Wie stelle ich eine Frage?

  1. Passende Kategorie anklicken
  2. mit grauem Button ein „neues Thema“ eröffnen
  3. Name, Themenüberschrift und Frage eingeben
  4. Absenden

Ihre Frage wird zunächst nicht angezeigt
Nach erfolgter Prüfung wird Ihre Frage zusammen mit der Antwort veröffentlicht

Wer eine klassische Diskussion im Stile eines Forums sucht, dem empfehlen wir 
www.umwelt-wissenschaft.de 

Willkommen, Gast
Benutzername: Passwort: Angemeldet bleiben:

THEMA:

Doppelspaltversuch 10 Mai 2022 06:45 #1963

  • Jörg Geisbauer
  • Jörg Geisbauers Avatar Autor
Ich habe als Laie eine Frage zum Doppelspaltversuch.
Ohne Messung entsteht am Schirm hinter dem Doppelspalt ein Verteilungsmuster, analog dem, von sich überlagernden Wellen.
Misst man durch welchen Spalt das Photon geht, so erlischt das Verteilungsmuster.
Es scheint, als ob Licht als Welle, durch die Messung zum Teilchen wird.

Nun meine Frage. Wie funktioniert diese Messung? Interagiert sie mit Licht als Welle und macht das Photon zum Teilchen?

Oder ist es anders? Ist es möglich, dass durch die Messung (Beobachtung des Photons an einem Ort) der Lichtwelle mit ihrer stochastischen Verteilung die Information "Ort" hinzugefügt wurde? Alles sind schließlich nur Bits und Bytes.

Die Information über den Ort des Photons, gewonnen durch Beobachtung, würde sich demnach ins universelle System eingliedern und dem Photon Teilchencharakter verleihen.
Bedeutet das, dass Informationen, die durch Beobachtung gewonnen wurden, nicht nur nicht verloren gehen und erhalten bleiben, sondern eine allgemeine Gültigkeit erhalten, ähnlich einem Gesetz, wodurch sich Prozesse und Zustände im gesamten System, durch Adaption an alle Informationen verändern würden, damit es zu keinen Widersprüchen im System kommt?
Informationen an sich hätten demnach einen zeitgleich und allübergreifenden Charakter, mit einer Wirkung oder Fernwirkung. (Bsp. Spukenhafte Verschränkung)
Information muss demnach nicht übermittelt werden, sondern ist in ihrer Gesamtheit zeitgleich synchronisiert und allgemeingültig, sowie allgegenwärtig aufeinander abgestimmt.

Die Logik erhält sich selbst und gilt universell. Logik ist fehlerfrei.

Der zeitgleiche und ortsüberfassende Datenabgleich, zum Erhalt von Logik und Widerspruchslosigkeit, erfolgt möglicherweise zu jeder Planckzeit.

Dadurch das die Messung, bzw. Beobachtung einen schöpferischen bzw. determinierenden Charakter hat (Welle/Teilchen),
scheinen Information kein Medium zu benötigen, um zu wirken und ihre Gültigkeit aufrechtzuerhalten, bzw. um zu interagieren oder sich zu bedingen..

Der Beobachter in der Quantenmechanik verändert die Realität und gibt Wahrscheinlichkeiten eine Gestalt, durch bloßes hinsehen. Der Beobachter wird zum Schöpfer, indem er Informationen wie die Information "Ort" generiert.

Im Gegensatz dazu gibt es in der Relativitätstheorie keine Beobachtungen, mit Auswirkungen auf die Realität. Dafür gibt es aber viele Beobachter, die relativ zueinander zu verschiedenen Beobachtungen der Realität gelangen.

In der Relativitätstheorie spielt Raum und Zeit eine entscheidende Rolle.
Aber nur Materie altert. Energie tut das nicht. Somit hat Licht kein Alter.

Materie verfügt über Energie, nimmt allerdings einen festen Ort ein und ist träge, bzw. frei beweglich. Materie ist ortsgebundene Energie. Dadurch krümmt Materie die Raumzeit und altert.

Licht hingegen bewegt sich nicht durch die Zeit und ist in seiner Bewegung durch die Lichtgeschwindigkeit
und seine Ausbreitungsrichtung in der Raumzeit determiniert.
Ohne Ruhemasse fehlt Licht die Eigenschaft von Materie mit der Information der "Ortsgebundenen Energie" und der damit verbundenen Trägheit, der freien Beweglichkeit und der Eigenschaft, die Raumzeit zu krümmen.

Es gibt keinen absoluten Ort. Ort ist nur relativ bestimmbar.

Ist es nun so, dass durch die Ortsmessung am Doppelspalt, genau diese Information "Ort" auf die Lichtwelle(Energie) übertragen wird
und ein Photon als Teilchen mit "ortsgebundener Energie", allerdings ohne Ruhemasse entsteht?
Oder wird bei der Messung am Spalt für die Lichtwelle gar noch der Zeitpunkt des Durchtritts gemessen?
Wird durch die Zeitmessung die Eigenschaft "Materie" induziert, da nur Materie, nicht aber Energie(Welle) altern kann.
Entsteht hier ein Teilchen aus Energie und der Information "Zeitpunkt"?

Doppelspaltversuch 10 Mai 2022 23:20 #1967

Es scheint, als ob Licht als Welle, durch die Messung zum Teilchen wird.

Dies ist korrekt.

Licht besteht aus einer Störung der elektrischen Felder, die sich im Raum ausbreitet. Dies nennt man die Welle. Wenn Licht mit (leichten) Elementarteilchen reagiert, also mit Ladungen (vor allem Elektronen), verwandelt sich diese Feldstörung lokal in eine Schwingung der Elektronen, die diese wiederum als Feldstörung abstrahlen. Das primäre und das sekundäre Feld überlagern sich und daraus ergeben sich die unterschiedlichen Phänomene von Brechung, Reflexion und Absorption.

Zumindest bei der Absorption kann dies nur in vollständigen Quanten geschehen, den Photonen. Das Photon wird also zuerst als Welle erzeugt und bewegt sich so durch den Raum, bis es wieder zum (gedachten) Teilchen wird.

Im Endeffekt kann man ein Photon nur auf die gleiche Weise registrieren. Es muss absorbiert werden und daher als vollständiges Quant auftreten. Danach mag es durch das Messgerät in gleicher Form wieder erzeugt werden, die Überlagerung der Felder soll möglichst spurlos bleiben, wie man ja bei einem guten Spiegel auch nur die Reflexion bemerkt und sonst keine Veränderung des Lichtes. (wohlgemerkt ist der Spiegel kein Messgerät, es gibt keine derartige Information, es sei denn der Impulsübertrag könnte lokalisiert werden)

Einfacher wird es, wenn man sich den Versuch mit Elektronen überlegt. Diese kann man mit Licht bestrahlen, um diese zu "sehen", wenn sie durch den einen oder anderen Spalt gehen. Allerdings muss dieses Licht eine ausreichende Energie haben, um die Ort gut genug aufzulösen, dies hängt nämlich von der Wellenlänge ab. Das Licht sollte also eine Wellenlänge in Größe des Wirkungsquerschnitts der Elektronen aufweisen, sonst sieht man ja gar nichts. Dann ist es aber so, dass die Energie dieser Strahlung so groß sein muss, dass es das Elektron von der Bahn ablenket.

Apropos Impulsübertrag beim Spiegel:
Sofern der Spiegel starr befestigt ist, bleibt der Impulsübertrag unmessbar, die Ströung des Photons bzw der Welle ist sehr gering. Sofern der Spiegel so weich aufgehängt ist, dass der Impulsübertrag messbar wird, wird auch die Störung des Photons entsprechend groß werden, so dass es lokalisiert wird.

durch bloßes hinsehen. Der Beobachter wird zum Schöpfer, indem er Informationen wie die Information "Ort" generiert.

Wie sich aus dem vorher Gesagten ergibt, ist das nicht so, sondern es kommt immer auf die Störung an, die man in diesem Zusammenhang Messung nennt.

Aber nur Materie altert.

Das kann man so nicht sagen. Auch das Neutron hat keine Stoppuhr, um zu wissen, wann es zerfallen muss. Die Halbwertszeit ist eine Eigenschaft, die sich rein statistisch aus dem physikalischen Gleichgewicht ergibt und nicht aus einer Alterung.

Wenn ich einen Eimer mit Sand habe und jede Minute einen Teil von zB 1/10 davon wegschütte, bedeutet dies nicht, dass der Sand im Eimer altert, weil ja seine Menge kontinuierlich abnimmt. Elementarteilchen haben jedenfalls keine innere Uhr.
Letzte Änderung: von Rainer Raisch.

Copyright © Josef M. Gaßner

Design by It Prisma | Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! 

 

 

Spenden - jpanel modulinhalt

Hier können Sie Urknall-Weltall und das Leben unterstützen. Danke!

Jetzt spenden