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THEMA: Greta Thunberg in Davos und Klimawandel

Greta Thunberg in Davos und Klimawandel 06 03. 2019 19:12 #49413

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Hallo Udo

udogigahertz schrieb: Nein, Energie ist überhaupt kein Problem, Sonne und Wind und andere erneuerbare Energien könnten schon heute ganz allein unseren benötigten Strom produzieren, da müsste nur noch wenig dazu gebaut werden.

Allerdings mangelt es an billigen und zuverlässigen Zwischenspeichern, die zu viel gewonnen Strom während günstiger Wetterlagen abspeichern könnten um den so gespeicherten Strom auch zu den Zeiten, in denen das Wetter eher ungünstig ist, allgemein verfügbar ins Netz zu geben.

Energiesparen an sich ist ja gut und schön, machen wir doch alle schon, bleibt uns angesichts der höchsten Strompreise weltweit ja auch nicht viel anderes übrig, aber irgendwann ist dann auch Schluss mit Sparen, mehr sparen geht dann nicht, Strom benötigen wir jedoch IMMER, ansonsten wäre Steinzeit angesagt.

Energie ist kein Problem, da stimme ich Dir zu. Sonne, Wind, Wasser, ... reichen locker aus um unseren Energie-Hunger zu stillen.
Allerdings müssen wir sehr viel mehr nutzen. Neben Strom haben wir auch noch Wärme, Verkehr, Industrie, ...
Da hinkt auch Deutschland hinterher, mit der Änderung des EEG zum Ausschreibungsverfahren statt fester Vergütung (mit jährlich sinkender Anpassung) haben wir gerade eine Vollbremsung hingelegt.

Speicher billig zu was? Wirtschaftlich passt die Technik nicht ins System weil bei den bisherigen Primärenergieträgern (Erdöl, Kohle, Uran) die volkswirtschaftlichen Folgekosten nicht eingepreist sind. Daher funktioniert ein Umschwenken ja auch nur über Förderung, CO2-Besteuerung und ähnliches.
Aber selbst ohne Folgekosten ist schon absehbar das die alten Energieträger mittel- und langfristig auch beim Preis keine Chance gegen regenerative Energien haben. Das aktuelle EDF-AKW für UK? Geplante Subvention vom Staat ca. 100 Milliarden € (unter anderem eine feste Einspeisevergütung plus jährlichem Inflationsausgleich). Erdöl + Kohle...endliche Rohstoffe werden irgendwann alles, aber nicht billiger.
Natürlich wird der Umbau uns Geld kosten, aber was ist die Alternative?

Bei den Stromkosten finde ich dass man die etwas differenzierter betrachten kann. Bei dem Preis für die Kilowattstunde für Privathaushalte sind wir in Europa auf Platz 2 hinter Dänemark. Nimmt man den Preis in Bezug auf das Nettoeinkommen ist Deutschland nur knapp über dem Mittelwert in der EU.
Wird teurer, davon gehe ich auch aus.

Dem "warum immer wir?" aus Deinen vorherigen Posts stelle ich mal ein "wer, wenn nicht wir?" entgegen :)

Ich halte Individualverkehr auch nicht für grundsätzlich schlecht, fahr sogar gerne Auto...wenn auch mittlerweile langweilig vernünftig und nicht mehr schick und rabiat übermotorisiert wie vor ein paar Jahren. In einem Jahr vielleicht elektrisch, wenn die Firma nicht hops geht und meine Anzahlung damit auch...
Aber den ständigen Zuwachs und aktuellem regionalen Kollaps auf den Straßen können wir nur begegnen mit ganz viel mehr Straßen + Fläche für Verkehr oder eben weniger Verkehr. Zumindest in den Städten möchte ich nicht noch mehr Flächen an PKW + LKW abgeben.
Transport ist ein riesiges Problem, völlig richtig was Du schreibst. Die Raststätten platzen mittlerweile. Kann so nicht weiter gehen.
Auch wenn das kaum Auswirkungen hat: Milch aus weit weg kaufe ich nicht, bin kein Kunde bei amazon und sonstigen "heute bestellt, morgen da, keine Versandkosten"-Firmen. Einen Aufstand der Verbraucher halte ich für unwahrscheinlich, wir müssen uns selber übergeordnet Regeln verpassen damit sich diese Zustände ändern.

Gruß
Lutz
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Greta Thunberg in Davos und Klimawandel 06 03. 2019 20:13 #49417

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Nun Sonnenenergie ist immer noch relativ teuer
Windenergie bringt auch diverse Nachteile mit sich und Wasserkraft ebenfalls siehe die riesigen Staudammprojekte in China und Brasilien.
Erdwärme kann Erdbeben provozieren.
Kernfusion ist noch nicht soweit.
Ich bleibe dabei es wird wohl immer schwer sein an genügend Energie zu kommen.
Also sparen wir weiter.

Ich habe ein Gehirn von der Größe eines Planeten, aber ich muss Türen öffnen!
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Greta Thunberg in Davos und Klimawandel 06 03. 2019 22:58 #49418

@badhofer

"Roger, als ich geschrieben habe, dass du mit gespaltener Zunge redest und du geantwortet hast, dass du das locker erträgst, habe ich mir schon gedacht, dass du jemand sein musst, der etwas mehr sieht. Denn dann steht man über solchen Dingen. Dann kratzt einem so etwas nicht mehr."

Hallo und ganz lieben Gruß.

Auch wenn ich hier eine gewisse Kritik anbringen würde, wenn ich nicht bei Google/Youtube aufgrund meiner "anderen Sichtweise der Wirklichkeit" gesperrt wäre, so möchte ich doch folgendes Video mal zum Besten geben:


Was ich in diesem Video finden könnte, das ist die Erklärung, warum ich in 53 Lebensjahren 4 Lottozahlen träumte, die am nächsten Tag genau in dieser geträumten Reihenfolge auch gezogen wurden. Einmal in meinem Leben.
Wahrscheinlichkeit 4 Richtige * 53 * 365. Esoterisch. O.K. Wahrscheinlich.

In der Häufigkeit, die ich solche Erfahrungen in diesem Leben, zumindest zu Anfang, machen durfte, kommen wir gegen Unendlich.
Außer, wir betrachten das mal von einem anderen Standpunkt als dem Indoktrinierten.

Ich schrieb mal ohne erkennbaren Grund meiner "Twin Flame" den Namen Rod Stewart, im gleichen Augenblick kam per Skype die Frage, wer denn das Lied "I am Sailing" singt.

Wenn ich keinen glaubwürdigen Zeugen dabeigehabt hätte, der meine kurz zuvor verstorbene Mutter in ihrer Küche als "feinstoffliches Wesen" gesehen hätte, ich hätte es mir selbst nicht geglaubt.

Wenn ich nicht einen Tag vorher "zufällig" einen Bericht im Fernsehen über einen Apnoe-Taucher gesehen hätte, der sagte, man darf alles, nur keine Panik bekommen, wäre ich jetzt tot, ertrunken aufgrund Panik (unter Wasser 2 Minuten einklemmt).

Ich fühle eine SEHR tiefe Verbundenheit mit Ihnen.

Lieben Gruß
Roger
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Greta Thunberg in Davos und Klimawandel 06 03. 2019 23:10 #49419

p.s.:
Wenn ich bei dieser Musik mit 300 auf meiner R1/S1000RR durch das uns bekannte Universum gerast bin,

war ich Eins mit dem Universum.

Warum auch immer.

Lieben Gruß
Roger
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Greta Thunberg in Davos und Klimawandel 07 03. 2019 00:29 #49421

Heute fand ich eine interessante Seite im Net, in der 20 Millionenmetropolen, alle gelegen an Küsten, aufgelistet waren, die sich offensichtlich bereits heute schon Gedanken machen, was ihnen widerfahren wird, wenn der Meeresspiegel in 2070 um etwa 3-5 Meter gestiegen sein wird.
Alle nahmen an, dass das Realität werden wird.
Tokio auf Platz 1: 1,2 Billonen Dollar, um Hochwasserschutzvorkehrungen zu treffen.
New York, Rio, Amsterdam, Barcelona, Lissabon, Shanghai, Hongkong, Singapur, Sydney, Hamburg, La Rochelle, London, Kopenhagen, St.Petersburg, ......
Man kann da noch ein paar Tausend Städte und Ortschaften anfügen.

Wenn aber die Metropolen jetzt schon dieses Szenario überaus ernst nehmen, und jetzt schon zu kalkulieren beginnen, was ihnen der dafür nötige Hochwasserschutz wohl kosten würde, um nur eine Verlängerung ihrer Existenz um vielleicht 20, 30 oder 40 Jahre zu ermöglichen, dann ist Panik das richtige Wort für das, was uns da zu drohen scheint.

Mehr als 40 Jahre Verlängerung nahm keine Metropole als realistisch an, da 5 Meter Schutzwälle darüberhinaus nicht reichen werden. Der Meeresspiegel wird um 50 Meter steigen, nur 100 Jahre weiter gedacht!

Nochmal, wir können mit der Natur keinen Deal machen. Sie gibt uns lediglich die Quittung für das, was wir ihr antun.

Die heutigen politischen Auseinandersetzungen sind Krimskrams im Vergleich zu dieser Uns drohenden Umweltveränderung.

Auf Kernfusion zu warten, ist schlichtweg Unsinn. Die Kerspaltung weiter zu betreiben, ist ebenfalls gefährlich.

Was uns bleibt ist, die Solarenergienutzung zu befördern und zwar ganz massiv.

Wir könnten zB. auch Solare Energieerntebäume bauen, also Stukturen, die Bäumen gleichen, aber mit Solarmodulen bestückt sind und ganz vorteilhaft auch ein gutes Desing aufweisen. Könnte besser ankommen als riesige Windparks in die Gegend zu stellen.
Lärmschutzwände an den Autobahnen mit Solarmodulen bestücken und so fort...

Warum tun wir das nicht?

Das wäre doch billiger, als die Küstenstädte im Meer versinken zu sehen.
Die Verluste der Immobilien, die da derzeit stehen, sind hier noch gar nicht berücksichtigt.

Evolution eben: eine sich verändernde Umwelt löst einen Anpassungsdruck aus.

Thomas
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Greta Thunberg in Davos und Klimawandel 07 03. 2019 00:37 #49422

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Marvin schrieb: Nun Sonnenenergie ist immer noch relativ teuer
Windenergie bringt auch diverse Nachteile mit sich und Wasserkraft ebenfalls siehe die riesigen Staudammprojekte in China und Brasilien.
Erdwärme kann Erdbeben provozieren.
Kernfusion ist noch nicht soweit.
Ich bleibe dabei es wird wohl immer schwer sein an genügend Energie zu kommen.
Also sparen wir weiter.

Sparen ist sinnvoll, klar. Aber Energie brauchen wir dennoch recht viel. Genug kostenfreie Primärenergie ist vorhanden...nutzen wollen ist schwer :)
Ich schau ja gerne auf die tatsächlichen Zahlen, in diesem Fall auf die Stromgestehungskosten. Photovoltaik hat eine Entwicklung genommen die ich definitiv nie erwartet habe, gehört mittlerweile zu den günstigen Energien. Von 2010 bis 2017 sind die Kosten um 75% gefallen.
Im Anhang eine Übersicht aus einer Studie von 2018 vom Fraunhofer ISE für Kosten unterschiedlicher Energie-Erzeugung.
Für Spaß nehmen wir für Kernkraft (ist in der Studie nicht drin) mal ein in Bau befindliches. Hinkley Point C in UK: Feste Einspeisevergütung 2013 mit 11 ct/kWh zuzüglich jährlichem Inflationsausgleich.

Klar wird regenerativ auch wieder teurer durch die Speicher die demnächst für einen Teil der erzeugten Energie notwendig werden. Wirkungsgrad-Verluste lassen sich da nicht vermeiden. Und bei der Erzeugung von Gas und Kraftstoffen aus Strom haben wir auch die Umwandlungsverluste...dafür aber CO2-Neutral weil Kreisläufe möglich sind.
Über riesige Staudammprojekte müssen wir in Deutschland nicht reden...keine Frage, da läuft viel Unfug in der Welt.

Da ich schon lange in der Windkraft arbeite kenne ich vermutlich die von Dir erwähnten Nachteile alle :)
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Greta Thunberg in Davos und Klimawandel 07 03. 2019 08:48 #49425

Roger Reichert schrieb: ...wenn ich nicht bei Google/Youtube aufgrund meiner "anderen Sichtweise der Wirklichkeit" gesperrt wäre, so möchte ich doch folgendes Video mal zum Besten geben:...
Was ich in diesem Video finden könnte, das ist die Erklärung, warum ich in 53 Lebensjahren 4 Lottozahlen träumte, die am nächsten Tag genau in dieser geträumten Reihenfolge auch gezogen wurden...

Nichts gegen deine Träume und deine Sichtweise der "Wirklichkeit" sei dir auch unbenommen. Ich möchte an dieser Stelle den vorgestellten Vortrag von Dr. Volkamer auch gar nicht bewerten. Ich muss aber schon kritisieren, dass du hier offenbar dieses Forum mehr zur Vorstellung eines alternativen Weltbildes nutzt, als zum eigentlichen Thema des Threads Stellung zu nehmen. Liegt das daran, dass du (nach deinen Aussagen) in sämtlichen anderen Foren und Youtube gesperrt bist?
Vielleicht habe ich ja auch etwas übersehen, aber nimm doch bitte einmal direkt Stellung zu den Aktivitäten von Greta Thunberg.

Danke.
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Greta Thunberg in Davos und Klimawandel 07 03. 2019 09:21 #49426

@ Thomas
Woher nimmst Du die Zahlen? Im Moment steigt der Meeresspiegel um ca. 3,2 cm / Jahrzehnt. Nach Szenarien des IPCC wird am Ende dieses Jahrhunderts der Meeresspiegel 30-100 cm (je nach Klimaverhalten der Menschen) höher liegen. 3-5 m bis 2070ist eine völlig andere Größenordnung.
Nach einem Sondergutachten des wissenschaftlichen Beirats der Bundesregierung wird eine Meeresspiegelerhöhung bis zum Jahr 2300 um 2,5 bis 5,1 m prognostiziert, wenn sich die Erwärmung bei 3 °C gegenüber dem vorindustriellen Wert stabilisiert.
Es ändert sich ja nicht viel für das heutige Verhalten, wenn alles 50-200 Jahre später passiert, aber unnötige Panikmache, die sich als Fehlprognose erweist, ist nur Wasser auf die Mühlen der sog. Klimaleugner.

Wer meint, er habe etwas erkannt, der weiß noch nicht, wie man erkennen soll.
1. Brief des Paulus an die Korinther 8, 2
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Greta Thunberg in Davos und Klimawandel 07 03. 2019 10:01 #49427

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Die Irrationalität des Kernbewusstseins -> Religiosität -> Unendlichwachstum

Adorno:

Idealismus * gewährt positive Unendlichkeit, bis zum Erreichen eines Plafonds.

(* ich würde präzisieren: philosophischer Idealismus -> Grundfrage der Philosophie)

Hi badhofer,
badhofer schrieb:

Thomas schrieb:
Denn Kernfusionsreaktoren müssten sehr groß gebaut werden, also ziemlich groß, wenn sie nur ein Dorf mit Energie versorgen sollen.
Der Investitionsaufwand im Verhältnis zur Energieausbeute wird nie in ein vertretbares Verhältnis kommen. Wir haben mit der Kernspaltung schlechte Erfahrungen gemacht und mit der Fusion steht uns das noch bevor.

Das habe ich nicht gewusst. Ich war der Meinung, dass die Kernfusion die geniale Lösung wäre


Ja, so ähnlich lag ich auch.
Da is er wohl nun aus der Traum ... man könnte ja den Mond 'zur Sonne umbauen', vielleicht ist der groß genug ... o.s.ä. :-)
... dann sind diese Projekte jetzt nur noch für die Rüstung interessant ... ?

(mit interessant meine ich natürlich nicht die Forscher, sondern die 'Geldgeber' in opportunistischen/religiösen Formationen)

badhofer schrieb: und wollte eigentlich nur folgendes sagen: Geht der erste Reaktor dann ans Netz, wenn die Menschheit bereits erkannt hat, dass es auf einem endlichen Planeten kein unendliches Wachstum geben kann, dann würde die herauskommende Energie für die Menschheit eingesetzt werden. Geht jedoch der erste Reaktor schon ans Netz, wenn das noch nicht erkannt wurde, dann würde die Energie für das Wachstum eingesetzt werden. Die Katastrophe würde damit nur beschleunigt.


Absolut Konsens.
Jede neue techn. Erfindung verheizt durch die instrumentelle Vernunft (Vernunft als Sklave des 'Es') ist nur der Katechon, der die Apokalypse weiter hinausschiebt.

Die Masse sieht das aber nicht so.
Sie suchen weiter nach dem 'Perpetuum mobile' welches unendliches Wildwachstum auf einem endlichen Planeten erlaubt.

Unendliche Milliarden mit unendlich großen Offroadern, die dann elektrisch problemlos die mehrfach potenzierte Unendlichkeit ermöglichen... o.s.ä.

Das Einzige was winzig bleibt dabei ist ihre Vernunft. :-)
Denn wozu hat das Wildwachstum der letzten 200 Jahre geführt?
Die Weltbevölkerung wurde in absoluter Rekordzeit verzehnfacht, und damit auch die Probleme, gelöst wurde keins.

Heute hungern etwa genau so viele Menschen wie es vor der totalitären Individualisierung überhaupt gab.

Das Einzige was Wildwachstum im freien Spiel der Kräfte nämlich immer hervorbringt, das wollen die individualisiert Religiösen des Kapitalismus * nur nicht begreifen, ist immer mehr Alles!

Immer mehr Verschwendung und immer mehr Elend.

Und die Erde steht genau deshalb vorm Kollaps.

* die Meinenden, die sich Atheisten nennen - Marx: der Atheismus wird der letzte Theismus sein ...; ich nenne es übrigens den praktisch, quasi von niemandem bemerkt, angekommenen Pantheismus - siehe mein Modell ...

Aber wir brauchen nicht hoffen, das der Schmutzmensch (der die Welt verschmutzt) sich irgendwann dafür schämen wird, denn wie Spinoza leider schon erkannte, zählt die Demut nicht zu seinen Tugenden ...


mvg Philzer

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Greta Thunberg in Davos und Klimawandel 07 03. 2019 10:59 #49428

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Energiewende

Hi Lutz & Udo,

Ihr scheint Euch ja nun ziemlich gut mit Wind- und Sonnenenergie auszukennen.

Mir kommt nur Euer Optimismus ein wenig zu leuchtend vor, aber naja, das kann ja an mir als genuinen Misanthrop liegen. :-)

Mal konkret, der Einzelne, in dem Fall ich, ist mit den reinen Daten und ihren Auswertungen, und also Einschätzungen, überfordert.
D.h. philosophisch nichts anderes, als dass ich keine Tatsachenwahrheiten überprüfen kann, und mich, was ich als Philosoph sowieso immer anstrebe, nur nach Vernunftwahrheiten richten kann. (Begriffe nach Leibniz)

(Hinweis: vereinfacht: eine Vernunftwahrheit ist quasi eine dialektische Betrachtung über eine große Menge von Tatsachenwahrheiten, über einen Prozess, ... o.s.ä.)

Zur Energiewende gibt es nun einige kritische Beiträge von Hans-Werner Sinn, und ich frage Euch, was sagt Ihr dazu?

Liegt der Mann vollkommen daneben, so 'bekloppt' scheint der doch nicht zu sein, wo liegen - Eurer Einschätzung nach - seine Fehler?

Wieviel Zappelstrom verträgt das Netz

Energiewende ins Nichts


mvg Philzer

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Greta Thunberg in Davos und Klimawandel 07 03. 2019 11:18 #49429

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Woher rührt denn eigentlich das Bestreben nach immer mehr? Merken wir denn nicht schon seit langem, dass wir den falschen Weg eingeschlagen haben?
Erreichen wir nicht ganz natürlich die Grenze, welche uns vernünftigerweise sagt: "Hier braucht ihr nicht weitergehen, das hat keinen Sinn und schränkt höchstens noch weiter euer Leben ein"
Noch mehr Gigantomanismus?
Oder erkennnen wir nicht langsam dass weniger mehr ist?
Wohl hat der unbeschränkte Kapitalismus dafür gesorgt und tut es noch, uns vorzumachen, dass wir immer höher hinaus müssen.
Ist die wissenschaftlich- kulturelle und gesellschaftliche Entwicklung immer an immer mehr gebunden?

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Greta Thunberg in Davos und Klimawandel 07 03. 2019 11:49 #49430

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Die Irrationalität des Kernbewusstseins

Hi Marvin,

Scherz: Da Du ja einen defekten Emotionsschaltkreis hast, will ich versuchen zu helfen. /Scherz :)

Aus einem Tatort:

Assistentin erklärt dem Kommissar die psychologische Sichtweise.
Irgendwann der Kommissar, sichtlich genervt:
'Aber Psychologie ist doch nicht alles!'

Sie ruhig aber bestimmt zurück:
'Aber ohne Psychologie ist alles nichts.'


Und das ist zum Kernpunkt meiner Philosophie geworden.
(allerdings lange vor der Ausstrahlung dieses Tatorts) :-)

Marvin schrieb: Woher rührt denn eigentlich das Bestreben nach immer mehr?


Das Kernbewusstsein ist ein 'dreidimensionaler Kognitionsapparat', der also in einer vierdimensionalen Welt erheblich defizitär ist.

Das kognitive Defizit

Dies ignorierend, wird von der Masse, auch der Philosophen, das Fühlen weiter als Primat gegenüber der Vernunft verteidigt.
Am weitesten aus dem Fenster gelehnt für die Dreidimensionalität hat sich da wohl Hume:

Die Vernunft ist nur ein Sklave der Affekte und soll es sein; sie darf niemals eine andere Funktion beanspruchen, als die, denselben zu dienen und zu gehorchen.

Das Kernbewusstsein kann nur gegen unendlich gehende Strebungen generieren. - Philzer (Liebe; Hass etc)

(quasi wie ein Vektor dem der Betragswert fehlt)

Es kann die Welt nicht quantitativ, sondern nur subjektiv-qualitativ erfassen. (siehe auch naturalistischer Fehlschluss)
Es erkennt also nicht die Dimension der Zeit , also auch keine Kausalität (siehe Weltübernutzung durch Bevölkerungs- und Konsumexplosion) etc etc

Lesch: Kausalität hat ihre Zeit.

Die einzige Vernunftform welche das Kernbewusstsein (<- Damasio; bei Freud das 'Es') zulässt, ist gemäß dem Freudschen Instanzenmodell die instrumentelle Vernunft (Begriff nach Horkheimer) die ich mittlerweile so definiere:

Instrumentelle Vernunft ist diejenige Teilmenge der Vernunfterkenntnis, die sich widerspruchsfrei unter die Strebungen des 'Es' subsumieren lässt. - Philzer

Marvin schrieb: Ist die wissenschaftlich- kulturelle und gesellschaftliche Entwicklung immer an immer mehr gebunden?


Ich denke schon. Das ist Folge der Kreativität (einer Minderheit) die von der Masse zum bloßen Wildwachstum missbraucht wird.
Man braucht ein Wachstum was ebenso von der Vernunft gesteuert wird, und nicht nur blind von selbiger perpetuiert.

Goethe: Er nennts Vernunft und brauchts allein nur tierischer als jedes Tier zu sein ...

Was ist mehr?
Wichtig wäre m.E.n. zwischen quantitativem und qualitativem Wachstum zu unterscheiden.
Die Unmasse an Bevölkerung, die Unmasse an 'Autogewichten' ....


mvg Philzer

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Greta Thunberg in Davos und Klimawandel 07 03. 2019 13:03 #49431

Martin schreibt

Es ändert sich ja nicht viel für das heutige Verhalten, wenn alles 50-200 Jahre später passiert, aber unnötige Panikmache, die sich als Fehlprognose erweist, ist nur Wasser auf die Mühlen der sog. Klimaleugner.

Ein sicher wichtiger Hinweis in der Diskussion um den Klimawandel. Das Vertrackte ist, dass die Klima-Leugner quantitativ argumentieren (können) und zur Diskreditierung nur immer einen Vergleich von Eingetretenem zu Prognostizierten herstellen brauchen. Ist das Eingetretene weniger dramatisch als das Prognostizierte, dann ist schon einmal gerne der gesamte Klimawandel diskreditiert. Dabei scheint es auch keine Rolle zu spielen, dass ggf. das Eingetretene für sich schon besorgniserregend genug ist. Philzer würde vielleicht sagen, dass sich die instrumentelle Vernunft eben die passende Argumentation sucht um sich nicht zu verändern.
Der von dir verlinkte Bericht ist überzeugend. Er ist differenziert genug um nicht auf das Plakative zurückgreifen zu müssen, aber dennoch so zusammengefasst, dass man ihn auch als Laie recht gut nachvollziehen kann. Gerade in der Auftragslage durch die Bundesregierung darf man wohl davon ausgehen, dass die Experten hier sicher nicht überbordend gewesen sind. Sehr gut auch die Darstellung, dass das ja sich nicht alleine auf den starken Anstieg des Meeresspiegels auswirkt. Im Gegenteil: An sich sind die anderen aufgeführten Wirkungen global wahrscheinlich von wesentlich größerer Bedeutung.
Schade ist nur, dass der Bericht schon so 1,5 Jahrzehnte alt ist. Nach meiner Info hat man damals wohl noch etwas zu konservativ geschätzt. Gibt es so etwas auch aufbereitet nach dem heutigen Stand? - An alle: Bitte keine Empfehlung von EIKE! Da habe ich mir einiges angeschaut und gelesen, was in sich schon nicht haltbar ist.



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Greta Thunberg in Davos und Klimawandel 07 03. 2019 15:31 #49434

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Hallo Philzer

Philzer schrieb: Energiewende
Zur Energiewende gibt es nun einige kritische Beiträge von Hans-Werner Sinn, und ich frage Euch, was sagt Ihr dazu?

Liegt der Mann vollkommen daneben, so 'bekloppt' scheint der doch nicht zu sein, wo liegen - Eurer Einschätzung nach - seine Fehler?
mvg Philzer

...leuchtend optimistisch bin ich bei den technischen Möglichkeiten die wir haben um Energie komplett nachhaltig zu erzeugen, bei der Geschwindigkeit der eigentlich nötigen Umsetzung durch den Menschen muss ich herunter dimmen :)
Teile allerdings auch nicht Deinen grundsätzlichen Pessimismus bezüglich menschlichem Handelns.

Nö, der Herr Sinn ist nicht bekloppt. Die dargestellten Zahlen sind alle soweit OK. Ich finde seine Darstellungen allerdings sehr einseitig, seine Vergleiche sind immer extrem absolut und manchmal lässt er zugehörige Informationen unter den Tisch fallen.
Beispielhaft einige Punkte dazu von mir:
  • Das die öffentliche Diskuusion sich hauptsächlich um den Stromsektor dreht ist richtig, finde ich auch zu kurz. Seine Aussage das man den Rest (Verkehr, Wärme, ...) ohnehin nicht regenerativ schaffen kann kommt mal eben so nach dem Motto "ist ja offensichtlich", ohne weitere Begründung. Ah ja, dann hat Modell Mensch wohl einfach ausgedient und es macht eh alles keinen Sinn...
  • Er erklärt ausführlich das wir aktuell über die Kohlekraftwerke puffern, was stimmt. Er verschweigt das es während der ersten Ausbaustufe regenerativer Stromerzeugung wirtschaftlich kostengünstiger ist genau dies zu tun als Kohle gleich abzuschalten und entsprechende Speicher aufzubauen.
    Dann verdoppelt er die regenerative Einspeisung und macht weiter mit kompletter Pufferung über Kohlekraftwerke. Das in dieser Ausbaustufe dann auch Speicher sein müssen, was eigentlich bekannt ist, erwähnt er nicht. Im Strombereich ist Deutschland an dem Punkt Speicher aufzubauen, zumindest ein wenig passiert da bereits.
    Na ja, vielleicht ist das aus seiner Sicht logisch weil er Speicher bereits als "geht nicht" dargestellt hat....
  • Also Speicher, hier kommen dann die Absolut-Vergleiche:
    Alles mit regionalen Pumpspeichern => geht nicht
    Alles mit Pumpspeicher Norwegen => geht nicht
    Alles mit Auto-Batterien => geht nicht
    Ich will es mal so beschreiben: Meine 10 Nachbarn und ich planen eine Feier...ich komme schon während der Planung zu dem Ergebnis dass leider abgesagt werden muss....die auf der Liste stehende Menge an Getränken passt nicht in meinen Kühlschrank. Schade!
  • Darstellung der Kosten über EEG-Umlage: Ich bin mir sicher Herr Sinn weiß wie die berechnet wird (Differenz zwischen Vergütung für regenerativen Strom minus den an der Börse erzielbaren Preis). Sinkt der Börsenpreis geht die EEG-Umlage hoch, auch wenn die Kosten für regenerative Einspeisung gleich bleiben. Das sollte man ein wenig ganzheitlicher und transparenter diskutieren. Zum Beispiel sind in den letzten Jahren die Preise an der Strombörse auch durch die Einspeisung von Wind und Solar runter gegangen.
  • Strompreisvergleich Deutschland vs Frankreich:
    Deutschland auch so "hoch" wegen regenerativer Energie, soweit OK auch wenn man das lieber nicht mal in Summe eben der EEG-Umlage zuschieben sollte.
    Nehmen wir mal hin das wir teuren Strom haben weil regenerativ.
    Frankreich ist deutlich günstiger...zack hat Herr Sinn das Problem dargestellt. Kein Wort darüber das in Frankreich der Atomstrom stark subventioniert ist und der Strompreis insgesamt schon lange unten gehalten wird aus politischen Gründen (kann man auf der Präsi von Herrn Sinn auch sehen, Frankreich hält die Abgaben in dem Bereich klein).

  • Gruß
    Lutz
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    Greta Thunberg in Davos und Klimawandel 07 03. 2019 21:49 #49439

    Ich bitte alle, die hier mitdiskutieren, beim Thema zu bleiben.
    Wem das nicht gelingt, dessen Beiträge entferne ich.

    Es muss doch möglich sein, Beiträge zu liefern, die das Thema bearbeiten und zum Thema beitragen.

    Jetzt strengt euch mal an!

    Thomas
    Folgende Benutzer bedankten sich: ollelinse
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    Greta Thunberg in Davos und Klimawandel 08 03. 2019 08:36 #49441

    Thomas schrieb:
    Jetzt strengt euch mal an!

    Ich habe mich angestrengt. Hier einmal ein Vorentwurf für die größte Aktion, die ich jemals durchziehen werde.

    Das Kapitalozän
    .

    Ohne etwas wäre nicht einmal nichts

    Ohne etwas wäre nicht einmal nichts

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    Greta Thunberg in Davos und Klimawandel 08 03. 2019 10:09 #49444

    Gestern in der phoenix runde: Demos statt Schule - Jugend fordert die Politik heraus .
    Meine Hochachtung für die 14-jährige Franziska Wessel. Sie stellte mehrfach hervorragend klar, dass sich die Bewegung f4f nicht von den Politikern vereinnahmen lassen werden.
    Folgende Benutzer bedankten sich: Lutz
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    Greta Thunberg in Davos und Klimawandel 08 03. 2019 10:39 #49446

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    Entwicklung versus Wildwachstum

    Hi Lutz,

    Vorab. Einigen Punkten Deiner Kritik kann ich durchaus zustimmen.
    Insgesamt scheint es aber so zu sein, die Erneuerbaren werden bei weiterem Ausbau viel viel teurer als man das jemandem 'verkaufen könnte'.
    ( mit Speichern und Carnot-'Problem' vermutlich gegen 1€/kWh )
    Das ist aber natürlich kein Argument gegen sie!

    (denn wie will man preislich einen zerstörten Planet beziffern ... )

    ...und wenn die Kernfusion nun erstmal weg vom Fenster ist, dann bleiben nur noch die Erneuerbaren, egal wie teuer sie sind ...

    Lutz schrieb: Hallo Philzer

    Philzer schrieb: Zur Energiewende gibt es nun einige kritische Beiträge von Hans-Werner Sinn, und ich frage Euch, was sagt Ihr dazu?

    ...leuchtend optimistisch bin ich bei den technischen Möglichkeiten die wir haben um Energie komplett nachhaltig zu erzeugen, bei der Geschwindigkeit der eigentlich nötigen Umsetzung durch den Menschen muss ich herunter dimmen :)
    Teile allerdings auch nicht Deinen grundsätzlichen Pessimismus bezüglich menschlichem Handelns.


    Ja, der Okkasionalist mag vor allem den Systematiker nicht, ist mir schon klar. :-)

    Eine Weiterentwicklung muss es geben, das verlangt der menschliche Geist (Kreativität), aber das ungebremste Wachstum auf allen Gebieten (ich nenne das Wildwachstum - und getrieben ist dies durch den 'Akkumulationszwang' den das Kapital auslöst und der wiederum der menschlichen Gier gegen unendlich aus dem Kernbewusstsein gut entspricht) muss begrenzt werden.

    Ich denke Lesch hat das bspw. im Interview zu 'Die Welt in 100 Jahren' mehr als ausführlichst erläutert.
    Wer Wachstum fordert begeht/verlangt Selbstmord.

    ...man könnte wie ich schon mehrfach sagte, vlt. zwischen qualitativem (Komplexitätsfortschritt, Kreislauftechnologien) und quantitativem (reines Mengenwachstum: Konsum; Bevölkerung) Wachstum unterscheiden.

    Also nochmal, der springende Punkt ist der, das unkontrollierte globale Wildwachstum im freien Spiel der Kräfte zu bremsen (auf allen Fronten), macht dies nicht die menschliche Vernunft, dann tut dies der Crash des globalen Klimas, der Endzeitkrieg oder wie auch immer man das Szenario dann nennt.

    badhofer schrieb: ... und wollte eigentlich nur folgendes sagen: Geht der erste Reaktor dann ans Netz, wenn die Menschheit bereits erkannt hat, dass es auf einem endlichen Planeten kein unendliches Wachstum geben kann, dann würde die herauskommende Energie für die Menschheit eingesetzt werden. Geht jedoch der erste Reaktor schon ans Netz, wenn das noch nicht erkannt wurde, dann würde die Energie für das Wachstum eingesetzt werden. Die Katastrophe würde damit nur beschleunigt.


    Und das ist es, was Du m.E.n. noch nicht verstanden hast?

    Alle Technik ohne Vernunft an sich, nur als instrumentelle Vernunft, nutzt nichts, denn sie bringt immer nur das gleiche hervor, immer mehr alles.

    Immer mehr Verschwendung für die Reichen (Starken), und immer mehr Elend für die Armen (Schwachen) die den ganzen 'Mist' der ersten Welt dann ausbaden müssen ... o.s.ä.

    Hinweis: auch die Bevölkerungsexplosion in den zurückgebliebenen Welten * ist nur die Schuld der 'alles wütend verkaufenden Unternehmer/Kapitalisten der Industrienationen' und ihrer Wähler (opportunistisches Volk)...

    * um den Faktor 10; 20 und mehr: die Ägypter bspw. haben sich in 200 Jahren vervierzigfacht (von 2,5 Mio auf knapp 100 Mio) ... die Muslime in 120 Jahren verzehnfacht (von 150 Mio auf 1,5 Mrd), der durchschnittliche Crashfaktor des ungebremsten Bevölkerungswachstums liegt wohl etwa bei einer verdrei- bis verfünffachung in 40 bis 50 Jahren (Syrien; Malawi) ... dann ist dort Bürgerkrieg (Heinsohn lesen) etc etc

    Alle diese Zahlen bestätigen leider mein Modell!

    PS:
    badhofer schrieb: ... Die Katastrophe würde damit nur beschleunigt.


    Instrumentelle Vernunft ist der Katechon (2. Brief des Paulus an die Thessalonicher) der die Apocalypse aufhält, indem er sie hinausschiebt.
    Ich denke zusätzlich, dass je weiter dieser bloße Aufschub gelingt, ohne Änderung der Bewusstseine (anthropologische Konstante), desto heftiger wird die 'Stauentladung' der Probleme (Apocalypse) ... man brauche sich nur den nächsten Weltkrieg ( Was ist Krieg ) vorstellen, wenn durch wenige Kernwaffenschläge die Infrastrukturen der 'Unendlich-Millionen-Städte' zum Erliegen kommen ...


    mvg Philzer

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    Greta Thunberg in Davos und Klimawandel 08 03. 2019 11:57 #49453

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    ollelinse schrieb: Gestern in der phoenix runde: Demos statt Schule - Jugend fordert die Politik heraus .
    Meine Hochachtung für die 14-jährige Franziska Wessel. Sie stellte mehrfach hervorragend klar, dass sich die Bewegung f4f nicht von den Politikern vereinnahmen lassen werden.

    Danke für die Erinnerung! Hatte das gestern verpasst...
    Passt super in dieses Thema rein. Sollte sich mal alle anschauen die bei Greta mit Bemerkungen kommen "fremdgesteuert, so spricht man in dem Alter nicht, keine Ahnung von dem Thema, lässt sich vereinahmen, ..."
    Franziska Wessel zeigt deutlich dass man mit 14 Jahren eine fundierte eigene Meinung haben kann und auch in der Lage ist zu diskutieren.
    Auch insgesamt eine sehr gute Diskussionsrunde!

    @Philzer
    Das ein radikales Umschwenken auf regenerative Quellen unserem Wirtschaftssystem diametral gegenüber steht ist ja eine Binsenweisheit.
    Betrachtet man nur den Kostenbereich stellt sich der wirtschaftliche Nutzen erst in ein paar Jahrzehnten ein. Ist natürlich unterschiedlich je nach Perspektive, da im Energiesektor die aktuellen Gewinne privatisiert und die Folgekosten die Gesellschaft tragen muss...in diesem Fall sogar die Gesellschaft in der Zukunft, wenn die meisten der aktuellen Entscheidungsträger nicht mehr existieren.
    Und hier kommt dann wieder Greta bzw. die aktuelle Jugend ins Spiel: Es ist deren Zukunft. Sie sind (noch) keine Entscheidungsträger und Nutzen ihre Möglichkeiten um zu verändern. Von mir volle Unterstützung!

    Okkasionalist...ich hab mal kurz geschaut was das sein soll.
    Der Sinn der Theorie dahinter ist mir nicht klar geworden, eigentlich ist mir das auch egal. Soweit ich allerdings verstanden habe ist da Gott als irgendein vermittelndes Element drin.
    Das kann bei einem Atheisten wie mir doch irgendwie nicht funktionieren....bitte eine neue Schublade für mich suchen :)
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    Greta Thunberg in Davos und Klimawandel 08 03. 2019 12:53 #49472

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    Was ist eine fundierte Meinung?

    Hi,

    Lutz schrieb:

    ollelinse schrieb: Gestern in der phoenix runde: Demos statt Schule - Jugend fordert die Politik heraus .
    Meine Hochachtung für die 14-jährige Franziska Wessel. Sie stellte mehrfach hervorragend klar, dass sich die Bewegung f4f nicht von den Politikern vereinnahmen lassen werden.

    Danke für die Erinnerung! Hatte das gestern verpasst...
    Passt super in dieses Thema rein. Sollte sich mal alle anschauen die bei Greta mit Bemerkungen kommen "fremdgesteuert, so spricht man in dem Alter nicht, keine Ahnung von dem Thema, lässt sich vereinahmen, ..."
    Franziska Wessel zeigt deutlich dass man mit 14 Jahren eine fundierte eigene Meinung haben kann und auch in der Lage ist zu diskutieren.
    Auch insgesamt eine sehr gute Diskussionsrunde!


    Eine Meinung kann gar nicht fundiert sein, sie kann bestenfalls rhetorisch gut vorgetragen sein!

    Denn Meinung ist weder der Wissenschaftlichkeit, noch der Wahrhaftigkeit (im Sinne Kants) verpflichtet, sondern lediglich dem eigenen Nutzenkalkül!

    Meinung ist das moderne Im-Kampf-Sein in der individualisierten Religiosität!

    Fundiert sein kann eine Hypothese, und das wäre dann mehr als eine Meinung!

    An Hand der simplen Argumentation (Bspw. Kürzung Solarsubventionen in D.) kann man die ganze Naivität (undialektische Sicht über die Ganzheit) erkennen.
    Ich will das deshalb nicht ethisch kritisieren, aber es ist von Realismus weit entfernt.
    Gerade Deutschland als Vorreiter der Erneuerbaren Energie hier Vorwürfe zu machen - zeigt dies m.E.n. deutlich.
    Es ist mehr Fühlwollen, von jungen Kämpfern erfolgreich in Schau gesetzt.

    ... wir erinnern an den Beginn der Grünen, der war ähnlich, bald sind sie vom System mit guten Posten assimiliert und fahren Porsche ....
    (war damals so ! )

    Lutz schrieb: @Philzer
    Das ein radikales Umschwenken auf regenerative Quellen unserem Wirtschaftssystem diametral gegenüber steht ist ja eine Binsenweisheit.
    Betrachtet man nur den Kostenbereich stellt sich der wirtschaftliche Nutzen erst in ein paar Jahrzehnten ein.


    In dem Punkt haben wir Konsens.
    (man könnte jetzt fragen, ob Du das auch so sehen würdest, wenn Du nicht zufällig dort Deine Brötchen verdienen würdest ? - da Du ja alles über instrumentelle Vernunft gehende ablehnst - d.h. für Dich ist dies eben gerade 'zufällig' deckungsgleich ... )

    Lutz schrieb: Ist natürlich unterschiedlich je nach Perspektive, da im Energiesektor die aktuellen Gewinne privatisiert und die Folgekosten die Gesellschaft tragen muss...in diesem Fall sogar die Gesellschaft in der Zukunft, wenn die meisten der aktuellen Entscheidungsträger nicht mehr existieren.
    Und hier kommt dann wieder Greta bzw. die aktuelle Jugend ins Spiel: Es ist deren Zukunft. Sie sind (noch) keine Entscheidungsträger und Nutzen ihre Möglichkeiten um zu verändern. Von mir volle Unterstützung!


    Was Du wahrscheinlich mit ihr gemein hast, die Ignoranz des Wachstumsproblems als des eigentlichen Problems. :-)

    Denn auf diese Fakten meines Postes bist Du nicht eingegangen.

    Lutz schrieb: Okkasionalist...ich hab mal kurz geschaut was das sein soll.
    Der Sinn der Theorie dahinter ist mir nicht klar geworden, eigentlich ist mir das auch egal. Soweit ich allerdings verstanden habe ist da Gott als irgendein vermittelndes Element drin.
    Das kann bei einem Atheisten wie mir doch irgendwie nicht funktionieren....bitte eine neue Schublade für mich suchen :)


    Das entscheidende ist die Ablehnung systematischen Erkennens (und also Verhaltens in) der Welt (Physikalismus/Dialektik), und statt dessen das Leben von Pragmatismus/Opportunismus.

    Gott muss da nicht zwangsläufig rein, wie ja bei dem momentan gelebten Opportunismus (Weltübernutzung) der sog. Atheisten (Marx: der Atheismus wird der letzte Theismus sein) auch nicht.


    mvg Philzer

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    Greta Thunberg in Davos und Klimawandel 08 03. 2019 15:12 #49484

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    Thomas möge mir verzeihen wenn ich darauf eingehe...

    Philzer schrieb: Eine Meinung kann gar nicht fundiert sein, sie kann bestenfalls rhetorisch gut vorgetragen sein!

    Da sind wir unterschiedlicher Meinung :)

    ... wir erinnern an den Beginn der Grünen, der war ähnlich, bald sind sie vom System mit guten Posten assimiliert und fahren Porsche ....

    Verdammt, ich werde bei der nächsten Sitzung auf den Tisch hauen....20 Jahre in der Partei, wo ist mein Porsche?

    (man könnte jetzt fragen, ob Du das auch so sehen würdest, wenn Du nicht zufällig dort Deine Brötchen verdienen würdest ? - da Du ja alles über instrumentelle Vernunft gehende ablehnst - d.h. für Dich ist dies eben gerade 'zufällig' deckungsgleich ... )

    Hab das als Schüler mit 14 auch schon genau so gesehen. Arbeite auch nicht zufällig in dem Bereich sondern das war und ist eine bewusste Entscheidung.
    Bin etwas überrascht das Du dieses Stilmittel der Unterstellung von Meinung gemäß persönlichem Nutzen verwendest.
    Das mit "instrumentelle Vernunft" (und nachfolgend "Ablehnung systematischen Erkennens, leben Pragmatismus/Opportunismus") passt auch nicht wirklich. Sorry, Du musst weiter suchen wie und wo ich in Dein Modell passen könnte :whistle:

    Denn auf diese Fakten meines Postes bist Du nicht eingegangen.

    Ich bin auf Deine Sichtweise nicht eingegangen. Führt zu weit und mein Fokus ist der Ressourcen-Verbrauch...das Thema Bevölkerungswachstum kommt mir in letzter Zeit aus einer bestimmten politischen Ecke entgegen, versuche es gerade mit Ignorieren.

    Komme zu dem Punkt der in das Thema passt, wo Du Deine Sicht auf Franziska Wessel beschreibst.

    An Hand der simplen Argumentation (Bspw. Kürzung Solarsubventionen in D.) kann man die ganze Naivität (undialektische Sicht über die Ganzheit) erkennen.
    Ich will das deshalb nicht ethisch kritisieren, aber es ist von Realismus weit entfernt.
    Gerade Deutschland als Vorreiter der Erneuerbaren Energie hier Vorwürfe zu machen - zeigt dies m.E.n. deutlich.
    Es ist mehr Fühlwollen, von jungen Kämpfern erfolgreich in Schau gesetzt.

    Auch wenn Du versuchst das zu relativieren, Du kritisierst Naivität bei einer 14 Jährigen...im Ernst???
    Wenn ihr auch vermutlich der gesamte Kontext nicht in allen Facetten bekannt ist, beim Thema Solar lag sie gar nicht völlig falsch.
    Natürlich muss ihr Vorwurf zuerst an die Politik des Landes gehen in dem sie lebt, außerdem geht die Kritik dieser Jugendlichen durchaus über ein Land hinaus.

    Gruß
    Lutz
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    Greta Thunberg in Davos und Klimawandel 08 03. 2019 16:02 #49486

    Der Energiebedarf ist nicht in Stein gemeißelt.
    Wenn man die Spritkosten drastisch erhöht, dann werden die Autobahnen nicht mehr die Depots der Nation sein. Und wenn die Bahn endlich mal intelligente Technik einsetzt, dann kann viel Güterverkehr mit der Bahn abgewickelt werden.
    Beim Heizen kann man die Temperatur im Winter etwas niedriger halten und dafür mehr Pullover anziehen. Oder man wohnt gleich in einem niedrig-Energie-Haus. Jetzt soll doch so viel gebaut werden., Da könnte man ja Zukunftsfähige Gebäude hinstellen. Natürlich sollen die Baukosten nicht in den Himmel steigen, also braucht es Subventionen (aus der Energiesteuer finanziert).
    Wenn man die Wasserstoff-Technik mal voran bringen würde, wäre die Frage mit der der Speicherung von Energie auch wesentlich entspannter – hat das der Herr Sinn mit bedacht?
    Auf allen Feldern kann man Energie signifikant einsparen, in einigen Teilbereichen fast auf Null, in anderen weniger.
    Früher hat man den Ofen zum Heizen, backen und Wasserkochen gleichzeitig genutzt. Wenn Energie teurer ist, werden die Menschen wieder erfinderisch, um Energie optimal zu nutzen.
    Die nächtliche Erleuchtung des Weltraums ist auch nicht nötig, die berechtigten Anliegen können mit intelligenter Technik auf ein Bruchteil reduziert werden.
    Heute kam die Meldung, dass die Kreuzfahrtschiffe zulegen. Wenn der Diesel die Umweltkosten eingepreist hat, wird das gegen Null gehen.
    1960 haben die Menschen auch nicht in der Steinzeit gelebt, aber wesentlich weniger Energie verbraucht.
    Seit Jahrtausenden wird Industrie da angesiedelt, wo die Energie ist. Nur jetzt soll der Strom durch ganz Deutschland geleitet werden, obwohl energielastige Industrie sich auch in Niedersachsen ansiedeln könnte. Das zeigt: Wir sind eben inzwischen so gepolt, dass der Transport (Energie, Waren und Menschen) als das Normale angesehen wird. Leben stationär zu denken ist jenseits des Horizontes.
    Ich behaupte, bei all dem eine wirtschaftsfreundliche Einstellung zu haben. Denn weltweite Kosten des Klimawandels im 14-Stelligen Euro-Bereich sind durchaus realistisch. Jede da eingesparte 100.000.000.000.000 Euro rechtfertigt Einschnitte in Billionenhöhe – rein wirtschaftlich gedacht.
    Und es ist ja nicht nur das Geld. Die Vorstellung, dass unsere Urenkel Obst und Gemüse – alles, was von Insekten bestäubt wird – nur als exotische Rarität kennen, ist allein schon ein Horror. Überspitzt gesagt: Wer nicht zurück in die Steinzeit will, wird genau dort landen, aber in höllischer Umgebung.

    Wer meint, er habe etwas erkannt, der weiß noch nicht, wie man erkennen soll.
    1. Brief des Paulus an die Korinther 8, 2
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    Wer meint, er habe etwas erkannt, der weiß noch nicht, wie man erkennen soll.
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    Greta Thunberg zur "Frau des Jahres" gekürt 08 03. 2019 17:29 #49490

    War ja klar, dass das so passiert.
    www.spiegel.de/lebenundlernen/schule/gre...kuert-a-1256930.html

    Eine typische Konsequenz aus den Mechanismen der Aufmerksamkeitsökonomie des frühen 21. Jahrhunderts.
    Wenn man jemanden für irgendwas gekürt hat, kann man sich unbefangen der nächsten Sau, die durch das globale Dorf getrieben wird, widmen.
    Hat noch jemand in Erinnerung, dass der Herr Obama als "Friedensnobelpreisträger" gekürt wurde?
    Wofür eigentlich?

    Auch dieser Thread verwässert mit jedem weiteren Beitrag zunehmend mit Fokussierung auf irgendwelchen "Ismen" (Kapitalismus, Kommunismus, Lobbyismus, blablabla) und hilflosen, philosophischen Betrachtungen, die vor dem Hintergrund der permanenten Wissens- und Informationsüberflutung (die unsere eigene Lebensform selbst erschaffen hat!) und irgendwelchen Moderator-Bemerkungen eine Selbst-Reflektion versuchen.

    Die durch die eigene Lebensform hervorgerufene,exponentiell wachsende Informations- und Wissensflut fordert ihren Tribut.

    Und deswegen macht man sich Sorgen über die "KI".
    Nein, die "KI" ist letztlich ein Überlebensmechanismus, weil wir uns mit uns selbst überfordert haben.
    Was wir nicht gerne zugeben möchten.
    Dieses Thema wurde gesperrt.

    Greta Thunberg in Davos und Klimawandel 08 03. 2019 18:13 #49491

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    Hoffnung generieren

    MrQubit schrieb: Wenn man jemanden für irgendwas gekürt hat, kann man sich unbefangen der nächsten Sau, die durch das globale Dorf getrieben wird, widmen.
    Hat noch jemand in Erinnerung, dass der Herr Obama als "Friedensnobelpreisträger" gekürt wurde?
    Wofür eigentlich?


    Eine sehr gute Frage.
    Ich fand das einfach pervers, aber es hat funktioniert!
    Die Masse ist für Jahre ruhiggestellt und hofft.
    Es ist das was wir schon benannt haben (Cyborg und ich zumindest), einfach nur Hoffnung generieren, aber nur ja nichts ändern.

    Im Moment ist grad ne andere Strategie dran, zur Abwechslung des Theaterprogrammes, es spielt ein böser Clown. :-)

    Hoffnung/Optimismus der nicht wissenschaftlich (Hypothesen) untermauert ist, ist nichts anderes als die Fortführung der Sorglosigkeit aus dem nichtselbstbewussten Leben. - Philzer

    Triebkraft dafür ist das Erbe aus dem Tierreich, das Kernbewusstsein, bei Freud das 'Es'.

    MrQubit schrieb: Die durch die eigene Lebensform hervorgerufene,exponentiell wachsende Informations- und Wissensflut fordert ihren Tribut.


    Nee, so einfach seh ich das nicht, sicher eine Komponente, aber nicht das Hauptproblem.
    Das ist wohl mehr die Psyche der Spezies als anthropologische Konstante und Erbe aus dem Tierreich.

    MrQubit schrieb: Was wir nicht gerne zugeben möchten.


    Ja, das mit dem Nicht-Zugeben ist auf jeden Fall richtig, alle Weltbilder die irgendwie in dieser Spezies Bedeutung erlangt haben, Paradebeispiel Demokratie, sind voll der Selbstbeschönigung, voll mit Lügen bis weit über den Himmel - möchte man sagen, um den eigenen gelebten Opportunismus zu legitimieren.




    offtopic

    @ Lutz,

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    mvg Philzer

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    Greta Thunberg in Davos und Klimawandel 08 03. 2019 18:54 #49496

    Philzer schrieb: Hoffnung generieren
    Ja, das mit dem Nicht-Zugeben ist auf jeden Fall richtig, alle Weltbilder die irgendwie in dieser Spezies Bedeutung erlangt haben, Paradebeispiel Demokratie, sind voll der Selbstbeschönigung, voll mit Lügen bis weit über den Himmel - möchte man sagen, um den eigenen gelebten Opportunismus zu legitimieren.

    Die Konditionierung / Legitimierung von dem, was "Demokratie", "Freiheit", "Individualität" etc. für die großen Volks-Massen bedeutet,
    war stets immer sehr zeitkontext-abhängig.
    Warum kapitulieren wir nicht endlich?

    "Wir gaben zu, allem Suchtverhalten gegenüber machtlos zu sein.
    Und unser Leben nicht mehr meistern konnten"
    Dieses Thema wurde gesperrt.

    Greta Thunberg in Davos und Klimawandel 08 03. 2019 21:38 #49507

    MrQubit schrieb:
    Warum kapitulieren wir nicht endlich?

    Wer hält dich denn davon auf, zu kapitulieren?

    Ohne etwas wäre nicht einmal nichts

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    Ohne etwas wäre nicht einmal nichts

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    Greta Thunberg in Davos und Klimawandel 08 03. 2019 21:48 #49508

    badhofer schrieb:

    MrQubit schrieb:
    Warum kapitulieren wir nicht endlich?

    Wer hält dich denn davon auf, zu kapitulieren?

    Wer sagt Dir, dass ich dies nicht längst getan habe,
    Diese Nachricht enthält vertrauliche Informationen.
    Dieses Thema wurde gesperrt.

    Greta Thunberg in Davos und Klimawandel 08 03. 2019 22:24 #49509

    MrQubit schrieb:

    badhofer schrieb:

    MrQubit schrieb:
    Warum kapitulieren wir nicht endlich?

    Wer hält dich denn davon auf, zu kapitulieren?

    Wer sagt Dir, dass ich dies nicht längst getan habe,

    Weil Leute, die kapituliert haben, beiseite treten, damit sie nicht denen im Weg stehen, die niemals kapitulieren :)
    .

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    Greta Thunberg in Davos und Klimawandel 08 03. 2019 22:43 #49510

    badhofer schrieb: Weil Leute, die kapituliert haben, beiseite treten, damit sie nicht denen im Weg stehen, die niemals kapitulieren :)
    .


    Das Zu-Tode-Quatschen von Themen ist ein beliebter Kompensationsmechanismus, wenn absehbar ist, dass man des Problems nicht wirklich Herr wird.
    Insofern möge dieser Thread noch weiter seitenweise im Informationsrauschen der späten Menscheitsgeschichte untergehen.
    Ich bin zu dem Thema jedenfalls raus.
    Dieses Thema wurde gesperrt.

    Greta Thunberg in Davos und Klimawandel 08 03. 2019 23:15 #49511

    Bei den Demos des Schülerstreiks sind Erwachsene willkommen. Man kann hier also neben dem Diskutieren auch mitmachen.
    Hier die Übersicht über geplante Demos am 15. 3.
    Jede/r kann sehen, ob etwas in seiner / ihrer Nähe ist. Und man kann auch andere darauf aufmerksam machen!
    Denn oft können Schüler das nicht machen, der 15. 3. ist ein weltweiter Schlüsseltermin.

    Auf wdr5 gab es eine kritische Stellungnahme . Ich kann mmich dem anschließen, dass die Glaubwürdigkeit der Protestierenden enorm wichtig ist, wenn diese Bewegungn etwas bewegen will. Wer nicht bereit ist, zumindest ein Stück weit aus sder Wohlstandsblase auszusteigen, der kann auch keine Kehrtwende in Sachen Klima erwarten.

    Wer meint, er habe etwas erkannt, der weiß noch nicht, wie man erkennen soll.
    1. Brief des Paulus an die Korinther 8, 2
    Wer meint, er habe etwas erkannt, der weiß noch nicht, wie man erkennen soll.
    1. Brief des Paulus an die Korinther 8, 2
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