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THEMA: Gravitationswellen - Wellenlänge der Gravitation

Gravitationswellen - Wellenlänge der Gravitation 18 Feb 2018 15:46 #28119

Ist es nur die „Änderung der Gravitation“ die Energie „verbraucht“ oder die Gravitation an sich?
Ineinander stützende massereiche Systeme verlieren Masse, weil sie Energie abstrahlen?
Oder umgekehrt? Oder beides?
Zwei equidistant rotierende SL (vorausgesetzt es stürzt keine zusätzliche Materie in sie) sollten doch immer leichter werden wenn die abgestrahlten Gravitationswellen Energie benötigen. Sie müssten sich mit der Zeit wieder voneinander entfernen da sie ja leichter werden...
Stabile rotierende Systeme könnte es dann überhaupt nur geben, wenn sie sich ansich einander annähern aber diese Annäherung durch den garvitationsbedingten Energieverlust (also Materieverlust) ausgleicht.
So könnte es eben auch vorkommen, dass zwei sich umkreisende SL durch den durch die Gravitation(swellen) „abgezogene“ Energie mit der Zeit wieder in den Neutronenstern- oder Pulsar-Zustand zurück entwickeln. Oder?

Werd‘ ich geboren wird es wenig kühl.
Bin ich ewig ist ewig für mich jetzt.
Was ist liegt vor mir und ist dennoch hier.
Mein Tod mag Bahnen stören doch sorgt er für Niveau.
Pflanz‘ ich mich fort bin ich nicht attraktiv.
Doch bin ich beides und auch beides nicht.

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Gravitationswellen - Wellenlänge der Gravitation 18 Feb 2018 17:25 #28125

HardyG schrieb: Ist es nur die „Änderung der Gravitation“ die Energie „verbraucht“ oder die Gravitation an sich?
Ineinander stützende massereiche Systeme verlieren Masse, weil sie Energie abstrahlen?
Oder umgekehrt? Oder beides?


Die Änderung der Gravitation emittiert Gravitationswellen, was zu einem Energieverlust des Systems führt.

Ich denke, die Gravitationswellen zweier enger massereicher rotierender Objekte gehen zu Lasten der kinetischen Energien. Und das führt dann zu einer Kollision.

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Gravitationswellen - Wellenlänge der Gravitation 18 Feb 2018 18:08 #28128

HardyG schrieb: So könnte es eben auch vorkommen, dass zwei sich umkreisende SL durch den durch die Gravitation(swellen) „abgezogene“ Energie mit der Zeit wieder in den Neutronenstern- oder Pulsar-Zustand zurück entwickeln. Oder?

Das geht natürlich nicht, denn es ist ja nicht die Masse die in Gravitonen umgewandelt wird, sondern die kinetische Energie die in Gravitationswellen umgewandelt wird, so wie ClausS hier richtig feststellt:

ClausS schrieb: Ich denke, die Gravitationswellen zweier enger massereicher rotierender Objekte gehen zu Lasten der kinetischen Energien. Und das führt dann zu einer Kollision.

Warum die Gravitation selbst den Körper nicht leichter macht hat LeseSalamender auf den Punkt gebracht:

LeseSalamander schrieb: Energieverlust durch Gravitation: Ich empfehle hier den Vergleich mit Elektromagnetismus. Ist ziemlich einfach.
A) Ein geladener Partikel für sich hat ein elektrisches Feld, sendet per seh aber keine Photonen irgendwohin, so dass er Energie verlieren könnte.

Um aber wieder auf die mögliche Wellenlänge der hypothetischen Gravitonen zurückzukommen, da ist von ca. 1.6 Lichtjahren die Rede.

Googelnd,

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Gravitationswellen - Wellenlänge der Gravitation 18 Feb 2018 18:18 #28131

Kurt schrieb:
Ich stelle mal hier eine uralte Behauptung von mir ein
"eine Vollkugel fällt langsamer als eine, in etwas gleich grosse, Hohlkugel"

Kannst du das auch vorrechnen?

Nicht so recht dran glaubend,

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Gravitationswellen - Wellenlänge der Gravitation 18 Feb 2018 18:24 #28133

Zwei im richtigen Abstand befindliche SL könnten dann NICHT quasi ewig umeinander kreisen da sie Bewegungsenergie verlieren?
Komisch...

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Gravitationswellen - Wellenlänge der Gravitation 18 Feb 2018 18:38 #28135

HardyG schrieb: Zwei im richtigen Abstand befindliche SL könnten dann NICHT quasi ewig umeinander kreisen da sie Bewegungsenergie verlieren? Komisch...

Naja, noch komischer wäre es aber wenn sie Masse verlieren und sich dadurch wieder voneinander entfernen würden.

Lieber so als anders,

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Gravitationswellen - Wellenlänge der Gravitation 18 Feb 2018 18:40 #28136

Kurt schrieb:
Ich stelle mal hier eine uralte Behauptung von mir ein
"eine Vollkugel fällt langsamer als eine, in etwas gleich grosse, Hohlkugel"


erinnere mich gerade an ein Experiment auf dem Mond.
Ein Astronaut ließ einen Hammer und eine Feder gleichzeitig fallen.
Beide kamen gleichzeitig auf dem Mondboden an.

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Gravitationswellen - Wellenlänge der Gravitation 18 Feb 2018 20:10 #28144

yukterez schrieb: Naja, noch komischer wäre es aber wenn sie Masse verlieren und sich dadurch wieder voneinander entfernen würden.

Das mir leid - da stehe ich auf dem Schlauch. Hilf mir bitte nochmal...
Zwei gleich schwere Massen kreisen auf stabilen Bahnen umeinander - sagen wir 2 SL.
Auf keines der SL stürtzt wesentlich neue Masse ein - sagen wir sie kreisen im Void umeinander.
Dieses Kreisen sorgt für Gravitationswellen - also verlieren beide an Energie, also auch Masse.
Ohne es zu rechnen würde ich sagen, die Gravitation müsste doch aufgrund der abnehmenden Massen der SL auch abnehmen, oder?
Siemwürdenmsich daher vermutlich wieder trennen.

Wenn nicht wäre ich dankbar Du lässt mich wissen, wo mein Denkfehler liegt.

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Gravitationswellen - Wellenlänge der Gravitation 18 Feb 2018 20:25 #28145

HardyG schrieb: Dieses Kreisen sorgt für Gravitationswellen - also verlieren beide an Energie, also auch Masse

Sie verlieren nur relativistische Masse, aber kein Material. Ob etwas ein schwarzes Loch oder ein Neutronenstern ist hängt aber von der Masse im eigenen System ab, denn wenn ich in meinem eigenen System Licht abstrahlen kann kann ich es auch im System von jemand anderem. Einzig die Fallbeschleunigung des anderen auf mich zu hängt von meiner kinetischen Energie in seinem System ab, aber nicht ob die Fluchtgeschwindigkeit an meiner Oberfläche die Lichtgeschwindigkeit ist.

Differenzierend,

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Gravitationswellen - Wellenlänge der Gravitation 18 Feb 2018 20:30 #28146

Nehmen wir der Einfachheit halber nicht SL sondern 2 Neutronensterne...

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Was ist liegt vor mir und ist dennoch hier.
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Doch bin ich beides und auch beides nicht.

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Was ist liegt vor mir und ist dennoch hier.
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Doch bin ich beides und auch beides nicht.

Gravitationswellen - Wellenlänge der Gravitation 18 Feb 2018 20:42 #28147

HardyG schrieb: Nehmen wir der Einfachheit halber nicht SL sondern 2 Neutronensterne...

Auch da werden die einzelnen Neutronensternen nicht leichter, sondern nur das System aus beiden:

Wikipedia schrieb: Aufgrund des Relativitätsprinzips und der daraus folgenden Invarianz gegenüber Lorentztransformationen trägt nicht nur Masse, sondern auch jede Form von Energie zur Krümmung der Raumzeit bei. Dies gilt einschließlich der mit der Gravitation selber verbundenen Energie. Daher sind die einsteinschen Feldgleichungen nichtlinear.

Die Formeln die sich aus der Relativitätstheorie ergeben sagen ganz klar dass sie sich einander nähern, und nicht voneinander entfernen (es sei denn der Effekt der Gezeitenreibung übertrumpft den der Gravitationswellenabstrahlung, so wie es z.B. beim System Erde-Mond der Fall ist).

Im Zweifelsfalle immer nachrechnend,

Folgende Benutzer bedankten sich: HardyG

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Gravitationswellen - Wellenlänge der Gravitation 18 Feb 2018 22:06 #28151

Kurt schrieb: Achja: "Gravitation" ist nicht 1/r²

Du sollst nicht vorrechnen was Gravitation nicht ist, sondern was sie ist.

Nach einem = und nicht nach einem ≠ gefragt habend,

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Gravitationswellen - Wellenlänge der Gravitation 18 Feb 2018 22:53 #28153

Und jetzt sollen andere so lange herumrechnen bis dein Ergebnis passt?

Mir keinen Vorteil davon versprechend,

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Gravitationswellen - Wellenlänge der Gravitation 18 Feb 2018 23:42 #28156

Kurt schrieb: Auf den Punkt gebracht: es gibt keine Konstanten, die Natur ist hochdynamisch. Der Träger ist kristallhart, darin bewegt sich nichts.

Das ist doch alles Mumpitz. Bestenfalls ist das ein alternatives Weltbild, aber ganz sicher kein naturwissenschaftliches Thema, was man schon alleine daran sieht dass es zu deiner Behauptung keine Formeln gibt.

Kurt schrieb: Achja, es ist keinerlei Fernwirkung notwendig damit das einzelne Materieteilchen 'weiss' wohin es zu beschleunigen hat.

Das hat ja auch niemand behauptet.

Zumindest in dem Punkt einer Meinung,

Folgende Benutzer bedankten sich: Madouc99

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Vom Baum und seinen Früchten 19 Feb 2018 00:10 #28159

Kurt schrieb: Zu denen wo es Formeln gibt die funktionieren nicht.

Wenn sie aber nicht funktionieren, wie kommt es dann dass sie sich so gut verkaufen?

Widersprüche aufdeckend,

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Vom Baum und seinen Früchten 19 Feb 2018 00:28 #28165

Kurt schrieb: Es werden Formeln 'verkauft' die nicht funktionieren, also nicht das widerspiegeln was real abläuft.

Sagt wer? Bis jetzt habe ich jedenfalls von keinem Experiment gehört das die Relativitätstheorie widerlegt hätte.

Kurt schrieb: Da wird es doch höchste Zeit das mal zu überdenken und zu hinterleuchten.

Nur zu, wenn dein Produkt wirklich besser ist wird es sich auf dem freien Marktplatz der Ideen auch gut verkaufen.

Lieber den Spatz in der Hand als die Schwalbe auf dem Dach,

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Vom Baum und seinen Früchten 19 Feb 2018 00:45 #28171

Kurt schrieb: Wir sind bei der DM, und bei Gravitation.

1. ist der Titel dieses Fadens Gravitation, und 2. leitet man die dunkle Materie aus der beobachteten Gravitation ab.

Die Zange schließend,

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Vom Baum und seinen Früchten 19 Feb 2018 01:02 #28174

Beruhigend könnte wirken, wenn man sich überlegt, dass Mathematik eine Strukturwissenschaft, also eine Sprache mit logischen Zusammenhängen ist und Physik eine empirische Wissenschaft, also eine falsifizierende Methode als Grundlage hat.
Die Physik greift also aus der Schatzkammer der Mathematik die nützlichen Beschreibungsweisen heraus, um bestimmte Gebiete in ihr logisch und exakt beschreiben zu können. Eine äußerst erfolgreiche Symbiose.
Andere Interpretationen zeugen von Unverständnis des tatsächlichen Zusammenhangs.
VG
Thomas

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Gravitationswellen - Wellenlänge der Gravitation 19 Feb 2018 10:58 #28182

yukterez schrieb:

HardyG schrieb: Nehmen wir der Einfachheit halber nicht SL sondern 2 Neutronensterne...

Auch da werden die einzelnen Neutronensternen nicht leichter, sondern nur das System aus beiden:

Wikipedia schrieb: Aufgrund des Relativitätsprinzips und der daraus folgenden Invarianz gegenüber Lorentztransformationen trägt nicht nur Masse, sondern auch jede Form von Energie zur Krümmung der Raumzeit bei. Dies gilt einschließlich der mit der Gravitation selber verbundenen Energie. Daher sind die einsteinschen Feldgleichungen nichtlinear.

Die Formeln die sich aus der Relativitätstheorie ergeben sagen ganz klar dass sie sich einander nähern, und nicht voneinander entfernen (es sei denn der Effekt der Gezeitenreibung übertrumpft den der Gravitationswellenabstrahlung, so wie es z.B. beim System Erde-Mond der Fall ist).

Im Zweifelsfalle immer nachrechnend,


Ich denke ich verstehe. Gravitation entstehet aus Ruhemasse und nicht aus relativistischer Masse.
Wenn ein System aus 2 um sich kriesenden SL relativitische Masse verliert (und die Gravitation gleich bleibt da hierbei ja keine Ruhemasse verstrahlt) wird sich die Rotationsgeschwindigkeit der SL umeinander verringern was den Sturz der SL ineinander begünstigt. Richtig?
Sorry wieder mal für die Hirnverstopfung ;-)

Bedeutet das eigentlich:
1. Umeinander vergleichsweise stabil kreisende SL stürzen schneller ineinander als z.B. umeinander kreisende Sterne? In der Annahme Sterne verstrahlen tatsächliche Ruhemasse und werden dadurch leichter was den Effekt verzögert... Bei SL ist das nicht der Fall.
2. Doppel- oder Mehrfachsternsysteme besitzen eine kürzere Lebensdauer als Einfachsternsysteme (welche ja nur deutlich geringere Gravitationswellen erzeugen und damit weniger "relativistische Masse" verlieren also ihren Bewegungszustand länger beibehalten? In der Annahme, dass Systeme, welche größere Gravitationswellen erzeugen schneller/mehr relativistische Energie verlieren als solche welche solche Effekte nur in deutlich kleinerem Mass erzeugen...

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Gravitationswellen - Wellenlänge der Gravitation 19 Feb 2018 12:34 #28184

yukterez schrieb:

Kurt schrieb: Zu denen wo es Formeln gibt die funktionieren nicht.

Wenn sie aber nicht funktionieren, wie kommt es dann dass sie sich so gut verkaufen?

Widersprüche aufdeckend,


Verehrter Mitforist,

wir haben uns stillschweigend als Community darauf geeinigt die Fadentitel bei der Antwort nicht zu ändern, weil dadurch noch mehr Übersicht auf einer ohnehin schon suboptimalen Plattform verloren geht.

Ich hoffe du bist künftig einer der Verlockung widerstehenden ;)

Für dich alles wieder grade biegend
Madouc

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Gravitationswellen - Wellenlänge der Gravitation 19 Feb 2018 14:56 #28192

HardyG schrieb: Ich denke ich verstehe. Gravitation entstehet aus Ruhemasse und nicht aus relativistischer Masse.
Wenn ein System aus 2 um sich kriesenden SL relativitische Masse verliert (und die Gravitation gleich bleibt da hierbei ja keine Ruhemasse verstrahlt) wird sich die Rotationsgeschwindigkeit der SL umeinander verringern was den Sturz der SL ineinander begünstigt. Richtig?
Sorry wieder mal für die Hirnverstopfung ;-)


Hmmm - manchmal wünschte ich, ich könnte das Denken mal für eine Weile einstellen...
Wenn relativistische Masse Bewegungsenergie ist die dabei in Gravitation(swellen) umgewandelt wird dann geht doch dem System trotzdem Energie verloren. Energie und Materie sind equivalent und somit muss sich doch eigentlich dabei auch die Gravitation verringern.

Garantiert öfter an sich selbst verzweifelnd als andere an mir...

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Gravitationswellen - Wellenlänge der Gravitation 19 Feb 2018 15:29 #28193

  • Rupert
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Ich würde mir das Leben da ein bisschen einfacher machen, gerade als Nicht-ART-Spezialist :)
Bewegte Massen erzeugen Gravitationswellen; dazu ist Energieaufwand notwendig um die Raumzeit "zum Schwingen zu bringen". Diese Energie kommt aus der kinetischen Energie der bewegten "Objekte" und geht sozusagen "in die Gravitationswelle" daher "verliert" nun das System, das für die Aussendung der Gravitationswelle verantworlich ist (sich umkreisende schwarze Löcher, Neutronensterne, etc.) Energie.
Das System verliert aber jetzt keine Materie, es fliegt also beispielsweise bei zwei sich umkreisenden Neutronensternen keine Materie weg und verlässt das System. Die Gesamtenergie des Systems wird sich verringern, ja, und da Energie ja auch die Raumzeit krümmt, geht da dann etwas an Krümmung flöten.

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Gravitationswellen - Wellenlänge der Gravitation 19 Feb 2018 15:53 #28196

Rupert schrieb: Ich würde mir das Leben da ein bisschen einfacher machen, gerade als Nicht-ART-Spezialist :)
Bewegte Massen erzeugen Gravitationswellen; dazu ist Energieaufwand notwendig um die Raumzeit "zum Schwingen zu bringen". Diese Energie kommt aus der kinetischen Energie der bewegten "Objekte" und geht sozusagen "in die Gravitationswelle" daher "verliert" nun das System, das für die Aussendung der Gravitationswelle verantworlich ist (sich umkreisende schwarze Löcher, Neutronensterne, etc.) Energie.
Das System verliert aber jetzt keine Materie, es fliegt also beispielsweise bei zwei sich umkreisenden Neutronensternen keine Materie weg und verlässt das System. Die Gesamtenergie des Systems wird sich verringern, ja, und da Energie ja auch die Raumzeit krümmt, geht da dann etwas an Krümmung flöten.


Danke Rupert. So einfach ist das Leben aber leider nicht...
So wie eine gespannte Feder schwerer ist als die selbe Feder im ungespannten Zustand so muss doch auch eine System aus zwei rotierenden SL wenn es an Bewegungsenergie verliert "leichter" werden und somit auch geringere Gravitation haben. Mag ja sein, dass der Effekt gering ist im Vergleich zum Verlust an Bahngeschwindigkeit und dem dadurch stärkeren Zusammenstürzen der SL - aber er muss dennoch vorhanden sein. Oder bin ich da jetzt dermaßen auf dem Holzweg...???

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Gravitationswellen - Wellenlänge der Gravitation 19 Feb 2018 16:21 #28200

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HardyG schrieb: (...)
Danke Rupert. So einfach ist das Leben aber leider nicht...
So wie eine gespannte Feder schwerer ist als die selbe Feder im ungespannten Zustand so muss doch auch eine System aus zwei rotierenden SL wenn es an Bewegungsenergie verliert "leichter" werden und somit auch geringere Gravitation haben. Mag ja sein, dass der Effekt gering ist im Vergleich zum Verlust an Bahngeschwindigkeit und dem dadurch stärkeren Zusammenstürzen der SL - aber er muss dennoch vorhanden sein. Oder bin ich da jetzt dermaßen auf dem Holzweg...???


Die Feder ist gespannt, ja, sie "wiegt" deswegen etwas mehr als ungespannt aber sie verliert kein Fitzelchen an Materie, wenn sie entspannt; sie verliert Energie und deswegen "wiegt" sie dann etwas weniger.
Genauso passiert es beim gravitationswellenerzeugenden System: Es verliert Energie aber kein Fitzelchen Materie; da es Energie verliert, wird es dann natürlich da lokal vor Ort die Raumzeit weniger krümmen.
Bei den ersten Gravitationswellen, die detektiert wurden, gingen etwa 3 Sonnenmassen in die Gravitationswelle (hab ich jetzt nicht nachgeschaut, es war in etwa in der Größenordnung), ergo war das verschmolzene schwarze Loch um 3 Sonnenmassen leichter als die Summe der beiden einzelnen schwarzen Löcher.
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Gravitationswellen - Wellenlänge der Gravitation 19 Feb 2018 16:34 #28202

Das bedeutet, dass meine Überlegungen grundätzlich richtig sind aber ich die Effekte in der Größenordnung nicht richtig eingeschätzt habe.

Ich habe ja nie gesagt, dass sie Materie verlieren sondern dass Energie in Gravitationswellen umgewandelt wird und die SL hierdurch an Gravitation verlieren (wobei es equivalent ist ob sie Materie oder Energie verlieren).

Die 3 verlorenen Sonnenmassen (ich meine nach dem Verschmälzen waren es nur 62 statt der zu erwartenden 65) ist ja nun (auch prozentual) keine Kleinigkeit. Allerdings bezweifle ich, dass die gesamten 3 Sonnenmassen in die Gravitationswellen überführt wurden. Ich denke da ist auch einiges auf anderem Weg "abhanden" gekommen ;-)

Aber Deine Darstellung unterstützt ja meinen grundsätzlichen Gedankenweg. Danke Dir, Rupert!
Dann ist mein Hirn ja doch nicht ganz so verstopft wie ich zeitweilig angenommen habe :-)

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Gravitationswellen - Wellenlänge der Gravitation 19 Feb 2018 17:04 #28205

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Gravitationswellen - Wellenlänge der Gravitation 19 Feb 2018 17:09 #28207

Gut, ein Schritt nach dem anderen...
Nachdem jetzt (einige Hirnwellen später ;-)) klar zu sein scheint, dass Gravitationswellen dem verursachenden System Energie "entziehen" in wie weit unterscheidet sich das Szenario der zwei umeinander rotierender SL von dem (angenommen ansonsten verlustfrei) verschmolzenen System des Summen SL?
Masse und Drehimpuls (dieser vektoriell) summieren sich und es entsteht ein Gesamtsysteme (gemeinsame Masse und gemeinsamer Drehimpuls).
Dieses Summen SL löst jetzt aber keine Gravitationswellen aus sondern ein aus genügend grosser Entfernung doch vergleichsweise statisches Gravitationsfeld welches sich im Mittel aus der Entfernung nicht anders auswirken sollte als vorher mit den einzelnen SL. Verliert jetzt das Summen SL noch immer Energie die in Gravitation umgesetzt wird? Wenn die SL langsam ineinander gleiten (z.B. bei gegensinniger, gleich großer Rotation) wird die Gravitationswelle ja immer schneller (im Sinne von höherer Frequenz) und energiereicher. Richtig? Das ganze hört ja nicht spontan auf. Verringert sich dieser Effekt ab Kontaktzeitpunkt bis auf Null nach abgeschlossener Verschmelzung oder wie kann ich mir das vorstellen?

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Gravitationswellen - Wellenlänge der Gravitation 19 Feb 2018 17:13 #28209

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HardyG schrieb: (...)
Allerdings bezweifle ich, dass die gesamten 3 Sonnenmassen in die Gravitationswellen überführt wurden. Ich denke da ist auch einiges auf anderem Weg "abhanden" gekommen ;-)
(...)


Das kann gut sein; ich habe keine blasse Ahnung, ob es da ggf. noch beispielsweise elektromagnetische Strahlung raushaut.
Ich bilde mir ein, dass im Falle zweier zweier verschmelzender Neutronensterne es noch einen Gamma Ray Burst geben soll und da entsteht eine ganze Menge an elektromagnetischer Strahlung.

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Gravitationswellen - Wellenlänge der Gravitation 19 Feb 2018 17:42 #28212

HardyG schrieb: Ich denke ich verstehe. Gravitation entstehet aus Ruhemasse und nicht aus relativistischer Masse.

Doch, selbstverständlich entsteht Gravitation auch aus relativistischer Masse, krümmt doch jede Art von Energie die Raumzeit.

HardyG schrieb: Wenn ein System aus 2 um sich kriesenden SL relativitische Masse verliert (und die Gravitation gleich bleibt da hierbei ja keine Ruhemasse verstrahlt) wird sich die Rotationsgeschwindigkeit der SL umeinander verringern was den Sturz der SL ineinander begünstigt. Richtig?

Abgesehen von dem Teil mit der relativitistische Masse stimmt das: auch wenn die Rotationsenergie zur relativistischen Masse und damit zur Gravitation des Systems beiträgt sorgt sie doch dafür dass die Objekte einen gewissen Abstand halten. Verliert das System Rotationsenergie wird zwar auch die Zentripetalkraft schwächer, aber nicht um so viel wie die Zentrifugalkraft.

HardyG schrieb: Bedeutet das eigentlich: Umeinander vergleichsweise stabil kreisende SL stürzen schneller ineinander als z.B. umeinander kreisende Sterne? In der Annahme Sterne verstrahlen tatsächliche Ruhemasse und werden dadurch leichter was den Effekt verzögert... Bei SL ist das nicht der Fall.erem Mass erzeugen...

Der Effekt dürfte zwar gering, aber durchaus da sein.

HardyG schrieb: Doppel- oder Mehrfachsternsysteme besitzen eine kürzere Lebensdauer als Einfachsternsysteme (welche ja nur deutlich geringere Gravitationswellen erzeugen und damit weniger "relativistische Masse" verlieren also ihren Bewegungszustand länger beibehalten?

Der Bewegungszustand sagt doch nichts über die Lebensdauer aus, ein ruhender Stern lebt ja auch nicht gefährlicher als ein bewegter.

Das nicht voneinander abhängig machend,

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Gravitationswellen - Wellenlänge der Gravitation 19 Feb 2018 17:46 #28214

HardyG schrieb: So wie eine gespannte Feder schwerer ist als die selbe Feder im ungespannten Zustand so muss doch auch eine System aus zwei rotierenden SL wenn es an Bewegungsenergie verliert "leichter" werden und somit auch geringere Gravitation haben.

Wenn ich gesehen hätte dass du einen Beitrag weiter unten bereits von selber auf die Lösung kommst hätte ich mir meine Antwort da oben ja sparen können (:

Offene Türen einrennend,

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