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Hochtemperatur-Supraleiter 21 10. 2020 14:15 #78210

Ich habe eben einen Artikel bei faz.net gelesen, wo wiederum Nature zitiert wird.

Anscheinend es gelungen eine Mischung aus Methan und Schwefelwasserstoff supraleitend zu machen, bei einer Temperatur von +15°C. Allerdings bei einem Druck von 2,7 Millionen Bar (270 Milliarden Pascal).

Es könnte also sein, dass ein handelsüblicher Fahrradschlauch als Druckbehälter und Isolierung nicht ausreicht.

Trotzdem frage ich mich, ob es bei so Experimenten wie dem LHC oder Wendelstein-7X denkbar wäre, mit so einem Material, sofern es erst mal hinreichen erforscht ist, Magneten zu verwenden, die zwar sehr hohen Druck benötigen, aber dafür ohne Unmengen von flüssigem Helium auskommen. Und was würde passieren, wenn so ein Behälter plötzlich Leck schlägt - am LHC sind ja auch schon mal größere Mengen an Helium entwichen. Würde es dann eine Explosion und alles zerreißen, oder würde es nur fürchterlich nach faulen Eiern stinken?

www.nature.com/articles/s41586-020-2801-z

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Hochtemperatur-Supraleiter 21 10. 2020 14:51 #78212

Rabenschwinge schrieb: Und was würde passieren, wenn so ein Behälter plötzlich Leck schlägt

Das hängt allein vom Volumen des komprimierten Mediums ab, denn der Druck sinkt ja, sobald das Volumen vergrößert wird. In unmittelbarer Nähe wäre es natürlich wie jede Explosion. Methan und Schwefelwasserstoff sind allerdings auch entzündlich, aber dazu wird ja dann entsprechend viel Sauerstoff benötigt. Außerdem verdrängen sie die Atemluft....
Beschäftigte in diesem Arbeitsumfeld leiden ohne die richtigen Sicherheitsvorkehrungen schnell an einer SO2-Vergiftung, die häufig in ein Koma übergehen kann.

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