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THEMA: Greta Thunberg in Davos und Klimawandel

Greta Thunberg in Davos und Klimawandel 08 12. 2019 00:26 #62020

Thomas schrieb: Hat jemand den Vortrag von Prof. Rahmstorf verfolgt? , und zwar ungestört, konzentriert und aufmerksam?

Es wird uns keiner Glauben wenn wir sagen "wir wussten es nicht"
1965 der Revell Report
1977 Exxon Forscher Black , vorhersage Super interglazial .
1982 Exxon Prognose fast exakte vorhersage .

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Greta Thunberg in Davos und Klimawandel 08 12. 2019 01:16 #62021

heinzendres schrieb:

Thomas schrieb: Hat jemand den Vortrag von Prof. Rahmstorf verfolgt? , und zwar ungestört, konzentriert und aufmerksam?

Es wird uns keiner Glauben wenn wir sagen "wir wussten es nicht"

Ich bin seit 2000 davon ausgegangen, dass es zu spät ist, und davon gehe ich auch noch aus, Die Klimaziele sind zu lasch und werden immer noch nicht eingehalten. 2000 wäre es mit diesen Zielen vielleicht noch gegangen. Stattdessen wurde der CO² Ausstoß weltweit vervielfacht.

Trotzdem hilft jeder Tropfen, die Folgen ein bisschen zu mildern. Die Korallenriffe kann man wohl getrost abschreiben. Die Vegetation ändert sich bereits. Zum Glück dauert es dennoch 100 Jahre, bis Hamburg unter Wasser steht. Verhindern kann man das wohl nicht mehr. Wieviel bleibt von den Niederlanden übrig?

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Greta Thunberg in Davos und Klimawandel 08 12. 2019 02:41 #62024

2:29:30
Die Antwort auf die Zuschauerfrage wann wir nach einem ende von CO2 Emission auf den vorindustriellen wert zurückkommen war meiner Meinung nach die Prägnanteste Antwort aller Beiträge .

„Zu dem werden wir nie wieder zurückkehren“

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Greta Thunberg in Davos und Klimawandel 08 12. 2019 11:44 #62026

heinzendres schrieb: 2:29:30
Die Antwort auf die Zuschauerfrage wann wir nach einem ende von CO2 Emission auf den vorindustriellen wert zurückkommen war meiner Meinung nach die Prägnanteste Antwort aller Beiträge .

„Zu dem werden wir nie wieder zurückkehren“


Da müssen wir die nächsten 100000 Jahre auch sehr darauf achten. Ohne leicht erhöhten Anteil von Treibhausgasen in der Atmosphäre würde in den nächsten Jahrhunderten/Jahrtausenden eine neue Eiszeit auf uns warten. Diese wäre für die menschliche Zivilisation mindestens ebenso verheerend wie eine mögliche Erwärmung um zu viele Grad.

Sobald es der Menschheit gelingen würde, die Höhe unserer Emissionen auf 0 zurückzufahren, hätte sie es in der Hand, bei Bedarf wieder zusätzlich Treibhausgase zu emittieren, um die Eiszeit zu verhindern.

Damit mich nicht jemand missversteht: Im Moment ist die bevorstehende Eiszeit kein Argument für weitere Treibhausgasemissionen.

Nicht extra gekennzeichnete Beiträge sind normale private Beiträge. Sie sollten genauso diskutiert und kritisiert werden wie alle anderen Beiträge auch.

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Greta Thunberg in Davos und Klimawandel 08 12. 2019 14:26 #62033

Das finde ich an eingelagertem CO² charmant: Man könnte es bei drohender Eiszeit in 5000 Jahren wieder hervorzaubern.

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Greta Thunberg in Davos und Klimawandel 08 12. 2019 22:11 #62079

Hab heute den ganzen Tag damit zugebracht, nach Technologien Ausschau zu halten, die sich mit dem Abscheiden von CO2 aus der Atmosphäre beschäftigen.

Bin dabei auf Prof. Klaus Lackner (Physiker) gestoßen, der an der ASU (Arizona State University) lehrt. Er ist Leiter des „Center for Negative Carbon Emissions“.

Er ist seit 30 Jahren davon überzeugt, dass wir wegen des menschengemachten Treibhauseffektes in eine Klimakrise hineingeraten und hat deshalb darüber nachgedacht, inwieweit es gelingen könnte, mithilfe von Technik das CO2 aktiv aus der Atmosphäre zu entfernen.

Zu diesem Zweck hat er und seine Mannschaft ein Material entwickelt, auf der Basis von stark vernetzenden Kunstharzen, wahrscheinlich eine Variation von Epoxiharz, das im trockenen Zustand schwach gebundene Ladungsträger aufweist, die das CO2 aus der Atmosphäre fischen.
Nach 1 Stunde an der Luft ist die Sättigungsgrenze erreicht. Dann fährt die fächerförmig aufgespannte Struktur zusammen und verstaut sich in einem Kasten. Durch Feuchtigkeitsbeaufschlagung löst sich jetzt das CO2 aus den Wabenstrukturen. Es wird ausgewaschen, gereinigt und in Druckbehälter abgefüllt.
Der Prozess läuft etwa 1000 mal effizienter als der Photosyntheseprozess in den Pflanzen.
Die kleine Anlage auf dem Dach des Instituts schafft eine Tonne CO2 am Tag.

Er meint, dass 6-7 Cent mehr auf den Liter Benzin an der Tanke genügend Mittel freisetzen würden, um in einem absehbaren Zeitraum hinreichend viele solcher Anlagen zu ermöglichen.

Auch darüber, welche Möglichkeiten es gibt, das so gewonnene CO2 sinnvoll weiter zu verwenden, äußert er sich ausgiebig.

Googelt ihn mal, den Prof. Klaus Lackner.

Er bezeichnet das CO2 als unsichtbaren Müll, den jeder vor die Haustüre kippt, ohne für die Entsorgung zahlen zu müssen. Bei sichtbarem Müll kommt die Müllabfuhr und das kostet ja schließlich etwas. Warum sollte das bei unsichtbarem Müll also anders sein?
Und wenn ich meinen Müll dem Nachbarn vor die Haustüre kippe, dann kann ich drauf warten, bis dieser sich beschwert. Er wird mich zwingen, den Müll zu entfernen.
Und wenn ich das im nächsten Jahr wieder mache, mit dem Argument, es seien jetzt aber 20% weniger wie letztes Jahr, dann wird das zu keiner Entspannung des Nachbarschaftsverhältnisses führen.

Thomas
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Greta Thunberg in Davos und Klimawandel 14 12. 2019 13:24 #62320

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Wer es noch nicht gesehen hat:


Schei..., der Nefton!


Newton: ...an diesem Abend einfach einmal vergessen was zwischen uns steht ...

Scheuer fällt ins Wort: ... Aha, auch die Naturgesetze? ... :-)


Viel Spaß wünscht Philzer

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Greta Thunberg in Davos und Klimawandel 14 12. 2019 14:09 #62326

Thomas schrieb: Durch Feuchtigkeitsbeaufschlagung löst sich jetzt das CO2 aus den Wabenstrukturen. Es wird ausgewaschen, gereinigt und in Druckbehälter abgefüllt.
Der Prozess läuft etwa 1000 mal effizienter als der Photosyntheseprozess in den Pflanzen.
Die kleine Anlage auf dem Dach des Instituts schafft eine Tonne CO2 am Tag.


Er meint, dass 6-7 Cent mehr auf den Liter Benzin an der Tanke genügend Mittel freisetzen würden, um in einem absehbaren Zeitraum hinreichend viele solcher Anlagen zu ermöglichen.


Auch darüber, welche Möglichkeiten es gibt, das so gewonnene CO2 sinnvoll weiter zu verwenden, äußert er sich ausgiebig.



Er bezeichnet das CO2 als unsichtbaren Müll, den jeder vor die Haustüre kippt, ohne für die Entsorgung zahlen zu müssen.




Sorry also da muss ich widersprechen .

1 Also die Anlage soll ja mal in der Wüste stehen wo sie von Solarstrom betrieben wird und das bringt neue Fragen . Wohin mit dem CO2 und wie viele Zyklen hält die Anlage das UV-Licht aus .
Er ist ineffizienter als der Photosyntheseprozess da CO2 nur ausgewaschen wird und es keine Kohlenwasserstoff Produkte entstehen . Pflanzen binden den Kohlenstoff dieses verfahren trennt 2 Gasse . Gut so eine kleine Anlage bringt im Jahr 365 Tonnen CO2 weniger

2 Es sollte doch erst gar kein Benzin mehr verbraucht werden .
de.statista.com/statistik/daten/studie/3...-ausstoss-seit-1751/
Bis zum Jahr 2050 wird ein Anstieg der jährlichen CO2-Emissionen bis zu 43,1 Milliarden Tonnen prognostiziert. 43.100.000.000 / 365 sind ca. 118 Millionen Anlagen . Wie viel CO2 setzt deren Produktion frei ?


3 Natürlich wird die Industrie auch zukünftig CO2 benötigen und dafür wird diese Anlage gute Dienste Leisten . Nur 37 Mrd. Tonnen CO2 ?

4 Damit hat er Absolut recht CO2 muss einen Preis haben .

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Greta Thunberg in Davos und Klimawandel 14 12. 2019 20:44 #62340

Wenn man die jährlich hinzukommende Menge an CO2 durch Bäume neutralisieren wollte, müsste man eine Fläche, so groß wie Kanada mit Bäumen eng bepflanzen.

Da der Abscheideprozess 1000 mal effizienter läuft, benötigte man nur ein 1000 tel der Fläche.

Das gewonnene CO2 muss man natürlich weiter verarbeiten. Zum Teil in ehemalige Erdgasvorkommen zu verpressen, oder den Kohlenstoff mit Wasserstoff zu Methan oder längerkettigen Kohlenstoffketten zu verarbeiten und damit wieder Treibstoffe herzustellen oder Leitplanken aus Kohlefasern oder oder oder.

Die Anlagen können überall stehen, wo die Sonne hinreichend Energie liefert.

Mit solch einer Technik sofort zu starten, geböte eigentlich die Vernunft.
Zu warten, bis wir keinen fossilen Brennstoff mehr verbrauchen, wäre da völlig kontraproduktiv.
Unter Umständen gelingt uns das ja nie.

Thomas

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Greta Thunberg in Davos und Klimawandel 14 12. 2019 21:06 #62341

Thomas schrieb: und damit wieder Treibstoffe herzustellen

Meinst Du das ist effizienter als Photovoltaik und E-Autos?

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Greta Thunberg in Davos und Klimawandel 14 12. 2019 21:26 #62343

Ja klar ist das klimafreundlicher. Wichtig ist doch, dass keine fossilen Energieträger mehr verwendet werden.
Das aus dem Boden holen ist doch das klimaverändernde Gift.

Aus der Atmosphäre entfernen und wieder in der Erde versenken wäre das wünschenswerteste.
Aber eben nicht nur. Wenn wir einen Teil für andere Zwecke verwenden, so binden wir den Kohlenstoff auch für eine gewisse Zeit.

In der vorindustriellen Zeit betrug der CO2 Anteil etwa 260 ppm. Heute liegt er bei 413 ppm.
Am Ende des Jahrhunderts wird er den Prognosen zufolge bei 500 ppm liegen, also fast eine Verdoppelung.

Das würde bedeuten, die Durchschnittstemperatur stiege um 4-6 Grad.
Dass das katastrophale Folgen hätte, brauchen wir hier eigentlich nicht mehr diskutieren.

Dieses Bedrohungspotential lässt nur einen Schluss zu: raus aus den fossilen Energieträgern und gleichzeitig ein aktives Entfernen des bereits emittierten Gases. Letzteres aber mit Hirn und Verstand. Keine operative Hektik, sondern hinreichend und wohl überlegt, was man tut.


Thomas

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Greta Thunberg in Davos und Klimawandel 14 12. 2019 21:33 #62345

@ Thomas
Wie sieht denn die Energiebilanz des Verfahrens aus? Und welche Abfallprodukte fallen an, bzw. wie lange hält so eine Anlage?
Bisher war es so, dass alle Wundertechniken (DDT, Kernkraft, Gentechnik,…) immer so ihr Kleingedrucktes haben. Deshalb warte ich mit dem Jubel noch etwas.

Wer meint, er habe etwas erkannt, der weiß noch nicht, wie man erkennen soll.
1. Brief des Paulus an die Korinther 8, 2

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Greta Thunberg in Davos und Klimawandel 14 12. 2019 21:47 #62347

Thomas schrieb: Ja klar ist das klimafreundlicher. Wichtig ist doch, dass keine fossilen Energieträger mehr verwendet werden.
Das aus dem Boden holen ist doch das klimaverändernde Gift.

Von fossilen Brennstoffen habe ich aber nichts geschrieben.
Es geht mir darum, ob es nicht doch viel viel viel viel sinnvoller ist, eben genau die fossilen Brennstoffe zu vermeiden, und auf E-Autos aus Photovoltaik umzustellen, bevor man praktisch daran denkt, CO² mittels Sonnenlicht aus der Atmosphäre abzusaugen. Wenn ich es richtig verstanden habe, ist das schon eine Platzkonkurrenz um Sonnenlicht....vom Handling des rückgewonnenen CO² ganz zu schweigen.
(theoretisch finde ich die Bestrebungen phantastisch...im positiven Sinne natürlich)
ra-raisch schrieb: Meinst Du das ist effizienter als Photovoltaik und E-Autos?

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Greta Thunberg in Davos und Klimawandel 14 12. 2019 22:00 #62348

Thomas schrieb: Wenn man die jährlich hinzukommende Menge an CO2 durch Bäume neutralisieren wollte, müsste man eine Fläche, so groß wie Kanada mit Bäumen eng bepflanzen.

Aufforstung greift zu spät .

Alle wirksamen maßnahmen würden wichtige verbündete der USA treffen und sind Deutschland daher untersagt , ja das ist politik , ich führe es nicht weiter aus .

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Greta Thunberg in Davos und Klimawandel 14 12. 2019 22:04 #62350

heinzendres schrieb: ja das ist politik , ich führe es nicht weiter aus .

Hoffen wir auf Bloomberg.

25. April 2018
Bloomberg zahlt Trumps Zeche

Der US-Milliardär Michael Bloomberg will aus eigener Tasche zahlen, was sein Land dem UN-Klimabüro schuldet, nämlich 3,5 Millionen Euro. Allerdings lässt auch die Zahlungsmoral anderer Länder dieses Jahr zu wünschen übrig.

24.11.19
Bloomberg kündigte nun an, im Laufe seines Wahlkampfs Pläne für eine Vielzahl drängender Themen vorzulegen: unter anderem zur Schaffung gut bezahlter Jobs, zur medizinischen Versorgung aller Amerikaner, für ein Ende der Gewalt durch den Missbrauch von Schusswaffen, zum Kampf gegen den Klimawandel und für eine Reform der Migrationsgesetzgebung.

10.12.2019
UN-Klimakonferenz in Madrid Bloomberg kritisiert Trumps Klimapolitik

Der amerikanische Präsidentschaftsanwärter Michael Bloomberg hat auf der UN-Klimakonferenz in Madrid für ein Umsteuern in der Umweltpolitik geworben und dabei die gegenwärtige Regierung in Washington kritisiert.

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Greta Thunberg in Davos und Klimawandel 14 12. 2019 22:28 #62352

Martin O,

es besteht überhaupt kein Grund zum Jubeln. Ein wenig Freude genügt.

Das Verfahren hinterlässt keine Gifte, keine Problemstoffe etc.
Ist eigentlich ganz einfach und beruht auf der ausgeklügelten Elektrostatik der verwendeten Membran.
Wenn man die Eigenschaften der beteiligten Gase in der Atmosphäre genau kennt, als da sind O2, N2, Wasserdampf, CO2 und ein paar Spurenelemente, dann kann man die Oberfläche einer solchen Fasermatte so einstellen, dass das CO2 vornehmlich daran hängen bleibt und die anderen Anteile davon unbeeindruckt bleiben.
Nach einer Stunde an der Luft ist das Material mit CO2 gesättigt und wird in eine Prozesskammer zurückgeholt und dort mit sehr wasserdampfhaltiger Luft umspült. Das CO2 wird sozusagen ausgewaschen. Im nächsten Schritt wird das Gasgemisch erwärmt, so dass der Wasserdampf entweicht und das CO2 in Reinform vorliegt. Jetzt wird dieses verdichtet und in Hochdruckflaschen abgefüllt.

Eigentlich ganz einfach, wenn man weiß, wie’s geht. Genaueres konnte ich bislang auch nicht in Erfahrung bringen. Das eigentliche Now How steckt sicher in dieser Membran.

Wie gesagt, Zitat Prof. Lackner: 1000 Fach effizienter, als Pflanzen das vermögen.

Eine Fabrik, die statt Autos solche Anlagen herstellen würde, wäre aus meiner Sicht bereits ein riesiger Erfolg.

Googelt ihn mal. Man findet auch einige Videos unter CO2 - Capturing.

Thomas

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Greta Thunberg in Davos und Klimawandel 14 12. 2019 23:01 #62353

@ Thomas
Btw: Ich google seit Jahren nicht mehr, ich ecosiae – und evtl. gibt es noch bessere Suchmaschinen und ich versuche, nicht ständig im Netz zu suchen.
Mehr Infos zu dem Verfahren habe ich im Netz nicht gefunden.
Die Lagerung, Transport und Verwendung von CO2 ist wie das Verfahren selbst mit einem Aufwand verbunden. Natürliche Lagerstätten in der Erde sind dagegen nicht zu verachten.
Allein das Verfahren: Da braucht man eine Kammer, in der das CO2 ausgewaschen wird, dann ein Verfahren des Verdichtens und Einlagerung und einen Roboter, der die Arbeit macht: So ganz ohne Nebeneffekte kann das nicht sein, vor allem von der Energiebilanz nicht.
Insgesamt klingt es ab er vielversprechend. In welchem Umfang das dann umsetzbar ist, ist eine weitere Frage. Aber da müssen wir uns wohl in Geduld üben.


F4f Köln will nicht mehr wöchentliche Streiks durchführen und hat andere Aktionen angekündigt. Die Streiks sind inzwischen etwas ausgelutscht, das hat die Bewegung wohl auch erkannt und macht einen allmählichen Schwenk. Ich hoffe, dass die Aktionen nicht in Richtung Gewalt gehen, es muss ja nicht so laufen wie bei Apo und deutschem Herbst.

Wer meint, er habe etwas erkannt, der weiß noch nicht, wie man erkennen soll.
1. Brief des Paulus an die Korinther 8, 2

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Wer meint, er habe etwas erkannt, der weiß noch nicht, wie man erkennen soll.
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Greta Thunberg in Davos und Klimawandel 14 12. 2019 23:46 #62354

Martin O,

sag den Mitstreitern da in Köln, dass Gewalt etwas sehr klimaschädliches ist. Die Macht des Verstandes ist da viel nützlicher.

Sie sollten mal darüber nachdenken, ob sie sich nicht den Luxus einer inneren Struktur leisten sollten, nach dem Vorbild von Greenpeace.

Und dann Mittel einwerben, nicht nur um irgendwelche öffentlich wirksame Aktionen damit zu finanzieren, sondern um konkrete Projekte damit zu unterstützen, die ihren Zielen dienen.
Und diese Projekte beschreiben und öffentlich machen!
Eingeteilt in naturwissenschaftlich technische Projekte, soziale Projekte, um die Umstellung auf die neuen Technologien zu begleiten und Bildung zu fördern, die die Klimaproblematik verdeutlicht.

Eine neue Struktur zu schaffen, die der Gesellschaft hilft, diese Veränderungen zu bewältigen.
Wie wärs denn damit?
Die vorhandene Energie nicht fürs Negative zu verwenden, sondern fürs Positive.

Ich glaube, die jungen Leute sind klug genug, den positiven Anfang nicht durch inakzeptablen Unsinn zunichte zu machen. Jedenfalls hoffe ich sehr darauf.

Thomas

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Greta Thunberg in Davos und Klimawandel 14 12. 2019 23:53 #62356

Ich habe mir jetzt ein paar Videos angesehen.

Das Auswaschen des CO² ist (energetisch) das geringere Problem.

Das Problem beginnt aber mit dem ausgewaschenen CO². Darüber wird (energetisch) kein Wort gesagt. Dass man mit CO² alles mögliche machen kann ist klar, aber die Frage ist doch zu welchem Energiepreis. Denn CO² ist kaum brauchbar, was man benötigt, ist der Kohlenstoff darin. Eine Anwendung ist allerdings schon, Pflanzen mit dem Wasser zu düngen, dazu muss man allerdings den PH-Wert in den Griff bekommen, vermutlich mittels Kalk. Dazu benötigt man aber gebrannten Kalk, den man erhält, indem man das CO² im Calziumoxid zuerst abtrennt.....nur um es dann wieder hinzuzufügen.... Ansonsten muss man wohl zuallererst das CO² aus dem Waser herausholen, um es zu verarbeiten, zB für Mineralwasser....das macht man bisher nicht, sondern erzeugt CO² aus Kalk, weil das natürlich viel billiger ist.

Solange die nicht sagen, wieviel Energie sie reinstecken, bis sie es verkaufen können, ist das geschummelt. Ob sie diese Energie aus Photovoltaik oder aus der Steckdose holen ist mir egal, denn den Strom der Photovoltaik könnten sie genauso gut in die Steckdose einspeisen um Kohlekraftwerke abzuschalten, die mehr CO² produzieren als die synthetischen Bäume absaugen können.

Übrigens sehe ich es nicht so unkritisch, CO² in den Untergrund zu pumpen. CO² mit Feuchtigkeit ist aggressiv, es löst Calziumoxid und bildet eben Kalk (Calzit).

Hier ist übrigens die Patentschrift.
patents.google.com/patent/US9266057B1/en
(Lackner, Keith und andere)
Alle Links zu allen Patenten
carbonengineering.com/patents-publications/
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Greta Thunberg in Davos und Klimawandel 15 12. 2019 00:07 #62357

@Rainer,

noch ein Tipp, Prof. David Keith, Carbon Engineering, Kanada.
Vom CO2 Einfang zum Benzin.!

Bitte auch googeln.

Thomas

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Greta Thunberg in Davos und Klimawandel 15 12. 2019 00:08 #62358

Ich will keine Gerüchte verbreiten: Ich weiß nichts Genaues über die Aktionen in Köln, dort war ich auch nie bei f4f. Die Info habe ich aus den Radio-Nachrichten.
Mit der Gewalt kam ich darauf, weil unser Sohn zu andern Orten über unsoziale Netzwerke Kontakte hat und da sind grenzwertige Aktionen von zivilem Ungehorsam geplant. Es könnte sein, dass die Enttäuschung über das magere politische und gesellschaftliche Ergebnis von 1 Jahr Streik zu einer Radikalisierung führt. Das sind meine Befürchtungen, das ist hoffentlich nicht so.

Wer meint, er habe etwas erkannt, der weiß noch nicht, wie man erkennen soll.
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Greta Thunberg in Davos und Klimawandel 15 12. 2019 00:48 #62360

@Rainer,

Solare Energie sollte man in Zukunft für alle Prozesse verwenden: für das Zurückdrängen der fossil betriebenen Verbrennungsprozesse und für den Betrieb des CO2 Capterings und für das Carbonengineering.

Die Sonne liefert doch ihre Energie umsonst!
Es ist doch nur eine Frage der Kapazität, wieviel solarpaneele man für welchen Prozessschritt aufstellen muss.

Thomas

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Greta Thunberg in Davos und Klimawandel 15 12. 2019 00:49 #62362

Bäume haben wesentlich mehr Vorteile dem Klimawandel entgegenzuwirken.
Sie binden zwar weniger CO2 aber..... 1.000 Milliarden Bäume lassen sich viel viel einfacher und Energieeffizienter pflanzen , als 100 Millionen industrielle Anlagen, welche mit großem Energieaufwand hergestellt, montiert und auch gewartet werden müssen.
China hat da mit seinem gigantischen Aufforstungsprojekt „ Grüne Mauer „ ( ein 4000 km langer und 100km breiter Waldgürtel) bereits großes Vorarbeit geleistet. Es wurden Technologien entwickelt, um vom Flugzeug aus Baumsamen in speziellen Nährkügelchen abzuwerfen.
Platz für 1 Billion Bäume wäre auf diesem Planeten auch noch mehr als genügend vorhanden.

Interessant auch die vielen anderen positiven Effekte, welche Wälder auf das Klima haben.
Da zählt nicht nur die reine CO2 Bindung.


Bäume sind genial!


www.plant-for-the-planet.org/de/informie...baeume-sind-genial-2

Gene brauchen Vielfalt und der Grips auch
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Gene brauchen Vielfalt und der Grips auch

Greta Thunberg in Davos und Klimawandel 15 12. 2019 02:23 #62363

Ich fürchte, dass ich Brooder Recht gebe.

Thomas schrieb: Solare Energie sollte man in Zukunft für alle Prozesse verwenden: für das Zurückdrängen der fossil betriebenen Verbrennungsprozesse und für den Betrieb des CO2 Capterings und für das Carbonengineering.

Die Solarenergie nebst Wind und Wasser wird nicht so schnell für die sowieso benötigte Energie langen.

Thomas schrieb: Die Sonne liefert doch ihre Energie umsonst!
Es ist doch nur eine Frage der Kapazität, wieviel solarpaneele man für welchen Prozessschritt aufstellen muss.

Du sagst es, und solange die Kapazität nicht reicht, wäre es Verschwendung die Energie für solche Projekte zu vergeuden.

Aber ich würde mich freuen, eines Besseren belehrt zu werden. Ich halte das Projekt jedoch für Scharlatanerie, nicht weil es nicht geht sondern weil es sich nicht rechnet.(Energiebilanz)
Sobald Strom übrig ist, soll er sofort loslegen, logo, aber bitte vorher noch die energieneutrale Verwertung des Abwassers darlegen!

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Greta Thunberg in Davos und Klimawandel 15 12. 2019 12:54 #62369

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Geoengineering für quantitatives Unendlichwachstum, oder für was?


Hi,

Auf jeden Fall eine interessante Diskussion, auch wenn ich im Moment noch Brooders Statement den Vorzug gebe ...
...die Frage: Wie sinnvoll ist Geoengineering, oder dient es nur dem Kapital und seinem Wildwachstum (was ich aber dann wieder unter die allgemeine Irrationalität der Spezies subsumiere!), kann ich momentan nicht für mich beantworten ...


mvg Philzer

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Greta Thunberg in Davos und Klimawandel 15 12. 2019 22:31 #62392

KLIMAKONFERENZ IN MADRID:
Die Null steht.
www.spektrum.de/kolumne/die-null-steht/1...IxrH6mBTSIU7u32pGFDk
Ein revolutionäres Ergebnis hat die Konferenz gebracht:
Die Erkenntnis, dass von der Politik nichts zu erwarten ist.

Ohne etwas wäre nicht einmal nichts

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Ohne etwas wäre nicht einmal nichts

Greta Thunberg in Davos und Klimawandel 15 12. 2019 22:47 #62396

Die Klimakonferenz in Madrid ist ein herber Rückschlag für alle Einsichtigen.
Und ein weiterer Beweis für die Mächtigkeit des Evolutionsprinzips, das da sagt, der Tüchtigere überlebt.

Man denkt gar nicht daran, alle Lebewesen auf dem Planeten zu einer halbwegs gerechten Überlebenschance zu verhelfen. Jeder ist sich selbst der Nächste. Wer sich als besonders tüchtig einschätzt, verweigert jegliche Kooperation.

Die Halbtüchtigen sagen, wir sind noch nicht tüchtig genug, um anderen zu helfen.

Und die, die bereits jetzt schon verlieren, denen bleibt nur noch ein Hilferuf.

Genauso funktioniert die Evolution.

Jetzt kann man darüber nachdenken, ob unter den momentanen Klimaaussichten das Prinzip der Kooperation oder das Prinzip der Konkurrenz obsiegen wird.

Ein spannender Wettkampf. Denn im Angesicht einer äußeren Bedrohung obsiegt idR die Kooperation. Die Bedrohung muss nur allen klar ersichtlich sein. Das ist im Augenblick immer noch nicht allen klar, weder den Individuen, noch den Organisationen, noch den Staaten.

Aber die Zahl der Begreifenden und Einsichtigen nimmt zu, auch wenn das in Madrid nicht sichtbar wurde.

Ich habe aber trotzdem die Befürchtung, dass die Geschwindigkeit des Begreifens und Handelns der Geschwindigkeit des Klimaproblems weit hinterherhinkt.

Oder anders: wer nicht hören will, wird fühlen müssen.

Unser Problem ist, dass uns die Zeit davon läuft.

Deshalb ist aus meiner Sicht nicht Madrid entscheidend. Jede Kommune, jede Gemeinde, jede Region sollte das best mögliche tun, um so schnell wie möglich auf die Sonne zu setzen und fossile Energieträger zu meiden.

Madrid ist ein trauriges Kapitel in der Klimakonferenzgeschichte.

Bitte darüber nicht den Mut verlieren.

Die Natur wird uns über kurz oder lang zum Handeln zwingen.

Thomas
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Greta Thunberg in Davos und Klimawandel 15 12. 2019 22:59 #62397

Thomas schrieb: Jede Kommune, jede Gemeinde, jede Region sollte das best mögliche tun, um so schnell wie möglich auf die Sonne zu setzen und fossile Energieträger zu meiden.

allgaeu.life/videos_artikel,-future-for-...t-_arid,2331372.html
Evolution
Parteien die sich nicht anpassen sterben aus
Wir brauchen neue Parteien die sich angepasst haben .

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Greta Thunberg in Davos und Klimawandel 15 12. 2019 23:18 #62399

Heinzendres,
Wir brauchen eine intakte Umwelt, damit es überhaupt noch Parteien geben kann, die in einem menschlichen Biotop gedeihen können.

Das eine ist die Voraussetzung des anderen!

Thomas

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Greta Thunberg in Davos und Klimawandel 15 12. 2019 23:21 #62400

Das Problem ist vor allem, dass wir mit den Ignoranten im selben Boot sitzen.

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