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THEMA:

Reisen mit Lichtgeschwindigkeit 04 07. 2020 07:15 #72298

Hallo!

Ich habe ein Video von Harald Lesch gesehen das um das Thema Reisen zu anderen Sternen handelt. Dort rechnet Herr Lesch vor, das man in 28 Jahren zu einem 2,5 Millionen Lichtjahren entfernten Stern fliegen kann.

Hierzu hätte ich Fragen:
Wieso kann man doch schneller als mit Lichtgeschwindigkeit reisen?
Heißt Zeitdilertation nicht Zeitdehnung und nicht Zeitverkürzung? Was ist der Unterschied?


Schafft man nicht ein Paradoxon wenn man schneller als das Licht reist? Man könnte ja zum Stern hinfliegen, ihn in die Luft jagen und zurückkommen und Vorhersagen, daß der Stern in die Luft gehen wird. Weil das Licht uns ja erst später erreicht?
Kann mir das mal jemand logisch erklären?



Ich hoffe die Frage ist nicht zu doof.
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Reisen mit Lichtgeschwindigkeit 04 07. 2020 08:33 #72299

Buddha schrieb: Wieso kann man doch schneller als mit Lichtgeschwindigkeit reisen?
Heißt Zeitdilertation nicht Zeitdehnung und nicht Zeitverkürzung? Was ist der Unterschied


Es ist das Relativitätsprinzip . Jeder hat eine eigene Eigenzeit , auf der Erde spielt das keine Rolle da wir die winzigsten Unterschiede nicht merken .

Bewegte Uhren gehen Langsamer und bei nahe Lichtgeschwindigkeit vergehen für dich nur 28 Jahre .

Wen du zurückfliegst sind für dich 56 Jahre vergangen , auf der Erde aber über 5 Millionen Jahre .

Schau dir die Videoreihe an , dort wird dir alles erklärt .
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Reisen mit Lichtgeschwindigkeit 04 07. 2020 10:04 #72303

Die Reisegeschwindigkeit ist immer kleiner als die Lichtgeschwindigkeit. Aufgrund der Zeitdilatation altert man aber langsamer.

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Reisen mit Lichtgeschwindigkeit 04 07. 2020 10:13 #72305

Buddha schrieb: Wieso kann man doch schneller als mit Lichtgeschwindigkeit reisen?
Heißt Zeitdilertation nicht Zeitdehnung und nicht Zeitverkürzung? Was ist der Unterschied?

Ich habe nun länger über den Kern der Frage nachgedacht:

Die Antwort ist, dass der Zeitdilatation, die der Beobachter misst, eine Raumkontraktion gegenübersteht, die der Reisende misst. Dies ist die Lorentzkontraktion aus Sicht des Reisenden, die auf den Abstand zum Ziel wirkt, wie er von der Erde aus gemessen wird.

Diese Raumkontraktion wird quasi während der Beschleunigung verursacht und dann während der Reisedauer ausgenutzt.

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Reisen mit Lichtgeschwindigkeit 04 07. 2020 13:25 #72315

Ich habe noch ein paar Videos angeschaut. Das ist dann also die Eigenzeit. Man kann wenn man schnell reist in die Zukunft reisen im Gegensatz zu denen die nicht so schnell unterwegs sind. Das finde ich sehr merkwürdig. Aber das muss dann ja so sein.

In einem Video wird vorgerechnet, dass die Eigenzeit des Lichts bei Null liegt. Und der Raum ist auch bei Null.
Existiert für das Licht also bei Lichtgeschwindigkeit kein Raum und keine Zeit? Spricht man deswegen von Raumzeit?
Müsste das Licht dann nicht sofort da sein wo es hin will wenn kein Raum und keine Zeit vorhanden ist?

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Reisen mit Lichtgeschwindigkeit 04 07. 2020 15:07 #72322

Buddha schrieb: Müsste das Licht dann nicht sofort da sein wo es hin will wenn kein Raum und keine Zeit vorhanden ist?

So sieht es für das Licht aus. Aber man sollte sich nicht wie Einstein ins Licht versetzen wollen, denn man kann sich nur in etwas versetzen, das ein Ruhesystem besitzt und das ist bei Licht eben nicht der Fall.

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Reisen mit Lichtgeschwindigkeit 06 07. 2020 14:05 #72380

Danke für den aufschlussreichen Thread.

Ich habe ja noch wie vor keine endgültige Antwort auf die Frage, warum die Lichtgeschwindigkeit genau die Grenze hat, die es hat.

Bedenkt man allerdings, daß das Photon bei Lichtgeschwindigkeit keine Raumzeit mehr zur Verfügung hat, könnte doch genau das die Antwort sein.

Wenn sich das Spielfeld ab einer Geschwindigkeit so stark zusammenzieht, daß man überall gleichzeitig sein kann. Braucht man und kann man gar nicht schneller sein.

Damit ist die Grenze der Lichtgeschwindigkeit ganz natürlich festgesetzt.

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Reisen mit Lichtgeschwindigkeit 06 07. 2020 16:43 #72383

Es steh fest

c = 1/²(ε·μ)
n = ²(εr·μr)

ε = D¹/E¹ Permeabilität
μ = B¹/H¹ Permittivität

c = ²(H·E/(B·D))

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Reisen mit Lichtgeschwindigkeit 06 07. 2020 17:09 #72387

Falsifikator schrieb: Ich habe ja noch wie vor keine endgültige Antwort auf die Frage, warum die Lichtgeschwindigkeit genau die Grenze hat, die es hat.


Die Antwort auf die Frage, warum die Lichtgeschwindigkeit genau den Wert hat, den sie hat, würde einen sofortigen Nobelpreis zur Folge haben. Bis jetzt ist es in keinem Fall gelungen, eine grundlegende Naturkonstante theoretisch zu bestimmen.

Falsifikator schrieb: Bedenkt man allerdings, daß das Photon bei Lichtgeschwindigkeit keine Raumzeit mehr zur Verfügung hat, könnte doch genau das die Antwort sein.

Wenn sich das Spielfeld ab einer Geschwindigkeit so stark zusammenzieht, daß man überall gleichzeitig sein kann. Braucht man und kann man gar nicht schneller sein.

Damit ist die Grenze der Lichtgeschwindigkeit ganz natürlich festgesetzt.


Das Verhalten eines Photons hat nichts mit dem Wert der Lichtgeschwindigkeit zu tun. Wäre die Lichtgeschwindigkeit 700000 km/s, dann würde das Photon halt 700000 km/s schnell fliegen und für das Photon selbst würde dabei ebenso keine Zeit vergehen.

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Reisen mit Lichtgeschwindigkeit 06 07. 2020 17:10 #72388

Harald Lesch argumentiert im Video, dass man bei Reisen nahe Lichtgeschwindigkeit ein Problem mit der Hintergrundstrahlung bekommt, sofern man kein Klingone ist ;). Mal abgesehen davon... es gibt ja im Weltraum nicht nur Hintergrundstrahlung, sondern auch das eine oder andere Materieteilchen. Alles, was nicht gerade reinstes Vakuum ist, würde doch ein Raumschiff bei solchen Geschwindigkeiten gnadenlos durchlöchern, oder nicht?

Also sprach das Photon: Wo wir sind ist vorne! Und sollten wir mal hinten sein, dann ist hinten vorne!

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Also sprach das Photon: Wo wir sind ist vorne! Und sollten wir mal hinten sein, dann ist hinten vorne!

Reisen mit Lichtgeschwindigkeit 06 07. 2020 17:14 #72389

Steinzeit-Astronom schrieb: Alles, was nicht gerade reinstes Vakuum ist, würde doch ein Raumschiff bei solchen Geschwindigkeiten gnadenlos durchlöchern, oder nicht?

Ja klar, man fühlt sich dann wie im Zyklotron....

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Reisen mit Lichtgeschwindigkeit 07 07. 2020 02:26 #72430

ClausS schrieb: Die Antwort auf die Frage, warum die Lichtgeschwindigkeit genau den Wert hat, den sie hat, würde einen sofortigen Nobelpreis zur Folge haben. Bis jetzt ist es in keinem Fall gelungen, eine grundlegende Naturkonstante theoretisch zu bestimmen.


Eigentlich bin ich auf der Suche nach plausiblen Antworten für meine noch offenen Fragen, wenn aber dabei ein Nobelpreis herausspringt, nehme ich den natürlich :lol:
ClausS schrieb: Das Verhalten eines Photons hat nichts mit dem Wert der Lichtgeschwindigkeit zu tun. Wäre die Lichtgeschwindigkeit 700000 km/s, dann würde das Photon halt 700000 km/s schnell fliegen und für das Photon selbst würde dabei ebenso keine Zeit vergehen.


Schon klar. Die Geschwindigkeit als solche kann man mit der Betrachtung nicht erklären. Aber man kann die Grenze eben dadurch festlegen.
Obwohl, eigentlich kann sie nur die Geschwindigkeit haben, die sie hat. Denn ab dieser Geschwindigkeit schrumpfen ja Raum und Zeit auf 0 zusammen. Jede Geschwindigkeit darüber würde ja einen negativen Wert ergeben, der nicht möglich ist. Also rein mathematisch schon nicht.
Das meine ich mit "natürliche Grenze".

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Reisen mit Lichtgeschwindigkeit 07 07. 2020 06:09 #72432

Falsifikator schrieb:

ClausS schrieb: Die Antwort auf die Frage, warum die Lichtgeschwindigkeit genau den Wert hat, den sie hat, würde einen sofortigen Nobelpreis zur Folge haben. Bis jetzt ist es in keinem Fall gelungen, eine grundlegende Naturkonstante theoretisch zu bestimmen.


Eigentlich bin ich auf der Suche nach plausiblen Antworten für meine noch offenen Fragen, wenn aber dabei ein Nobelpreis herausspringt, nehme ich den natürlich :lol:


Damit wollte ich nur zum Ausdruck bringen, dass dir diese Frage derzeit niemand beantworten können wird.

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Reisen mit Lichtgeschwindigkeit 07 07. 2020 10:57 #72444

ClausS schrieb: Damit wollte ich nur zum Ausdruck bringen, dass dir diese Frage derzeit niemand beantworten können wird.

@Falsifikator:
Damit "niemand" bist auch Du gemeint!

Wie ich in #72383 andeuten wollte, würde es allerdings genügen, die Größen von Permeabilität und Permittivität zu erklären. Ich fürchte aber, dass diese von v=c abhängen könnten.

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Reisen mit Lichtgeschwindigkeit 09 07. 2020 07:00 #72550

Eine frage auf die ich noch keine Antwort gefunden habe , bis zu welcher Geschwindigkeit ist der Menschliche Körper Lebensfähig . Also z.b durch die zunehmende Trägheit und der damit steigende Energieaufwand für die Kreislauffunktionen ?

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Reisen mit Lichtgeschwindigkeit 09 07. 2020 09:30 #72558

Aus Sicht des Andromeda-Reisenden:

Was faseln die denn da von "Lichtgeschwindigkeit kann nicht überschritten werden"? Ich selbst habe ja die 2.5 Mio Lichtjahre in 28 Jahren locker geschafft! Und da Geschwindigkeit Distanz/Zeit ist, habe ich doch sicher die Lichtgeschwindigkeit um das x-tausendfache überschritten. Oder ist etwa die Galaxie nicht 2.5 Mio Lichtjahre weit weg? Das bestätigt doch jeder Andromeda-Astronom wenn man ihn fragt, wie weit denn die Leschgalaxie entfernt ist.

Der gute Reisende hat halt nie etwas von der Relativitätstheorie gehört. :-)

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Reisen mit Lichtgeschwindigkeit 09 07. 2020 09:54 #72559

heinzendres schrieb: Eine frage auf die ich noch keine Antwort gefunden habe , bis zu welcher Geschwindigkeit ist der Menschliche Körper Lebensfähig . Also z.b durch die zunehmende Trägheit und der damit steigende Energieaufwand für die Kreislauffunktionen ?


Grundsätzlich bis zu jeder beliebigen Geschwindigkeit. Die ist ja immer relativ zu anderen Bezugssystemen, und der Reisende kann sich selbst immer als ruhend definieren. Er selbst benötigt aufgrund seiner Trägheit auch keine Energie, um seine Geschwindigkeit zu halten. Höchstens die Beschleunigung könnte problematisch werden. Aber das hat nichts mit einer konkreten Geschwindigkeit zu tun - die kann immer zum Problem werden, wenn man das Gaspedal der Rakete bis zum Anschlag durchtritt.... Gesünder wäre es sicher, kontinuierlich mit bspw. 1 g zu beschleunigen.

The truth is often what we make of it; you heard what you wanted to hear, believed what you wanted to believe.

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The truth is often what we make of it; you heard what you wanted to hear, believed what you wanted to believe.

Reisen mit Lichtgeschwindigkeit 09 07. 2020 10:05 #72560

eine Ergänzung dazu:

Das Max-Planck-Institut für Dynamik und Selbstorganisation bietet eine schöne Beschreibung an, wie Belastungen durch Beschleunigung in welcher konkreten Situation auf den Menschen wirken:

https://www.ds.mpg.de/131983/18

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Reisen mit Lichtgeschwindigkeit 09 07. 2020 11:46 #72564

relham schrieb: Aus Sicht des Andromeda-Reisenden:

Was faseln die denn da von "Lichtgeschwindigkeit kann nicht überschritten werden"? Ich selbst habe ja die 2.5 Mio Lichtjahre in 28 Jahren locker geschafft! Und da Geschwindigkeit Distanz/Zeit ist, habe ich doch sicher die Lichtgeschwindigkeit um das x-tausendfache überschritten. Oder ist etwa die Galaxie nicht 2.5 Mio Lichtjahre weit weg? Das bestätigt doch jeder Andromeda-Astronom wenn man ihn fragt, wie weit denn die Leschgalaxie entfernt ist.

Der gute Reisende hat halt nie etwas von der Relativitätstheorie gehört. :-)

Das nennt man die Eigengeschwindigkeit, wenn man die gemessene Distanz durch die beobachtete Eigenzeit (Borduhr) des Reisenden teilt
u = dx/dτ = γ·v → ∞ wenn v→c
Aber noch schneller höher ist die Scheingeschwindigkeit, wenn man die beobachtete Eigenlänge durch die beobachtete Eigenzeit (Borduhr) dividiert:
vv = dL/dτ = γ²v

EDIT: Korrektur

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Reisen mit Lichtgeschwindigkeit 09 07. 2020 19:35 #72612

Danke Ra-Raisch, aber leider werde ich aus Deinen Formeln nicht schlau, da ich die Symbole nicht kenne,. u x r y vv L ? Würde mich aber interessieren....
Heiri

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Reisen mit Lichtgeschwindigkeit 09 07. 2020 20:11 #72623

Gerne

u = d.x/d.τ ist die übliche Bezeichnung für die Eigengeschwindigkeit (celerity)
d. ist das Differenzialsymbol, das ich meist durch einen zusätzlichen Punkt als Funktion bzw Operator mit nachfolgendem Parameter ausweise.
r ist der Radius und zwar in der ART immer der Koordinatenradius, also U/2π aus dem Umfang zu berechnen, da dieser unverzerrt ist und aus der flachen Raumzeit gesehen dem Abstand zum Zentrum entsprechen würde.
τ ist die Eigenzeit, also die Zeit auf der eigenen Uhr des Beobachteten, häufig das Alter oder die Zerfallszeit
L ist die Eigenlänge, also die Länge eines (relativ ruhenden) Objektes, die jeder in seiner unmittelbaren Umgebung selber messen kann.
vv ist mein privates Symbol für die Scheingeschwindigkeit, die in der Physik keine Bedeutung hat, aber durchaus naiv zu Verwechslungen führen kann.
γ = 1/²(1-ß²) ist Einsteins Lorentzfaktor der SRT
σ = ²(1-rs/r) ist mein privates Symbol (auch Einstein 1915) für den Shapirofaktor der ART.

Wurzeln schreibe ich ohne besonderes Zeichen sondern nur mit dem Wurzelexponenten vorangestellt, natürlich müssen Verwechslungen ausgeschlossen werden.
4 = ²16 = ³64 = 2·²4 = ³8²
und bei Divisionen lasse ich gerne die Klammern im Nenner weg, solange keine Rechenzeichen vorkommen:
1/E = 1/c²m = 1/(m·c²)

x hat sehr viele Bedeutungen, meist eine Länge, ggf auch
x° = xt = c·t wobei ich die Indizes ggf auch durch einen Punkt abtrenne x.T oder mit Klammern verdeutliche x.{T} = x.{°}
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Reisen mit Lichtgeschwindigkeit 09 07. 2020 20:59 #72628

ra-raisch schrieb:
u = d.x/d.τ ist die übliche Bezeichnung für die Eigengeschwindigkeit (celerity)
d. ist das Differenzialsymbol, das ich meist durch einen zusätzlichen Punkt als Funktion bzw Operator mit nachfolgendem Parameter ausweise.

Das Differenzialsymbol verwirrt mich immer wieder, weil es ja üblicherweise immer ohne deinen Punkt dasteht und erst mal wie ein normaler Faktor aussieht. Also dx = d.x ≠ d∙x ist eigentlich schon klar, aber als Differentialquotient und somit üblicherweise als Steigung (Ableitung) einer Kurve kommt er mir dann wieder irgendwie variabel vor. In der SRT z.B. ist doch die Geschwindigkeit zunächst per definitionem konstant, so dass sich dx und dτ nicht ändern. Wieso notiert man dann nicht einfach nur x und τ? Nur damit es wichtiger aussieht? Oder braucht es das wirklich? Irgendwas habe ich da wohl noch nicht ganz verstanden.

Also sprach das Photon: Wo wir sind ist vorne! Und sollten wir mal hinten sein, dann ist hinten vorne!

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Reisen mit Lichtgeschwindigkeit 09 07. 2020 21:08 #72631

Steinzeit-Astronom schrieb: In der SRT z.B. ist doch die Geschwindigkeit zunächst per definitionem konstant, so dass sich dx und dτ nicht ändern. Wieso notiert man dann nicht einfach nur x und τ? Nur damit es wichtiger aussieht? Oder braucht es das wirklich? Irgendwas habe ich da wohl noch nicht ganz verstanden.

Naja für die Relativgeschwindigkeit notiert man einfach v aber es geht oft um ein drittes Objekt. Und u=x/τ ist etwas anderes als v
v = x/t = s/τ

Naja die Differenzialsymbole mag ich auch nicht so gerne, aber sie erinnern daran, dass es eine Momentaufnahme ist, und sie verhindern, dass man falsch weiterrechnet zB bei der Beschleunigung ;)
a = v/t = 2s/t²
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Reisen mit Lichtgeschwindigkeit 09 07. 2020 21:22 #72635

Tja, mit einer relativistischen Rakete könnte man es schaffen zu Lebzeiten mit konstant 1g Beschleunigung 13Mrd Lichtjahre weit zu fliegen, am Reiseziel Forschung zu betreiben und 13 Mrd Lichtjahre zurückzufliegen.... wenn man denn a) einen Antrieb hätte der die Rakete für ein paar Jahrzehnte konstant mit 1g beschleunigen könnte und b) die Expansion des Universums nicht wäre und c) das Sonnensystem samst Erde noch über 26 Mrd jahre existierte um ein Ziel für die Rückkehr zu haben^^

relham schrieb: Aus Sicht des Andromeda-Reisenden:
Was faseln die denn da von "Lichtgeschwindigkeit kann nicht überschritten werden"? Ich selbst habe ja die 2.5 Mio Lichtjahre in 28 Jahren locker geschafft!

Hat er ja garnicht... aus seiner Sicht ist er ja nur rund 28 Lichtjahre weit geflogen (dank Längenkontraktion oder Zeitdilatation (je nach Bezugssystem in dem man misst))
Merken tut er das spätestens bei seiner Rückkehr nach 56 Jahren wenn auf der Erde mehr als 5 Mio Jahre vergangen sind.

assume good faith

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assume good faith

Reisen mit Lichtgeschwindigkeit 09 07. 2020 21:54 #72642

Sorry wenn's nicht ganz hierher passt (nur Mathe), aber vielleicht hilft es anderen trotzdem...
ra-raisch schrieb: [...] und sie verhindern, dass man falsch weiterrechnet zB bei der Beschleunigung ;)
a = v/t = 2s/t²

Der war gut :woohoo: (Insiderwitz). Aber ich kapier's noch immer nicht ganz... mal sehen....

v = x/t = s/τ
mit
x = Weg im RS
t = Zeit im RS
v = Relativgeschwindigkeit

richtig soweit? Ich hätte eigentlich s als Weg im RS notiert ^^.

dann a = v/t = 2s/t²... kann ja nicht stimmen, denn mit v = x/t gilt v/t = x (Weg), nicht a (Beschleunigung). Flüchtigkeitsfehler? (Edit: Quatsch gestrichen)

Kannst du mir bitte im Detail erklären, wo genau der Faktor 2 in a = 2s/t² herkommt? Gerne auch mit Differenzialsymbol, wenn's hilft.
Würde das schon gerne durchschauen. Es könnte mir für die Zukunft viele Rechnungen vereinfachen bzw. überhaupt erst ermöglichen :).

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Reisen mit Lichtgeschwindigkeit 09 07. 2020 22:03 #72646

Steinzeit-Astronom schrieb: richtig soweit? Ich hätte eigentlich s als Weg im RS notiert ^^.

Wegen ds steht s eher für space also den kontrahierten Raum, besser wäre vielleicht x"

Steinzeit-Astronom schrieb: dann a = v/t = 2s/t²... kann ja nicht stimmen, denn mit v = x/t gilt v/t = x (Weg), nicht a (Beschleunigung). Flüchtigkeitsfehler?

Nee, das genau ist ja der Witz, das ist nämlich die korrekte Ableitung, weil hier ja die Geschwindigkeit NICHT konstant ist.
s = t²a/2
d²s/dt² = d(s/t)/dt = 2s/t²
erklären kann ich das nicht so deutlich, ich bin froh wenn ich keinen Fehler mache :dry:

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Reisen mit Lichtgeschwindigkeit 09 07. 2020 22:30 #72647

ra-raisch schrieb:

Steinzeit-Astronom schrieb: dann a = v/t = 2s/t²... kann ja nicht stimmen, denn mit v = x/t gilt v/t = x (Weg), nicht a (Beschleunigung). Flüchtigkeitsfehler?

Nee, das genau ist ja der Witz, das ist nämlich die korrekte Ableitung, weil hier ja die Geschwindigkeit NICHT konstant ist.

Ich kann mit a=v/t auch nix anfangen. Für mich muss das a=dv/dt heisen. Mit einer Absolutgeschwindigkeit v gibt das irgendwie keinen Sinn.

BTW: Ich mag die Differentialsymbole in der Leibnitzschreibweise. Sie sind sprechend und natürlicher als absolute Größen.

assume good faith

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Reisen mit Lichtgeschwindigkeit 09 07. 2020 22:55 #72649

ra-raisch schrieb:

Steinzeit-Astronom schrieb: dann a = v/t = 2s/t²... kann ja nicht stimmen

Nee, das genau ist ja der Witz, das ist nämlich die korrekte Ableitung, weil hier ja die Geschwindigkeit NICHT konstant ist.
s = t²a/2
d²s/dt² = d(s/t)/dt = 2s/t²

Das leuchtet mir einfach nicht ein. Auch im Wikipedia-Artikel zur Beschleunigung taucht wirklich nirgends so ein Faktor 2 auf. Wieso denn s quadrieren und dann ableiten? Für kleine Geschwindigkeiten und konstante Beschleunigung gilt doch ganz offensichtlich rein nach Newton:

v = s/t (konstante Geschw'keit)
a = v/t (konstante Beschl.)
=> a = (s/t) / t = s/t²

Da braucht es keine Ableitung weit und breit und auch keinen Faktor 2 aus heiterem Himmel. Oder ist der etwa stark bewölkt?

EDIT:

Merilix schrieb: Ich kann mit a=v/t auch nix anfangen. Für mich muss das a=dv/dt heisen. Mit einer Absolutgeschwindigkeit v gibt das irgendwie keinen Sinn.

Ich glaube euch gerne, dass das irgendwie stimmt auch mit dem Faktor 2. Demnach kommt der von irgendwo "weiter oben", wenn bereits v relativ ist zu irgendwas. Aber Glaube ist hier nicht angebracht... ich muss es iwie verstehen :( .


IDEE
Das Forum braucht eine Rubrik Mathematik, wo man solche Fragen stellen kann. Interessierte Laien wie ich sind sicher froh, wenn sie etwas mehr von den mathematischen Gepflogenheiten in der Physik erfahren können. Natürlich nicht Mathe von Grund auf, aber es gibt doch anscheinend Konventionen, die ein Laie nicht kennt oder erst mal nicht versteht, auch mit Mathe-Abitur nicht.

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Reisen mit Lichtgeschwindigkeit 09 07. 2020 23:39 #72652

Vom Differential her komme ich auch auf a=s/t²
Aber die Umkehrung der Gleichung
s = t²a/2 ergibt a = 2s/t²

www.uni-protokolle.de/foren/viewt/272135,0.html
en.wikipedia.org/wiki/Fourth,_fifth,_and...ion#Sixth_derivative

Das ist sozusagen der Unterschied zwischen s/t² und d²s/dt²

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Reisen mit Lichtgeschwindigkeit 10 07. 2020 00:16 #72657

ra-raisch schrieb: Vom Differential her komme ich auch auf a=s/t²
Aber die Umkehrung der Gleichung
s = t²a/2 ergibt a = 2s/t²

www.uni-protokolle.de/foren/viewt/272135,0.html
en.wikipedia.org/wiki/Fourth,_fifth,_and...ion#Sixth_derivative

Das ist sozusagen der Unterschied zwischen s/t² und d²s/dt²


Schreib doch einfach:
Durchschnittsgeschwindigkeit v = a*t/2
Das versteht man wenigstens^^
Ob die Umkehrung einen Sinn ergibt und relevant für das Thema ist?... Wer weis... ist schon spät jetzt^^
Nebenbei hat die Umkehrung der Differentation oft eine Integrationskonstante die es zu bestimmen gilt.

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