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Interstellar: schwarze Löcher 26 12. 2019 14:23 #62733

Ich hab mir eben nochmal Interstellar angeguckt und bin auf den folgenden Satz gestoßen: The tidal gravity is so quick that something crossing the horizon fast, might survive“. Mit tidal gravity ist denke ich mal die Kraft gemeint, die für die Spaghettisierung verantwortlich ist. Also, dass die Gravitation an unterschiedlichen Stellen eines Raumschiffes unterschiedlich stark ist und deshalb das Raumschiff in die Länge zieht. So wie ich das verstehe sagt dieser Satz aber aus, dass man diese Spaghettisierung umgehen kann wenn man sehr schnell durch den Ereignishorizont kommt. Ich weiß, dass das immernoch ein Science Fiction Film ist und dass wir hier auch von einem Wurmloch reden, aber ist an dieser Aussage dennoch etwas dran ?

Lg

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Interstellar: schwarze Löcher 26 12. 2019 17:36 #62738

Bei rs hat alles die Fall-Geschwindigeit v=c. Tatsächlich wirken die Gezeitenkräfte ja bremsend, es mag sein, dass man durch eine Beschleunigung am Heck die Gezeitenkräfte mildern kann, allerdings kann man außerhalb von rs auch mittels Beschleunigung nicht v=c erreichen. Und bei v=c steigen die Gezeitenkräfte →∞ sie können sich innerhalb des Körpers ja gar nicht mehr so schnell fortpflanzen.

In Eigenzeit wird das auch nicht anders sein, müßte ich aber erst nachsehen.

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Interstellar: schwarze Löcher 26 12. 2019 17:43 #62739

Man braucht solche Annahmen nicht, um sich einem Schwarzen Loch bezüglich des Spaghettisierungs-Effekts gefahrlos nähern zu können. Es muss nur das Schwarze Loch groß genug sein.

Für die Gezeitenbeschleunigung gilt: ag = dGM/r3 , d Ausdehnung des Objekts, bei einem Menschen näherungsweise 2 m.

Der Schwarzschildradius ist: rs = 2GM/c2

Setzt man die Gezeitenbeschleunigung den Schwarzschildradius ein, ergibt sich:

a = dGM * 1/rs * 1/rs2 = dGM * c2/(2GM) * 1/rs2 = dc2/(2rs2)

Setzt man für ein supermassives SL den Schwarzschildradius 2 AE = 2 * 1,5*1011 m = 3* 1011 m ein, ergibt sich:

a = 2 m * (3*108m/s)2 / (3*1011m)2 = 2 * 10-6 m/s2

Eine Spaghettisierung würde bis zum Schwarzschildradius nicht eintreten, der Tod würde aus anderen Gründen eintreten.


PS: Hinweise auf Gedankenfehler oder Rechenfehler sind sehr willkommen.

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Interstellar: schwarze Löcher 26 12. 2019 17:54 #62742

Fast:
Gezeitenbeschleunigung gilt: ah = -dGM/r³ ist die horizontale stauchende Gezeitenkraft (in der Fläche dann -2dGM/r³)
av = 2dGM/r³ ist die vertikale streckende Gezeitenkraft

Zwar steigt g→∞ nahe rs, da man zusätzlich einen Faktor 1/σ einsetzen muss
av = 2dGM/r³σ
Hier bin ich mir allerdings nicht ganz sicher, ob dies nur für den FIDO oder auch für den FFO gilt.

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