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Alpha Orionis (Beteigeuze) so lichtschwach wie noch nie seit Beobachtungsbeginn 26 04. 2020 11:08 #67973


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Alpha Orionis (Beteigeuze) so lichtschwach wie noch nie seit Beobachtungsbeginn 26 04. 2020 15:53 #67985

ClausS schrieb: Das Spektakel ist leider ausgeblieben:


Gut so. Das wäre Wasser auf die Mühlen der Verschwörungstheoretiker gewesen (Stichworte: Corona, N ostradamus, Heuschreckenplage in Afrika, Dürre, Wassernotstand, ... ) und hätte Teile der Menschhheit noch hysterischer gemacht.

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Alpha Orionis (Beteigeuze) so lichtschwach wie noch nie seit Beobachtungsbeginn 26 04. 2020 19:57 #67996

Ich finde es schade. Eine Supernova wäre ein Gewinn für die Wissenschaft gewesen, da wären einige neue Erkenntnisse zu gewinnen gewesen.

Im Januar war noch nicht wirklich die Rede von Corona, bis zum Shutdown wäre sie schon etwas abgeklungen gewesen.

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Alpha Orionis (Beteigeuze) so lichtschwach wie noch nie seit Beobachtungsbeginn 26 04. 2020 20:23 #68003

ClausS,

ich stimme Dir zu. Ich neige gerne zu Ironie und das kommt in Schriftform nur bedingt rüber, zumal wenn man sein Gegenüber nicht kennt. Also: pardon !

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Alpha Orionis (Beteigeuze) so lichtschwach wie noch nie seit Beobachtungsbeginn 27 04. 2020 00:59 #68024

Die Beteigeuze wird wieder heller, das kann man jetzt schon mit bloßem Auge erkennen.
Da die Wintersternbilder jetzt für uns Nordeuropäer bald nicht mehr zu sehen sein werden, bin ich schon gespannt, wenn der Orion im Herbst wieder auftaucht.

Thomas

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Alpha Orionis (Beteigeuze) so lichtschwach wie noch nie seit Beobachtungsbeginn 27 04. 2020 19:59 #68081

Thomas schrieb: Da die Wintersternbilder jetzt für uns Nordeuropäer bald nicht mehr zu sehen sein werden, bin ich schon gespannt, wenn der Orion im Herbst wieder auftaucht.


Dann bitte erst im Herbst zur Supernova werden :-).:)

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Alpha Orionis (Beteigeuze) so lichtschwach wie noch nie seit Beobachtungsbeginn 27 04. 2020 22:33 #68087

Claus,

das könnte auch ein Herbst in 100.000 Jahren sein.
Für uns Nordeuropäer Hauptsache ein Herbst, damit wir das quasi in „Echtzeit“ mitverfolgen können.

Thomas

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Alpha Orionis (Beteigeuze) so lichtschwach wie noch nie seit Beobachtungsbeginn 11 09. 2020 08:34 #76179

Hubble Finds That Betelgeuse's Mysterious Dimming Is Due to a Traumatic Outburst

www.nasa.gov/feature/goddard/2020/hubble...a-traumatic-outburst

Jetzt könnte man darüber spekulieren was einen solchen punktuellen Ausbruch verursacht haben könnte....

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Alpha Orionis (Beteigeuze) so lichtschwach wie noch nie seit Beobachtungsbeginn 11 09. 2020 10:52 #76186

Merilix schrieb: Jetzt könnte man darüber spekulieren was einen solchen punktuellen Ausbruch verursacht haben könnte....


Kennt man vergleichbare Ausbrüche bereits von anderen Sternen oder ist das ein neuer Effekt ?

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Alpha Orionis (Beteigeuze) so lichtschwach wie noch nie seit Beobachtungsbeginn 11 09. 2020 12:58 #76189

gaston schrieb:

Merilix schrieb: Jetzt könnte man darüber spekulieren was einen solchen punktuellen Ausbruch verursacht haben könnte....


Kennt man vergleichbare Ausbrüche bereits von anderen Sternen oder ist das ein neuer Effekt ?


Corona vielleicht :)

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Alpha Orionis (Beteigeuze) so lichtschwach wie noch nie seit Beobachtungsbeginn 11 09. 2020 23:48 #76199

Es scheint ja ein übergroßer Sternfleck gewesen zu sein, der die Verdunklung hervorgerufen hat.

Merilix hat recht, wenn er die Frage stellt nach dessen möglicher Ursache.

Was ich noch nicht erklärt bekomme, ist, ob die Rotationsgeschwindigkeit von Beteigeuze mit diesem dunklen Gebiet korreliert.

Also, ob der Fleck selbst relativ stabil bleibt und die Verdunklung und folgende Aufhellung nur der Rotation des Sterns zu verdanken ist, oder ob das Verdunklungsgebiet selbst sich wieder aufhellt.

Kennt jemand die Rotationsgeschwindigkeit von Beteigeuze?

Thomas

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Alpha Orionis (Beteigeuze) so lichtschwach wie noch nie seit Beobachtungsbeginn 12 09. 2020 10:27 #76205

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Rotationsperiode von Beteigeuze (auch α Orionis genannt, international: Betelgeuse): 2070 bis 2355 Tage (5.67 - 6.45 Jahre)*
de.wikipedia.org/wiki/Beteigeuze

Hubble Space Telescope bietet Erklärung für mysteriöse Verdunkelung von Betelgeuse

Quelle: www.nasa.gov/feature/goddard/2020/hubble...a-traumatic-outburst
Künstlerischer Eindruck einer Eruption auf der Oberfläche des Roten Überriesen Betelgeuse.
Das plötzliche Verdunkeln eines der hellsten Sterne am Nachthimmel, Betelgeuse, könnte auf eine Staubwolke zurückzuführen sein, die von seiner Oberfläche aufsteigt. Als sich das heiße, dichte Material entfernte, kühlte es ab und bildete eine riesige Staubwolke, die den Riesenstern teilweise verdunkelt haben soll.

*Fußnote:
In einer älteren Publikation von 1998 wird noch eine deutlich längere Rotationsperiode von 17 Jahren für Beteigeuze angegeben:
“If this interpretation is correct, we can determine the axis of rotation of Betelgeuse and estimate its rotational speed to be 1.2 × 10-8 rad s-1, corresponding to a rotation period of 17 years.”
iopscience.iop.org/article/10.1086/300596/pdf

Hat dieser Unterschied in der Rotationsperiode (neuere Angaben: 5.67 - 6.45 Jahre vs. ältere Angabe: 17 Jahre) etwas zu bedeuten? Oder waren die Messungen/ Annahmen von 1998 einfach noch zu ungenau?

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Alpha Orionis (Beteigeuze) so lichtschwach wie noch nie seit Beobachtungsbeginn 12 09. 2020 13:11 #76215

Thomas schrieb: Es scheint ja ein übergroßer Sternfleck gewesen zu sein, der die Verdunklung hervorgerufen hat.
Was ich noch nicht erklärt bekomme, ist, ob die Rotationsgeschwindigkeit von Beteigeuze mit diesem dunklen Gebiet korreliert.
Also, ob der Fleck selbst relativ stabil bleibt und die Verdunklung und folgende Aufhellung nur der Rotation des Sterns zu verdanken ist, oder ob das Verdunklungsgebiet selbst sich wieder aufhellt.


Die Bezeichnung "Fleck" halte ich für irreführend. Es soll sich ja um heißes Material handeln, das der Stern ausstieß. Diese Wolke verdunkelte Beteigeuze vorübergehend, bis sie aus der Sichtlinie zu Hubble und zur Erde abzog.

Insofern gibt es kein Verdunkelungsgebiet auf dem Stern selbst. Ob diese Wolke mondähnlich mit Beteigeuze mitrotiert ? Keine Ahnung.

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Alpha Orionis (Beteigeuze) so lichtschwach wie noch nie seit Beobachtungsbeginn 12 09. 2020 14:42 #76219

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Hier noch einmal im Vergleich die physikalischen Angaben zu Betelgeuse (Englischer Wikipedia Beitrag vs. Deutscher Wikipedia Beitrag)…

Frage:
Haben die gezeigten Unterschiede (z.B. in der Rotationsdauer) etwas zu bedeuten oder sind diese lediglich auf unterschiedliche Annahmen zurückzuführen?

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Alpha Orionis (Beteigeuze) so lichtschwach wie noch nie seit Beobachtungsbeginn 12 09. 2020 19:58 #76225

Generell liegen die Angaben aus beiden Artikeln erstaunlich weit auseinander. Alleine schon die Masse mit fast dem Faktor 2.

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Alpha Orionis (Beteigeuze) so lichtschwach wie noch nie seit Beobachtungsbeginn 12 09. 2020 20:10 #76226

Beachte das Datum der zitierten Quellen
2008 bzw 2011

Und hier ein Zitat aus wiki:
Die Bestimmung der Entfernung von Beteigeuze erweist sich als schwierig, da die Parallaxe deutlich geringer ist als der Winkeldurchmesser des Sterns. Man vermutete lange Zeit eine Entfernung um 700 Lichtjahre. Daten des Satelliten Hipparcos weisen eine geometrische Parallaxe von (6,55 ± 0,83) Millibogensekunden aus[13], die auf eine Entfernung von (153 +22 -17) Parsec bzw. (499 +72 -55) Lichtjahre schließen lässt.[4] Neuere Analysen von weiteren Beobachtungsdaten deuten jedoch auf eine kleinere Parallaxe von lediglich (4,51 ± 0,80) Millibogensekunden hin, was eine größere Entfernung von (222 +48 -34) Parsec oder (724 +156 -111) Lichtjahren ergibt.

"Nix Gwieß is net gwieß" oder "Nix gwieß woaß ma net und des ist net sicher"

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Alpha Orionis (Beteigeuze) so lichtschwach wie noch nie seit Beobachtungsbeginn 12 09. 2020 21:51 #76229

Claus,
dass die Angaben über die Rotationsperiode soweit auseinander liegen, kann ich irgendwie verstehen.
Da die Beteigeuze sowenig Oberflächendetails hergibt, kann man nur sehr schwer bestimmen, wie schnell sie sich dreht.
Daher schwanken die Angaben zwischen 30 und 300 Jahren, +/-.
Nehmen wir die untere Grenze von 30 Jahren, dann lässt sich damit die zurückliegende Verdunklung trotzdem nicht erklären.
Rotation und großer dunkler Fleck scheidet damit aus.

In der Oktoberausgabe von SuW erschien ein Artikel zu diesem Thema.

Demnach hat Beteigeuze doch gehustet, aber nicht als Gesamtstern, sondern partiell, also nur regional begrenzt.
Sie stieß eine gigantische Plasmawolke aus, die, nachdem sie sich abkühlte und optisch in unserer Sichtlinie immer untransparenter wurde, den Stern verdunkelte.
Da sie sich weiter verdünnte, je weiter sie sich vom Stern entfernte, desto mehr hellte sich Beteigeuze wieder auf.
Die Rotationsgeschwindigkeit scheint dabei nur eine geringe Rolle zu spielen, da der Stern ja so langsam rotiert.

Die Begründung für diese lokale Eruption scheint im Augenblick nicht schlüssig erklärbar zu sein. Die Kollegen rätseln, so wie ich auch.

Thomas

UN, danke für deine Recherche.
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Alpha Orionis (Beteigeuze) so lichtschwach wie noch nie seit Beobachtungsbeginn 13 09. 2020 08:22 #76236

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Die jüngsten Fortschritte bei Neutrino-Detektoren ermöglichen den Nachweis von Prä-Supernova-Neutrinos, die einige Tage vor Supernova-Explosionen aus dem Kern massereicher Sterne emittiert werden. Beobachtungen werden zu einem Alarm für Supernovae.
pure.mpg.de/rest/items/item_3221634/comp...file_3221635/content

Auch Änderungen der Lichtkurven (abrupter nicht periodischer Anstieg der Leuchtkraft/ Helligkeitsausbruch eines Sterns) können einige Tage vor Supernova-Explosionen beobachtet werden.

Quelle: en.wikipedia.org/wiki/Supernova

Frage:
…aber wie genau verhält sich die Rotation in den Präsupernova-Stadien und ab wann (Tage, Wochen, Monate, Jahre) wäre mit einer Änderung der Rotation zu rechnen? Könnte eine abrupte Änderung der Rotationsperiode ein Frühwarnsystem für eine bevorstehende Supernova sein?

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Alpha Orionis (Beteigeuze) so lichtschwach wie noch nie seit Beobachtungsbeginn 13 09. 2020 09:56 #76239

UN schrieb: Frage:
…aber wie genau verhält sich die Rotation in den Präsupernova-Stadien und ab wann (Tage, Wochen, Monate, Jahre) wäre mit einer Änderung der Rotation zu rechnen? Könnte eine abrupte Änderung der Rotationsperiode ein Frühwarnsystem für eine bevorstehende Supernova sein?


Ich kann mir nicht vorstellen, dass wir hierzu schon Beobachtungsdaten haben. Also bleiben nur theoretische Überlegungen. Hier fällt mir der Drehimpulserhaltungssatz ein und ich kann mir keinen Effekt vorstellen, die kurz vor einer Supernova die Rotation deutlich abbremst oder beschleunigt. Wo sollte zu der Zeit der Drehimpuls hin bzw. von wo aufgenommen werden?

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Alpha Orionis (Beteigeuze) so lichtschwach wie noch nie seit Beobachtungsbeginn 13 09. 2020 11:32 #76243

UN schrieb: …aber wie genau verhält sich die Rotation

Wieso sollte die Rotation etwas damit zu tun haben?

Das Einzige wäre der Pirouetten Effekt, dass sich also der Stern zusammenzieht und dadurch beschleunigt rotiert.

Aber wie kann man denn eine Änderung der Rotation (einfach) feststellen?

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Alpha Orionis (Beteigeuze) so lichtschwach wie noch nie seit Beobachtungsbeginn 13 09. 2020 12:05 #76244

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Vielleicht liegen Präsupernova-Beobachtungsdaten bzgl. Rotation/ Rotationsgeschwindigkeit ja von SN 1987A vor, die bisher erdnächste Supernova, welche am 24. Februar 1987 entdeckt wurde und in der Großen Magellanschen Wolke stattfand.

Die Präsupernova Entwicklungsstadien sind äußerst komplex und bisher nicht genau verstanden. Eine identifizierte Hauptunsicherheit betrifft die Rotation/ Rotationsgeschwindigkeit...

Quelle: www.yumpu.com/en/document/read/52555113/...stars-with-mass-loss

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Alpha Orionis (Beteigeuze) so lichtschwach wie noch nie seit Beobachtungsbeginn 13 09. 2020 14:54 #76252

ra-raisch schrieb: Aber wie kann man denn eine Änderung der Rotation (einfach) feststellen?


Die Rotationsgeschwindigkeit müsste man denke ich über den Doppler-Effekt nachweisen können.

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Alpha Orionis (Beteigeuze) so lichtschwach wie noch nie seit Beobachtungsbeginn 13 09. 2020 14:58 #76254

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…zu den unterschiedlichen Angaben von den Rotationswerten für Betelgeuse im Englischen Wikipedia Beitrag vs. Deutscher Wikipedia Beitrag hatte ich das NASA/ Harvard Team des bereits oben zitierten Artikels:
„Hubble Space Telescope bietet Erklärung für mysteriöse Verdunkelung von Betelgeuse“ (Aug. 13, 2020)
www.nasa.gov/feature/goddard/2020/hubble...a-traumatic-outburst

angeschrieben und innerhalb weniger Stunden folgende hilfreiche Antwort erhalten:

"Dear Sir,

With regard to the different values of 'rotation' of Betelgeuse that you find between the English and German wikipedia articles, problems appear associated with both values.

The English version cites: Rotation: 36 +/-8 years.
That is not the value of the rotation but the rotation period divided by sin i where i is the inclination of the stellar pole.
This value derives from ALMA observations of SiO in the extended atmosphere of the star as measured by Kervella et al, (2018, A&A, 609, A67.). It is very hard to determine the angle of inclination of the stellar pole. Kevella et al. assign the pole to the bright spot they observe in the northeast. This is always a fragile assumption. They continue and assess a 68% chance that the value of the inclination ranges between 33 and 81 degrees. These angles and a rotation period of 36 years imply a rotational period of 19.44 to 36.53 years of 7096-12968 days.

The German wikipedia cites: Rotation: 2070 to 2355 days. I do not know where that value originated, presumably in the reference cited by the footnote [7]

For comparison, in 1998 we used Hubble data (Uitenbroek et al., 1998, AJ, 116, 2501) and identified the pole with a bright spot in the south west, suggesting i = 20, and from the rotation measured in ultraviolet lines, suggested that the rotational period is 17 years (6205) days.

While we really have not 'nailed down' the rotational period, none of these values are as fast as the period suggested in the German wikipedia article."

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Alpha Orionis (Beteigeuze) so lichtschwach wie noch nie seit Beobachtungsbeginn 13 09. 2020 18:32 #76264

Hier der Artikel (1998), auf den sich wiki bezieht mit einer schematichen Grafik auf Seite 2508 (Seite 8 des Artikels)
iopscience.iop.org/article/10.1086/300596/pdf
In addition, it is plausible that the 1995 March bright spot is congruent with the pole of the star, suggesting that star's angle of inclination is 20° to the line of sight

Bei dieser Position ist es schwierig mit dem Dopplereffekt. Die Achse weist fast zu uns. Dies entspricht wohl einer Inklination von 70°

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Alpha Orionis (Beteigeuze) so lichtschwach wie noch nie seit Beobachtungsbeginn 13 09. 2020 22:41 #76287

Wenn die Drehachse ziemlich genau in unserer Sichtlinie liegt, dann könnte die Gasemission ja auch dieser geometrischen Gegebenheit geschuldet sein.
Dann sehen wir eine Plasmawolke, die über den Sternpol abgegeben wurde.

Peter Kroll hat ja schön erklärt, wie gering die Gravitationswirkung an der Oberfläche von Beteigeuze ist.

Es könnte doch sein,dass sich an den Polen hin und wieder sehr viel Plasma ansammelt und dann über das Magnetfeld des Sterns ins All geschleudert wird., ähnlich der Jets bei Schwarzen Löchern, nur viel gemäßigter und damit auch nicht so stark gebündelt, sondern mit mehr Volumen ausgestattet, wolkiger also.

Das würde auch erklären, warum nicht der ganze Stern gehustet hat, sondern nur ein kleines Oberflächensegment.

Was ich da geschrieben habe, entspringt meiner Intuition und ist insofern eine Hypothese.

Bin gespannt, ob sich weitere Erkenntnisse durch Beobachtungsdaten einstellen werden.

Thomas

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Alpha Orionis (Beteigeuze) so lichtschwach wie noch nie seit Beobachtungsbeginn 19 09. 2020 13:43 #76519

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Live Beobachtung von Betelgeuse (17.02.2020) mit einem Dachterrasse-Teleskop …

P.S.: Beteigeuze ist etwa 650 Lichtjahre von der Erde entfernt - das bedeutet, das Licht des Sterns benötigt 650 Jahre, um die Erde zu erreichen. Im Umkehrschluss heißt das: Das Licht von Beteigeuze, das man derzeit am Nachthimmel sieht, wurde vor 650 Jahren ausgestrahlt.

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Alpha Orionis (Beteigeuze) so lichtschwach wie noch nie seit Beobachtungsbeginn 19 09. 2020 14:47 #76522

Die atmosphärischen Störungen finde ich faszinierend. Und vor allem wenn man dies mit dem ansonsten klaren Bild vergleicht.

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Alpha Orionis (Beteigeuze) so lichtschwach wie noch nie seit Beobachtungsbeginn 22 09. 2020 22:58 #76644

Das ansonsten klare Bild kommt nur zustande, wenn mit Auflösung die unserer Augen gemeint ist.

Benutzt man hingegen ein Teleskop mit höherer Auflösung (Vergrößerung), dann bekommt man solche Bilder.

Ich finde faszinierend, den Kampf zwischen Fermionen und Bosonen im Gravitationsfeld hier unmittelbar beobachten zu können.

Die einen müssen nach innen und die anderen wollen nach draußen!

Und das Potentialfeld der nach innen zunehmenden Energiedichte sagt: jetzt kappelt euch mal schön da draußen ?

Ha, unglaublich schön, der Natur bei ihren Spielen zuschauen zu können.

Thomas

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