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THEMA: Lichtäther

Lichtäther 06 Aug 2017 16:35 #18256

Das Problem der Rotation in der Allgemeinen Relativitätstheorie
Abschnitt 3 ist recht aufschlußreich. Besonders ab Seite 69

Vielleicht muss ich meine vorigen Aussagen revidieren (das wird sich zeigen).
Eins ist mir jedoch einmal mehr klar, das selber mathematisch nachvollziehen bringt uns keinen Schritt weiter.Dafür muss man nämlich erstmal das Problem und seine Randbedingungen vollständig verstanden haben. Hat man das, erübrigt sich aber das selber nachrechnen -- das können andere besser ;)

Der blöde Machsche Eimer ist so Absurd das das Problem dabei eigentlich auf der Strecke bleibt.
Also nach dem Relativitätsprinzip soll ?! sich ein Wassereimer auf der Erde gleich verhalten egal ob die Erde rotiert oder die Sterne. Man kann sich ja vorstellen der Eimer stünde am Nordpol was heutzutage in den Sommermonaten allerdings ein Problem darstellt^^

Thirring betrachtet das Universum vereinfacht als Holkugel und rechnet nun welche Kräfte im Inneren auftreten wenn diese rotiert. Inzwischen habe ich verstanden das in der Äquatorebene die Geschwindigkeit der Hohlkugel größer ist und Aufgrund der dort hoheren kinetischen Energie gemäß m=E/c^2 stärker gravitativ wirkt. Das bewirkt auch Kräfte in z Richtung -- Teilchen werden zur Äquatorebene hingezogen...
Was Thirring über die Corioliskraft herausgefunden hat bin ich noch am lesen... Vielleicht führt das in letzter Konsequenz zur Erklärung ob/wie rotierende schwere Körper die Raumzeit verdrillen...

Gruß
Merilix


PS: Erkenntniss ganz ohne selber nachrechnen zu müssen. Mathe vernebelt blos das Hirn ;)

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Lichtäther 06 Aug 2017 16:56 #18257

Merilix schrieb: Abschnitt 3 ist recht aufschlußreich. Besonders ab Seite 69

Ok, les ich mir mal durch.

Merilix schrieb: Dafür muss man nämlich erstmal das Problem und seine Randbedingungen vollständig verstanden haben.

Is klar.

Merilix schrieb: Hat man das, erübrigt sich aber das selber nachrechnen -- das können andere besser ;)

Vielleicht, aber ich einen Thread aufgemacht, um es selbst nachzurechnen. Möglichst für alle nachvollziehbar.

Merilix schrieb: Der blöde Machsche Eimer ist so Absurd das das Problem dabei eigentlich auf der Strecke bleibt.
Also nach dem Relativitätsprinzip soll ?! sich ein Wassereimer auf der Erde gleich verhalten egal ob die Erde rotiert oder die Sterne. Man kann sich ja vorstellen der Eimer stünde am Nordpol was heutzutage in den Sommermonaten allerdings ein Problem darstellt^^

So hab ich das auch verstanden.

Merilix schrieb: Thirring betrachtet das Universum vereinfacht als Holkugel und rechnet nun welche Kräfte im Inneren auftreten wenn diese rotiert. Inzwischen habe ich verstanden das in der Äquatorebene die Geschwindigkeit der Hohlkugel größer ist und Aufgrund der dort hoheren kinetischen Energie gemäß m=E/c^2 stärker gravitativ wirkt. Das bewirkt auch Kräfte in z Richtung -- Teilchen werden zur Äquatorebene hingezogen...
Was Thirring über die Corioliskraft herausgefunden hat bin ich noch am lesen... Vielleicht führt das in letzter Konsequenz zur Erklärung ob/wie rotierende schwere Körper die Raumzeit verdrillen...

Ja, das werden wir sehen.

Merilix schrieb: PS: Erkenntniss ganz ohne selber nachrechnen zu müssen. Mathe vernebelt blos das Hirn ;)

Meins nicht. Mir hilfts. Aber jedem seinen Ansatz.

Nachvollziehbare Mathematik ist notwendige Grundlage zur Beurteilung von physikalischen Modellen.
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Lichtäther 06 Aug 2017 17:04 #18258

Michael D. schrieb: @Lulu
Ein wunderbares Dokument! Ich zitiere mal Einstein:

"Zusammenfassend können wir sagen: Nach der allgemeinen Relativitätstheorie ist der Raum mit physikalischen Qualitäten ausgestattet; es existiert also in diesem Sinne ein Äther. Gemäß der allgemeinen Relativitätstheorie ist ein Raum ohne Äther undenkbar; denn in einem solchen gäbe es nicht nur keine Lichtfortpflanzung, sondern auch keine Existenzmöglichkeit von Maßstäben und Uhren, also auch keine räumlich-zeitlichen Entfernungen im Sinne der Physik. Dieser Äther darf aber nicht mit der für ponderable Medien charakteristischen Eigenschaft ausgestattet gedacht werden, aus durch die Zeit verfolgbaren Teilen zu bestehen; der Bewegungsbegriff darf auf ihn nicht angewendet werden."

Bei dem letzten Satz hab ich so meine Schwierigkeiten, denn gemäss Lense-Thirring-Effekt kann der Raum ja um grosse Massen mitrotieren und das eingebettet in relativ dazu ruhenden Raum in der Peripherie.


Ich habe vor ein paar Tagen schon einmal den versuch unternommen zu veranschaulichen, dass es dafür keinen Äther braucht, sondern bloß die Gesetze der speziellen Relativitätstheorie und eine Gravitation, die von und auf alle Formen von Energie wirkt. Dann ist die relstivistische Massenzunahme eines schnell bewegten Körperd relativ zu dir nämlich mit einem Energieäquivalent verknüpft. Wenn dieselbe relativistische Masseansammlung immer wieder von links nach rechts an dir vorbeizischt, dann wird sie "leichter", je näher sie dir ist, weil die Relativgeschwindigkeit zu den Zeitpunkt am niedrigsten ist. Dieses Phänomen induziert ein gravitomagnetisches Moment.

Allerdings ist das gravitomagnetische Feld, das von diesem Moment erzeugt wird, ebenso wie ein normales Magnetfeld relativ zum jeweiligen Beobachter zu messen, und nicht etwa fest im Medium "Raum" verankert.

Das ist ein wenig schwer zu erklären, aber im Grunde bedeutet es, dass die Stärke des lense-thirring-effekts bzw. des frame dragging bei schwarzen Löchern, bzw die Wirkung von Gravitationswellen ebenso der Lorentztransformation unterworfen sind wie die EM-Wechselwirkung.

Der Lense-Thirring-Effekt ist von seiner Natur her also stark vergleichbar mit der Wirkung eines Magnetfeldes auf ein kreisendes Elektron, und diese Wirkung ist ja bekanntlich mit einer Äthertheorie inkompatibel. Also, will ich meinen, ist es die gravitative Wechselwirkung ebensowenig.
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Lichtäther 06 Aug 2017 17:12 #18260

Michael D. schrieb: Also: Lassen wir den Begriff "Äther" weg und sprechen von der Raumzeit als Medium und untersuchen, ob es beweglich ist oder nicht. Es dient auf jeden Fall der Informationsübetragung. Und die findet mit Lichtgeschwindigkeit statt, sei es nun über Lichtwellen oder Gravitationswellen. Beides sind Transversalwellen, die für ein festes, zähes Medium sprechen.


Auch diesen Begriff muss ich dir leider wieder wegnehmen.

"Medium" ist ein Begriff aus der Optik und bezeichnet jede Substanz außer dem Vakuum, durch das sich Lichtwellen ausbreiten können.

Der Raum ist in diesem Sinne geradezu das Gegenteil bzw. das Fehlen eines Mediums.

Und das ist auch die zentrale Erkenntnis, mit der die Äthertheorie widerlegt wurde: Das Licht braucht *gar kein* Medium, um sich fortzupflanzen. Und auf der Erde erzwugtes Vakuum ist das, was diesem "nichts" am nächsten kommt. Also definiert man "Vakuum" als die Abwesenheit eines Mediums.

Direkter Widerspruch zu deiner Aussage. (Die deswegen nicht falsch sein muss, aber jedenfalls Begriffe abweichend vom allgemeinen Sprachgebrauch verwendet)
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Lichtäther 06 Aug 2017 17:26 #18262

Reisender schrieb: Auch diesen Begriff muss ich dir leider wieder wegnehmen.

"Medium" ist ein Begriff aus der Optik und bezeichnet jede Substanz außer dem Vakuum, durch das sich Lichtwellen ausbreiten können.

Meinetwegen, nennen wir es "Vakuum mit physikalischen Eigenschaften, die eine Übertragung von Wellen erlauben".

Reisender schrieb: Und das ist auch die zentrale Erkenntnis, mit der die Äthertheorie widerlegt wurde: Das Licht braucht *gar kein* Medium, um sich fortzupflanzen. Und auf der Erde erzwugtes Vakuum ist das, was diesem "nichts" am nächsten kommt. Also definiert man "Vakuum" als die Abwesenheit eines Mediums.

Die Lorentzsche Äthertheorie ist experimentell von der SRT nicht unterscheidbar. Das Licht bracht zwar kein Medium aber das Vakuum als Medium mit physikalischen Eigenschaften stört wiederum auch nicht.

Reisender schrieb: Direkter Widerspruch zu deiner Aussage.

Nein.

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