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THEMA: Greta Thunberg in Davos und Klimawandel

Greta Thunberg in Davos und Klimawandel 09 03. 2019 00:55 #49513

Danke Martin O für die Demo Übersicht. Scheint ja weltweit stattzufinden.

Zu dem Gesichtspunkt Klimawandel und Demokratie sei mir folgende Anmerkung erlaubt:

In einer funktionierenden Demokratie ist man zu Kompromissen zwischen Zielkonflikten gezwungen, zB Sicherheit und Finanzen, Landwirtschaft und gesunde Ernährung, Wohnungsmarkt und Bezahlbarkeit....etc.

Da setzt man dann Kommissionen ein und sucht nach diesen Kompromissen.

Man stelle sich mal vor, wir würden von der Natur verlangen, eine Kommission einzusetzen, wenn es um den Temperaturanstieg, den Meeresspiegelanstieg oder das Artensterben geht. Sie, die Natur, solle doch bitte ihre Mandatsträger entsenden.

Wir würden auf dieses Ersuchen weder einen Anruf, noch eine Mail, noch eine Watsapp ... bekommen, nichts, einfach nur nichts.
Die Natur ist keine Person, weder Juristisch, noch faktisch.

Sie folgt lediglich ihren naturgesetzlichen Zusammenhängen.

Und sie verändert gerade die physikalischen, chemischen und biologischen Verhältnisse an der Oberfläche der Erde. Sonst verändert sich nix, nur da! Und vom Homo Sapiens Sapiens verursacht.

Die Frage, die sich stellt, ist, ob wir mit demokratischen Mitteln diesen Veränderungen beikommen werden.
Das ist auch eine Frage der verschiedenen Geschwindigkeiten. Wie schnell treten die Veränderungen ein, wie dramatisch werden sie und können wir mit Anpassungsmassnahmen da schritthalten und wie lange können wir Schritt halten.
Sind unsere Volkswirtschaften dazu überhaupt in der Lage?

Wenn es in 200 oder 300 Jahren einen um 50 Meter gestiegenen Meeresspiegel geben wird, wenn die Windgeschwindigkeiten in den Orkanen um die 300 km/h liegen werden und die der Windhosen um die 400 km/h liegen und deren Häufigkeit ebenfalls dramatisch steigt, ja, was dann?

Bis dahin sind es lediglich 4 bis 5 Generationen! Das ist nix! Das ist weniger als ein Wimpernschlag in unserer Erdgeschichte.

Die junge Generation scheint das zu wissen, während wir Alten uns von der Diskussion über die Grundrente vereinnahmen lassen.

Zu erkennen, was relevant und was weniger relevant ist, scheint unseren Kindern besser zu gelingen als uns.

Ich hoffe, dass sich die Demokratie auch unter diesen Herausforderungen als die beste Staatsform erweisen wird.

Thomas
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Greta Thunberg in Davos und Klimawandel 09 03. 2019 04:20 #49514

@ollelinse
Vielleicht habe ich ja auch etwas übersehen, aber nimm doch bitte einmal direkt Stellung zu den Aktivitäten von Greta Thunberg.

Hallo,
nun, ich wiederhole mich ja ungerne, aber auf Wunsch nochmal:
Wie man hinlänglich weiß, wurde 4 Tage nach Beginns des Hypes von/mit Greta Thunberg ein Buch veröffentlicht.
Wie man ebenfalls nachlesen kann, stehen diverse Propaganda-Unternehmen dahinter. Und die Eltern.
"Money makes the world go round" ;-)
Da möchte ich gar nicht weiter drauf eingehen, denn wie bei jeder "Nachricht" fragte ich mich: "cui bono?"

Ich komme mir heute vor wie de.wikipedia.org/wiki/Don_Quijote . Obwohl ich es von Geburt an bereits war.

Die Problematik ist doch Folgende (siehe auch Bundeswehr):
Da wird 1980 ein Schiff für 5,8 Millionen DM gebaut, dessen Reparatur jetzt 180 Mio. + x Euro kosten soll.
(man vergleiche bitte mit der Inflationsrate).
Dann werden Berater für Berater beschafft, die Berater beraten sollen. Auf gut deutsch: Scheinbar kann
keiner mehr vernünftig denken, geschweige denn ohne andere (Siehe auch: Framing-Manual ARD).
Vom Gender-Wahnsinn ganz zu schweigen.

Ach so, die Problematik: Andersdenkende werden als "Nazis" oder "Verschwörungstheoretiker" mundtot
gemacht. Es gibt keine Diskussion mehr, sondern nur noch die eigene, die politisch korrekte Meinung.

Wir befinden uns bereits ganz tief in einer Meinungs-Dikatatur, und irgendwie scheint es kaum einer
wahrzunehmen. Eben dadurch werden bald Kriege und Bürgerkriege entstehen, die niemand mehr
kontrollieren wird, da jeder Gegner dieser Kriege gleich mundtot gemacht wird.

Wenn wir diese Welt retten wollen, dann müssen wir uns an die eigene Nase fassen. Jeder Einzelne
ist mit dafür verantwortlich, und sei es durch schweigen. Auch ich. Denn ich habe aufgegeben, den
Müll am Rhein zu sammeln, auf Plastikmüll zu verzichten, einen Bauernhof per Selbstversorgung
betreiben zu wollen, auf Alkohol zu verzichten, ich kann und will nicht mehr. Ich halts nicht mehr aus.

Vor allem habe ich aber eines verloren: DEN GLAUBEN AN DIE LIEBE!

Gruß
Roger
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Greta Thunberg in Davos und Klimawandel 09 03. 2019 09:31 #49519

Thomas schrieb: Ich hoffe, dass sich die Demokratie auch unter diesen Herausforderungen als die beste Staatsform erweisen wird.


Das wäre fatal, wenn sich nur Demokratien am Klimaschutz beteiligen würde. Wenn man auf die Weltkarte schaut, dann sieht man, welche großen Volkswirtschaften keine oder keine wirkliche Demokratie sind. Die würden locker genügen, um das Klima kaputt zu machen. Und die würden dann zusätzlich den Machtverlust durch Verzicht der Demokratien ausnutzen.

Ich fürchte, es bleibt keine Alternative zu einem weltweit abgestimmten Vorgehen.

PS: Es war ja auch in der Vergangenheit so, dass die Jugend idealistischer ist und die älteren Generationen sich eher an ihren aktuellen Problemen orientieren.

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Greta Thunberg in Davos und Klimawandel 09 03. 2019 10:26 #49522

Anstatt den Kopf in den Sand zu stecken und der Kapelle auf der Titanic zuzuhören könnte man ja zur Abwechslung mal nach
links und nach rechts gucken um zu sehen dass wir mit unserer Technologie durchaus in der lage wären vieles zum positiven
zu verändern. Viel Geld kann alleine dadurch gespart werden wenn wir unsere Energie selbst produzieren und nicht in das
Ausland (den ölfördernden Staaten) verblasen. Wir können aber auch ewig weiter diskutieren dass die Welt am Abgrund steht,
leider ändert das nix an der Situation, höchstens dass die Menschen noch depressiver werden :( .
Es gibt Beispiele dass positive Veränderungen möglich sind, ich hab das selbst über die Jahre hier erlebt. Alleine mit unserer
"kleinen" Anlage können heute bereits 12000 Haushalte (3x soviel wie in der Verbandsgemeinde gebraucht wird) mit sauberem
Strom versorgt werden. Es ist möglich, es muß nur bundesweit so schnell wie möglich umgesetzt werden und da kann sich ja
jeder in seiner Region für einsetzten.



Gibt auch übrigens Chinesen die hierher kommen ( und viele andere aus dem Ausland). Die machen sich nämlich auch Gedanken
dass sie in ihrer Energieversorgung unabhängig werden.
Sonni

Einszweidrei, im Sauseschritt ! Läuft die Zeit; wir laufen mit (Wilhelm Busch)
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Greta Thunberg in Davos und Klimawandel 09 03. 2019 10:54 #49523

Roger Reichert schrieb: …
Wie man hinlänglich weiß, wurde 4 Tage nach Beginns des Hypes von/mit Greta Thunberg ein Buch veröffentlicht.
Wie man ebenfalls nachlesen kann, stehen diverse Propaganda-Unternehmen dahinter. Und die Eltern.
"Money makes the world go round" ;-)
Da möchte ich gar nicht weiter drauf eingehen, denn wie bei jeder "Nachricht" fragte ich mich: "cui bono?"

Hallo Roger,
na da hatte ich dann wohl doch nichts übersehen. Finde ich schon etwas dünn und kurzsichtig, aber gut – es deine Einschätzung….
Ich sehe diese Familie, vor allen wie sie gemeinsam an einem Strang zieht, in einem positiven Licht. Und wenn ich von dir kritisierte Buch betrachte und bedenke was so über alle möglichen Kanäle von Klimawandelleugnern verbreitet wird (was mit Sicherheit mit stärkeren wirtschaftlichen Interessen verbunden ist), dann kann ich diesem Buch nur einen weltweiten Erfolg wünschen. Aber vielleicht zählst du einmal die „Propaganda-Unternehmen“ auf, die hinter dem Buch stecken?

Und wenn wir schon mal bei diesem Thema sind… Es gab nach meinem Wissen tatsächlich Unterstützung einer schwedischen Aktiengesellschaft „We Don’t Have Time“ die half Greta über Youtube und Twitter bekanntzumachen. Kurzzeitig war Greta Thunberg auch als Ratgeberin des Stiftungsvorstandes tätig. Aber schnell merkte sie, dass es dieser Stiftung um Profit geht und sie zu Werbezwecken vereinnahmt wird. Sie hat die Reißleine gezogen weil sie mit keiner Organisation in Verbindung gebracht werden will. Diese menschliche Stärke und Willen zum Kampf für die Sache muss man erst einmal bei denen, die sie kritisieren finden.

Zu Recht kritisierst du fatale Zustände. Greta Thunberg kann nicht gegen alle Missstände in den Schulstreik gehen – sie hat ein Thema das sie besonders bewegt. Aber mit Sicherheit würde sie dir in vielem zustimmen, und nicht nur weil Verschwendung und Fehlplanung ebenfalls den Klimawandel beeinflussen.

Roger Reichert schrieb: …
Ach so, die Problematik: Andersdenkende werden als "Nazis" oder "Verschwörungstheoretiker" mundtot
gemacht. Es gibt keine Diskussion mehr, sondern nur noch die eigene, die politisch korrekte Meinung.

Wir befinden uns bereits ganz tief in einer Meinungs-Dikatatur, und irgendwie scheint es kaum einer
wahrzunehmen. Eben dadurch werden bald Kriege und Bürgerkriege entstehen, die niemand mehr
kontrollieren wird, da jeder Gegner dieser Kriege gleich mundtot gemacht wird.


Andersdenkende – aber auch „Nazis“ oder „Verschwörungstheoretiker“ werden mundtot gemacht? Bei letzteren würde ich es mir manchmal wünschen. Andersdenkende hatten es noch nie so gut und leicht wie heute ihre Meinung (die fundiert sein, aber auch total durch daneben liegen kann) in die Gesellschaft und die Medien einzubringen. Aber es steht für mich auch außer Frage, dass es zielorientierte Plattformen gibt, die unmöglich jede individuelle oder esoterische Weltsicht bin ins Kleinste behandeln kann. Aber deshalb sind diese Ansichten nicht verboten und sie finden in meinen Augen mehr als ausreichend Platz in den Medien. Ich verweise beispielsweise nur einmal auf die Macht von Social Media, Google & Co oder an die vielen Sendereihen die u.a. im TV-Kanal „History“ abgespult werden. Vom gedruckten Buch bis zum E-Book – ich erkenne da keine Unterdrückung der Meinungsvielfalt. Wenn sich alternative Weltbilder in der Wissenschaft nicht durchsetzen, kann es unter Umständen auch in sich selbst begründet sein.

Roger Reichert schrieb: Wenn wir diese Welt retten wollen, dann müssen wir uns an die eigene Nase fassen. Jeder Einzelne
ist mit dafür verantwortlich, und sei es durch schweigen. Auch ich. Denn ich habe aufgegeben, den
Müll am Rhein zu sammeln, auf Plastikmüll zu verzichten, einen Bauernhof per Selbstversorgung
betreiben zu wollen, auf Alkohol zu verzichten, ich kann und will nicht mehr. Ich halts nicht mehr aus.


Diese Einsicht wurde doch von sehr vielen, die den Aktivitäten von Greta positiv gegenüber stehen, ausdrücklich bekräftigt. Und es wird von der Familie Thunberg nicht gepredigt, sondern gelebt! Wenn deine Resignation so weit geht, dass du nicht mal mehr versuchst Plastikmüll zu vermeiden (geht ja gar nicht immer), dann kannst du dieser Diskussion natürlich auch nichts positives abgewinnen. Nicht jeder kann einen Bauernhof zur Selbstversorgung betreiben. Aber mit Umweltbewusstsein durch die Welt (und auf Nahrungssuche zu) gehen… das sollte schon möglich sein – und in jedem Fall ist dies eine Forderung die ich vorbehaltlos unterstütze. Wobei … ich weiß jetzt nicht, ob ich ein Umwelt- und Klimasünder bin, wenn ich Rotwein schätze und auch nichts gegen ein Feierabendbier habe …
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Greta Thunberg in Davos und Klimawandel 09 03. 2019 11:11 #49524

Greta Thunberg ist "Frau des Jahres" in Schweden geworden.
www.tagesschau.de/ausland/thunberg-frau-des-jahres-101.html

Was immer das auch bedeuten mag, es zeigt, dass die Öffentlichkeit in Schweden die Dringlichkeit einer erheblich intensiveren Umsetzung von Klimaschutzmaßnahmen befürwortet. Und wenn dabei Politik und Medien dieses Thema aufgreifen (und für ihre Interessen nutzen), so ist dies auch kein Schaden solange der Druck der Straße auch zu Veränderungen führt.

PS. Man beachte auch die Kommentare am Ende der Meldung auf tagenschau.de. Schon interessant die weit- und kurzsichtig die Betrachtungsweisen liegen...
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Greta Thunberg in Davos und Klimawandel 09 03. 2019 11:18 #49526

Roger Reichert schreibt

@ollelinse
Vielleicht habe ich ja auch etwas übersehen, aber nimm doch bitte einmal direkt Stellung zu den Aktivitäten von Greta Thunberg.
Hallo,
nun, ich wiederhole mich ja ungerne, aber auf Wunsch nochmal

Ich habe da ganz wenig vom Thema, aber viel von deinen, für mich oft schrägen und gelegentlich am braunen Rand vorbeikratzenden Äußerungen gelesen. Du hast ja erwähnt, dass du in allen möglichen Bereichen sonst gesperrt bist. Bin mal gespannt, was da noch so kommt.
Interessant, was alles so auf den Plan gerufen wird in diesem Faden. Denethor beim Angriff auf Minas Tirit (Mr. Qbit) scheint ja schon zwischenzeitlich gesperrt.


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Greta Thunberg in Davos und Klimawandel 09 03. 2019 11:19 #49527

D.Rajic schrieb:
Die Erwachsenen bekommen nichts auf die Kette.

Darum bringt die Jugend ihre Zukunft selbst auf die Kette.
.

Ohne etwas wäre nicht einmal nichts

Ohne etwas wäre nicht einmal nichts

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Greta Thunberg in Davos und Klimawandel 09 03. 2019 12:47 #49528

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Thomas schrieb: ...
In einer funktionierenden Demokratie ist man zu Kompromissen zwischen Zielkonflikten gezwungen, zB Sicherheit und Finanzen, Landwirtschaft und gesunde Ernährung, Wohnungsmarkt und Bezahlbarkeit....etc.

Da setzt man dann Kommissionen ein und sucht nach diesen Kompromissen.
...
Die Frage, die sich stellt, ist, ob wir mit demokratischen Mitteln diesen Veränderungen beikommen werden.
Das ist auch eine Frage der verschiedenen Geschwindigkeiten. Wie schnell treten die Veränderungen ein, wie dramatisch werden sie und können wir mit Anpassungsmassnahmen da schritthalten und wie lange können wir Schritt halten.
Sind unsere Volkswirtschaften dazu überhaupt in der Lage?
...
Thomas

Sehe ich auch als Problem dass unsere demokratische Meinungsfindung hier an Schwierigkeiten stößt. Meiner Meinung nach haben wir aber nichts besseres.
Hier macht mir allerdings Hoffnung das die Jugend sich jetzt massiv Gehör verschafft. Die war bei den aktuellen ausgehandelten Kompromissen mindestens unterrepräsentiert.
Es könnte also eine Gewichtung in Richtung mehr Geschwindigkeit entstehen :)

@Philzer
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@Roger Reichert
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Greta Thunberg in Davos und Klimawandel 09 03. 2019 14:57 #49530

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Auch das Thema Klimawandel ist es wert, von der satirischen Seite gesehen zu werden. Das entspannt und lockert die Gemüter auf.
Wichtig wird also sein, dass man klar zwischen Verursacher und Verantwortungsnehmer unterscheidet.
Verursacher: Natürlich die Politiker und Wirtschaftsbosse und ein kleinwenig aber auch die ganze Menschheit. Punkt abgehakt.
Verantwortunsnehmer: Hm, schon viel schwieriger. Hier ist es hilfreich zwischen materiellen bzw. finanziellen auf der einen Seite und ideellen bzw. moralischen Verantwortungsnehmer auf der anderen Seite klar zu unterscheiden.
Der materielle bzw. finanzielle Verantwortungsnehmer (VN): Privatpersonen, kleine Firmen bzw. kleine Banken bzw. Versicherer oder gar erst Politiker scheiden aus. Nur mal eine kleine Rechnung. Würde man alleine z.B. Fr. Merkel für ca. 20 Milliarden Schaden verantwortlich machen, dann müsste die gute Frau bei einem Monatseinkommen von jetzt und auch später in Rente von was weiß ich ca. 20000 Euro 111.111 Jahre abzahlen müssen, unter der Annahme, dass man ihr 15000 Euro monatlich abknimmt und ihr nur 5000 Euro als Existenzminimum zum leben lässt. Geht nicht, weil nicht machbar und außerdem sind solche langen Laufzeiten auch aus juristischen Gründen eher bedenklich und in der Branche eher unüblich.
Große Banken und Konzerne? Geht auch nicht, weil ja too big to fail, wissen wir ja alle.
Da sehe ich als einzigen wirklich robusten VN, der das langfristig stemmen kann, ohne das System zu gefährden, wirklich nur einen, der zudem auch als Globalplayer auftritt: Der Steuerzahler!
Wer nun meint, am schwersten wäre nun jemand oder etwas zu finden, der oder das die moralische und ideelle Verantwortung übernimmt, der irrt gewaltig. Bei uns in Bayern gibt es schon lange eine Firma, die das macht und abwickelt. So hat sie in den 1980ziger Jahren auch erfolgreich die Verantwortung für das Waldsterben übernommen. Ich erinnere mich noch gut an die damalige ständige Berichterstattung über Waldsterben und immer weiter aufreißende schreckliche, die Menschheit bedrohende Ozonlöcher. Gemäß den damaligen Prognosen dürfte es heute eigentlich schon keinen Baum mehr in Deutschland und ganz Europa geben, dafür aber eine Bevölkerung, von der 20% an weißem Hautkrebs leiden und der Rest an schwarzem.
Aber lassen wir doch den Geschäftsführer dieser Firma selber zu Wort kommen, der erklärt, warum seine Firma so erfolgreich operiert.

Das größte Glück und den tiefsten Sinn erfahren wir, wenn unser Sehnen, Suchen und Finden in einem einzigen Augenblick zeitgleich präsent sind. Der nächste Augenblick ist dann nur noch schnödes Haben. (Cyborg, am Innufer, 14. April 2018)
Das größte Glück und den tiefsten Sinn erfahren wir, wenn unser Sehnen, Suchen und Finden in einem einzigen Augenblick zeitgleich präsent sind. Der nächste Augenblick ist dann nur noch schnödes Haben. (Cyborg, am Innufer, 14. April 2018)
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Greta Thunberg in Davos und Klimawandel 09 03. 2019 21:20 #49539

Thomas schrieb: Die Frage, die sich stellt, ist, ob wir mit demokratischen Mitteln diesen Veränderungen beikommen werden.
Das ist auch eine Frage der verschiedenen Geschwindigkeiten. Wie schnell treten die Veränderungen ein, wie dramatisch werden sie und können wir mit Anpassungsmassnahmen da schritthalten und wie lange können wir Schritt halten.
Sind unsere Volkswirtschaften dazu überhaupt in der Lage?

Wir habe doch bereits eine Reaktion.
Die ehemaligen Volksparteien sind weitgehend geschrumpft.
Andere Parteien, die nicht wählbar erschienen und behaupten, sie würden alles besser machen, hatten einen entsprechenden Zuwachs.
Mittlerweile haben viele, die sich unsolidarischen Parteien zugewandt haben, gemerkt, dass die angepriesenen „Patentrezepte für alles“ eben keine wissensbasierten Konzepte waren, sondern lediglich die Suche nach einem Weg, den eigenen Wohlstand zu mehren.
Jetzt, wenden sich vielen wieder von diesen opportunistischen Parteien ab und suchen nach einer ökologischen Interessenvertretung.
Ein Stimmanteil von 20% ist ein Novum für eine ökologische Partei.
Ich sehe dies als einen deutlichen Auftrag an die Politik etwas grundlegend zu ändern.
Bislang habe ich allerdings noch immer nicht das Gefühl, dass diese Zeichen verstanden wurden.
Die Demonstrationen von Greta und Co. werden hoffentlich klar stellen, dass es nicht reicht, eine weitere Rede mit verschwommenen Statements zu halten, sondern dass wir Veränderungen verlangen.
Jetzt sind die die Journalisten gefordert, ihre Finger ebenfalls in die Wunde zu legen und die Abgeordneten sind gefordert, endlich nicht mehr dem Mammon oder der Parteiräson sondern ihrem Gewissen zu folgen und für entsprechende Veränderungen zu stimmen.
Abgeordnete, die sich nicht so verantwortungsvoll verhalten, sollten – egal von welcher Partei – abgewählt werden.
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Greta Thunberg in Davos und Klimawandel 09 03. 2019 21:42 #49541

Jürgen schrieb: Ich sehe dies als einen deutlichen Auftrag an die Politik etwas grundlegend zu ändern.
Bislang habe ich allerdings noch immer nicht das Gefühl, dass diese Zeichen verstanden wurden.
Die Demonstrationen von Greta und Co. werden hoffentlich klar stellen, dass es nicht reicht, eine weitere Rede mit verschwommenen Statements zu halten, sondern dass wir Veränderungen verlangen.
Jetzt sind die die Journalisten gefordert, ihre Finger ebenfalls in die Wunde zu legen und die Abgeordneten sind gefordert, endlich nicht mehr dem Mammon oder der Parteiräson sondern ihrem Gewissen zu folgen und für entsprechende Veränderungen zu stimmen.
Abgeordnete, die sich nicht so verantwortungsvoll verhalten, sollten – egal von welcher Partei – abgewählt werden.


Für Parteien und Politiker ist fürchte ich bei der Frage in nächster Zeit nichts zu gewinnen.

Tun sie nichts, verlieren sie, weil die Wähler das Klima schützen wollen.

Ergreifen sie deutliche Maßnahmen, verlieren sie, weil die Wähler keinen wirtschaftlichen Abstieg und keine Arbeitslosigkeit wollen.

Also wage ich die Prognose, dass jede Regierung sich irgendwie in der Mitte durchlavieren will - unabhängig davon wer an der Regierung ist.

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Greta Thunberg in Davos und Klimawandel 09 03. 2019 23:25 #49544

Claus,

Staatsformen gibt es auf der Welt zuhauf. Im Idealfall ist es eine menschenfreundliche Demokratie, im schlechten Fall eine menschenverachtende Diktatur. Im alten Griechenland hat man diesen Unterschied schon zu erkennen versucht und dafür die Bezeichnungen Demokratie und Diktatur eingeführt.
Auf das wollte ich aber eigentlich nicht hinaus.
Worauf ich abheben wollte ist dies: gibt es womöglich einen Zusammenhang zwischen der Stabilität von Staatswesen, gleich welcher Couleur, und sich dramatisch verändernden Umwelt- oder Mitweltbedingungen.
Wenn sich diese Umweltbedingungen ändern und zwar in exponentieller Form, dann wird das dazu führen, dass auch Staatsformen in einen verschärften Ausleseprozess eintreten.
Die Evolutionsmechanismen eben.
Legt man die als naturgesetzlich zugrunde, dann stellt sich die Frage, welche Staatsform ist die tüchtigste, die diesem Anpassungsdruck entgegentreten können wird.

Wird die Menschheit überhaupt die Zeit haben, sich darüber klar zu werden?

Sollten nicht einige Leitplanken für das menschliche Verhalten gesetzt werden, um unsere natürlichen Lebensgrundlagen zu sichern, so wären das diktatorisch verordnete Leitplanken, innerhalb derer unser Zusammenleben einigermaßen demokratisch geregelt werden könnte.
Oder lassen wir der Demokratie völlig freien Raum, in der Hoffnung, dass die Meinungsmehrheit schon den richtigen Weg finden wird.

Die Demokratie als Meinungskapitalismus versa die Diktatur als Meinungsmonokultur.

Es könnte doch sein, dass eine Art Mischform die beste Antwort auf die sich ändernden Umweltbedingungen liefern würde.

Die Greta sagt, jetzt tut endlich mal was, wir hören nicht auf, bis endlich etwas geschieht.
Das hat diktatorischen Charakter., eine strenge Forderung.

Die Erwachsenen sagen, geht lieber in die Schule und lasst uns Erwachsenen so weiter machen wie bisher, wirtschaftsliberal, Profitorientiert, Mitweltverachtend und demokratisch legitimiert.

Da kommt der Konflikt doch klar zum Ausdruck.

Man könnte es auch noch so formulieren:
In der Naturwissenschaft stellt man immer gern die Frage, was ist tatsächlich der Fall und orientiert sich an Messergebnissen und dem Zusammenklang mit dem theoretischen Überbau. Passt das zusammen und ist es in sich stimmig.

In der Politik scheint im Vordergrund zu stehen, wie schade ich dem politischen Gegner.
Wenn sie’s mit dieser unseligen Parteipolitik übertreiben, werden sie bei der nächsten Wahl abgestraft. Dann haben sie die Frage, was ist der Fall, nicht ernst genommen.

Zum Schluss kommend schließt sich hier der Bogen erneut:
Haben wir für diese demokratischen Spiele noch die Zeit, oder ist die Lage nicht viel zu ernst, um aus der Notwendigkeit heraus klare und verbindliche Verhaltensnormen für uns alle einzuführen?

Das Problem ist knifflig, ich weiß, aber darüber zu diskutieren wäre höchst aktuell.

Thomas
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Greta Thunberg in Davos und Klimawandel 10 03. 2019 10:44 #49550

Diktaturen kommen und gehen und wir haben in der Geschichte und auch in den letzten Jahren in einigen Ländern auch Demokratien kommen und gehen gesehen. Daher hat die "Staatsform-Evolution" bislang keinen Sieger gebracht - und ich rechne in den nächsten Jahrzehnten auch nicht damit.

Das Hauptproblem aus meiner Sicht ist, dass es dem Klima nichts bringt, wenn Deutschland oder Europa einseitig auf seinen Wohlstand verzichtet. Die Konkurrenten lachen sich ins Fäustchen, produzieren zusätzlich, was wir nicht mehr tun - und die Extremwetterklagen und den Meeresspiegelanstieg bekommen wir trotzdem.

Daher ist eine globale Lösung aus meiner Sicht alternativlos - und die beinhaltet leider, dass "Klimaignorierer-Staaten" nicht die kurzfristigen Gewinner sein dürfen.

Was wir tun können, ist alle Möglichkeiten auszuprobieren und auszuschöpfen, das Klima zu schonen und dennoch wettbewerbsfähig zu bleiben und unsere Lebensqualität zu erhalten. Ich denke, dass wir uns in Deutschland beispielsweise mit dem Ausbau der regenerativen Energiequellen auf diesem Weg befinden.


Zudem sollten wir die Generationen nicht generalisieren. Der überwiegende Teil der Jugendlichen geht derzeit freitags in die Schule. Greta ist daher (noch) nicht repräsentativ für die Jugend. Ebenso gibt es unter den Älteren auch viele Umwelt- und Klimabewusste, sonst kämen die Grünen nicht auf 15-20%.

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Greta Thunberg in Davos und Klimawandel 10 03. 2019 14:22 #49557

Claus schrieb: Ich denke, dass wir uns in Deutschland beispielsweise mit dem Ausbau der regenerativen Energiequellen auf diesem Weg befinden.

Das finde ich auch. Wir haben die Technologie, die Profis (die das know how haben ) und sind finanziell in der Lage die Energiewende
umzusetzten. Diese Möglichkeit haben die meisten anderen Länder auf der Erde nicht und wenn wir da nix machen, wer dann???

Ich denke aber die Wende muss vor allem von "unten" kommen. Die einzelnen Gemeinden müssen da schon überlegen wie sie die
erneuerbaren Energien umsetzten und dabei mit den jeweiligen Ländern (in meinem Fall Rheinland-Pfalz) zusammen arbeiten.
Die Technologie der erneuerbaren Energie wird ja auch immer besser, aber da müssen noch viel mehr Gelder für die Weiterentwicklung
von staatlicher Seite bereitgestellt werden. Ich finde es auch blöd zu sagen dass die Menschen aus armen Ländern die Umwelt (in der
sie leben) nicht interessieren würde, grrr... Die sehen auch die Klimaveränderungen ( viele sind da noch mehr von betroffen als wir
in Deutschland) und machen sich Gedanken.

Claus schrieb: Zudem sollten wir die Generationen nicht generalisieren. Der überwiegende Teil der Jugendlichen geht derzeit freitags in die Schule. Greta ist daher (noch) nicht repräsentativ für die Jugend.


Sie ist nicht repräsentativ für die Jungend. Sie ist ein ganz besonderes Mädchen und ich finde man sollte sie nicht verallgemeinernd auf
die gesamte Jugend sehen. Sie ist ( in meinen Augen ) nicht zu vergleichen mit anderen Mädels in ihrem Alter.
Sie hat ja eine autistische Erkrankung und das macht sie (aus meiner Sicht) anders als die anderen (nicht negativ gemeint!)
und ich glaube gerade das macht sie zu etwas besonderem.

Ich kann ja nur aus meinen Erfahrungen berichten. Als meine Tochter in dem Alter war ( und viele andere, die ich kenne) wollte
sie sich hübsch machen, ein Handy haben, ihr Leben genießen, unabhängig werden, später den Führerschein machen usw., usf...
Irgendwann, bisschen später als sie älter wurde hatte sich dann ihre Sichtweise geändert und sie ist nach ihrer Ausbildung nochmal
zurück zur Schule um sich weiterzubilden (heute M.Sc.).
Sie war in dem Alter ganz anders wie Greta (auch alle die anderen die ich kenne/gekannt habe) und deshalb finde ich man kann sie (Greta)
nicht auf die gesamte Jugend von heute verallgemeinern. Ich glaub wir brauchen noch ganz viele Gretas damit wir endlich wach werden :-) .
Man darf aber die Unterschiede von ihr zu den anderen nicht ausblenden.
LG Sonni

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Greta Thunberg in Davos und Klimawandel 10 03. 2019 17:10 #49564

Sonni1967 schrieb: ...
Sie ist nicht repräsentativ für die Jungend. Sie ist ein ganz besonderes Mädchen und ich finde man sollte sie nicht verallgemeinernd auf
die gesamte Jugend sehen. Sie ist ( in meinen Augen ) nicht zu vergleichen mit anderen Mädels in ihrem Alter.
Sie hat ja eine autistische Erkrankung und das macht sie (aus meiner Sicht) anders als die anderen (nicht negativ gemeint!)
und ich glaube gerade das macht sie zu etwas besonderem. ...


Ich denke und hoffe, dass Greta einen stetig wachsenden Anteil der Jugend repräsentiert, die sich nicht länger mit Lippenbekenntnissen der Politik, Wirtschaft und der "Erwachsenenwelt" abspeisen lassen. Zu etwas Besonderem wird Greta Thunberg nur durch den Umstand, diese Protestbewegung ins Leben gerufen zu haben. Selbst wenn sich in dieser "Startphase" Mitläufer aus weniger ambitionierten Gründen hinzugesellen sollten wir zur Kenntnis nehmen, dass auch Kinder und Jugendliche unter weit 16 Jahren existenzielle Zusammenhänge erkennen und sie die ehrliche Angst um ihre Zukunft zu einer gesellschaftlichen Kraft macht. Diese neue Kraft wird mit Sicherheit weitere Wege als die "Freitagsdemos" finden um sich Gehör zu verschaffen.

Hier noch einmal zur Erinnerung:

ollelinse schrieb: phoenix runde: Demos statt Schule - Jugend fordert die Politik heraus - mit Franziska Wessel (14) ..

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Greta Thunberg in Davos und Klimawandel 10 03. 2019 18:49 #49570

Hi ollelinse

Ich denke und hoffe, dass Greta einen stetig wachsenden Anteil der Jugend repräsentiert, die sich nicht länger mit Lippenbekenntnissen der Politik, Wirtschaft und der "Erwachsenenwelt" abspeisen lassen.

Ich hoffe das auch aber wenn wir denken die Jungend von heute wird es besser machen als wir dann tun wir uns ja auch aus der
Verantwortung "schleichen" (so nach dem Motto: Die Jugend wird es schon richten und es besser machen als wir) und das ist
ja genau was die Greta nicht will.
Wir , die Erwachsenen müssen was tun und zwar jetzt
(so hatte ich beim lesen jedenfalls ihre Botschaft verstanden).

Selbst wenn sich in dieser "Startphase" Mitläufer aus weniger ambitionierten Gründen hinzugesellen sollten wir zur Kenntnis nehmen, dass auch Kinder und Jugendliche unter weit 16 Jahren existenzielle Zusammenhänge erkennen und sie die ehrliche Angst um ihre Zukunft zu einer gesellschaftlichen Kraft macht.

Greta ist was besonderes aber es gibt noch viele andere tolle junge Menschen in unseren Ländern die etwas bewegen könnten
(z.B. Franziska Wessel). Man könnte ja evtl. das Wahlrecht altersmäßig runter setzten und das positiv denkende Potential der Jugend
dort mit einbringen. Damit könnte man ja vielleicht auch das Interesse für Politik und Gestaltung der Zukunft bei jungen Menschen fördern,
hmmmm….
Lieben Gruß Sonni

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Greta Thunberg in Davos und Klimawandel 10 03. 2019 19:11 #49571

Sonni1967 schrieb:
Man könnte ja evtl. das . . . . .
Damit könnte man ja vielleicht auch das . . . . .

Oder man könnte vielleicht einfach nur die Erwachsenen aufwecken

Ohne etwas wäre nicht einmal nichts

Ohne etwas wäre nicht einmal nichts

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Greta Thunberg in Davos und Klimawandel 10 03. 2019 23:44 #49576

Die Kinder scheinen sich wie Erwachsene zu benehmen und die herannahende Gefahr richtig einzuschätzen, und die Erwachsenen benehmen sich wie Kinder, die über Genderklos debattieren.

Ich wiederhole mich zwar, aber sei’s drum.

Wir werden mit der Natur nicht verhandeln können. Die Veränderungen unserer Umwelt sind jetzt bereits spürbar und werden sich dramatisch auswirken. Über den Zeitraum, wann das in welcher Form passieren wird, kann man zwar streiten, aber nicht darüber, dass es passieren wird.
Und ob in 80, 100 oder 150 Jahren der Meeresspiegel signifikant gestiegen sein wird und die Windgeschwindigkeiten größer 300 km/h erreichen werden, ist eher sekundär.

Primär ist zu erkennen, dass uns das nicht nur droht, sondern dass das mit Sicherheit eintreten wird.

Der Greta scheint es genau darum zu gehen! Sie und inzwischen viele Mitmenschen scheinen zu spüren, manche mit mehr Wissen hinterfüttert, manche mit weniger, dass das in der Zukunft unser menschliches Leben am meisten bedroht.

Mein Empfinden sagt mir sogar, dass ein möglicher Kernwaffenkrieg weniger bedrohlich erscheint, als diese Umweltveränderungen.
Ich will das gerne begründen: Eine Auseinandersetzung mit Kernwaffen dauert nicht lange. Sie setzt ein, die großen Entscheidungszentren sind schnell zerstört und dann tritt schnell Ruhe ein, da nichts mehr weltweit funktioniert. Keine Energieversorgung, keine Mobilität, keine Nahrungsmittel Versorgung etc....
Das geht rasend schnell und dann ist Ruhe.
Der radioaktive Fallout ist relativ gering, viel geringer, als der der in den Kernkraftwerken eingelagert ist. Die dürften dann ebenfalls in Kernschmelzen ihr Ende finden.

Aber all das ist nicht vergleichbar mit der Energie, die in Zukunft durch den Treibhauseffekt in die Atmosphäre eingetragen wird und zwar langfristig.

Einen Kernwaffenkrieg würde die Erde in vielleicht 200 Jahren verdaut haben. Die Folgen der Temperaturerhöhung vielleicht erst in 10.000 Jahren, wenn nicht länger.

Natürlich ist das eine genauso schlecht wie das andere, aber trotzdem scheint mir physikalisch betrachtet ein gravierender Unterschied zu bestehen.

Auffällig ist auch, dass wegen einer drohenden Kernwaffenauseinandersetzung kein Schüler am Freitag demonstriert.
Alle tun es wegen der drohenden Temperaturveränderung.
Es sieht nämlich so aus, als hätten wir die Kernwaffen unter Kontrolle, aber die Klimaveränderungen geraten gerade außer Kontrolle. Und keiner weiß, wie wir die Kontrolle zurück gewinnen können.

Das macht unseren Kindern Angst, mir übrigens auch.

Aus diesen og. Gründen würde ich das Thema: Veränderungen des Klimas und deren Folgeerscheinungen, in einer gedachten Prioritätenliste auf Platz 1 setzen. Und zwar weltweit!

Thomas
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Greta Thunberg in Davos und Klimawandel 11 03. 2019 00:29 #49577

Allein ist es schwierig, sein Leben zu ändern. Es hilft eine Gemeinschaft, in der man sich gegenseitig stärkt: Die Familie, ein Kreis Gleichgesinnter in der Nähe oder im Netz. Oder eine bestehende Sozialstruktur: Schrebergartenverein, Kirchengemeinde, Joggingtreff, …
Man kann Ideen austauschen (von Kochrezepten bis Tipps auf allen Lebensfeldern: Wohnen / Heizen, Mobilität, Einkaufen, Elektrogeräte, Garten, …), oder gemeinsame Projekte starten und sich beim Durchhalten bestärken.
Auch braucht man andere, um gesellschaftlich etwas zu erreichen. Das geht über Parteien oder NGOs, die konkrete Projekte voranbringen und in den Medien wachhalten und so politisch Druck machen.
Umweltfeindliche Gelbwesten konnten sich in einigem durchsetzen. Wenn es Grünwesten gibt: Wie erfolgreich könnten die sein?
Wie wäre es, wenn es im Sommer einen deutlichen Einbruch bei den Urlaubsflügen gäbe? Und die Kreuzfahrtschiffe leer blieben? Wenn Menschen spüren, dass sie wirtschaftliche Macht haben und die anderen merken, dass sie Dinosaurier sind?

Ich hatte die Gelegenheit mit einigen Jugendlichen zu reden. Die Stichworte „Fridays for future“ und „Greta Thunberg“ sagte den Meisten nichts, irgendwann kam die Erleuchtung: „Ach die mit dem Schulstreik!“ Und bei Nachfrage: „Nein, Schule schwänzen geht nicht, das würden mir meine Eltern nie erlauben.“
Die Bereitschaft, Schule zu versäumen ist das eine, die Bereitschaft, auf Dinge zu verzichten, eine andere. Auch da kamen auf Vorschläge wie Urlaubsflug streichen erschrockene Ausrufe, weil das zu radikal schien.
Weltweit sind am großen Aktionstag Demos in fast 1000 Städten geplant, das ist viel, aber da gehen weltweit wohl nicht mehr als 0,1 Mio hin. Außerdem gibt es an vielen Orten einen Rückzieher, darunter auffällig viele in Schweden, aber auch in Köln ist eine Demo abgesagt. www.fridaysforfuture.org/events/list
Im Philosophischen Cafe (viele Rentner, alle über 40 Jahre) dagegen wussten alle Bescheid, fanden das gut und einige wollten da auch hingehen.
Schüler zu loben reicht nicht. Handeln, sich vernetzen, selber laut werden.

Wer meint, er habe etwas erkannt, der weiß noch nicht, wie man erkennen soll.
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Greta Thunberg in Davos und Klimawandel 11 03. 2019 02:32 #49578

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Greta Thunberg in Davos und Klimawandel 11 03. 2019 09:15 #49584

Sonni1967 schrieb: ...
Ich hoffe das auch aber wenn wir denken die Jungend von heute wird es besser machen als wir dann tun wir uns ja auch aus der
Verantwortung "schleichen" (so nach dem Motto: Die Jugend wird es schon richten und es besser machen als wir) und das ist
ja genau was die Greta nicht will.
Wir , die Erwachsenen müssen was tun und zwar jetzt

Volle Zustimmung. Natürlich richtet sich der Protest gegen „unsere Generation“ auch gerade deshalb, weil nicht genug Zeit ist darauf zu warten, bis es die nach uns kommen besser machen.

... Man könnte ja evtl. das Wahlrecht altersmäßig runter setzten und das positiv denkende Potential der Jugend dort mit einbringen. Damit könnte man ja vielleicht auch das Interesse für Politik und Gestaltung der Zukunft bei jungen Menschen fördern,
hmmmm….

Mit 16 Jahren darf man (in Deutschland - teilweise mit Einschränkungen) ein Kraftfahrzeug führen, heiraten, ein Konto eröffnen, hat einen Personalausweis, in einigen Bundesländern an Kommunal- und Landtagswahlen teilnehmen, und einiges mehr.
Es ist mir unverständlich, warum ihnen weder Bundestagswahlen, noch die Europawahl offen stehen. Die Jugend ist unsere Zukunft. In GB gäbe es das ganze leidige Brexit-Drama nicht, hätte die Jugend die Möglichkeit der Mitentscheidung gehabt.
Zum Glück gibt es auch bei der Ü-70-Generation eine Vielzahl Senioren die sich aktiv in die Gesellschaft einbringen und wo dies nicht der Fall ist, stellen wir ihr Wahlrecht mit Recht auch nicht in Frage.
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Greta Thunberg in Davos und Klimawandel 11 03. 2019 09:23 #49585

badhofer schrieb:

...
Oder man könnte vielleicht einfach nur die Erwachsenen aufwecken


Genau das ist ja der Plan. Aber da die "Jugendbewegung" offenbar genau dazu in der Lage ist, wäre es doch sträflich das "NUR" zu betonen.

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Greta Thunberg in Davos und Klimawandel 11 03. 2019 10:02 #49588

Sonni1967 schrieb:
Man könnte ja evtl. das Wahlrecht altersmäßig runter setzten und das positiv denkende Potential der Jugend dort mit einbringen. Damit könnte man ja vielleicht auch das Interesse für Politik und Gestaltung der Zukunft bei jungen Menschen fördern

Was willst denn mit Wahlen?

Bis ins 20. Jahrhundert war die westliche Welt aufgeteilt in vom Papst gekrönten Kaiserreichen, Erzdiözesen, Diözesen, Pfarrämter, Grafschaften und Adelige. Und dann hat man dem ganzen Schein-Demokratien übergestülpt, um in der Bevölkerung den Anschein zu erwecken, sie könnten mit Wahlen über ihr Land selbst entscheiden. Doch der Schein trügt.
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Greta Thunberg in Davos und Klimawandel 11 03. 2019 10:14 #49589

Thomas schrieb: ...
Mein Empfinden sagt mir sogar, dass ein möglicher Kernwaffenkrieg weniger bedrohlich erscheint, als diese Umweltveränderungen.
...
Einen Kernwaffenkrieg würde die Erde in vielleicht 200 Jahren verdaut haben. Die Folgen der Temperaturerhöhung vielleicht erst in 10.000 Jahren, wenn nicht länger.
Natürlich ist das eine genauso schlecht wie das andere, aber trotzdem scheint mir physikalisch betrachtet ein gravierender Unterschied zu bestehen.

Auffällig ist auch, dass wegen einer drohenden Kernwaffenauseinandersetzung kein Schüler am Freitag demonstriert.
Alle tun es wegen der drohenden Temperaturveränderung.
....
Aus diesen og. Gründen würde ich das Thema: Veränderungen des Klimas und deren Folgeerscheinungen, in einer gedachten Prioritätenliste auf Platz 1 setzen. Und zwar weltweit!


Das halte ich ja für eine gewagte und sehr theoretische These. Ein "moderner Kernwaffenkrieg", global oder regional, würde sich blitzartig auf das Leben und Sterben der Menschheit auswirken (ohne auch nur die geringste Möglichkeit einer Anpassung oder Rückzuges). Auch wenn nicht alle der etwa 27.000 Kernwaffen mit insg, 180 Tonnen Waffenuran an 140 Orten der Erde zum Einsatz kämen, könnten die Auswirkungen das gesamte Leben auf der Erde im schlimmsten um Millionen Jahre (oder länger) zurückwerfen. Und den Menschen würde es zu allererst treffen. Unsere Spezies war gerade durch seine Abhängigkeiten von Technologie noch nie so verletzbar wie heute.
Einzig: die Temperaturerhöhungen wären wohl tatsächlich erst einmal abgewendet ....

Mit der nuklearen Bedrohung leben wir nun schon seit mehreren Generationen - leider! Ich bin mir sicher, sollte es (wie es ja durchaus derzeitig nicht ganz von der Hand zu weisen ist) zu einem neuen nuklearen Wettrüsten kommen, wird die Weltjugend nicht wegsehen. Jetzt konzentriert sie sich auf das Thema, bei dem offensichtlich ist, dass jeder einen eigenen aktiven Beitrag leisten kann die Klimakatastrophe zu verhindern.
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Greta Thunberg in Davos und Klimawandel 11 03. 2019 10:25 #49591

badhofer schrieb: ...
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Die großen Entscheidungen können die gewählten nicht treffen. Diese Entscheidungen entscheiden etwas ganz anderes. Und dieses Andere hat auch einen Namen: Der Name ist: EURO 79.884 Milliarden-Quadrillionen
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Du triffst den Nagel auf den Kopf! Mit diesen Entscheidern (Video) ist tatsächlich kein "Staat" zu machen. Genau deshalb bin ich für ein Wahlrecht ab 16.
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Greta Thunberg in Davos und Klimawandel 11 03. 2019 13:38 #49598

Badhofer, bist Du sicher, dass das hier der Thread ist für demokratieverachtende Verschwörungstheorien?
Natürlich hat jeder Mensch nur einen kleinen Spielraum. Frau Merkel hat zB ihre Fraktion, ihre Partei, Koalitionspartner, 16 Ministerpräsidenten, auch im Kabinett ist sie nicht allmächtig. Dazu kommen die EU-Partner und andere internationale Verflechtungen und Verpflichtungen. Da kann schon der Eindruck entstehen: Ich habe gar nichts zu entscheiden.
Aber menschliches Leben besteht darin, die winzigen Spielmöglichkeiten zu nutzen und damit Leben zu gestalten. Wenn ein Herr Seehofer das nicht verstanden hat, ist es einzig sein Problem.
Auf so einem Quatsch baust du die abstrusesten Thesen auf, die keiner Antwort würdig sind.
Jeder hat nur einen kleinen Gestaltungsspielraum, niemand kann allein die Welt retten. Aber jeder ist gefordert, seinen Teil beizutragen.
Und wenn die EU-Staaten Vorreiter sind, hat z. B. China kaum noch Ausreden.

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Greta Thunberg in Davos und Klimawandel 11 03. 2019 14:16 #49601

Martin-O schrieb:
Jeder hat nur einen kleinen Gestaltungsspielraum, niemand kann allein die Welt retten.


Das ist schon richtig, dass einer alleine die Welt nicht retten kann, aber einer alleine kann die Welt ins Verderben stürzen. Und dieser eine hat auch einen Namen. Sein Name ist: EURO 79.884 Milliarden-Quadrillionen
Und solange der anschiebt, retten alle andern vergebens.

Ich weiß eh, das ist so wahnwitzig, dass man lange braucht, um es fassen zu können. Ich habe Jahre dazu gebraucht.
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Greta Thunberg in Davos und Klimawandel 11 03. 2019 15:32 #49603

Hallo Alle
dieses Thema ist zu wichtig, als dass es emotionalisiert wird. Wieder einmal vorzugsweise durch Kinder, was ich persönlich als eher abstoßend empfinde. Kinder vor den Karren eigener Interessen zu spannen halte ich schlicht für schäbig.
Das zum Thema 'Greta Thunberg in Davos….'

Und jetzt noch zum Rest '… und Klimawandel'
Zunächst einmal, alles was in der Erde an fossilen Brennstoffen existiert wird herausgeholt und in die Luft geblasen werden. Dessen bin ich mir ganz sicher.
Warum ist das so: es gibt 7,6 Milliarden Erdenbürger. Davon leben ca. 1 Milliarde in Wohlstand, Gesundheit und hat ein relativ langes und ruhiges Leben.
Dem Rest geht es im Allgemeinen dreckig, zu großen Teilen sehr dreckig. Wir alle wollen aber, dass es ALLEN Menschen so gut geht wie uns, oder? Ganz sicher würde die kleine Greta auch dafür auf die Straße gehen und demonstrieren (ich entschuldige mich für diese kleine Spitze, ich konnte sie mir nicht verbeißen).
Wenn man das will, muss man akzeptieren, dass der Wohlstand einhergeht mit verfügbarer Energie (ganz egal welcher Art).
Selbst wenn man bedenkt, dass es sicher noch technische Errungenschaften geben wird, die unseren (Wohlstands)Energieverbraucht weiter senkt, wird ein weltweiter Mehrverbrauch an Energie (und zwar eine enormer) unweigerlich stattfinden und damit der Verbrauch an fossilen Energieträgern.
Diese Energieträger sind aber endlich. Die nächste Generation vielleicht noch nicht, aber spätestens die Übernächste wird in die Situation knapper werdender fossiler Energien kommen. Vielleicht wird dann die erwachsene Greta vor einer Tankstelle stehen mit dem Schild 'ich will billigeres Benzin', oder besser, sie schickt ihre Kinder vor (upps, schon wieder, sorry).
Spätestens dann muss eine andere Energiequelle die fossilen Quellen ersetzt haben, ansonsten wird es ganz sicher ungemütlich werden. Und das ist mein Grund dieses Thema für wichtig zu halten.
Sonne und Wind sind an sich eine Alternative und man könnte damit die benötigte Energie locker erzeugen (das ist eine einfache Rechenübung) aber, es sind nun mal volatile Energieträger. Und das sich selbst versorgende Dorf hat garantiert noch eine Stromanschluss für nachts und schlechtes Wetter.
Man brauchen also einen Puffer. Und hier sehe ich weit und breit keine wirklich brauchbare Lösung. Auch das wäre ein interessantes neues Diskussionsthema.
Mein Fazit: es werden noch etliche Jahrzehnte gesteigert fossile Energieträger genutzt werden bis dieser Trend sich umdreht. Um wieviel sich die mittlere Temperatur bis dahin erhöht hat, steht in den Sternen (vielleicht 3-5Grad). Ob diese Erwärmung gut oder schlecht ist, wäre auch ein schönes Thema für eine neue Diskussion. Man weiß es nämlich nicht, obwohl einige meinen es zu wissen.
Ich mache mir also keine Sorgen wegen des Klimas, sondern wegen der sich abzeichnenden Energiekrise in 50 bis 100 Jahren. Und das obwohl ich zur älteren Generation gehöre, der in einigen Beträgen hier abgesprochen wird, sich um das Wohl ihrer Kinder und Kindeskinder zu sorgen.
Der kleine Greta wünsche ich noch, dass sie diesen Hype unbeschadet übersteht.
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Greta Thunberg in Davos und Klimawandel 11 03. 2019 15:45 #49604

HubertS schrieb: ... Kinder vor den Karren eigener Interessen zu spannen halte ich schlicht für schäbig.
Das zum Thema 'Greta Thunberg in Davos….'

... Ganz sicher würde die kleine Greta auch dafür auf die Straße gehen und demonstrieren (ich entschuldige mich für diese kleine Spitze, ich konnte sie mir nicht verbeißen)....

.... Vielleicht wird dann die erwachsene Greta vor einer Tankstelle stehen mit dem Schild 'ich will billigeres Benzin', oder besser, sie schickt ihre Kinder vor (upps, schon wieder, sorry)....

Der kleine Greta wünsche ich noch, dass sie diesen Hype unbeschadet übersteht.


Willkommen (zurück?) im Forum. Den Klammerausdruck habe ich auf puren Verdacht eingefügt, weil man normalerweise und ohne sich vorzustellen nicht auf diese Weise in ein neues Forum eintritt.

Gruß, Ollelinse
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