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THEMA: Raumexpansion als natürliches Wachstum

Raumexpansion als natürliches Wachstum 15 Aug 2017 14:04 #18642

Ropp schrieb: David Wiltshire hat dazu vor 10 Jahren einige Papiere veröffentlicht.

Hab mal ein bisschen recherchiert und einen ganz guten Bericht zur DE gefunden. Gemäss David Wiltshire läuft tatsächlich in den Voids eine andere Zeit ab wie im Bereich der Galaxien. Demnach ergeben sich verschiedene Zeitzonen im Universum, das man sich wie einen löchrigen Schwamm oder einen Schweizer Käse vorstellen kann.

Nachvollziehbare Mathematik ist notwendige Grundlage zur Beurteilung von physikalischen Modellen.
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Raumexpansion als natürliches Wachstum 15 Aug 2017 14:10 #18643

hat sich erledigt

Leicht beieinander wohnen die Gedanken. Doch hart im Raume stoßen sich die Sachen. Schiller, Wallenstein
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Raumexpansion als natürliches Wachstum 15 Aug 2017 15:18 #18644

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Michael D. schrieb:

Ropp schrieb: David Wiltshire hat dazu vor 10 Jahren einige Papiere veröffentlicht.

Hab mal ein bisschen recherchiert und einen ganz guten Bericht zur DE gefunden. Gemäss David Wiltshire läuft tatsächlich in den Voids eine andere Zeit ab wie im Bereich der Galaxien. Demnach ergeben sich verschiedene Zeitzonen im Universum, das man sich wie einen löchrigen Schwamm oder einen Schweizer Käse vorstellen kann.

Der Name, der mir nicht eingefallen war, war Jürgen Ehlers, der bereits zehn Jahre tot ist.
Folgende Benutzer bedankten sich: Michael D.
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Raumexpansion als natürliches Wachstum 15 Aug 2017 15:42 #18645

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Denobio,
danke für die Kommentare zu 18604. Ich schließe daraus, dass meine Überlegungen dort richtig sind. Wenn also die Vakuumenergie die Ursache der DE ist, dann muss die Hubblekonstante = Expansionsrate in ferner Zukunft einen Grenzwert erreichen und erst dann wird die Konstante ihrem Namen gerecht werden. Damit dürfte in diesem Szenario ein Big Rip nach meiner Deutung vermieden werden. Expansionsgeschwindigkeit und Skalenfaktor dürfen ja ruhig gegen Unendlich laufen. Erst eine gegen Unendlich strebende Expansionsrate könnte dem All das Messer in Form eines Big Rip auf die Brust setzen, oder?
Grüße Cyborg

Das größte Glück und den tiefsten Sinn erfahren wir, wenn unser Sehnen, Suchen und Finden in einem einzigen Augenblick zeitgleich präsent sind. Der nächste Augenblick ist dann nur noch schnödes Haben. (Cyborg, am Innufer, 14. April 2018)
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Raumexpansion als natürliches Wachstum 15 Aug 2017 15:51 #18646

Cyborg schrieb: Reisender schrieb:

Wobei mir dabei gerade etwas sehr merkwürdiges auffällt: Und zwar steht t ja im Exponenten.
Und aus der Relativitätstheorie wissen wir, dass die Zeit t nicht an jedem Ort des Universums gleich schnell vergeht, sondern dass sie von der Stärke des Gravitationsfeldes abhängt. Folglich - und damit würde auch Michaels Einwand Rechnung getragen - expendiert das Universum in den voids schneller als in der Nähe von Masseansammlungen.

Das wäre dann quasi aus meinem Beitrag 18119 in "Hatte Einstein keine Alternative" die Variante A, oder was meinst du?


Kann ich nicht beurteilen; diesen Thread habe ich nicht verfolgt.
LG
R.
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Raumexpansion als natürliches Wachstum 15 Aug 2017 16:07 #18647

Richtigstellung: Gemäss Wikipedia wird der Hubbleparameter \(H(t)\) als Expansionsrate bezeichnet, nicht der Exponent im Skalenfaktor.
\[H(t)^2=\left(\frac{\dot a(t)}{a(t)}\right)^2=\frac{1}{3}\Lambda c^2\]
\[H(t)=\sqrt{\frac{\Lambda}{3}}c\]
Der Faktor vor dem \(t\) im Exponenten des Skalenfaktors wäre dann die Wachstumskonstante des Skalenfaktors \(a(t)\sim e^{\sqrt{\frac{\Lambda}{3}}ct}\), also:
\[\sqrt{\frac{\Lambda}{3}}c\]
Beide Werte sind identisch, damit ist klar: Die Expansionsrate aufgrund der kosmologischen Konstanten ist im Mittel über das gesamte Universum konstant. Ob die Mittelung zulässig ist, darf bezweifelt werden.

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Raumexpansion als natürliches Wachstum 15 Aug 2017 16:16 #18648

Ropp schrieb:

Michael D. schrieb:

Reisender schrieb: Wobei mir dabei gerade etwas sehr merkwürdiges auffällt: Und zwar steht t ja im Exponenten.
Und aus der Relativitätstheorie wissen wir, dass die Zeit t nicht an jedem Ort des Universums gleich schnell vergeht, sondern dass sie von der Stärke des Gravitationsfeldes abhängt. Folglich - und damit würde auch Michaels Einwand Rechnung getragen - expendiert das Universum in den voids schneller als in der Nähe von Masseansammlungen.

Brilliant erkannt. Es sieht so aus, als hätten wir die bevorzugte Expansion des Universums in den Voids bewiesen.

Du bist ein Genie! :lol:


Weiß ich doch :whistle:
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Raumexpansion als natürliches Wachstum 15 Aug 2017 16:34 #18649

Jetzt, wo wir wissen, dass sich das Universum bevorzugt in den Voids ausdehnt, sollten wir mal rechnerisch das tatsächliche Alter des Universums abschätzen. Ich denke aber, mit Respekt gegenüber Denobio sollten wir hierfür einen neuen Thread eröffnen. Das habe ich soeben getan.

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Raumexpansion als natürliches Wachstum 15 Aug 2017 20:57 #18657

Michael D. schrieb: Richtigstellung: Gemäss Wikipedia wird die Hubblekonstante als Expansionsrate bezeichnet, nicht der Exponent im Skalenfaktor.

\[H^2=\left(\frac{\dot a(t)}{a(t)}\right)^2=\frac{1}{3}\Lambda c^2\]
\[H=\sqrt{\frac{\Lambda}{3}}c\]
Der Faktor vor dem \(t\) im Exponenten des Skalenfaktors wäre dann die Wachstumskonstante des Skalenfaktors \(a(t)\sim e^{\sqrt{\frac{\Lambda}{3}}ct}\), also:
\[\sqrt{\frac{\Lambda}{3}}c\]
Beide Werte sind identisch, damit ist klar: Die Expansionsrate aufgrund der kosmologischen Konstanten ist im Mittel über das gesamte Universum konstant. Ob die Mittelung zulässig ist, darf bezweifelt werden.


Darf es nicht nur, muss es sogar! In seiner Eigenschaft als "Mittelwert" ist es ja schon per Definition konstant. Dass ein stärkeres Gravitationsfeld eine geringere Expansionsgeschwindigkeit mit sich bringt, ist ja durch den integrierten Sachs-Wolfe-Effekt beschrieben, und der dürfte (habe das jetzt nicht recherchiert) mit den Planck-Daten auch schon einigermaßen genau vermessen worden sein.
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Raumexpansion als natürliches Wachstum 15 Aug 2017 22:34 #18664

Cyborg, ein bemerkenswerter Schluss, die endliche Expansionsrate sollte den Big Rip vermeiden. Dieser Schluss gefällt mir wirklich sehr.
Wir müssen von der Hubblefunktion sprechen. Aber das ist nur eine sprachlich Kleinigkeit. Drr Grenzwert, gegen den die Hubblefunktion bei wachsendem Skalenfaktor geht, lautet genau: Hgrenz = Ho mal Wurzel aus Omega_lambda.
Ho ist die heutige Hubblekonstante . Wenn omega_lambda = 0,7 ist, dann ist der Grenzwert für H ca. das 0,8 -fache des heutigen Werts. Die Expansionsrate wird also trotz zukünftiger exponentieller Expansion immer kleiner.
(Die Hubblefunktion in der Form mit den Dichteparametern ist sehr gut geeignet für alle diese Grenzbetrachtungen. Ich stelle sie demnächst mal ins Forum, weil man damit richtig praktisch rechnen kann und auch Überschläge machen kann.)
Grüße Denobio

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Raumexpansion als natürliches Wachstum 16 Aug 2017 16:31 #18712

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Hallo, ihr beiden!

>Big Rip = „Das große Zerreißen“ … WIE stellt ihr euch das vor?
>Wenn ich Rosinen in die Luft werfe, fallen sie zum Glück wieder herunter und mir in den Mund. Würden sie – wie das Universum – beschleunigt expandieren, dazu immer schneller und schneller, bis keinerlei gravitative Wechselwirkungen mehr stattfinden bzw. stattfinden KÖNNEN, wäre dies dann ein Zerriss?
>Denkt ihr, das Strahlung „zerreißt“?
>Ein „spagettisierter“ Gedanke:

Die Korrelation „beschleunigte Expansion“ ↑ („mehr“) „Masse“ ↓ („weniger“), bei gleichzeitigem Erhalt der Gesamtenergie und entsprechend E = mc2, von einem geschlossenen System ausgehend (auch wenn das Universum „offen“ ist), einen wahrscheinlich endlichen Materiegehalt betrachten (Mir scheint, auf die verschiedenen Energieformen lassen sich die Begriffe „endlich oder unendlich“ nicht stöpseln.), ist es lt. QM ausgeschlossen, dass das Universum in ein komplett leeres Universum „hinein-expandiert“, dass es „LEER“ von Strahlung und Masse ist, und falls, in Mrd. von Jahren keine Masse mehr existieren sollte, gäbe es trotzdem Quantenfluktuationen und die Gesamtenergie wäre so groß wie heute, meiner Meinung nach, WENN man, entsprechend Einstein, E und m als wesensgleich betrachtet.[/b]; Geschieht dies - wirklich – käme es der „Ausgangssituation“, besser, einer Ausgangssituation des Universums nah oder nein, entspräche ihr, kein Hoyle'sches Universum wäre es, aber eins, dass meiner "Vorstellung von einem dynamischen Universum" gefällt!
Alles „im Flow“, im „Hubble-Flow“?
Chalawan
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