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THEMA: Die Kerr-Lösung für Schwarze Löcher

Die Kerr-Lösung für Schwarze Löcher 03 Nov 2017 23:20 #21723

Hallo Zusammen,
wir hatten hier schon des Öfteren das Thema Schwarze Löcher. Und es wurde mit viel Engagement versucht, das Wesen von SL zu verstehen.
Ich erinnere an den Thread, indem wir versuchten, zu verstehen, was mit Materie eigentlich passiert, wenn sie den Schwarzschildradius überschreitet. Wird sie dann bosonisch?
Andreas hat jetzt ein neues Video eingestellt, das die statische und die Kerr- Lösung der ART super erklärt.
Bitte anschauen! Es ist der Anfang des Verständnisses, was SL wirklich sind und wie sie in ihrer Massenvielfalt entstanden sind , welchen Ursprung sie haben, um 20 Mrd Sonnenmassen erreichen zu können oder lediglich drei, wenn sie stellaren Ursprungs sind.
Bitte anschauen!
VG
Thomas
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Die Kerr-Lösung für Schwarze Löcher 04 Nov 2017 09:45 #21727

  • Cyborg
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Ich habe es mir noch nicht angeschaut. Aber im Rahmen der Kerr-Metrik soll doch auch umstritten sein, ob nicht bei entweder extrem hoher Rotationsgeschw. des SL oder sehr starker elektr. Ladung der Ereignishorizont "aufreißen" könnte und eine sog. "nackte" Singularität beobachtbar wäre.
R. Penrose hat darüber schon in den 1960zger gearbeitet. Hawkings hat dazu soviel ich weiß noch immer eine offene Wette laufen.
Event. könnte eine nackte Singularität - falls die Natur sie überhaupt zulässt - auch ein möglicher Kandidat als Ursache für den Urknall sein, denn aus einer nackten Singularität könnte im Grunde auch alles entweichen. Das wäre dann quasi die Antwort auf die Frage, wie das All ganz zu Beginn über seinen Schwarzschildradius "hüpfte". Ich glaube sogar gelesen zu haben, dass dann auch fundamentale Annahmen der Physik infrage zu stellen wären.
Geht das Video überhaupt auf das Stichwort nackte Singularitäten ein?

Das größte Glück und den tiefsten Sinn erfahren wir, wenn unser Sehnen, Suchen und Finden in einem einzigen Augenblick zeitgleich präsent sind. Der nächste Augenblick ist dann nur noch schnödes Haben. (Cyborg, am Innufer, 14. April 2018)

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Die Kerr-Lösung für Schwarze Löcher 04 Nov 2017 10:47 #21732

  • Rupert
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Cyborg schrieb: (...)
Geht das Video überhaupt auf das Stichwort nackte Singularitäten ein?


Nein, es geht auf die Basics ein wie es zur Schwarzschild- und Kerr-Metrik kam, welche Ausmaße für SLs sich daraus ergeben und was man sich unter einem Quasar vorzustellen hat.

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Die Kerr-Lösung für Schwarze Löcher 04 Nov 2017 11:52 #21736

Für mich bleiben zunächst zwei Fragenkomplexe offen:
1) Wie kommt es zur Verdrillung der Raumzeit? Die RZ ist ein substanzloses Koordinatensystem das esrtmal keine Angriffsflächen für eine Kopplung nach außen bietet. Kann man sich anschaulich als ideale Kugel vorstellen die reibungsfrei in einem Gummilager läuft -- da passiert mit dem Lager auch nix.

2) Was passiert beim Überschreiten des äußeren Horizonts? Wie unterscheided sich die äußere Wellt vom Zwischenraum zwischen äußerem und innerem Horizont? Wie kann man sich die Verhältnisse geometrisch vorstellen?

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Die Kerr-Lösung für Schwarze Löcher 04 Nov 2017 12:09 #21739

  • Rupert
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Das wird schwer mit dem geometrischen Vorstellen, was ich beim Nachlesen sah.
Der äussere Kerr-Radius ist wohl der sog. Ereignishorizont, der innere, die Cauchyfläche, hat was mit der Kausalität zu tun.
www.spektrum.de/lexikon/astronomie/cauchy-flaeche/62

Hier noch was zur Verdrillung der Raumzeit, dem Frame-Dragging:
www.spektrum.de/lexikon/astronomie/frame-dragging/135

Ich kann mir da auch nichts weiter drunter vorstellen, was mich aber auch nicht wundert, denn die Kerr-Lösung fusst auf heftiger Mathematik, die das wohl nur wirklich schlüssig beschreiben kann.
Ist halt so: Auch bei der Relativitätstheorie kommt man mit dem gewohnten Denken wohl nicht zum wirklichen Verstehen :)
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Die Kerr-Lösung für Schwarze Löcher 04 Nov 2017 14:14 #21740

Danke Ruppert für die beiden Links.
Die Beiträge sind jedoch so voller fachchinesisch das ich dem überhaupt nicht gut folgen kann.

Die Erwähnung des Lense-Thirring Effekts bringt mich aber weiter. Ich erinnere das ich dazu vor einiger Zeit etwas historisches gelesen hatte woraus ich eine durchaus plausible geometrische Vorstellung gewonnen hatte. Es ging da meiner Erinnerung nach darum das auch innerhalb einer massiven rotierenden Hohlkugel Kräfte analog der Corioliskraft auftreten weil Effekte vom Breitengrad abhängen. Vielleicht passiert ähnliches auch am rotierenden Schwarzen Loch...

Die Details muss ich mir wohl nochmal erarbeiten^^

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Die Kerr-Lösung für Schwarze Löcher 04 Nov 2017 22:57 #21754

Hallo Rupert,
Danke für die Links. Da kann man jetzt schon mal in die Tiefe schürfen.
Es sei aus meiner Sicht jedoch noch auf folgendes verwiesen:

Wenn ein SL Masse akkreditiert, dann nimmt seine Masse zu, sein Drehimpuls und seine Ladung.

Da stellen sich mir folgende Fragen:

1) gibt es eine Massenbeschränkung für SL? Also gibt es eine Grenzmasse, schwerer können SL nicht werden
2) kann der Drehimpuls der Singularität unendlich groß werden? Auch da muss es eine Grenze geben, die die LG vorgibt.
3) ein SL kann auch nicht unendlich viel Ladung aufnehmen.

Wann also kommen SL an ihre Grenzen?
Auf die erste Frage hat Andreas die Antwort gegeben, indem er sagt, dass theoretisch die Masse beliebig groß werden kann, dass aber die Zeit für beliebig große Massen nicht gereicht hat.
Auf die zweite Frage kommt die Antwort, dass die Rotationsgeschwindigkeit von SL im Vergleich zu Millisekundenpulsaren erhöht ist. Ja klar. Aber was passiert, wenn es hier eine Rotationsgeschwindigkeitsgrenze gibt?
Auf die Ladungsfrage ging er nicht ein.

Wenn SL Materie fressen, dann bilden sich Jets aus, die einen Teil der 3 Punkte wieder in den Weltraum befördern. Trotzdem scheinen aber alle 3 Kriterien auch die Eigenschaften der Singularitäten zu betreffen.

Ich hoffe, dass Andreas bei einem möglichen Folgevideo diese Fragen weiter verfolgt und nach jetzigem Erkenntnissstand erklärt.
Mein Kenntnisstand reicht nicht aus, um darauf schlüssige Antworten geben zu können.

Thomas

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Die Kerr-Lösung für Schwarze Löcher 05 Nov 2017 01:17 #21763

Ich freue mich da auch auf eine Materie Grenze. aber noch mehr auf Andreas sein Kommentar dazu.

Für mich sind diese Objekte was sie sind, eine Ansammlung von Maße auf einem bestimmten abstand, wo diese Raumzeit derartig krümmt das diese sich wieder schließt, ein gewöhnlicher Gravitationstrichter ist hoffe ich ausgeschlossen, ich hoffe ebenfalls sehr Materie übt ein Druck auf Raumzeit aus, dann ist der Rest denke ich nicht schwer, man bedenke es kann auch Frequenz sein was Energie ist und da erscheint mir diese Gebilde doch schon als etwas was eine sehr geringe Ausdehnung, jedoch riesige scheinbare Maße besitzt, naja das da unten ist in der tat Materie die sich gesagt hat "ich mach nicht mehr mit".

Ich hab sehr das empfinden da gibt es ein Kern, die Sache ist: rotieren nicht alle Schwarze Löcher, logischerweise sollten die es doch oder? wie behutsam und gleichmäßig muss dann die Materie in sich zusammen fallen um ein ruhendes Objekt zu bekommen? .... ich meine ja nur...
worum es mir geht: sind diese für uns als drehende Objekte sichtbare Schwarze Löcher, nicht Doppel Systeme aus Exotisch verklumpter Materie? also einem möglichen kern.

Ja ich kann alles, sogar definieren was ich nicht kann.

Man muss noch Chaos in sich haben, um einen tanzenden Stern gebären zu können.
**Der Friedrich**

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