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Autonomes Fahren 10 06. 2020 12:41 #70507

Manfred S schrieb: Es ist wie im richtigen Leben. Der Mensch lernt durch Erfahrung und der Algorithmus für autonomes Fahren durch Millionen von Testkilometern.

Das nennt man "Reifen beim Kunden"

Der Unterschied liegt eigentlich auf der Hand:
Wir haben unsere Sensoren seit abertausenden Jahren, wohlerprobt und evolutionär gewachsen, die Autos habe sie noch gar nicht bzw offensichtlich nur Krücken.
Zuerst braucht man die Sensoren, bevor man an Erkennen überhaupt denken kann. Aber blindes autonomes Fahren ist ja auch spannend. Survival of the fittest.

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Autonomes Fahren 10 06. 2020 13:16 #70518

ra-raisch schrieb:

Manfred S schrieb: Es ist wie im richtigen Leben. Der Mensch lernt durch Erfahrung und der Algorithmus für autonomes Fahren durch Millionen von Testkilometern.

Das nennt man "Reifen beim Kunden"
.

Das hast Du falsch verstanden, die Tests werden von den Entwicklungsfirmen gemacht.

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Autonomes Fahren 10 06. 2020 13:29 #70519

Manfred S schrieb:

ra-raisch schrieb: Das nennt man "Reifen beim Kunden"
.

Das hast Du falsch verstanden, die Tests werden von den Entwicklungsfirmen gemacht.

Ja klar, gießen muss der Kunde die Früchte nicht mehr.

Für sowas ist es nach meiner Einschätzung viel zu früh:

Ansonsten fährt der Wagen komplett autonom. In der Anfangsphase fehlte mir noch der Mut. Doch schon nach wenigen Kilometern gewann die Technik des Tesla...

Tesla-Chef Musk sieht schon für das Jahr 2020 eine Flotte von autonomen Robotaxis kommen.

07.04.2019 - Nach einer Reihe von Unfällen ist Teslas "Autopilot" sehr umstritten. Wir erklären, was das autonome Fahrsystem schon kann

25.10.2019 - Teslas, die vollständig autonom fahren, könnten noch 2019 kommen

14.01.2020 - Somit wären Teslas Fahrzeuge in der Lage, auch innerorts autonom unterwegs zu sein. Der Fahrer selbst müsste dennoch jederzeit bereit sein ...


Die sollen mal 50 Teslas auf einem Testgelände vollautonom kreuz und quer fahren lassen und einer soll versuchen, sie in brenzlige Situationen zu bringen.

Einen guten Autofahrer zeichnet aus, dass er eine Gefahrensituation erkennt, beovor sie überhaupt entsteht,
Stichwort Ballspiel neben der Straße, Kind an der Hand der Mutter, Radfahrer auf dem Radweg, anhaltendes Auto, Rehe auf dem Feld ....

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Autonomes Fahren 10 06. 2020 13:38 #70520

ra-raisch schrieb: Doch schon nach wenigen Kilometern gewann die Technik des Tesla...

Tesla-Chef Musk sieht schon für das Jahr 2020 eine Flotte von autonomen Robotaxis kommen.

07.04.2019 - Nach einer Reihe von Unfällen ist Teslas "Autopilot" sehr umstritten. Wir erklären, was das autonome Fahrsystem schon kann

25.10.2019 - Teslas, die vollständig autonom fahren, könnten noch 2019 kommen

14.01.2020 - Somit wären Teslas Fahrzeuge in der Lage, auch innerorts autonom unterwegs zu sein. Der Fahrer selbst müsste dennoch jederzeit bereit sein ...
.

Du darfst Tesla nicht als Massstab nehmen.

Warum kommt Tesla denn so schnell auf den Markt, während die Deutschen Firmen sich schwerer tun? Hier werden andere Qualtätsmassstäbe gesetzt und hier wird eben auch länger getestet.

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Autonomes Fahren 10 06. 2020 13:40 #70521

Manfred S schrieb: Hier werden andere Qualtätsmassstäbe gesetzt und hier wird eben auch länger getestet.

Dann sind wir uns ja genau einig.

Aber lies noch meinen ergänzten letzten Absatz im vorigen Post.

Und noch etwas:

Können die autonomen denn zwischen den Straßenbelägen unterscheiden? Kopfsteinpflaster, Rollsplit, Kies, Pfützen, Ölspur ..... ein Autofahrer sieht Veränderungen auf Sichtweite im Voraus.

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Autonomes Fahren 10 06. 2020 13:43 #70522

ra-raisch schrieb: Die sollen mal 50 Teslas auf einem Testgelände vollautonom kreuz und quer fahren lassen und einer soll versuchen, sie in brenzlige Situationen zu bringen.

Ich finde den Vorschlag gut. Das gleich Experiment wiederholt man mit Menschen statt Computern am Steuer. Aber bitte keine Sebastian Vettels, sondern die üblichen Durchschnittsautofahrer, also mit Promille, Koks, Handy am Ohr, mit den Kindern auf dem Rücksitz diskutierend, voller Zorn über die Abfuhr durch den Chef, Amateur-Rennfahrer, Poser, Führerscheinneulinge und ein paar aufmerksame auch.

Das statistische Bundesamt weist 2,6 Mio Straßenverkehrunfälle pro Jahr in den Jahren 2016 - 2019 aus.

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Autonomes Fahren 10 06. 2020 13:45 #70523

gaston schrieb: Das statistische Bundesamt weist 2,6 Mio Straßenverkehrunfälle pro Jahr in den Jahren 2016 - 2019 aus.

Du meinst also, die autonomen sind nur für solche Autofahrer gedacht? Das Level für alle dann?

Wenn es keine besseren Autofahrer neben den schlechten gäbe, gäbe es sicher viele Unfälle mehr.

Außerdem sollte man schon zwischen verboten und erlaubt unterscheiden. Keiner will die Gleichheit im Unrecht.

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Autonomes Fahren 10 06. 2020 14:38 #70533

ra-raisch schrieb: Du meinst also, die autonomen sind nur für solche Autofahrer gedacht? Das Level für alle dann?

Eigentlich habe ich nur angeregt, den von Dir vorgeschlagenen Selbstfahrer-Versuch auf eine repräsentative menschliche Kontrollgruppe auszuweiten.
Die Zahl der Straßenverkehrsunfälle ist Statistik. Eine Meinung habe ich nicht geäußert.

Wenn es keine besseren Autofahrer neben den schlechten gäbe, gäbe es sicher viele Unfälle mehr.

Daran wird kein vernünftiger Mensch zweifeln.

Außerdem sollte man schon zwischen verboten und erlaubt unterscheiden.

Das sehe ich anders. Unfall ist Unfall, ob sich nun der Lenker mit 3 Promille Blutalkohol ans Steuer setzt oder völlig nüchtern, aber nur bedingt fähig. Menschen (natürlich nicht alle) werden sich immer wieder über geltende Ge- und Verbote hinwegsetzen und werden ihre Leistungsfähigkeit überschätzen. Also jederzeit zuverlässig ist die Software im Inneren unseres Craniums auch nicht.

Keiner will die Gleichheit im Unrecht.

Selbstverständlich.

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Autonomes Fahren 10 06. 2020 16:12 #70535

gaston schrieb: Das sehe ich anders. Unfall ist Unfall, ob sich nun der Lenker mit 3 Promille Blutalkohol ans Steuer setzt oder völlig nüchtern, aber nur bedingt fähig.

Hinterher ist man immer klüger, aber Verbote haben schon ihren Sinn.

gaston schrieb: Also jederzeit zuverlässig ist die Software im Inneren unseres Craniums auch nicht.

Das ist schon richtig, aber zumindest die Wahrnehmung ist das beste was wir haben. Die Technik sollte da besser sein und nicht schlechter. In der Reaktion ist sie ja besser, keine Frage. Das ist ohne Wahrnehmung jedoch unbehelflich.

Dass manche Leute ihren Führerschein im Lotto gewonnen haben, und dass eine mangelhafte Technik immer noch besser ist, heißt ja nicht, dass dies akzeptabel ist.

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Autonomes Fahren 10 06. 2020 22:35 #70586

Die Technik, die notwendig ist, um Fahrzeuge autonom fahren zu lassen, setzt sich prinzipiell zusammen aus Sensorik, datenverarbeitende Intelligenz und Aktuatorik.

Diese drei Themenfelder müssen im Einzelnen funktionieren und dann im zweiten Arbeitsgang sinnvoll zusammenwirken.

Kein Fahrzeug wird zugelassen werden, wenn nicht nachgewiesen ist, dass diese Bausteine und deren Zusammenwirken funktionieren.

Und sie werden auch nur dann zugelassen, wenn sie die Verkehrsregeln einhalten.
Verkehrsregeln halten vor allem Fahrschulautos ein.

Nimmt man an, dass in 10 Jahren 20% Fahrzeuge autonom fahren, dann hätten wir 20% Fahrzeuge auf der Straße, die absolut vorschriftsmäßig unterwegs sind.

Die Folge wäre eine Zunahme an Staus und Zorn und Ungeduld der übrigen Verkehrsteilnehmer.

Erst mit einem Anteil von etwa 60% von autonom fahrenden Fahrzeugen, würde ein Optimierungseffekt eintreten.

Allein daran kann man erkennen, wie weit der Weg noch ist.

Woher weiß ich das?
Naja, ich beherberge ein Konsortium von Projektpartnern, die sich genau mit diesen Fragen auf dem Simulationsweg beschäftigen und bekomme immer wieder Einblick in deren Arbeit.

Thomas
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Autonomes Fahren 11 06. 2020 00:11 #70601

Interessanter Aspekt.

Aber ich kann mir auch vorstellen, dass vorschriftsmäßig fahrend Fahrzeuge zu einer Entmischung führen und auch durch langsamere Fahrtweise Staus vermieden werden.

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Autonomes Fahren 24 06. 2020 13:52 #71805

Die Stauvermeidung sollte mit das Hauptziel des autonomen Fahrens sein.

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Autonomes Fahren 24 06. 2020 18:28 #71836

Ischi schrieb: Die Stauvermeidung sollte mit das Hauptziel des autonomen Fahrens sein.

Das Hauptziel der Staubvermeidung ist nur durch Öffentlichen Nahverkehr zu verwirklichen .

Durch Carsharing sollte die Anzahl der Fahrzeuge reduziert werden , wen sich 5 ein Auto teilen müsste sich der verkehr auf 20 % reduzieren .
www.tagesspiegel.de/berlin/neue-studie-z...r-kaum/12461384.html


Durch UBER sollte sich der Stau reduzieren da ein nicht unerheblicher teil durch Fahrzeuge auf Parkplatzsuche verursacht wird was hier wegfällt .
www.springerprofessional.de/carsharing/m...die-staedte/16020642


Durch E-Schotter sollte der Verkehr reduziert werden da sie Autofahrten ersetzen sollten .
www.mdr.de/wissen/mensch-alltag/oekobila...-ist-besser-100.html
www.br.de/nachrichten/deutschland-welt/a...-autofahrten,S1yOtMW

Und Jetzt durch autonome Fahrzeuge ?
www.klimareporter.de/gesellschaft/autono...-bringt-mehr-verkehr

www.movum.info/presseschau/604-mehr-stra...durch-autonome-autos

Das schaffe Anreize für zusätzliche Fahrten und bewirke den bekannten "Rebound-Effekt". Hinzu komme, dass die Insassen dann im Auto arbeiten, schlafen, Filme schauen oder lesen können. Auch das dürfte noch mehr Reisen verursachen, so die Forscher. Deutschsprachige Ökonomen sehen darin aber kein Problem – die Infrastruktur der Bahn und des öffentlichen Verkehrs könne dann in Straßen umgewandelt werden, schreiben sie in der FAZ.

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Autonomes Fahren 25 06. 2020 07:05 #71844

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Themen wie Verkehr und Klimaschutz gehören nicht mehr zu diesem Forum.

Hierzu betreibt unser Moderator Thomas ein eigenes Forum: www.umwelt-wissenschaft.de . Schaut doch dort mal vorbei!

Nicht extra gekennzeichnete Beiträge sind normale private Beiträge. Sie sollten genauso diskutiert und kritisiert werden wie alle anderen Beiträge auch.

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