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THEMA: ART Folgen relativistischer Zeitunterschiede

ART Folgen relativistischer Zeitunterschiede 01 Nov 2019 17:48 #59897

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Es geht um die Aussage der ART, dass der Zeitfortschritt an einem Raumpunkt abhängig vom dort herrschenden Gravitationspotential (und der Geschwindigkeit) ist.
Angenommen 2 Probanden befinden sich am gleichen Ausgangspunkt und von dort entfernen sie sich mit gleicher Beschleunigung in verschiedene Richtungen. Nach einer Zeit wird wieder auf ´0´ = v am Bezugssystem des Startes – abgebremst.
Proband 1 befindet sich nun inmitten einer Leeren Blase, einer void. Das Gravitationspotential ist nahe 0
Proband 2 befindet sich im Schwerpunkt eines Doppelsternsystems – das Gravitationspotential ist sehr hoch.
Nach einem Jahr machen sich beide auf die gleiche Weise auf den Rückweg und schauen sich am Startpunkt ihrer Reise wieder angekommen in die Augen.
Probant 1 sollte nun im Verhältnis zu Probant 2 deutlich älter sein, weil er sich in einer Region (Grav. Potential → 0) aufhielt und seine Uhren schneller liefen als bei Probant 2, der sich in einem starken Gravitationspontential aufhielt, und dort die Uhren langsamer gehen.
Korrekt?

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ART Folgen relativistischer Zeitunterschiede 01 Nov 2019 18:00 #59899

Ja, vollkommen korrekt.
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ART Folgen relativistischer Zeitunterschiede 01 Nov 2019 19:23 #59904

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das heisst, dass wir im Universum Gegenden haben, in denen die Uhren langsam laufen – bis hin zum Fast-Stillstand, wenn ein Objekt nahe einem SL dieses schnell umkreist und wir haben Gegenden, in denen die der Zeitfortschritt sozusagen ein Maximum erreicht, (die Uhren ticken maximal schnell), was zum Beispiel in der Mitte einer großen void der Fall wäre.
Richtig?

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ART Folgen relativistischer Zeitunterschiede 02 Nov 2019 10:16 #59970

Richtig.

Nachvollziehbare Mathematik ist notwendige Grundlage zur Beurteilung von physikalischen Modellen.
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Nachvollziehbare Mathematik ist notwendige Grundlage zur Beurteilung von physikalischen Modellen.

ART Folgen relativistischer Zeitunterschiede 02 Nov 2019 14:53 #59990

@Thias:
Du erklärst es bald besser als die alten Hasen hier.
Wirklich sehr erfreulich.

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ART Folgen relativistischer Zeitunterschiede 05 Nov 2019 15:02 #60322

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Danke und nicht zu früh freuen. Es gibt vielleicht Fussangeln. Einzelne Punkte unten bitte abhaken oder korrigieren

1. Es gibt demnach Regionen, in denen -sofern physikalisch gleiche Bedingungen herrschen- auch der Zeitfortschritt (Zerfallszeit bei schwacher WW, oder Prozessgeschwindigkeit bei chemischen Abläufen) gleich wären. Ein Extrem wäre die Prozessgeschwindigkeit in den voids, das andere Extrem sind die Prozessgeschwindigkeit nahe den SL oder auf dem Schwarzschildradius.

2. Trotzdem laufen in all diesen Regionen die physikalischen Prozesse – subjektiv gesehen – vollkommen gleich ab. Invarianz.

3. Es ist auch gleichgültig, von welchen Bezugssystem (ob nun gegenüber den fernen Massen bewegt oder nicht) wir unser Universum betrachten, wir werden bei der Beobachtung des Geschehens im Universum immer wieder zur Erkenntnis 1 kommen und wenn wir uns an den beobachteten Ort begeben, kommen wir auf die Erkenntnis 2.

4. Wir kommen damit zu der Vermutung, dass die Physik in den voids irgendwie optimale Bedingungen hat, was ihre zeitliche Entwicklung betrifft (das können wir ´sehen´) und dass es der Physik nahe oder am Schwarzschildradius dem entgegen ´schlecht´ geht, denn sie kommt nicht voran, die Zeit bleibt stehen - von außen gesehen.

5. Definieren die Zentren der Voids mit den dort herrschenden minimalen Gravitationspotentialen nicht jeweils ´besondere´ Bezugssysteme?

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ART Folgen relativistischer Zeitunterschiede 05 Nov 2019 15:38 #60323

Jetzt (erst) muss man eigentlich jeden Punkt mit einem roten f kennzeichnen ;-). Denn jetzt unterschlägst Du quasi die SRT in der ART.

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ART Folgen relativistischer Zeitunterschiede 05 Nov 2019 16:11 #60326

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Inwiefern? Die SRT ist Konstanz der C und Invarianz.

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ART Folgen relativistischer Zeitunterschiede 05 Nov 2019 21:37 #60354

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Thias schrieb: Danke und nicht zu früh freuen. Es gibt vielleicht Fussangeln. Einzelne Punkte unten bitte abhaken oder korrigieren
1. Es gibt demnach Regionen, in denen -sofern physikalisch gleiche Bedingungen herrschen- auch der Zeitfortschritt (Zerfallszeit bei schwacher WW, oder Prozessgeschwindigkeit bei chemischen Abläufen) gleich wären. Ein Extrem wäre die Prozessgeschwindigkeit in den voids, das andere Extrem sind die Prozessgeschwindigkeit nahe den SL oder auf dem Schwarzschildradius.
2. Trotzdem laufen in all diesen Regionen die physikalischen Prozesse – subjektiv gesehen – vollkommen gleich ab. Invarianz.
3. Es ist auch gleichgültig, von welchen Bezugssystem (ob nun gegenüber den fernen Massen bewegt oder nicht) wir unser Universum betrachten, wir werden bei der Beobachtung des Geschehens im Universum immer wieder zur Erkenntnis 1 kommen und wenn wir uns an den beobachteten Ort begeben, kommen wir auf die Erkenntnis 2.
4. Wir kommen damit zu der Vermutung, dass die Physik in den voids irgendwie optimale Bedingungen hat, was ihre zeitliche Entwicklung betrifft (das können wir ´sehen´) und dass es der Physik nahe oder am Schwarzschildradius dem entgegen ´schlecht´ geht, denn sie kommt nicht voran, die Zeit bleibt stehen - von außen gesehen.
5. Definieren die Zentren der Voids mit den dort herrschenden minimalen Gravitationspotentialen nicht jeweils ´besondere´ Bezugssysteme?

Hi Matthias,
na, noch immer auf der Suche nach dem Absoluten?:) Da bist du ja sehr beharrlich - vind ich gut.
Was ich nicht recht verstehe, ist dein Kriterium für ein ausgezeichnetes BS. Was meinst du mit "optimalen Bedingungen für Physik / dass es der Physik schlecht geht"? Voids mit schwächelnder Gravitation gehen doch in Richtung SRT (gµν ↦ ηαβ / Minkowski / IS) (?)

Kennst du den "Jellinek - Weltsystem, Weltäther und die RT" ? Aus der Einleitung: "Es soll in diesem Buch [...] gezeigt werden, dass die RT nicht bewiesen hat, dass es kein ausgezeichnetes Bezugssystem [...] gibt". Vielleicht findest du hier die eine oder andere Anregung....

Good luck
Cosma

PS: ich glaube, deine homepage funktioniert nicht mehr ("Seite kann nicht angezeigt werden", kann aber auch an meinem Browser liegen)

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ART Folgen relativistischer Zeitunterschiede 05 Nov 2019 22:31 #60360

Thias schrieb: Einzelne Punkte unten bitte abhaken oder korrigieren

Im Prinzip alles richtig, wobei die diversen Bewertungen natürlich einen entsprechenden Bewertungsmaßstab erfordern.

Die Voids entsprechen dem, was bei uns für alltägliche Rechnungen fast herrscht, nämlich nahezu flache Minkowski-Metrik. Ob das "besser" ist als beim SL mit nahezu vollständiger Krümmung?

Dort nahe rs merkt man ja vom Zeitstillstand nichts, außer dass draussen alles schneller geht, .... wobei es dort nahe rs allerdings problematisch ist, sich einen stationären Beobachter (FIDO) vorzustellen. Die Gravitation dort beträgt zwar postnewtonisch bzw aus der Entfernung gemessen nur grs = c²/2rs, also je größer je weniger, doch lokal gemessen kommt ein Faktor 1/σ→∞ hinzu.

Den relativ kleinsten stabilen Radius haben ja wohl Neutronensterne mit ca 10 bis 20 km und Masse 0,7 bis 3,2 Mo, der rs wäre dafür ca 4 km (2,1 bis 9,6 km). Näher als diese ~3,5:1 kommt man dann also nicht mehr stationär ran, ohne hineinzuplumpsen. Auch im stabilen Orbit gibt es eine Mindestgrenze von 3 rs.

Quarksterne sind dagegen bisher rein hypothetisch und undefiniert:
wiki: zu einem Quarkstern kollabieren, falls sie durch den Quark-Entartungsdruck stabilisiert werden
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ART Folgen relativistischer Zeitunterschiede 06 Nov 2019 10:49 #60394

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@ Cosma,

Was ich nicht recht verstehe, ist dein Kriterium für ein ausgezeichnetes BS. Was meinst du mit "optimalen Bedingungen für Physik / dass es der Physik schlecht geht"? Voids mit schwächelnder Gravitation gehen doch in Richtung SRT (gµν ↦ ηαβ / Minkowski / IS)


sehe ich auch so. In den Zentren der voids finden wir flache Geometrie -> Minkowski. Aber bei Minkowski gibt es kein Gravitationspotential - und um das geht es mir. Ich sehe in dem Umstand, dass wir im Universum 2 Extreme für den lokalen Zeitfortschriftt finden (dort finden wir m.E. auch Extreme für die Längen) den Hinweis auf die Grenzen der Gültigkeit der ART. Da wir Graviation als Monopol ansehen, gibt es im Grunde nur Senken im ansonsten flachen Raum (die black holes). Der flache Raum - die Ebenen oder die voids- sollten m.E. das Gegenstück zu den Senken bilden - was aber bei einem Monopol nicht plausibel ist. Im Universum gibts es aber auch reichlich DE, und die Blasen vergößern sich unablässig ´aus sich selbst heraus´ - ein bisher unglöstes Thema.

Besonderes Bezugssystem? Nein, das vermute ich nicht. Ich ´sehe´ in den Regionen zwischen den oben genannten Extremen unendlich viele gleichberechtigte Bezugssysteme, die zueinander invariant sind. Aber um dem Geschehen an den Grenzen näher zu kommen, würde ich gern aus dem Monopol ein Bipolares Modell machen und die Tatsache der DM und der DE scheinen mir diesen Gedanken zu stützen -> SME. Das diskutieren wir aber hier nicht weiter.

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ART Folgen relativistischer Zeitunterschiede 06 Nov 2019 10:55 #60395

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Hallo Ra-Raisch,

wobei die diversen Bewertungen natürlich einen entsprechenden Bewertungsmaßstab erfordern.

Danke, ja, da geht es extrem zu. Unvorstellbar extrem. Mir ging es um den Gedankenversuch und zunächst nur um den Vergleich der t und t´ in diesen unterschiedlich von Gravitationspotential beeinflussten Regionen.

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