist meine persönliche subjektive Meinung.

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Logik als wissenschaftl. Denkmuster, Evolution bilateraler Symmetrie d. Lebewesn 09 05. 2020 14:43 #68637

  • bruno
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Das Bild von dem Flugzeug und den Schrauben ist wirklich klasse! Ich bin mir auch nicht sicher, ob mein Essay zur Symmetrie in der Evolution in diesem auf Physik ausgerichteten Forum glücklich platziert ist? Um im Bild zu bleiben, die Schrauben des Lebens und seiner Symmetrie sind hier spezielle Proteine, welche die Zellteilung steuern, anatomisches Gegenspielerprinzip von Agonist und Antagonist, Transportmechanismus über Nervenfasern und noch zwei drei Dinge. Beim Googeln nach den Begriffen Symmetrie und Evolution findet man im Grunde nur verquaste Ideen. Mir hat es halt Spaß gemacht, auf Spurensuche zu gehen …

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