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THEMA: Unendliche Länge

Unendliche Länge 17 02. 2020 13:35 #65357

sonnemerkur schrieb: Also ihr macht hier ein Durcheinander.
Das eine Experiment ist das von Achilles und der Schildkröte.

Ich kann kein Durcheinander erkennen, von Achilles und der Schildkröte war bislang nicht die Rede, sofern ich es nicht übersehen habe.
Es ist aber letztlich auch egal für das Problem bzw. Paradoxon, ob man die Position der Schildkröte nach vorne verschiebt oder die Teilungslinie. Die Fragestellung ist adäquat.

Du argumentierst mit Mathematik, mich interessierte bei meiner Frage die Physik. Genauer als in meinem obigen Post sollte ich fragen, ab welcher Reststreckenlänge eine physische Teilung nicht mehr möglich ist. Kommt hier Max Planck ins Spiel ?

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Unendliche Länge 17 02. 2020 13:59 #65359

sonnemerkur schrieb: Das zweite ist das, wo man einen Meter von einer Mauer entfernt ist und mit jedem Schritt die Hälfte der Distanz zurücklegt.
Kommt man an oder nicht?

Man kommt nicht an, sondern erstarrt unmittelbar vor dem Ziel.

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Unendliche Länge 17 02. 2020 14:20 #65361

ra-raisch schrieb: Man kommt nicht an, sondern erstarrt unmittelbar vor dem Ziel.

Die Logik sagt, dass das wohl so sein muss. Gleichzeitig stellt sich die Frage: wo ist der Übergang von der Bewegung in die Starrheit ?

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Unendliche Länge 17 02. 2020 14:52 #65364

gaston schrieb: wo ist der Übergang von der Bewegung in die Starrheit ?

in unendlicher Zukunft :whistle:

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Unendliche Länge 17 02. 2020 15:10 #65365

ra-raisch schrieb: in unendlicher Zukunft :whistle:

hiergeblieben, es wird nicht ausgebüchst, Butter bei die Fische :-)

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Unendliche Länge 17 02. 2020 15:26 #65367

Das war schon ernst gemeint. Aber wenn Du willst, nimmst Du als kleinstes Intervall die Plancklänge. Danach ist kein Vorankommen mehr.

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Unendliche Länge 17 02. 2020 15:46 #65372

ra-raisch schrieb: Aber wenn Du willst, nimmst Du als kleinstes Intervall die Plancklänge.

Meine Fragestellung ist nicht, was ich will, da ich mir die Realität nicht als Wille und Vorstellung basteln kann.

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Unendliche Länge 17 02. 2020 16:01 #65374

gaston schrieb: Meine Fragestellung ist nicht, was ich will, da ich mir die Realität nicht als Wille und Vorstellung basteln kann.

Das sehe ich anders, denn das ist oft eine Definitionsfrage. Genau genommen läßt es sich ja nicht mehr unterscheiden, ob das Ziel erreicht wurde oder ob es noch eine Plancklänge entfernt ist. Wie ich gerade sehe, hattest Du diesen Gedanken ja auch bereits.

Ich hatte ja auf die Zeit angespielt, weil ich davon ausgegangen bin, dass jede Teilstrecke mit gleichem Zeitaufwand durchschritten wird. Dann halbiert sich die Geschwindigkeit ebenso wie die Strecken immerfort.

...aber ausrechnen musst Du das jetzt selber.

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Unendliche Länge 17 02. 2020 17:01 #65376

ra-raisch schrieb: Ich hatte ja auf die Zeit angespielt, weil ich davon ausgegangen bin, dass jede Teilstrecke mit gleichem Zeitaufwand durchschritten wird. Dann halbiert sich die Geschwindigkeit ebenso wie die Strecken immerfort.

Das wäre die badhofer-Variante, die ich wie gesagt auch spannend finde.
Den Original-Zenon hingegen verstehe ich so, dass sich der Läufer mit konstanter Geschwindigkeit bewegt.

...aber ausrechnen musst Du das jetzt selber.

Abgesehen davon, dass ich dazu viel kostbare Lebenszeit investieren müsste, interessiert mich das Rechenergebnis in Form einer Zahl eher weniger, ich kann mir den Wert sowieso nicht in der Realität vorstellen.
Dennoch finde ich es spannend, dass das Zenon-Paradoxon meiner Meinung nach den Beweis (?) liefert, dass eine Strecke nicht in beliebig viele Teilstrecken unterteilt werden kann. Bedeutet das, dass man eine gegebene Laufstrecke nicht feiner als in n Plancklängen unterteilen kann und dass der Läufer mit der Fußspitze niemals mitten in eine Plancklänge hineintreten kann ?

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Unendliche Länge 17 02. 2020 18:21 #65382

gaston schrieb: Dennoch finde ich es spannend, dass das Zenon-Paradoxon meiner Meinung nach den Beweis (?) liefert, dass eine Strecke nicht in beliebig viele Teilstrecken unterteilt werden kann. Bedeutet das, dass man eine gegebene Laufstrecke nicht feiner als in n Plancklängen unterteilen kann und dass der Läufer mit der Fußspitze niemals mitten in eine Plancklänge hineintreten kann ?


Diesen Beweis sehe ich nicht. Wenn man mathematisch das Zenon Paradoxon durch Konvergenz lösen kann, dann funktioniert dies in der Physik auch.

Experimentell sind so kleine Entfernungen wie die Planck-Länge noch auf längere Sicht unzugänglich. Das einzige, das wir meiner Meinung nach derzeit wirklich über die Planck-Länge aussagen können, ist, dass unterhalb unsere aktuellen physikalischen Theorien keine Vorhersagen mehr erlauben.

Was dort in der Realität passiert (Körnigkeit oder Kontinuierlichkeit), weiß niemand.

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Unendliche Länge 17 02. 2020 19:37 #65390

gaston schrieb: Den Original-Zenon hingegen verstehe ich so, dass sich der Läufer mit konstanter Geschwindigkeit bewegt.

Achso.....na das ist doch kein Problem. Wenn Zeit und Strecke gleichermaßen skalieren. Da bewegst Du Dich eben mit v=s/t, egal wie klein die Teilstrecken sind.

Wenn der Läufer allerdings tatsächlich wie angegeben immer nur die halbe Strecke bzw bis zum Ausgangspunkt der Schildkröte läuft, dann wird er letztlich wie von mir angegeben stehen bleiben, sobald er die Schildkröte erreicht. Ob er allerdings so genau bremsen kann, dass er sie nicht verletzt, ist eine andere Frage.

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Unendliche Länge 17 02. 2020 19:47 #65391

gaston schrieb: Ich kann kein Durcheinander erkennen, von Achilles und der Schildkröte war bislang nicht die Rede, sofern ich es nicht übersehen habe.

Doch doch.
Denn:
"Als Paradoxon von Achilles und der Schildkröte wird einer von mehreren bekannten Trugschlüssen bezeichnet, die dem antiken griechischen Philosophen Zenon von Elea zugeschrieben werden (weitere siehe dort). Darin wird versucht zu belegen, dass ein schneller Läufer wie Achilles bei einem Wettrennen eine Schildkröte niemals einholen könne, wenn er ihr einen Vorsprung gewähre. "
Das passt genau in den Kontext.
Auf mein "Nö, warum sollte der Raum gekörnt sein" wurde ja mit den Atomen der antiken Griechen argumentiert.
Das Paradox könnte sogar bedeuten das sie ein Problem mit dem unendlich kleinen hatten. Am Ende liegt die Lösung des Paradox in der Quantisierung. Läufer macht 1m Schritte, Schildkröte 1cm Schritte. Irgendwann überholt der Läufer die Schildkröte ohne sie einzuholen; er macht einfach einen Schritt drüber.

Aber heist das jetzt das es Raumatome gibt?
Das wäre wohl eine Katastrophe für die Physik. DIe Naturgesetze sollen sich so formulieren lassen das sie unabhängig vom gewählten Koordinatensystem gültig sind.Wäre das denn noch der Fall wenn man dem Raum eine Körnigkeit zuschriebe? Man könnte wohl das Relativitätsprinzip vergessen und mit ihm die ganze Differentialgeometrie.

assume good faith

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assume good faith

Unendliche Länge 17 02. 2020 20:43 #65392

gaston schreibt im Post #65355

Beide Varianten
a) der Läufer bewegt sich mit konstanter Geschwindigkeit auf sein Ziel zu
b) der Läufer halbiert sein Tempo immer dann, wenn er genau in der Mitte der Reststrecke angekommen ist (der badhofer-Vorschlag)
haben ihren eigenen Reiz.

Ich springe mal dahin zurück, weil seitdem für mich es ziemlich Kraut und Rüben wird. Vielleicht können wir das dann abschließen, weil wir dann wieder zum eigentlichen (?) Thema zurückkehren könnten.
a) Wie gesagt, ging es ursprünglich darum, dass die Frage von Rainer in der Form beantwortet wird, dass die Griechen schon eine Halbierung von (positiven) rationalen Zahlen kennen würden, die dann wieder eine positive rationale Zahl ergibt. Zenons Absicht war zu erläutern, dass die Lehre seines Meisters Parmenides, dass die Welt unteilbar ist, Substanz hat. Insoweit hätte ihn Variante b gar nicht interessiert, oder diese sogar sinnlos und albern gefunden. Dass Variante b von Interesse sein könnte, hätte ihm auch aus verschiedenen Gründen nicht in den Sinn kommen können. Sophisten sind schräg, aber dennoch würden sie Sinnlosem nicht hinterherjagen. Die Halbierung der Geschwindigkeit ist per se ja schon einmal ein willentlicher Akt. Das ergibt sich nicht aus mathematischen Gegebenheiten. Die Variante a ist aber nach Meinung Zenons eine Notwendigkeit, die sich aus den Gegebenheiten ergibt.
b) Achtung, hier werden grds.in beiden Strängen endliche Werte in unendliche Folgen gewandelt. Damit haben wir einmal den Grenzwert 1 für die Strecke und den Grenzwert 0 (die Konvergenz der Geschwindigkeit hat hier den Limes Stillstand). Kurzerhand könnte man sagen, dass die Mischungen der unendlichen Folgen für eine endliche Größe dazu führt, dass genau auf dem Zielstrich die Geschwindigkeit 0 ist. Das ist aber nicht ganz richtig aus den Voraussetzungen der Minderung der Geschwindigkeit auf jeweils der Hälfte der Reststrecke stattfindet. Die "letzte" Halbierung findet auf 1/unendlich statt. Unendlich hat aber keinen Mittelwert, sodass an sich die Geschwindigkeit von n-1 an der Ziellinie besteht, also größer 0.
Für Physik kann nur festgestellt werden, dass die Mahnung von Thomas und der Verweis das Video (Nr. 40 AzS) gilt. Ich sage mal, wenn in einer physikalischen Gleichung der Operator unendlich auftaucht, kann der durch die Formel beschriebene Sachverhalt noch so beeindruckend sein; der Weg noch Stockholm ist versperrt.


Folgende Benutzer bedankten sich: ra-raisch

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Unendliche Länge 18 02. 2020 00:11 #65395

ra-raisch schrieb:

Eternal Love schrieb:

ra-raisch schrieb: ...

Eternal Love schrieb: Wenn räumlich dann auch zeitlich endlich

.
Es gibt weder für das Eine noch für das Andere eine Evidenz. Für eine Abhängigkeit gibt es überhaupt keinen Ansatz.

Wenn Du schon der Raumzeit Kontinuität leugnest, so leg zumindest jenseits formalistischer Komplexitätsreduktion einen empirischen Beleg für ein isoliertes Raum- oder Zeitereignis vor!

Wenn Du schon von Endlichkeit sprichst, dann vermische es nicht mit Kontinuität, und vor allem lege mir nicht Worte in den Mund, die ich nicht gesagt habe.

Falsch: Ich adressierte die Realität der Raumzeit als vierdimensionales Kontiuum - und also die konstante Raum/Zeit Relation. Wenn also eine Endlichkeit/Unendlichkeit vom Raum postuliert wird, gilt ebensolche auch für des Raumes temporalisierte Dimension! Im Übrigen, ist schon klar, dass Geraden komplexitätsreduzierte Konstrukte einer Beobachtung sind, und also in der Physik empirischen Realität sich lediglich in des Beobachters (ein- oder i-dimensionalen) Geistes, nicht aber gegenständlich in der Raumzeit selbst auffinden lassen? Insofern löst in der empirischen Realität denn auch die m/sec Relation die formalistische Paradoxie unverstandener Konvergenz - ob herbei die Verhexung der Wirklichkeit durch Sprache oder sinnvolle Sprachspiele mathematischen Formalismus vorliegen, da mögen denn Philosoph und Mathematiker konvergent oder auch divergent votieren. Für die urspüngliche Fragestellung:

sonnemerkur schrieb: ...Gibt es in der Wirklichkeit etwas, das unendlich lang ist. Allgemein: Gibt es überhaupt etwas Unendliches? Früher dachte man, das Universum sei unendlich gross und es existiere schon seit unendlich viel Zeit. Wenn die Urknalltheorie stimmt, dann fällt das ja beides weg. Raum nicht unendlich, Zeit nicht unendlich.
.....

bedeutet jedenfalls ein ursprünglicher Eintrittspunkt keineswegs, dass die Raumzeit zwingend endlich sein muss, erst ein Anfang und Ende und also die Paradoxie des Unterscheidens einer Unterscheidung dürfte derer Endlichkeit belegen. Eine isolierte Länge, gleich ob nun endlich oder unendlich jedenfalls gibt es in der empirischen Realität nicht, sondern lediglich als komplexitätsreduziertes Konstrukt einer Beobachtung.

- Frieden den Capitulierenden -
Der Ewige Bund grenzenloser Gemeinschaft in bedingungsloser Liebe den DIE EWIGE jedem Menschen ohne jede Voraussetzung schenkt ist der Einzige und Ewige Bund Gottes mit den Menschen!

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Unendliche Länge 18 02. 2020 00:31 #65396

Eternal Love schrieb: Wenn also eine Endlichkeit/Unendlichkeit vom Raum postuliert wird, gilt ebensolche auch für des Raumes temporalisierte Dimension

Das ist weder logisch noch richtig.

Wenn der Raum verschwindet, gibt es auch keine Zeit mehr, und wenn die Zeit endet, kann es auch keinen Raum mehr geben. Aber ein endlicher Raum kann unendlich lange existieren. Selbst bei höchster Entropie kann die Zeit an Quantenfluktuationen gemessen werden.

www.scinexx.de/news/technik/quantenflukt...en-sichtbar-gemacht/
Quantenfluktuationen sichtbar gemacht
Experiment kartiert zufällige Schwankungen von Quantenzuständen beim Phasenübergang

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Unendliche Länge 18 02. 2020 00:42 #65398

ra-raisch schrieb:

Eternal Love schrieb: Wenn also eine Endlichkeit/Unendlichkeit vom Raum postuliert wird, gilt ebensolche auch für des Raumes temporalisierte Dimension

Das ist weder logisch noch richtig.

Wenn der Raum verschwindet, gibt es auch keine Zeit mehr, und wenn die Zeit endet, kann es auch keinen Raum mehr geben. Aber ein endlicher Raum kann unendlich existieren.

In der empirischen Realität? Ein dreidimensionaler Raum ist eben empirisch nie nur 3d-Raum sondern untrennbar mit der vierten Dimension verwoben - auch wenn die Alltagsanschauung Gegenteiliges nahelegen mag und formalistische Unterscheidungen eine Trennung der Einheit der Unterscheidung von Raum und Zeit suggerieren.

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Unendliche Länge 18 02. 2020 01:04 #65400

Gibt es jetzt physikalisch ein Unendlich oder nicht?
In einer empirischen Wissenschaft, wie der Physik, versucht man mit allen Mitteln, Unendlichkeiten zu vermeiden.
In einer Strukturwissenschaft, wie der Mathematik sind Unendlichkeiten dagegen allgegenwärtig.

Man muss nur unterscheiden, in welchem Gedankengebäude man sich bewegt.

Thomas

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Unendliche Länge 18 02. 2020 01:12 #65401

Thomas schrieb: Man muss nur unterscheiden, in welchem Gedankengebäude man sich bewegt.

Die Physik läßt Unendlichkeiten durchaus zu, häufig ist es nur ein rechnerisches Artefakt oder eine Grenzwertbetrachtung.

Sofern sich das Universum in alle Ewigkeit unendlich lange ausdehnt, wird es auch unendlich groß....wenn es nicht ohnehin bereits von Anfang an unendlich groß war oder gar bereits unendlich lange existiert.

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Unendliche Länge 18 02. 2020 06:20 #65405

ra-raisch schrieb: Sofern sich das Universum in alle Ewigkeit unendlich lange ausdehnt, wird es auch unendlich groß


Nach meinem Verständnis würde das Universum in dem Fall zwar jede Größe erreichen, aber dennoch stets endlich groß bleiben.

Unendlich groß wäre es denke ich nur, wenn es schon zu Beginn unendlich groß gewesen wäre.

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Unendliche Länge 18 02. 2020 07:11 #65406

ClausS schrieb:
ra-raisch schrieb: Sofern sich das Universum in alle Ewigkeit unendlich lange ausdehnt, wird es auch unendlich groß


Nach meinem Verständnis würde das Universum in dem Fall zwar jede Größe erreichen, aber dennoch stets endlich groß bleiben.

Unendlich groß wäre es denke ich nur, wenn es schon zu Beginn unendlich groß gewesen wäre.


Du hast recht. Aus etwas endlich großem kann niemals etwas unendlich großes werden.

Aber ja, das Universum könnte von Anfang an unendlich groß gewesen sein. Und mit dieser Unendlichkeit hat die Physik keinerlei Probleme. Danach wird das Eis m.E. aber sehr dünn...

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Unendliche Länge 18 02. 2020 12:08 #65411

ClausS schrieb:
ra-raisch schrieb: Sofern sich das Universum in alle Ewigkeit unendlich lange ausdehnt, wird es auch unendlich groß


Nach meinem Verständnis würde das Universum in dem Fall zwar jede Größe erreichen, aber dennoch stets endlich groß bleiben.

Unendlich groß wäre es denke ich nur, wenn es schon zu Beginn unendlich groß gewesen wäre.

Deshalb sagte ich ja unendlich lange

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Unendliche Länge 18 02. 2020 16:43 #65430

ra-raisch schrieb:
ClausS schrieb:
ra-raisch schrieb: Sofern sich das Universum in alle Ewigkeit unendlich lange ausdehnt, wird es auch unendlich groß


Nach meinem Verständnis würde das Universum in dem Fall zwar jede Größe erreichen, aber dennoch stets endlich groß bleiben.

Unendlich groß wäre es denke ich nur, wenn es schon zu Beginn unendlich groß gewesen wäre.

Deshalb sagte ich ja unendlich lange


Ändert aber nichts, darum ging es Claus ja. Etwas endlich großes kann niemals unendlich groß werden, egal wie lange es sich ausdehnt, da hilft auch unendlich lange nichts.

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Unendliche Länge 18 02. 2020 19:20 #65433

Man nehme beispielsweise die Funktion f(x) = x.

Für x gegen unendlich geht auch f(x) gegen unendlich. Für jeden x-Wert hat f(x) aber einen endlichen Wert.

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Unendliche Länge 18 02. 2020 23:57 #65441

Wenn Zeit und Raum eine Einheit bilden, also nicht unabhängig voneinander sind, dann heißt das, dass ein zeitlich endlich altes Universum auch räumlich endlich sein muss.

Zitat Einstein: es ist endlich, aber unbegrenzt!

Die Unendlichkeit in Raum und Zeit entspricht dem Steady State Universum. Jede kleinste Dichtefluktuation brächte so ein Universum zum Einsturz.

Also muss es expandieren!

Das hat doch schon Einstein erkennen müssen, als er mit den Beobachtungen eines Edwin Hubble konfrontiert wurde.

Und wenn es expandiert, dann war es früher kleiner! Und wenn es zeitlich endlich ist, dann gab es auch räumlich einen kleinsten Punkt.

Raum und Zeit sind streng aneinander gekoppelt.

Thomas

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Unendliche Länge 19 02. 2020 06:27 #65448

Thomas schrieb: Also muss es expandieren!

Und wenn es expandiert, dann war es früher kleiner! Und wenn es zeitlich endlich ist, dann gab es auch räumlich einen kleinsten Punkt.


Alles was du schreibst, spricht nicht gegen ein unendlich großes Universum, auch wenn das nicht sonderlich intuitiv ist. Wir hatten das jetzt schon so oft...

Das Universum expandiert in sich selbst hinein. Dafür ist es vollkommen egal, ob es endlich oder unendlich groß ist. Den kleinsten Punkt hat es so oder so gegeben, beim von Anfang an unendlich großen Universum allerdings nur bezogen auf das beobachtbare Universum. Und das war früher dementsprechend kleiner als heute.

Hier ist es ganz gut erklärt:

"Note that while I called the balloon "preposterously large," it could have been infinitely large and still behave the same way. I point this out because I've seen in comments on other answers that you don't see how space could be both infinite and expanding - that if it's expanding, then it must have been previously finite. That is incorrect: in fact, because infinity is the quality of unboundedness, something that is infinitely large can always get bigger, because by definition there is no upper bound on its size."

astronomy.stackexchange.com/questions/22...universe-be-infinite

Die Unendlichkeit in Raum und Zeit entspricht dem Steady State Universum. Jede kleinste Dichtefluktuation brächte so ein Universum zum Einsturz.


Das ist ein falscher Schluss, der sich nur aus deiner auch ansonsten falschen Argumentation herleiten lässt. Oder hast du dazu eine Quelle?

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Unendliche Länge 21 02. 2020 01:54 #65546

Arrakai schrieb:
ra-raisch schrieb:
ClausS schrieb:
ra-raisch schrieb: Sofern sich das Universum in alle Ewigkeit unendlich lange ausdehnt, wird es auch unendlich groß


Nach meinem Verständnis würde das Universum in dem Fall zwar jede Größe erreichen, aber dennoch stets endlich groß bleiben.

Unendlich groß wäre es denke ich nur, wenn es schon zu Beginn unendlich groß gewesen wäre.

Deshalb sagte ich ja unendlich lange


Ändert aber nichts, darum ging es Claus ja. Etwas endlich großes kann niemals unendlich groß werden, egal wie lange es sich ausdehnt, da hilft auch unendlich lange nichts.

Eine auf atheistischem Dogma/Axiom gründende Wissenschaft kann unmöglich die Paradoxie der Einheit der asymmetrischen Unterscheidung von Anfang und Ende erfolgreich entparadoxieren, so dass "Anfang und Ende mit der Paradoxie des Unterscheidens einer Unterscheidung, also mit einem Selbstwiderspruch belastet" (N. Luhmann, Wissenschaft der Gesellschaft, S.695). verbleiben müssen. Ohne Anfang ist Nichts, denn es bedarf schlicht der empirischen Operation einer ersten Unterscheidung und Bezeichnung, damit nicht Nichts ist! Ohne diese erste Unterscheidung und Bezeichnung ist nicht einmal der Mond, mag es der Beobachternaivität auch noch so grauen, dass ist schlicht der Logik Gebot. Nach einer ersten Unterscheidung und anschlussfähigen Bezeichnung vermag des entstandenen Systems evolutionäres Prozessieren vermittels der dreifaltigen Rekursivität von {Variation/Selection/Stabilisierung} seine Formenbildung theoretisch unendlich fortzusetzen, indem es sich immer weiter ausdifferenziert. Um die Unendlichlkeit zu beenden, entsteht die Notwendigkeit der Paradoxie des Unterscheidens einer Unterscheidung und also der Setzung des Endes. Zur Auflösung dieser Paradoxie bedarf es eines dritten Logikwertes jenseits der zweiwertigen Logik, in derer Centrum der originären Urheberschaft Selbstindicierung vorliegt, insofern denn in dieser Identität Selbstreferentialität die Einheit der Unterscheidung von Anfang und Ende entparadoxiert ist. Cavete: Bevor eine erste Unterscheidung und Bezeichnung vorliegt, macht die Einheit der Unterscheidung endlich/unendlich keinerlei Sinn, es sei denn, sie ist selbst als erste Unterscheidung gesetzt - wozu aber begrenzte und also endliche, biologische Systeme wie H.s.s.-Primaten von sich aus nach Maßgabe zweiwertiger Logik nicht in der Lage sind.
Conclusio: Wer den Anfang als Ausschlusskriterium für Unendlichkeit setzt, der schließt kontrafaktisch die Möglichkeit der Unendlichkeit aus, bereits der natürlichen Zahlen Anfang und Unendlichkeit widerlegt die Validität dieser Option.
g24h

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Unendliche Länge 21 02. 2020 06:12 #65549

Moderatoren Hinweis

Netiquette schrieb: Ich versuche meine Beiträge so zu formulieren, dass sie für die Allgemeinheit, zumindest aber für Leser mit entsprechender naturwissenschaftlicher Vorbildung verständlich sind.


Eternal Love, könntest du bitte deine diesbezüglichen Versuche verstärken. Der obige Text erfüllt die gewünschten Verstänlichkeitskriterien jedenfalls nicht.

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Unendliche Länge 18 03. 2020 19:35 #66641

Der Zahlen der Mathematik sind unendlich.

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Unendliche Länge 18 03. 2020 19:59 #66642

SpaceNils schrieb: Der Zahlen der Mathematik sind unendlich.


Es gibt in der Mathematik beliebig große Zahlen. Jede einzelne Zahl ist jedoch endlich.

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Unendliche Länge 19 03. 2020 10:57 #66648

Ich denke, dass reelle Zahlen mit den unenedlichen Ziffernkolonnen angesprochen wurden.

Man kann natürlich statt 1,4142135623730951... enfach ²2 schreiben, aber man kann auch ∞ oder ℵ oder | ℕ | oder ω oder 1/0 für Unendlich schreiben.

Dass in der Mathematik ∞ verboten ist, besagt ja nicht, dass es nicht existiert. Als Grenzwert ist es sowieso Gang und Gäbe.

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