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THEMA: Manchmal täuschen die Augen das Gehirn

Manchmal täuschen die Augen das Gehirn 18 01. 2020 23:48 #64080

Interessante 2 Minuten mit der Auflösung am Schluss


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Manchmal täuschen die Augen das Gehirn 19 01. 2020 05:26 #64081

  • Marvin
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in 2d kein Problem die Täuschung in 3 d schon schneller zu sehen.
Aber sehr schön. Danke!

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Manchmal täuschen die Augen das Gehirn 19 01. 2020 09:37 #64082

Marvin schrieb: in 2d kein Problem die Täuschung in 3 d schon schneller zu sehen.
Aber sehr schön. Danke!

Aha, so einfach ist das. Was mich verwundert hat ist, dass der Effekt trotz mehrmaligem Ansehen trotzdem erhalten bleibt, obwohl man bereits die Ursache kennt. Aber das liegt natürlich am 2d. So wie wenn man mit einem Teleskop nach oben sieht, glaubt man auch, alles ist voll mit Sternen, weil man nicht erkennt, dass die Sterne hintereinander sind und in Wirklichkeit das Universum so gut wie leer ist. Würde man den T-Rex mit einer angepassten Größe auf 1 km Entfernung ansehen, würde dieser Effekt auch in 3d auftreten, da der Abstand vom Augenpaar unverändert bleibt und dadurch die 3d-Realität unerkannt bleibt.

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Manchmal täuschen die Augen das Gehirn 23 01. 2020 22:19 #64272

badhofer schrieb: Manchmal täuschen die Augen das Gehirn


ich denke sogar, dass nicht die Augen das Gehirn täuschen, sondern das Gehirn selbst den bewussten Teil seiner selbst.
Denn, obwohl man ja nach dem ersten mal weiß, dass es eine optische Täuschung ist, unterliegt man bei jeder weiteren Wiederholung immer wieder der gleichen Täuschung.
Als wenn die Situation jedesmal komplett vom Unbewussten bzw. Vorbewussten neu bewertet wird und dem bewussten Teil des Gehirns diese Täuschung aufgezwungen wird.
Ursache könnte sein, dass solche Wiederholungen im normalen Leben sehr ungewöhnlich sind und es aus der Evolution heraus die sicherere Variante ist um Gefahren rechtzeitig zu erkennen.

Aber man kann daran sehen, wie abhängig unsere bewusste Wahrnehmung von der enormen Vorarbeit des Unbewussten ist, bevor es es uns überhaupt ins Bewusstsein dringt.
Wer weiß schon was im Vorfeld abläuft, bevor auch nur ein einziger geordneter Gedanke in unser ICH vordrängt.
Manchmal hab ich das Gefühl, dass im Hintergrund ein ungeheures Potential von (möglichen) Gedanken existiert, die es nur nicht schaffen ins Bewusstsein zu dringen.
Am besten, kann man so etwas spüren, wenn man in einer sehr ruhigen Umgebung bewusst versucht an nichts absolut nichts zu denken.
Man ist erstaunt, wie sich ohne das man was daran ändern kann immer wieder Gedanken und Visionen still und heimlich einschleichen, die mit der Umgebung in der man sich befindet überhaupt nichts zu tun haben.
Es ist einfach nicht möglich an nichts zu denken.
Mich hat das vor einiger Zeit mal sehr beeindruckt.

Aber ich schweife ab.

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Manchmal täuschen die Augen das Gehirn 24 01. 2020 11:54 #64296

badhofer schrieb: Interessante 2 Minuten mit der Auflösung am Schluss

Ein bisschen Text (Niklas Luhmann, Die Wissenschaft der Gesellschaft) zum Video:

Bewußtsein ist mit erheblichen Anteilen seiner Aufmerk-
samkeit wahrnehmendes Bewußtsein und würde ohne Wahr
nehmungsmöglichkeiten rasch verkümmern. Das hat Konse-
quenzen für Selbstbeobachtung und Umweltverhältnis. Zwar
ist auch das Bewußtsein ein autopoietisches, operativ geschlossenes System und kann deshalb nicht mit eigenen Operationen in die Umwelt ausgreifen. Aber es weist sich selbst ständig auf die fehlende Selbstkontrolle über den Inhalt seiner Wahrnehmungen hin. Es kann sich die Welt nicht nach eigenen Wünschen wahrnehmbar machen, nicht unwillkommene Wahrnehmungen einfach auslöschen, Geräusche weghören, sichtbare Dinge wegsehen. Das gilt selbst für durchschaute Wahrnehmungstäuschungen. Man kann sie wahrnehmungsmäßig nicht verhindern, obwohl man weiß, daß sie dem nicht entsprechen, was das Gesamtbewußtsein für Realität halten muß. Das Be-
wußtsein muß deshalb, um Änderungen zu erzeugen, den
eigenen Organismus dirigieren. Nur in sehr begrenztem Umfange läßt sich dieser Mangel an Selbstkontrolle durch Denken kompensieren (und vielleicht darf man vermuten, daß ein denkerisches Operieren für diese Funktion entwickelt worden ist). Zwar hat die Bewußtseinsphilosophie dieses Defizit erkannt, hat es zugleich als Realitätsindex begriffen und seine »Aufhebung« in Vernunft verlangt. Dieser Theorievorschlag blieb jedoch im Denken stecken. (S. 35)
......
Die Tradition war von einer beobachtungsunabhängig gegebenen Welt ausgegangen - allein schon deshalb, weil jeder Mensch für sich selbst die Erfahrung machen kann, daß die Dinge nicht verschwinden, wenn er wegblickt oder weggeht. Die Kosmologie der vorneuzeitlichen Gesellschaft war entsprechend ontologisch formuliert worden. Auch das seit der Mitte des 16. Jahrhunderts zunehmende Interesse an einer Skepsis in bezug auf Kriterien und an Wahrnehmungstäuschungen hat daran nicht viel ändern können, sondern nur Bemühungen um Methodisierung und um Sicherung der Gewißheit des Wissens ausgelöst. Unter dieser Voraussetzung gibt es nur eine Wirklichkeit (die These der Mehrheit der Welten hatte das nicht in
Frage gestellt, sondern durch Multiplikation nur bestätigt) und also nur eine richtige Erkenntnis der Wirklichkeit - wenngleich viele mögliche Täuschungen und Irrtümer.
Der Wissende ist unter diesen Voraussetzungen der Wächter des Zugangs zur Wirklichkeit. Er sieht von dem, was zu sehen ist, mehr als andere; er sieht besser, sieht weiter als andere. Eine so gestellte Wissenschaft kann Autorität in Anspruch nehmen. Sie kann denen, die es nicht sehen, mitteilen, was sie sieht. Es kann noch Zweifel geben, ob sie die Wahrheit sieht, aber wenn sie die Wahrheit sieht, sieht sie die Wahrheit. Überall, wo Wahrheit eine Rolle spielt, kann die Wissenschaft Auskunft erteilen. Wenn sie einen Zusammenhang von Erkenntnissen feststellen kann, beweist das den Zusammenhang der Welt und findet zugleich seine Begründung darin, daß die Wirklichkeit nur eine
einzige Wirklichkeit ist. Wenn sie etwas Neues entdeckt, muß man die Mitteilung hinnehmen, wie immer irritierend und störend die Folgen sind. (S. 628)

Doch nicht nur Wahrnehmungen, auch Erwartungen und Erinnerungen verfahren in durchaus vergleichbarer Weise .....

- Frieden den Capitulierenden -
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Manchmal täuschen die Augen das Gehirn 24 01. 2020 12:04 #64297

Eternal Love schrieb: Doch nicht nur Wahrnehmung auch Erwartung und Erinnerung verfahren in durchaus vergleichbarer Weise .....

Das glaube ich auch so. Die Tradition ist es, die uns als etwas erscheinen lässt, so, wie es immer erschienen ist, auch wenn es jetzt anders ist. Wir wissen, dass der T-Rex seinen Kopf nach außen gewölbt hat. Dadurch erscheint auch in der 2d Ansicht der Kopf nach außen, obwohl wir wissen, dass es diesmal anders ist. Das traditionelle Bild hat uns im Griff. Würden wir niemals einen T-Rex mit außengewölbten Kopf gesehen haben, sondern immer nur mit einem innengewölbten Kopf, dann würde uns auch in der 2d Ansicht das so erscheinen.

Es ist ja interessant. Wenn man zum Schluss (Minute 1:58) den Film ablaufen lässt, dann erscheint der Kopf für einen kurzen Augenblick innen, nach kurzer Zeit dreht sich das Bild jedoch in unser gewohntes Bild um.

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Manchmal täuschen die Augen das Gehirn 24 01. 2020 12:15 #64300

Der Schein trügt.

Das ist in der Astronomie nichts Neues. Angefangen damit, dass sich die Sonne für jeden sichtbar um die Erde dreht...

Auch sonst ist wohl bekannt, dass eine Interpretation auch ganz anders sein kann.

Das Problem der Selbsttäuschung ist dennoch ungelöst.

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Manchmal täuschen die Augen das Gehirn 24 01. 2020 16:44 #64318

Hi,
ra-raisch schrieb: Der Schein trügt.

Das ist in der Astronomie nichts Neues. Angefangen damit, dass sich die Sonne für jeden sichtbar um die Erde dreht...

Auch sonst ist wohl bekannt, dass eine Interpretation auch ganz anders sein kann.

Das Problem der Selbsttäuschung ist dennoch ungelöst.

Das hier ist ein alter Hut; Physiologen benutzen diese Bilder, um zu erkennen, ob jemand an Wahrnehmungsstörungen leidet. Ein gesundes Gehirn kennt keine Hohlbilder, die werden automatisch in sphärische Bilder gewandelt.

Grüße alias Birnbaum

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Manchmal täuschen die Augen das Gehirn 24 01. 2020 16:56 #64319

Calleryana schrieb: Ein gesundes Gehirn kennt keine Hohlbilder, die werden automatisch in sphärische Bilder gewandelt.

Ich denke, dass das hier jeder weiß.
Es ging darum, dass unsere Anschauung nicht objektiv sein KANN.
Wenn jemand einen Verkehrsunfall beobachtet und dann unerklärliche Details sofort uminterpretiert, wird der Augenzeuge zum Fälscher, und zwar zum besten, da er es ja selber glaubt, so gesehen zu haben.
Hier im Rahmen der Physik geht es aber darum, dass Experimente mit den bloßen Sinnesorgangen ausgewertet eben derartige Fehlerquellen beinhalten. Deshalb sind Photoplatten vielfach vertrauenswürdiger als unmittelbare Auswertungen. Und selbst die Auswertung sollte automatisch und nicht durch das Auge erfolgen, wir kennen doch alle die unterschiedliche Helligkeitswahrnehmung gleichfarbiger Quadrate in Abhängigkeit von unterschiedlicher Umgebungshelligkeit.

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Manchmal täuschen die Augen das Gehirn 24 01. 2020 17:12 #64321

Calleryana schrieb: Ein gesundes Gehirn kennt keine Hohlbilder, die werden automatisch in sphärische Bilder gewandelt.

Das ist schon klar, die Frage ist jedoch, warum das so ist. Wird das Bild deshalb in ein sphärisches Bild umgewandelt, weil man einen T-Rex nur sphärisch kennt? Was wäre bei einer Sitzfläche eines Sessels? Die kennt man als hohl. Wie würde einem da das Bild in 2d erscheinen? Oder einem neutralen Gegenstand, wie z.B. ein Stück von einem Winkeleisen. Das kennen wir sowohl als auch, je nachdem, wie man den Winkel betrachtet. Wie würde da das Bild erscheinen? Bei verschiedenen Gehirnen verschieden?

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Manchmal täuschen die Augen das Gehirn 24 01. 2020 17:26 #64324

badhofer schrieb: Was wäre bei einer Sitzfläche eines Sessels? Die kennt man als hohl. Wie würde einem da das Bild in 2d erscheinen?

Nicht nur der Jurist sagt: Das kommt darauf an.

Wenn Du das Objekt als Sitz erkennst, wird es auch konkav aussehen.
Wenn es aber wie ein Ball aussieht, wird es konvex aussehen
badhofer schrieb: Bei verschiedenen Gehirnen verschieden?

Wie Calleryana sagte: bei gesunden Gehirnen recht ähnlich.
Aber dies hängt auch von der Kultur und den Erfahrungen ab. Es gibt ja zB Kippbilder, bei denen man beide Sichtweisen bewusst umschalten kann.

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Manchmal täuschen die Augen das Gehirn 24 01. 2020 17:41 #64327

ra-raisch schrieb: Wenn Du das Objekt als Sitz erkennst, wird es auch konkav aussehen.
Wenn es aber wie ein Ball aussieht, wird es konvex aussehen

Und wie wird es bei einem Winkeleisen aussehen? Den kennt man ja sowohl konvex als auch konkav?

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Manchmal täuschen die Augen das Gehirn 24 01. 2020 17:46 #64330

badhofer schrieb: Und wie wird es bei einem Winkeleisen aussehen? Den kennt man ja sowohl konvex als auch konkav?

Das hängt von den Helligkeitsverhältnissen ab. hell = Vordergrund

Aber interessanter ist es ja, wenn das Winkeleisen gar nicht winkelig aussieht.

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Manchmal täuschen die Augen das Gehirn 24 01. 2020 18:24 #64335

ra-raisch schrieb: Aber interessanter ist es ja, wenn das Winkeleisen gar nicht winkelig aussieht.
Das hängt von den Helligkeitsverhältnissen ab. hell = Vordergrund

Also, ein Fantasiegebilde, das man vorher noch nie gesehen hat und auch auf nichts beziehen kann. Dann würde wohl hell/dunkel ausschlaggebend sein. Wenn jedoch der Vordergrund dunkel bemalt ist und der Hintergrund hell, dann würde man es wahrscheinlich umgekehrt sehen.

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Manchmal täuschen die Augen das Gehirn 24 01. 2020 18:45 #64339

badhofer schrieb: Wenn jedoch der Vordergrund dunkel bemalt ist und der Hintergrund hell, dann würde man es wahrscheinlich umgekehrt sehen.

Das kann man so einfach nicht bestimmen. Eher verwechselt man dann gleich Hintergrund und Vordergrund. Aber es gibt natürlich unterschiedliche optische Reize bzw Eindrücke. Kunstmaler kennen sich da sicher besser aus als ich. ...Blick aus dunkler Höhle auf Sonnenuntergang erkennt man sicher unabhängig von den Helligkeiten sofort. Helligkeit gepaart mit Winzigkeit sieht sicherlich besonders fern aus.

Tatsächlich wird die Ferne eher heller gemalt, aber das ist ja etwas anderes als bei einem Gegenstand oder Objekt, wo man von einer Beleuchtung der erhabenen Teile und Schatten in den Ecken ausgeht.

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Manchmal täuschen die Augen das Gehirn 24 01. 2020 18:59 #64341

Ein mittelgraues Rechteck mit hellgrauen Rändern oben und links und dunkelgrauen Rändern unten und rechts nehemn wir als erhaben wahr,
Ein mittelgraues Rechteck mit dunkelgrauen Rändern oben und links und hellgrauen Rändern unten und rechts nehemn wir als vertieft wahr.
Warum? Wir haben gelernt das Licht von Oben und Vorn kommt. (von hinten würden wir ja den eigenen Schatten sehen)

Aber warum lassen wir uns trotz besseren Wissens täuschen? Wissen und Verstand brauchen einfach zu lang um bei einer Fehleinschätzung noch flüchten zu können. die Signale aus der Vorverarbeitung im Sehzentrum sind zu stark als das sie vom besseren Wissen übersteuert werden könnten. Solche Täuschungen verraten etwas über die Hierarchie der Verarbeitung.

"Hier im Rahmen der Physik geht es aber darum, dass Experimente mit den bloßen Sinnesorgangen ausgewertet eben derartige Fehlerquellen beinhalten."
Heist das im Umkehrschluss das Menschen mit den erwähnten Wahrnehmunsstörungen die besseren Auswerter sind? ,)

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Manchmal täuschen die Augen das Gehirn 24 01. 2020 21:17 #64345

Merilix schrieb: Heist das im Umkehrschluss das Menschen mit den erwähnten Wahrnehmunsstörungen die besseren Auswerter sind? ,)

Keine schlechte Idee.
Ich vertraue aber lieber auf maschinelle Auswertung.

Übrigens werden oder wurden Fotografien mittels einer Lochschablone ausgewertet, die solche physiologischen Einflüsse minimiert.

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Manchmal täuschen die Augen das Gehirn 25 01. 2020 10:30 #64358

Moin,
ra-raisch schrieb:

Merilix schrieb: Heist das im Umkehrschluss das Menschen mit den erwähnten Wahrnehmunsstörungen die besseren Auswerter sind? ,)

Keine schlechte Idee.
Ich vertraue aber lieber auf maschinelle Auswertung.......


In einigen Arbeitsfeldern werden Autisten bevorzugt eingestellt. Softwareentwickler setzen sie bevorzugt bei der Fehlersuche des Codes ein.
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Manchmal täuschen die Augen das Gehirn 25 01. 2020 11:18 #64359

Calleryana schrieb: In einigen Arbeitsfeldern werden Autisten bevorzugt eingestellt. Softwareentwickler setzen sie bevorzugt bei der Fehlersuche des Codes ein.

Wir haben einen Autisten in der Familie. Dessen Wirkungsbereich ist extrem eingeschränkt. In seinem eingeschränkten Wirkungsbereich ist er extrem gut, da kann man fast von einem Wunder sprechen. Gleichzeitig nimmt er außerhalb nichts wahr.

Wenn er sich ein Lied anhört und du zündest neben ihm einen Schweizer-Kracher und fragst ihn anschließend, ob irgendetwas Außergewöhnliches war, während er sich das Lied angehört hat, sagt er, nein, es war nichts. Daraus lässt sich schließen, dass, je mehr man sich für Details interessiert, desto mehr blendet man das große ganze aus. Ich persönlich, und darum verstehe wir uns auch sehr gut, habe das umgekehrte Problem. Mich interessieren nur die ganz großen Zusammenhänge, mit den Details habe ich größte Probleme, die interessieren mich auch überhaupt nicht. Ich habe in letzter Zeit festgestellt, dass umgekehrt Menschen, die sich extrem für Details interessieren, überhaupt kein Interesse fürs große ganze haben (Ausnahmen bestätigen das). Die blenden das große ganze komplett aus, es interessiert sie auch gar nicht. Es liegt vielleicht an unserem komplementären System. Alles trägt das Gegenteil in sich, jedoch auch gegenteilig.

Ich habe mal gelesen, dass der Erfolg von den Beatles wesentlich daran gelegen ist an der Zusammenarbeit von 2 komplett konträren Personen. Paul war der fürs große ganze. Er hat John eine grobe Melodie vorgesungen: „Li la lu, Yä yä yä, quackid, quackidu“ und der John hat aus der groben Melodie Details gemacht. Beim Texten genauso. Der Paul hat ein Grundthema vorgegeben und der John hat daraus einen Liedtext geschrieben.

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Manchmal täuschen die Augen das Gehirn 25 01. 2020 21:15 #64408

@badhofer,

Ich denke zwischen dem Interesse für die großen Zusammenhänge und Detailversessenheit gibt es noch eine Mitte für die Bodenhaftung die die beiden Extrema miteinander verbindet. Defizite im Bereich der Mitte sind auch nicht gut (sagt mir mein Spiegelbild^^)

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Manchmal täuschen die Augen das Gehirn 26 01. 2020 12:57 #64426

Noch spannender als optische Täuschungen finde ich die Fähigkeit des menschlichen Gehirns zu halluzinieren wenn
es etwas von außen suggeriert bekommt.

Ich war mal in ner Hypnoseshow. Die tanzten da mit Stühlen als ob sie ihre große Liebe in den Armen hätten, bissen in
Zitronen als ob das die süßeste Frucht wäre die sie jemals gegessen hätten, identifizierten sich mit einem Hahn und schrien mit
grotesken Verrenkungen Kikeriki, fühlten sich als Affen, sahen Dinge die überhaupt nicht da waren, und die Bezeichnung der
Zahl 3 wurde durch bla,bla ersetzt.
Muss jetzt noch lachen. Ein damals guter Freund von mir war Teilnehmer in dieser Show. Als die vorbei war gingen wir zu
ihm und einer von uns hatte 3 D-Mark in der Hand. Er fragte ihn wie viele das sind. Da sagte er bla,bla Mark. Wir mussten
natürlich alle lachen und ich werde nie das Gesicht von dem Freund vergessen, er konnte überhaupt nicht verstehen warum wir lachten.
Später ist ihm dann das Wort 3 wieder eingefallen, hihi....

Ich finde das schon irgendwie seltsam wie eine außenstehende Person (der Hypnotiseur) alleine durch Worte solch einen
Zugang und Einfluss auf das Unterbewusstsein einer anderen Person haben kann und ihn Dinge erleben lässt die in der
Realität der anderen gar nicht existieren.

Komisch, ich selbst habe keinen Zugang zu meinem Unterbewusstsein (es ist für mich willentlich nicht zugänglich)
aber eine andere Person kann alleine durch Worte dort eindringen und Veränderungen meiner Wahrnehmung bewirken.
Ich finde solche Shows nicht gut. In solch einem Geisteszustand ist man nicht mehr in der Lage kritisch zu denken,
man kooperiert einfach nur und macht sich dabei öffentlich auf der Bühne lächerlich. Trotzdem zeigt es dass das Gehirn
nicht immer das wiedergibt was in der "Außenwelt" real ist. Haha..., man sollte ihm nicht immer trauen :woohoo:
Grüßchen

Einszweidrei, im Sauseschritt ! Läuft die Zeit; wir laufen mit (Wilhelm Busch)
Wissenschaft ohne Religion ist lahm, Religion ohne Wissenschaft blind (Albert Einstein)




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Manchmal täuschen die Augen das Gehirn 26 01. 2020 15:44 #64435

Sonni1967 schrieb: ..... Gehirns zu halluzinieren .....
Ich war mal in ner Hypnoseshow. ...... identifizierten sich mit einem Hahn und schrien mit grotesken Verrenkungen Kikeriki, ........... durch Worte ...... ihn Dinge erleben lässt die in der
Realität der anderen gar nicht existieren. ..... In solch einem Geisteszustand ist man nicht mehr in der Lage kritisch zu denken, man kooperiert einfach nur .... Trotzdem zeigt es dass das Gehirn nicht ... das wiedergibt was in der "Außenwelt" ....

Da erscheint ja des Ariermessias Performance und seiner untoten Hirntoten Vergasungsatmosphären gleich in einem dämonischen Hypnoselichte ....;)
und woher wissen wir letztendlich, was Wahrnehmung und was Sinnestäuschung ist?

- Frieden den Capitulierenden -
Der Ewige Bund grenzenloser Gemeinschaft in bedingungsloser Liebe den DIE EWIGE jedem Menschen ohne jede Voraussetzung schenkt ist der Einzige und Ewige Bund Gottes mit den Menschen!

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Manchmal täuschen die Augen das Gehirn 26 01. 2020 16:11 #64437

Eternal Love schrieb: und woher wissen wir letztendlich, was Wahrnehmung und was Sinnestäuschung ist?

Genau das ist wohl das Thema des Threads, bzw sehe ich zwei zu trennende Komponenten.

Das eine ist die Wahrnehmung als solches, wie sie nach der Sinnesverarbeitung im Bewusstsein ankommt, in Sonnis obigem Beispiel also die Frage, ob es ein süßer Apfel oder eine saure Zitrone ist, oder bei meinem Beispiel die Frage, ob das Grau eines Feldes dunkler oder heller ist, oder beim Ausgangsvideo konkav oder konvex.

Das andere ist aber die Interpretation aus einem Vorverständnis heraus, also aus einer sich aufdrängenden Logik.
zB: Dunkle Wasser sind tief, lauter Knall = harter Aufprall, Knall und jemand fällt um → Schuss, lauter Motor → schnelle Geschwindigkeit....

Nun wäre es interessant, entsprechende Beispiele aus der Experimentalphysik zu konstruieren.

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Manchmal täuschen die Augen das Gehirn 27 01. 2020 10:40 #64487

Moin,
kann man in diesem Sinn nicht auch mathematische Artefakte als Täuschung betrachten. Gibt es nicht mehrere Lösungen der Relativitätstheorie, eine kann nur richtig sein.

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Manchmal täuschen die Augen das Gehirn 27 01. 2020 12:08 #64490

Calleryana schrieb: Gibt es nicht mehrere Lösungen der Relativitätstheorie, eine kann nur richtig sein.

Formuliere zuerst korrekt, bevor Du Schlüsse ziehst:
Die ART liefert Lösungen für Fragestellungen, und alle diese Lösungen haben sich bisher als richtig erwiesen. Man kann natürlich auch sinnlose Fragen stellen, deren korrekte Lösung dann genauso sinnlos ist.

Was Du meinst, ist wohl, dass die ART auf eine Fragestellung mehrere Lösungen liefert? Und welchen Fall kennst Du dazu denn?

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Manchmal täuschen die Augen das Gehirn 27 01. 2020 15:06 #64495

ra-raisch schrieb:

Eternal Love schrieb: und woher wissen wir letztendlich, was Wahrnehmung und was Sinnestäuschung ist?

Genau das ist wohl das Thema des Threads, bzw sehe ich zwei zu trennende Komponenten.

Das eine ist die Wahrnehmung als solches, wie sie nach der Sinnesverarbeitung im Bewusstsein ankommt, ......

Es gibt keine "Sinnesverarbeitung", der Nervus opticus ist als II. Hirnnerv Gehirnbestandteil (ja und auch die Retina hat sich aus Zwischenhirngewebe gebildet); insofern täuscht dem Threadtitel gemäß das Gehirn das Gehirn.

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Manchmal täuschen die Augen das Gehirn 27 01. 2020 16:55 #64498

Eternal Love schrieb: Es gibt keine "Sinnesverarbeitung"

Laut Duden hättest Du zwar Recht:
Leider gibt es für Ihre Suchanfrage im Wörterbuch keine Treffer

Laut wiki gibt es aber zumindest deren Störung, mithin auch eine ungestörte Sinnesverarbeitung:
Die Störung der Sinnesverarbeitung (auch bekannt als Störung der sensorischen Integration) ist eine Krankheit, die vorliegt, wenn multisensorische Integration[1] nicht angemessen verarbeitet wird, um angemessene Reaktionen zu den Anforderungen der Umwelt zu liefern.

Und laut Google gibt es
Ungefähr 4.550 Ergebnisse

Eternal Love schrieb: der Nervus opticus ist als II. Hirnnerv Gehirnbestandteil (ja und auch die Retina hat sich aus Zwischenhirngewebe gebildet);

Was dies aber mit der Zugehörigkeit der Nerven zu tun haben soll, wird für immer Dein Geheimnis bleiben.
Zumal es, wenn ich Dich richtig verstanden habe, gar keine Nerven und gar kein Gehirn gibt, man nennt sie ja nur so.

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Manchmal täuschen die Augen das Gehirn 27 01. 2020 20:23 #64502

Nunja, es gibt mathematische Lösungen wo man sich wirklich fragen kann ob das nicht einfach Artefakte der Differentialgeometrie sind.
Die Einstein-Rosen Brücke ist vieleicht so ein Fall.

Ich glaube von Susskind gibt es eine Vorlesung darüber wie sich Alice und Bob viele Lichtjahre voneinander entfernt treffen können -- jeder braucht ein Schwarzes Loch das mit dem anderen verschränkt ist (theoretisch möglich wie Susskind zeigte). Dumm nur das sich die beiden zwar hinter dem EH treffen können aber nicht mehr heraus kommen^^

PS:


PPS:
Ich merk gerade das war ein anderer Vortrag....

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Manchmal täuschen die Augen das Gehirn 28 01. 2020 11:25 #64537

Hi,
ra-raisch schrieb:

Calleryana schrieb: Gibt es nicht mehrere Lösungen der Relativitätstheorie, eine kann nur richtig sein.

Formuliere zuerst korrekt, bevor Du Schlüsse ziehst:
Die ART liefert Lösungen für Fragestellungen, und alle diese Lösungen haben sich bisher als richtig erwiesen. Man kann natürlich auch sinnlose Fragen stellen, deren korrekte Lösung dann genauso sinnlos ist.

Was Du meinst, ist wohl, dass die ART auf eine Fragestellung mehrere Lösungen liefert? Und welchen Fall kennst Du dazu denn?

Es gibt doch eine Lösung die Tachyonen voraussagen, sind die in unserem Universum real?

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Manchmal täuschen die Augen das Gehirn 28 01. 2020 11:39 #64540

Calleryana schrieb: Es gibt doch eine Lösung die Tachyonen voraussagen, sind die in unserem Universum real?

Wie ich sagte, liefert die Gleichung eine korrekte Antwort auf eine Frage, selbst wenn die Frage unsinnig ist. Dies dann als Vorhersage zu bezeichnen ist kühn.
Tachyonen würden wir als rückwärts bewegte normale Teilchen beurteilen. Insofern stellt sich die Frage nach der Existenz bei Tachyonen gar nicht,

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