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THEMA: Aussagen von Harald Lesch zu Form und Größe des Universums

Aussagen von Harald Lesch zu Form und Größe des Universums 03 Jul 2016 18:06 #6998

Ich schaue mir gerade eine aufgezeichnete Folge von Frag den Lesch an. Hier habe ich einige sehr interessante Aussagen von ihm gehört, die ich fast wörtlich zitiere (ich übersetze nur etwas die gesprochene in geschriebene Sprache):

"Mit den geometrischen Begriffen bei der Form und der Größe des Universums habe ich so meine Schwierigkeiten. Denn das Universum ist isotrop und homogen. Überall wo ich hinschaue, sehe ich ab einem bestimmten Abstand das selbe. Ich weiß ja gar nicht welche Form es hat und ob das Universum einen Rand hat. Das weiß ich überhaupt nicht und schon gar nicht weiß ich, ob es endlich oder unendlich ist. Keine Ahnung."

Diese Aussage hat mich doch gewundert, da ich bislang davon ausgegangen bin, dass das Universum endlich ist und keinen Rand hat. Offenbar wissen wir doch weniger als ich bislang dachte.

Nachträglicher Hinweis: Diese Sendung wurde am 20.06.2016 im ZDF ausgestrahlt.

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Aussagen von Harald Lesch zu Form und Größe des Universums 03 Jul 2016 22:49 #6999

ClausS schrieb:

Hier habe ich einige sehr interessante Aussagen von ihm (Harald Lesch) gehört

Es hat so den Anschein, wie wenn das statische der inneren Dynamik, die gerade im Entstehen ist, nicht mehr lange standhalten kann.

Offenbar wissen wir doch weniger als ich bislang dachte.

Das kann sich nur auf das irrelevante beziehen. Beim relevanten sehe ich das eher umgekehrt.

Ohne etwas wäre nicht einmal nichts

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Aussagen von Harald Lesch zu Form und Größe des Universums 05 Jul 2016 04:43 #7027

Ich möchte anmerken das es (mindestens) zwei Betrachtungsweisen gibt,
Die eine wo man selber mittendrin steht und beschreibt was man sieht (also auch mit entsprechender Verzögerung je größer die Entfernung ist)
und die andere eine Art "Draufsicht" wo man sich theoretisch quasi "ausserhalb" stellt. Letzteres hängt dann von der Art der (gedanklichen) Projektion ab.

Ich finde es jedenfalls gut wenn Harald aus der Mittendrinsicht "ich sehe keinen Rand" zur Draufsicht "ich weis nicht ob und welche Form es hat" kommt. Das lässt jedenfalls noch viel Raum zum spekulieren offen, jedenfalls viel mehr als die feste Behauptung das das Universum keine Form hätte.

assume good faith

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Aussagen von Harald Lesch zu Form und Größe des Universums 28 Jul 2016 00:34 #7359

Ich glaube so richtig weiss es niemand welche Form oder Grösse das Universum hat und ob es einen Rand hat.

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Aussagen von Harald Lesch zu Form und Größe des Universums 28 Jul 2016 18:51 #7366

Wir sollten immer im Auge behalten, dass es einen isolierten Raum gar nicht gibt, sondern nur eine Raumzeit. Daher würde ich davon ausgehen, dass jeder Punkt der heutigen Raumzeit in jeder Richtung eine zurückreichende Vergangenheit haben muss. Sonst wäre das absurd.

Die Annahme eines "Randes" in einem 100%ig flachen Universum erscheint mir ebenfalls absurd. Was soll am Rand passieren? Die heutigen Messgenauigkeiten lassen derzeit aber noch die Annahme eines "fast flachen" Universums zu, die Messungen liefern aber auch keinen Grund für diese Annahme.

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Aussagen von Harald Lesch zu Form und Größe des Universums 12 Aug 2016 12:44 #7570

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Ich glaube auch nicht so recht an eine für uns verständliche geometrische Form des Universums. Ein guter Vergleich ist eigentlich der, dass man auf einer Kugel (auch auf der Erde) herumläuft und es doch keinen Rand gibt. Und ich weiß dass die Erde endlich gross ist.

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Aussagen von Harald Lesch zu Form und Größe des Universums 12 Aug 2016 13:54 #7571

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Grüße euch, ClausS mal ehrlich, ich finde das einer diese aussagen vom Harri widerspricht dem Urknall. Oder kommt es mir nur so vor?

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Man muss noch Chaos in sich haben, um einen tanzenden Stern gebären zu können.
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Aussagen von Harald Lesch zu Form und Größe des Universums 12 Aug 2016 16:11 #7577

Hallo Chris, was meinst Du? Die Möglichkeit eines unendlichen Universums?

Ein unendliches Universum würde zumindest zwei Probleme lösen. Es wäre absolut natürlich, dass ein unendliches Universum flach ist. Und Gedanken über einen möglichen Rand müsste man sich nicht machen müssen. Unsere klassische Geometrie würde darauf passen.

Das Problem wäre, dass es noch schwieriger zu erklären ist, wie ein unendliches Universum entstehen konnte. Eine Quantenfluktuation als Ursache würde damit ausscheiden.

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Aussagen von Harald Lesch zu Form und Größe des Universums 12 Aug 2016 18:03 #7578

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JA genau das ist es Wenn unendlich dann aber schon immer.... Und wenn ich davon ausgehen darf das Energie sich lediglich in der Ausbreitung des Raumes Thermisch verliert, dann ist es Plausibel das der Tag ohne gestern existiert hat. Oder beides Trift nicht zu, dann darf ich mich auf eine Oszillation einstellen, was auch noch in Betracht gezogen wird ist Ekpyrotisches Universum, welches meiner Meinung nach, so eine Spinnerei ist wie mein vergleich von der Raum-Viskosität im Bezug auf Dunkle Materie. Denn es kann sein, aber wir werden es nicht so ohne weiteres untersuchen können, sprich so eine Galaxie auf eine Wage legen ist genau so schwer wie das erreichen eines anderen Universums.
Also mich verwirrt es mehr und mehr, entweder so oder so. Aber es gibt so viele Modelle wo auch noch Plausibel erscheinen aber alle zugleich unmöglich sind. Daher wenn unendlich dann gab es kein Urknall, wird irgendwie von außen mit Energie versorgt...

Gruß Chris

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Aussagen von Harald Lesch zu Form und Größe des Universums 12 Aug 2016 19:45 #7579

Verwirrend ist es, egal ob das Universum endlich oder unendlich ist. Experimentell und von der Beobachtung her werden wir das wohl nie entscheiden können. Einen Rand sehen wir nicht, wir sehen auch nicht das selbe Objekt "aus zwei komplett verschiedenen Richtungen".

Die Frage ist, ob ein Urknall in einem unendlichen Universum möglich ist. Prinzipiell fällt mir erstmal kein Grund ein, warum das unmöglich sein soll. Wir kennen hierfür denke ich keinen möglichen Mechanismus für den Start. Aber auch bei einem endlichen Universum ist und bleibt jeder mögliche Start Mechanismus Spekulation.

An ein oszillierendes Universum glaube ich nicht. Im Moment ist kein Mechanismus in Sicht, der das Universum wieder zusammenziehen könnte.

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Aussagen von Harald Lesch zu Form und Größe des Universums 25 Aug 2016 15:07 #7894

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Eine geometrrische Form für das Universum zu finden halte ich für unmöglich. Ich glaube, dass hier Raummechanismen zum Tragen kommen, welche unsere 3 dimensionale Raumvorstellung nicht entsprechen. Ein aus sich heraus entstehender Raum, welcher innerhalb 3 Raumdimensionen beinhaltet, muss sich nicht zwangsläufig selber so verhalten.
Einen "Rand", eine Innenfläche eines uns bekannten Körpers, damit kann man meiner Meinung nach nicht die "Form" des Universums beschreiben.
Da mache ich es mir zwar leich, aber was besseres fällt mir dazu auch nicht ein. Vielleicht müssen wir noch tiefer in die Quantenphysik einsteigen, damit wir mehr verstehen können.

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Aussagen von Harald Lesch zu Form und Größe des Universums 30 Aug 2016 23:47 #8045

Also unser Harald mag ja die ganze Stringtheorie - Quantenschleifentheorie usw. nicht. Wenn dies aber quasi hinter der Quantenmechanik stecken sollte (und das ist jetzt nur Spinne), dann haben wir ja Raumstrukturen vorliegen, die dann bis zu 26 Dimensionen benötigen. Dann haben wir als Raum vielleicht ein Ding wie die Calabi-Yau-Mannigfaltigkeit und vermutlich fast unendlich groß bzw. für den Beobachter in der Mannigfaltigkeit "unendlich" groß.

Aber selbst diese Annahme ist schon wiederum Quatsch, denn wen man weiter denkt, wo befände sich dann diese Mannigfaltigkeit. Sie wäre zwar in sich geschlossen aber auch eben nur eine "Form" . Was unweigerlich zur Frage führt: Gibt es noch mehrere solcher Formen, die irgendwie beieinander, nebeneinander, ineinander liegen und exisitieren. Unweigerlich dann auch wieder die Frage, wie viele solche Manngifaltigkeiten gäbe es - unendlich viele?
Ich denke da sind wir automatisch beim Henne/Ei Problem angekommen. Was schon der Harald in der Sendung ausdrücken wollte, nur mit der Sicht aus dem Raum (inneren) heraus kann man wohl nie die Form erkennen. Man könnte es nur von außen stehend erkennen. Aber selbst dann hätte ich wohl ein Problem!

Bsp.
Nehmen wir einfach mal an, das Universium sei kugelförming sprich rund. Kugelförmig liegt nahe, weil vieles im Universum rund ist. Es könnte zwar auch flach wie eine Galaxie sein, aber auch das spielt kein Rolle für die Betrachtung an sich. Was wir mit großer Sicherheit wissen ist, dass das Universum recht leer ist und damit recht durchsichtig. Nehmen wir daher einfach von unserem Universum mal 1000 Stück und kleben diese Universumkugeln wie die Protonen/Neutronen im Atomkern zusammen. Unser Universum befände sich günstigerweise in der Mitte (ein Schelm wer bößes denkt) und sagen das ist Universum 1. Wir befänden uns als Beobachter unseres Universum z.B. im Universum 10 oder 100 oder 500 - egal und blicken auf unser Universum 1. Könnte man dann von außen erkennen, oder das Universum 1 rund ist? Ich glaube nicht bzw. nur technisch sehr aufwendig möglich. Denn bedingt durch die quasi Transparenz alles Universen würde das Überlagern mehrer keine eindeutige Form nach außen sichtbar machen. Generell könnte man zwar ähnlich dem Verfahren in unseren Universum Entfernungen und Bewegungsrichtungen bestimmen und somit evtl. Zuordnungen herausfinden, ob nun diese Galaxie zum Universum 1 gehört oder schon in Universum 2 steckt, aber durch die "Leere" könnte man nie exakt einen Umriss oder gar Rand erkennen.

Auch wenn dieses von außen Beobachten als Spinnerei angesehen wird, weil so technisch nicht machbar. Hat es doch einen Charme, der evtl. machbar wäre. Nämlich ganz einfach. Gelänge es uns quasi von unseren Standort aus (überlicherweise die Erde) durch unser Universum hindurch zu gucken und ein (oder sogar mehrere) fremde Universum/en zu entdecken, dann könnten wir diese beobachten und anhand der Erkenntniss evtl. auf die Form unseres Universums schließen. Das klingt zwar auch recht abgefahren, ist aber wohl einfacher machbar als unser Universum von außern zu beobachten.
Vielleicht ist es ja praktisch jetzt schon so mit dem was wir "sehen". Man erinnere sich, dass man noch im 19. Jahrhundert (ich hoffe das war so), auch nicht feststellen konnte, was "Andromeda" ist. Es gab wohl nur die Ansicht, es seie ein Nebel in unserer Lichtstraße (damals unser Universum). Ich glaube keiner wagte es damals zu behaupten, es seie eine weitere Galaxie. Erst der Edwin Hubble hatte den Durchblick (im wahrsten Sinne des Wortes).

Wenn meine plumpe Behauptung die Univeren wären kugelförmig und kleben wie die Protonen/Neutronen im Atomkern zusammen stimmt, dann ist wirklich der Effekt gegeben, das wir von unserem Beobachtungspunkt in alle Richtungen nur "Fläche" sehen ohne zur Zeit zu bemerken, dass wir evtl. schon gar in ein anderes Universum (evtl. sogar mehrere andere) blicken.

Diese Erkenntnis wäre dann zwar nicht schlecht, nur müssen wir uns dann schon wieder Gedanken machen wie oben beschrieben. Wie viele Universen gibt es? Multiversen? Unendlich viele oder doch nicht.

Also zusammengefasst - derzeit ist mir die Form des Universums recht Schnuppe - Sternschnuppe. Ohne irgendeine mathematisch rechenbare Basis landet fast alles im Bereich der Spinnerei und ist nicht nachvollziehbar oder gar beweisbar. Nett sich Gedanken darüber zu machen - mehr nicht...

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