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THEMA: Kann Mathematik wirklich das reale Universum erklären?

Kann Mathematik wirklich das reale Universum erklären? 17 Jan 2016 09:05 #2180

  • Heidi
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Kann Mathematik wirklich das reale Universum erklären? 17 Jan 2016 12:29 #2184

Was ist hier gemeint? Die Fragen sind für mich so nicht verständlich.

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Kann Mathematik wirklich das reale Universum erklären? 17 Jan 2016 16:50 #2190

  • Heidi
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Ich denke man kann das reale Universum auch nur mit 3 Dimensionen erklären. Denn ich frag mich immer wieder welches ist denn nun das richtige Universum wenn es so viele verschiedene Universen geben sollte. Ich finde es gibt nur ein 3-dimensionales Universum,unseres.

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Kann Mathematik wirklich das reale Universum erklären? 17 Jan 2016 17:54 #2191

Unser Universum ist nach allen Messungen dreidimensional. Krümmungen in der Raumzeit werden nur durch Massen verursacht, auf großen Skalen ist unser Universum sehr flach.

Wir kennen nur unser Universum. Über alles, was außerhalb ist, können wir nichts wissen. Somit ist die Annahme weiterer Universum reine Spekulation - und damit eher Philosophie als Physik.

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Kann Mathematik wirklich das reale Universum erklären? 17 Jan 2016 21:33 #2197

Mathematik ist eine ganz besondere Sprache. Sie zeichnet sich durch Logik und ihre inneren Geschlossenheiten in ihren jeweiligen Fachgebieten aus. Dadurch versteht man diese Sprache überall in der Welt und so können sich Wissenschaftler aller Nationen in dieser Sprache ausdrücken.
Mathematik könnte aber auch die Sprache aller Prozesse im Universum sein. Oder anders ausgedrückt, alle Prozesse, die im Universum ablaufen, kann man prinzipiel mit der Sprache der Mathematik beschreiben. Praktisch ist das aber unmöglich, denn die Vorgänge sind so komplex, dass man das nicht zustande bringen kann!
Trotzdem kann man der Meinung sein, dass die Grundlage allen Seins Symmetrie und mathematisch beschreibbare Prinzipien sind.
Grüße
Thomas

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Kann Mathematik wirklich das reale Universum erklären? 18 Jan 2016 16:46 #2201

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Ich möchte keineswegs die Mathematik schlecht machen, bitte versteh mich nicht falsch, solange sie ein reales 3-dimensionales Universum beschreibt. Denn es fällt mir schwer Theorien zu akzeptieren die sich auf 4 oder mehrere Dimensionen basieren. Ich wollte nur sagen, dass man das reale Universum von Science- Fiction-Universen unterscheiden sollte.

Grüsse
Heidi

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Kann Mathematik wirklich das reale Universum erklären? 18 Jan 2016 22:17 #2206

Ich glaube, wir müssen zwei Dinge auseinander halten. Zum einen gibt es in der theoretischen Physik Theorien, die mathematisch mit mehr Dimensionen hantieren, als mit drei. Dazu gehören z.B. die Stringtheorien. Zum Anderen haben wir es mit dem sogenannten Multiversum zu tun, also der Möglichkeit der Existenz vieler Universen.
Zu 1: Die Stringtheoretiker benötigen, um ihre Theorie mathematisch konsistent zu halten, 10 Dimensionen plus die Zeit. Sie sagen, dass sich 7 Dimensionen mehr oder weniger aufrollen und so klein sind, dass wir sie nicht bemerken können. Bemerkbar bleiben also drei Dimensionen plus die Zeit. Mathematisch ist so ein Konstrukt durchaus erlaubt. Ob es jedoch auch einen physikalischen Hintergrund hat, wissen wir nicht. Da jede Hypothese sich letztendlich am Experiment messen lassen muss, sind solche mehrdimensionalen Hypothesen als Versuch zu betrachten, mithilfe der Mathematik Zusammenhänge zu finden, in die die bisherigen Theorien nicht hinreichen. Beispiel: Elektronen werden in der vertrauten Standardtheorie als mathematische Punktteilchen behandelt, mit außerordentlicher Vorhersagekraft im Experiment.
In der Stringtheorie sind die kleinsten Elemente nicht punktförmige, sondern werden als kleine Strings, also Schwingungen betrachtet. Die Punktförmigkeit wird also vermieden.
Zu 2: Multiversum. Das ist ein Denkmodell, das als Grundlage das Evolutionsprinzip hat. Es wird die Möglichkeit ins Auge gefasst, dass es neben unserem Universum noch andere gegeben hat oder gibt. Die meisten, die entstehen, vergehen auch sofort wieder, denn bei Ihnen stimmen die Voraussetzungen für eine längere Existenz nicht. Sie entstehen und Sind sofort wieder verschwunden. Bei unserem Universum haben die Bedingungen gestimmt. Unsere Naturkonstanten sind so präzise aufeinander abgestimmt, dass diese Harmonie unser Universum ermöglicht hat. Bei anderen muss das nicht so gewesen sein.
Trotzdem kann man das Multiversum nicht beweisen. Es ist lediglich ein Erklärungsversuch für die Tatsache, dass es etwas gibt und nicht Nichts.
Das Multiversum kann man auch als Alternative zu einem Erstbeweger (Gott) sehen. Das Denkgebäude folgt der alten naturwissenschaftlichen Tradition, Hypothesen aufzustellen ohne Annahme übernatürlicher Ursachen.
Viele Grüße
Thomas
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Kann Mathematik wirklich das reale Universum erklären? 19 Jan 2016 11:31 #2211

Heidi schrieb: Was meint Ihr dazu?
Erklärt Mathematik das reale Universum?
Ist es nicht viel logischer und einleuchtender auf diese Weise?


Mathematik allein erklärt gar nichts, sie ist nur ein Hilfsmittel, ein Werkzeug, um damit komplexe Verhältnisse und Maßstäbe zu beschreiben und auszurechnen.

Rustikal ausgedrückt: Man muss nicht mehr sagen: "Das Universum ist sehr groß", sondern kann dafür eine Zahl aufschreiben, man kann Entfernungen in Relation setzen zueinander. Wir erleben die Nützlichkeit der Mathematik ja im täglichen Leben: Dieser Computer, der mittels Internet diesen Informationsaustausch zwischen uns überhaupt erst ermöglicht, kann nur funktionieren, weil er als "Sprache" die Sprache der Mathematik benutzt, und zwar das Binärsystem, das GPS, das nahezu ein jeder von uns zumindest gelegentlich benutzt, wäre ohne Mathematik, ohne Rechenprozesse, ebenfalls nicht darstellbar.

Unser gesamtes Finanzsystem beruht auf Zahlen, also auf Mathematik.

Ohne Mathematik gäbe es immer noch eine steinzeitliche Tauschgesellschaft.


Mathematik ist nur ein Werkzeug. Aber was für eins! Ein sehr mächtiges Werkzeug.



Grüße
Udo

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Kann Mathematik wirklich das reale Universum erklären? 20 Jan 2016 20:09 #2225

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Danke für die ausführlichen Erklärungen, die ohne Zweifel alle richtig sind. Nach Kritik auch aus anderer Richtung an Teil 6 dieser Reihe glaube ich etwas klarstellen zu müssen. Ich wollte die Mathematik nicht schlecht machen. Ich wollte nur auf etwas hinweisen und so langsam spiele ich mit dem Gedanken, dass das vielleicht ein unbekanntes Phänomen der Mathematik sein könnte. Ich wollte eigentlich nur darauf hinweisen, dass die moderne Mathematik in der Lage ist alles zu berechnen. Wirklich alles, auch solche Sachen die nicht real sind Z. B. die Universen mit verschiedenen Mengen an Dimensionen. Die logische Sprache der Wissenschaft (Mathematik) beschreibt etwas, dass es garnicht gibt. Ist das nicht widersprüchlich, vielleicht sogar so etwas wie ein Paradox? Und muss es der Realität entsprechenden nur weil man es berechnen kann? Deshalb mein Vorschlag: Mit Hilfe des 3-dimensionalen Universums eine klare Trennlinie ziehen zwischen der realen Mathematik und der nicht realen Mathematik. Möglich, dass dieses Phänomen auch in anderen Bereichen zu finden ist z. B. Mechanik. Denn ich bin überzeugt, nicht alles was berechnet werden kann muss gleichzeitig auch real sein.

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Kann Mathematik wirklich das reale Universum erklären? 20 Jan 2016 22:28 #2228

Diese Trennlinie gibt es ! In der Mathematik darf man sich prinzipiell Räume erschaffen, mit den unterschiedlichsten Voraussetzungen. Wichtig ist nur, dass man dann in Schlussfolgerungen logisch und konsistent bleibt. In der Physik geht das nicht. Denn hier will man ja möglichst nahe die Dinge der Natur beschreiben. Deshalb stehen die Physiker vor dem Bauchladen der Mathematik und suchen hier das am besten geeignete Material, das ihnen hilft, die Naturphänome zu beschreiben. Natürlich suchen sie dabei auch in mehrdimensionalen Baschreibungsweisen. Kein Problem! Am Ende des Tages müssen all diese Beschreibungsformen sich am Experiment beweisen. Gelingt dies nicht, bleibt jegliche Beschreibungsform eine Hypothese.
Viele Grüße
Thomas
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Kann Mathematik wirklich das reale Universum erklären? 20 Jan 2016 23:00 #2229

Thomas schrieb: Gelingt dies nicht, bleibt jegliche Beschreibungsform eine Hypothese.
Viele Grüße
Thomas


Wie man sehr schön an den verschiedensten mathematischen Modellen, die die Welt anhand der Schleifenquantentheorien und diversen Stringtheorien erklären wollen. Da haben sich Leute sehr viel Mühe gemacht, um mathematisch genauestens einen solchen sehr komplizierten Kosmos mit mindestens 11 Dimensionen zu beschreiben, diese Theorien sind auch alle in sich schlüssig und stimmig, das kann man alles nachrechnen anhand der Formeln, die es dazu gibt.
Mathematisch also alles korrekt und wunderbar ................ aber ............. bisher hat noch niemand die Existenz von Strings oder Schleifenquanten beweisen können, es gibt nicht mal Ansätze von Denkmodellen, mit denen sich diese Theorien beweisen lassen könnten.

Man sieht: Es reicht nicht, wenn die Mathematik stimmt, wenn das dazu gehörige Subjekt nicht vorhanden ist bzw. sich nicht finden lassen will.


Grüße
Udo

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Kann Mathematik wirklich das reale Universum erklären? 22 Jan 2016 12:23 #2253

mit der Schleifenquantengravitation sieht es schlecht aus. Wenn da was dran gewesen wäre, hätte das Auswirkungen auf die Schärfe sehr weit entfernter Quasarbilder durch einen leichten Streueffekt haben müssen. Die sind aber so gestochen scharf, dass man davon ausgeht, daß die Schleifenquantengravitation die Wirklichkeit nicht beschreibt.
Grüße
Thomas

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Kann Mathematik wirklich das reale Universum erklären? 23 Jan 2016 23:56 #2287

  • Heidi
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Nach den Diskissionen die ich nach der Veröffentlichung von Teil 6 unserer Reihe: Erklärt Mathematik wirklich ein reales Universum?, bin ich zu dem Schluss gekommen, dass ich ein Missverständnis aus dem Weg räumen und auch erklären muss was wir da tun und warum.
Es ging mir nie darum die Wissenschaft oder die Mathematik in Frage zu stellen, sondern nur die Fantasiegebilde die sie mittlerweile produzieren. Es liegt mir Auch fern Albert Einstein und sein Können zu kritisieren. Immerhinist seine Relativitätstheorie die einzige multidimensionale Darstellung des Universums, die auch in der Praxis Anwendung findet. Was mich allerdings an der Relativitätstheorie stört ist, die Zeit als 4-te Dimension. Ich werde demnächst in unserer Reihe näher darauf eingehen. Das ändert allerdings nichts an der Richtigkeit der Berechnungen der Relativitätstheorie. Ich zweifle nicht an der grossartgkeit der Relativitätstheorie und auch nicht daran, dass all die anderen multidimansionalen Theorien übers Universum, meisterleistungen an mathematischem Können sind.
Aber ich bin überzeugt, dass es nur ien 3 dimensionales Universum gibt. Es ist leicht zu behaupten den Urknall hat es nie gegeben, so wie ich es dauernd tue. Allerdings werde ich auch die Argumente bringen die erklären werden warum ich nicht an diese Theorie glaube. Das erste Argument habe ich in Teil 5: Dunkle Materie und die Dunkelheit der Nacht, unserer Reihe gebracht. Weitere Argumente werden noch folgen. Letztlich entscheidet jeder für sich selbst ob er an Multiple Universen glaubt oder an ein 3 dimensionales. Wir haben uns für das reale, 3 dimensionale entschieden.
Albert Einstein, für den wir den grössten Resepkt haben, würde für das was wir machen wohl nur folgendes sagen und ich zitiere ihn:" Wen eine Idee am Anfang nicht absurd klingt, dann gibt es keine Hoffnung für sie."

Für die Anhänger von multiplen Universen muss ich noch sagen, dass es eine elegantere Version zu reisen gibt als die schwarzen Löcher... ;)

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Kann Mathematik wirklich das reale Universum erklären? 24 Jan 2016 13:42 #2292

Vielleicht kann man die Zusammenhänge besser verstehen, wenn man sich historisch zurück versetzt und mit Newton beginnt. Für Newton war Raum und Zeit etwas jeweils für sich selbst existierendes. Der Raum war die Bühne und in dieser Bühne lief die Zeit mit einer konstanten Geschwindigkeit. Auch wenn nichts auf dieser Bühne sei, so existiert sie doch, ebenso die Zeit. Der Raum hat drei Dimensionen, die Zeit ist eine vom Raum unabhängige Größe. Für Newton waren das Annahmen und er wusste selbst nicht, ob dem wirklich so sei. Es gibt Quellen, in denen berichtet wird, dass ihm dabei auch nicht ganz wohl zumute war, da er nicht in der Lage war, diese Annahmen auf ihre Richtigkeit hin zu prüfen. Er folgte quasi nur seiner Anschauung, wie sich die für ihn erfahrbare Welt eben darstellte.
Als Einstein seine Allgemeine Relativitätstheorie 1915 veröffentlichte, war mit einem Schlag dieses newtonsche Bild vom Thron gestoßen worden. Dieses newtonsche Bild wurde zu einem Spezialfall, der die Natur nur dann hinreichend richtig beschreibt, wenn es um moderate Geschwindigkeiten und keine allzu großen Massen geht. Andernfalls, also bei hohen Geschwindigkeiten, nahe der Lichtgeschwindigkeit und in der Nähe schwerer Massen konnten nur noch die Einsteinschen Gleichungen eine richtige Beschreibung der Natur liefern. Die eigentliche Veränderung gegenüber Newton bestand jedoch darin, dass hier der Raum mit der Zeit untrennbar verknüpft ist. Das eine geht ohne das andere nicht! Daher der Begriff Raumzeit.
Und es kommt noch dicker. Beides zusammen kann auch nur dann existieren, wenn in dieser Raumzeit auch etwas drin ist, also die Anwesenheit von Energie und Materie. Wenn diese Zutaten fehlen, verschwindet auch die Raumzeit. Durch diese enge Verknüpfung von Raum und Zeit hin zur Raumzeit spricht man auch gern von der 4-dimensionalen Raumzeit.
Gehen die Dimensionen darüber hinaus, also mehr als vier, dann befindet man sich in der Regel im Reich der Mathematik und ein wenig auch im Bereich der Theoretischen Physik, vornehmlich bei den Stringtheoretikern. Aber das muss man nicht glauben, was da gedacht wird. Hier wird es erst spannend, wenn man Beobachtungen machen kann, die von diesen Theorien vorhergesagt werden. Nehmen wir an, es wäre so, wir hätten experimentelle Ergebnisse, die diese Vorhersagen belegen, dann heißt das noch lange nicht, dass dadurch tatsächlich mehr Dimensionen als die uns vertrauten existieren müssen.
Noch ein Wort zu den Multiversen. Diese Vorstellung beruht auf der Überlegung, dass es eventuell viele Ansätze gibt, Universen zu bilden. Nur wenn die Anfangsbedingungen in sich stimmig sind, kann ein Universum quasi ins Leben treten. Sind diese nicht stimmig, muss so ein gedachtes Universum gleich wieder vergehen. In unserem Fall waren die Anfangsbedingungen eben richtig und deshalb gibt es uns überhaupt. So ein Modell kann man vor allem dann benutzen, wenn einem die Frage gestellt wird, warum gibt es überhaupt etwas und nicht Nichts.
Viele Grüße
Thomas
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Kann Mathematik wirklich das reale Universum erklären? 04 Feb 2016 16:42 #2437

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Danke schön.

Eine laienhafte Frage hätte ich dazu noch: Wäre es nicht ebenso stimmig, wenn die Zeit schon "vorher" entstanden wäre oder existiert hätte und Raum diese als Voraussetzung benötigt? Es würde ja Zeit benötigen eine Bühne für Newton zu bauen. So könnte die Zeit zwar ohne die Bühne existieren aber nicht anders herum, oder? "Unsere Welt" besteht ja im inneren einer Raumzeit-"Blase". Würde sie sich im inneren einer Raum-Blase, die wiederum von einer Zeit-Blase umgeben ist, befinden, wäre dann unsere Wahrnehmung nicht ähnlich oder sogar gleich?

MfG

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Kann Mathematik wirklich das reale Universum erklären? 04 Feb 2016 18:18 #2452

ck.Pinhead schrieb: Eine laienhafte Frage hätte ich dazu noch: Wäre es nicht ebenso stimmig, wenn die Zeit schon "vorher" entstanden wäre oder existiert hätte und Raum diese als Voraussetzung benötigt? Es würde ja Zeit benötigen eine Bühne für Newton zu bauen. So könnte die Zeit zwar ohne die Bühne existieren aber nicht anders herum, oder? "Unsere Welt" besteht ja im inneren einer Raumzeit-"Blase". Würde sie sich im inneren einer Raum-Blase, die wiederum von einer Zeit-Blase umgeben ist, befinden, wäre dann unsere Wahrnehmung nicht ähnlich oder sogar gleich?


Zeit ist abhängig vom Raum, von Massen und Geschwindigkeiten. Was könnte Zeit denn überhaupt ohne Raum sein? Ohne Raum gibt es doch "nichts", was irgendwie ablaufen kann. Der Begriff Zeit würde dann doch überhaupt keinen Sinn machen, es gäbe auch keine Entropie, die zunehmen könnte. Was also könnte Zeit ohne Raum überhaupt sein?

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Kann Mathematik wirklich das reale Universum erklären? 04 Feb 2016 19:31 #2465

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Was also könnte Zeit ohne Raum überhaupt sein?

Könnte es nicht eine Zeit ohne Raum oder mit einem anderen, als dem unseren gegeben haben, oder mit etwas ganz anderem? Okay, zu hypothetisch... Unser Universum soll ja einmal "zu einer Zeit ganz am Anfang" auf einen Punkt existiert haben, was ja eindimensional wäre, wenn man das Wort "Punkt" halbwegs wörtlich nimmt. "In der Sekunde Null" quasi. Bildet eine Dimension schon einen Raum aus? Oder sind meine Überlegungen falsch?

Danke!

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Kann Mathematik wirklich das reale Universum erklären? 04 Feb 2016 20:16 #2473

ck.Pinhead schrieb:

Was also könnte Zeit ohne Raum überhaupt sein?

Könnte es nicht eine Zeit ohne Raum oder mit einem anderen, als dem unseren gegeben haben, oder mit etwas ganz anderem? Okay, zu hypothetisch... Unser Universum soll ja einmal "zu einer Zeit ganz am Anfang" auf einen Punkt existiert haben, was ja eindimensional wäre, wenn man das Wort "Punkt" halbwegs wörtlich nimmt. "In der Sekunde Null" quasi. Bildet eine Dimension schon einen Raum aus? Oder sind meine Überlegungen falsch?


Grundsätzlich können wir keine seriöse Aussage machen, über irgendetwas, das außerhalb unseres Universums ist. Wir könnten dies nicht messen und damit nicht falsifizieren.

Eindimensional ist in meinen Augen eine Linie. Einen Punkt würde ich nicht als eindimensional bezeichnen.

Soweit ich es verstehe, ist unsere Raumzeit im Urknall erst entstanden, nicht vorher. Mit der "Sekunde null" ist es aber leider wie mit dem Außerhalb unseres Universums. Wir haben auch hierzu keinerlei experimentelle Aussagen, die Sekunde null ist daher genauso Spekulation wie irgendetwas außerhalb unseres Universums..

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Kann Mathematik wirklich das reale Universum erklären? 04 Feb 2016 20:29 #2478

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Ich meine innerhalb der 0ten Sekunde sind wir evtl. schon innerhalb unseres Universums. Du hast aber recht, wir können nicht feststellen, ob die Zeit schon vorher lief.

Aber würde es nicht unser Weltbild NICHT verändern? Würden wir das Universum nicht genauso wahrnehmen, als wenn die Zeit mit dem Raum entstanden ist? Es macht im Prinzip für uns keinen Unterschied, aber dann müsste man diese Theorie genauso ernst nehmen wie die der enstehenden Raumzeit. Denn die wäre dann genauso wenig beweisbar. Oder irre ich mich und es bestünde doch ein Unterschied (in unserer Wahrnehmung)?
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Kann Mathematik wirklich das reale Universum erklären? 06 Feb 2016 10:52 #2523

die zeit ist natürlich ganz klar erst mit dem raum entstanden.
wie war das?

zeit heißt veränderung, denn früher gabs nen kaiser und heut' den von der hamburg mannheimer.

(hammer und zirkel)
wenn sich nichts verändert, vergeht auch keine zeit.
und ganz wichtig, die zeit hat immer nur eine "richtung", was uns kausale nachvollziehbarkeit bei ereignissen ermöglicht.
eine kaputte tasse wird niemals auf den tisch zurückspringen und sich wieder zusammenflicken.
es geht immer in richtung höherer entropie, sehr wichtig für weitere überlegungen.
aber wie schon gesagt wurde: was in der "ersten sekunde" oder genauer gesagt in den 5,39106*10-44s nach dem urknall war können wir nicht wissen.

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Kann Mathematik wirklich das reale Universum erklären? 06 Feb 2016 11:35 #2527

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Ist den der Urknall keine Veränderung gewesen? Und es nicht beweisbar, dass es das einzige Ereignis dieser Art ist/war.

Darum geht es aber nicht. Mich würde nur interessieren ob man den Unterschied aus unserer Position feststellen könnte. Wenn nicht, ist es genau so wenig verifizierbar oder falsifizierbar wie die gängige Annahme.

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Kann Mathematik wirklich das reale Universum erklären? 06 Feb 2016 20:37 #2551

Ist den der Urknall keine Veränderung gewesen?

das war halt der beginn der zeit! du hast abläufe, also vergeht auch zeit, wie du schon sagtest, du hast unterschiede im raum, das nennen wir zeit.

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Kann Mathematik wirklich das reale Universum erklären? 07 Feb 2016 01:44 #2558

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Ist mir vollkommen klar. Eigentlich ist es auch total unwichtig, aber mir geht es dabei um die Möglichkeit einer anderen nicht-beweisbaren Theorie, die genau so zu den Fakten passt. Die gängige Annahme Raum und Zeit seien zusammen erstanden wäre in diesem Fall ebenfalls nicht verifizier- oder falsifizierbar.

Aber das ist nur ein Gedankenspiel...

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Kann Mathematik wirklich das reale Universum erklären? 07 Feb 2016 12:14 #2574

ck.Pinhead schrieb: Ist mir vollkommen klar. Eigentlich ist es auch total unwichtig, aber mir geht es dabei um die Möglichkeit einer anderen nicht-beweisbaren Theorie, die genau so zu den Fakten passt. Die gängige Annahme Raum und Zeit seien zusammen erstanden wäre in diesem Fall ebenfalls nicht verifizier- oder falsifizierbar.

Aber das ist nur ein Gedankenspiel...


Alles, was in den ersten Sekundenbruchteilen passiert ist, ist im Moment wohl nicht wirklich überprüfbar.

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Kann Mathematik wirklich das reale Universum erklären? 07 Feb 2016 12:19 #2576

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Gut, wieso weiß man dann das Gegenteil?

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Kann Mathematik wirklich das reale Universum erklären? 07 Feb 2016 13:04 #2578

ck.Pinhead schrieb: Gut, wieso weiß man dann das Gegenteil?


Soweit ich weiß, gehören Raum und Zeit zusammen, so dass das eine ohne das anderen nicht sinnvoll definiert werden kann. Daher gibt es für mich nichts, was dafür sprechen würde, dass das eine vor dem anderen entstanden ist. Sofern es für eine solche Theorie keine Evidenz gibt, ist sie für mich ein Kandidat für Ockhams Rasiermesser.

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Kann Mathematik wirklich das reale Universum erklären? 07 Feb 2016 13:19 #2580

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Bei mir scheitert das Verständnis etwas daran, wie etwas aus dem Nichts entstehen soll. So bin zu diesem Gedankenspiel gekommen. Könnten Zeit und Energie, ohne Raum sinnvoll definiert werden?

Da dann der Raum in der Zeit entstanden wäre, gehörten diese dann auch zusammen.

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Kann Mathematik wirklich das reale Universum erklären? 07 Feb 2016 14:38 #2587

Bei mir scheitert das Verständnis etwas daran, wie etwas aus dem Nichts entstehen soll.


ich will mal versuchen dir das modellhaft zu erklären.
du hast eine glaskugel mit einem vakuum und beschädigst diese schöne glasoberfläche, die völlig homogen ist.
was passiert? es knallt und alles seiende in der umgebung nimmt diesen luftleeren raum ein.

das universum bestand, so stellt man es sich aktuell vor, aus einem hochsymetrischen energiefeld.
reine energie, hoch symetrisch im nicht seienden ohne zeit und ohne raum.

stell dir nun vor es gibt einen symetriebruch und ein vakuum entsteht um diesen energiebrei.
dieses vakuum expandiert nun in das nichtseiende hinein - das universum wächst und aus der energie bildet sich beim abkühlen materie.

wer sich so richtig richtig richtig damit auskennt, den würde ich übrigens bitten mal einen beitrag zur vakuumenergie zu verfassen, hochspannendes thema!

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Kann Mathematik wirklich das reale Universum erklären? 07 Feb 2016 20:32 #2589

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du hast eine glaskugel mit einem vakuum und beschädigst diese schöne glasoberfläche, die völlig homogen ist.
was passiert? es knallt und alles seiende in der umgebung nimmt diesen luftleeren raum ein.

Das verstehe ich nicht bzw. weiß nicht wie es gemeint ist. Beschädigung = Symmetriebruch (Urknall) oder Nullpunkt-Energie? Zumal ich das Beispiel, glaube ich, zum "Vorteil" meines ursprünglichen Gedankenspiels nutzen könnte. Es liegt vielleicht am Beispiel... oder auch an mir. Ich kann mir ein Vakuum schlechter vorstellen, als ein Energiefeld, dass ich mit einem Oszilloskop messen kann (in unserer Welt natürlich, mit alltäglichen Maßstäben). :P

Der Rest war sehr anschaulich, vielen Dank!

wer sich so richtig richtig richtig damit auskennt, den würde ich übrigens bitten mal einen beitrag zur vakuumenergie zu verfassen, hochspannendes thema!

Dem würde ich mich anschließen. Ich denke man könnte, wenn man das besser versteht, auch auch den "Urknall" bzw. den Symmetriebruch besser verstehen.

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Kann Mathematik wirklich das reale Universum erklären? 08 Feb 2016 17:25 #2602

also, du solltest dir ein vakuum vorstellen: glasglocke, kompress0r und luft raussaugen. reicht für unser gedankenexperiment.
beim beschädigen der glocke dringt die luft nach innen, da sie den platz einnehmen will.
das vakuum übt also eine kraft aus.
beim urknall lief das genau anders rum, so die vorstellung.
das vakuum, mit seiner potentiellen energie expandiert nun genau anders herum in das "nichts" hinein.
die kraft, die die luft in die glasglocke durch den riss zieht sorgt nun das das universum expandiert.

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