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THEMA: Schwarzes Loch

Schwarzes Loch 15 Sep 2019 21:44 #57273

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Hallo an Alle!

was würde passieren, wenn man eine "lange Stange" ( natürlich ultrastabil) von einem Tangentialpunkt quasi durch ein schwarzes Loch ziehen würde, wobei jeweils beide Enden über den Ereignishorizont hinausreichen und hypothetisch jeweils von einer Masse, die größer als die des schwarzen Lochs ist, fixiert wird.
Alternativ: Was wäre, wenn der Durchmesser dieser "Stange" größer als der Durchmesser des SL selber wäre.
Vielen Dank für Eure Antworten, sowas entsteht immer vor'm Einschlafen.
Schöne Grüße
Stefan Prinz

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Schwarzes Loch 15 Sep 2019 23:19 #57287

Du meinst jetzt in deinem Versuchsaufbau 2 schwarze Löcher, die die Stange fixieren? Nun, die würde wahrscheinlich ein wenig deformiert werden

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Schwarzes Loch 17 Okt 2019 20:54 #59086

Hallo,

die Situation würde sich ja nicht "entwickeln" können. Zudem würden sich dann die Massen zu einem "größeren" SL fusionieren.
Viele Konjunktive. Was ist dein Gedanke?

Gruß, Michael

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Schwarzes Loch 17 Okt 2019 21:44 #59092

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Hallo Michael,

vuelen Dank für Dein Interesse.

Der Gedanke ist:

Es gibt ein SL, sagen wir mit einem Ereignishorizont von 3km und theoretisch 5 Sonnenmassen.

Nun (rein als Gedankenexperiment) zieht man eine Stange , mit 5km länger als der Durchmesser des SL, wie ein Buttermesser durch das SL.

An beiden Enden der Stange befindet sich eine Kugel (Masse) > als das SL.

Zudem ist die Stange theoretisch ultrastabil.
Die Massen am Ende der Stange wirken der Gravitation des SL entgegen, da ihre Masse ja jeweils größer ist als die des SL.

Jetzt entsteht folgendes Problem:

Die Stange beginnt/endet in einer normalen dreidimensionalen Raumzeit. Sie ist eine Strecke zwischen den Kugeln von 5km.

Sie ist nicht gekrümmt sondern gerade.
Was passiert mit dem Teil der Stange, der sich innerhalb des Ereignishorizontes befindet und was passiert mit der Stange am Punkt der Singularität?

OK es ist etwas an den Haaren herbeigezogen, aber vielleicht hat die Fragestellung ja einen interessanten Kern.

Schöne Grüße
Stefan

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Schwarzes Loch 18 Okt 2019 02:00 #59096

Siehe hier.

Verlinkend,

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Schwarzes Loch 10 Nov 2019 19:04 #60703

Ich bin mir nicht sicher, ob Yukterez den Kern der Frage ganz oder teilweise beantwortet hat.

Jedenfalls wird alles, was den rs des SL berührt bzw durchdringt, nicht mehr in unserer Welt existieren. Man kann auch nichts hindurch- bzw herausziehen, ganz egal, wie groß die Kraft ist, die daran zieht und wie stabil die Stange vorher war.

Nur am Rande sei erwähnt, dass der Stab von außen gesehen immer kürzer wird, je näher er an den rs herankommt. Ein Beobachter auf dem Stab wird hingegen feststellen, dass der Abstand zum SL und der Radius des SL immer größer wird. Die genauen Verhältnisse hängen von der Geschwindigkeit ab.

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Schwarzes Loch 18 Nov 2019 16:59 #61127

Ein Lastwagen kommt in ein Fernsehstudio gefahren. Was Passiert ? Gar nichts.
Wir verkleinern/verdichten jetzt (rein theoretisch) den Lastwagen auf die größe einer Murmel.
Das ganze Gewicht des Lastwagens auf die Größe dieser Murmel. Was Passiert? Es ist der Teufel auf einmal los. Die Kugel durchbricht den Studioboden. Geht in das Erdreich und weiter bis zum Mittelpunkt der Erde. Nur verdichtet und kompremiert – etwa ähnlich wie Materie in einem schwarzen Loch. (Natürlich nicht so stark verdichtet)

Frage. Hat die Murmel ein Ereignishorizont? Was passiert wenn eine Fliege in die Murmel rein fliegt ?
Kommt die in der anderen Dimension raus ? So ein quatsch !

Wir wiederholen das Experiment gerne mit dem Mount Everest. Auf die größe einer Murmel. Jetzt ist die Anziehungskraft größer. Die Fliege wird zerquetscht (und wahrscheinlich andere Sachen in der Umgebung auch)
Sie wird in dieser Murmel aufgenommen. Wahrscheinlich auch der REST unserer Erde. Die murmel wird größer. Ein künstliche Mini-SL (Schwarze Loch – Kein Auto aus Stuttgart)

Um die Frage mit der Eisenstange zu beantworten:
1. Es gibt kein Material das so beschaffen ist das ein SL es nicht verschluckt. Es wird einfach angezogen und integriert(aufgesogen-Teil des SL)
2. Angenommen es gäbe so ein Material. Dann hat das SL Pech gehabt. Es geht einfach hindurch
3. Keine Zeitreise wie Spock/Nero in Star Trek oder andere Dimensionen.
Warum macht man die Sachen die man nicht versteht so unglaublich kompliziert mit Formeln und 4. Und 5. Dimension und Wurmlöchern und so ein Quatsch.
Das Universum ist doch eigentlich so einfach gestrickt. Gravitation und etwas Magnetismus. Eine Ameise ist millionfach Komplizierter

Hör auf Stephen, ist schon mal ein guter Ansatz.

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Hör auf Stephen, ist schon mal ein guter Ansatz.

Schwarzes Loch 18 Nov 2019 18:04 #61130

gravitationistalles schrieb: 2. Angenommen es gäbe so ein Material. Dann hat das SL Pech gehabt. Es geht einfach hindurch

Jetzt, wo ich das Ganze nochmal lese, verstehe ich die Frage etwas anders als rein materiell.

Wir müssen uns dazu eine "Stange" vorstellen, die keinerlei Masse oder Energie enthält, die also nur eine gedachte Linie ist, ohne der Gravitation zu unterliegen. Sie könnte allerdings durch die Gezeitenkräfte gedehnt werden, was ich hier im Weiteren jedoch außer Acht lassen will.

Und da stellen wir fest, dass wir gar nicht beobachten können, was innerhalb von rs passiert. Es könnte sein, dass die "Stange" gar nicht mehr auf der anderen Seite herauskommt, weil der Raum im Inneren völlig anders ist, als wir uns das vorstellen.

Nach der Standardmeinung ist aber der Raum für einen Freifaller nur geringfügig gedehnt und sonst kaum etwas Besonderes. Auf jeden Fall zentralsymmetrisch. Diese gedachte Stange müßte also für diese Antwort in Bewegung sein, im Inneren schneller als v > c. Diese Geschwindigkeit sei möglich, weil es dort die Raumgeschwindigkeit ist. Ein Stehenbleiben ist hingegen unmöglich. Lokal wäre die Lichtgeschwindigkeit sogar immer noch größer gegen den Raum.

Was im Zentrum passiert, sagt uns die Standardmeinung nicht, weil dort eine unauflösbare Singularität herrscht.

Wie das beim Herauskommen auf der anderen Seite aussieht, sagt uns die Standardmeinung allerdings auch nicht, bzw sie sagt, dass dies gar nicht möglich ist, weil man sich dazu mit höherer Geschwinidigkeit als v > c gegen den Raum bewegen müßte, was bereits für ein Stillstehen nicht möglich ist, und nur mögliche Wege wurden berechnet. Es könnte aber durchaus sein, dass der Raum nun subjektiv gesehen stark gedehnt wäre, das könnte man mal berechnen ....

Interpretiert man aber v > c bereits von Anfang an als zeitrückläufig, wie bei Tachyonen, dann ergibt sich, dass die gedachte Stange wie jeder einfallende Körper am Innenraum Abprallen würde. Dies ergibt sich auch, wenn man die Formel v = ²(rs/r)c(1-rs/r) < 0 für die shapiroverzögerte Geschwindigkeit (von Außen berechnet) einsetzt. Das sind aber Interpretationen von außen gesehen, die einer Zeitumkehr entsprechen.

Es ist also nicht feststellbar, ob die Linie hindurchginge oder gefangen wäre, egal wie starr sie ist. Wie eine geometrische Linie, die eine Region durchqueren soll, von der man gar nicht genau weiß, wie sie geformt ist. Es spricht aber vieles dafür dass auch eine rein geometrische Linie nicht mehr aus dem rs herausfindet.

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