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THEMA: Sterne und die Entfernungen.

Sterne und die Entfernungen. 26 Okt 2017 15:51 #21269

Hallo zusammen !
Meine Frage.
Man möchte die ersten Sterne sehen, die entstanden sind. Man schätzt vor ca. 13 Milliarden Jahren. Weil sie anders aufgebaut sind wie die heutigen.
Nun meine Frage?
Wenn ein Stern in dieser Zeit entsteht und nach kurzer Lebensdauer ( Vielleicht nur 10 Millionen Jahre wegen großer Größe) eventuell wieder explodiert, dann ist das Licht doch schon von Entstehung und der Explosion eventuell an uns vorbeigezogen und wir sehen ihn nie mehr? Oder bin ich da irgendwie Wirr?

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Sterne und die Entfernungen. 26 Okt 2017 16:01 #21272

theoretisch hast du recht

Man beobachtet solche Sterne ja auch nicht einzeln sondern immer nur das Licht von gesammten Galaxien, einzelne Sterne lassen sich auf so große Distanzen garnicht mehr mit Teleskopen auflösen. Und die Galaxien leben ja viel länger als die einzelnen Sterne

"Es ist Alles möglich im Universum, Hauptsache es ist genügend unvernünftig. Nils Bohr"
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"Es ist Alles möglich im Universum, Hauptsache es ist genügend unvernünftig. Nils Bohr"

Sterne und die Entfernungen. 26 Okt 2017 16:09 #21275

Stimmt . Wie ich schon sagte . Ich bin momentan Wirr im Kopf. Lach . Natürlich sind nur Galaxien sichtbar. Danke für die Entwirrung.

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Sterne und die Entfernungen. 26 Okt 2017 19:19 #21283

Denuppo schrieb: Wenn ein Stern in dieser Zeit entsteht und nach kurzer Lebensdauer ( Vielleicht nur 10 Millionen Jahre wegen großer Größe) eventuell wieder explodiert, dann ist das Licht doch schon von Entstehung und der Explosion eventuell an uns vorbeigezogen und wir sehen ihn nie mehr?


Doch, wir können solche Sterne sehen.
Das Licht eines Sterns der vor 13 Mrd Jahren in einer Entfernung von 3,6 Mrd. Lichjahren von uns geleuchtet hat erreicht uns gerade heute.
Heute wäre dieser Stern (so er noch existieren sollte) bereits 28,5 Mrd Lichtjahre entfernt.

Es mag verwirren das ein Stern nur 800 Mio Jahre nach dem Urknall bereits 3,6 Mrd Lichtjahre entfernt gewesen sein soll. Das kann man verstehen wenn es ganz am Anfang eine Inflation gegeben hat und das Universum tatsächlich viel viel größer ist als das was wir jemals sehen werden.

Von den verschiedenen Zeiten in der Vergangenheit sehen wir nur eine Art Zwiebelschale, also Sterne/Galaxien die einen bestimmten Abstand zu uns hatten. Objekte die näher oder weiter von uns entfernt waren sehen wir nicht bzw. sehen sie aus einer anderen Zeit.

Und tatsächlich wurden solche Objekte entdeckt. Afaik ist die Galaxie GN-z11 der derzeitige Recordhalter.
400 Mio Jahre nach dem Urknall müsste die Galaxie bereits 2,8 Mrd Lichtjahre entfernt gewesen sein, Das Licht brauchte 13,4 Mrd Jahre zu uns und heute wäre sie rund 32 Mrd Lichtjahe entfernt.

PS:
Bitte nicht auf die exakten Zahlen festnageln. Sie sind mit Hubblekonstante H0=67,8 gerechnet. Neuere Forschungen mögen andere Werte für die Expansion ergeben haben.

assume good faith

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assume good faith
Letzte Änderung: von Merilix. Begründung: PS (Notfallmeldung) an den Administrator

Sterne und die Entfernungen. 29 Apr 2018 18:41 #31919

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Eine Anmerkung zu den Ausführungen in der Wissensbox "Entfernungen" von Jörn Müller.

1. Auf Seite 1 fehlt in der Friedmanngleichung im Lambda-Term der Faktor c2

2. Auf Seite 2 heißt es:

Eine besondere Rolle in den kosmologischen Modellen spielt die sogenannte „kritische Dichte“ ρcr, die Gesamtdichte von Materie und Energie im Universum. Ein Universum, dessen Gesamtdichte ρM + ρΛ + ργ gleich der kritischen Dichte ist, bezeichnet man als „flach“. Eingesetzt in die Friedmann-Gleichung, erhält man ein Universum, das sich in alle Ewigkeit ausdehnt, wobei sich die Expansion jedoch immer mehr verlangsamt und nach unendlich langer Zeit völlig zum Stillstand kommt. Ist dagegen die Energiedichte im Kosmos kleiner als ρcr, expandiert das Universum ohne Grenzen. Mit einer Energiedichte größer als ρcr dehnt es sich zunächst bis zu einer maximalen Größe aus, um ab da wieder zu schrumpfen.

Nach meinem Verständnis ist zwar richtig, dass ein Universum gleich kritischer Dichte flach ist, aber die dann anschließenden Folgerungen wären doch nur dann richtig, wenn man in der Friedmann-Gleichung ρΛ mit den anderen Massen/Energie-Dichten zusammenwerfen könnte. Da aber der Lambda-Term extra steht und immer konstant bleibt, kann in unserem flachen All (der Term mit dem Krümmungsparameter aus der Robertson-Walker-Metrik ist ja auch null, da k = 0) mit DE die Hubblekonstante nie null werden, sondern sich auf einen konstanten Wert einschwingen in ferner Zukunft. Da aber auch noch die DE antigravitativ wirkt, also negativer Druck, und die treibende Kraft aus der DE mit steigender Größe des Alls zunimmt, wird also unser flaches All in ferner Zukunft mit kritischer Dichte ΩΛΛ wird gegen 1 gehen, weil alle anderen Massen/Energie-Dichten durch extrem Ausdünnung gegen null gehen) in alle Ewigkeit expandieren, ja sogar beschleunigt.
Das wird wieder klar, wenn man sich die Friedmann-Gleichung anschaut. In ferner Zukunft wird die Hubblekonstante (1. Ableitung des Skalenfaktors, also zeitliche Änderung der Expansionsgeschw. geteilt durch den Skalenfaktor) nur noch von dem konstanten Wert Λc2/3 bestimmt. Das Gleiche in der Beschleunigungsgleichung nach Friedmann: 2. Ableitung Skalenfaktor, also zeitliche Änderung der Beschleunigung geteilt durch Skalenfaktor).
Mit anderen Worten: Unser flaches All mit krtischer Dichte wird aus heutiger Sicht mit Kosmologischer Konstante interpretiert als DE (womöglich Vakuumenergie) für immer expandieren, wobei Expansionsgeschw. und Skalenfaktor gegen unendlich laufen werden, aber die Hubblkonstante sich bei ca. 56 km/MParc*Sek einpendlen müsste (heute je nach Angaben so um die 70)
Nach meinem Verständnis wären die Ausführungen von Hr. Müller nur vor 1998 und der Entdeckung der beschleunigten Expansions des Alls richtig gewesen.

Und ist es richtig die Lichtlauf-Distanz DT mit dem engl. "proper distance" gleichzusetzen? Er meint wohl schon die Lichtlaufzeit, also Zeit und keine Distanz. Aber "proper distance" ist nun mal eine Distanz. Setzt man für die Gegenwart den Skalenfaktor 1, was üblich ist, dann sind "comoving distance" und "proper cistance" jetzt in der Gegenwart doch gleich.

en.wikipedia.org/wiki/Distance_measures_...y)#Comoving_distance
en.wikipedia.org/wiki/Comoving_and_proper_distances

Das größte Glück und den tiefsten Sinn erfahren wir, wenn unser Sehnen, Suchen und Finden in einem einzigen Augenblick zeitgleich präsent sind. Der nächste Augenblick ist dann nur noch schnödes Haben. (Cyborg, am Innufer, 14. April 2018)

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