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THEMA: Die Komponenten des Universums:Energie, Materie und Information

Die Komponenten des Universums:Energie, Materie und Information 04 Mär 2017 11:15 #12432

Die Komponenten des Universums: Energie, Materie und Information

Vorwort:

Hans-Peter Dürr, der 2014 verstorbene deutsche Physiker, Philosoph und Friedensnobelpreisträger(1995), hat 2004 ein Buch mit dem Titel: "Auch die Wissenschaft spricht nur in Gleichnissen" geschrieben. Bereits 1986 veröffentlichte er mit "Physik und Transzendenz" eine Sammlung prägnanter Texte von Planck, Einstein, Born, Heisenberg, Schrödinger, Pauli und Bohm. Sie alle haben sich mehr oder weniger ausführlich mit dem Verhältnis von Physik und Religion auseinandergesetzt indem sie ihre Gedanken über das Tagesgeschäft der Forschung hinaus in „transzendente Gefilde“ schweifen ließen. Diese Texte und Bücher sind eine lohnende Lektüre für alle, die sich für "die Frage nach dem Universum, dem Leben und dem ganzen Rest"
(->Formulierung von Douglas Adams) interessieren.

Hans-Peter Dürr hat sich 50 Jahre lang als theoretischer Physiker mit der Quantenphysik auseinandergesetzt. Durch die Quantenphysik hatte man erkannt, dass "Materie" nicht aus "Materie" besteht, sondern letzten Endes aus "Beziehungsstrukturen", die nicht "greifbar" sind und die man deshalb auch "geistig" nennen könnte. In dieser Situation muss der Physiker - neben der Mathematik – auch Metaphern verwenden, um sich verständlich zu machen, ja eigentlich, um sich selbst zu verstehen. Hans-Peter Dürr macht deutlich: Nicht nur die Religionen, sondern auch die Wissenschaften müssen bescheiden zur Kenntnis nehmen, dass sie die „eigentliche“ Wirklichkeit im Untergrund nicht angemessen beschreiben, sondern nur mithilfe von Gleichnissen deuten können. Die Einsicht in die Komplementarität und Verbundenheit von Wissenschaft und Religion kann zu neuen Wegen der Orientierung führen.*

Das nachfolgende Essay stellt einen Versuch dar diese Komplementarität und Verbundenheit von Physik und Religion so detailliert wie möglich auszuführen. "Unitarisches Denken", ein Begriff der später noch einmal auftaucht, gefällt mir gut als Beschreibung und auch besser als "nondualistisch". Es geht um die Erkennung von gemeinsamen Mustern im Denken von Physik und Religion und um die Auflösung von Kontroversen mittels Abstraktion; "reduce to the max" könnte man diesen Versuch auch nennen und er endet immer auf der Ebene von Bewusstsein und Information. Wie sollte es denn auch anders gehen mit Worten ?


1. Was ist Energie wirklich ?

Energie ist meines Erachtens genau so eine Metapher und ein Gleichnis im Sinne von H.-P.Dürr. Was ist Energie, wenn wir bei Wikipedia nachschauen:

"Energie (altgr: ἐν en „innen“ und ἔργον ergon „Wirken“) ist eine fundamentale physikalische Größe, die in allen Teilgebieten der Physik sowie in der Technik, Chemie, Biologie und der Wirtschaft eine zentrale Rolle spielt. Ihre SI-Einheit ist Joule. Energie ist die Größe, die aufgrund der Zeitinvarianz der Naturgesetze erhalten bleibt, das heißt, die Gesamtenergie eines abgeschlossenen Systems kann weder vermehrt noch vermindert werden (Energieerhaltungssatz). Viele einführende Texte definieren Energie in anschaulicher, allerdings nicht allgemeingültiger Form als Fähigkeit, Arbeit zu verrichten.
Eine Zufuhr von Energie ist unter anderem nötig, um einen Körper zu beschleunigen oder ihn entgegen einer Kraft zu bewegen, um eine Substanz zu erwärmen, ein Gas zusammenzudrücken, elektrischen Strom fließen zu lassen oder elektromagnetische Wellen abzustrahlen, sowie um im leeren Raum materielle Teilchen entstehen zu lassen. Lebewesen benötigen Energie, um leben zu können. Energie benötigt man auch für den Betrieb von Computersystemen, für Telekommunikation und für jegliche wirtschaftliche Produktion.
Energie kann in verschiedenen Energieformen vorkommen, beispielsweise als potenzielle Energie, kinetische Energie, chemische Energie oder thermische Energie. Energie lässt sich von einem System zu einem anderen übertragen und von einer Form in eine andere umwandeln, jedoch setzt der zweite Hauptsatz der Thermodynamik bei der thermischen Energie eine prinzipielle Grenze: diese ist nur eingeschränkt zwischen Systemen übertragbar oder in andere Energieformen umwandelbar.
Durch die hamiltonschen Bewegungsgleichungen und die Schrödingergleichung bestimmt Energie die zeitliche Entwicklung physikalischer Systeme. Gemäß der Relativitätstheorie sind Ruheenergie und Masse durch die Aquivalenz von Masse und Energie (E=mc²) verknüpft.
Das Wort Energie geht auf altgriechisch ἐνέργεια, energeia zurück, das in der griechischen Antike eine rein philosophische Bedeutung im Sinne von lebendiger Wirklichkeit und Wirksamkeit hatte." *

*Quelle: de.wikipedia.org/wiki/Energie

Wichtig finde ich an dieser Stelle zu verstehen, dass Energie eine indirekte Größe ist und nicht nur mit der Masse äquivalent ist, sondern auch mit der Zeit verknüpft. Reine Energie hat noch kein Mensch gesehen oder berührt.

Hinter Energie steckt also zuallererst eine philosophische Idee: Da, wo etwas wirkt, muss eine Ursache (drin) sein, muss es einen tieferen Grund geben. Diese Ursache wurde vor ca. 2500 Jahren als Idee erschaffen und Energie genannt. Sie wurde im Laufe der Zeit vereinheitlicht und quantifiziert: erst als "Kalorien" und dann als "Joule" und als Planck'sches Wirkungsspektrum "h" quantisiert. Energie hat Geschichte und Karriere gemacht in der Physik, die historische Entwicklung mit den daran beteiligten Wissenschaftlern ist im weiteren Verlauf des oben zitierten Beitrags auf Wikipedia übersichtlich dargestellt.

Jeder Mensch glaubt heute, dass Energie zur Physik gehört, weil sie ständig und grundsätzlich involviert ist. Dabei ist Energie immer noch eine Idee und nach meinen Vorstellungen viel mehr Metaphysik als Physik: nichts körperliches, ohne Substanz. Wer definiert eigentlich was zur "Physik" gehört – und was nicht. Und was kommt dabei heraus, wenn wir Menschen die sich "Atheisten" nennen, diese Definition überlassen ?
Im Alltagsleben und in der Beziehung zu Umwelt und Natur sind wir der Energie leider sehr häufig "krisenhaft" verbunden. Da stellt sich mir die Frage, ob wir deshalb so viele Energiekrisen haben, weil wir nicht in der Lage sind Energie in menschlich geeigneter Weise zu absorbieren und zu reflektieren – liebevoll, resonant, harmonisch, gebündelt - kohärent, hochenergetisch und holographisch - wie beim Laser vielleicht ? Geprägt von mehr Miteinander und gemeinsamen Zielen. Nicht so zerstörerisch wie durch Krieg, Gewalt und Feindbilder. Sind unsere globalen Energiekrisen und unser Kimaproblem vielleicht auch das Resultat von zuviel sinnlos verschwendeter Energie - gesteuert durch zu viele destruktive Gedanken ?

Energie ist der "Stoff" - oder genauer: die "Idee", aus der unsere Universumsträume sind. Ohne Energie - keine Singularität und keinen Urknall...
Energie existiert auch für Wissenschaftler jenseits von Raum und Zeit. Bemerkenswert ! Auch die Wissenschaft kommt ohne etwas "jenseitiges" nicht aus. Sie will es nur nicht wahr haben !

"Am ersten Tag schuf Gott Himmel und Erde, am vierten Tag die Sterne". Diese Geschichte stammt aus dem ersten Buch Mose. Sie ist ein Mythos und keine naturwissenschaftliche Theorie. Doch einen besseren Versuch, die Entstehung des Universums zu erklären, gab es über viele Jahrhunderte nicht.
Umso erstaunlicher, dass ausgerechnet ein katholischer Priester die Erklärung lieferte, wie das Universum entstand. Der Theologe und Physiker Georges Lemaître entwickelte aus Einsteins Relativitätstheorie 1927 ein eigenes Modell des Universums: Am Anfang war alle Energie und der ganze Raum in einem winzigen Punkt vereint. Dieser Punkt explodierte zum heutigen Universum. Erst mit der Explosion begann die Zeit zu laufen. Lemaîtres Kritiker schmähten diesen Vorschlag als "Urknalltheorie".

Doch der Nachweis ließ nicht lange auf sich warten. 1929 untersuchte der Astronom Edwin Hubble die Sterne und entdeckte: Sie scheinen röter, als sie sollten. Die Erklärung: Der Raum zwischen den Sternen dehnt sich aus, und dabei dehnt er auch die Lichtwellen, die von den Sternen zur Erde fliegen. Dadurch wird das Licht rotstichig.

Von der Erde sieht es so aus, als flögen die Sterne auseinander. Doch wenn sich die Sterne scheinbar auseinanderbewegen, dann müssen sie zu einem Zeitpunkt alle zusammen gestartet sein. Die Urknalltheorie setzte sich durch. Und Papst Pius XII. gab ihr 1951 den Segen, weil sie so gut zur christlichen Schöpfungslehre passt.*

*Quelle: www.spiegel.de/wissenschaft/mensch/alber...eorie-a-1063853.html

Ein wunderbares Beispiel wie Theologie und Physik sich gegenseitig befruchten und anerkennen können. Das passende Zitat von Einstein dazu verkneife ich mir jetzt, das kennen sowieso schon alle.

Haben Wissenschaftler vor etwas Angst, wenn sie sich "Atheisten" nennen ? Oder wurzelt Atheismus in der Ablehnung von Kirchen und Religionen ? Warum dann aber so viel Missachtung und Ignoranz für die weiterführenden Gedanken und Erkenntnisse zu Religion, Metaphysik und Transzendenz ausgerechnet unserer größten Wissenschaftler, auf deren Gleichungen und Formeln unsere wissenschaftliche und technische Gegenwart basiert. Die Formeln nimmt man gerne – den Rest lässt man weg. Was dann dabei rauskommt ist ein unvollständiges Weltbild und das bekommen wir als Kinder in der Schule gelehrt und auf allen Sendern im Fernsehen jeden Tag gezeigt.

Aus wissenschaftlicher Theorie wird industriell angewandte und produzierte Praxis, aber die Wissenschaften haben die Herkunft des Begriffes "Theorie" anscheinend vollkommen ausgeblendet. Theorie beginnt mit "Theo", von "Deus" und mit jeder Theorie, die wir entwerfen, verbreiten, oder der wir auch nur anhängen, sind wir auch ein aktiver Bestandteil der Schöpfung. Wir suchen die Ursachen allen Wirkens(->Energie), ignorieren aber unseren schöpferischen Geist und seine sich häufig wiederholenden Muster. Mit jeder Theorie erheben wir uns wortwörtlich selbst zu einem kleinen Gott.

Die eigentliche – paradigmatische - Fragestellung zur Unterscheidung von Theologie und Physik ist doch: "Entwickelte Materie Bewusstsein, oder entwickelt Bewusstsein Materie" ? Diese Frage wird zu wenig gestellt und diskutiert.

2. Bewusstsein, Geist, Information

Ohne Bewusstsein, ausgedrückt in Worten und Zahlen, in Gleichnissen und Gleichungen, in Formulierungen und Formeln, gäbe es weder Energie, noch Singularität, noch Urknall, weder Wissenschaft, Religion und Philosophie - und auch keinen "Gott".

Im Wesentlichen spaltet sich die Welt hier in zwei Lager: Die "Einen", die die glauben, dass sich Bewusstsein aus Materie entwickelt hat, nennen wir sie: "Materialisten"(Wir könnten auch sagen: "Die mit dem Knall"), glauben an die Wissenschaft und die Evolution. Also an die Variante, dass sich Materie aus Energie entwickelt hat, sich im Laufe der Zeit ihrer selbst bewusst wurde, sozusagen selbst zum Leben erweckt hat, um sich dann nach dem Prinzip der besten Anpassungsfähigkeit weiterzuentwickeln. Die Physik dazu ist dabei kontrovers. Es gibt keine reale, objektive, einheitliche wissenschaftliche Theorie des Universums, die "Theory Of Everything(TOE)", die den zeitlichen Prozess, die räumliche Ausdehnung, die wirkenden Kräfte(u.a. Gravitation) und andere beteiligte Bestandteile(E,m und c) vollständig und zufriedenstellend erklären kann. Es gibt die Hoffnung, dass die Wissenschaft es einmal können wird. Wissenschaftler diskutieren ihre Theorien friedlich. Theorien sterben mit ihren Anhängern und machen Platz für neue Ideen. Ich glaube fest daran, dass dieser friedliche Umgang miteinander in der Wissenschaft wesentlich zu den Erfolgen der Wissenschaft beiträgt. Ich finde, dass Wissenschaft ein Geschenk ist. Ein großes Geschenk und auch unabhängig davon, ob wir es uns selbst gemacht haben, oder dazu inspiriert wurden - und wie das mit der Inspiration funktioniert.

Die "Anderen", nennen wir sie: "Spiritualisten"(..das ist keinesfalls abwertend gemeint, "Spiritisten" geht gar nicht und "Sprirituellen" riecht mir zu sehr nach Veilchen) glauben daran, dass sich Materie aus Bewusstsein entwickelt und das in zu vielen Varianten, um hier ausführlich darauf einzugehen. Man betet das Vaterunser, rezitiert Mantren wie "Om namah shivaya". Man trägt eine safranfarbene Nonkonformistenuniform, man singt Hare Krishna. Man verbeugt sich gen Mekka, oder vermeidet Samstags Elektrosmog. Man bestellt beim Universum und geht zum Schamanen. Eine "höhere Macht" ist fast ausnahmslos im Spiel. Diese "höhere Macht" gibt es in vielen Varianten und mit den unterschiedlichsten Vorstellungen für die schöpferische Selbst- bzw. Mitverantwortung des Menschen. Für die "Löwen" ist es der eigene Wille, der sich schöpferisch und materiell manifestieren soll, für die "Lämmer" sind es "Love, Devotion and Surrender" - Hingabe an den "göttlichen Plan", der im besten Fall gewaltfrei und aus "reiner Liebe" gemacht ist, im aktuell schlimmsten Fall Mord und Totschlag mit Jungfrauen vergütet und einen Platz im Himmel beschert. Religiöser Fundamentalismus und die unter Umständen völlige Hingabe des eigenen Verstandes und Vermögens auf das Konto eines Gurus sind dabei leider nicht selten.

Unabhängig davon wo wir schöpfungstechnisch, sozial, ökonomisch, kulturell etc....stehen: Was unser Bewusstsein imnmer gemeinsam hat, ist der Glaube an etwas transzendentes, metaphysisches, jenseits von Raum und Zeit existierendes. Hier Energie - dort Gott, Allah, Brahman, Seele......

Gemeinsame Elemente unseres Bewusstseins sind Ideen, Gedanken, Glaube, Theorien, Worte, Zahlen, Sprache, Daten, Informationen. Worte werden gewechselt, Informationen werden ausgetauscht, Daten produziert und gespeichert. Mit Hilfe von Bibliotheken und Datenbanken haben wir Zugriff auf ein kollektives Gedächtnis, auf ein kollektives Bewusstsein. Dieses kollektive Bewusstsein erweitert und verändert sich im Laufe der Zeit. Durch persönliche
Erinnerung, individuelles Verstehen und Datenselektion entwickeln wir unser individuelles Bewusstsein, unseren eigenen Glauben. Glauben, nicht Wissen - und schon gar nicht Wahrheit. Was uns als Menschen allen gemein ist, ist eine - so, oder anders – ausgeprägte Form von Idealismus. Unsere sogenannten "Wahrheiten" sind sehr häufig - und eine Nummer kleiner – wahre Aussagen oder Fakten.

Unser individuelles Bewusstsein, unsere eigenen Vorstellungen von der Welt gehen dann mit den Vorstellungen unserer Mitmenschen mehr oder weniger konform. Ob wir jemandem zustimmen, oder widersprechen, ist immer unsere eigene Entscheidung und sie ist häufig mehr von Sympathie/Antipathie und Emotionen bestimmt als von Logik und Verstand. E-motion, wortwörtlich und auf Englisch als "Bewegung durch Energie" verstanden, finde ich in diesem Zusammenhang sehr zutreffend. Was bewegt uns wirklich ?

"Cogito ergo sum" – Ich denke, also bin ich (Descartes). Noch ein "ergo". Meine Erklärung bzw. Überleitung vom Griechischen ins Lateinische: "Die Wirkung des Denkes ist Sein". Verwandt erscheint mir damit auch eine auf das Allgemeinverständnis zielende Erklärung zur Quantenmechanik: "Nothing to observe without an oberserver" Zu dieser Thematik hier der Link zu einem brillianten Artikel des englischen Wissenschaftsjournalisten Philipp Ball in dem er auch beschreibt mit welchen - bisher erfolglosen – Ansätzen Physiker versuchen das Verhältnis von Bewusstsein und Quantenphänomenen zu erklären:
www.bbc.com/earth/story/20170215-the-str...-and-quantum-physics

Zur Mitwirkung des menschlichen Bewusstseins an der Entstehung von Materie formulierte der berühmte amerikanische Physiker John Archibald Wheeler(1911-2008) aus seiner unitarischen Grundhaltung heraus fünf grundlegende Fragen, die über die Physik hinausreichen und die er als „wirklich große Fragen“ (really big questions) bezeichnete:
1. Wie kommt es zu dem, was existiert? (How come existence?)
2. Warum gibt es Quanten? (Why the quantum?)
3. Haben wir teil am Universum? (A participatory universe?)
4. Was führt zur Bedeutung? (What makes meaning?)
5. Das Seiende aus Informationen? (It from bit?)
Quelle: de.wikipedia.org/wiki/John_Archibald_Wheeler

"Das Seiende aus Informationen", dazu fällt mir noch etwas ein:

"Im Anfang war das Wort
und das Wort war bei Gott
und das Wort war Gott.
Im Anfang war es bei Gott.
Alles ist durch das Wort geworden
und ohne das Wort wurde nichts, was geworden ist.........…..so beginnt das Johannesevangelium.

Dem "Wort" wird hier exakt 5-mal das Wort geredet, "Gott" nur 3-mal. Da steht auch nicht: "Am Anfang fing Gott an zu reden". Wie schwer es ist, einen sinnvollen und logischen Anfang der Schöpfung zu beschreiben, haben wir bereits bei der Physik erkennen dürfen: Ohne Energie aus dem Jenseits kein Diesseits aus Raum und Zeit. Das gleiche Problem hat auch die Religion. Was an den Anfang stellen ? Hier, im Johannesevangelium, ist es das Wort. Worte sind Informationen und mit Worten erschafft und beschreibt man Bewusstsein.

Ist unser Bewusstsein selbstbewusst genug sich selber "richtig" einzuordnen ?

Bin ich Teil des materiellen, oder bin ich etwas immaterielles ?
Bin ich körpergebunden, oder etwas seelisch, göttlich, transzendentes ?
Bin ich im "Hier und Jetzt" oder im "Jenseits" ?
Bin ich zeitlich beschränkt, oder zeitlos, oder nur beschränkt ?
Bin ich überhaupt noch zeitgemäß ?
Wo ist meine Festplatte ?
Warum ist mein Prozessor nicht leistungsfähiger ?
Brauche ich ein Software-Update ?
Programmier ich selber, oder lasse ich besser eine Gehirnwäsche machen ?
Was soll ich heute anziehen ?
Warum liebt mich denn keiner ?

Ein Bewusstsein mit allen Fragen der Welt und mit fast allen Antworten der Welt. Ein Bewusstsein, das sich entweder "etwas einfallen lässt" oder "etwas ausdenkt" und sich nicht wirklich entscheiden kann, ob der Gedanke kommt oder geht, wo er herkommt und wo er hingeht und ob nicht schon die Frage eine Antwort ist in unseren "Selbstgesprächen mit Gott".

Bisher haben wir zwei Bausteine bzw. Komponenten: 1. die metaphysische, transzendente, immaterielle Komponente: hier Energie – dort Gott und beide jenseits von Raum und Zeit 2. die Bewusstseinskomponente entweder unitarisch oder kontrovers und im ständigen ständigen Entscheidungsdilemma. Die 3. Komponente bzw. Baustein ist die "massebehaftete", der Gravitation unterworfene: die Materie, der Körper. Und sie existiert - sehr bodenständig – mit und innerhalb von Raum und Zeit.

3. Materie - in Raum und Zeit

Materie besteht aus Elementarteilchen, bringt Gewicht auf die Waage und ein gewisses Volumen in den Raum. In seiner engsten Bedeutung umfasst der Materiebegriff heute alle Elementarteilchen mit Spin, also Quarks und Leptonen, sowie alle daraus aufgebauten Objekte wie Atome, Moleküle, feste, flüssige und gasförmige Materie usw. bis hin zu Sternen und Galaxien. Atome(von gr. atomos=unteilbar) sind weder unteilbar, noch können sie das Aussehen unserer Materie und von uns als Individuen(von lat. indiviuum=unteilbares) ausreichend erklären. Dem Atommodell folgend ist enorm viel leerer Raum zwischen unseren Atomkernen und unseren Elektronen. Raum für ein Hologramm ? Photonen und Elektronen interagieren, auch das wissen wir von Einstein, ebenso dass Licht Teilchen wie auch elektromagnetische Welle ist.

Im Makrokosmos sind wir als Menschen bereits alle und höchstpersönlich eine - sozusagen "gravitätische" - Verkörperung von Energie und Information. In der Quantenphysik bleibt die Gravitation auf der Strecke. Im Mikrokosmos der Quantenmechanik haben wir ein Problem, wenn es darum geht herauszufinden, wie wir auf atomarer Ebene funktionieren. Wir sind ein ziemlich unscharfer Welle -Teilchendualismus aus Energie, entweder Impuls, oder Teilchen, aber nie beides gleichzeitig. Das legt die Vermutung nahe, dass es an der Zeit liegt, wenn wir nie beides gleichzeitig sind. Vielleicht müssen wir uns mit Hilfe unseres neuen "Selbstbewusstseins" einfach nur eine andere Vorstellung von dem machen, was Zeit wirklich ist und welche Verantwortung wir Kraft unseres Selbstbewusstseins für die Zeit und ihre diversen Zyklen haben. Die paradigmatische Frage ist die gleiche wie bei der Materie: Erschaftt Zeit Bewusstsein, oder erschafft Bewusstsein Zeit ? Was meint denn Albert Einstein zu diesem Thema:
"Einstein hat, wie kein Mensch zuvor, unsere Vorstellungen von Raum und Zeit revolutioniert. Er hat einige der größten Geheimnisse des Universums enträtselt – durch bloßes Nachdenken. Seit jeher glaubten Physiker, Zeit und Raum seien absolute Größen, ewig und unveränderlich. Dieses Weltbild entspricht auch unserer Alltagsintuition: Jeder von uns hat das Gefühl, die Zeit fließe gleichmäßig dahin. Uhren, die mal schneller, mal langsamer ticken, ticken nicht richtig. Einstein hat uns gezeigt, dass Uhren sehr wohl unterschiedlich ticken können, und dass dabei alles mit rechten Dingen zugeht. Mit seiner Speziellen Relativitätstheorie aus dem Jahr 1905 bewies Einstein: Zeit ist relativ. Sie ändert sich zum Beispiel, wenn wir uns mit hoher Geschwindigkeit durch den Raum bewegen. Einstein verschmolz Raum und Zeit zu einem einzigen, untrennbaren Gebilde – der Raumzeit. Seine Theorie lässt sich folgendermaßen beschreiben: Alles im Universum bewegt sich durch die Raumzeit mit einer gleichen absoluten Geschwindigkeit. Wir Menschen auf der Erde bewegen uns zwar relativ wenig durch den Raum, dafür umso mehr durch die Zeit, sprich: Wir altern. Das Licht dagegen bewegt sich mit Höchstgeschwindigkeit durchs All.

Da das Licht seine ganze Geschwindigkeit durch die Raumzeit für die Raum-Dimensionen „verbraucht“, bleibt für die Zeit-Dimension nichts mehr übrig: Licht altert nicht. So würde ein Zwilling, der in einem Science-Fiction-Raumschiff mit annähernder Lichtgeschwindigkeit durchs Universum raste, weniger altern, als sein Bruder auf der Erde, der fast nur durch die Zeit reist.
Gravitation wird in der Relativitätstheorie als geometrische Eigenschaft (Krümmung) der vierdimensionalen Raum-Zeit gedeutet. Wie die Theorie anschaulich zu verstehen sei, erklärte Einstein: "Früher hat man geglaubt, wenn alle Dinge aus der Welt verschwinden, so bleiben noch Raum und Zeit übrig. Nach der Relativitätstheorie verschwinden aber Raum und Zeit mit den Dingen."

Quelle:http://www.tagesspiegel.de/zeitung/wer-ist-albert-einstein/574348.html

"Licht altert nicht", das ist für mich die entscheidende Feststellung. Bewusstsein scheint also jenseits von Raum und Zeit existieren zu können, wenn es Raum, Zeit und alle Dinge, also auch Materie, zum Verschwinden bringen kann.





4. Zusammenfassung

Unsere drei Bausteine bzw. Komponenten finden sich also immer wieder in unserem Denken: Als Seele, Körper und Geist. Als Dreifaltigkeit von Vater, Sohn und Heiliger Geist. Als Energie, Materie und Information. Information verstanden als Wellen und Felder mit einer gewissen Wahrscheinlichkeit der materiellen Manifestation und mit Lichtgeschwindigkeit. Als Bewusssein mit Diesseits und Jenseits. Das Jenseits beginnt in der Physik ganz konkret am sogenannten Ereignishorizont, dem der Singularität, wie auch dem der schwarzen Löcher.

Wir sind nicht nur Hardware und Software, es gibt auch immer einen Entwickler, meistens ein Team. Wir haben unseren Körper, unser Bewusstsein und unsere Gefühle. Gefühle stellen für mich in etwa das Feedback unserer Seele auf den Zustand unseres Geistes dar. So macht es für mich wenig und selten Sinn allgemein von "Gott" zu reden. Wir sollten versuchen uns so präzise wie möglich auszudrücken und so häufig wie möglich über Energie und Bewusstsein sprechen. Mit dem Bewusstsein bzw. der Information ist der sogenannte "Heilige Geist" auf der theologischen Seite das momentan heissere Thema. In-form-ation, also Bewusstsein ist für mich ein Synonym für formgebend. Und die Frage nach dem, was uns unsere Formen(vielfalt) gibt, war ja auch ausschlaggebend für Rupert Sheldrake's Idee der "morphogenetischen Felder".

In der zeitlich historischen Abfolge entwickelte sich das Christentum mit der Dreifaltigkeit von Vater, Sohn und Heiliger Geist relativ kurz vor dem E=mc² der Relativitätstheorie bzw. dem Welle-Teilchendualismus der Energie in der Quantenphysik. Bei einer Universumsgesamtlaufzeit von bisher 13,7 Milliarden Jahren sind 2000 Jahre eine ziemlich kurze Zeit. Das zwischen der Entstehung des Christentums und unserer quantenmechanischen Gegenwart liegende Zeitalter der Aufklärung kann man als historische Verbindung wie auch als Zeit der zunehmenden Trennung von Wissenschaft und Glauben betrachten, das ist Ansichtssache(-> Unitarismus vs. Kontroverse). Unser zunehmender Glaube an die Wissenschaft hat aber auch sehr viel mit zunehmender Abneigung gegen "Religion" zu tun. Religiöse Menschen(und nicht "die Religionen") haben immer ihren Teil dazu beigetragen und sie tun es heute noch durch religiösen Fanatismus, Fundamentismus und geheuchelter Frömmigkeit, die zu häufig beim Geld aufhört.

Mit den Religionen und der Wissenschaft ist es wie dem sprichwörtlichen Wald den wir vor lauter Bäumen nicht sehen. Jede Religion und auch die Wissenschaft ist ein Baum in diesem Wald. Alles steht auf dem Untergrund unseres Bewusstsein aus dem es durch ein verflochtenes Wurzelwerk genährt wird. Man kann sich verirren in diesem Wald, aber auch irgendwann mal herausfinden. Man kann dort Gurus treffen, die als Förster verkleidet sind, aber den Wald noch nie verlassen haben. Man trifft dort Wissenschaftler, die man daran erkennt, dass sie auf einem Auge blind sind und deshalb immer nur im Kreis um diesen einen riesigen Baum laufen. Dieser Baum ist schon längst in den Himmel gewachsen - bis zum Ereignishorizont, hinter dem das Jenseits beginnt. Die Männer könnten hinaufklettern und sich den Wald von oben betrachten - aber das hat sich noch keiner getraut, weil sie alle Angst davor haben den Boden der Tatsachen zu verlassen.

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Die Komponenten des Universums:Energie, Materie und Information 04 Mär 2017 12:59 #12433

worldpeacecaféberlin schrieb: Bewusstsein scheint also jenseits von Raum und Zeit existieren zu können, wenn es Raum, Zeit und alle Dinge, also auch Materie, zum Verschwinden bringen kann.

Bewusstsein kann scheinbar auch jenseits von Sinn und Verstand existieren.

Ich zitiere mal aus der Zeitschrift "Quell" Ausgabe Frühjahr 2016 Artikel "Lebendiges Wasser" / "Die vierte Phase des Wassers":

Sie hat eine gelartige Struktur und bildet sich beispielsweise im Innern der Gefäße und befördert durch unterschiedliche Spannungsverteilung etwa die Bewegung der Blutkörperchen oder des Lymphsystems.

Die Batterie der vierten Phase lässt sich durch eine ganze Reihe von Maßnahmen aufladen: etwa durch Sonnenbaden, frische Luft mit viel Sauerstoff, durch Barfuß-Laufen, gesunde Ernährung oder Wechselbäder wie Pfarrer Kneipp sie propagierte. All diese Maßnahmen führen dem Körper negative Ladung zu und in Sachen Ladung ist "negativ biologisch positiv". Eine der besten Quellen, um die vierte Phase des Wassers zu stärken, ist jedoch der Gebrauch von "lebendigem Wasser".


Was lernen wir daraus? Ein Herz ist völlig überflüssig, man kann die Blutzirkulation auch ohne aufrecht erhalten. Jawoll! :woohoo:

Andreas.
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Die Komponenten des Universums:Energie, Materie und Information 04 Mär 2017 14:57 #12435

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Hallo worldpeacecaféberlin,

ich muss ehrlich zugeben, dass ich nicht den ganzen Text gelesen habe, möchte aber in Bezug auf eine Sache meine persönliche Meinung schildern.

worldpeacecaféberlin schrieb: Haben Wissenschaftler vor etwas Angst, wenn sie sich "Atheisten" nennen ? Oder wurzelt Atheismus in der Ablehnung von Kirchen und Religionen ? Warum dann aber so viel Missachtung und Ignoranz für die weiterführenden Gedanken und Erkenntnisse zu Religion, Metaphysik und Transzendenz ausgerechnet unserer größten Wissenschaftler, auf deren Gleichungen und Formeln unsere wissenschaftliche und technische Gegenwart basiert. Die Formeln nimmt man gerne..


Ich denke, dass sich viele Menschen für atheismus entschieden liegt schlicht und einfach am gesunden Menschenverstand. Wenn man einen Blick in die Geschichte wirft (und teilweise in die heutige Gegenwart), wird man feststellen, dass die Religion schon immer ein Macht-werkzeug war und auch noch heute ist. Der Mensch will sich einfach nicht mehr verarschen lassen durch die, die scheinbar auf alles eine einfache Antwort haben (übrigens gilt dass nicht nur für die Kirche(n) sondern auch für die Politiker - Stichwort Popululismus).

worldpeacecaféberlin schrieb: den Rest lässt man weg. Was dann dabei rauskommt ist ein unvollständiges Weltbild und das bekommen wir als Kinder in der Schule gelehrt und auf allen Sendern im Fernsehen jeden Tag gezeigt.


Dazu fällt mir ein im Netz kursierendes Zitat ein (keine Ahnung von wem es ursprünglich Kamm), und ich entschuldige mich vorweg für den vulgären Vergleich, aber dieser passt, meiner Meinung nach, ganz genau dazu:

"Religion ist wie ein Penis! Eventuell kann es gut sein einen zu haben (jemand ohne ist aber nicht weniger wert), aber bitte holt es nicht in der Öffentlichkeit raus und belästigt keine Kinder damit!"


Man darf nicht außer acht lassen, dass Religionen auch ihre guten Seiten haben können wie zum Beispiel Nächstenliebe oder Zusammenhalt. Dies sollte aber nicht an Religionen gekoppelt sein sondern sollte im Normalfall zum gesunden Menschenverstand gehören.


Wenn man sich anguckt wie viele Kriege im Namen von Religionen und Göttern geführt worden und immer noch werden und wie viel Leid und Elend es über die Menschheit brachte und bringt, dann soll man sich nicht wundern wieso die Menschen sich dagegen wehren wollen.

Grüße, M13P4.
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Die Komponenten des Universums:Energie, Materie und Information 04 Mär 2017 21:20 #12437

tl;dr
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Die Komponenten des Universums:Energie, Materie und Information 04 Mär 2017 22:00 #12438

Hallo worldpeacecafeberlin(wpcb),

um zu verstehen, was Energie als Begriff tatsächlich beschreibt, musst du die Theoreme der Emmy Nöther studieren. Hier findet man in einer logisch zwingenden Weise den naturgesetzlichen Zusammenhang zwischen Symmetrien und Erhaltungsgrössen.
Das wäre meiner Meinung nach ein zwingender Zwischenschritt für dein Verständnis dieser Erhaltungssätze.
Erst wenn man diese verstanden hat, kann man über die Bedeutung der Erhaltungsgrössen in der Physik weiter nachdenken.
Grüße
Thomas
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Die Komponenten des Universums:Energie, Materie und Information 04 Mär 2017 22:46 #12439

Hallo wcpc,

Zu deinem Punkt 2 will ich folgendes anmerken:
es sieht so aus, als ob es einen Anfang gegeben hätte. Wir reden heute vom Urknall, der 13,82 Mrd. Jahre zurück liegt. Das ahnten schon unsere Vorfahren. Aus heutiger Perspektive stellt sich natürlich die Frage, was war die Ursache für diesen Start. In der Theologie ist klar, dass es ein Gott, also etwas unerklärbares, übernatürliches gewesen sein müsse. Die Anhänger dieser These können sich u.a. Auch darauf stützen, dass die Naturgesetze so überaus genau aufeinander abgestimmt sind, das Argument gilt aber für die naturwissenschflichte Eklärungsvariante gleichermaßen.
Die eher atheistisch gestimmten Menschen neigen dazu, dass es Quantenfluktuationen waren, die nach hinreichen langem Auftauchen und Verschwinden derselben schlussendlich eine QF hervorgebracht haben, bei der alle Parameter für ein funktionierendes Universum stimmten.
Als die Geburt sich ereignet hatte, verlief alles nach strengen Regeln, bis heute und in Zukunft wird alle Natur sich nach diesen Regel ereignen und richten. Es sind die Prozesse, die keinen Halt kennen und auch keine Regelverstöße.
Ich weiß, dass ist ein hartes Statement. Aber so funktioniert die Natur nun mal.
Wir unterliegen aufgrund unseres menschlichen Naturells meist der Versuchung, die Natur zu vermenschlichen, also sie in die menschliche Vorstellungs-und Gefühlswelt zu pressen.
Gerade das ist ein Fehler, denn es vermittelt uns den Eindruck, als ob die Natur so etwas kennt wie Mitleid oder gar Einfühlungsvermögen. Ja, woher sollte sie denn?
Das Tief Thomas hat zwar einen netten Namen, aber es bleibt ein Tief und entwurzelt Bäume und legt viele Bahnstrecken lahm. Es wird durch die Verleihung eines Namens nicht sympathischer.
Unsere Aufgabe wäre, diese Härte der Natur endlich zur Kenntnis zu nehmen und unser Leben nach diesen Vorgaben auszurichten. Wenn wir das täten, würden unsere Überlebenschanchen rapide steigen.
Grüße
Thomas
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Die Komponenten des Universums:Energie, Materie und Information 05 Mär 2017 10:34 #12440

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Ich sage auch immer dazu es ist eine Schöpfung jedoch Schöpfer gab es da nicht, dieses entstand aus sich heraus immer eines nach dem anderen, wenn es einem Konstrukteur gebe wieso hat dieser zugelassen das wir ihm ins Handwerk pfuschen können? Wieso lässt er sein Werkzeug überall rum liegen,..... was ein Dämlicher Gott soll das wohl sein?

Ja ich kann alles, sogar definieren was ich nicht kann.

Man muss noch Chaos in sich haben, um einen tanzenden Stern gebären zu können.
**Der Friedrich**
Ja ich kann alles, sogar definieren was ich nicht kann.

Man muss noch Chaos in sich haben, um einen tanzenden Stern gebären zu können.
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Die Komponenten des Universums:Energie, Materie und Information 05 Mär 2017 10:39 #12441

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wpfb schrieb:

"Licht altert nicht", das ist für mich die entscheidende Feststellung. Bewusstsein scheint also jenseits von Raum und Zeit existieren zu können, wenn es Raum, Zeit und alle Dinge, also auch Materie, zum Verschwinden bringen kann.

Gerne bescheinige ich dir, dass du ein umfangreiches Wissen in Natur- und Geisteswissenschaften aufzuweisen scheinst. Aber an deiner Stelle wäre ich mit der einen oder anderen Schlußfolgerung etwas vorsichtiger oder auch demütiger. So ziehst du scheinbar aus Einsteins Reflexionen über Energie, Materie und Raumzeit Schlußfolgerungen, denen jede Grundlage fehlt. Ein Freund von mir würde bei deiner Aussage, die ich oben zitiere, nur von geistiger Onanie sprechen.
Verstehe mich nicht falsch, ich denke sogar selber in eine solche Richtung bzw. schließe das von dir Gesagte nicht aus, aber es aus wissenschaftlichen Erkenntnissen ableiten zu wollen, erscheint mir unseriös.
Zu dem schönen Platon-Zitat fällt mir mal wieder (einige können es wahrscheinlich schon nicht mehr hören, denn die Vorstellung irritiert den Hausverstand etwas) die Idee des Blockuniversums ein (auch da ist im Grunde A. Einstein der Vorreiter, wissen aber die wenigsten). Aber es hilft halt nichts, nur der sich dahinter verbergende Eternalismus ist mit der Speziellen Relativitätstheorie vereinbar.
de.wikipedia.org/wiki/Blockuniversum
Sehr guter Artikel von Rüdiger Vaas in Bild d. Wissenschaft:
www.wissenschaft.de/archiv/-/journal_con...nd-Morgen-sind-eins/

Prinzipiell stimme ich dir auch zu, dass sich die Welt in eine Physiosphäre, Biosphäre und Noosphäre einteilen lässt. Die Physiosphäre hat erst begonnen sich auszuprägen. Der Mensch, Homo sapiens, wird oder kann dabei der Übergang sein zu höheren Formen des Bewusstseins (Transhumanismus, Künstliche Intelligenz). Dann hat er seine Schuldigkeit getan und wird verschwinden bzw. aufgehen oder assimiliert werden von den kommenden Entitäten.
Vielleicht hat hier auf der Erde etwas begonnen, das es einmal bis zur 3. Stufe der Kardaschow-Skala bringen wird:
de.wikipedia.org/wiki/Kardaschow-Skala
Natürlich bleibt offen, wie du schreibst und ich dir darin zustimme, ob das uns bekannte individuelle Bewusstsein der Tiere, Menschen und wohl auch nach neuesten Erkenntnissen der Pflanzen aus dem komplexen Zusammenspiel organischer Materie erst emergiert oder ein Allbewusstsein (Gott oder ein teleologisches Prinzip) hier lenkend und ordnend die Welt transzendiert und/oder ihr immanent ist.
Mit den drei Möglichkeiten, reiner Naturalismus, Intentionalismus (Gott, Kreationismus) oder teleologisches Prinzip beschäftigt sich das sehr interessante und anspruchsvolle Buch von Thomas Nagel (ein New Yorker Philosoph von Weltruf): "Geist und Kosmos". Nagel, der selber ein Atheist ist, hält die teleologische Variante für die wahrscheinlichste. Das Interessanteste an seinem Buch ist aber m.E. die nachdenklich machende Kritik an der Erkenntnismethode der Naturwissenschaft, die letztlich zu einem platten Naturalismus, Materialismus und Positivismus in vielen intellektuellen Köpfen der Neuzeit geführt hat. Thomas Nagel ist nicht irgendwer und er weiß, wovon er in Bezug auf die Naturwissenschaft spricht. Seine Gedanken sind spannend u. letztlich muss jeder selber entscheiden, inwieweit er sie teilt.

Aber nun breche ich ab, denn ich merke, dass meine utopischen Spekulationen im Grunde auch eine Form der geistigen Onanie sind.
Im achtfachen Pfad des Buddhismus, der eine Anleitung auf dem Weg ins Nirwana ist, heißt die zweite Regel (rechtes Denken und rechter Entschluß):
Begriffe und Gedanken werden der Wirklichkeit nie gerecht.
Ich denke, diese Aussage gilt für Religionen, Philosophien wie auch in letzter Konsequenz, gerade wenn es um Urknall und die großen kosmologischen oder subatomaren Fragen geht, für die Naturwissenschaft. Denke, da sind wir uns einig.

Das größte Glück und den tiefsten Sinn erfahren wir, wenn unser Sehnen, Suchen und Finden in einem einzigen Augenblick zeitgleich präsent sind. Der nächste Augenblick ist dann nur noch schnödes Haben. (Cyborg, am Innufer, 14. April 2018)
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Die Komponenten des Universums:Energie, Materie und Information 05 Mär 2017 11:08 #12443

Danke für die Antwort.

Es geht nicht um Religion, sondern um das, was Religion und Wissenschaft gemeinsam repräsentieren: Bewusstsein+Materie+ Metaphysik/Transzendenz. Und diese Transzendenz wir ja auch nicht von allen Wissenschaftlern ignoriert, siehe Zitate.Hier noch einer, der verstanden hat, dass Bewusstsein der bestimmende Faktor bei der Entwicklung der Schöpfung ist: www.robertlanzabiocentrism.com/
."Lanza believes that life and biology are central to being, reality, and the cosmos—consciousness creates the universe rather than the other way around."

Religion und Wissenschaft sind mit der Frage, ob Bewusstsein Materie erschaft, oder umgekehrt, vollkommen abstrahiert. Es sind nur drei Antworten möglich: 1. B erschafft M, 2. M erschafft B 3. keine Ahnung, ich kann /will mich nicht entscheiden...........

Die BigBang-Physik lebt von der Hoffnung, dass es vor Raum und Zeit Energie gab. Das ist logisch unmöglich, weil es ohne Zeit kein "davor" gibt. Die Energie kann auch nicht neben Raum und Zeit existieren, weil es ohne Raum kein "neben" gibt. Das Energie aus einem "absoluten Nichts" von Energie, Raum und Zeit emergiert ist auch unmöglich, denn sonst wäre es kein "absolutes Nichts". Höhere Dimensionen anzunehmen ist auch Quatsch, weil die Frage nach der Schöpfung damit nur um Dimensionen erweitert wird........ Was immer und ewig bleibt ist das "Bewusstsein von.....?Wort?"
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Die Komponenten des Universums:Energie, Materie und Information 05 Mär 2017 11:27 #12444

...ohne raum und zeit gibt es kein "eins nach dem anderen" ..... du hat einstein nicht verstanden......

ich spreche auch von keinem schöpfergott, sondern von der synthese der schöpfung auf der ebene von bewusstsein und energie,

vielleicht ist "gott" dämlich, vielleicht wollte er auch nur kein totalitäres arschloch sein und nicht jeder eignet sich zum handwerker
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Die Komponenten des Universums:Energie, Materie und Information 05 Mär 2017 12:13 #12445

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Du beschreibst es schon richtig was Zeit angeht mit einer Dimension aber was ist Zeit eigentlich für ein Faktor in der Natur? Es gab so gesehen immer ein davor aber aus welcher perspektive möchtest du es betrachten? Und worldpeacecaféberlin ich verstehe so einiges nicht, auch solche Menschen die sich mit Sachen beschäftigen die sich einer Überprüfung entziehen. Also was los mit dir?.... nix interessanteres gefunden? was ist das?

worldpeacecaféberlin schrieb: ich spreche auch von keinem schöpfergott, sondern von der synthese der schöpfung auf der ebene von bewusstsein und energie,

da soll nun Energie und Bewusstsein synthetisieren zur Schöpfung?
Synthese der SCHÖPHUNG auf der ebene von Bewusstsein und Energie, wer hat dir so viel Darminhalt zwischen die Synapsen gepresst?? Du bist die Kirsche auf meiner Sahnetorte, ich werde dich genießen :D

Ja ich kann alles, sogar definieren was ich nicht kann.

Man muss noch Chaos in sich haben, um einen tanzenden Stern gebären zu können.
**Der Friedrich**
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Die Komponenten des Universums:Energie, Materie und Information 05 Mär 2017 14:34 #12450

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wpcb schrieb:

...ohne raum und zeit gibt es kein "eins nach dem anderen" ..... du hat einstein nicht verstanden......

Damit scheinst du mich zu meinen. Ich glaube, du hast dir nicht die Mühe gemacht und die beiden Links über das Blockuniversum gelesen. Die Nichtgleichzeitigkeit der SR ist im Grunde nur im Blockuniversum erklärlich. Aber darüber haben wir an anderer Stelle hier schon genug geschrieben.

Die BigBang-Physik lebt von der Hoffnung, dass es vor Raum und Zeit Energie gab. Das ist logisch unmöglich, weil es ohne Zeit kein "davor" gibt. Die Energie kann auch nicht neben Raum und Zeit existieren, weil es ohne Raum kein "neben" gibt. Das Energie aus einem "absoluten Nichts" von Energie, Raum und Zeit emergiert ist auch unmöglich, denn sonst wäre es kein "absolutes Nichts"

Du unterstellst den seriösen Vertretern der Urknalltheorie Aussagen, die sie so nicht treffen. Vor 10-43 Sek ist keine Aussage möglich. Das wird immer betont.

Chris,
so sehr ich deine Kritik an wpcb verstehen kann, aber müssen gleich immer so persönliche Attacken sein?

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Die Komponenten des Universums:Energie, Materie und Information 05 Mär 2017 18:24 #12452

Mir reichen Einstein, Planck, Pauli, Bohr, Bohm, Heisenberg, Dürr, Zeilinger, Lesch, die haben alle verstanden wo das Problem liegt. Ich bezweifle schwer, dass auch nur 5% aller "atheistisch gestimmten" Menschen von Quantenfluktuation schon mal etwas gehört haben.

Du bist ein typischer Wiederkäuer von Allgemeinplätzen: "Als die Geburt sich ereignet hatte, verlief alles nach strengen Regeln, bis heute und in Zukunft wird alle Natur sich nach diesen Regel ereignen und richten. Es sind die Prozesse, die keinen Halt kennen und auch keine Regelverstöße.
Ich weiß, dass ist ein hartes Statement. Aber so funktioniert die Natur nun mal."

Woher kennt die Natur ihre Regeln ? Wo kommen die Regeln her ? wer bestimmt was natur ist ? Und warum ändern sich die Regeln im Verlauf der Wissenschaft, wie z.B. durch die RT ?

Tut mir leid, aber auf diesem Niveau ist jede Diskussion sinnlos
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Die Komponenten des Universums:Energie, Materie und Information 05 Mär 2017 21:29 #12456

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wpcb schrieb:

Ich bezweifle schwer, dass auch nur 5% aller "atheistisch gestimmten" Menschen von Quantenfluktuation schon mal etwas gehört haben.

Nun zähle ich mich zwar selber nicht zu den "atheistisch gestimmten" Menschen, aber so eine Aussage, wie du sie hier machst, ist einfach nur dumm. Woher willst du bitte wissen, wer alles schon von Quantenfluktuationen gehört hat bzw. sich damit befasst und ob er gläubig ist oder nicht? So eine schwachsinnige Aussage!
Das sagt viel aus, welch Geistes Kind du bist. Man tut ach Gott wie tolerant, aber wird widersprochen und trifft man auf andere Meinungen, dann reagiert man eingeschnappt und gekränkt.

Woher kennt die Natur ihre Regeln ? Wo kommen die Regeln her ? wer bestimmt was natur ist ? Und warum ändern sich die Regeln im Verlauf der Wissenschaft, wie z.B. durch die RT ?

Nochmal: Dafür gibt es drei verschiedene Erklärungsmöglichkeiten. Die intentionalistische (Gott im weitesten Sinne bzw. eine Superintelligenz im Sinne der Simulationshypothese von Nick Bostrom), die teleologische (Geist als immanentes Prinzip der Natur) oder eben die rein naturalistische Deutung.
Alle drei Deutungsmöglichkeiten stehen m.E. im philosophischen Sinne gleichberechtigt nebeneinander. Die Naturwissenschaft kann jedoch aufgrund ihres Selbstverständnisses nur die naturalistische Deutung akzeptieren. Die naturalistische Deutung geht davon aus, dass entweder die Entstehung des Alls mit seinen Naturgesetzen und Konstanten auf einem ungeheuren Zufall beruht bzw. der Urknall kein singuläres Ereignis ist, sondern unendliche Male vorkommt. Dann existieren unzählige, unendlich viele Universen (Mulitversen), von denen wieder eine unendliche Teilmenge exakt die Gesetze und Konstanten aufweist, wie das unsere. Aber das ist schon Spekulation, weil wohl nicht überprüfbar. Deshalb reduziert der Naturalismus bzw. Positivismus, der Gott oder eine höhere Macht negiert, seine Deutung, warum wir hier sind und existieren, auf das sogenannte anthropische Prinzip. Brandon Carter hat es in etwa so formuliert: "Wenn wir hier in der Welt sind sie zu beobachten, dann muss sie so sein wie sie ist."
Klar, das AP ist umstritten. Die Kritiker meinen, damit wäre nichts erklärt und es wäre eine Tautologie. Damit schließt sich der Kreis und es sind eben alle drei Standpunkte zur Welterklärung m.E. aus philosophischer Sicht haltbar.
So zu tun, als wäre die Sache entschieden im Sinne der Evidenz einer höheren Macht oder eines Allbewusstsein ausserhalb von Raum und Zeit, ist nicht seriös. Und das musst du dir vorwerfen lassen.

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Die Komponenten des Universums:Energie, Materie und Information 05 Mär 2017 22:09 #12458

@wpcb,

ein Wiederkäuer von Allgemeinplätzen? Nein, der bin ich mit Sicherheit nicht. Ich bin Physiker und hab mir die Erkenntnisse und die Bemühungen der wissenschaftlichen Welt , die schlussendlich zu unserem heutigen Weltbild geführt haben, mehr als 40 Jahre angeschaut und vergegenwärtigt.
Und wie wir alle wissen, sind wir heute keineswegs am Ende unseres Erkenntnisweges angelangt.
Ganz im Gengenteil. Wir stehen wieder, wie so oft in der Geschichte vor neuen Herausforderungen. DM, DE, seien nur als Stichworte genannt.
Bereits Erkanntes immer wieder zur Disposition zu stellen, ist immer sinnvoll. Aber man muss sich vor Augen führen, wie viele Menschen sich dieser Aufgabe gewidmet haben und noch widmen.
Dieses Bemühen der Menschen nach weiterem Erkenntnisgewinn wird man nicht aufhalten können. Aber warum sollte man auch? Erkenntnisgewinn als solches ist gut.
Ich fürchte nur, dass über die Erstursache allen Seins niemals eine schlüssige Antwort gegeben werden kann.
Wenn am Anfang Raum, Zeit und Materie zusammen in ihre Existenz geworfen wurden, dann bleibt nur zu bemerken, dass es ein Zuvor nicht gegeben hat. Redet man doch darüber, befindet man sich im Reich der Spekulation. Ein Gott gehört genauso dazu wie Quantenfluktuationen oder Multiversen.
Grüße
Thomas
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Die Komponenten des Universums:Energie, Materie und Information 06 Mär 2017 11:22 #12461

Nur weil man nicht weiß wie das Universum entstanden ist, heißt das nicht, dass nicht alle historischen und aktuellen religiösen Lehren Märchen und Mumpitz sind. Das sind sie allesamt.

Gibt es einen Gott? Vielleicht, sehr wahrscheinlich aber eher nicht. Wir arbeiten dran.

S = k log W
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Die Komponenten des Universums:Energie, Materie und Information 06 Mär 2017 11:40 #12463

Tut mir leid Thomas, aber das was du da über die "Regeln und alles geht seinen Gang" gesagt hast, klingt mir zu sehr nach Determinismus à la Newton. Der entscheidende Punkt für ein neues Verständnis der Schöpfung setzt bei der RT, der QM und den Neurowissenschaften an. Und bei ganz einfacher Logik.

zur Logik: du sagst es selber: "Wenn am Anfang Raum, Zeit und Materie zusammen in ihre Existenz geworfen wurden, dann bleibt nur zu bemerken, dass es ein Zuvor nicht gegeben hat." Redet man doch darüber, befindet man sich im Reich der Spekulation." Das tun wir alle, auch die Wissenschaft.

Wo kommt dann die Energie her ? Logischerweise - und genau so ist die Idee von der Energie auch entstanden: Aus dem Reich der Spekulation, als Idee. Ich nenne diese Reich der Spekulation "Jenseits", weil Energie jenseits von Zeit und Raum existieren muss und auch zeitlich und räumlich begrenzt nicht vorstellbar ist. Aber es spricht für mich nichts dagegen zu denken: "Aus Theorie Praxis zu machen ist so etwas wie der "Motor der Schöpfung".

Das Reich der Spekulation umfasst: denken, glauben, wünschen, hoffen, rechnen... und da kommen alle unsere ideen her. Unser Gehirn hat leider keine Festplatte sondern funktioniert nur wie ein Prozessor der Schaltkreise schliesst. Die Neurowissenschaften sind inzwischen auch so weit Bewusstsein nicht mehr in unserem Gehirn zu lokalisieren..... qz.com/866352/scientists-say-your-mind-i...n-or-even-your-body/ ..... und die QM strotzt nur so vor Aussagen über die Verbindung bzw. Wechselwirkung von Materie und Bewusstssein.

M. E. ist die Materie die Festplatte unseres Bewusstseins, also auch unsere Körper. Unsere Bewusstsein ist der Mittler zwischen dem materiellen Diesseits und dem Jenseits, also dem Reich der Spekulation. Die physikalischen Konstanten und die Energie wurden entweder aus einem Vorläuferuniversum übernommen, Modelle dazu gibt es von Penrose(Das zyklische Universum) bzw. Martin Bojowald(inverses Universum), was aber auch wieder ein "Jenseits" unserer Raumzeitmaterie-Realität darstellen würde, oder dieses Jenseits existiert mit dem Diesseits, z.B. jenseits des Erignishorizontes, also z.B. in Form eines schwarzen Lochs.

Hawking musste 2004 schon einmal zurückrudern in der Diskussion um den Informationserhalt bei schwarzen Löchern, er hattte ja behauptet, dass Information verloren gehen kann. Jetzt zieht er die gleiche Nummer noch einmal durch mit seinem peinlichen Versuch beweisen zu können, dass ein "Gott" nicht nötig ist, damit das Universum sich aus ?????? heraus genau so entwickelt hat, wie wir es heute "messen". Ja vollkommen richtig, "Gott"(und schon gar kein wie auch immer personalisierter oder allmächtiger) existiert nicht, aber daran betiligt sind immer nochr das Bewusstsein/die Information von Hawking und unsere Messsungen.....

Ohne die - wie auch immer geartete - Beteiligung von Bewusstsein ist keine Aussage denkbar.

@Chris und Cyborg: Eure Beiträge strotzen vor Annahmen und Freundlichkeiten, die wesentlich mehr über euch - nämlich als Herkunftsnachweis - als über mich aussagen.
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Die Komponenten des Universums:Energie, Materie und Information 06 Mär 2017 12:18 #12467

Ich verstehe nicht was WPCB uns sagen will? Ich lese viel wild zusammengewürfeltes Halbwissen und haarsträubende Spekulationen gepaart mit Beleidigungen von erwiesenermaßen seriösen Diskussionspartnern und Mitforisten.

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Die Komponenten des Universums:Energie, Materie und Information 06 Mär 2017 17:33 #12471

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So in etwa wie Madouc sehe ich das auch. Wpcf erinnert in seiner Argumentation an Pippi Langstrumpfs Motto: Ich mache mir die Welt wie sie mir gefällt.
Ich bin selber ein Freund von Spekulationen in Bezug auf die letzten Dinge und möchte offen bleiben für alles. Aber ich wehre mich dagegen, wenn jemand so tut, als wäre das alles bewiesen oder zwingend so und nicht anders.
Andererseits, was soll es, schließlich firmiert der Link unter Alternativen Weltbildern.

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Die Komponenten des Universums:Energie, Materie und Information 06 Mär 2017 19:43 #12476

worldpeacecaféberlin schrieb: Hawking musste 2004 schon einmal zurückrudern in der Diskussion um den Informationserhalt bei schwarzen Löchern, er hattte ja behauptet, dass Information verloren gehen kann. Jetzt zieht er die gleiche Nummer noch einmal durch mit seinem peinlichen Versuch beweisen zu können, dass ein "Gott" nicht nötig ist, damit das Universum sich aus ?????? heraus genau so entwickelt hat, wie wir es heute "messen". Ja vollkommen richtig, "Gott"(und schon gar kein wie auch immer personalisierter oder allmächtiger) existiert nicht, aber daran betiligt sind immer nochr das Bewusstsein/die Information von Hawking und unsere Messsungen.....

Information ist makroskopisch und hat daher in der Quantentheorie keinen platz , Elementarteilchen tragen keine versteckten variablen .
Information ist keine Erhaltungsgröße , ob eine Festplatte in der Sonne oder in einem Schwarzen Loch landet ist egal da beides die Information vernichtet .

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Die Komponenten des Universums:Energie, Materie und Information 06 Mär 2017 23:53 #12484

Ach ja und nur der Vollständigkeit halber: Dürr hat niemals einen Nobelpreis erhalten, keinen für Physik, keinen für Frieden weder 1995 noch sonst irgend wann. Das ist eine dieser typischen Fake News mit der sich die postfaktische Generation ihre Wahrheiten zusammenzimmern möchte. Außerdem sind sämtliche Veröffentlichungen von ihm nach Heisenbergs Tod, spätestens aber nach 2005 mit äußerster Vorsicht zu genießen.

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Die Komponenten des Universums:Energie, Materie und Information 07 Mär 2017 00:40 #12486

Merkel, Dürr, Lesch ihnen allen haben wir mit den Steuergroschen der kleinen Leute - reiche Leute zahlen in unsrem System keine Steuern - eine anständige Ausbildung zukommen lassen. Genutzt hat es leider nur mehr oder weniger zeitweilig. Ausgebildet zum Wissen haben wir sie am Ende doch alle drei an den Glauben verloren. Von denen interessiert sich keiner mehr für Fakten. Die haben alle Überzeugungen gewonnen die durch Fakten nicht mehr irritierbar sind.
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Die Komponenten des Universums:Energie, Materie und Information 07 Mär 2017 19:40 #12511

Ist Dir bewusst, dass viele der berühmten Pioniere in der Physik und in der Mathematik gläubige Menschen waren? Ohne diese wären viele Basis-Entdeckungen erst später gefunden worden.

Man sollte nicht das Studium anderer Personen als überflüssig bezeichnen. Es gibt beispielsweise viele Physiker, die nach ihrem Studium nicht in der Forschung tätig sind und beruflich nichts mehr mit Physik zu tun haben.

Nicht extra gekennzeichnete Beiträge sind normale private Beiträge. Sie sollten genauso diskutiert und kritisiert werden wie alle anderen Beiträge auch.
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Die Komponenten des Universums:Energie, Materie und Information 08 Mär 2017 09:45 #12518

Den Friedensnobelpreis hat H-P. Dürr als Mitglied von Pugwash 1995 erhalten und den alternativen Nobelpreis 1987
de.wikipedia.org/wiki/Liste_der_Friedensnobelpreistr%C3%A4ger
de.wikipedia.org/wiki/Liste_der_Tr%C3%A4...ght_Livelihood_Award

Die Fragestellung ist immer noch die gleiche: Wo kommt die Energie her für Urknall und E=mc², wie entsteht Masse auf Quantenebene, wo kommen die ganzen Konstanten für c, h, g etc. her ? So meine Herren und jetzt hätte ich gerne ihren Antworten. Sachlich, präzise, möglichst unwiderlegbar und bitte keine der gängigen Theorien, die passen alle nicht zusammen und erklären unter Berücksichtigung von DM und DE nur ca. 5% der im Universum wirkenden Phänomene.

Wenn wir die Physik des Universums mit einer Torte vergleichen, dann wird gerade einmal ein 5% Anteil , der auch noch fragmentarisch aus unterschiedlichen Tortensorten besteht, serviert. Niemand kann sagen wer die Zuaten bereitgestellt hat und das was da ist hat sich am besten selber gebacken..................

Hey Leute geht's noch. Wie verzweifelt muss man sein um sich an so einen Erklärungsversuch zu klammern bzw. zu glauben um es dann anderen als "Wissen" zu verkaufen............Schon Einstein hat festgestellt, das dass was Wissenschaft erklären kann, eher abnimmt als zunimmt............

Meine Antwort ist ganz einfach: "Erst mal kommt alles aus unserem Bewusstsein, mit Zahlen und Worten erklärt und beschrieben" Ob es noch woanders herkommt und auch ohne ein - jenseits von Zeit und Raum und "Natur" - zu beschreibendes Bewusstsein existiert ist fraglich und nicht bewiesen. Ob es "aus dem Nichts aus sich heraus" entstanden ist auch sehr fragwürdig(->Lesch über das Nichts), weil "aus sich heraus" ohne das Bewusstsein von "aus sich heraus" leider nicht existiert und ein "Nichts" aus dem etwas entsteht m.E. ziemlicher Unsinn ist und der dann als "gesunder Menschenverstand" umetikettiert wird.

Niels Bohr:
„Wer über die Quantentheorie nicht entsetzt ist, der hat sie möglicherweise nicht verstanden“.

Der Preis den Religionen und Kirchen für ein "bewusstseinsgesteurtes Universum" bezahlen ist wesentlich höher, weil damit "alle Behauptungen über Gott falsch sind", wie Eckhart von Hochheim schon im 14. Jh. so schön bemerkt hat. Im Gegenteil, es ist ja der Wissenschaft zu verdanken unser individuelles und kollektives Bewusstsein in den Fokus des interesses zu rücken.........OK, "bezahlen" mit Einschränken. Buddha war vor 2500 Jahren schon genau so weit und hat uns gelehrt, dass menschliches Leid aus dem Verfolgen unterschiedlicher Theorien bzw .Konzepte entsteht, die Anhäger von Buddha und von Nondualität(Advaita)können sich freuen.......

Das, was Buddha lehrt, Liebe Mitgefühl und Harmonie, lässt sich in der Physik am besten mit Kohärenz vergleichen, als eine Form von Harmonie in Wellenform. Bleibt die Frage, was zur Dekohärenz, also zum sogenannten Kollaps der Wellenfunktion führt ? Die m.E. interessanteste Anwort darauf: Die transaktionale Deutung der QM von John Cramer: durch die Zeit, durch die Transaktion(Multiplikation) von in der Zeit vorwärts und rückwärts laufenden Wellen Und genau diese Multiplikation finden wir auch in der RT wieder, in c², denn c ist der Faktor der die Zeit enthält. Das Einzige was es zu diesem Ansatz braucht ist der Mut Bewusstsein als Wellenform mit Lichtgeschwindigkeit zu betrachten, Energie als "Input" und Materie als "Output" unseres "kollektiven Bauvorhabens".
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Die Komponenten des Universums:Energie, Materie und Information 08 Mär 2017 10:02 #12519

@wpcb,

"So meine Herren, und jetzt hätte ich bitte euere Antworten. Sachlich, präzise, möglichst unwiderlegbar........
Kleiner Vorschlag am Rande: Ihr baut da in Berlin erst mal eueren Flughafen zu Ende, sachlich, präzise und unumkehrbar. Wenn ihr das geschafft habt, diskutieren wir hier weiter.

Grüße
Thomas
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Die Komponenten des Universums:Energie, Materie und Information 08 Mär 2017 10:25 #12520

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Hallo worldpeacecaféberlin,

eigentlich wollte ich nichts mehr zu diesem Thema schreiben, aber wenn du unbedingt Antworten brauchst, versuche ich mein bestes..

worldpeacecaféberlin schrieb: So meine Herren und jetzt hätte ich gerne ihren Antworten. Sachlich, präzise, möglichst unwiderlegbar und bitte keine der gängigen Theorien, die passen alle nicht zusammen und erklären unter Berücksichtigung von DM und DE nur ca. 5% der im Universum wirkenden Phänomene.


Die Antwort ist schon seit langem bekannt, diese ist bei solch einer Fragestellung absolut sachlich, präzise, 100%-ig unwiderlegbar(!) und gehört auch nicht zu den gängigen Theorien der Physik, also sollten alle deine Anforderungen erfüllt sein!
Diese Antwort sollte man bereits seit 1979 kennen, wenn man mit der "richtigen" Fachliteratur vertraut sein sollte.

Und die Antwort ist ... (Trommelwirbel) ...
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ich hoffe ich konnte damit für ein wenig Klarheit sorgen.


Grüße, M13P4.
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Die Komponenten des Universums:Energie, Materie und Information 08 Mär 2017 10:29 #12521

Eine Antwort die m.E. eines "Moderators" nicht würdig ist, unsachlich und schon wieder auf etwas persönliches abzielend. Und, es tut mir leid, absolut unzutreffend - WPCB ist zwar mein Projekt in Berlin. Ich schreibe aus 71065, Schade, dass ihnen - auch zum Thema Kohärenz - nichts besseres einfällt.
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Die Komponenten des Universums:Energie, Materie und Information 08 Mär 2017 10:39 #12522

Endlich mal jemand mit Humor hier. 42, fortytwo, als 4T2 in 21.12.2012, also. Twendyfirsd Tweldh TwendyTweldh ist ja leider nur die Hälfte der Wahrheit in Form einer, Trommelwirbel: Metapher. Die eigentliche Antwort lautet ja: "Der Planet Erde wurde gebaut, damit die Menschen es herausfinden"

Könnte schwer werden in diesem Forum.
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Die Komponenten des Universums:Energie, Materie und Information 08 Mär 2017 10:50 #12523

Also mich hast du überzeugt, kann ja eigentlich gar nicht anders sein als du das beschreibst. Deine Beweise sind hieb- und stichfest, einfach nicht zu widerlegen. Gratulation! Ich denke der Nobelpreis lässt nicht mehr lange auf sich warten, du bist ein Geschenk für die Menschheit.

Vielen Dank!

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Die Komponenten des Universums:Energie, Materie und Information 08 Mär 2017 11:36 #12525

@mpcb
ein altes Sprichwort lautet: wie man in den Wald hinein schreit, so hallt es aus ihm zurück.

Könnte nicht leicht werden in diesem Forum. Stimmt!

Also, entweder wir finden jetzt einen verfünftigen Tonfall, oder ich lösche das Gebabbel komplett.

Grüße
Thomas
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