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Eine alternative Idee zur Funktionsweise unseres Universums 01 09. 2020 15:40 #75656

Arrakai schrieb: Wie gesagt, der Lorentz-Äther ist so konzipiert, dass er durch Experimente prinzipiell nicht festgestellt werden kann.

Das ist natürlich das Problem.
Arrakai schrieb: Also falls man eine Abweichung finden sollte, dann wäre das ein Hinweis auf eine "neue Physik", aber nicht auf den Lorentz-Äther.

Aber da bin ich mir noch nicht so ganz sicher, wie gesagt, wäre es mit dem Versand von Uhren schon möglich, das Problem ist nur die Messung der geringen Abweichungen.

Die Strecke ist ja in beiden Richtungen gleich lang, auch wenn sie von den bewegten Teilchen unterschiedlich gemessen wird (gemäß Lorentzäther). Die beiden Teilchen messen auch intern unterschiedliche Zeiten. Die Frage ist nun, ob die unterschiedlichen Zeiten wegen der unterschiedlichen Länge am Ende wieder identisch sind, oder ob sich die Unterschiede addieren. Wie ist das nun beim Lorentzäther?

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Eine alternative Idee zur Funktionsweise unseres Universums 01 09. 2020 15:41 #75657

verändern sich die Maßstäbe so, dass eine Abweichung gar nicht mehr detektiert werden könnte


Das sehe ich beim Versuch von Endlosschleife nicht - warum meinst Du?
Wenn man das so einrichtet, dass c oben ist (Bewegungsrichtung links/rechts mit sagen wir 300km/s), dann sind a und b genau gleich verkürzt.
Dann müsste man nach links eine andere Zeit messen als nach rechts.

If you would be a real seeker after truth, you must at least once in your life doubt, as far as possible, all things.
René DesCartes, Discours de la Méthode (1637)

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Eine alternative Idee zur Funktionsweise unseres Universums 01 09. 2020 15:42 #75658

korosten schrieb: Dann müsste man nach links eine andere Zeit messen als nach rechts.

Dazu brauchst Du weder a noch b, das war ja meine erste Idee.

Da a, b und c gleichermaßen verkürzt sind, kann man keine der Strecken einfach so messen. Allenfalls ändert sich vielleicht der Winkel zwischen a und b.

Es ist ein bisschen schwierig, mich in den LÄ hineinzudenken.

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Eine alternative Idee zur Funktionsweise unseres Universums 01 09. 2020 15:44 #75659

Dazu brauchst Du weder a noch b, das war ja meine erste Idee.


Ohne a und b müsste man 2 Uhren haben, das ist schwierig. Mit a und b muss man überhaupt keine Uhren synchronisieren.

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Eine alternative Idee zur Funktionsweise unseres Universums 01 09. 2020 15:47 #75660

Man misst a, b und c per Echo. Dann darf man sie aber nicht mehr drehen. Die Messergebnisse sind auch nicht direkt vergleichbar.

Ich muss mir das eher mit Schall und starkem Wind vorstellen, vielleicht klappt es dann ... und bei meiner Idee hätte die Schallwelle eine eingebaute Dämpfung.

Nochmal zu meiner Idee:
ra-raisch schrieb: Die Strecke ist ja in beiden Richtungen gleich lang, auch wenn sie von den bewegten Teilchen unterschiedlich gemessen wird (gemäß Lorentzäther). Die beiden Teilchen messen auch intern unterschiedliche Zeiten. Die Frage ist nun, ob die unterschiedlichen Zeiten wegen der unterschiedlichen Länge am Ende wieder identisch sind, oder ob sich die Unterschiede addieren. Wie ist das nun beim Lorentzäther?

An sich sollten sich die Effekte ja addieren, denn die Lorentzkontraktion entspricht einer Zeitdilatation, also überleben viele Teilchen, während die Lorentzstreckung in der anderen Richtung einem Zeitraffer entspricht, was somit umso weniger Teilchen bis zum Ziel gelangen läßt.

Und soweit ich es verstanden habe, sieht der LÄ sowohl die LK als auch die ZD als real an.

Wie erklärt der LÄ denn die Myonen der Höhenstrahlung? Die Uhren gehen langsamer und wie ist das mit den Längen, also der Entfernung zur Erde? Und wie wäre es, wenn man Myonen von der Erdoberfläche nach oben schießt?

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Eine alternative Idee zur Funktionsweise unseres Universums 01 09. 2020 16:16 #75661

Ich glaube, ich verstehe langsam was du meinst. Wenn du Zerfallszeiten als Uhr nutzen möchtest, musst du natürlich vor dem Lossenden deiner Uhr sicherstellen, dass du den Zustand aller Teilchen bzw. deren "Zerfalls-Status" (ich nenn das jetzt einfach mal so) genau kennst. Nur so kannst du dann am Ziel dann die exakte Zeit von deiner gesendeten Uhr ablesen.

Keine Ahnung, wie man sowas sicherstellen könnte. Ist aber auch ein interessanter Ansatz. :)

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Eine alternative Idee zur Funktionsweise unseres Universums 01 09. 2020 16:18 #75662

Endlosschleife schrieb: den Zustand aller Teilchen bzw. deren "Zerfalls-Status"

Nein, das ist nicht das Problem, sie haben immer alle den gleichen Zustand, bis sie zerfallen sind. Es ergibt sich nur statistisch, wieviele davon zerfallen. Das "Alter" der Probe oder einzelner Teilchen ist aber vollkommen irrelevant.

Wir hatten einmal die Diskussion hier, ob die Temperatur eine Rolle spielt und das wurde verneint, soweit ich Quellen gefunden hatte. Allerdings entspricht die Temperatur ja ggf einer Teilchenbewegung und somit auch einer Zeitdilatation, es mag sein, dass diese ZD damals keine messbare Rolle spielte.
Im Zentrum der Sonne T = 15,6 Mio. K → vT = ²(2kB·T/mp) = 507481 m/s → γ = 1.000001432
mp Masse Proton und mit Deuterium md≈2mp oder Tritium mt≈3mp wäre es noch etwas weniger

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Eine alternative Idee zur Funktionsweise unseres Universums 01 09. 2020 16:54 #75664

An sich sollten sich die Effekte ja addieren, denn die Lorentzkontraktion entspricht einer Zeitdilatation, also überleben viele Teilchen, während die Lorentzstreckung in der anderen Richtung einem Zeitraffer entspricht, was somit umso weniger Teilchen bis zum Ziel gelangen läßt.


Die Idee finde ich gut! Jetzt müsste das mal jemand mit konkreten Zahlen ausrechnen, damit wir sehen, wie gross die Messfehler sein dürfen :-)

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Eine alternative Idee zur Funktionsweise unseres Universums 01 09. 2020 17:32 #75665

ra-raisch schrieb: Die Strecke ist ja in beiden Richtungen gleich lang, auch wenn sie von den bewegten Teilchen unterschiedlich gemessen wird (gemäß Lorentzäther). Die beiden Teilchen messen auch intern unterschiedliche Zeiten. Die Frage ist nun, ob die unterschiedlichen Zeiten wegen der unterschiedlichen Länge am Ende wieder identisch sind, oder ob sich die Unterschiede addieren. Wie ist das nun beim Lorentzäther?


Exakt so, wie bei der SRT. Wie gesagt, beide Theorien sind absolut äquivalent. Siehe z.B. hier (leider kein https, daher kein direkter Link):

"The Lorentz theory and special relativity are identical theories of space and time"
"The Lorentz theory and special relativity are completely identical theories"

philsci-archive.pitt.edu/5339/1/leszabo-lorein-preprint.pdf

Wie sollte es auch anders sein? Die Mathematik ist ja exakt dieselbe, nicht umsonst heißt es ja bspw. Lorentz-Transformation.

korosten schrieb:

verändern sich die Maßstäbe so, dass eine Abweichung gar nicht mehr detektiert werden könnte


Das sehe ich beim Versuch von Endlosschleife nicht - warum meinst Du?
Wenn man das so einrichtet, dass c oben ist (Bewegungsrichtung links/rechts mit sagen wir 300km/s), dann sind a und b genau gleich verkürzt.
Dann müsste man nach links eine andere Zeit messen als nach rechts.


Es mag sein, dass du einen Effekt misst. Aber der ist sicher nicht auf den Lorentz-Äther zurückzuführen, der Effekt würde auch aus Perspektive der SRT auftreten. Wenn du etwas findest, dann wäre das ein Hinweis auf etwas ganz Neues. Ich bezweifle aber, dass es einen solch einfach Versuchsaufbau nicht schon dutzende Male gegeben hat.

The truth is often what we make of it; you heard what you wanted to hear, believed what you wanted to believe.

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Eine alternative Idee zur Funktionsweise unseres Universums 01 09. 2020 17:44 #75666

The Lorentz theory and special relativity are completely identical theories

(Danke für das Paper, das werde ich im Detail lesen).

:-). Erst musste ich kämpfen, bis das überhaupt ernsthaft betrachtet wird, und jetzt heisst es, die Theorien seien komplett identisch :-) :-).
Da muss ich jetzt sogar etwas bremsen :-). Von der Bedeutung her zumindest gibt es ja schon einen wesentlichen Unterschied (das was ich weit, weit vorher mal versucht habe zu erklären, das grundlegende "Warum" ist komplett anders (und meiner Meinung nach viel einfacher und logisch)).
Ich bin nach wie vor überzeugt, dass es kleine messbare Unterschiede gibt (mögliche Quantisierung und one way speed).

Es kommen mir noch weitere Unterschiede in den Sinn :-).
Twin Paradox: in der LET++ (Lorentz Ether Theory, Vakuum=elastic solid) wird derjenige Zwiling weniger schnell alt, der sich relativ zum Medium schneller bewegt.
Da gibt es kein Paradox. (Für mich ein Grund mehr, die LET zu bevorzugen!)
Bei SRT ist es nicht so klar...

Zeitreisen: bei LET++ 100% sicher nie möglich :-)

"Kollaps der Wellenfunction" (QM): bei LET++ ein Prozess, der Zeit braucht und nicht sofort passiert (Änderung der Wellenform)

QM: bei LET++ keine parallele Universen und kein Kopenhagen

Schwarze Löcher: es gibt vermutlich eine Minimalgrösse (Planck?) und keine wortwörtliche Singularität (vermute ich)

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Eine alternative Idee zur Funktionsweise unseres Universums 01 09. 2020 19:47 #75669

ra-raisch schrieb: Wie ist das nun beim Lorentzäther?

Die Lorentzkontraktion ist in der LET real und Beobachter-unabhängig. Korrekt?

Nachvollziehbare Mathematik ist notwendige Grundlage zur Beurteilung von physikalischen Modellen.

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Eine alternative Idee zur Funktionsweise unseres Universums 01 09. 2020 19:54 #75670

korosten schrieb: :-). Erst musste ich kämpfen, bis das überhaupt ernsthaft betrachtet wird, und jetzt heisst es, die Theorien seien komplett identisch :-) :-).
Da muss ich jetzt sogar etwas bremsen :-). Von der Bedeutung her zumindest gibt es ja schon einen wesentlichen Unterschied (das was ich weit, weit vorher mal versucht habe zu erklären, das grundlegende "Warum" ist komplett anders (und meiner Meinung nach viel einfacher und logisch)).


Die zwei Theorien sind identisch, da die Mathematik identisch ist. Beide beschreiben die Beobachtungen gleich gut und machen gleich gute Vorhersagen. Dennoch ist die SRT als Theorie zu bevorzugen, da ein unauffindbarer Äther einfach überflüssig ist. Auch dass es theoretisch ein bevorzugtes Bezugssystem gibt (das des Äthers) spielt dann keine Rolle, da es ebenfalls unauffindbar ist.

korosten schrieb: Ich bin nach wie vor überzeugt, dass es kleine messbare Unterschiede gibt (mögliche Quantisierung und one way speed).


Es kann schon sein, dass das bei der Theorie so ist, von der du ursprünglich geschrieben hast. Beim Lorentz-Äther kann das aber eigentlich nicht sein.

korosten schrieb: Twin Paradox: in der LET (Lorentz Ether Theory) wird derjenige Zwiling weniger schnell alt, der sich relativ zum Medium schneller bewegt.
Da gibt es kein Paradox. (Für mich ein Grund mehr, die LET zu bevorzugen!)
Bei SRT ist es nicht so klar...


Doch, es ist in der SRT vollkommen klar. Dass es immer wieder missverstanden wird ist der Tatsache geschuldet, dass es nicht ganz einfach zu verstehen ist. (Wobei es dann doch ziemlich einfach ist, wenn man es mal richtig verstanden hat.)

Mathematisch ist es sowieso klar und in beiden Theorien identisch zu lösen, siehe z.B. hier:
scienceblogs.de/alpha-cephei/2018/07/13/...-teil-2-aufgeraeumt/

korosten schrieb: Zeitreisen: bei LET 100% sicher nie möglich :-)


Naja, funktioniert Richtung Vergangenheit auch nicht mit der SRT...

korosten schrieb: "Kollaps der Wellenfunction" (QM): bei LET ein Prozess, der Zeit braucht und nicht sofort passiert (Änderung der Wellenform)


Mag sein, hat aber wie gesagt gar nichts mit der Relativitätstheorie zu tun.

korosten schrieb: Schwarze Löcher: es gibt vermutlich eine Minimalgrösse (Planck?) und keine wortwörtliche Singularität (vermute ich)


Gravitation ist nicht Bestandteil der Lorentz'schen Äthertheorie...

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Eine alternative Idee zur Funktionsweise unseres Universums 01 09. 2020 21:10 #75671

Gravitation ist nicht Bestandteil der Lorentz'schen Äthertheorie...


Ok, ja das stimmt. Ich spreche in dem Fall wenn man es genau nimmt von einem "LET++" :-). LET, das auch Gravitation und QM beinhaltet.
(Dazu gäbe es eben einige Papers, die man lesen könnte, angefangen bei Hagen Kleinert!)

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Eine alternative Idee zur Funktionsweise unseres Universums 01 09. 2020 21:22 #75672

Dennoch ist die SRT als Theorie zu bevorzugen

Ja das kann natürlich jeder selber entscheiden, solange es keine messabaren Unterschiede gib.
Aber siehst Du, dass es in der Bedeutung ganz anders ist?
Bei LET++ ist alles "real", bei SRT nicht (zumindest ist es bei SRT nicht definiert).
Bei LET++ existiert der "Raum" als etwas Absolutes, bei SRT gibt es keinen absoluten Raum.
Bei LET++ hat der Dopplereffekt eine klare physikalische Erklärung (2 Frequenzvershiebungen relativ zum Raum, Photon hat eine Frequenz während seiner ganzen Reise), bei SRT nicht (da hat das Photon nicht mal wirklich eine eigene Frequenz).
D.h Wellenfunktionen sind tatsächlich Wellen in LET, die Uhren gehen mechanisch langsamer (und nicht nur das abstrakte Konzept der Zeit) usw.
Oder findest Du auch bei der Bedeutung ist alles gleich?

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Eine alternative Idee zur Funktionsweise unseres Universums 01 09. 2020 22:02 #75676

In der LET muss der Raum komprimierbar und somit diskret sein. Korrekt?
Und: LET++ wäre dann die GLET von Schmelzer.

Nachvollziehbare Mathematik ist notwendige Grundlage zur Beurteilung von physikalischen Modellen.

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Eine alternative Idee zur Funktionsweise unseres Universums 01 09. 2020 22:08 #75677

In der LET muss der Raum komprimierbar und somit diskret sein. Korrekt?
Und: LET++ wäre dann die GLET von Schmelzer.

Genau! Im LET++ Modell ist das Medium komprimierbar.
Ich denke in der "reinen" LET geht es nur um das Analog zu SRT (da wird nichts Genaueres gesagt über das Medium selber).

Was ich noch viel spannender finde ist eben LET++, die Fortsetzung von LET, wo man auch versucht zu sehen, wie Gravitation und QM darin funktionieren würde.
(Ich bin ja schon froh, dass hier die Leute offenbar einig sind, dass LET und SRT schon mal kompatibel sind, vielleicht können wir ja jetzt vorsichtig einen "Level" weiterdenken und zur Gravitation übergehen :-)).
Dazu empfehle ich erst mal das Paper von Hagen Kleinert oder Ilja Schmelzer (je nach Mathematik-Affinität und Fähigkeiten :-)) (Kleinert ist meiner Meinung nach einfacher zu verstehen) (gefolgt von M. Danielewski - Gravitation), und dann eben R.Close (wo der Fokus eher bei der QM liegt, er erklärt aber eben auch, dass LET und SRT äquivalent sind und spricht auch die Gravitation an - er schreibt z.B. auch von Hagen Kleinert und Schmelzer).

Im LET++ ist eben der ART metric tensor nicht space-time sondern space-density.

Ob das Medium diskret ist, ist reine Vermutung (ich fände es logisch (Planck), aber das ist reine Spekulation meinerseits).

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Eine alternative Idee zur Funktionsweise unseres Universums 01 09. 2020 22:19 #75679

Es muss diskret sein, sonst kann man es nicht komprimieren. Ein Gravitationsfeld ist demnach komprimierter Raum, so wie auf meinem Avatarbild.

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Eine alternative Idee zur Funktionsweise unseres Universums 01 09. 2020 22:21 #75680

Es muss diskret sein, sonst kann man es nicht komprimieren. Ein Gravitationsfeld ist demnach komprimierter Raum, so wie auf meinem Avatarbild.


Ja das hast Du vermutlich recht, guter Punkt :-) (die Frage ist dann, wie gross is der "Grid"). Ach das ist Dein Bild? Cool!
Es würde mich interessieren, wie Du auf die "elastic solid" Variante gekommen bist, was hat Dich dazu gebracht?

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Eine alternative Idee zur Funktionsweise unseres Universums 01 09. 2020 22:21 #75681

Es muss diskret sein, sonst kann man es nicht komprimieren. Ein Gravitationsfeld ist demnach komprimierter Raum, so wie auf meinem Avatarbild. Und es sollte demzufolge entgegen der ART einen Energieinhalt haben. Dunkle Materie?

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Eine alternative Idee zur Funktionsweise unseres Universums 01 09. 2020 22:24 #75682

Und es sollte demzufolge entgegen der ART einen Energieinhalt haben. Dunkle Materie?

Wie schliesst Du genau darauf? Ich fände es logisch, weil jede kleinste Bewegung des "Klotzes" Energie bedeutet, und ich nehme an, dass es viele solche Schwingungen gibt, die wir gar nicht direkt feststellen können.
Das würde auch das spontane Entstehen von Materie-Antimaterie Paaren erklären... die Schwingungen sind halt ab und zu gross genug, dass etwas entsteht, das wir sogar messen können...

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Eine alternative Idee zur Funktionsweise unseres Universums 01 09. 2020 22:32 #75683

Höhere Dichten bedeuten immer höhere Energie, egal ob darin was schwingt oder nicht. Es würde einfach eine gewisse Ruhefeldenergie bedeuten.

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Eine alternative Idee zur Funktionsweise unseres Universums 01 09. 2020 23:39 #75685

korosten schrieb:

In der LET muss der Raum komprimierbar und somit diskret sein. Korrekt?
Und: LET++ wäre dann die GLET von Schmelzer.

Genau! Im LET++ Modell ist das Medium komprimierbar.
...
Ob das Medium diskret ist, ist reine Vermutung (ich fände es logisch (Planck), aber das ist reine Spekulation meinerseits).

Einstein nannte das übrigens Molluske (Über die spezielle und die allgemeine Relativitätstheorie: (Gemeinverständlich) 1922).

Die Planck-Einheiten liefern übrigens mit der Planck-Länge die Möglichkeit einfache Objekte zu definieren, bei denen keine Annäherung der Mittelpunkte auf weniger als lp möglich ist.

Können Planckobjekte, mit einfacher Wechselwirkung bei Berührung, diskrete Erweiterungen der Standardphysik vereinfachen?

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Können Planckobjekte, mit einfacher Wechselwirkung bei Berührung, diskrete Erweiterungen der Standardphysik vereinfachen?

Eine alternative Idee zur Funktionsweise unseres Universums 02 09. 2020 06:56 #75688

Einstein nannte das übrigens Molluske

Interessant, das wusste ich gar nicht! Habe mal danach gegoogelt.

So beschreibt Carlo Rovelli den Grundgedanken von Einsteins Relativitätstheorie (in "Sieben kurze Lektionen über Physik"):

"Und dann hat er die verblüffende Idee, den genialen Einfall: Das Gravitationsfeld ist nicht im Raum ausgebreitet, sondern es ist der Raum. Das ist der Grundgedanke der Allgemeinen Relativitätstheorie. Newtons «Raum», in dem sich die Dinge bewegen, und das «Gravitationsfeld» als Träger der Schwerkraft sind ein und dasselbe.
Es ist eine Erleuchtung. Eine eindrucksvolle Vereinfachung der Welt: Der Raum ist nicht länger etwas anderes als die Materie. Er ist eine der “materiellen” Komponenten der Welt. Eine wogende, sich biegende, sich krümmende, sich verformende Entität. Wir sind nicht in einem unsichtbaren starren Gebilde gefangen, sondern gewissermaßen in eine Art Molluske, in einen riesigen verformbaren Weichkörper, eingebettet."
und "“General relativity taught us that space is something dynamic, like the electromagnetic field: an immense, mobile mollusk in which we are immersed, which stretches and bends. Quantum mechanics teaches us that every field of this sort is made of quanta, has a fine, granular structure.”"

Das klingt ja sehr nach dem "Elastic solid", vielleicht ist die Idee eben doch nicht so absurd :-)

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Eine alternative Idee zur Funktionsweise unseres Universums 02 09. 2020 11:18 #75692

korosten schrieb: Das klingt ja sehr nach dem "Elastic solid", vielleicht ist die Idee eben doch nicht so absurd :-)

Es ist ein sehr plastisches Bild aber man darf Bilder nie überbewerten. Der Raum wird dadurch nicht materiell. Er hat lediglich ähnliche Eigenschaften.
Auch wenn die geometrischen Eigenschaften sehr ähnlich sind, wird eine Sphäre (Hülle einer Kugel) nie so wie die Erdoberfläche, ein besseres Beispiel fällt mir auf die Schnelle nicht ein.

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Eine alternative Idee zur Funktionsweise unseres Universums 02 09. 2020 11:35 #75693

@Korosten

Bzgl. Einstein sollte man darauf achten, dass im Titel "Gemeinverständlich" vorkommt. Gemeinverständlich hat z.B. auch Hawking die Hawking-Strahlung so erklärt, dass auch ein Laie sich darunter etwas vorstellen kann - im vollen Wissen, dass es physikalisch gesehen keine ganz korrekte Erklärung ist. Davon abgesehen muss man aufpassen, dass man solche Zitate nicht überbewertet. Einstein selbst hat sich im Laufe seines Lebens immer mal wieder unterschiedlich geäußert, da er selbst einen Erkenntnisprozess durchlaufen hat. Wie gesagt, im Endeffekt ist das eine philosophische Frage.

Das Buch "Sieben kurze Lektionen über Physik" fällt sicher ebenfalls in die Kategorie "Gemeinverständlich". Die Ausführungen von Rovelli darf man, wie Rainer es bereits geschrieben hat, nicht überbewerten. Sie sind bestenfalls populärwissenschaftlich, eher falsch.

Die Raumzeit hat keine Materialeigenschaften. Man kann natürlich trotzdem rechnen, und wenn man das tut, dann kommt ein extrem hohes Elastizitätsmodul heraus, also das Gegenteil von "weich". (Warum das nicht wirklich sinnvoll ist, hat Martin Bäker hier erläutert.)

The truth is often what we make of it; you heard what you wanted to hear, believed what you wanted to believe.

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Eine alternative Idee zur Funktionsweise unseres Universums 02 09. 2020 11:36 #75694

Der Raum wird dadurch nicht materiell.

Da hast Du recht, wortwörtlich "materiell" ist es sicher nicht. Denn in dem Modell ist die Materie eben gegeben durch die Wellen in dem "Mollusk".
Das heisst der "Mollusk" selber ist per Definition nicht materiell wie wir es kennen. Es muss etwas anderes sein (aber doch real).

Stell Dir die Phononenwelt vor: dort definieren die Phonoiden sich selber als "materiell".
Sie sind aber Schwingungen in einem Kristall. Der Kristall selber ist ja keine Schwingung, also nicht "materiell" in der Welt.

Ich denke das hast Einstein auch versucht zu sagen, dass der Äther eben nicht materiell in unserem Sinn sein kann (wie man früher vielleicht dachte) ("keine ponderable Materie").

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Eine alternative Idee zur Funktionsweise unseres Universums 02 09. 2020 11:38 #75695

Sie sind bestenfalls populärwissenschaftlich, eher falsch.

Ja das ist schon klar. Trotzdem finde ich es interessant, dass er es mit einem ähnlichen Konzept erklärt.

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Eine alternative Idee zur Funktionsweise unseres Universums 02 09. 2020 11:50 #75697

korosten schrieb:

Sie sind bestenfalls populärwissenschaftlich, eher falsch.

Ja das ist schon klar. Trotzdem finde ich es interessant, dass er es mit einem ähnlichen Konzept erklärt.


Ggf. denkt er, dass es so leichter verständlich ist.

Das Dumme: Es ist immer schwierig, den Gültigkeitsbereich von Bildern zu vermitteln, daher sind sie halt manchmal auch kontraproduktiv. Das Gummituch z.B. ist so ein falsches Bild, das man besser nicht bemühen sollte (das passt eher zu Newton, und das sogar ziemlich gut...). Oder auch der Luftballon mit den Punkten drauf für die Expansion. (Wegen des Luftballons denken viele, es müsse einen Mittelpunkt geben, weil der Luftballon doch auch einen hat...)

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Eine alternative Idee zur Funktionsweise unseres Universums 02 09. 2020 12:17 #75698

korosten schrieb: Es würde mich interessieren, wie Du auf die "elastic solid" Variante gekommen bist, was hat Dich dazu gebracht?

Es ist die einfachste Variante, die positive und negative Krümmungen liefert und am nächsten an Einstein dran ist. Darauf hab ich das Urheberrecht und darauf bin ich sehr stolz.

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Eine alternative Idee zur Funktionsweise unseres Universums 02 09. 2020 12:50 #75701

korosten schrieb:

Der Raum wird dadurch nicht materiell.

Da hast Du recht, wortwörtlich "materiell" ist es sicher nicht. Denn in dem Modell ist die Materie eben gegeben durch die Wellen in dem "Mollusk".
Das heisst der "Mollusk" selber ist per Definition nicht materiell wie wir es kennen. Es muss etwas anderes sein (aber doch real).

In meinen Augen ist es immer noch am verständlichsten, es sich als Feld vorzustellen, das aus virtuellen Bosonen besteht, wie man sich eben das em.Feld mittels virtuellen Photonen vorstellt oder dass fiktive Gravitonen das Gravitationsfeld bilden. So ergibt sich die Quellenabhängigkeit, die Veränderlichkeit mit Lichtgeschwindigkeit etc problemlos. Das komische am Gravitationsfeld ist nur, dass die Gravitonen sich zwar nicht gegenseitig anziehen, sie sich aber dennoch nach der Raumzeitkrümmung jedenfalls der Zeitdilatation richten müssen.

Fließbach zeichnet den (ganz allgemein) Weg einer Analogie der Gravitation zum Elektromagnetismus in Physik Band 5.ART nach und zeigt die Unterschiede, allerdings nur ganz knapp formuliert.

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