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Informationsübertragung mit Überlichtgeschwindigkeit 02 11. 2019 00:43 #59948

Servus und hola liebe Freunde der Quarks und Schwarzen Löcher.

Ich bin ein physik- und matheinteressierter Laie und habe etliche Videos von Herrn Gassner und Kollegen inhaliert.
Wie die meisten hier umtreiben auch mich zahllose Fragen über das, was das Universum im Innersten zusammen hält.

Und damit möchte ich mich gleich mal in die Nesseln setzen mit der Frage:

Ist Informationsübertragung mit Überlichtgeschwindigkeit möglich (ja, ich weiß die Antwort, aber :lol: ....)?

Ich möchte mich kurz auf Herrn Anton Zeilinger beziehen, auf ein Zitat von ihm aus 2013 zum Thema Quantenteleportation:

"Das erinnert ein bisschen an ´Scotty beam me up´ von Raumschiff Enterprise, wobei es nicht um die Übertragung von Materie geht, sondern um die Übertragung von Information. D.h., wir haben ein Photon, ein Quantenteilchen, und wir können mit Hilfe von Verschränkung die Information, die dieses System trägt, seine Eigenschaften, diesem Photon entziehen - das ist schon mal etwas völlig skurriles, das wird dann ein Photon sozusagen ohne seine eigenen Eigenschaften - und die zu einem anderen Photon übertragen, das beliebig weit weg ist und das geht instantan ohne dass zwischen diesen beiden Photonen zum Zeitpunkt der Übertragung eine Verbindung da sein muss.

[...]

Teleportation funktioniert so, dass ich ein Originalteilchen habe, das einen bestimmten Zustand hat, und zusätzlich verwende ich ein verschränktes Paar. Eines der beiden verschränkten Photonen wird zum Empfänger geschickt, das andere Photon wird mit dem, dessen Zustand ich teleportieren möchte, verschränkt. Was heißt das? Das heißt, dass das Originalphoton seine eigenen Eigenschaften verliert und auf der anderen Seite bedeutet das, wegen der ursprünglichen Verschränkung, dass die Eigenschaften des ersten Photons übertragen werden auf das zweite verschränkte, das jetzt schon längst weggeflogen ist, irgendwo beliebig weit weg. Und ich hab am Empfängerort ein Photon, das in allen Eigenschaften mit dem Original übereinstimmt."

(Quelle: https://www.youtube.com/watch?v=RwOZGTFkDtY - ab 20´10")


Herr Zeilinger sagt, dass die bestimmten Eigenschaften eines Photons auf ein verschränktes Quantenpaar übertragen werden können. Dies heißt für mich: Informationsübertragung instantan. Wo liegt mein Verständnisfehler?

Vielen Dank schon mal im Voraus,

LG, Bela

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Informationsübertragung mit Überlichtgeschwindigkeit 02 11. 2019 07:45 #59960

BelaBartok schrieb: Ist Informationsübertragung mit Überlichtgeschwindigkeit möglich (ja, ich weiß die Antwort, aber :lol: ....)?

Aber klar doch, Harald hats erklärt: Schlechte Nachrichten verbreiten sich mit Überlichtgeschwindigkeit. Man muss nur eine Methode entwickeln jede beliebige Information in eine schlechte Nachricht zuverpacken und Voila: Problem gelöst ;)

Aber Spass beiseite:

BelaBartok schrieb: Herr Zeilinger sagt, dass die bestimmten Eigenschaften eines Photons auf ein verschränktes Quantenpaar übertragen werden können. Dies heißt für mich: Informationsübertragung instantan. Wo liegt mein Verständnisfehler?

Woher weis der Besitzer des Entfernten Teilchens wann er messen darf? Denn: sobald er das tut ist die Verschränkung zerstört und keine "Quantenteleportation" mehr möglich. Einen wirklich nutzbaren überlichtschnellen Kommunikationskanal kann man damit nicht bauen. Bis zur Messung bleiben die Zustände der Teilchen unbestimmt.

assume good faith

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Informationsübertragung mit Überlichtgeschwindigkeit 02 11. 2019 14:48 #59989

Merilix schrieb: Woher weis der Besitzer des Entfernten Teilchens wann er messen darf?

Nicht nur das, er weiß auch nicht, wie er das Messergebnis interpretieren soll, egal ob er nun Up oder Down gemessen hat. Denn der Informationspartner kann das Ergebnis ja nicht beeinflussen sondern nur gleichfalls messen.

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Informationsübertragung mit Überlichtgeschwindigkeit 02 11. 2019 16:31 #60001

Hallo und danke schon mal. :-)
ra-raisch schrieb: (...) der Informationspartner kann das Ergebnis ja nicht beeinflussen sondern nur gleichfalls messen.

Zeilinger schrieb: Teleportation funktioniert so, dass ich ein Originalteilchen habe, das einen bestimmten Zustand hat, und zusätzlich verwende ich ein verschränktes Paar.

Wenn ein verschränktes Photonenpaar mit einem Photon mit z.B. horizontaler Polarisation (welches ja problemlos herzustellen ist) wechselwirkt, verliert letzteres diese Eigenschaft, die dann auf das verschränkte Paar übertragen wird. Somit kann der Sender das Ergebnis bestimmen, und der Empfänger kann es lesen und interpretieren.

Merilix schrieb: Woher weis der Besitzer des Entfernten Teilchens wann er messen darf?

Auch darin sehe ich kein prinzipielles Problem. Es benötigte lediglich zwei synchronisierte Uhren am Sende- und Empfangsort und die vorherige Abmachung, dass der Empfänger erst misst, nachdem der Sender verschränkt hat. Diesen Zeitpunkt kann man vorher verabreden.

VG, Bela

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Informationsübertragung mit Überlichtgeschwindigkeit 02 11. 2019 17:25 #60008

BelaBartok schrieb: Wenn ein verschränktes Photonenpaar mit einem Photon mit z.B. horizontaler Polarisation (welches ja problemlos herzustellen ist) wechselwirkt, verliert letzteres diese Eigenschaft, die dann auf das verschränkte Paar übertragen wird. Somit kann der Sender das Ergebnis bestimmen, und der Empfänger kann es lesen und interpretieren.


Habe jetzt aber nicht mehr viel Zeit, siehe hier:

de.wikipedia.org/wiki/No-Communication-Theorem

The truth is often what we make of it; you heard what you wanted to hear, believed what you wanted to believe.

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Informationsübertragung mit Überlichtgeschwindigkeit 02 11. 2019 18:54 #60017

Wenn das mit der Polarisierung so einfach ginge,.....geht das denn so einfach?
Ich könnte mir eher vorstellen, dass dieser Vorgang die Verschränkung aufhebt.

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Informationsübertragung mit Überlichtgeschwindigkeit 02 11. 2019 22:00 #60047

Ich habe mal ein tolles Video von Vlog mit Herrn Gaßner als Gastredner gesehen, vielleicht hilft dies ja:

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Informationsübertragung mit Überlichtgeschwindigkeit 02 11. 2019 22:35 #60049

BelaBartok schrieb: Wenn ein verschränktes Photonenpaar mit einem Photon mit z.B. horizontaler Polarisation (welches ja problemlos herzustellen ist) wechselwirkt, verliert letzteres diese Eigenschaft, die dann auf das verschränkte Paar übertragen wird. Somit kann der Sender das Ergebnis bestimmen, und der Empfänger kann es lesen und interpretieren.

Das geht eben nicht.

Der Sender muss zwei Messungen vornehmen und dem Empfänger auf klassischem Weg mitteilen.
Dieser kann anhand dieser Information sein Teilchen so manipulieren (nicht messen!) das es den gleichen Zustand wie das unverschränkte Teilchen beim Sender vor der Messung erhält.

siehe -> de.wikipedia.org/wiki/Quantenteleportation

assume good faith

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assume good faith

Informationsübertragung mit Überlichtgeschwindigkeit 11 04. 2020 18:02 #67308

HSITT2000 schrieb: Ich kenne auch die Antwort, sie ist Ja das geht.

Aber nur mit Tunnel, oder Portalfeld.
Wo bei beim Tunnel es nur eine Ahnung ist, von dem was Kommen könnte.


Der Test wurde am M.I.T. gemacht, und zwar mit mit einem Teilchen.

Und es wurde nur ein Zustand, übertragen mehr nicht.


Was genau wurde am M.I.T. gemacht? Gibt es hierzu einen Artikel oder eine Publikation?

Nicht extra gekennzeichnete Beiträge sind normale private Beiträge. Sie sollten genauso diskutiert und kritisiert werden wie alle anderen Beiträge auch.

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Informationsübertragung mit Überlichtgeschwindigkeit 11 04. 2020 19:45 #67315

HSITT2000 schrieb: Ja das geht.

Aber nur mit Tunnel, oder Portalfeld.


Superluminares Tunneln ist umstritten
de.wikipedia.org/wiki/%C3%9Cberlichtgesc...perluminares_Tunneln
wobei Nimtz nach eigenen Angaben für das Maximum und die Anstiegsflanke des Wellenpakets[5] eine 4,7-fache Lichtgeschwindigkeit maß[6]. Nimtz behauptet, damit die Möglichkeit der Übertragung von Information mit Überlichtgeschwindigkeit gezeigt zu haben, was aber bestritten wurde. Definiert man die Geschwindigkeit der Informationsübertragung über die Ansprechzeit eines Detektors, gibt es keine Informationsübertragung mit Überlichtgeschwindigkeit: Ein Detektor auf einer gleich langen Vergleichsstrecke ohne „Tunnel“, auf der sich die gleiche Information (Pulsform) mit Lichtgeschwindigkeit ausbreitet, spricht zuerst an, da das Signal auf der Tunnelstrecke viel schwächer ist und zwar unabhängig von der Empfindlichkeit des Detektors.

Vor allem ist auch die Zeitmessung bei dem Experiment umstritten, gleiches gilt für die Entfernungsmessung. Bekannt sind ja die false Neutrino-Tachyonen des OPERA-Experiments am Cern. Und auch die Lichtgeschwindigkeit c° im Vakuum ist etwas größer als die Signalgeschwindigkeit c in Luft oder Drähten.

Aber beim Tunneln treten (naturgemäß) Quanteneffekte auf, wo Zeit und Raum variabel sind. Das geht nur nicht über große Entfernungen dafür aber nur mit großen Dämpfungsverlusten, denke ich.

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Informationsübertragung mit Überlichtgeschwindigkeit 12 04. 2020 14:22 #67339

Merilix schrieb:

BelaBartok schrieb:

BelaBartok schrieb: Herr Zeilinger sagt, dass die bestimmten Eigenschaften eines Photons auf ein verschränktes Quantenpaar übertragen werden können. Dies heißt für mich: Informationsübertragung instantan. Wo liegt mein Verständnisfehler?

Woher weis der Besitzer des Entfernten Teilchens wann er messen darf? Denn: sobald er das tut ist die Verschränkung zerstört und keine "Quantenteleportation" mehr möglich. Einen wirklich nutzbaren überlichtschnellen Kommunikationskanal kann man damit nicht bauen. Bis zur Messung bleiben die Zustände der Teilchen unbestimmt.

In der Informatik ist allgemein bekannt, dass es für ein binäres Bit leider drei verschiedene Werte gibt: 0, 1 und kaputt. Bei der Quantenteleportation fällt besonders unangenehm ins Gewicht, dass der dritte Zustand nicht bemerkt werden kann. Könnte man einem Photon bei der Messung anmerken, ob es verschränkt war (intakt) oder nicht (kaputt), dann wäre das Problem wohl gelöst.

Also sprach das Photon: Wo wir sind ist vorne! Und sollten wir mal hinten sein, dann ist hinten vorne!

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Also sprach das Photon: Wo wir sind ist vorne! Und sollten wir mal hinten sein, dann ist hinten vorne!

Informationsübertragung mit Überlichtgeschwindigkeit 12 04. 2020 15:09 #67342

Für unsere Youtube freunde Heist das :
ra-raisch schrieb:
Superluminares Tunneln ist umstritten
de.wikipedia.org/wiki/%C3%9Cberlichtgesc...perluminares_Tunneln
wobei Nimtz nach eigenen Angaben für das Maximum und die Anstiegsflanke des Wellenpakets[5] eine 4,7-fache Lichtgeschwindigkeit maß[6]. Nimtz behauptet, damit die Möglichkeit der Übertragung von Information mit Überlichtgeschwindigkeit gezeigt zu haben, was aber bestritten wurde. Definiert man die Geschwindigkeit der Informationsübertragung über die Ansprechzeit eines Detektors, gibt es keine Informationsübertragung mit Überlichtgeschwindigkeit: Ein Detektor auf einer gleich langen Vergleichsstrecke ohne „Tunnel“, auf der sich die gleiche Information (Pulsform) mit Lichtgeschwindigkeit ausbreitet, spricht zuerst an, da das Signal auf der Tunnelstrecke viel schwächer ist und zwar unabhängig von der Empfindlichkeit des Detektors.

Vor allem ist auch die Zeitmessung bei dem Experiment umstritten, gleiches gilt für die Entfernungsmessung. Bekannt sind ja die false Neutrino-Tachyonen des OPERA-Experiments am Cern. Und auch die Lichtgeschwindigkeit c° im Vakuum ist etwas größer als die Signalgeschwindigkeit c in Luft oder Drähten.

Aber beim Tunneln treten (naturgemäß) Quanteneffekte auf, wo Zeit und Raum variabel sind. Das geht nur nicht über große Entfernungen dafür aber nur mit großen Dämpfungsverlusten, denke ich.


=


ab min. 2:40!

Mit diesen Holleiten habe ich beim bund gearbeitet. Radar anlagen!

Ab minute 6:50 wird es für mich auch wieder interessant!

Ab Minute 20:22 Ergibt sich meiner meinung nach ein Ansichts Fehler!
Und zwar Folgender:

Nullius in verba

Only This eXist.
Folgende Benutzer bedankten sich: ra-raisch

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Nullius in verba

Only This eXist.

Informationsübertragung mit Überlichtgeschwindigkeit 12 04. 2020 20:47 #67349

Wenn sich die Teams zusammentun und einen Laserpuls vor und nach dem Tunneln filmen, dann glaube ich es auch.

Aber Tunneln ist wie gesagt ein Quanteneffekt, für den Zeit und Raum eigentlich keine Rolle spielen. Die Tunnelstrecke von 7 cm erscheint mir aber doch recht groß.

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