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THEMA: Umfrage: Wer ist von den Urknaltheorie überzeugt?

Umfrage: Wer ist von den Urknaltheorie überzeugt? 18 Aug 2016 08:39 #7694

Hallo,
ich mach es einfach mal wie Tobias und starte eine Umfrage.
Wer glaubt, dass es den Urknall gegeben hat, wer hat Zweifel und warum?
Freu mich auf eure Meinungen.

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Umfrage: Wer ist von den Urknaltheorie überzeugt? 18 Aug 2016 09:42 #7695

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Haha, eine Umfrage
Ok - ich halte die Urknalltheorie, die Inflation (und den ganzen Rest :) ) für alternativlos! Ich glaube an ein Multiversum, die Inflation ist ein pernanenter Prozess.
Schönen Gruß

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Umfrage: Wer ist von den Urknaltheorie überzeugt? 18 Aug 2016 10:47 #7696

  • Chris
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ja
:D

Ja ich kann alles, sogar definieren was ich nicht kann.

Man muss noch Chaos in sich haben, um einen tanzenden Stern gebären zu können.
**Der Friedrich**

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Umfrage: Wer ist von den Urknaltheorie überzeugt? 18 Aug 2016 11:27 #7697

:) Ich merke das könnte richtig geil werden, Danke mame.
Chris heisst das du stimmst mame zu?
Ich freu mich schon auf die anderen...



(Holy crap, sry für die Überschrift, ich hätte mir mehr Zeit nehmen sollen)

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Umfrage: Wer ist von den Urknaltheorie überzeugt? 18 Aug 2016 13:15 #7701

  • Cyborg
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Nun, einer der den Urknall für blanken Unsinn erachtet, ist der Autor Alexander Unzicker.

In seinem Wiki-Eintrag lautet es:

In "Vom Urknall zum Durchknall" (ein Buch von ihm, Anmerkung Cyborg) kritisiert er die Stringtheorie, der es an experimenteller Überprüfbarkeit fehle. Das Buch wurde 2010 von der populärwissenschaftlichen Zeitschrift Bild der Wissenschaft als Wissenschaftsbuch des Jahres in der Rubrik Zündstoff ausgezeichnet.

In seinem Buch "Auf dem Holzweg durchs Universum" wendet er sich vor allem gegen die Standardmodelle der Physik mit dem Argument, sie seien aufgrund ihrer Komplizierung nicht mehr glaubwürdig. Insbesondere fehle es modernen Großexperimenten an Transparenz.


Davon könnt ihr nun halten, was ihr wollt. Die Frage ist jedoch schon interessant, ob hochkomplexe mathematische Modelle auch immer die Wirklichkeiten abzubilden in der Lage sind. Selbst wenn die Konsistenz und Widerspruchsfreiheit mathematischer Systeme gegeben ist, ist noch lange nicht sicher, ob Natur da auch mitmacht.
Konkret: Auch wenn Rotverschiebung, Materieverteilung und Hintergrundstrahlung im Sinne des Urknallmodells intepretierbar sind, heißt das noch lange nicht, dass es ihn wirklich gegeben haben muss. Solange wir für 0 bis 10-43 Sek. nach dem sog. Urknall keine Physik haben, hat es aus einer rein positivistischen Sicht heraus den Urknall nicht gegeben, um mal etwas provokant zu formulieren.

Das größte Glück und den tiefsten Sinn erfahren wir, wenn unser Sehnen, Suchen und Finden in einem einzigen Augenblick zeitgleich präsent sind. Der nächste Augenblick ist dann nur noch schnödes Haben. (Cyborg, am Innufer, 14. April 2018)

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Das größte Glück und den tiefsten Sinn erfahren wir, wenn unser Sehnen, Suchen und Finden in einem einzigen Augenblick zeitgleich präsent sind. Der nächste Augenblick ist dann nur noch schnödes Haben. (Cyborg, am Innufer, 14. April 2018)

Umfrage: Wer ist von den Urknaltheorie überzeugt? 18 Aug 2016 16:39 #7703

Ich bin nicht überzeugt, dass es so etwas wie einen Urknall im Sinne eines Anfangs gegeben haben kann.

Begründung:

Jeder Anfang, verstanden als Erste Wirkung, benötigt eine unverzichtbare vorherige Wirkungslosigkeit, weil es sonst kein Anfang gewesen sein kann. Das ist die Bedingung jeder Anfangs-Theorie. Diese unverzichtbare Wirkungslosigkeit beinhaltet jedoch per Definition keinen Impuls, der zu irgendetwas führen könnte. Alle Anfangs-Theorien scheitern an dieser unverzichtbaren Vorbedingung.

Deswegen gibt es keinen Anfang, was bedeutet, dass es das Universum schon immer gegeben hat, wenn auch in Ausprägungsformen, die wir bislang noch gar nicht bemerkt haben und möglicherweise auch niemals bemerken werden, weil wir stets nur das erfahren können, was unsere geistigen Fähigkeiten hergeben.

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Umfrage: Wer ist von den Urknaltheorie überzeugt? 18 Aug 2016 21:50 #7723

  • Lulu
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Hallo univolog,

meine Meinung zum Urknall: "Auch eine Möglichkeit!"
Aber glauben, nein glauben tue ich nicht.
Naturwissenschaft gibt es gerade mal seit rund 400 Jahren.
Ganz Fundamentales über Raum, Zeit und Materie haben wir offenbar noch nicht verstanden.
Das zeigt die Unvereinbarkeit von Allgemeiner Relativitätstheorie und Quantenmechanik, da wo beide gleichzeitig gelten müssten.
Und das wäre beim Urknall der Fall.
Wenn es ihn denn gegeben hat.

Gruß,
Lulu

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Umfrage: Wer ist von den Urknaltheorie überzeugt? 18 Aug 2016 23:19 #7725

Ja.

Die Frage ist nur was man unter Urknall versteht.

Möglichkeit 1: es ist der Anfang aller Existenz und lässt sich durch Physik oder Mathematik vollständig und abschließend beschreiben.

Möglichkeit 2: es tun sich stets neue physikalische bzw. mathematische Beziehungen auf, sodass eine abschließende Beschreibung unendlich lang wäre da immer neue "Ursachen" hinzukommen.

Beides ist für mich unerheblich. Denn ich Frage mich, warum es überhaupt etwas gibt. Der natürliche Zustand hätte ja auch das unendliche nichts sein können.
Die Beantwortung dieser Frage ist keine Kategorie wie das Universum funktioniert. "Warum gibt es überhaupt etwas" kann Physik gar nicht beantworten, weil die Lösung dieser Frage die Voraussetzung dafür ist, dass es Physik gibt.
Die Frage nach dem warum ist ein menschliches nicht aber ein physikalisches Konzept. Das Universum braucht keinen Grund zur Exzistenz.

Ich denke das Sein und das Nichts sind zwei Seiten einer Medallie. Beide Bedingen sich gegenseitig. Sein und Nichtsein beobachten sich gegenseitig und lösen damit ihre Existenz aus. Wie in der Quantenmechanik: Ohne Beobachter keine
Katze.
Dieses Axiom wäre sicher keine physikalische Antwort sondern eine philosophische. Ich finde es ganz reizvoll, dass unsere Existenz zwar von Physik bestimmt ist aber auf einem philosphischen Konzept beruht, der in irgendeiner Form dann doch einen gewissen Bezug zur Physik hat.

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Umfrage: Wer ist von den Urknaltheorie überzeugt? 18 Aug 2016 23:51 #7727

Nils schrieb: "Warum gibt es überhaupt etwas" kann Physik gar nicht beantworten, weil die Lösung dieser Frage die Voraussetzung dafür ist, dass es Physik gibt.


Ich bin ebenfalls überzeugt, dass Physiker diese Frage deswegen nicht beantworten werden können, weil Physik keine Wissenschaft der Ganzheit ist, sondern eben nur eine solche, die sich selbst auf das rein Physikalische reduziert hat.

Wenn z.B. ich die Frage beantworten sollte "Warum gibt es überhaupt etwas?", dann sage ich:

Das Universum, seine Inhalte wie Lebewesen, Dinge, Wirkungen und Kräfte, gibt es nur deswegen, weil damit ein fundamental zugrunde liegendes Kommunikationsvermögen zum Ausdruck gebracht wird. Alles im Universum agiert und reagiert in einer bestimmten Art und Weise miteinander und zeigt damit unmissverständlich ein kommunikatives Verhalten.

Ist es nicht so?

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Umfrage: Wer ist von den Urknaltheorie überzeugt? 19 Aug 2016 18:47 #7739

Interessante Frage, die habe ich mir auch schon gestellt.

Als ich mich näher mit dem Hubble-Raum und unserem Beobachtungshorizont beschäftigt habe, habe ich mich auch gefragt:
Warum sollte es da einen "Knall" gegeben haben?

Die Hintergrundstrahlung zum Beispiel könnte ein Resultat allen Lichts sein, das "genau" am Rande unseres Beobachtungshorizonts entstanden ist (bzw sich bei der Entstehung dort befunden hat).

Ich halt es auch für möglich, dass wir uns in einem unendlichen Universum befinden, das nie einen Anfang hatte und einfach "immer" expandiert. Allerdings konnte ich mich mit der Thematik noch nicht lange genug beschäftigen, um meine eigenen Zweifel auszuräumen.
Eine Überlegung hatte ich auch, dass das Universum in Zyklen existiert und zum Ende eines jeden Zyklus ein Big Rip alles zerreißt, woraus im nächsten Moment ein "big bang" einer nächsten Größen"klasse" wird.

Aber wie gesagt, da bin ich selber noch am Anfang meiner Überlegungen, daher möchte ich das auch nur als "Denkansatz" geben.
Auf der anderen Seite ist der Urknall natürlich eine Erklärung, die schon einmal steht und in die sich alles gut einfügt. Aber ehrlichgesagt finde ich es schwer mir vorzustellen, warum es einen Anfang geben muss, weil man sich dann auch die Frage stellen muss, was davor war. Rein intuitiv gehe ich eher von einer Unendlichkeit aus, die ich mir zumindest etwas besser vorstellen kann als einen Zeitpunkt vor dem Urknall ;)

Und gerade auf der Facebookseite von Urknall, Weltall, Leben verlinkt:
www.spektrum.de/news/quantentrick-schaff...ularitaet-ab/1332377

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Umfrage: Wer ist von den Urknaltheorie überzeugt? 20 Aug 2016 02:32 #7746

Das das von uns beobachtbare Universum einen dichten und heißen Anfang hatte hatte ich für gesichert. Einen solchen Anfang kann man Urknall nennen.

Wie genau dieser Anfang aussah oder ob es ein "davor" oder ein "außerhalb" gab/gibt, darüber kann man streiten und mir scheint die Wissenschaft ist sich auch noch nicht völlig einig.
Ich bin da relativ offen tendiere aber dazu anzunehmen das es bereits vor dem was wir Urknall nennen ein Quantenvakuum gab in dem es auch zeitartige Ereignisse (Fluktuationen mit einer gewissen Lebensdauer) gab die sich aber NICHT in einen globalen Zeitpfeil einordnen lassen. -- In diesem Sinne kann man sagen: Es gab keine Zeit.

assume good faith

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Umfrage: Wer ist von den Urknaltheorie überzeugt? 20 Aug 2016 12:52 #7750

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Merilix schrieb:

Ich bin da relativ offen tendiere aber dazu anzunehmen das es bereits vor dem was wir Urknall nennen ein Quantenvakuum gab in dem es auch zeitartige Ereignisse (Fluktuationen mit einer gewissen Lebensdauer) gab die sich aber NICHT in einen globalen Zeitpfeil einordnen lassen. -- In diesem Sinne kann man sagen: Es gab keine Zeit.

Nun, zu sagen, es gab keine Zeit, trifft es nicht ganz, obwohl ich dir zu 95% zustimmen würde:
Fluktuationen finden auch in der Planckwelt auf einer Zeitskala statt. Das entscheidende jedoch ist, dass solche Quantenfluktuationen die Entropie nicht erhöhen, d.h. reversible Prozesse darstellen. Erst mit der Erhöhung der Entropie beginnt die Zeit in einem aus dem fluktierenden Quantenvakuum "hervorgehenden" Universum zu "laufen".

Interessant dazu ist der Ansatz des alten renommierten Kosmologen Roger Penrose: Conformal Cyclic Cosmology (CCC)
Wen es interessiert, ein Artikel dazu (Die ewige Wiederkehr der Zeit)::
www.bild-der-wissenschaft.de/bdw/bdwlive...p?object_id=32463139

Meikel3000 schrieb:

Das Universum, seine Inhalte wie Lebewesen, Dinge, Wirkungen und Kräfte, gibt es nur deswegen, weil damit ein fundamental zugrunde liegendes Kommunikationsvermögen zum Ausdruck gebracht wird. Alles im Universum agiert und reagiert in einer bestimmten Art und Weise miteinander und zeigt damit unmissverständlich ein kommunikatives Verhalten

Diese Aussage erinnert mich an die Ansätze und Arbeiten von Jeremy England, vielleicht ein neuer Darwin ;) , wer weiß:
motherboard.vice.com/de/read/der-neue-da...rhaupt-lebendig-wird

Das größte Glück und den tiefsten Sinn erfahren wir, wenn unser Sehnen, Suchen und Finden in einem einzigen Augenblick zeitgleich präsent sind. Der nächste Augenblick ist dann nur noch schnödes Haben. (Cyborg, am Innufer, 14. April 2018)

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Umfrage: Wer ist von den Urknaltheorie überzeugt? 20 Aug 2016 14:48 #7752

Merilix schrieb: Wie genau dieser Anfang aussah oder ob es ein "davor" oder ein "außerhalb" gab/gibt, darüber kann man streiten


Wenn du mir ein Ereignis nennst und es als Anfang bezeichnest, und es stellt sich heraus, dass dieses Ereignis eine Folge, eine Wirkung von einem vorherigen Ereignis war, dann hast du dich mit der Bezeichnung ”Anfang“ geirrt. Ich beobachte immer wieder, es streiten nur solche Leute darüber, die ignorieren, dass es vor jedem postulierten Anfang eine unverzichtbare Wirkungslosigkeit geben muss, weil es sonst "der Anfang" nicht gewesen sein kann. Erst diese Wirkungslosigkeit stellt sicher, dass es kein "davor" gibt, denn nur sie beinhaltet keinen Impuls, der zu irgendetwas führen könnte. Daher gibt es keinen Anfang im Sinne einer Ersten Wirkung. Der Zusammenhang zwischen "Anfang" und zwingend vorheriger Wirkungslosigkeit ist für mich unstrittig.

Cyborg schrieb:
Meikel3000 schrieb:

Das Universum, seine Inhalte wie Lebewesen, Dinge, Wirkungen und Kräfte, gibt es nur deswegen, weil damit ein fundamental zugrunde liegendes Kommunikationsvermögen zum Ausdruck gebracht wird. Alles im Universum agiert und reagiert in einer bestimmten Art und Weise miteinander und zeigt damit unmissverständlich ein kommunikatives Verhalten


Diese Aussage erinnert mich an die Ansätze und Arbeiten von Jeremy England, vielleicht ein neuer Darwin ;) , wer weiß:


Jeremy England spricht von ”Selbstorganisation“. Das ist jedoch nur eine andere, elegantere Bezeichnung für ”Zufall“. Und ich bin kein Anhänger von Zufalls-Theorien. Zufall ist ein anderer Begriff für Erklärungsmangel. Wenn Menschen (gerne auch Wissenschaftler) etwas noch nicht verstanden haben, dann ziehen sie flugs den Zufall als Erklärungsprinzip heran und schon ist für sie die Welt wieder in Ordnung.

Ich halte das von mir erwähnte und überall beobachtbare, fundamental zugrunde liegende Kommunikationsvermögen für die Basis von allem.

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Umfrage: Wer ist von den Urknaltheorie überzeugt? 20 Aug 2016 20:27 #7758

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Meikel schrieb:

Jeremy England spricht von ”Selbstorganisation“. Das ist jedoch nur eine andere, elegantere Bezeichnung für ”Zufall“. Und ich bin kein Anhänger von Zufalls-Theorien. Zufall ist ein anderer Begriff für Erklärungsmangel. Wenn Menschen (gerne auch Wissenschaftler) etwas noch nicht verstanden haben, dann ziehen sie flugs den Zufall als Erklärungsprinzip heran und schon ist für sie die Welt wieder in Ordnung.

Selbstorganisation hat für meine Begriffe nichts mit Zufall zu tun. Zu sagen, dass Zufall ein anderer Begriff für Erklärungsmangel ist, ist mir zu billig, ja falsch. Natürlich gibt es in der Welt auch Zufall. Wenn ich dich auffordere zu würfeln, dann wird keine Macht der Welt in der Lage sein, mit Bestimmheit zu sagen, welche Zahl exakt kommen wird, bevor du den Würfel aus der Hand gegeben hast, wahrscheinlich nicht mal, wenn er schon unterwegs ist und tanzt.
Und alle renommierten Interpretationen der Quantenphysik (Kopenhagener Deutung, Viele-Welten-Theorie) gehen vom Zufall aus. Ob Würfel oder Quantenphysik (oder Partnerwahl :lol: ), du kommst am Zufall nie ganz vorbei. Nach heutigem naturwissenschaftlichen Weltbild scheint die Welt nicht determiniert zu sein.

Ich halte das von mir erwähnte und überall beobachtbare, fundamental zugrunde liegende Kommunikationsvermögen für die Basis von allem.

Da bin ich wieder eher bei dir. Auch ich halte - ohne es wissenschaftlich begründen zu können, also rein intuitiv - Kommunikation und Information für elementarer als Energie, Materie, Raum und Zeit.

Das größte Glück und den tiefsten Sinn erfahren wir, wenn unser Sehnen, Suchen und Finden in einem einzigen Augenblick zeitgleich präsent sind. Der nächste Augenblick ist dann nur noch schnödes Haben. (Cyborg, am Innufer, 14. April 2018)

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Umfrage: Wer ist von den Urknaltheorie überzeugt? 20 Aug 2016 21:40 #7762

Cyborg schrieb: Selbstorganisation hat für meine Begriffe nichts mit Zufall zu tun.


Für mich hat der Begriff ”Organisation“ nur etwas mit der Umsetzung von Intelligenz und Aufmerksamkeit zu tun. Anders gesagt: Das Organisatorische bezieht sich auf die Hilfsmittel, mit denen etwas kommunikativ zum Ausdruck gebracht werden soll. Das bedeutet: Wenn es stimmt, das jeder Organisationsvorgang die Folge einer Intelligenzleistung aufgrund der entsprechend angewendeten Aufmerksamkeit ist, dann kann es keine Selbstorganisation geben, die auf das Bezugsverhältnis ”Intelligenz-Organisationszweck“ verzichtet. Dann ist es wieder nur unser Unvermögen, die Intelligenzleistung zu erkennen. Dann sagen wir "Das war ein Zufall."

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Umfrage: Wer ist von den Urknaltheorie überzeugt? 21 Aug 2016 10:31 #7775

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Meikel3000,
zu deinen Ausführungen über Zufall und Selbstorganisation:
Gehen deine Überlegungen in Richtung eines Panpsychismus? Ich frage rein interessehalber. Da wir jetzt doch etwas vom eigentlichen Thema abkommen, blende ich es aus. Interessiert vll. nicht jeden und du musst auch nicht unbedingt darauf eingehen.

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Umfrage: Wer ist von den Urknaltheorie überzeugt? 21 Aug 2016 19:02 #7795

@Cyborg

Danke für deine Anmerkungen.

Ich bin weder ein Anhänger der Evolutionstheorie noch der Schöpfungstheorie. Beide Überzeugungsmodelle sind gleichrangig. Was für gläubige Menschen die heiligen Sakrilege sind, sind für die Archäologen die ausgebuddelten Knochen. Ein jeweils riesiges Aufgebot an Infrastruktur war nötig, um beide Illusionen aus guten Gründen zu erschaffen.

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Umfrage: Wer ist von den Urknaltheorie überzeugt? 21 Aug 2016 21:39 #7798

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Meikel3000 schrieb:

Was für gläubige Menschen die heiligen Sakrilege sind, sind für die Archäologen die ausgebuddelten Knochen. Ein jeweils riesiges Aufgebot an Infrastruktur war nötig, um beide Illusionen aus guten Gründen zu erschaffen.


Na, jetzt wird es aber spannend. Was wären denn die guten Gründe, um solche Illusionen zu erschaffen und wer bitte macht das? Du sprichst in Rätseln.

Meine weiteren Anmerkungen weichen vom Thread ab, deshalb wieder Off-Topic:
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Umfrage: Wer ist von den Urknaltheorie überzeugt? 21 Aug 2016 22:32 #7799

@Cyborg

Ja, erst mal Dankeschön für dein Interesse. Ich will gerne kurz darauf antworten, weil du mich gefragt hast. Aber du wirst hoffentlich akzeptieren, dass ich das hier nicht näher erläutern werde, weil das nicht fair gegenüber dem Threadersteller wäre. Ich kann daher nur so viel dazu sagen, dass mein Konzept kein Konzept ist, also nichts, was jemand oder ich mir ausgedacht haben könnte. Und trotzdem gilt es für jeden. Vielleicht starte ich hier irgendwann einen eigenen Thread dazu, aber das habe ich noch nicht entschieden.

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Umfrage: Wer ist von den Urknaltheorie überzeugt? 21 Aug 2016 23:21 #7801

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Tja, Meikel, das erinnert an deine Aussagen im "UFO"-Thread, soweit ich den verfolgt habe. Dort hast du auch erst so getan, als wüsstest du weiß Gott was über persönliche Erfahrungen zu berichten...und dann war Ebbe. Immer wenn man bei dir etwas tiefer nachfragt, dann willst du oder wohl eher kannst du nicht konkret werden, so scheint es. Eine Off-Topic Stellungnahme ist ja auch möglich, wenn vom Thread abgewichen wird.
Aber gut, ist deine Sache. Ich werde wohl jetzt kaum noch stark auf deine ohnehin oft sehr nebulösen Theorien und Ansichten (z.B. zu Bewusstsein etc) eingehen.

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Umfrage: Wer ist von den Urknaltheorie überzeugt? 21 Aug 2016 23:57 #7802

@Cyborg

Um es mit den Worten von Yoda zu sagen:

”Patience you must have, my young padawan“

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Umfrage: Wer ist von den Urknaltheorie überzeugt? 23 Aug 2016 10:25 #7833

Hallo,

ich freue mich über eure ehrlichen Antworten und bin begeistert wieviele verschiedene Ansichten es geben kann. Anschienend ist keiner wirklich vom Urknall überzeugt.
Was mich wundert ist die Zeit kurz nach dem grossen "Knall". Habe ich es richtig verstanden, dass kurz nach dem Urknall, also10−30 s sich die ersten Quarks bildeten und das Universum ungefähr 15 cm gross gewesen sein soll? Also bis dahin bestand das Universum aus reiner Energie aber ab 10-30 s bildeten sich Quarks und soweit ich weiss sind Quarks doch schon Materie? Woran es bei mir jetzt hackt ist die Aussage, dass zu diesem Zeitpunkt sogar 1 Mrd. mal mehr Materie und 1 Mrd. mal mehr Antimaterie entstanden sein soll, die sich annihiliert haben aber erst einmal in diesen 15 cm, in Form von Materie (Quarks) vorhanden gewesen sein soll.
Wikipedia sagt:" Nach 10−6 s lag eine Temperatur von 1013 K vor. Quarks konnten nicht mehr als freie Teilchen existieren, sondern vereinigten sich zu Hadronen, den Bausteinen der Atomkerne. Nach 10−4 s war die Temperatur auf 1012 K gesunken, so dass keine Proton-Antiproton- oder Neutron-Antineutron-Paare mehr gebildet wurden. Die meisten Protonen und Neutronen wurden bei Stößen mit ihren Antiteilchen vernichtet – bis auf einen kleinen Überschuss von einem Milliardstel. Die Dichte sank auf 1013 g/cm3. Mit abnehmender Temperatur zerfielen die schwereren Hadronen und es blieben schließlich Protonen und Neutronen sowie ihre Antiteilchen übrig. Durch ständige Umwandlungen von Protonen in Neutronen und umgekehrt entstand auch eine große Zahl von Neutrinos. In dieser sogenannten Hadronen-Ära gab es gleich viele Protonen wie Neutronen, da sie ineinander umgewandelt werden konnten. Nach 1 s war eine Temperatur von 1010 K erreicht. Ab dieser Temperatur konnten Protonen nicht mehr in Neutronen umgewandelt werden."
Ich versteh nicht wie das gehen soll in einem Universum das nur wenige cm gross ein soll und in dem ein Druck von 1013g/cm3 herrscht. Wie soll Materie und Antimaterie weiterhin unter solchem Druck existieren?

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Umfrage: Wer ist von den Urknaltheorie überzeugt? 23 Aug 2016 12:42 #7840

Oops noch ein Widerspruch in der Urknall Theorie...

"Das Wissen von heute ist nur der Übergang vom Wissen von gestern zum Wissen von morgen"-
"Wer nur auf alten Formeln herum kaut wird nie auf neue Ideen kommen."

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"Das Wissen von heute ist nur der Übergang vom Wissen von gestern zum Wissen von morgen"-
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Umfrage: Wer ist von den Urknaltheorie überzeugt? 23 Aug 2016 17:21 #7847

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Da es jetzt noch einen zweiten Thread zu Urknalltheorien gibt und ich dort gerade gepostet habe, möchte ich auch hier auf Martin Bojowald verweisen, der eine Alternative zur klassichen Urknallsingularität entwickelt hat. Bojowald ist Vertreter der Schleifenquantengravitation. Er rechnet durch den Urknall hindurch ;) :P


de.wikipedia.org/wiki/Martin_Bojowald

www.zeit.de/2009/01/N-Interview-Bojowald

Grüße Cyborg

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Umfrage: Wer ist von den Urknaltheorie überzeugt? 25 Aug 2016 14:51 #7893

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Schon der Ausdruck verwirrt ein wenig. Ur und Knall. Aber sei es drum: Es hat wohl nicht nicht geknallt auch war es natürlich nicht eine Explosion.
Klar, Raum Zeit und Materie sind entstanden aus einem quasi unendlich kleinen Punkt, nein Kügelchen, nein wie bezeichnet man eigentlich etwas was noch nicht unter unserem Raumverständnis einzuordnen ist. Und da fängt das Dilemma für mich an.
Unser Universum ist vielleicht aus einer anderen Dimension heraus entstanden. Unsere physikalischen Begriffe und Gesetze versagen an diesem Punkt.
Nun kann man spekulieren.
Aber zurück zur Frage: Ja, ich glaube daran, dass unser Universum aus etwas anderem heraus entstanden ist, nennen wir es halt Urknall.

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Umfrage: Wer ist von den Urknaltheorie überzeugt? 29 Aug 2016 00:07 #8022

univolog schrieb: Ich versteh nicht wie das gehen soll in einem Universum das nur wenige cm gross ein soll und in dem ein Druck von 1013g/cm3 herrscht. Wie soll Materie und Antimaterie weiterhin unter solchem Druck existieren?


Das ist auch nicht zu verstehen, da das ganze sich SO nicht abgespielt hat.

Das Universum war keineswegs "nur wenige Zentimeter groß", es existierten überhaupt noch keine Maßeinheiten, es existierte auch niemand, der das hätte nachmessen können, es gab außer diesem Universum ja nichts anderes, auch kein "Außerhalb", wo man das hätte nachmessen können, das Universum, auch das sehr frühe, war "alles, was ist", daher spielten die Dimensionen, "wie groß (oder klein) das war überhaupt keine Rolle, man muss sich lediglich vor Augen führen, dass da ein solcher Druck geherrscht hat, der wiederum solch irre hohen Temperaturen zur Folge hatte, dass "alles, was war" lediglich als "Quantenschaum" existiert hatte, erst mit zunehmender Ausdehnung bildeten sich die heute bekannten Naturkräfte und damit auch die Materie selbst heraus.

Das Problem dabei ist, dass man diese Bedingungen, die unmittelbar nach dem Urknall geherrscht haben müssen in diesem Universum wohl niemals künstlich nachstellen kann um das alles nachzuprüfen, man kann lediglich schlussfolgern und das alles mathematisch berechnen.

Auch die Frage, woher der Urknall stammt, wer den wie und warum initialisiert hatte, kann aus Prinzip nicht von seriöser Wissenschaft beantwortet werden.

Nur eines ist sicher: Dieser Urknall war ein singuläres Ereignis, das sich danach nie wieder wiederholt hatte, eine Einmaligkeit.

Es existieren dazu allerlei Vorstellungen, weil dieses Thema naturgemäß niemanden kalt lässt, wie die Vermutung, das sich der Urknall gewissermaßen auf "der Rückseite eines Schwarzen Loches" eines anderen Universums gebildet haben mag, oder dass ein vorher existierendes Universum kollabiert und wieder "explodiert" sei ........... für beide Ansichten gibt es jedoch nicht den geringsten Beweis, nicht mal Anhaltspunkte gibt es dafür.

Es ist ja blöd, aber leider ist es so, dass wir nicht bis hinter den Urknall schauen können.

Daher muss die Antwort auf diese letzte, aber nichtsdestotrotz interessante Frage leider für immer unbeantwortet bleiben, jeder seriöse Wissenschaftler wird das genauso sehen und keine Antwort darauf geben.


Grüße
Udo

Das Verzichtbare ist nutzlos. J.F. Hingeklammert

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Das Verzichtbare ist nutzlos. J.F. Hingeklammert

Umfrage: Wer ist von den Urknaltheorie überzeugt? 29 Aug 2016 00:29 #8023

Die Formulierung ”Entstehung“ und die damit verbundene Denkweise bei der Fragestellung ”Wann ist das Universum entstanden?“ ist meines Erachtens der Grund für alle Irrtümer. Diese Denkweise setzt stillschweigend einen Anfang, einen Beginn, eine Erste Wirkung voraus. Was bedeutet: Sollte sich herausstellen, dass es keinen Anfang für irgendetwas geben kann, dann sind alle Schlussfolgerungen falsch, die auf einem vorausgesetzten Anfang basieren.

Ich versuche mal, aufzuzeigen, warum es meines Erachtens keinen Anfang (für was auch immer gibt):

Wenn ein bestimmtes Ereignis, nennen wir es Ereignis-1, als Anfang, als Beginn, als Erste Wirkung, bezeichnet wird, dann darf es davor unmöglich andere Ereignisse bzw. Wirkungen geben, weil es sonst kein korrekter Anfang gewesen sein kann.

Das bedeutet: Vor dem Ereignis-1 muss eine zwingend unverzichtbare Wirkungslosigkeit vorherrschen. Denn nur sie gewährleistet, dass es keine vorherigen Ereignisse/Wirkungen gibt. Erst dann ist die Bezeichnung ”Anfang“ korrekt.

Doch eine zwingend vorherrschende Wirkungslosigkeit beinhaltet per Definition keinen Impuls, der zu irgendetwas führen könnte.

Nun wissen wir alle, dass Ereignisse stets eine Folgewirkung von vorherigen Ereignissen sind. Wenn wir in unserem Alltagsgeschehen von einem Anfang reden, dann picken wir uns aus der gesamten Folge von Ereignissen ein ganz bestimmtes heraus und ignorieren alle vorherigen Ereignisse. Wir müssen das tun, um uns besser zurecht zu finden. Doch ein tatsächlicher Anfang war es mit Sicherheit nicht.

Wir müssen also entweder unsere Denkweise dahingehend ändern, dass wir behaupten, es gibt zumindest ein einzelnes Ereignis, das KEINE Folgewirkung von vorherigen Ereignissen ist.

Oder wir müssen akzeptieren, dass es für alle Ablaufphasen/Ereignisse immer grundsätzlich unmöglich einen Anfang im Sinne einer Ersten Wirkung geben kann, eben, weil diese nur von einer vorherigen Wirkungslosigkeit gewährleistet wird, aus der jedoch niemals irgendetwas zu einer Ersten Wirkung führen kann.

”Entstehung“ ist eine Denkweise, die bestimmte Parameter stillschweigend voraussetzt. Ein Anfang darf aber keine vorausgesetzten Parameter aufweisen, weil jede Voraussetzung etwas Vorheriges bedeutet.

Sollte die Überlegung der unverzichtbar vorherigen Wirkungslosigkeit vor jedem postulierten Anfang zutreffend sein (und m.E. trifft sie zu), dann kann das nur bedeuten, dass es das Universum schon immer gegeben haben muss.

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Umfrage: Wer ist von den Urknaltheorie überzeugt? 29 Aug 2016 01:59 #8026

Wenn in einem Zustand ewiger Zeitlosigkeit etwas passiert das diesen Zustand beendet, dann kann man dieses Ereignis durchaus als einen Anfang bezeichnen.

assume good faith
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assume good faith

Umfrage: Wer ist von den Urknaltheorie überzeugt? 02 Sep 2016 00:01 #8060

hmm.. Ich glaube die urknalltheorie stimmt, ist aber noch nicht fertig.
ich glaube alles ist eine unendlicher kreislauf .

Sagen wir es so...
Der Urknall hat stattgefunden..
Sonnen und planeten Enstehen.
Die sonne hat ein ''Leben'', in diesem Leben hat sie die Möglichkeit größer zu werden.. Alles wird durch Ihre Gravitation zu ihr gezogen
Die Sonne wächst, wodurch der druck genau im Mittelpunkt steigt... dadurch entsteht dort ein winziges schwarzes loch.. Vielleicht ist dies nur so groß wie ein haar.
Wärend die Sonne wächst, wächst auch der druck wodurch das schwarze loch wächst... das schwarze loch ist nicht instande dazu die sonne ''einzusaugen'' da die dichte drumherum zu hoch ist.. es ist unmöglich das mindestens ein drittel aufeinmal ''reinpasst''
wenn das Schwarze loch groß genug ist um der sonne masse zu entziehen, geschieht das und die sonne wird von innen herraus zerrissen... ein teil wird als atome eingezogen, ein teil wird zerstört und der letzte teil wird in die galaxie verstreut.. Sprich es gibt eine supernova und die sonne implodiert...

Die Sonne hat also ihre Aufgabe erfüllt und ist erfolgreich zu einem schwarzen loch geworden..
umso größer die sonne also war umso größer ist das schwarze loch welches zurück bleibt.

nun liegt es am schwarzen loch wie die Sonne zu Fressen und zu wachsen... was jedoch länger dauert, da immer ein teil von dem was das schwarze loch berührt zerstört wird und immer nur einzelne Atome den weg hinein finden.
schafft es, es nicht zu wachsen erkaltet es und wird zu einem leblosen brocken welcher umherschwirrd..
schafft es, es jedoch, entsteht im schwarzen loch ein Raum.. und genau in der mitte von diesem Raum sammelt sich ganz wie stephen hawking sagt der komprimierte Atomstaub der dann wieder ein Urknall im schwarzen loch auslöst.

Der kreislauf schließt sich..... und es steht fest das alles sich nur nach vorne entwickelt, dann man wird das schwarze loch indem man sich befindet nicht verlassen können.. wir könnten nur ins nächste eindringen ..

wenn es ein erstes Schwarzes loch gegeben hat, wird es längst vollständig vom (zweitem) schwarzem loch innen drin aufgesaugt sein... das zweite kann somit maximal so groß werden wie das erste... und wird dann irgendwann vom dritten verschluckt..

Aus diesem grund dehnt sich unser universum auch ständig aus.. weil von außen immer atomstaum reinkommt der sich hier im inneren dann wieder verfestigt...
und dadurch entstehen Die Schwingungen auf die die string theorie basiert... der ständige sog von einer größeren in eine kleinere fläche verursacht nunmal schwingungen, der raum sich krümmen muss um ineinander zupassen... weshalb ja auch alles rund ist...

Das ist meine eigene Theorie... was haltet ihr davon? :lol: sagt nix wegen Rechtschreibung und Grammatik... das war noch nie meins....

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Umfrage: Wer ist von den Urknaltheorie überzeugt? 02 Sep 2016 15:51 #8064

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Zu S.Lappenbusch,

nimm es mir nicht übel, aber damit bist du 1000 Jahre zu spät dran. Damals hätte so eine Theorie noch vielleicht als gute Weltentstehungsmythologie durchgehen können. Man kann doch nicht einfach sich selber irgend ein fast schon wissenschaftliches Märchen zusammenreimen und dabei fast jede gängige astrophysikalische Tatsache übergehen.
Für solche Beiträge habe ich eher wenig Verständnis. Ich bin mir nicht mal sicher, ob du das überhaupt ernst gemeint hast oder dir nur einen kleinen Spaß erlaubt hast. Falls zweiteres, dann ok und meinetwegen, aber einmal sowas rauszuhauen sollte reichen.

Grüße Cyborg

Das größte Glück und den tiefsten Sinn erfahren wir, wenn unser Sehnen, Suchen und Finden in einem einzigen Augenblick zeitgleich präsent sind. Der nächste Augenblick ist dann nur noch schnödes Haben. (Cyborg, am Innufer, 14. April 2018)

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