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THEMA: 3-dimensionale Zeit?

3-dimensionale Zeit? 04 01. 2020 13:17 #63274

Hallo Mitmenschen,

ich habe da noch eine kleinere Frage zum Lichtuhrenexperiment der SRT (ja, ja, ich weiß - gähn, gähn). Gemeint ist hier die Betrachtung zweier Lichtuhren, in einem ruhenden Bezugssystem und in einem bewegten Bezugssystem (z.B. fliegt ein Raumschiff mit Uhr an der Erde vorbei, auf der sich eine identische Uhr befindet). Über das Postulat der Konstanten der Lichtgeschwindigkeit wird mittels Geometrie der Gammafaktor hergeleitet. Ziel ist hier u.a. die Umrechnung von Zeiten zwischen ruhenden und bewegten Systemen.
So weit so gut.

Meine Frage zielt nur auf die 1-Dimensionalität des Gedankenexperimentes ab. Das Raumschiff kann sich ja auch „wie schräg“ durch den Raum bewegen, wobei die Geschwindigkeitskomponenten in x_1, x_2 und x_3 ungleich sein können. Befänden sich auf dem Raumschiff 3 Lichtuhren zur Messung der Zeit in diesen 3-Raumrichtungen, würde analog zur eindimensionalen Betrachtung jede Raumrichtung einen unterschiedlichen Gammafaktor aufweisen. Das bedeutet wiederrum, dass die Zeit des bewegten Systems in alle 3 Raumrichtungen verschieden vergeht. Würde daraus nicht zwangsläufig die 3-Dimensionalität von Zeit ( t_1, t_2, t_3) abgeleitet werden müssen? Im Ruhenden System würde das nicht auffallen, da die Geschwindigkeit in allen Raumrichtungen gleich wäre.

Mit freundlichen Grüßen

Tee Fan


(Zu Risiken und Nebenwirkungen fragen Sie Ihren Mathematiker und Physiker.)

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3-dimensionale Zeit? 04 01. 2020 15:37 #63279

Für die Zeitdilatation kommt es nicht auf die Richtung der Bewegung an, für die Lorentzkontraktion hingegen schon. Bzw für die Lorentzkontraktion kommt es auch nicht auf die Richtung an, aber sie wirkt eben nur in der (relativen) Bewegungsrichtung.

Das beobachtende IS kann sein Koordinatensystem jederzeit so ausrichten also drehen und verschieben, dass die Bewegung also die Bahn genau durch den Nullpunkt geht.

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3-dimensionale Zeit? 04 01. 2020 17:15 #63284

ra-raisch schrieb: Das beobachtende IS kann sein Koordinatensystem jederzeit so ausrichten also drehen und verschieben, dass die Bewegung also die Bahn genau durch den Nullpunkt geht.


Damit geht allerdings die Anschaulichkeit bei der Herleitung verloren. Die beruht ja gerade darauf das sich die Lichtuhr (mit einigem Abstand) am Beobachter vorbei bewegt...

@Tee Fan
Ich weis was du meinst.
Der "Witz" bei der Herleitung mittels Lichtuhr und Pythagoras ist ja der das die Hypothenuse der Betrag des Vektors ist der durch die Komponenten aufgespannt wird. Das geht nicht nur mit 2D Koordinaten sondern auch mit 3D.
Zumindest sollte damit klar sein das es für die Herleitung unerheblich ist ob sich die Lichtuhr quer zum Beobachter bewegt oder auf ihn zu der weg fliegt.
Lediglich aus einer Bewegung nach Oben oder Unten, also in die selbe Richtung wie die Lichtuhr selber ausgerichtet ist geht diese Herleitung nicht.

ra-raisch hat schon recht, der Gammafaktor selbst ist nicht von der Richtung der Geschwindigkeit abhängig (das sagt eigentlich schon das v², das kein Vektor mehr sein kann). In der weiteren Anwendung spielt die Richtung dann durchaus eine Rolle z.B. bei der Längenkontraktion.

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Letzte Änderung: von Merilix. Begründung: Typo (Notfallmeldung) an den Administrator

3-dimensionale Zeit? 04 01. 2020 18:48 #63287

Merilix schrieb: Damit geht allerdings die Anschaulichkeit bei der Herleitung verloren. Die beruht ja gerade darauf das sich die Lichtuhr (mit einigem Abstand) am Beobachter vorbei bewegt...

Ja, teilweise schon. Aber wenn man es rechnen will, bekommt man auch das Ergebnis. Man muss allerdings einen vollen Zyklus berechnen.

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3-dimensionale Zeit? 04 01. 2020 22:12 #63294

ra-raisch schrieb: Das beobachtende IS kann sein Koordinatensystem jederzeit so ausrichten also drehen und verschieben, dass die Bewegung also die Bahn genau durch den Nullpunkt geht.


OK, bei einem bewegten Körper A im IS ist das noch nachvollziehbar. Bewegt sich im selben IS ein zweiter Körper B in eine andere Richtung als A stehe ich wieder vor dem selben Problem die Geschwindigkeiten vektoriell auftrennen zu müssen. Durch die vektorielle Auftrennung unter Verwendung des Pythagoras stehe ich dann wieder vor der 3-dimensionalen Beschreibung von Zeit. Oder bastel ich mir jetzt für jeden einzelnen bewegten Körper ein IS?

Vielen Dank erstmal für die zügigen Antworten

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3-dimensionale Zeit? 04 01. 2020 22:27 #63296

Das Problem habe ich noch nicht verstanden.
Du willst die Beziehung zwischen den beiden bewegten Körpern herstellen?
Dafür gibt es die relativistische Geschwindigkeitsaddition, dreidimensional.

Man darf nicht die Komponenten völlig unabhängig betrachten, weil sonst ja mehr als c herauskommen könnte.

Vielleicht ist es aber am einfachsten, wenn man das vollständige Linienelement benützt. Da kann man ja jedes beliebige IS hineinsetzen und zwei beliebige IS miteinander vergleichen. Dazu braucht man aber die jeweiligen Koordinaten zweier Ereignisses in beiden Systemen.
ds² = -c²dt² +dx²+dy²+dz²
Übrigens nennt man die Metrik in der SRT die Minkowski-Metrik η.

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3-dimensionale Zeit? 04 01. 2020 22:37 #63298

Merilix schrieb:
Zumindest sollte damit klar sein das es für die Herleitung unerheblich ist ob sich die Lichtuhr quer zum Beobachter bewegt oder auf ihn zu der weg fliegt.
Lediglich aus einer Bewegung nach Oben oder Unten, also in die selbe Richtung wie die Lichtuhr selber ausgerichtet ist geht diese Herleitung nicht.


Oh, ich habe mich da vielleicht nicht exakt genug ausgedrückt. Mein Körper bewegt sich im ruhenden 3-D-System mit 3 Lichtuhren. So eine Art bewegter Lichtuhren-Würfel, wobei die jeweils inneren parallelen Flächen 1x Lichtuhr bilden. Bei gleichförmiger Bewegungsrichtung im Inertialsystem könnten in Abhängigkeit seiner vektoriellen Komponenten (Würfel) die Eigenzeit der Uhren verschieden sein. Wo steckt da der Denkfehler?

Mit friedly Grüßen

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3-dimensionale Zeit? 04 01. 2020 22:40 #63299

Tee Fan schrieb: Bei gleichförmiger Bewegungsrichtung im Inertialsystem könnten in Abhängigkeit seiner vektoriellen Komponenten (Würfel) die Eigenzeit der Uhren verschieden sein.

Nein, es kommt immer die gleiche Zeit dabei raus. Es zählt immer die gesamte Relativgeschwindigkeit v¹ zum anderen IS. (der Exponent ¹ steht bei mir für den Vektorpfeil.)
v = ²(vx² +vy² +vz²)
Hier wird der Dreiervektor v¹ benötigt, nicht der Vierervektor uμ

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3-dimensionale Zeit? 05 01. 2020 03:44 #63315

Tee Fan schrieb: Oh, ich habe mich da vielleicht nicht exakt genug ausgedrückt. Mein Körper bewegt sich im ruhenden 3-D-System mit 3 Lichtuhren. So eine Art bewegter Lichtuhren-Würfel, wobei die jeweils inneren parallelen Flächen 1x Lichtuhr bilden.

Wieso nicht exakt genug? Ich habe dich sehr wohl verstanden. Du wolltest wissen ob je nach Richtungskomponente des Geschwindigkeitsvektors unterschiedliche Gammafaktoren herauskommen. Die Antwort lautet NEIN.

Das bekannte Gedankenexperiment zur Herleitung der Zeitdilatation hat zwar nur eine Lichtuhr aber die kannst du ja bewegen wie du willst. Ob du das Experiment gleichzeitig mit drei Uhren machst oder nacheinander mit derselben -- das Ergebnis ist das gleiche und das habe ich wie ich meine beantwortet.

Nochmal: im Gammafaktor steht v². Das ist kein Vektor mehr! vielmehr ist damit der Betrag der Relativgeschwindigkeit gemeint. Stellst du dir die rechtwinkligen Dreiecke auf die der Pythagoras angewendet wird bildlich (räumlich) vor macht eigentlich nur eine Richtung (wie oben erwähnt) leichte Probleme.

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3-dimensionale Zeit? 05 01. 2020 11:45 #63325

Ich denke, ich verstehe Tee Fans Gedankenfehler.

In den Diagrammen werden die Bewegungen immer mittels eines Treffpunktes als Ursprung gezeichnet. Wenn nun aber zwei Objekte keinen Treffpunkt haben sondern aneinander versetzt vorbeifahren?

Dann gilt genau das gleiche. Die Relativgeschwindigkeit ist nicht eine Vektorkomponente aus der unmittelbaren Verbindung sondern man zeichnet gedanklich eine orthogonale (Senkrechte) zur Bewegungsrichtung von einem der beiden, die die Weltlinie des anderen Beobachters ja auch im 3D-Raum schneiden muss. Die Linie liegt für ihn in einer Gleichzeitigkeitsebene. Man kann nun entweder die eine oder die andere Weltlinie entsprechend verschieben und gelangt wieder zur normalen ebenen Darstellung mit einem Schnittpunkt.

Es kommt nicht darauf an, ob sich die Weltlinien von zwei Objekten schneiden. Und die seitliche Koordinate in den Diagrammen ist ja immer der räumliche Abstand in Bewegungsrichtung. Das ist kein Seitenabstand.

Alles klar?
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3-dimensionale Zeit? 12 01. 2020 15:10 #63719

Soweit glaube ich die Botschaft verstanden zu haben. Eine vektorielle Aufteilung der gamma-Faktoren bezüglich Geschwindigkeitskomponenten ist falsch. Irrietierend bezüglich der 3-Dimensionalität von Zeit sind für mich nur folgende Aussagen des Metzler Physik, 2.Auflage, S.340, "... .Senkrecht zur Bewegungsrichtung gibt es also keine Zeitdilatation, und es gilt delta t= delta tR; für diesen Fall folgt in der Herleitung der Lorentz-Kontraktion l=lR.". Somit unterliegt doch Zeit, nach der SRT, den selben Gesetzmäßigkeiten wie der Raum, nur dass der Raum 3-dimensional beschrieben wird. Kann jede zeitliche Messung nicht im Endeffekt auch auf eine räumliche Änderung zurückgeführt werden?
Einwände? und
A) Stimmt die Aussage vom Metzler? und
B) Ist die Analogie des Vorfaktors von Raum und Zeit nicht ein Hinweis auf auf weitere identische Eigenschaften (3-D)?

Mit sonnigen Grüßen

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3-dimensionale Zeit? 12 01. 2020 18:00 #63722

Tee Fan schrieb: Irrietierend bezüglich der 3-Dimensionalität von Zeit sind für mich nur folgende Aussagen des Metzler Physik, 2.Auflage, S.340, "... .Senkrecht zur Bewegungsrichtung gibt es also keine Zeitdilatation, und es gilt delta t= delta tR; für diesen Fall folgt in der Herleitung der Lorentz-Kontraktion l=lR.".

Schwer zu sagen, was das bedeuten soll, die Zeitdilatation ist allein geschwindigkeitsabhängig und völlig unabhängig von der Richtung.

Ahja ich könnte mir denken, dass es da um die Uhrendesynchronisation geht. Die ist sogar richtungsabhängig. Dies gilt ebenso für den Dopplerfaktor. Beides nennt man aber nicht Zeitdilatation.

Handelt es sich um diesen Metzler, da betrifft Seite 340 aber Chaos und Fraktale
cds.cern.ch/record/1494640/files/3507107007_TOC.pdf

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3-dimensionale Zeit? 12 01. 2020 23:06 #63742

Tatsächlich geht es u.a. um die Uhrensychronisation. Metzler 2.Auflage; 3-507-05209-1

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3-dimensionale Zeit? 13 01. 2020 00:20 #63746

Ich kann keinen Blick ins Buch werfen, aber die Frage ist ja nun geklärt.

Die Desynchronisation der Uhren findet wie ich schon sagte nur radial und nicht tangential zum Beobachter statt, und zwar insoweit unabhänbgig von der Richtung der Bewegung. Dies ist der Grund für die Relativität der Gleichzeitigkeit

Das hat nichts mit der Zeitdilatation zu tun, die völlig unabhängig von der Bewegungsrichtung oder Ausbreitung der betrachteten Uhren des fremden IS stattfindet.

Davon muss man unterscheiden, wenn man nicht einzelne Uhren beobachtet sondern fremde Uhren an einem bestimmten Ort des eigenen IS beobachtet, hier kommen beide Effekte zusammen, was dann wie ein Zeitraffer wirkt. Obwohl jede einzelne Uhr verlangsamt beobachtet werden kann, läuft die Zeit auf den vielen wechselnden Uhren wie im Zeitraffer ab.

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3-dimensionale Zeit? 23 01. 2020 21:50 #64270

Hi Rainer,
habe mal kurz reingeschaut, aber keinen Text von Rajic gefunden. Er hat vor einiger Zeit gemeint, dass Max Tegmark vom MIT Gödel voll bestätigt hätte.

Hallo, Herr Rajic,
Ich habe inzwischen einige Interviews mit Tegmark gecheckt, aber offenbar hat er auch noch nichts vom Zeittheorem gehört.
Wie fast alle etablierten Physiker, bezieht er sich nur auf den UVS von 1930 ff. Da dieser Satz überall anerkannt ist, ist das allerdings nichts Neues. (Wie schon erwähnt, würde der gültige Beweis des Satzes für mich genügen, um auch den Zeitbeweis zu akzeptieren!)

Ich habe sein Buch; "Unser mathematisches Universum" bereits gelesen, bevor ich etwas von Gödels Physik wusste.
Tegmark meint ja, dass es zu jedem mathematischen Modell eine Entsprechung in der Realität gäbe.
(Das ist aber m. E. mengentheoretisch nicht haltbar!)

Hawking war offenbar der gleichen Ansicht, wie sein komplexwertiges Zeitmodell von 1989 zeigt, das allerdings schon 1948 durch Gödel widerlegt war. Da war H. aber erst 8 J. alt.

Daher kann ich Tegmark darin auch nicht zustimmen! Das ist auch ein weiterer Beleg dafür, dass ihm - im Gegensatz zu H. - das Zeitproblem unbekannt sein dürfte. Seine Multiversen sind zwar nach der Quantentheorie möglich, aber da bleibe ich auch skeptisch.

Was mir bei ihm aber gut gefällt, ist dass er sich sehr einfach und verständlich ausdrückt!


Für das folgende Gedankenexperiment wird Gödel nicht benötigt.

Angenommen: Alpha Centauri wäre in allen Daten mit der Sonne identisch und genau 4 LJ. entfernt und hätte einen Planeten mit den
Daten der Erde. Dann könnten die Aliens ihre Sekunde genauso festlegen wie wir.

1. Würde eine Nachricht von dort nach unserer Uhr:
a) genau nach 4 Jahren
b) etwas früher
c) etwas später eintreffen?

2. Was wäre , wenn die Nachricht vom "Laplace-Punkt" in genau 2 LJ. Entfernung abgeschickt würde?

Bis demnächst mal wieder, Rudy

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3-dimensionale Zeit? 23 01. 2020 22:53 #64275

Rudy schrieb: Angenommen: Alpha Centauri wäre in allen Daten mit der Sonne identisch und genau 4 LJ. entfernt und hätte einen Planeten mit den
Daten der Erde. Dann könnten die Aliens ihre Sekunde genauso festlegen wie wir.

1. Würde eine Nachricht von dort nach unserer Uhr:
a) genau nach 4 Jahren
b) etwas früher
c) etwas später eintreffen?

2. Was wäre , wenn die Nachricht vom "Laplace-Punkt" in genau 2 LJ. Entfernung abgeschickt würde?

Was für eine Frage? Die Antwort ist durch die Definition der Einheit "LJ." festgelegt

assume good faith

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3-dimensionale Zeit? 24 01. 2020 11:12 #64293

Rudy schrieb: Angenommen: Alpha Centauri wäre in allen Daten mit der Sonne identisch und genau 4 LJ. entfernt und hätte einen Planeten mit den
Daten der Erde. Dann könnten die Aliens ihre Sekunde genauso festlegen wie wir.

Du scheinst immer noch ganz komische Vorstellungen von der Zeit nach SRT und ART zu haben.

Rudy schrieb: Dann könnten die Aliens ihre Sekunde genauso festlegen wie wir.

Du meinst in Schwingungen der Hyperfeinfrequenz des Caesium? Das kann sogar jemand, der knapp vor dem rs eines SL sitzt, das sich knapp mit v≈c von uns weg bewegt...

Nein, Du meinst wohl eher, dass konstruktionsgleiche Uhren dort und hier im Takt ticken. Das ist dann kein Wunder, wenn wir uns im (nahezu) selben IS sowie Potential befinden, sonst wird das nämlich nicht klappen.

Selbst wenn dem nicht so ist, hat dies allerdings keinerlei Einfluss auf die Informationsübertragung zwischen zwei Ereignissen.

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3-dimensionale Zeit? 24 01. 2020 13:08 #64306

Ja, also ich finde es schön... Kein plan wieso aber schön ist es. Die Beschreibung mehrdimensionaler Zeit als Funktion zwischen Zwei Korrelierenden, stationären Prozessen ist mir schon untergekommen, da geht was.

Ja ich kann alles, sogar definieren was ich nicht kann.

Man muss noch Chaos in sich haben, um einen tanzenden Stern gebären zu können.
**Der Friedrich**

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Ja ich kann alles, sogar definieren was ich nicht kann.

Man muss noch Chaos in sich haben, um einen tanzenden Stern gebären zu können.
**Der Friedrich**

3-dimensionale Zeit? 28 01. 2020 23:40 #64575

Danke für Eure Mühen.

Ich hätte bis vor Kurzem auch Antwort a) gewählt.

Aber angenommen, ihr empfangt eine Botschaft von Unbekannt mit dem Inhalt, dass
ein komplettes Info erst in genau 1 Jahr erfolgt - doch trifft dieses neue Info bereits
2 Tage früher hier ein.

Wie würdet Ihr das dann mit Hilfe der SRT oder sonstwie erklären können?
Die Antwort: "Gibt es nicht" ist nicht akzeptabel.

Ich kenne die Zeitdilatation in der SRT ganz gut.
Sie gilt aber streng genommen nur im masse-leeren Raum - also zunächst im Laplace-Punkt.
Das Signal muss aber dann durch die Erdgravitation, wobei zudem die Atmosphäre c beeinflusst.

Und was die objektive Zeit in der ART angeht, so existiert sie ja gar nicht.

Um das Thema Quantenphysik abzurunden, solltet Ihr auch mal
die Nobelpreisträger Max BORN und Wolfgang PAULI gugeln.
und was die Quantenzahlen s-p-d mit dem Periodensystem zu tun haben.
BORNs revolutionäre Theorie von 1954 ist heute die Grundlage für alle Vorhersagen der Quantenphysik
und deren praktische Konsequenzen.
Über Pauli - "das Gewissen der Physik" - gibt es viele Anekdoten.

Man erzählt sich, dass in einer Physikstunde der Professor an der Tafel einen Fehler machte, diesen
jedoch auch nach langem Suchen nicht fand. Zur großen Erheiterung der Klasse habe er dann verzweifelt gerufen:
„Pauli, sagen Sie schon, wo der Fehler liegt, Sie wissen es doch längst.“
Eine andere Anekdote berichtet davon, dass der immer optimistische Werner Heisenberg seine von ihm aufgestellte
"Einheitliche Feldtheorie" – über die er mit Pauli diskutiert hatte, der sich aber zunehmend davon distanzierte –
im Radio als „Heisenberg-Pauli-Theorie“ vorstellte und sagte: sie stünde kurz vor der Vollendung, es fehlten „nur ein paar Details“.

Pauli schickte darauf an George Gamow eine Postkarte, auf der nur ein Quadrat gezeichnet war mit der Bemerkung
„Ich kann malen wie Tizian.“ Darunter stand in kleiner Schrift: „Es fehlen nur die Details.“

Bis demnächst, Rudy

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3-dimensionale Zeit? 29 01. 2020 00:50 #64579

Rudy schrieb: Wie würdet Ihr das dann mit Hilfe der SRT oder sonstwie erklären können?
Die Antwort: "Gibt es nicht" ist nicht akzeptabel.

Doch, es gibt keine Zeitreisen, solange die Raumzeit nicht durch ein SL begehbar ist oder entsprechend starke großräumige Verwerfungen aufweist.

Rudy schrieb: Ich kenne die Zeitdilatation in der SRT ganz gut.
Sie gilt aber streng genommen nur im masse-leeren Raum - also zunächst im Laplace-Punkt.

Der Lagrangepunkt hat nichts mit der Leere des Raums dort zu tun.
Es ist dort auch kein gravitationsfreier Raum.
Dort herrscht lediglich Schwerelosigkeit wie zB im Zentrum der Erde auch.

Die Zeitdilatation der SRT gilt aber auch im Gravitationsfeld. Dort gilt lediglich zusätzlich die Lapse der ART.

Rudy schrieb: Das Signal muss aber dann durch die Erdgravitation, wobei zudem die Atmosphäre c beeinflusst.

Das ist beides richtig, wenngleich beides wenig Auswirkung hat....die Höchstwerte nahe der Erdoberfläche:
nair = 1,000272
σter² = (1-rster/rter) = 0.9999999986

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3-dimensionale Zeit? 29 01. 2020 05:33 #64589

Hallo nochmal,

Ich will gar nicht wissen, wer diesen Sci-Fi-Unsinn mit der "3-d-Zeit" aufgebracht hat.

Nicht mal Einstein hat sowas auch nur erwähnt. - denn alles was real ist, muss messbar sein.

Auf diese Messvorschrift bin ich aber sehr gespannt.

Ciao Rudy

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3-dimensionale Zeit? 29 01. 2020 07:51 #64590

@Rudy

Ich bleibe bei Antwort a)

Du hast die Entfernung als genau 4LJ definiert, du hast keine Relativbewegung erwähnt. Ego ruhen Quelle und Ziel im selben Inertialsystem und die Übertragung über genau 4LJ Entfernung muss genau 4J Zeit benötigen.

Jetzt bringst du die Gravitation mit ihrem Einfluss auf die Raumzeit ins Spiel. Damit stellt sich die Frage was genau mit 4LJ Entfernung gemeint ist.
Es ist durchaus vernünftig diese als die Länge der Geodäten zwischen Quelle und Ziel anzunehmen. Damit hat sich nichts geändert. für 4 LJ benötigt das Signal noch immer 4 Jahre.

Genau genommen war jedoch deine Entfernungsangabe unvollständig. Es fehlte die Definition des Koordinatensystems auf das sich die Entfernungsangabe bezieht. ;)

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3-dimensionale Zeit? 31 01. 2020 07:40 #64686

@Rudy

Ob sich ALPHA C. relativ zu uns weg bewegt, wisst Ihr sicher besser als ich; ich nehme es mal an.

So langsam müsstet Ihr aber mal schnallen, dass die SRT ein Mathematisches Modell ist, das real nicht vorkommt.
Aber so wie man das Einmaleins lernen sollte, bevor man DGLen löst, ist es sicher nützlich, sich mal damit zu befassen, ebenso wie das überholte BOHR´sche Atommodell für Anfänger immer noch ein guter Einstieg ist.

Spätestens 1916 war es überholt - Aber das Raumzeitmodell hat der Mathematiker MINKOWSKI für EINSTEIN entworfen, weil der ja bekanntlich "nur 4 in Mathe" war und noch nach der SRT meinte, Mathe sei auch nicht besonders wichtig.

MINKOWSKI dagegen verstand wohl zu wenig von EINSTEIN´s Physik und E. war sich sehr wohl klar darüber, dass sein Modell unvollständig war. GÖDEL konnte alles: Mathe, Physik, Logik und Philosophie.

Die Gravitation mit ihrem Einfluss auf die "Raumzeit" bringe nicht ICH ins Spiel. Wie willst Du sie denn experimentell ausschließen?
Geodäten muss man nur bei Raumkrümmung benutzen; dann ist die SRT eh´ ungültig.
Das Koordinatensystems war implizit das der Erde.
Nach Gödel haben Speed v & c die Dimension 1 und [Zeit] = Meter. (Zeit = Länge)
Ein LJ ist dann 3600 x 24 x 365 m x 3*10^8 = 9,4.608 * 10^15 m lang.?
Das ist aber nicht neu, denn ein LJ war immer schon eine Entfernungsangabe.
----
Übrigens bezweifelt - ohne Berufung auf GÖDEL -auch ein bekannter CERN Physiker, dass sich das Alter des Universums
berechnen lässt und es gibt eine weitere Parallele zu CERN, LHC & Co,
da Yourgrau Gödel als "geistigen Teilchenzertrümmerer" bezeichnet.
Das ist durchaus positiv gemeint, denn man braucht enorme Energien,um bestimmte Phänomene sichtbar zu machen.
Daher musste auch Gödel mit der extremsten Lösung der ART operieren, um deutlich zu machen, dass objektiv die Zeit nicht existiert.
---
FRAGE: Ist die Sache mit den ganzzahligen Frequenzen der E-Quanten jetzt endgültig geklärt?

Ciao Rudy

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3-dimensionale Zeit? 31 01. 2020 12:16 #64691

Rudy schrieb: weil der ja bekanntlich "nur 4 in Mathe" war und noch nach der SRT meinte, Mathe sei auch nicht besonders wichtig.

Da verwechselst Du einiges. Einstein hatte eine "6" in Mathe (sowohl Algebra als auch Geometrie) ebenso wie in Physik, weil das in der Schweiz die beste Note war.
www.einstein-website.de/z_kids/zeugniskids.html
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3-dimensionale Zeit? 31 01. 2020 17:53 #64708

Rudy schrieb: Hallo nochmal,

Ich will gar nicht wissen, wer diesen Sci-Fi-Unsinn mit der "3-d-Zeit" aufgebracht hat.

Nicht mal Einstein hat sowas auch nur erwähnt. - denn alles was real ist, muss messbar sein.

Auf diese Messvorschrift bin ich aber sehr gespannt.

Ciao Rudy


Hallo Rudy,
ich habe noch keine klare Position, was Zeit ist, für mich gefunden, woraus die Überlegungen resultieren. Gibt es Zeit, was ist sie und gibt es sie überhaupt ungelöst von Objekten. Werde mal versuchen einen Gedankengang zu skizzieren.
Zeit wird durch die Prozessgeschwindigkeit einer Uhr beschrieben. Falls diese Prozessgeschwindigkeiten eine Richtungsunabhängigkeit aufweisen würden (z.B. Drehung der Uhr), könnte man von einer Mehrdimensionalität von Zeit sprechen. Scheint aber nicht der Fall zu sein und ist damit hinfällig.

Die Frage ist doch eher wie real Zeit ist und ob Sie erst als Beobachter durch ihre Wirkung so definierst. Durch die Verwendung von Zeit und Energie zur Beschreibung der Wirkung geht die Information über ihre Richtung nur leider verloren. Das Problem ließe sich vielleicht durch die Verwendung von Impuls und Raum vermeiden....

Mit freundlichen Grüßen

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