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THEMA: Wieviel neue Erkenntnisse wird uns das Universum noch geben?

Wieviel neue Erkenntnisse wird uns das Universum noch geben? 28 Aug 2018 18:19 #41154

Shahrad schrieb: Das wir alles Niemelas wissen werden, bezieht sich , meiner Meinung nach, auf Kombinationen.
Es können sehr viele Kombinationen und Erscheinungen noch da sein dass wir noch nicht wissen.


Unser physikalisches/naturwissenschaftliches Unwissen hat noch ganz andere Ursachen:
- Limitation unserer Experimente: Ich behaupte, wir werden nie in der Lage sein, mit Energien zu experimentieren, wie sie in den ersten Sekundenbruchteilen nach dem Urknall vorgelegen haben mussten.
- Vergangene Events: Wir werden wahrscheinlich nie erfahren, wie genau auf der Erde die erste Zelle entstanden ist oder wie genau der Übergang zum Menschen verlaufen ist. Maximal werden wir wenn überhaupt, irgendwann einen Weg finden, wie Leben aus unbelebter Materie sich entwickeln kann (aber nicht wissen, ob der so abgelaufen ist).

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Wieviel neue Erkenntnisse wird uns das Universum noch geben? 29 Aug 2018 12:58 #41233

Das ist richtig. Es bedeutet allerdings nicht das unser Wissen davon abhaengig ist oder sein sollte. Weil das eben mit den Definitionen ( Energie Matterie usw zu tun hat).
Auf der anderen Seite , es kommt darauf an , welches Wissen wir brauchen. Natuerlich koennen wir wahrscheinlich nie mit sehr grossen Energy Konzentrationen experimentieren. Aber wieso brauchen wir die Experimente ueberhaupt?
Das Universum ist beim expandieren und wir auch. Das bedeutet, Sachen die uns interessieren sollten , die mit unserer Zukunft zu tun haben, passieren gerade auf dieser Konzentrationsebene oder Kombinationsebene , wo wir gerade uns befinden.
Auch wenn wir diese Experimente machen konnten, die Interpretation der Ereignisse in diesen Experimente, wuerden von unseren Definitionenen abhaengig sein.
Folgende Benutzer bedankten sich: Marvin

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Wieviel neue Erkenntnisse wird uns das Universum noch geben? 01 Sep 2018 14:25 #41417

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Religiosität, eine anthropologische Konstante


Hi Ganymed19,

Also, niemand kann die Prämissen des Konstruktivismus untermauern?
Alle seine Anhänger schließen sich lediglich seinen Postulaten an.

Verdächtige Nähe zu den kollektiven Mythen. :) SCNR

.

Ganymed19 schrieb: Philzer:

Gany: Jedenfalls kann man sich bei dir des Eindrucks nicht erwehren, dass dir die polykausalen Dimensionen menschlicher Religiosität weitgehend verschlossen bleiben.
Philzer: Die da wären?

Schau dir mal den knappen, aber doch ganz informativen Link an:
www.zeit.de/zeit-wissen/2013/01/Glaube-Religion-Psychologie
Dankbarkeit, Bindung, Beziehung, Vertrauen, Ego-Deflation (gegenteilige These zu deiner). Egal ob man nun Atheist oder Theist ist, so scheinen deine 4 Motive für Religion mir diese Vielschichtigkeit nicht abzubilden. Oder was meinst du, kannst du alles, was der Autor so aufzählt, in deinen 4 Motiven subsummieren?


Ja, ich denke schon dass ich das kann.
Und zwar das meiste in dem man Punkt 4 in textlich größerem Rahmen abbildet.
Unter 4. steht ja auch Sinnstiftung.

Und gilt nicht nur für den kämpfenden religiösen Fundamentalisten, sondern genauso für die gelebte-opportunistische Autopoiesis.
Egal ob Altruist oder Egoist. Beide zusammen ergeben eine opportunistische ESS. (3D-Behaviour)
Soziobiologie verstehen.

Machen wir nur ein Beispiel:

Ego-Deflation:

Nicht ganz falsch, aber auch nicht richtig.
Eben einfach nur emotional daherkommend. :-)

Der Glaube als Strebung aus dem 'Es' (nur im Verstand legitimiert durch das religiöse Weltbild) kommt aber dabei kaum über den Rahmen einer ESS hinaus.
Konkret ist er eine EESS, die ich hier erklärt habe.

(Kurzerläuterung: als die Größe der Formationen über den evolutionären Nahhorizont einer ESS hinauswuchsen, das Bewusstsein aber evolutionär gleich blieb, wurden quasi zusätzliche Stabilitätsmomente notwendig! )

Wie er Sklaven, andere Völker ausbeutet, (auch wenn er selbst nur Konsumsklave ist, wie gerade hier - weshalb er ja gerade abstirbt) wenn er im Supermarkt ganz alltäglich einkauft, und mit einem Stundenlohn von 10 oder 20 € dann 10 oder 100 Arbeitsstunden seiner Billiglohnsklaven aus aller Welt 'zurückkauft'/verkonsumiert.

Wo ist da Ego-Deflation?

Charme of democracy1

Charme of democracy2


Es bleibt dabei. Religiosität ist eine Ode an das 'Es'. :-)
Der Denker kann dies analysieren, ändern kann man nichts.
Und das ist für mich Sinn von Philosophie. :-)

.

Ganymed19 schrieb: Ja, ich denke, die Beiträge im Thread "Gibt es Zeit wirklich" könnten dich auch interessieren von einem ganz theoretischen Standpunkt aus, denn die haben ein gutes Niveau für das insbesondere D.Rajic, Miky, stm und DeltaTee sorgen (und auch andere, meien Aufzählung muss nicht vollständig sein). Allerdings in Bezug auf dein System, das ja den Mesokosmos und die existenziellen menschlichen Grundlagen analysieren will, sind sie auch wieder uninteressant.


Ja, ich hab schonmal reingeschaut.
Wie gesagt, ich weiss nicht ob Du oben von mir gelesen hast, dass eben Formen von Kausalität (Lesch: Kausalität hat ihre Zeit -> siehe YouthBulge/Weltzerstörung) vermutlich mit der Komplexität der beobachten Negentropie verschieden sind. ( siehe auch Popper : Propensität)

Weshalb es für mich als reine Apologie erscheint, dass man Akausalität (oder was immer das da sein mag) aus dem Mikrokosmos als Legitimation für Nicht-Wissen-Können in unserem Mesokosmos 'an den Haaren herbeizieht'.


mvg Philzer

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Wieviel neue Erkenntnisse wird uns das Universum noch geben? 01 Sep 2018 19:45 #41434

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Nun bei allen Überlegungen kann einem in den Sinn kommen, dass sich unsere Erkenntnisse noch auf einem extrem kleinem Feld bewegen. Da fällt mir in diesem Zusammenhang meist der Vergleich von D. Adams ein: Was weiß schon eine Spinne, welche ihr ganzes Spinnenleben unter meinem Bett verbracht hat, von einem ICE.
Besteht denn nicht die Möglichkeit, dass unser jetziges Wissen nur einen winzig kleinen Teil von der Welt beschreibt? Ich denke, wir sind so in unsere Wissenschaft vernarrt (zumindest die Materialisten), dass uns die Sicht auf größere Zusammenhänge etwas versperrt ist. Wir wissen soviel von den Naturgesetzen, wohl das meiste. Aber ist das alles?

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Wieviel neue Erkenntnisse wird uns das Universum noch geben? 02 Sep 2018 13:26 #41467

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Subjektives Nutzenkalkül versus Menschheit

Hi Marvin,

Marvin schrieb: Nun bei allen Überlegungen kann einem in den Sinn kommen, dass sich unsere Erkenntnisse noch auf einem extrem kleinem Feld bewegen. Da fällt mir in diesem Zusammenhang meist der Vergleich von D. Adams ein: Was weiß schon eine Spinne, welche ihr ganzes Spinnenleben unter meinem Bett verbracht hat, von einem ICE.
Besteht denn nicht die Möglichkeit, dass unser jetziges Wissen nur einen winzig kleinen Teil von der Welt beschreibt? Ich denke, wir sind so in unsere Wissenschaft vernarrt (zumindest die Materialisten), dass uns die Sicht auf größere Zusammenhänge etwas versperrt ist. Wir wissen soviel von den Naturgesetzen, wohl das meiste. Aber ist das alles?


Du hängst da m.E.n. emotional sehr am Konstruktivismus.
Der Initiator dafür ist das 'Es'. ('Fühlwollen' o.s.ä.)
D.h. auch Du vertrittst die These, weil wir am BigBang; Quantenfluktuation, Akausalität im Mikrokosmos (oder noch nicht von uns beschreibbare Kausalitätsformen) über Paralleluniversen, Stringtheorie etc etc , nichts oder fast nichts wissen, können wir auch hier in unserem praktischen Leben, in unserem Mesokosmos nichts wissen, und kämpfen also einfach alle weiter, jeder gegen jeden.

Die Inthronisierung des subjektiven Nutzenkalküls, wie Hinkelammert es wohl nennen würde...

Ja, das ist die moderne Form der Religiosität im Kapitalismus. Individualisierter Mythos. (besser bekannt als Meinung)


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Wieviel neue Erkenntnisse wird uns das Universum noch geben? 02 Sep 2018 15:57 #41474

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ESS und EESS

Hi Gany,

ESS

Dawkin hat in Das egoistische Gen auch eine ESS gut beschrieben.

EESS -> das erste E steht nun für 'extended' und ist quasi eine Theorie von mir, die erklären soll, wie mit dem aus dem Tierreich evolutionär übernommenen Erkenntnisapparat ( Kernbewusstsein als Chef -> das also nur eine bestimmte kleine Größe an Individuen -> evolutionärer Nahhorizont -> erwähnt Precht hier im Gespräch mit Metzinger ab min 18 beherrschen/organisieren kann) nun auch Formationen stabilisiert werden konnten, die diese Größe um ein Vielfaches überschreiten.

Ich habe dazu 3 Momente (als a; b; c) herauskristallisiert

Diese These ist quasi ergänzend zu Marx, der ja nur PV nach PK als maßgeblich für die Gesellschaft sah.

(Psychologie fehlt komplett: Marx: Der Mensch ist das Ensemble der gesellschaftlichen Verhältnisse)

'Wir' also die menschlichen Formationen sind also dinglich (technischer Stand der Naturbeherrschung) sehr wohl wie Marx feststellte, immer Gesellschaften die zum einen aus dem von Marx gefundenen PV nach PK resultieren, andererseits haben sie aber immer noch eine Komponente welche auf die anthropologischen Konstanten zurückgeht. ... o.s.ä.


mvg Philzer

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Wieviel neue Erkenntnisse wird uns das Universum noch geben? 02 Sep 2018 19:26 #41482

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Hi Gany,

Ganymed19 schrieb: Dort heißt es:

Das Individuum soll in immer schnellerer Folge, quasi wie im Märchen vom süßen Brei; die Konsumgüter der kapitalistischen Massenproduktion vernutzen → alle Individuen müssen global in die Abhängigkeit als Konsument (Ergänzung Gany: ...und Produzent von Waren und Dienstleistungen im Arbeitnehmerverhältnis..)gebracht werden

Kann ich mitgehen. Das ist systembedingt.


Sehr schön.

Wichtig ist aber noch zu verstehen, dass dieses gewährte laissez faire , was zwar verschieden sein kann -> bspw. Bevölkerungs oder Konsumexplosion, dazu dient, beim bewusstseinsarmen Normalindividuum eine Zufriedenheit zu generieren, denn es stellt eine Befriedigung der gegen unendlich gehenden Strebungen seines 'Es' dar!

(siehe kognitives Defizit)

PS:

Den Kreis schließend:
Das laissez faire (nur marginal gesteuertes Wildwachstum der religiösen Formationen o.s.ä.) nicht mehr zu gewähren, durch eine '4D-Gesellschaft', bedeutet dann zur 4. narzisstischen Kränkung zu kommen .... :-)


mvg Philzer

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